Der Fall Gartenschläger

Re: Wie Gartenschläger das DDR-Grenzregime und seine tödlichen SM 70 entlarvte

Beitragvon Edelknabe » 19. Mai 2011, 18:05

Dieter, er, der Michael war ein Klassenfeind und er beschädigte, entfernte Eigentum der DDR...könnte man dazu auch Volkseigentum sagen. Warum, so frage ich mich sollte das Spezialeinsatzkommando ihn leben lassen? Nur aus humanitärer Sicht...so"im Sozialismus wird nicht getötet?" Das leuchtet mir nicht ein.
Er war unbelehrbar, hätte nie aufgehört damit, mit seinen Aktivitäten, ein mehr als Wiederholungstäter.Logische Konsequenz, dem muss abgeholfen werden mit drastischen Maßnahmen und auch auf die dumme politische Gefahr hin(denn das könnte ja Kreise ziehen was es dann auch tat), das der Störenfried ins Gras beißt.(so die DDR jetzt)
Und das hatte er dann sinngemäß auch, er hauchte sein Leben an eben dieser Ecke aus.
Das Problem war gelöst, die SM70 verschwanden später mit Hilfe von viel harter DM von ganz alleine und Michael ruht in Frieden...am Eck wohl eher symbolisch.
Somit ist alles in Butter, ohne hier ironisch herüberzukommen.

Rainer-Maria und was ist der Mensch, wenn er permanent die Gefahr sucht, er ist ein Dummkopf und Dummköpfe sterben halt früher wie andere Menschenkinder.
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Re: Wie Gartenschläger das DDR-Grenzregime und seine tödlichen SM 70 entlarvte

Beitragvon Zicke » 19. Mai 2011, 19:27

Edelknabe hat geschrieben: entfernte Eigentum der DDR...könnte man dazu auch Volkseigentum sagen. Warum, so frage ich mich sollte das Spezialeinsatzkommando ihn leben lassen?


mal OT:
man Rainer da hattest du ja richtig Schwein gehabt; damals [grins]
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Re: Wie Gartenschläger das DDR-Grenzregime und seine tödlichen SM 70 entlarvte

Beitragvon Edelknabe » 19. Mai 2011, 19:52

Jörg wir könnten auch einmal wieder ein Bier zusammen trinken und ehrlich jetzt...ich hatte immer Schwein, nenn es Glück, bei der Sache mit dem Volkseigentum.Aber das schrieb ich auch schon öfters, ich war das Volk...du doch auch,oder?
Aber mal im Ernst, der Junge war doch verrückt, der Michael. Ich musste einmal so lachen, da schrieb doch einer seiner Freunde in "Todesautomatik" sinngemäß, er hätte sich mal mit Büchern beschäftigt, also ein älterer Mithäftling wollte ihm Bücher nahebringen und klar, es ging da um politischen Kram...Machtansprüche die Themen...Auslegung etc.
Der Kerl hat doch nie ein Buch gelesen, das unterstell ich ihm hier, der hatte doch nie begriffen, was wirklich da drinsteht.Der hatte auch nie richtig nachgedacht, der hatte nur ein Ziel, der DDR das wiederzugeben, was sie ihm genommen hatte.
Man könnte das auch als ganz billige Rache bezeichnen und ohne hier irgendwas zu verharmlosen, er hatte schwere Zeiten duch im DDR-Strafvollzug, das stell ich hier nicht in Frage.
Etwas mehr Intelligenz, und er hätte heute noch leben können, nur, da übertraf ihn die DDR, die dachten realer und waren nicht so dumm wie er.
Logisch, das ich mir mit dem Text nicht unbedingt Freunde mache, ich schreibe halt, was ich denke.

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Re: Wie Gartenschläger das DDR-Grenzregime und seine tödlichen SM 70 entlarvte

Beitragvon ex-maja64 » 19. Mai 2011, 20:01

Ich finde es super das wir hier in diesem Forum, so einen Zeitzeugen wie Dieter zu diesem Fall haben.
Wünschen würde ich mir, dass es Zeitzeugen auch für solche Fälle..... wie z.B. den Fall Weinhold, den ich am Rande damals als Schüler miterlebte, hier mal gibt.
Das ich als ehem. Grenzer, auf die damaligen Aktionen von Gartenschläger eine kritische Sichtweise habe, dürfte ja vielleicht verständlich sein.

