Grenzgeschichten aus West und Ost

Grenzgeschichten aus West und Ost

Beitragvon Interessierter » 17. Oktober 2016, 08:25

Ehemalige "Grenzer" aus West und Ost (BGS-, Zoll- und Grenztruppenangehörige) berichten über ihre Erlebnisse während ihres Dienstes an der innerdeutschen Grenze.

http://www.wolfgangroehl.de/Grenzgeschi ... ichten.htm

Unter dem obigen Link findet ihr viele interessante, amüsante, einfach lesenswerte, tolle Erlebnisse von Zeitzeugen. Diese sind unterlegt mit Bildern und Videos. Ich habe mir schon eine größere Anzahl angesehen und bin hellauf begeistert, dass unser heutiges Geburtstagskind Burkhard, uns auf diese wunderbare Seite hingewiesen hat.
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Re: Grenzgeschichten aus West und Ost

Beitragvon ratata » 17. Oktober 2016, 09:44

Hallo Interessierter , schön das du hier Forum ein Thema Grenzgeschichten aus West und Ost eröffnet hast . Einen der bedeutendsten Berichterstatten ist für mich, der Herr Wolfgang Roehl .
Da ich einer der ehemaligen Grenzer an der Innerdeutschen Grenze LOCKSTEDT , hier im Raum Oebisfelde - Marienborn war und auch nach meiner Entlassung Oktober 1970 , hier in der Region hängengeblieben bin , kenne ich noch die Orte Weferlingen , Walbeck ,vor dem Mauerfall
So lernte ich viele Bewohner dieser Gegend betrieblicher Seits damals kennen .
Als die Grenze viel , dann Weihnachten 1970 , bin ich alle Grenzorte westlicher Seits angefahren , die ich alle in Erinnerung behielt .
Die Aufnahmen vom Roehl , sehe ich mir heute noch gerne an , nur aus meiner Zeit damals , fand ich keine .
ich kann mich noch gut daran erinnern , wie wir Fotografiert wurden .
Von den vielen Grenzdurchbrüchen , den Fahnenfluchten finde ich nichts, die damals in meiner Kompanie geschahen .

Heute bin ich viel , wenn mal wieder den Sehnsucht ruft , dort in der Gegend unterwegs . Marienborn , Hötensleben sind für mich und meiner Frau, immer an besonderen Tagen, ein Anziehungspunkt .
Denn die Einheit Deutschland hat uns zu einer familiären Einheit gebracht . [rose] ratata
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Re: Grenzgeschichten aus West und Ost

Beitragvon Interessierter » 17. Oktober 2016, 10:42

Heute bin ich viel , wenn mal wieder den Sehnsucht ruft , dort in der Gegend unterwegs . Marienborn , Hötensleben sind für mich und meiner Frau, immer an besonderen Tagen, ein Anziehungspunkt .
Denn die Einheit Deutschland hat uns zu einer familiären Einheit gebracht . [rose] ratata


Hallo und Moin Günther,
Deine Empfindungen sind für mich total nachvollziehbar und ich teile auch Deine Auffassung, dass der Herr Roehl eine wirklich wunderbare Seite geschaffen hat.
Weitere Bilder des Grenzabschnittes in dem Du tätig warst sind evtl. im WWW zu finden. Ob auch gerade aus Deiner Zeit weiß ich nicht.
Aus dem Raum Hötensleben hier noch Bilder, allerdings von der Grenzöffnung, die Dir sicherlich bekannt sein werden.

Bild
Der Grenztruppenangehörige auf Brückenmitte zeigt dem Fotografen deutlich auf, wo sich der genaue Grenzverlauf befindet - nämlich auf Brückenmitte. "Bis hierhin und keinen Schritt weiter!"

Bild
Bewohner des ersten Grundstücks an der Sichtschutzwand beobachten über ihre Mauer hinweg gespannt die Abrissarbeiten. Auch die Sperrmauer (vorn) ist bereits durchlässig geworden (siehe linker Bildrand).

