DDR-Grenzer tötet 15jährigen mit Rückenschuß

Re: DDR-Grenzer tötet 15jährigen mit Rückenschuß

Neuer Beitragvon S51 » 25. Mai 2012, 06:02

rafimo hat geschrieben:und jetzt noch einmal ein paar fakten..bevor das hier etwas verwässert....

wir reden hier über die begehung des verbrechens des todschlags..und nicht darüber, dass jemand bei aldi ein paar tütchen backpulver geklaut hat....

dann: der bundesgerichtshof hatte zum zeitpunkt dieses prozesses hier bereits entscheiden, dass die täter auf der untersten stufe der leiter stehen, also die tatsächlichen schützen in der regel mit bewährungsfähigen freiheitsstrafen zu bestrafen seinen......
...hätte es diese bgh-entscheidung damals nicht gegeben (die nach meiner ansicht nur aus politischen gründen so erfolgt ist), dann hätte der antrag der staatsanwaltschaft hier gegen die beiden schützen bei mindestens 5 bis 6 jahren, eher noch höher gelegen.....o-ton eines behörenvertreters...

wir reden hier insoweit nicht um "peanuts" oder gar um entschuldbare, da versehentliche lächerlichkeiten...


Hm, ja. So einfach ist das nicht.
Wir reden hier über gegenwärtiges Recht welches unter Anwendung der radbruchschen Formel so hingebogen wurde dass es auf die damaligen Fälle anwendbar scheint. Inwieweit, das ist trotz dieser Urteile auch innerhalb der Rechtssprechung nach wie vor umstritten. Und ich maße mir keine weißsagerischen Fähigkeiten an, wenn ich denke, dass diese Urteile letztendlich keinen Bestand haben werden. Weil sie eben politisch motiviert waren und sind.
Doch aus Rücksicht auf die Opfer geht das jetzt noch nicht. Nicht bei unserer Generation.
Andererseits war in diesem speziellen Fall sowohl die Anwendung der Waffe gegen ein Kind ein Verstoß gegen die Vorschriften wie auch das Feuer auf zurücklaufende Personen arg zweifelhaft war. Vernünftigerweise hätte man eben nicht geschossen. Im ersteren Punkt jedoch wäre zu prüfen, inwieweit die Schützen dies erkennen konnten (Nebel, unsichtig, Übermüdung, Streß, unsichtige Kleidung der Geschädigten...), hier also ein straffreier Irrtum vorlag. Im zweiten Punkt ist ebenfalls unsicher, ob die Schützen zum Zeitpunkt der Tat wissen konnten, das die Geschädigten zweifelsfrei auch anders gestellt werden konnten. Denn es war bei GT eben nicht üblich, die Posten der Abriegelung umfassend in die Maßnahmen der Verfolgung einzuweisen. Üblicherweise hieß es sinngemäß immer nur: Hier ist ihr Postenpunkt, Sicherung der Staatsgrenze bis zur Abholung. Mehr nicht.
Natürlich sieht dies ein Staatsanwalt als Vertreter der Anklage und hier vom Standpunkt aus das politisch empfundene Rechtswidrige auch juristisch herausarbeiten zu wollen und auch zu müssen, etwas härter. Das war sein Job. Dafür ist er Staatsanwalt. Jedoch ist er eben deswegen auch nicht der Richter. Und auch der Richter hatte ein menschliches Problem, musste er doch von der rechtlichen und politischen Basis aus agieren, dass aus Sicht der Bundesrepublik Deutschland jede derartige Handlung der Grenztruppen der DDR dieser Art per se rechtswidrig war. Der Medienaufschrei bei anderslaufenden Verfahren wäre sicher lesens- und hörenswert gewesen. Oder auch nicht...
Und noch viel mehr natürlich sehen Opfer, Verwandte der Opfer oder deren rechtliche Vertreter dies sehr viel härter. Schließlich waren sie ja direkt oder indirekt die Betroffenen dieser Zeit damals.
Das ist auch nicht anders als in analogen Fällen heutzutage und es geht eben nicht so einfach wie in Afghanistan, wo man irrtümlich als Angreifer "identifizierte" Autofahrer samts Familie auslöschen und dies dann freikaufen kann...
Meines Wissens gab es da auch keine Verurteilung wegen Totschlag...
Es war eindeutig ein Mangel seinerzeit, das diese Vorfälle nicht zu DDR-Zeiten juristisch abgearbeitet wurden. Ich meine, ordentlich abgearbeitet denn die politische Brille war eben auch zu DDR-Zeiten leider alles andere als farblos... Die heutige Justiz hätte es dann schwerer gehabt.
Zuletzt geändert von S51 am 25. Mai 2012, 06:13, insgesamt 1-mal geändert.
S51
 

