DDR-Grenzer tötet 15jährigen mit Rückenschuß

Re: DDR-Grenzer tötet 15jährigen mit Rückenschuß

Beitragvon Volker Zottmann » 19. Juni 2012, 21:55

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Re: DDR-Grenzer tötet 15jährigen mit Rückenschuß

Beitragvon Thunderhorse » 19. Juni 2012, 21:56

Volker Zottmann hat geschrieben:Rafimo, du bis eindeutig im recht, aber so unterbelichtetes Störfeuer bei dieser tragisch / ernsten Angelegenheit sollten wir ignorieren.
Dummschwafelei hilft nicht wirklich...

Gruß Volker


Man könnte meinen hier spielen zwei Ping-Pong. Ost und West.

Ebenfalls herzhaftes Lachen.
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Re: DDR-Grenzer tötet 15jährigen mit Rückenschuß

Beitragvon augenzeuge » 19. Juni 2012, 21:58

Scheinbar haben es hier einige noch nicht begriffen. So ein Forum lebt von der Hilfe und Freundlichkeit des anderen.

Wer hier vom Forum Sachlichkeit einfordert, muss mit eignen guten sachlichen, hilfsbereiten Beiträgen vorangehen. So ein hingeworfener Knochen mit ein wenig Fleisch dran muss destruktiv wirken.

TH, wenn hier jeder wie du hier antworten würde, meinst du, wir wären weiter gekommen? Intelligenz kann man nicht nur daran messen, was man weiß, sondern wie man sein Wissen vermitteln kann.

Schade, dass eine einfache Frage nicht mit mehr Freundlichkeit beantwortet werden kann.
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Re: DDR-Grenzer tötet 15jährigen mit Rückenschuß

Beitragvon Volker Zottmann » 19. Juni 2012, 21:59

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Re: DDR-Grenzer tötet 15jährigen mit Rückenschuß

Beitragvon rafimo » 19. Juni 2012, 22:00

es geht hier in diesem thread um einen zu tode gekommenen 15-jährigen jungen und sein schicksal.

es ist unglaublich welche ungezogenheit und unverschämtheit einige hier besitzen, die sich lediglich darin ergeben, andere leute in beleidigender art diffamieren zu wollen, die dann behaupten etwas vorgeblich zu wissen und dann gleichwie im kindergarten agitieren "ätsch, sag ich aber nicht"....
statt vernünftige sachbeiträge zu liefern. es ging um eine mögliche aufstellung eines gedenksteines oder -kreuzes für heiko runge.....und sowas kommt dann an kommentaren...und dann lachen die noch affektiert hier in diesem thread...

soviel schlichtheit mus man sich wirklich erst mal zusammen suchen, ansonsten kann man so eine würdelosigkeit und respektlosigkeit vor einem toten nicht erklären.

und was das "plädoyer" nach der magabe meines vorredners angeht: im gegensatz zu die kann ich die nicht nur halten, ich darf das auch noch.jemand wie du kann sich da maximal zuhause vor den spiegel stellen und da seine ergüsse zum besten geben.....oder eben im wirtshaus das große wort führen...mehr dürfte da nicht drin sein, rein von der erlaubnis lage her schon nicht..
rafimo
 

Re: DDR-Grenzer tötet 15jährigen mit Rückenschuß

Beitragvon rafimo » 19. Juni 2012, 22:06

Thunderhorse hat geschrieben:
Volker Zottmann hat geschrieben:Rafimo, du bis eindeutig im recht, aber so unterbelichtetes Störfeuer bei dieser tragisch / ernsten Angelegenheit sollten wir ignorieren.
Dummschwafelei hilft nicht wirklich...

Gruß Volker


Man könnte meinen hier spielen zwei Ping-Pong. Ost und West.

Ebenfalls herzhaftes Lachen.



du must dich aber nur nicht völlig outen, indem du diesen thread hier mit einem spiel verwechselst und dann auch noch unangebracht lachst. spieler die ihr spiel verloren haben, die lachen auch immer an so unpassenden stellen.
rafimo
 

Re: DDR-Grenzer tötet 15jährigen mit Rückenschuß

Beitragvon S51 » 19. Juni 2012, 22:08

Leute, geht es auch sachlicher?
Den Hinweis mit der Grenzsäule 1019 von Thunder habt ihr vielleicht überlesen? Damit + Karte + Skizze sollte es doch kein Problem mehr darstellen.
S51
 

Re: DDR-Grenzer tötet 15jährigen mit Rückenschuß

Beitragvon ex-maja64 » 19. Juni 2012, 22:09

rafimo hat geschrieben:es geht hier in diesem thread um einen zu tode gekommenen 15-jährigen jungen und sein schicksal.



