
Edelknabe hat geschrieben: entfernte Eigentum der DDR...könnte man dazu auch Volkseigentum sagen. Warum, so frage ich mich sollte das Spezialeinsatzkommando ihn leben lassen?
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ex-maja64 hat geschrieben:Das ich als ehem. Grenzer, auf die damaligen Aktionen von Gartenschläger eine kritische Sichtweise habe, dürfte ja vielleicht verständlich sein.
Mario

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karl143 hat geschrieben:@ Augenzeuge,
das war damals nicht im Sinne der von der SPD/FDP durchgeführten Entspannungspolitik. D. h., es passte nicht so in das Bild, welches gewünscht war. Von Grund auf richtig, aber in vielen Nischen dann doch wieder nicht so vorteilhaft. Auf jeden Fall für den Westen. Ich hätte noch ein ganz gravierendes Beispiel, über das ich hier aber nicht schreiben kann. Speziell zu den Selbstschussanlagen bedeutet das, man protestierte dagegen, hielt diesen Protest aber im Rahmen um die DDR nicht zu verstimmen. Die Veröffentlichung im Spiegel über das Vorhandensein dieser Anlagen passte mit Sicherheit nicht ins Konzept der damaligen Regierung. Zwischenfälle in der damaligen Zeit, wie zum B. das mehrtägige Festhalten einer BGS Streife in der DDR lösten eigentlich nur einen milden Protest aus.
Na Karl, da täuschte Dich a bisserl.
@ Maja,
in der Regel hast du Recht mit deiner Aussage, das der "normale" Greso nur bis zum Kolonnenweg tätig war. Trotzdem gab es immer wieder Ausnahmen, wenn zum B. durch Wild oder auch durch Flüchtlinge SM-70 Abschnitte ausgelöst wurden. Beim nähern der Anlage bestand immer eine gewisse Gefahr. Diese Arbeiten, das neue Spannen der Auslösedrähte usw. wurde ja nicht von Pionieren erledigt, sondern sehr oft von Grenzsoldaten. Als Beispiel ein Foto von einer Auslösung ohne Flüchtling am 24.01.1976 um 15:50 Uhr s/o Hornburg. Und im übrigen, ich möchte mich auch nicht hinter dem bKW (von uns aus gesehen) aufgehalten haben, wenn so ein Ding seine Splitter verschießt.
Thunderhorse hat geschrieben:Der "normale" Grenzsoldat hatte mit den Anlagen 501/701, weder bei Instandsetzungsarbeiten noch bei Wartungsarbeiten bzw. Bergung von Verletzten, etwas damit zu tun.
Dafür gab es in den jeweiligen GK und GB entsprechend ausgebildete Kräfte der GT.
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Thunderhorse hat geschrieben:...Der "normale" Grenzsoldat hatte mit den Anlagen 501/701, weder bei Instandsetzungsarbeiten noch bei Wartungsarbeiten bzw. Bergung von Verletzten, etwas damit zu tun.
Dafür gab es in den jeweiligen GK und GB entsprechend ausgebildete Kräfte der GT.
...
) gegeben.ex-maja64 hat geschrieben:In meinem vorhergehenden Beitrag ging es um die äußerste Linie für uns, bei "scharfer Anlage".
Was natürlich bei "unscharfer Anlage" so alles möglich war, sei dahingestellt.
Zu meiner Zeit wurde der Entschluß zur Abschaltung einer Anlage vom Diensthabenden-Bataillon (oder war es DH-Reg.) gegeben.
Wenn dies des Nachts geschah (was äußerst selten war, ausser bei Gewitter) wurde nicht nur die A-Gruppe, sondern der A-Zug hinaus geschickt.
Auf dessen LO befand sich eine spezielle Leiter, mit der man einigermassen sicher, die unter Umständen noch unter Reststrom stehende Anlage übersteigen konnte.
Übrigends hatte ich, bei einen der Aufenthalte auf dem STÜP Böller, auch eine (Pseudo) Ausbildung zum Minenbergetrupp. Die war aber mehr für einen kriegerischen Ernstfall gedacht.
Mario
S51 hat geschrieben:Ergänzung:
Nachtrag: Auch der Waffen-Uffz durfte an die Minen doch am Kolonnenweg war für die KS durchaus noch nicht Schluß. Selbst wenn es noch einen Bergetrupp "extra" gab. Der bestand jedoch in der Praxis aus der KS, dem Waffen-Uffz (als Truppführer, der mit der Alarmgruppe die Meldung brachte, dass unscharf ist, er war dann für die Erdung zuständig und ggf. die mechanische Unscharfmachung) und der Alarmgruppe, die dann zu sichern hatte. Zu Letzterer konnte praktisch jeder Soldat mal gehören.