Re: DDR-Grenzer tötet 15jährigen mit Rückenschuß

Neuer Beitragvon karl143 » 25. Mai 2012, 06:10

@ Rafimo,
Fakt ist bei den Geschehnissen, die du hier beschreibst, es sind ordentliche Gerichtsurteile gefällt worden. Basta. Ob es gerechte Urteile sind kann ich als Außenstehender schlecht beurteilen. Wir alle fühlen Recht oder Unrecht, kennen aber nie alle Fakten, die vor Gericht ausgebreitet wurden. Oder hast du alle Gerichtsakten vorliegen ? Viele Urteile gegen Schützen auf Flüchtlinge, Verantwortliche usw. finde ich auch als zu Milde. Das ist aber mehr aus dem Bauchgefühl heraus. Du führst hier aber einen Kampf mit einer Verbissenheit, die ich nicht nachvollziehen kann. Durch das immer wieder aufwärmen von schon bekannten Tatsachen wird der Thread auch nicht besser.
karl143
 

Re: DDR-Grenzer tötet 15jährigen mit Rückenschuß

Neuer Beitragvon rafimo » 25. Mai 2012, 09:40

karl143 hat geschrieben:@ Rafimo,
Fakt ist bei den Geschehnissen, die du hier beschreibst, es sind ordentliche Gerichtsurteile gefällt worden. Basta. Ob es gerechte Urteile sind kann ich als Außenstehender schlecht beurteilen. Wir alle fühlen Recht oder Unrecht, kennen aber nie alle Fakten, die vor Gericht ausgebreitet wurden. Oder hast du alle Gerichtsakten vorliegen ? Viele Urteile gegen Schützen auf Flüchtlinge, Verantwortliche usw. finde ich auch als zu Milde. Das ist aber mehr aus dem Bauchgefühl heraus. Du führst hier aber einen Kampf mit einer Verbissenheit, die ich nicht nachvollziehen kann. Durch das immer wieder aufwärmen von schon bekannten Tatsachen wird der Thread auch nicht besser.


rot: ja, genau so ist es karl: 5 Bände Gerichtsakten zu je rd. 200 Seiten (außer Bd.1, der hat nur 30 Seiten), sowie alle, ich betone alle Beiakten, die dem Gericht seinerzeit beim Prozeß vorgelegen haben: Sonderband BStU 1 u.2. Beiakte BStU 2, eine weitere Kopie einer kompletten Stasi-Akte, Prtokollband, 1 Spurenakte, 8 weitere beiakten sowie 2 aktenordnern mit dienstvorschriften, waffengebrauchsvorschriften und andren allgemienen befehlen und anweisungen aus dem bereich der grenztruppen der ddr.

blau: das liegt daran, dass ich glaube so eine gewisse neigung bei manchen zeitgenossen zu ververspüren, die dinge zu verharmlosen oder gar noch schön zu reden. um nur ein beispiel zu nennen: man kann nicht den jubelruf in den grenzfunk "jetzt läuft das schwein aus" damit vergleichen als wenn solgaren in afganistan mit menschenknochen kicken (was sicher ebenfalls nicht in ordnung ist).

aber ok, ich werde mich in diesen threat nunmehr zurückhalten...
rafimo
 

Re: DDR-Grenzer tötet 15jährigen mit Rückenschuß

Neuer Beitragvon karl143 » 25. Mai 2012, 16:57

Wenn es so ist, Rafimo, dann warten hier alle gespannt auf eine Erklärung. Das es nur um ein Buchprojekt geht, kann ich schwer glauben.
Steckt da vielleicht irgndeine verwandtschaftliche Beziehung oder was anderes dahinter. Das würde mMn deinen Elan in diesem Thread
erklären. Ich kann mir auch nicht vorstellen, das jeder, der beim Gericht angibt, er will ein Buch darüber schreiben, einfach mal so
die gesamten Akten ausgehändigt bekommt. Oder irre ich mich da ?
karl143
 