Schon lange nicht mehr...der letzte sachliche Beitrag stammt vom 31. Mai 2010 (Zermatt).

Denn dann kamst DU [raus]
ex-maja64
 

Re: DDR-Grenzer tötet 15jährigen mit Rückenschuß

Beitragvon rafimo » 19. Juni 2012, 22:10

S51 hat geschrieben:Leute, geht es auch sachlicher?
Den Hinweis mit der Grenzsäule 1019 von Thunder habt ihr vielleicht überlesen? Damit + Karte + Skizze sollte es doch kein Problem mehr darstellen.


ich kenne die granzsäule 1019, sie ist auch in der topografischen karte eingezeichnet, es gibt aber keine bezugsmessungen von dort aus.
rafimo
 

Re: DDR-Grenzer tötet 15jährigen mit Rückenschuß

Beitragvon rafimo » 19. Juni 2012, 22:12

ex-maja64 hat geschrieben:
rafimo hat geschrieben:es geht hier in diesem thread um einen zu tode gekommenen 15-jährigen jungen und sein schicksal.



Schon lange nicht mehr...der letzte sachliche Beitrag stammt vom 31. Mai 2010 (Zermatt).

Denn dann kamst DU [raus]



so lange ist das her mit den sachlichen beiträgen hier? na kannste mal sehen...
das ist deine meinung die dir unbenommen ist.
rafimo
 

Re: DDR-Grenzer tötet 15jährigen mit Rückenschuß

Beitragvon Volker Zottmann » 19. Juni 2012, 22:14

S51 hat geschrieben:Leute, geht es auch sachlicher?
Den Hinweis mit der Grenzsäule 1019 von Thunder habt ihr vielleicht überlesen? Damit + Karte + Skizze sollte es doch kein Problem mehr darstellen.


darum geht es gar nicht mehr, es geht um die hässliche Art und Weise wie hier Rafimos Bemühen torpediert wird.

Gruß Volker
Volker Zottmann
 

Re: DDR-Grenzer tötet 15jährigen mit Rückenschuß

Beitragvon S51 » 19. Juni 2012, 22:30

rafimo hat geschrieben:
S51 hat geschrieben:Leute, geht es auch sachlicher?
Den Hinweis mit der Grenzsäule 1019 von Thunder habt ihr vielleicht überlesen? Damit + Karte + Skizze sollte es doch kein Problem mehr darstellen.


ich kenne die granzsäule 1019, sie ist auch in der topografischen karte eingezeichnet, es gibt aber keine bezugsmessungen von dort aus.



download/file.php?id=992

Hier heißt es: "Grenzsäule 1019 nördlich 150 m ostwärts 150 m" im Festnahmeprotokoll 50847 vom 08.12.79, Seite 7 des Dokumentes.
Unter Kenntnis der Standorte der Grenzsäulen aus den topographischen Karten heraus düfte es angesichts der Genauigkeit dieser Karten kein Problem mehr sein, mit einem Zirkel sowohl den Ereignisort zu mitteln (zwei Kreise, wo sie sich treffen ist der Punkt) als auch unter Vergleich mit Karte und Googlemaps den Standort des ehemaligen Trafohäuschens zu finden. Dann den Ort unter zuhilfennahme der Skizze auf Seite 16 entweder zu bestätigen (da bin ich mir sehr sicher!) oder auch nicht. Dann hätte man sich im Zirkelmaß vertan.
Spaßeshalber dann hier:
download/file.php?id=991

auf Seite 2 unten rechts gegen kontrollieren.