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Re: Wie Gartenschläger das DDR-Grenzregime und seine tödlichen SM 70 entlarvte

Beitragvon Zicke » 19. Mai 2011, 20:32

mir persönlich wäre es egal wer,wo einen Tötungsapperat abbaut. Zu meiner Zeit gab es die SM70 Gott sei Dank noch nicht und wenn damals einer so einen Schuhkarton(Mine) hätte ausgraben wollen, ich hätte ihm ,wenn möglich einen Spaten gegeben.
Denn ich musstean die Grenze und habe nur meine Pflichtmonate abgerissen. Überzeugt davon war ich nicht.
Und nochmal, jeder Schuss und jeder Verletzte oder Tote an diesem Zaun, war immer einer zuviel.
Zicke
 

Re: Wie Gartenschläger das DDR-Grenzregime und seine tödlichen SM 70 entlarvte

Beitragvon augenzeuge » 19. Mai 2011, 20:46

ex-maja64 hat geschrieben:Das ich als ehem. Grenzer, auf die damaligen Aktionen von Gartenschläger eine kritische Sichtweise habe, dürfte ja vielleicht verständlich sein.
Mario


Nun, es kann so sein, zwangsweise muss er aber auch nicht. Immerhin baute er nur das ab, was nach den Genfer Konventionen eh nicht erlaubt war.

Und die Soldaten waren dadurch auch mehr gefährdet. Ich bin der Meinung, dass der Westen hier viel zu wenig getan hat, um die Dinger verschwinden zu lassen.

AZ
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Re: Wie Gartenschläger das DDR-Grenzregime und seine tödlichen SM 70 entlarvte

Beitragvon ex-maja64 » 19. Mai 2011, 21:12

Jörg (AZ), ist mir schon klar, bei einem solchen Thema kommen wir wohl nicht auf einen Nenner. [wink]
Ich stelle mir immer vor, was wäre denn wenn ein Mexikaner heutzutage z. B. so mir nichts dir nichts, sagen wir mal 100m US-Borderfence abbauen würde??
Übrigends, eine Gefährdung für uns Grenzer bestand nicht, da der äusserste Handlungsbereich für uns, der Kolonnenweg war.

Jörg (Zicke), da geh ich mit dir überein, auch ich hätte diese anderthalb Jahre lieber zu Hause verbracht. Abschrauben bzw. Ausgraben hätte von mir aus jeder können wonach er Lust hatte. Unter einer Bedingung, das mir dadurch keine Nachteile entstehen und mein "Heimgang" zum bestimmten Tag gesichert war. [wink]

Nach wie vor bin ich immer noch der Meinung, in solche Lagen kann sich nur jemand versetzen, der auch mal da vorne stand.

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Re: Wie Gartenschläger das DDR-Grenzregime und seine tödlichen SM 70 entlarvte

Beitragvon manudave » 20. Mai 2011, 06:59

Dann würde man den Mexicaner wahrscheinlich festnehmen, aber wohl kaum von einem Sonderkommando erschiessen lassen, damit er Teile der Sperranlagen nicht bei der UN vorstellt. Wäre auch sinnlos, kennt doch jeder auf der Welt die Aufbauweise.

Ein gutes Beispiel, wie ein Vergleich auch die gewaltigen Unterschiede aufzeigen kann. [super]
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Re: Wie Gartenschläger das DDR-Grenzregime und seine tödlichen SM 70 entlarvte

Beitragvon karl143 » 20. Mai 2011, 09:17

@ Augenzeuge,

das war damals nicht im Sinne der von der SPD/FDP durchgeführten Entspannungspolitik. D. h., es passte nicht so in das Bild, welches gewünscht war. Von Grund auf richtig, aber in vielen Nischen dann doch wieder nicht so vorteilhaft. Auf jeden Fall für den Westen. Ich hätte noch ein ganz gravierendes Beispiel, über das ich hier aber nicht schreiben kann. Speziell zu den Selbstschussanlagen bedeutet das, man protestierte dagegen, hielt diesen Protest aber im Rahmen um die DDR nicht zu verstimmen. Die Veröffentlichung im Spiegel über das Vorhandensein dieser Anlagen passte mit Sicherheit nicht ins Konzept der damaligen Regierung. Zwischenfälle in der damaligen Zeit, wie zum B. das mehrtägige Festhalten einer BGS Streife in der DDR lösten eigentlich nur einen milden Protest aus.