Bild
Fotoquelle: Otto Deike

Mehr Fotos von der Grenzöffnung hier:
http://www.wolfgangroehl.de/Grenzoeffnu ... sleben/DDR
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Re: Grenzgeschichten aus West und Ost

Beitragvon ratata » 17. Oktober 2016, 12:28

https://www.google.de/maps/@52.3823231, ... 639,15.22z

Hallo Willfried , hier mal den Link wo ich vom September 1969 . Oktober 1969 in Lockstedt in der 7 Grenzkompanie des 23 Grenzbrigade Kalbe / Milde Regiment war Gardelegen .Gegenüber das kleine Dorf Altena , Von Saalsdorf bis kurz vor Gehrendorf verlief der Grenzabschnitt . Damals gab es dort am Ende bei Gehrendorf noch die ALLERmühle . Den Müller , er hatte nur einen Arm , wohnte dort noch in der Mühle und betrieb sie noch . ratata
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Re: Grenzgeschichten aus West und Ost

Beitragvon augenzeuge » 17. Oktober 2016, 16:19

Da gibt es so eine tolle Brücke und die DDR hat nicht mal die Grenze deutlich markiert? Auch das Schild auf Westseite mit Grenzhinweis sucht man....

AZ
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Re: Grenzgeschichten aus West und Ost

Beitragvon Volker Zottmann » 17. Oktober 2016, 16:40

Für Euch alle die es interessiert stelle ich mal noch den Link ein. Die Seite betreibt der junge Pfarrer Florian Bortfeld in Rhauderfehn im Emsland. Wir sind uns persönlich bekannt und seine Grenzseite ist hervorragend aufgebaut. http://grenzerinnerungen.de

Gruß Volker
http://baupionier.zottmann.org/
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Re: Grenzgeschichten aus West und Ost

Beitragvon Interessierter » 28. Oktober 2016, 10:38

Helmut Sommer erinnert sich - 1961 - Ein Vatertagsbier mit zwei DDR-Grenzern!

Im Mai 1961 hatte ich ein nettes Erlebnis an der "Zonengrenze" im Harz.

Mit der kath. Jugend vom Dekanat Xanten unternahmen wir mit dem Bundesgrenzschutz für eine Woche eine sogenannte „Zonengrenzfahrt“ von Süd nach Nord.

Es war für uns schon sehr beeindruckend, die Grenze mitten durch unser Land so zu sehen.

So kamen wir dann auch im Harz an. In Braunlage hatten wir einen freien Tag. Es war Christi Himmelfahrt, ein Feiertag (Vatertag!).

Nach einem Gottesdienst machten wir einen kleinen Frühschoppen und spazierten dann zu viert zur nahen Zonengrenze, nachdem wir uns noch kurz vor der Grenze in einer kleinen Kneipe ein Bierchen gönnten. *1)

Dann kamen wir an der Grenze an. Viel Wald und etwas gebirgig. Ein kleiner Bach *2) war wohl die Grenze. Dahinter ein Stacheldrahtzaun.

Da liefen 2 junge Grenzsoldaten bzw. Vopos. Wir riefen ihnen freundlich zu, ca. 30 Meter getrennt, und kamen ins Gespräch.

Die beiden waren sehr freundlich und riefen uns zu: „Ihr habt es gut, es ist ja Vatertag und trinkt Bier!“

Da rief ich rüber: „Wollt ihr auch ein Bier?“

„Ja klar“, riefen sie! Da lief einer von uns zur nächsten Kneipe und holte noch 2 Flaschen Bier und wir warfen den beiden das Bier zu.

In Bierlaune fragte ich, ob ich mal eben rüber springen dürfte für ein Foto, denn ich hatte eine Kamera dabei. „O.K.“, sagten die beiden!

Sportlich und mutig, wie ich bin - ich heiße ja Helmut!! - nahm ich einen Anlauf und sprang über den ca. 3-4 m breiten Bach zur anderen Seite.