Quelle für alles:
viewtopic.php?f=15&t=493#p4491

Schließlich alles auf eine moderne Karte mit GPS-Raster übertragen und die Koordinaten ermitteln. Mehr ist das doch nicht.
S51
 

Re: DDR-Grenzer tötet 15jährigen mit Rückenschuß

Beitragvon rafimo » 19. Juni 2012, 22:40

auch diese aussage mit den 150m, also den angaben von der grenzsäule ausgehend, kenne ich.

wie du schon richtig schreibst kann man das damit auch annähernd bestimmen, aber eben nur annähernd. wenn du die die skizze der stasiakte seite 16 ansiehst, dann wär damit der todesort nahezu auf den meter genau zu bestimmen...wenn man den standort des trafohäschens kennt....

aber man bekommt das hin, wenn man die topografische karte mit einer heutigen modernen gps-gestützen karte in deckung bringt....in der topografischen karte ist nämlich der standort des trafohäuschens eingezeichnet. dann kann man von diesem standort aus unter zuhilfeenahme des blattes 16 der veröffentlichten akte sich weiter hangeln bis zum tatsäclichen todesort. auf den meter genau.
Zuletzt geändert von rafimo am 19. Juni 2012, 22:53, insgesamt 1-mal geändert.
rafimo
 

Re: DDR-Grenzer tötet 15jährigen mit Rückenschuß

Beitragvon S51 » 19. Juni 2012, 22:50

Ja, doch den Standort des Trafohäuschens müsste man mit diesen Daten auch heute noch finden können. Er kann nur in diesem Bereich sein. Andererseits wurden früher solche Abstände eher selten mit einem Entfernungsmesser (optisch) ermittelt sondern meist mit einem Maßband. Unter Berücksichtigung der Topografie dürfte das dann schon nahezu auf den Meter genau sein.
Gegenkontrolle dann eben mit der Skizze. Unter Bezug auf die Grenzsäule müsste der Messpunkt am Kolonnenweg einzugrenzen sein. Es gibt nur einen Punkt, wo das passen kann. Ab da Kontrolle an Hand der Skizze und ich denke schon, dass sich die Endpunkte treffen werden. Üblicherweise wurde sehr genau gearbeitet.
S51
 

Re: DDR-Grenzer tötet 15jährigen mit Rückenschuß

Beitragvon rafimo » 19. Juni 2012, 22:57

S51 hat geschrieben:Ja, doch den Standort des Trafohäuschens müsste man mit diesen Daten auch heute noch finden können. Er kann nur in diesem Bereich sein. Andererseits wurden früher solche Abstände eher selten mit einem Entfernungsmesser (optisch) ermittelt sondern meist mit einem Maßband. Unter Berücksichtigung der Topografie dürfte das dann schon nahezu auf den Meter genau sein.
Gegenkontrolle dann eben mit der Skizze. Unter Bezug auf die Grenzsäule müsste der Messpunkt am Kolonnenweg einzugrenzen sein. Es gibt nur einen Punkt, wo das passen kann. Ab da Kontrolle an Hand der Skizze und ich denke schon, dass sich die Endpunkte treffen werden. Üblicherweise wurde sehr genau gearbeitet.


genau so funktioniert das....nur, wenn jemand heute noch den standort des trafohäuschens kennt, wäre alles viel einfacher......und deswegen frage ich auch immer nach dem austritt der stromleitung aus dem wald..denn genau dort stand das traohäuschen.

um einen gedenkstein aufzustellen wärem sicher die geodäten der für sorge zuständigen behörden behilflich, dann wird sich das ganze problem ziemlich schnell in luft auflösen denke ich mal.
rafimo
 

Re: DDR-Grenzer tötet 15jährigen mit Rückenschuß

Beitragvon rafimo » 19. Juni 2012, 23:09

und es kommt noch hinzu, dass diese skizze auf s. 16 insoweit etwas seltsam ist, da sie nicht zu den aussagen der beteligten personen passt, weder der grenzer noch von uwe fleischhauer....die abstände zwischen den posten und den jungs stimmen nicht oder die jungs waren wesentlich näher an den beiden posten heran gekommen als sie zurück in den wald flüchteten und man hinter ihnen her ballerte.
rafimo
 

Re: DDR-Grenzer tötet 15jährigen mit Rückenschuß

Beitragvon S51 » 19. Juni 2012, 23:21

Die Personen in den Stellungnahmen und Berichten sprechen von unsichtigem, diesigen und nebligem Wetter. Da verschwimmen Konturen und es ist gar nicht einfach selbst für trainierte Personen Entfernungen zu schätzen. Unbewußt vertut man sich.
Ich würde mich lieber auf ermittelte Werte konzentrieren als auf Zeugenaussagen.
S51
 