@ Maja,

in der Regel hast du Recht mit deiner Aussage, das der "normale" Greso nur bis zum Kolonnenweg tätig war. Trotzdem gab es immer wieder Ausnahmen, wenn zum B. durch Wild oder auch durch Flüchtlinge SM-70 Abschnitte ausgelöst wurden. Beim nähern der Anlage bestand immer eine gewisse Gefahr. Diese Arbeiten, das neue Spannen der Auslösedrähte usw. wurde ja nicht von Pionieren erledigt, sondern sehr oft von Grenzsoldaten. Als Beispiel ein Foto von einer Auslösung ohne Flüchtling am 24.01.1976 um 15:50 Uhr s/o Hornburg. Und im übrigen, ich möchte mich auch nicht hinter dem bKW (von uns aus gesehen) aufgehalten haben, wenn so ein Ding seine Splitter verschießt.
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Re: Wie Gartenschläger das DDR-Grenzregime und seine tödlichen SM 70 entlarvte

Beitragvon Thunderhorse » 20. Mai 2011, 21:15

karl143 hat geschrieben:@ Augenzeuge,

das war damals nicht im Sinne der von der SPD/FDP durchgeführten Entspannungspolitik. D. h., es passte nicht so in das Bild, welches gewünscht war. Von Grund auf richtig, aber in vielen Nischen dann doch wieder nicht so vorteilhaft. Auf jeden Fall für den Westen. Ich hätte noch ein ganz gravierendes Beispiel, über das ich hier aber nicht schreiben kann. Speziell zu den Selbstschussanlagen bedeutet das, man protestierte dagegen, hielt diesen Protest aber im Rahmen um die DDR nicht zu verstimmen. Die Veröffentlichung im Spiegel über das Vorhandensein dieser Anlagen passte mit Sicherheit nicht ins Konzept der damaligen Regierung. Zwischenfälle in der damaligen Zeit, wie zum B. das mehrtägige Festhalten einer BGS Streife in der DDR lösten eigentlich nur einen milden Protest aus.

Na Karl, da täuschte Dich a bisserl.

@ Maja,

in der Regel hast du Recht mit deiner Aussage, das der "normale" Greso nur bis zum Kolonnenweg tätig war. Trotzdem gab es immer wieder Ausnahmen, wenn zum B. durch Wild oder auch durch Flüchtlinge SM-70 Abschnitte ausgelöst wurden. Beim nähern der Anlage bestand immer eine gewisse Gefahr. Diese Arbeiten, das neue Spannen der Auslösedrähte usw. wurde ja nicht von Pionieren erledigt, sondern sehr oft von Grenzsoldaten. Als Beispiel ein Foto von einer Auslösung ohne Flüchtling am 24.01.1976 um 15:50 Uhr s/o Hornburg. Und im übrigen, ich möchte mich auch nicht hinter dem bKW (von uns aus gesehen) aufgehalten haben, wenn so ein Ding seine Splitter verschießt.


Nun auch hier biste, meiner Meinung nach falsch informiert.
Der "normale" Grenzsoldat hatte mit den Anlagen 501/701, weder bei Instandsetzungsarbeiten noch bei Wartungsarbeiten bzw. Bergung von Verletzten, etwas damit zu tun.
Dafür gab es in den jeweiligen GK und GB entsprechend ausgebildete Kräfte der GT.

Anbei Auszug aus der DV Minensperren.
http://www.nva-forum.de/nva-board/index ... 2238&st=30
Dienstag, 03.April 2007, 19:05 Uhr

und siehe Anhang.

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Re: Wie Gartenschläger das DDR-Grenzregime und seine tödlichen SM 70 entlarvte

Beitragvon ex-maja64 » 20. Mai 2011, 21:26

Thunderhorse hat geschrieben:Der "normale" Grenzsoldat hatte mit den Anlagen 501/701, weder bei Instandsetzungsarbeiten noch bei Wartungsarbeiten bzw. Bergung von Verletzten, etwas damit zu tun.
Dafür gab es in den jeweiligen GK und GB entsprechend ausgebildete Kräfte der GT.


Kann ich nur bestätigen, etwas anderes habe ich persönlich, zu keiner Zeit erlebt.

Mario [wink]
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Re: Wie Gartenschläger das DDR-Grenzregime und seine tödlichen SM 70 entlarvte

Beitragvon karl143 » 20. Mai 2011, 22:06

Gut, den Fehler kann ein eingestehen. Äußerlich waren diese Kräfte in nichts von normalen GT Angehörigen zu unterscheiden. Dann gab es also besonders geschulte Soldaten für diese Aufgaben.

Wo ich mich nicht täusche ist aber die Feststellung, das die Bundesrepublik bei allen berechtigten Problemen zur Zeit der Entspannungspolitik immer darauf geachtet hat, die DDR nicht allzusehr zu verärgern. Das ist natürlich ein persönlicher Eindruck, er ist aber auch in Publikationen und auch im Netz nachzulesen, d. h. es wird auch von anderen so empfunden. Schade das ich das von mir angesprochene Beispiel hier nicht bringen kann, es würde meine These untermauern. Das soll natürlich als Beweis meiner Behauptung aufgefasst werden.

@ Th, was wurde denn von Seiten der Bundesrepublik nach den Schüssen auf Gartenschläger unternommen ? Was passierte denn, nachdem die BGS Streife in der DDR festgehalten wurde. Und es ist doch im Sinne unserer Regierung gewesen, das Thema SM-70 kleinzuhalten. Die Veröffentlichung im Spiegel passte so garnicht in diese Zeit.