Oh je! Da nahmen die beiden plötzlich ihre Maschinenpistolen. Ich erschrak. Nun bin ich gefangen!?

Da sagte der eine: „Keine Angst. Wir hängen die Dinger nur nach hinten!“ Da fiel mir ein Stein vom Herzen.

Nun sprangen Leo und Alfons auch noch ohne Angst rüber.

Heinz blieb mit meiner Kamera drüben und machte dann die eindrucksvolle Aufnahme. Arm in Arm mit den beiden, nur der Stacheldraht trennte uns!

Bild

Wir wollten die beiden überreden, auch in den Westen zu kommen, wie es damals täglich wohl Hunderte machten. Sie verneinten, ihre Eltern Geschwister und Freunde waren ja noch zu Hause!

Nachdem wir uns so ca. 10 Minuten nett unterhalten hatten, hörten wir in der Ferne einen Hund bellen.

„Haut schnell ab“, sagten die beiden. „Da kommt unser Boss!“

So sprangen wir schnell wieder zurück und rannten zum Hauptweg.

Nach einigen Minuten kam wirklich ein anderer Grenzer mit einem Schäferhund zu den beiden und dann liefen die drei nach links weiter in Richtung, wo der Boss herkam.

Ich versuchte heimlich, den beiden zuzuwinken, aber nichts regte sich.

Doch der Kleinere blieb dann etwas zurück, nickte nur kurz und winkte mit dem linken Händchen rüber.

Ja, dieses Erlebnis haben wir bis heute nicht vergessen und wünschen uns alle mal evtl. ein Wiedersehen mit den netten, tapferen Burschen!

Es sind ja nun einige Jahre vergangen. Ob sie noch leben???

http://www.wolfgangroehl.de/Grenzgeschi ... enzern.htm

Ob man wohl ohne das Foto, diesen Zeitzeugenbericht auch wieder bestritten hätte?
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Re: Grenzgeschichten aus West und Ost

Beitragvon augenzeuge » 28. Oktober 2016, 15:01

Ob man wohl ohne das Foto, diesen Zeitzeugenbericht auch wieder bestritten hätte?


Die Wahrscheinlichkeit für 1961 ist nicht gering. [hallo]
AZ
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Re: Grenzgeschichten aus West und Ost

Beitragvon Bahndamm 68 » 14. November 2017, 11:31

Bild

Auszug aus dem Helmstedter Sonntag vom 12.11.17
Bitte keine Verwechslung mit dem Namen in der 3.Spalte. Ich bin es nicht.

VG Hermann
Wer die Vergangenheit nicht kennt,
kann die Gegenwart nicht begreifen
und die Zukunft nicht gestalten.
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Re: Grenzgeschichten aus West und Ost

Beitragvon Werner Thal » 3. Juli 2019, 15:08

Der ehemalige Grenzbahnhof an der Strecke Berlin - Hamburg SCHWANHEIDE

http://www.napoleon-web.de/fdl-wsa.htm

Seht interessant an dieser Seite finde ich den Absatz:

Passkontrolleinheit: Unterscheiden sich von den Grenztruppen nur durch einen unauffälligen
Ärmelstreifen "Passkontrolleinheit". Dieser Ableger der Staatssicherheit (Tarnung in den Uniformen
der DDR-Grenztruppen) hatte das eigentliche Sagen in Schwanheide. Ohne deren Zustimmung fuhr
kein Zug nach Büchen. Es waren unangenehme und überhebliche Zeitgenossen, zu denen ich immer
Distanz wahrte.
Einer dieser Typen saß auch ständig am Zugang zum Bahnsteig 2/3 und kontrollierte
die Reisenden, auch die nicht in den "Westen" fahren wollten., sondern in Schwanheide oder Umgebung
wohnten. Auch alle Eisenbahner hatten sich dort bei Dienstbeginn oder Dienstende zu melden.
Ich (der Autor) musste da für die Dauer der Dienstschicht meinen Passierschein gegen einen gesonderten
Ausweis eintauschen, der mich als Fahrdienstleiter im Dienst legitimierte. Transitreisende mussten sich bis
zur Transitabfertigung auf Bahnsteig 1 begeben, alle anderen Reisenden (auch die Transportpolizei, die
von Hagenow-Land bis Schwanheide mitfuhr) hatten das Gelände zügig über das Tor am Empfangsgebäude
zu verlassen.

