Mike59 hat geschrieben:
Durch die Mischungen, "Azaplant-Kombi", "Selest 40" oder "Omnidel" kams immer wiedermal zu Schäden auf Landwirtschaftlichen Nutzflächen in der BRD bzw. der DDR.
Westlicherseits wurden Pflanzen-, Wasser und Bodenproben genommen.
TH
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Hallo TH, was ist den bei den Pflanzen- ,Wasser- usw. -proben raus gekommen?
Wenn es da einen Protest gegeben hat, wurde der beachtet? Ich meine anfangs wurde ja von DDR Seiten meist gemauert (wow paßt) aber später wurde doch auf die Einwände von BRD Seite eingegangen, wenn auch still und leise. Zumindest ein Befehl oder eine AO dazu wurden erlassen. Da kann ich mich allerdings nicht an vergleichbares erinnern.
Mike59[/quote]
Hi Mike,
welches Ergebnis genau in den Laboren festgestellt wurde, dazu kann ich aktuell nichts sagen.
Bei Schädigungen von landwirtschaftlichen Anbauflächen in der BRD bzw. gesundheitlicher Beeinträchtigung von Angehörigen der westlichen Grenzüberwachungsbehörden, Landwirte, Grenzbesuchern (in Einzelfällen mußten Personen in ärztliche Behandlung), durch den Sprühnebel gab es Regelmäßig Proteste.
Darunter fielen auch Gewässerverunreinigungen durch den Sprühnebel oder u.a. die Tanks gespült und dann dass Spülwasser in die Bäche oder Flüße gelangte.
Nach der Konstituierung der Grenzkommission waren diesbezüglich direkte Kontakte/Gespräche möglich.
Die DDR war im laufe der Jahre ständig bemüht, das solche Schäden nicht eintraten, was sich jedoch nicht gänzlich vermeiden ließ.
Vorkommnisse gab es z.B. wenn nicht qualifizierdes Personal mit eingesetzt wurde, zumeist Angehörige der GT/NVA-Kdo Grenze und diese die Technik falsch bedienten.
Der Pflanzenschutzdienst der DDR wurde ab Februar 1964 mit der Aufgabe der Unkrautvernichtung im Bereich der Sperranlagen beauftragt.
Dabei kamen zum Teil richtige Giftcocktails zum einsatz. Tankmischungen bestehend aus bis zu 3 verschiedenen Herbiziden.
TH
P.S.:Mal was für die Chemiker:
Selest 16,7 % 2,4-D + 13,5 % 2,4,5-T
Selest 100 42 % 2,4-D + 40 % 2,4,5-T
(6.)
die Reste des Herbizideinsatzes am innerdeutschen Grenzstreifen (Selest 100 oder Agent Orange - Dioxin, Azaplant-Kombi, Simazin,
Atrazin, Uvon-Kombi 33, Yrodrazin, Bromicil, Hexazinon, Diesel),
die die Reinheit der Trinkwassergewinnung aus zwei oberflächennahen
Quellfassungen in Kleinensee nachweisbar seit dem Jahr 2004
durch Herbizidreste gefährden und auch in einer aktuellen Bodenprobe
aus dem Grenzstreifen in einer Konzentration von 0,02mg/kg
nachgewiesen wurden, obwohl die Stoffe seit 17 Jahren nicht
mehr eingesetzt wurden. Quelle:
http://www.bi-werratal.de/content/view/84/56/http://www.oberellen.de/scripts/news/88 ... 4&layout=2aus 2008.