Zitat: Die bundesdeutschen Medien weinten Gartenschläger keine Träne nach und kennzeichneten ihn als Verrückten, der seinen Tod selbst verschuldet habe. PolitikerInnen reagierten praktisch nicht, und die Stasi beseitigte Gartenschlägers Leiche in der DDR.

Quelle: http://www.nadir.org/nadir/periodika/ta ... omatik.htm
Lothar Lienicke, Franz Bludau.
Todesautomatik.
Die Staatssicherheit und der Tod des Michael Gartenschläger.
349 Seiten.
Fischer Taschenbuchverlag.
Ca. 11 Euro.
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Re: Wie Gartenschläger das DDR-Grenzregime und seine tödlichen SM 70 entlarvte

Beitragvon S51 » 20. Mai 2011, 22:23

Thunderhorse hat geschrieben:...Der "normale" Grenzsoldat hatte mit den Anlagen 501/701, weder bei Instandsetzungsarbeiten noch bei Wartungsarbeiten bzw. Bergung von Verletzten, etwas damit zu tun.
Dafür gab es in den jeweiligen GK und GB entsprechend ausgebildete Kräfte der GT.
...


Das war mitunter auch nur blanke Theorie. Ich würde mich keineswegs als "entsprechend ausgebildet" bezeichnen, nur, weil es zu Beginn der Dienstzeit in der Kompanie eine eher allgemeine Einweisung gab. Nur, weil während der ersten KS-Schichten ein Pionier als Posten dabei war. Eigentlich wußte ich zu Anfang auch nicht viel mehr, als dass die Dinger hochgehen konnten und nicht ganz ungefährlich waren. Als Uffz-Schüler haben wir darüber gar nichts gelernt. Alles übrige kam während der ersten Tage peu a peu hinzu, wenn man vor allem getroffenes Wild herausgeholt oder Leute durch den Zaun gelassen hat. Oder auf der Füst geblockt hat. Das war keine richtige, förmliche Ausbildung sondern eher Lernen am Objekt. Selbst wenn ich seinerzeit dafür unterschrieben habe. Diese DV selbst habe ich, wenn überhaupt (weiß es nicht mehr), dann nur in einer der ersten UvD-Schichten als "Studium" herübergereicht bekommen.
Wartungsarbeiten bzw. Instandsetzung hat die KS freilich nicht gemacht. Stimmt, dafür kam die PIK. Genauso, wenn nach einer Detonation noch irgendwas an den Drähten, zwischen Zaun und Drähten oder gar den Minen selber hing. Das traf häufig für Krähen zu...
Nachtrag: Auch der Waffen-Uffz durfte an die Minen.
S51
 

Re: Wie Gartenschläger das DDR-Grenzregime und seine tödlichen SM 70 entlarvte

Beitragvon karl143 » 20. Mai 2011, 22:55

Danke Detlef,
das relativiert manches. Es war bei den GT sicher auch nicht anders als beim BGS, vieles stand auf dem Papier, aber es wurde auch vieles gemacht, was dort nicht festgelegt war.
karl143
 

Re: Wie Gartenschläger das DDR-Grenzregime und seine tödlichen SM 70 entlarvte

Beitragvon S51 » 20. Mai 2011, 22:56

Ergänzung:
Nachtrag: Auch der Waffen-Uffz durfte an die Minen doch am Kolonnenweg war für die KS durchaus noch nicht Schluß. Selbst wenn es noch einen Bergetrupp "extra" gab. Der bestand jedoch in der Praxis aus der KS, dem Waffen-Uffz (als Truppführer, der mit der Alarmgruppe die Meldung brachte, dass unscharf ist, er war dann für die Erdung zuständig und ggf. die mechanische Unscharfmachung) und der Alarmgruppe, die dann zu sichern hatte. Zu Letzterer konnte praktisch jeder Soldat mal gehören.
Tschuldigung, Karl, hat sich überschnitten.
S51
 

Re: Wie Gartenschläger das DDR-Grenzregime und seine tödlichen SM 70 entlarvte

Beitragvon ex-maja64 » 20. Mai 2011, 23:35

In meinem vorhergehenden Beitrag ging es um die äußerste Linie für uns, bei "scharfer Anlage".
Was natürlich bei "unscharfer Anlage" so alles möglich war, sei dahingestellt.
Zu meiner Zeit wurde der Entschluß zur Abschaltung einer Anlage vom Diensthabenden-Bataillon (oder war es DH-Reg. [denken] ) gegeben.
Wenn dies des Nachts geschah (was äußerst selten war, ausser bei Gewitter) wurde nicht nur die A-Gruppe, sondern der A-Zug hinaus geschickt.
Auf dessen LO befand sich eine spezielle Leiter, mit der man einigermassen sicher, die unter Umständen noch unter Reststrom stehende Anlage übersteigen konnte.
Übrigends hatte ich, bei einen der Aufenthalte auf dem STÜP Böller, auch eine (Pseudo) Ausbildung zum Minenbergetrupp. Die war aber mehr für einen kriegerischen Ernstfall gedacht.