Re: DDR-Grenzer tötet 15jährigen mit Rückenschuß

Beitragvon rafimo » 19. Juni 2012, 23:34

S51 hat geschrieben:Die Personen in den Stellungnahmen und Berichten sprechen von unsichtigem, diesigen und nebligem Wetter. Da verschwimmen Konturen und es ist gar nicht einfach selbst für trainierte Personen Entfernungen zu schätzen. Unbewußt vertut man sich.
Ich würde mich lieber auf ermittelte Werte konzentrieren als auf Zeugenaussagen.


ja natürlich, du hast vollkommen recht, deswegen halte ich ja auch nichts von angaben wie "150m freundwärts der grenzsäule 1019....." sowas kann man nur als ungefähren ereignisort angeben. aber wie gesagt.....das trafohäuschen ist in der alten topografischen karte eingezeichnet, vergößert man sie auf den maßstab 1:500, so müßte man nur noch die mfs-skizze darüber legen unter beachtung des nordpfeils....

es gibt übrigens in den akten 2 solcher topografischer karten; sie dienten der stasi und den grenztruppen augenscheinlich zur veranschaulichung der durchgeführten maßnahmen, denn es sind alle posten eingezeichnet mit untershiedlichen grau-tönen zur kennzeichnung zu welchem zug sie gehörten. so kann man genau die sich immer weiter verdichtende postenkette verfolgen....mit genauer angabe der jeweiligen uhrzeiten. in einer karte ist nur der ort des festgenommenen uwe fleischhauer eingezeichnet und in der anderen sind beiden, heiko und uwe eingezeichnet, aber in beiden fällen nicht maßstabsgerecht und daher falsch.

die skizze von s. 16 ist das genaueste dokument.....aber eben dat trafohäuschen....
rafimo
 

Re: DDR-Grenzer tötet 15jährigen mit Rückenschuß

Beitragvon rafimo » 19. Juni 2012, 23:40

und noch eines.....wenn wir die angaben zu den abständen im dokument seite 16 als richtig unterstellen, dann betrug der abstand zwischen den jungs und den grenzern nur ca. 10m.....und das kommt gar nicht so gut für die grenzer was deren möglichkeiten zur erkennung der jugendlichen als solche angeht....
ich habe ja immer schon gesagt, daß ich glaube, die haben die jungs erkannt....und diese skizze belegt das noch eindrucksvoll...
rafimo
 

Re: DDR-Grenzer tötet 15jährigen mit Rückenschuß

Beitragvon S51 » 20. Juni 2012, 00:02

rafimo hat geschrieben:...es gibt übrigens in den akten 2 solcher topografischer karten; sie dienten der stasi und den grenztruppen augenscheinlich zur veranschaulichung der durchgeführten maßnahmen, denn es sind alle posten eingezeichnet mit untershiedlichen grau-tönen zur kennzeichnung zu welchem zug sie gehörten. so kann man genau die sich immer weiter verdichtende postenkette verfolgen....mit genauer angabe der jeweiligen uhrzeiten. ...


Damit wäre ich vorsichtig. In dem Fall hätte ich als KGSi dafür gesorgt dass meine Maßnahmen als absolut vorbildlich dokumentiert werden. Egal, was sie tatsächlich waren. Schon deshalb um dem ansonsten üblichen "Hammerwerfen" zu entgehen was auch auf östlicher Seite unweigerlich einsetzte wenn für irgendwas ein Schuldiger gesucht wurde (das soll es auf westlicher Seite auch geben...).
Ergo dürfte die Postendichte auf dieser Karte um einiges höher sein als sie tatsächlich eigentlich war. Und höchstwahrscheinlich hatte auch jeder eine Verbindung zur FüSt, wurde regelmäßig abgelöst, verpflegt... Dies nannte sich das "churchillsche Prinzip". Oder, wir hatten ja von jemandem anders zu lernen, selbiges vom ollen Potjomkin.
S51
 

Re: DDR-Grenzer tötet 15jährigen mit Rückenschuß

Beitragvon S51 » 20. Juni 2012, 00:09

rafimo hat geschrieben:[..., deswegen halte ich ja auch nichts von angaben wie "150m freundwärts der grenzsäule 1019....." sowas kann man nur als ungefähren ereignisort angeben. ...