W. T.
Zuletzt geändert von Werner Thal am 3. Juli 2019, 15:25, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Grenzgeschichten aus West und Ost

Beitragvon karnak » 3. Juli 2019, 15:13

Bahndamm 68 hat geschrieben:Bild

Auszug aus dem Helmstedter Sonntag vom 12.11.17
Bitte keine Verwechslung mit dem Namen in der 3.Spalte. Ich bin es nicht.

VG Hermann

Sei froh [flash] , was für ein Quatschkopp. Wie hat denn der Vorgesetzte die Tiere die er " für sich behalten wollte " nach Hause gebracht? Die Hamster in der Hosentasche und auf den Pferden ist er nach Hause geritten? [flash]
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Re: Grenzgeschichten aus West und Ost

Beitragvon Grenzwolf62 » 3. Juli 2019, 17:14

Unter einer Kuh möchte ich nicht liegen, die wiegt 600 Kilo.
Alles wird, vielleicht, gut.
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Re: Grenzgeschichten aus West und Ost

Beitragvon karnak » 4. Juli 2019, 04:09

Wenn man sich schon solche Geschichten ausdenkt sollte man sich wenigstens vorher informieren wann der Veterinär dran war, nämlich nach PKE und Zoll.Da Tiertransporte logisch nicht mit Zollverschluss versehen werden konnte wurde die Ladefläche von denen kontrolliert.
Und mich würde interessieren wie man die Kuh zum Liegen gebracht hat um sich dahinter zu verstecken. Es wurde auch niemand an solch sensiblen Arbeitsplatz gedrängt indem man ihn mit IM Tätigkeit droht, was ist denn das für ein unlogischer Quatsch. Wenn man dafür auserkoren werden wollte musste man WENIGSTENS loyal gegenüber dem System sein.
Übrigens und auch logisch, der Veterinär kam nur bei Einreise zum Einsatz, weiß gar nicht wer sich da hinter einer Kuh verstecken sollte.
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Re: Grenzgeschichten aus West und Ost

Beitragvon dein1945 » 4. Juli 2019, 10:15

Osterreise mit meinen zwei Nymphensittichen !

Es fing schon mit Stress an, wir wollten am Gründonnerstag nach Oberhausen zu meinen Schwiegereltern fahren. Meine Nachbarn wollten unsere beiden Geier hüten. Leider kamen sie weder am Tag davor aus dem Urlaub zurück, noch am Donnerstag. Guter Rat war teuer, also mich erkundigt was benötigen wir zur Transitfahrt durch die DDR.

Eine Bescheinigung vom Veterinäramt in Westberlin, ich also zum Rathaus Lichterfelde dort war das Amt und der Arzt. Leider war der nicht da, also wieder nach Hause. Meine Frau war noch auf der Arbeit, der Arzt sollte aber nur noch eine halbe Stunde ab 15 Uhr anwesend sein, der Stress ging also weiter, aber wir schafften es noch, nun ging es ab zur Autobahn. In Drewitz eine lange Schlange vor der Abfertigung der Veterinär-Abfertigung, ich stellte mich also an, ohne meine Geier. Ich hatte ja meine Bescheinigung, dachte ich. Leider Pustekuchen, ich sollte die Vögel vorführen.