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Re: Wie Gartenschläger das DDR-Grenzregime und seine tödlichen SM 70 entlarvte

Beitragvon Dieter1945 » 21. Mai 2011, 09:11

ex-maja64 hat geschrieben:In meinem vorhergehenden Beitrag ging es um die äußerste Linie für uns, bei "scharfer Anlage".
Was natürlich bei "unscharfer Anlage" so alles möglich war, sei dahingestellt.
Zu meiner Zeit wurde der Entschluß zur Abschaltung einer Anlage vom Diensthabenden-Bataillon (oder war es DH-Reg. [denken] ) gegeben.
Wenn dies des Nachts geschah (was äußerst selten war, ausser bei Gewitter) wurde nicht nur die A-Gruppe, sondern der A-Zug hinaus geschickt.
Auf dessen LO befand sich eine spezielle Leiter, mit der man einigermassen sicher, die unter Umständen noch unter Reststrom stehende Anlage übersteigen konnte.
Übrigends hatte ich, bei einen der Aufenthalte auf dem STÜP Böller, auch eine (Pseudo) Ausbildung zum Minenbergetrupp. Die war aber mehr für einen kriegerischen Ernstfall gedacht.

Mario


Mit Hilfe einer Spezialleiter konnten die Grenzsoldaten, auch bei eingeschalteter SM70-Anlage, den MGZ übersteigen.


Ausschnitt aus meinem Super-8-Film "Die hässliche Grenze"
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Re: Wie Gartenschläger das DDR-Grenzregime und seine tödlichen SM 70 entlarvte

Beitragvon Thunderhorse » 21. Mai 2011, 09:54

S51 hat geschrieben:Ergänzung:
Nachtrag: Auch der Waffen-Uffz durfte an die Minen doch am Kolonnenweg war für die KS durchaus noch nicht Schluß. Selbst wenn es noch einen Bergetrupp "extra" gab. Der bestand jedoch in der Praxis aus der KS, dem Waffen-Uffz (als Truppführer, der mit der Alarmgruppe die Meldung brachte, dass unscharf ist, er war dann für die Erdung zuständig und ggf. die mechanische Unscharfmachung) und der Alarmgruppe, die dann zu sichern hatte. Zu Letzterer konnte praktisch jeder Soldat mal gehören.
Tschuldigung, Karl, hat sich überschnitten.



@S51, @Karl, wenn Ihr meinen eingestellten Textauszug aus der DV richtig liest, werdet Ihr feststellen, dass dort auch die Kärfte der Alarmeinheiten benannt sind.
Zur Ausbildung, wer konkret und welcher Personenkreis, steht dort auch.
Zum Personenkreis konnte auch der Waffen-Ufz gehören.

PS.: Diese DV war, wimre nicht auf der Ebene der GK verteilt.
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Re: Wie Gartenschläger das DDR-Grenzregime und seine tödlichen SM 70 entlarvte

Beitragvon Thunderhorse » 21. Mai 2011, 10:17

karl143 hat geschrieben:Gut, den Fehler kann ein eingestehen. Äußerlich waren diese Kräfte in nichts von normalen GT Angehörigen zu unterscheiden. Dann gab es also besonders geschulte Soldaten für diese Aufgaben.

Wo ich mich nicht täusche ist aber die Feststellung, das die Bundesrepublik bei allen berechtigten Problemen zur Zeit der Entspannungspolitik immer darauf geachtet hat, die DDR nicht allzusehr zu verärgern. Das ist natürlich ein persönlicher Eindruck, er ist aber auch in Publikationen und auch im Netz nachzulesen, d. h. es wird auch von anderen so empfunden. Schade das ich das von mir angesprochene Beispiel hier nicht bringen kann, es würde meine These untermauern. Das soll natürlich als Beweis meiner Behauptung aufgefasst werden.

@ Th, was wurde denn von Seiten der Bundesrepublik nach den Schüssen auf Gartenschläger unternommen ? Was passierte denn, nachdem die BGS Streife in der DDR festgehalten wurde. Und es ist doch im Sinne unserer Regierung gewesen, das Thema SM-70 kleinzuhalten. Die Veröffentlichung im Spiegel passte so garnicht in diese Zeit.