Doch, diese Angaben halte ich für korrekt. Es handelt sich um ein Ereignisprotokoll (hier Festnahme), deren Daten resultieren höchstwahrscheinlich aus tatsächlich ermittelten Werten während der Tatortaufnahme. Denn solche Angaben mussten gerichtsfest sein, darauf begründete sich ggf. der Haftbefehl, die Beweisaufnahme und das Urteil.
Dabei zu schludern wäre eine Steilvorlage für jeden Verteidiger gewesen, damit hätte er einen Prozeß platzen lassen können.
Hier werden Werte aus zwei Himmelsrichtungen angegeben. Das ist nachvollziehbar. Notfalls auch bei einer Beweisaufnahme vor Ort rekonstruierbar.
S51
 

Re: DDR-Grenzer tötet 15jährigen mit Rückenschuß

Beitragvon S51 » 20. Juni 2012, 00:30

rafimo hat geschrieben:und noch eines.....wenn wir die angaben zu den abständen im dokument seite 16 als richtig unterstellen, dann betrug der abstand zwischen den jungs und den grenzern nur ca. 10m.....und das kommt gar nicht so gut für die grenzer was deren möglichkeiten zur erkennung der jugendlichen als solche angeht....
ich habe ja immer schon gesagt, daß ich glaube, die haben die jungs erkannt....und diese skizze belegt das noch eindrucksvoll...


Ein Paragraphendreher, der "glaube" als Wahrheit nimmt.
Ich würde glatt vom Glauben abfallen, hätte ich noch einen an irgendwen oder -was.
Noch mal, ich beziehe mich hierbei ausdrücklich auf die Aussagen, es war diesig, dunkel, neblig. Die Leute aufgekratzt und unsicher zugleich. Mach doch mal die Probe. Setz dich bei ausgesprochenem harzer Mistwetter irgendwo möglichst unbequem hin und versuche dich dann zu orientieren. Organisiere, dass irgendwas Aufregendes an dir vorbeikommt mit der Maßgabe dann etwas völlig Ablenkendes zu tun (telefonieren z.B.) und versuche dann, dich an irgendwas bei dem Aufregenden zu erinnern.
Wetten, du weißt danach weder Entfernung, Handlungen noch irgendwas bis zu dem Moment, wo du mit telefonieren fertig warst? Obwohl du nicht mal überrascht wurdest, wußtest, was dich erwartet?
So haben auch die Posten das Geschehene erst realisiert als die Schüsse gefallen waren. Vorher war das Schema "F". Das ist auch unschwer aus der Reaktion der Grenzer danach zu erkennen.
Bei solchem Wetter erkennt man auch auf 5 Meter keine Details. Als zwei Personen, männlich, mehr haben sie nicht gesehen und nicht erkannt.
Die Berichte und Stellungnahmen danach, nun ja. Da kamen vorher garantiert viele überhaupt nicht suggestive Fragen wie, "sie haben doch gesehen dass... oder eben dass nicht..." Danach erinnert man sich an alles in der Welt und mit jeder neuen Minute auch wieder anders.
S51
 

Re: DDR-Grenzer tötet 15jährigen mit Rückenschuß

Beitragvon rafimo » 20. Juni 2012, 00:45

den paragarphendreher verbitte ich mir. aber definitiv....ich weis auch gar nicht warum meine berufsausbildung bzw. meine beruflichte tätigkeit hier immer zu derartigen abfälligkeiten anlaß gibt.

zu den sich aus den akten dazu ergeben umständen habe ich hier schon viel geschrieben: die posten hatten mehr als eine minute zeit die beiden sich näher anzusehen, den die kamen enau auf die posten zugelaufen und die przelten da auch nicht wie ein deus ex macina aus dem wald sondern waren schon lange vor dem hinaustreten aus dem wald hörbar. dann die kleidung der beiden.....das aussehen, die haarlänge und so weiter...
es kann isch nach nennung der fakten (was auch in dem betreffenden kapitel in meinem buch geschen wird) jeder selbst ein bild machen....ich bin mit zu 95% sicher, dass die jungs als solche erkennbar waren....das wird auch mit (wenn nicht hauptsächlich) der gurnd dafür gewesen sein, daß meyer unmittelbar nach der schußabgabe und dem erkennen des todes von heiko runge seine mpi weggworfen hatte.....der wußte schon ganz genau, wem oder was der da in den wald hinterher geballert hat. so sehe ich das jedenfalls.
rafimo
 