Ich schönsten sächsisch wurde ich angefaucht, sie müssen die Nymphensittiche hier vorstellen. Ich also zum Auto und meine Geier samt Käfig wieder zur Schlange, also nochmal anstellen. Nachdem ich nun endlich dran war wollte die gute Frau die Bescheinigung überhaupt nicht sehen, es ging ihr nur um die Vögel, ja diese Tiere kannte sie nicht, es entspannte sich eine endlose Diskussion über Papageien, mir wurde es langsam zu bunt und ich verlangte ihren Vorgesetzten da gab sie endlich auf und ich erhielt meine Papiere, nachdem ich noch 20 DM abgedrückt hatte.

Die Bescheinigung aus Berlin war nur drei oder vier Tage gültig, also für die Rückreise noch eine neue Bescheinigung in OB holen. Dann konnte die Rückreise nach Berlin angetreten werden.

Marienborn, wir hatten uns schon auf den gleichen Zirkus eingestellt, doch es sollte ganz anders kommen. Nach der üblichen Abfertigung ging es wieder zur Veterinär-Abfertigung, ich wieder ohne meine Geier dorthin, mein anliegen vorgetragen. Ein junger Arzt meinte warten sie am Auto ich muß noch ein Pferd begutachten, dann komme ich zu ihren Vögeln, es dauerte nicht lange und er schaute kurz ins Auto, machte seinen Stempel und wünschte eine gute Reise. Auf die Gebühr wurde auch verzichtet, ja so konnte es auch gehen !

Gruß aus Berlin
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Re: Grenzgeschichten aus West und Ost

Beitragvon zoll » 4. Juli 2019, 10:56

Wenn jemand wirklich spannende und authentische Erzählungen über die Grenze lesen möchte empfehle ich zwei Bücher von Achim Walther:
1. DIE HERINGSBAHN
2. DIE EISIGE NAHT

zoll [hallo] [super]
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Re: Grenzgeschichten aus West und Ost

Beitragvon karnak » 4. Juli 2019, 11:33

dein1945 hat geschrieben: Auf die Gebühr wurde auch verzichtet, ja so konnte es auch gehen !

Gruß aus Berlin

Gibst aber zu dass es nicht die eigentliche Aufgabe eines Veterinärwesens ist auf eine Beschau von Tieren und entsprechender Gebührenerhebung zu verzichten sondern es auch" so gehen zu lassen". Und Du meinst auch, dass ein Veterinär die überaus seltene Gattung eines Nymphensittichs nicht kannte? [flash]
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Re: Grenzgeschichten aus West und Ost

Beitragvon augenzeuge » 4. Juli 2019, 11:53

Grenzwolf62 hat geschrieben:Unter einer Kuh möchte ich nicht liegen, die wiegt 600 Kilo.

Die Kuh sicher auch nicht unter dir. [flash]
AZ
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Re: Grenzgeschichten aus West und Ost

Beitragvon dein1945 » 4. Juli 2019, 12:59

karnak hat geschrieben:
Und Du meinst auch, dass ein Veterinär die überaus seltene Gattung eines Nymphensittichs nicht kannte? [flash]


Die Dame aus Sachsen kannte wahrscheinlich nur "Harzer Roller" [laugh]
Mein Otto hat es überstanden, nur leider sprach er wochenlang nur noch sächsisch [mundzu]

Nun zufrieden !

Gruß nach Potsdam
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Re: Grenzgeschichten aus West und Ost

Beitragvon augenzeuge » 2. Dezember 2019, 17:31

Also doch. Es gab einige Leute, einige Situationen, da wurde nicht kontrolliert. Also passt es doch, wie im Film neulich gezeigt wurde.

Also es gab Promis welche Fahndungsmäßig erfasst waren und maßnahmen hatten,wie ohne Zollkontrolle ,betont höfflich und zuvorkommend de Abfertigung.
So etwas gab es z.b. für Otto Sander als er bei der Defa einen Film drehte. Dre Regiseur Bengt von zur Mühlen war auch VIP für Filmaufnahmen.
dann gab es eine WB Sängerin ,welche immer an der langen Schlange vorbeifahren durfte.
Aus meiner persönlichen Erinnerung fällt mir immer wieder Hans Jochen Vogel ein, welcher mit einer Jugendgruppe der SPD mit 7 Reisebussen aus Auschwitz zurückkehrte
Dazu wurden extra 7 PK`s (Offiziere) zusammengeholt. Die Abfertigung der Busse erfolgte innerhalb von 2 Minuten ohne Zollkontrolle.