Zitat: Die bundesdeutschen Medien weinten Gartenschläger keine Träne nach und kennzeichneten ihn als Verrückten, der seinen Tod selbst verschuldet habe. PolitikerInnen reagierten praktisch nicht, und die Stasi beseitigte Gartenschlägers Leiche in der DDR.



@Karl,

folgender Vertrag ist dir sicherlich bekannt.
Vertrag über die Grundlagen der Beziehungen
zwischen der Deutschen Demokratischen Republik und der Bundesrepublik Deutschland
vom 21. Dezember 1972

Artikel 3. Entsprechend der Charta der Vereinten Nationen werden die Deutsche Demokratische Republik und die Bundesrepublik Deutschland ihre Streitfragen ausschließlich mit friedlichen Mitteln lösen und sich der Drohung mit Gewalt oder der Anwendung von Gewalt enthalten.

Sie bekräftigen die Unverletzlichkeit der zwischen ihnen bestehenden Grenze jetzt und in der Zukunft und verpflichten sich zur uneingeschränkten Achtung ihrer territorialen Integrität.

Tja auch in jenen Tagen stand nicht alles in der Presse.
Du kannst Sicher sein, dass zwischen den beiden deutschen Staaten entsprechender Schriftverkehr, Gespäche etc. auf den unterschiedlichsten Ebenen stattfanden.
U.a. im direkten Gespräch/Kontakt/Schriftverkehr zw. Bundeskanzler Schmidt und Erich Honecker.
Sowohl im Fall G, im Bezug auf die festgesetzte BGS-Streife, im Fall Corghi, etc.

In einer Sitzung (September 1978) der Vereinten Nationen waren die Vorfälle ein Thema. Angesprochen durch den damaligen Bundesminster des Auswärtigen, Hans-Diedrich Genscher.
Nur wird davon nichts oder nicht allzuviel im Web zu finden sein.
Das eine oder andere in Fachpublikationen/Veröffentlichungen der Bundesregierung aus den 70er, 80er und Anfang der 90er Jahre oder Biographien.

Übrigens das Jahr 1976, im Dezember 1975 tötete W. 2 Grenzsoldaten, war ja geprägt von einer Reihe von Vorfällen an der innerdeutschen Grenze.

Und sicher, gerade Aktionen wie seitens G. und anderer waren kontraproduktiv im Bezug auf die Kontakte zwischen der BRD und der DDR.

Ob G. verrückt war, keine Ahnung. was er definitiv nicht war;
Ein Held!

Und ich werde den Eindruck nicht los, dass mancher ihn noch heute so darstellen möchte.

P.S.: Das erwähnte Buch ist brauchbar, gerade im Hinblick auf die Dokumente und teilweise vorhandenen Sachbeiträge, jedoch aus meiner Sicht nicht Objektiv.

P.P.S.: Ob Du dich täuscht, gut möglich. Liegt möglicherweise an der fehlenden Hintergrundinformation.
Zuletzt geändert von Thunderhorse am 21. Mai 2011, 10:22, insgesamt 3-mal geändert.
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Re: Wie Gartenschläger das DDR-Grenzregime und seine tödlichen SM 70 entlarvte

Beitragvon karl143 » 21. Mai 2011, 10:18

@ TH - ist schon klar.

@ Dieter - gute Ergänzung. Jetzt weiß jeder was gemeint ist.
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Re: Wie Gartenschläger das DDR-Grenzregime und seine tödlichen SM 70 entlarvte

Beitragvon karl143 » 21. Mai 2011, 10:25

TH,
was ich mit meinem Beitrag aussagen wollte, war die Tatsache, das beide Seiten, insbesondere aber die Bundesrepublik darauf hinarbeiteten, keine neuen Problemfälle entstehen zu lassen. Das ist ja auch aus Sicht der Entspannungspolitik verständlich. Das außerhalb der Öffentlichkeit Gespräche über die Vorkommnisse geführt wurden, oder ein Schriftverkehr stattfand, ist für mich klar. Trotzdem bin ich der Meinung, das es nicht im Sinne der Bundesrepublik war, das G. gerade in diesen Prozess hinein für Schlagzeilen in diese Richtung sorgte.