Re: DDR-Grenzer tötet 15jährigen mit Rückenschuß

Beitragvon S51 » 20. Juni 2012, 01:14

rafimo hat geschrieben:den paragarphendreher verbitte ich mir. aber definitiv....ich weis auch gar nicht warum meine berufsausbildung bzw. meine beruflichte tätigkeit hier immer zu derartigen abfälligkeiten anlaß gibt.
....ich bin mit zu 95% sicher, dass die jungs als solche erkennbar waren....das wird auch mit (wenn nicht hauptsächlich) der gurnd dafür gewesen sein, daß meyer unmittelbar nach der schußabgabe und dem erkennen des todes von heiko runge seine mpi weggworfen hatte.....der wußte schon ganz genau, wem oder was der da in den wald hinterher geballert hat. so sehe ich das jedenfalls.


Sorry mit dem "Paragraphendreher". Ich gehörte und gehöre zu einem Tätigkeitszweig, der sowohl mit RA wie Richtern naturgemäß ganz eigene Erfahrungen hat. Der nicht übermäßig von Ehrfurcht geprägt ist.
Es war keinewswegs bös oder abfällig gemeint eher ironisch aber den Unterschied zwischen Anspruch und Wirklichkeit gerade in Bezug auf die Durchsetzung des Rechts oder dessen, was jeweils dafür gehalten wird, erleben Leute wie ich öfter.
Wer wie ich beiden Seiten diente bemerkt gewisse Gemeinsamkeiten um so bitterer.

Zu xx % sicher...
Das ist die Krux. Wir können uns noch so sicher sein. Wir sind es nur, weil wir im Nachhinein abwägen können. Wir sind nicht jene in dieser Situation. Wir können gedanklich bei einem festgestellten Fehler wieder zurück und neu beginnen. Jene konnten es nicht.
Nicht die Soldaten und nicht die Flüchtlinge, die zu spät bemerkten, dass einfach stehen zu bleiben besser gewesen wäre.
Da hat Th schon recht wenn er darauf anspielt, dass aus der Entfernung von Jahrzehnten leicht ist, sich zum allwissenden Richter aufspielen zu können. Dass so etwas auch gefährlich ist weil es Maßstäbe festlegt, die damals so einfach nicht galten, die man überhaupt nicht hatte.
Und, das ist meine Meinung, es hat schon viel gemeinsames mit der Demagogie eines Ede oder Löwenqual. Leider.
Absolute Meinungen, absolute Sicherheiten, absolutes Wissen war und ist etwas, was man vor Ort weder hatte noch hat. Das ist ein "Vorrecht" der Sandkastenkrieger hinterher. Hüben wie drüben, damals wie heute.
Als "Vertreter des Rechts", falls dir diese Titulierung besser gefällt, sollte man mit Schlußfolgerungen wie die Deinen vorsichtig sein. Irgendwem tut man immer unrecht.
S51
 

Re: DDR-Grenzer tötet 15jährigen mit Rückenschuß

Beitragvon Wosch » 20. Juni 2012, 09:33

Thunderhorse hat geschrieben:
Wosch hat geschrieben:
Thunderhorse hat geschrieben:
Könnte ich, sehe nur keinen Bedarf.
Kann sich jeder selbst erarbeiten.



Äähh, hat sich angehört wie bei Alfred. [bravo] [bravo]
Schönen Gruß aus Kassel. [hallo]



Ach wosch,

kümmere dich besser um Deine Geister die Du gerufen hast.



Ach Donnerpferd, bis auf das Wörtchen "besser" ist Dein Ratschlag ein wirklich ein Guter. Daß ich auf solchen Beitrag, wie dem von Dir, antwortete lag daran daß ich nicht erkennen konnte inwieweit er meiner Meinung nach eine expertengerechte Antwort, auf eine nicht unhöfliche Bitte um eine kleine und nichtskostende Hilfestellung darstellte. Du magst meinen Vergleich mit der Schreibweise vom Alfred ja nicht besonders angebracht gefunden haben, die Ähnlichkeit war aber sehr frappierend und das wollte ich nur zum Ausdruck bringen ohne daß ich Dir raten wollte was Du hier tun sollst, oder auch nicht. Daß ich Deine ablehnende schroffe Art der "Hilfestellung" nicht sehr fein finde, sei an dieser Stelle mal gesagt und deswegen solltest Du Dich eigentlich nicht über dementsprechende Kommentare wundern.
Schönen Gruß aus Kassel. [hallo]
Wosch
 