(Quelle Elster 427, Karnak kennt ihn. [grins] )

AZ
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Re: Grenzgeschichten aus West und Ost

Beitragvon zoll » 4. Dezember 2019, 11:15

augenzeuge hat geschrieben:Also doch. Es gab einige Leute, einige Situationen, da wurde nicht kontrolliert. Also passt es doch, wie im Film neulich gezeigt wurde.

Also es gab Promis welche Fahndungsmäßig erfasst waren und maßnahmen hatten,wie ohne Zollkontrolle ,betont höfflich und zuvorkommend de Abfertigung.
So etwas gab es z.b. für Otto Sander als er bei der Defa einen Film drehte. Dre Regiseur Bengt von zur Mühlen war auch VIP für Filmaufnahmen.
dann gab es eine WB Sängerin ,welche immer an der langen Schlange vorbeifahren durfte.
Aus meiner persönlichen Erinnerung fällt mir immer wieder Hans Jochen Vogel ein, welcher mit einer Jugendgruppe der SPD mit 7 Reisebussen aus Auschwitz zurückkehrte
Dazu wurden extra 7 PK`s (Offiziere) zusammengeholt. Die Abfertigung der Busse erfolgte innerhalb von 2 Minuten ohne Zollkontrolle.

(Quelle Elster 427, Karnak kennt ihn. [grins] )

AZ

Ich kann mich an ganz andere Situationen erinnern. Ein Bus mit Zollbeamten stand zwecks Kontrolle 4 Stunden in Marienborn und 3,5 Stunden in Drewitz. Also keine VIP Abfertigung, eher ein Beweis der Missachtung.
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Re: Grenzgeschichten aus West und Ost

Beitragvon augenzeuge » 4. Dezember 2019, 17:41

Ein Bus mit Zollbeamten stand zwecks Kontrolle 4 Stunden in Marienborn und 3,5 Stunden in Drewitz.


Und wer hat dafür die Verantwortung gehabt? Eigentlich nach karnaks Schilderung gar nicht möglich.

AZ
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Re: Grenzgeschichten aus West und Ost

Beitragvon zoll » 4. Dezember 2019, 19:26

augenzeuge hat geschrieben:
Ein Bus mit Zollbeamten stand zwecks Kontrolle 4 Stunden in Marienborn und 3,5 Stunden in Drewitz.


Und wer hat dafür die Verantwortung gehabt? Eigentlich nach karnaks Schilderung gar nicht möglich.

AZ

Wenn man karnak glauben schenkt, so waren die PKE (Stasi) Mitarbeiter immer höflich, korrekt, zuvorkommend, gesetzestreu, vorbildlich und was sonst noch an positiven Eigenschaften aufzuzählen wäre.
Nur hatte das mit der Wirklichkeit nichts zu tun. Ob PKE oder Zoll, sie waren durch die Reihe gegen den normalen Reisenden, sie waren zwar nicht auf Krawall gebürstet, ließen den Frust der Westbürger einfach an sich abperlen. Man kam sich vor, als stände dort ein ferngesteuerter Typ ohne menschliche Regungen.

Du fragst, wer die Verantwortung hatte? Irgendein Offizier der Stasi der diesem Bus mit Zollbeamten einmal seine Macht demonstrieren wollte. Nun hatte er die, die sonst auf der Westseite die seine Greso beobachteten direkt im Land und ließ sie hungern und dursten. Psychoterreor nennt man so etwas.