Ein Held war er für mich auch nicht, nach dieser Aktion. Das Ergebnis, welches aus der Aktion jedoch entstand, das Tote oft zu Märtyrern ernannt werden. Hätte man ihn festgenommen, verurteilt wäre irgendwann das Gras der Geschichte über ihn gewachsen. Dann wäre aber wohl auch wieder ein Freikauf unternommen worden, und das Spiel wäre von G. aus neu begonnen worden. Ne richtige Lösung habe ich da auch nicht.
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Re: Wie Gartenschläger das DDR-Grenzregime und seine tödlichen SM 70 entlarvte

Beitragvon Thunderhorse » 21. Mai 2011, 10:33

karl143 hat geschrieben:TH,
was ich mit meinem Beitrag aussagen wollte, war die Tatsache, das beide Seiten, insbesondere aber die Bundesrepublik darauf hinarbeiteten, keine neuen Problemfälle entstehen zu lassen. Das ist ja auch aus Sicht der Entspannungspolitik verständlich. Das außerhalb der Öffentlichkeit Gespräche über die Vorkommnisse geführt wurden, oder ein Schriftverkehr stattfand, ist für mich klar. Trotzdem bin ich der Meinung, das es nicht im Sinne der Bundesrepublik war, das G. gerade in diesen Prozess hinein für Schlagzeilen in diese Richtung sorgte.

Ein Held war er für mich auch nicht, nach dieser Aktion. Das Ergebnis, welches aus der Aktion jedoch entstand, das Tote oft zu Märtyrern ernannt werden. Hätte man ihn festgenommen, verurteilt wäre irgendwann das Gras der Geschichte über ihn gewachsen. Dann wäre aber wohl auch wieder ein Freikauf unternommen worden, und das Spiel wäre von G. aus neu begonnen worden. Ne richtige Lösung habe ich da auch nicht.



Zitat:
Und sicher, gerade Aktionen wie seitens G. und anderer waren kontraproduktiv im Bezug auf die Kontakte zwischen der BRD und der DDR.


Meine Meinung:
Die Aktion/Maßnahme der Einsatzkräfte der DDR in jener Nacht lief Schief. Fakt!

Auch der DDR kam ein/jeder Tote-/r an der Grenze mehr als ungelegen.
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Re: Wie Gartenschläger das DDR-Grenzregime und seine tödlichen SM 70 entlarvte

Beitragvon Berliner » 21. Mai 2011, 21:04

Hallo Thunderhorse, [hallo]

Thunderhorse hat geschrieben:Meine Meinung:
Die Aktion/Maßnahme der Einsatzkräfte der DDR in jener Nacht lief Schief. Fakt!

Auch der DDR kam ein/jeder Tote-/r an der Grenze mehr als ungelegen.


eine interessante Meinung und vor Dir auch sehr einleuchtend. Vielleicht ist es bei Bin Laden auch so gewesen.

Natuerlich schreien alle, "die haben es mit Absicht gemacht" aber besser waere es wohl gewesen, ihn lebendig gefasst zu haben, oder ?

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Re: Wie Gartenschläger das DDR-Grenzregime und seine tödlichen SM 70 entlarvte

Beitragvon SkinnyTrucky » 21. Mai 2011, 21:33

Warum rotzen die soviele Kugeln aus den Läufen, wenn se nich darauf aus waren ihn zu töten....???? Die Frage kommt dabei hoch.....

....ich kann mir irgendwie nich vorstellen, das es anders geplant war als ihn zu illiminieren....demnach war die Aktion wohl dann doch erfolgreich für se....denk ich mir so.....

groetjes uit Dormoletto/Lago Di Maggiore, wo wir morgen mit sin allen schwimmen gehen.....

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Re: Wie Gartenschläger das DDR-Grenzregime und seine tödlichen SM 70 entlarvte

Beitragvon augenzeuge » 21. Mai 2011, 21:45

Nun, Thunderhorse- ich seh es wie Mara. Kannst du denn eine Erklärung machen, die deine beiden Aussagen logisch zusammenbringen könnte?
Auf der Grundlage, dass hier keine Anfänger im Gras gewartet haben..... [ich auch]

Thunderhorse hat geschrieben:Seitens der Einsatzgruppe wurden aus den 4 Waffen etwas mehr als 80 Schüsse abgegeben.
TH


Thunderhorse hat geschrieben:Meine Meinung:
Die Aktion/Maßnahme der Einsatzkräfte der DDR in jener Nacht lief Schief. Fakt!

AZ
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Re: Wie Gartenschläger das DDR-Grenzregime und seine tödlichen SM 70 entlarvte

Beitragvon Thunderhorse » 21. Mai 2011, 22:00

augenzeuge hat geschrieben:Nun, Thunderhorse- ich seh es wie Mara. Kannst du denn eine Erklärung machen, die deine beiden Aussagen logisch zusammenbringen könnte?
Auf der Grundlage, dass hier keine Anfänger im Gras gewartet haben..... [ich auch]

Thunderhorse hat geschrieben:Seitens der Einsatzgruppe wurden aus den 4 Waffen etwas mehr als 80 Schüsse abgegeben.
TH


Thunderhorse hat geschrieben:Meine Meinung:
Die Aktion/Maßnahme der Einsatzkräfte der DDR in jener Nacht lief Schief. Fakt!