Re: DDR-Grenzer tötet 15jährigen mit Rückenschuß

Beitragvon EK 78/1 » 20. Juni 2012, 10:00

Ich denke mal das der genaue Punkt nun auch nicht so wichtig ist,und wenn Ihn einer für sich behalten will,so soller doch Glücklich damit werden.Wenn ich mich nicht irre ging es doch darum das Übereifrige Grenzer ein Kind (Jugendlicher) beim Abbruch seiner" greulichen Tat" und beim Zurücklaufen in Richtung DDR getötet wurde.
Auch wenn mich hier ein Edelknabe Maßregeln wollte,bleibe ich dabei,eine perverse Tat die durch nichts zu Entschuldigen ist.Die Festnahme wäre auch anders möglich gewesen.Klar haben das in erster linie Honecker und Konsorten zu Verantworten,aber die Schützen sollen Ihr leben lang daran Denken,das sie ein junges leben ausgelöscht haben.
EK 78/1
 

Re: DDR-Grenzer tötet 15jährigen mit Rückenschuß

Beitragvon Volker Zottmann » 20. Juni 2012, 15:59

Hallo Rafimo,
So das Wetter mitspielt, werde ich Freitag oder Samstag die 35 km bis Hohegeiß fahren und mich mal vor Ort informieren. Der Postenweg ist ja vorhanden .
Und von Hohegeiß auf der Straße Richtung Benneckenstein, hinter den letzten Häusern werde ich links einschlagen. Also immer schön Hohegeiß links von mir habend, den Postenweg entlang Richting Nord, also der "Warmen Bode" an der B242 ,entgegen.
Stand das Trafohäuschen dann rechts des Postenwegs? Der Karte nach müßte der Postenweg im Bereich Trafohäuschen ganz leicht nach Nordwest verlaufen (Auf `ner Uhr so etwa 11) . Wie weit von der Straße, Postenweg einwärts, soll das Ding denn etwa gestanden habe?
Nur dass ich etwa weiß, ab wo ich genauer Ausschau halten sollte?

Ich weiß auch von Torgau / Neiden, dass von geschleiften Baracken nicht viel übrig bleibt. Dennoch findet man womöglich Fundamente.
Vielleicht rennen mir auch Einheimische über den Weg, mal sehen...

Volker
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Re: DDR-Grenzer tötet 15jährigen mit Rückenschuß

Beitragvon rafimo » 20. Juni 2012, 17:06

ja volker, das wäre ja supi....ich komme leider in diesem sommer nicht mehr dazu da mal hin zu fahren aber für das kommende jahr habe ich mir so einiges vorgenommen, was die aufstellung eines gedenksteines betrifft und dabei wollte ich auch den tatort vor ort ermitteln. also:

das hier ist dir örtlichket genau:

http://maps.google.de/maps?q=Hohegei%C3%9F&hl=de&ie=UTF8&ll=51.662594,10.679709&spn=0.00557,0.009645&sll=51.662527,10.679644&sspn=0.00557,0.009645&oq=hohegei%C3%9F&t=h&radius=0.25&hq=Hohegei%C3%9F&z=17

wenn du da an der strasse nach benneckenstein links einbiegst, dann siehst du auf der karte nach einigen 100m rechts eine schucht durch den wald, die dort endet. da wo diese waldschlucht endet, ca. 10 oder 20 m von kolonnenweg entfernt, da müßte das trafohäuschen gestanden haben. wenn du diese schlucht auf googel.maps weiter durch den wald verfolgst, dann weist du auch, wie das starkstomkabel dort durch den wald verlegt war, es lag nämlich an hochmasten genau durch diese baumfreie schlucht. mitten im wald, an einer wiese macht die schlucht einen knick nach links um sich dann in richtug norden fortzusetzen. die schlucht endet schließlich in den ehemaligen heilstätten. diese ganze schlucht entlang war der weg, den die beiden jungs damals gegangen sind.

sie kamen von oben in der nähe der heilstätten (südlich davon) wo derehemalige signalzaun (die dicke weiße linie) einen rechwinkligen knick macht. dann gingen die jungs quer durch den wald und gelangten schließlich an diese schlucht mit dem starkstrom-kabel. da dort der wald übersichtlich (ohne bäume) war folgten sie dieserm kabel am boden in der schlucht bis zu dem trafohäuschen.