Hat die Kollegen aber nicht beeindruckt. Sie haben sich dann eben etwas spät in Westberlin die Kante gegeben. WB kannte keine Sperrstunde.
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Re: Grenzgeschichten aus West und Ost

Beitragvon Volker Zottmann » 4. Dezember 2019, 23:05

Was Zoll schreibt ist glaubhaft.
Als Privatperson nach Polen, da waren 3 Stunden Ein-oder Ausreise eher die Norm. Ganz gleich wie lang die Schlange war.

Und bei Bahnreisen hatten die Kontrolleure meist nur das kleine Zeitfenster von 20 bis 40 Minuten. Die Kontrolltruppe die jedesmal über den Zug herfiel, hätte sicher gern 3 Stunden gehabt. Ich fand das so bestürzend, wenn die wie die wildgewordenen Handfeger mit Leitern in die Waggons sind und dann von außen abgeschlossen wurde. Dann zeitgleich die Hunde unter den Zug oder nebenher.... Das geschah bei der AUSreise alles, damit der Klassenfeind nicht EINdringen konnte... Oh, für wie bekloppt haben die uns als Volk gehalten?

Gruß Volker
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Re: Grenzgeschichten aus West und Ost

Beitragvon karnak » 5. Dezember 2019, 05:02

augenzeuge hat geschrieben:
Ein Bus mit Zollbeamten stand zwecks Kontrolle 4 Stunden in Marienborn und 3,5 Stunden in Drewitz.


Und wer hat dafür die Verantwortung gehabt? Eigentlich nach karnaks Schilderung gar nicht möglich.

AZ

Die Frage wäre zu welchem Zeitpunkt das passiert sein soll, nach Inkrafttreten des Transit Abkommens unmöglich, außer es hätte irgendwelche Ungereimtheiten mit den Papieren gegeben. Was ich mich mir bei einer Gruppe von Zöllnern nicht vorstellen kann.
Für die Busabfertigung wurden extra StechUhren aus dem Westen angeschafft. Es wurde bei Einfahrt eines jeden Busses eine Karte mit Uhrzeit gestempelt und dann noch mal bei Ausfahrt. Für einen Bus war eine maximale Abfertigungszeit von 40 Minuten festgelegt. Jede längere Abfertigungszeit musste stichhaltig und schriftlich auf der Karte begründet werden. Die Karten wurden archiviert und mussten bei Beschwerden der Transitkommision vorgelegt werden können. Die Vorstellung es gab den Hintergrund einer Machtdemonstration ist schlichtweg dummes Zeug, niemand an einer Güst hatte diese Kompetenz und mit solchen Kinderreien hat man sich nach 72 nicht mehr beschäftigt, dafür hatte man zum Einen überhaupt keine Zeit und zum Anderen hat man alles unternommen um der Transitkommision nicht solche Art von Munition zu liefern.
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Re: Grenzgeschichten aus West und Ost

Beitragvon augenzeuge » 5. Dezember 2019, 08:04

1980 muss folgendes passiert sein. Nach der Beschimpfung "Wegelagerer" wurde der Reisende 40min stehen gelassen.

Wahr oder Lüge?
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Re: Grenzgeschichten aus West und Ost

Beitragvon karnak » 5. Dezember 2019, 11:02

Ist vorstellbar, welcher Behörde lässt sich schon dumm kommen. Man wird den großen Dienstweg angefahren haben um ihm wenigstens etwas Zeit zu stehlen. Hätte ich nicht anders gemacht, solche Knaller müssen einfach einen vor den Sack bekommen.
Kannst ja mal bei einer Verkehrskontrolle den Zuständigen mit so einen dummen Spruch kommen. Mit etwas Glück kann Dich das etwas Zeit kosten und könnte auch noch teuer werden. [flash]
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Re: Grenzgeschichten aus West und Ost