AZ



Zum eine gab es einen Einsatzplan.
Ziel die Festnahme des/der Grenzverletzer.
Die Anwendung der Schußwaffe, zur Realisierung der Festnahme sollte erst erfolgen, wenn die anderen Maßnahmen erfolglos sind.
Dann; Schusswaffengebrauch parallel zur Grenze.

Zum anderen:
Anspannung -Streß - Adrenalin - Angst - Wahrnehmung
AK entsichert, erste Stellung; Dauerfeuer
Es fällt ein oder mehrere Schüsse, eventuell auch nur ein Klicken einer Waffe, unabhängig wer nun zuerst geschossen hat, die anderen ziehen mit.

TH
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Re: Wie Gartenschläger das DDR-Grenzregime und seine tödlichen SM 70 entlarvte

Beitragvon augenzeuge » 21. Mai 2011, 22:10

Ok, wäre ne Erklärung, obwohl ich bei der Stellung auf Dauerfeuer ein paar Zweifel habe......aber nur deshalb, weil es eine Sondereinheit war.
AZ
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Re: Wie Gartenschläger das DDR-Grenzregime und seine tödlichen SM 70 entlarvte

Beitragvon Thunderhorse » 21. Mai 2011, 22:20

augenzeuge hat geschrieben:Ok, wäre ne Erklärung, obwohl ich bei der Stellung auf Dauerfeuer ein paar Zweifel habe......aber nur deshalb, weil es eine Sondereinheit war.
AZ


So als kleine Anmerkung:
Dann befaß Dich mal zum einen mit der Technik der AK (Kaschi).
Zum anderen, in vielen Fällen der Anwendung der Schußwaffe im Grenzdienst kam es zur Abgabe von Dauerfeuer/Feuerstößen!
Warum wohl!!!
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Re: Wie Gartenschläger das DDR-Grenzregime und seine tödlichen SM 70 entlarvte

Beitragvon Edelknabe » 21. Mai 2011, 22:29

Wie hatte Mario irgendwann so sinngemäß beschrieben...und das Thema haben wir auch schonmal durchgekaut...also er schrieb sinngemäß:" Das Alles kann wohl nur Einer beurteilen, der wirklich in der Nacht da vorne lag".
Man stelle sich das Alles mal vor, so richtig bildhaft und wir waren ja an seinem Todestag da an der Ecke, nur der Zaun I war Schnee von vorgestern, die Anlage 501 auch und es war Tag, kurz nach dem Mittag.
Jetzt aber schleicht die Zeit, also fast völlige Dunkelheit und sie warten,die Einsatzgruppe, sie wissen, da will Einer kommen aber ob nun alleine oder mit Kumpels...?
Jeder kleine dusslige Igel macht in der Nacht mehr Geräusche als ein Mensch, der vielleicht noch anschleicht, dann die nervliche Belastung, sie fasten sich ja nun nicht an den Händen und lagen in einem gewissen Kreis konnten vielleicht sich flüsternd mit dem Anderen verständigen mehr aber auch nicht?
Und dann...dann kam er, der große Unbekannte, der Schatten und nun sage mir mal Einer ernsthaft, ob er da genau so reagiert hätte, wie er es vielleicht vorher in der Ausbildung gelernt hatte? Auch wenn er da nun besonders begabt war und vielleicht noch einen Orden für gute Leistungen bekommen hatte.
Ist doch paradox, das kann kein Mensch.
Und somit ging es schief, die ca.80 Kugeln wurden wohl mehr verballert aus der Angst heraus, das da noch mehr Leute im Unterholz liegen können, so nehme ich persönlich einmal an.
Ich habe einmal eine ähnlich geartete Situation in einer Kaserne der Sowjets durch...aber da war hellichter Tag...und ich war so in Panik...eigentlich war ich feige und hatte mich und die Situation nicht im Griff nur ich hatte Glück...wird mal Stoff für ein Buch und wie geschrieben, das kann kein Mensch, und zwar genau vorhersagen, wie er in bestimmten Extremsituationen reagiert und auch noch genau das Richtige tut.

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Re: Wie Gartenschläger das DDR-Grenzregime und seine tödlichen SM 70 entlarvte

Beitragvon SkinnyTrucky » 21. Mai 2011, 22:49

Na RMR....da war 'ne Sondereinheit am Werk....also Menschen, die ihr Handwerk erlernt und ständig perfektioniert hatten.....sag mal so, so suverän, wie du deine Zeitungen jede Nacht verteilst, so waren diese Leute trainiert unter Stress zu handeln und standen in der Gruppe eher Laien gegenüber....

....ich glaub einfach nich an ein aus der Hand laufen der Geschehnisse....

groetjes

Mara
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