Tschuldigung, Karl, hat sich überschnitten.
karl143 hat geschrieben:Gut, den Fehler kann ein eingestehen. Äußerlich waren diese Kräfte in nichts von normalen GT Angehörigen zu unterscheiden. Dann gab es also besonders geschulte Soldaten für diese Aufgaben.
Wo ich mich nicht täusche ist aber die Feststellung, das die Bundesrepublik bei allen berechtigten Problemen zur Zeit der Entspannungspolitik immer darauf geachtet hat, die DDR nicht allzusehr zu verärgern. Das ist natürlich ein persönlicher Eindruck, er ist aber auch in Publikationen und auch im Netz nachzulesen, d. h. es wird auch von anderen so empfunden. Schade das ich das von mir angesprochene Beispiel hier nicht bringen kann, es würde meine These untermauern. Das soll natürlich als Beweis meiner Behauptung aufgefasst werden.
@ Th, was wurde denn von Seiten der Bundesrepublik nach den Schüssen auf Gartenschläger unternommen ? Was passierte denn, nachdem die BGS Streife in der DDR festgehalten wurde. Und es ist doch im Sinne unserer Regierung gewesen, das Thema SM-70 kleinzuhalten. Die Veröffentlichung im Spiegel passte so garnicht in diese Zeit.
Zitat: Die bundesdeutschen Medien weinten Gartenschläger keine Träne nach und kennzeichneten ihn als Verrückten, der seinen Tod selbst verschuldet habe. PolitikerInnen reagierten praktisch nicht, und die Stasi beseitigte Gartenschlägers Leiche in der DDR.
karl143 hat geschrieben:TH,
was ich mit meinem Beitrag aussagen wollte, war die Tatsache, das beide Seiten, insbesondere aber die Bundesrepublik darauf hinarbeiteten, keine neuen Problemfälle entstehen zu lassen. Das ist ja auch aus Sicht der Entspannungspolitik verständlich. Das außerhalb der Öffentlichkeit Gespräche über die Vorkommnisse geführt wurden, oder ein Schriftverkehr stattfand, ist für mich klar. Trotzdem bin ich der Meinung, das es nicht im Sinne der Bundesrepublik war, das G. gerade in diesen Prozess hinein für Schlagzeilen in diese Richtung sorgte.
Ein Held war er für mich auch nicht, nach dieser Aktion. Das Ergebnis, welches aus der Aktion jedoch entstand, das Tote oft zu Märtyrern ernannt werden. Hätte man ihn festgenommen, verurteilt wäre irgendwann das Gras der Geschichte über ihn gewachsen. Dann wäre aber wohl auch wieder ein Freikauf unternommen worden, und das Spiel wäre von G. aus neu begonnen worden. Ne richtige Lösung habe ich da auch nicht.
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Thunderhorse hat geschrieben:Meine Meinung:
Die Aktion/Maßnahme der Einsatzkräfte der DDR in jener Nacht lief Schief. Fakt!
Auch der DDR kam ein/jeder Tote-/r an der Grenze mehr als ungelegen.
![Hallo [hallo]](./images/smilies/hallo.gif)


Thunderhorse hat geschrieben:Seitens der Einsatzgruppe wurden aus den 4 Waffen etwas mehr als 80 Schüsse abgegeben.
TH
Thunderhorse hat geschrieben:Meine Meinung:
Die Aktion/Maßnahme der Einsatzkräfte der DDR in jener Nacht lief Schief. Fakt!

augenzeuge hat geschrieben:Nun, Thunderhorse- ich seh es wie Mara. Kannst du denn eine Erklärung machen, die deine beiden Aussagen logisch zusammenbringen könnte?
Auf der Grundlage, dass hier keine Anfänger im Gras gewartet haben.....
Thunderhorse hat geschrieben:Seitens der Einsatzgruppe wurden aus den 4 Waffen etwas mehr als 80 Schüsse abgegeben.
THThunderhorse hat geschrieben:Meine Meinung:
Die Aktion/Maßnahme der Einsatzkräfte der DDR in jener Nacht lief Schief. Fakt!
AZ

augenzeuge hat geschrieben:Ok, wäre ne Erklärung, obwohl ich bei der Stellung auf Dauerfeuer ein paar Zweifel habe......aber nur deshalb, weil es eine Sondereinheit war.
AZ



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