Beitragvon zoll » 5. Dezember 2019, 11:37

Das Vorkommnis mit der langen Buskontrolle war 1970, somit vor dem Abkommen.
Und trotzdem bleibt die Frage bei dem PKE Mitarbeiter Karnak kleben "wer hatte die Kompetenz in den zwei Grenzübergangsstellen, nämlich Marienborn und der Heimatbasis von Karnak, Drewitz".
Zudem muss ich noch hinzu fügen, dass der leitende Zollbeamte auch noch zur Befragung gesondert behandelt wurde. Meiner Kenntnis nach war diese Befragung ergebnislos für die Stasi-MA, weil der Beamte lediglich seinen Namen, seine Dienstbezeichnung und seine Dienststelle genannt hat.
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Re: Grenzgeschichten aus West und Ost

Beitragvon karnak » 5. Dezember 2019, 14:22

Vor dem Transitabkommen war vieles möglich und auch irgendwelche Schikaniererei nicht ausgeschlossen. Zu meiner Zeit war das so ziemlich unmöglich und WENN immer ein individuelles Problem was von der Behörde und den Vorgesetzten nicht abgedeckt war. Kam sowas irgendwie hoch weil der Betreffende sich das nicht gefallen ließ und sich beschwerde konnte man elend einen auf den Deckel bekommen.
Was die Kompetenz angeht, an einer Güst gab es niemanden der eine tiefer gehende Zollkontrolle, Befragung oder das über den normalen Rahmen aufhalten einer Person veranlassen konnte. Solches musste immer über die entsprechenden Leitzentren der Abteilung oder sogar Hauptabteilung beantragt und auch entsprechend begründet werden. Eine Entscheidung viel dann immer dort. Deswegen bestreite ich ganz entschieden, dass sich irgendein ein kleiner Passkontrolleur oder kleiner Zöllner es sich überhaupt getraut hätte solche Dinge in Eigenverantwortung anzukurbeln. Wenn er solches getan hat hatte er die Genehmigung dazu und um die zu bekommen musste er bei dem Genehmigenden und Endscheidenden auch Gründe angegeben haben. Zumindest war das in meiner Zeit von 1978 an so.
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Re: Grenzgeschichten aus West und Ost

Beitragvon Kumpel » 5. Dezember 2019, 15:08

karnak hat geschrieben:Was die Kompetenz angeht, an einer Güst gab es niemanden der eine tiefer gehende Zollkontrolle, Befragung oder das über den normalen Rahmen aufhalten einer Person veranlassen konnte.


Traf das nur auf Transit zu oder generell?
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Re: Grenzgeschichten aus West und Ost

Beitragvon karnak » 5. Dezember 2019, 15:32

Auf alles was mit der Grenzabfertigung zu tun hatte. Natürlich gab es andere Wertigkeiten zwischen dem Transitverkehr zwischen Westberlin und BRD , für die Erleichterung und Vereinfachung dieses Reiseverkehrs hatte man entsprechende Vereinbarungen getroffen, und einer Einreise in die DDR. Trotzdem waren zu meiner Zeit die Zeiten lange vorbei als das jeder kleine Grenzwächter einfach mal so die Sau rauslassen konnte wenn ihm danach war. So wie das bei manchen Geschichten vermittelt wird. Es kommt ja noch dazu, der der meint er wird von einem kleinen Zöllner schikaniert weil er jetzt seine Rückbank hochklappen musste weil dem seine Nase nicht passte konnte doch nüchtern betrachtet überhaupt nicht beurteilen wo die wirklichen Hintergründe dafür lagen. Es bleiben doch letztlich nur Vermutungen bis hin zu dümmlichen Unterstellungen.
Wenn ein Volker Zottmann die Zollkontrolle in einem Grenzzug schildert und das ganze als dämliche Schikaniererei, also eine Maßnahme ohne Sinn, außer die Leute zu ärgern und zu verängstigten darstellt ist das schlichtweg billigste Polemik. Natürlich ging es um Fluchtverhinderung an dieser Grenze, wer bestreitet denn das. Was ist aber dann logischer als das die Zöllner Versteckmöglichkeiten sichten und auch einen Schnüffelhund zum Einsatz bringen um das Ganze zu optimieren.
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