wenn du das trafohäuschen gefunden hast, dann kannst du anhand der skizze auf s. 16 des nachfolgenden links den tatort genau ausmachen:

http://www.bstu.bund.de/DE/Wissen/Bildung/Unterrichtsmaterialien/downloads/Quellen-2/Inhalt_Quellen2.pdf?__blob=publicationFile

dann 62m richtung norden entlang des weges und dann 49m nach rechts in den wald...da lag der junge....
oder mit herrn hptm stefan brehme: da lag das schwein und blutete aus.
rafimo
 

Re: DDR-Grenzer tötet 15jährigen mit Rückenschuß

Beitragvon S51 » 20. Juni 2012, 17:26

EK 78/1 hat geschrieben:...bleibe ich dabei,eine perverse Tat die durch nichts zu Entschuldigen ist.Die Festnahme wäre auch anders möglich gewesen...,aber die Schützen sollen Ihr leben lang daran Denken,das sie ein junges leben ausgelöscht haben.


Bitte, bei bestimmten Worten sollte man den Sinn solcher worte vorher prüfen.
"pervers" ist eine als sexuell extrem abartig beurteilte Handlung. Die strebt der Täter vorher an, sucht sich sein Opfer, führt die Handlung bewußt aus und begeht oft danach Verdeckungshandlungen. Die Handlung selbst dient der Befriedigung des Geschlechtstriebes, nur halt auf eine in der öffentlichen Moral als "abartig/verdrehte" Weise. Während man man der eigentlichen Handlung noch gewisse mildernde Umstände zubilligen kann (weil die sexuelle Orientierung als "krankhaft" eingeschätzt wird), gilt dies für begleitende Handlungen nicht, da diese in vollem Bewußtsein und mit Vorsatz ausgeführt werden.
Das passt hier, ja???

Ich habe die manchmal verstörende Erfahrung gemacht, dass jene, die über Handlungen anderer extrem hart urteilen in analogen Situationen häufig sehr ähnlich handeln. Oder noch schlimmer.
Die Anwendung der Schußwaffe war in dieser Situation nicht korrekt, zweifellos. Allerdings ist fraglich, weil einer sehr subjektiven Einschätzung unterlegen, ob die Täter dies in dieser Lage an diesem Ort zu dieser Zeit unter diesen Umständen bei dem gegebenen Ausbildungsstand überhaupt erkannt haben, erkennen konnten. Das kann man nicht beweisen. Die Reaktion der Schützen danach läßt auf das Gegenteil schließen und daran orientiere ich mich.
Oder, wie jemand mit einer juristischen Ausbildung sagen würde, falls er es in diesem Fall sagen wollte wie er eigentlich müsste: Es gilt die Unschuldsvermutung, in dubio pro reo.
S51
 

Re: DDR-Grenzer tötet 15jährigen mit Rückenschuß

Beitragvon Thunderhorse » 20. Juni 2012, 17:30

rafimo hat geschrieben:es geht hier in diesem thread um einen zu tode gekommenen 15-jährigen jungen und sein schicksal.

es ist unglaublich welche ungezogenheit und unverschämtheit einige hier besitzen, die sich lediglich darin ergeben, andere leute in beleidigender art diffamieren zu wollen, die dann behaupten etwas vorgeblich zu wissen und dann gleichwie im kindergarten agitieren "ätsch, sag ich aber nicht"....
statt vernünftige sachbeiträge zu liefern. es ging um eine mögliche aufstellung eines gedenksteines oder -kreuzes für heiko runge.....und sowas kommt dann an kommentaren...und dann lachen die noch affektiert hier in diesem thread...

soviel schlichtheit mus man sich wirklich erst mal zusammen suchen, ansonsten kann man so eine würdelosigkeit und respektlosigkeit vor einem toten nicht erklären.

und was das "plädoyer" nach der magabe meines vorredners angeht: im gegensatz zu die kann ich die nicht nur halten, ich darf das auch noch.jemand wie du kann sich da maximal zuhause vor den spiegel stellen und da seine ergüsse zum besten geben.....oder eben im wirtshaus das große wort führen...mehr dürfte da nicht drin sein, rein von der erlaubnis lage her schon nicht..



]Einfach köstlich.[/

So nebenbei angemerkt, wenns sein muß kann/darf ich täglich Plädoyes halten.
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