Re: DDR-Grenzer tötet 15jährigen mit Rückenschuß

Neuer Beitragvon rafimo » 25. Mai 2012, 17:32

karl143 hat geschrieben:Wenn es so ist, Rafimo, dann warten hier alle gespannt auf eine Erklärung. Das es nur um ein Buchprojekt geht, kann ich schwer glauben.
Steckt da vielleicht irgndeine verwandtschaftliche Beziehung oder was anderes dahinter. Das würde mMn deinen Elan in diesem Thread
erklären. Ich kann mir auch nicht vorstellen, das jeder, der beim Gericht angibt, er will ein Buch darüber schreiben, einfach mal sodie gesamten Akten ausgehändigt bekommt. Oder irre ich mich da ?


einfach mal so geht das sicher nicht.
das einsichtsrecht von gerichtsakten ist in den §§ 474 ff StPO geregelt. danach können z.B. auch Privatpersonen Akteneinsicht erhalten, sowei sie ein berechtigtes Interesse darlegen. Eine forschungsarbeit, das schreiben eines buches und dergleichen mehr kann man darunter subsummieren. die aktensicht erhalten diese personen aber immer nur über einen rechtsanwalt, nur ihm als organ der rechtspflege werden die akten auf antrag ausgehändigt. und wenn beides in einer person zusammen fällt, also forschende person (bzw. nicht öffentliche stelle) und rechtsanwalt, das ist das insoweit recht praktisch. was mich angeht, es gibt noch ein weitergehendes interesse was ich angeben kann zur gewährung von akteneisicht in justizakten, das tut aber hier jetzt nichts zur sache.

ich bin mit heiko runge nicht verwandt, sonst hätte ich seinerzeit seine mutter als nebenklägerin im prozeß vertreten, 1996 war ich nämlich schon lange anwalt. und warum ich da so einen elan habe, besonders im fall heiko runge habe ich im af schon einmal geschrieben......

und jetzt...auf welche erklärung wird denn hier gewartet?
rafimo
 

Re: DDR-Grenzer tötet 15jährigen mit Rückenschuß

Neuer Beitragvon rafimo » 25. Mai 2012, 17:41

..und wo wir schon mal gerade bei meinem elan sind.....ich befasse u.a. z.b. auch mit dem erhalt von opfergräbern. es gibt nämlich im gräbergesetz eine lücke die bewirkt, dass sich die behörden dahinter verschanzen mit der folge, dass sehr viele gräber der opfer der kummunistischen gewaltherrschaft (darunter fallen die an der grenze getöteten menschen) einfach eingeebnet werden mit der folge, daß diese menschen dann in vergessenheit geraten. selbst (und gerade) ofer an der beliner mauer befinden sich darunter. aber dazu müsste man einen neuen thread eröffnen um das mal näher zu beleuchten. die tatsache, daß die todesopfer nicht in vergessenheit geraten ist nämlich durchaus kein zufall sondern folgt bestimmten gesetzmässgkeiten, die sich aus den jeweiligen tatsäclichen verhältnisses bei den opfern rekrutieren...

aber wie gesagt, das ich ein anderes thema.
rafimo
 

Re: DDR-Grenzer tötet 15jährigen mit Rückenschuß

Neuer Beitragvon Thunderhorse » 25. Mai 2012, 18:00

rafimo hat geschrieben:
karl143 hat geschrieben:Wenn es so ist, Rafimo, dann warten hier alle gespannt auf eine Erklärung. Das es nur um ein Buchprojekt geht, kann ich schwer glauben.
Steckt da vielleicht irgndeine verwandtschaftliche Beziehung oder was anderes dahinter. Das würde mMn deinen Elan in diesem Thread
erklären. Ich kann mir auch nicht vorstellen, das jeder, der beim Gericht angibt, er will ein Buch darüber schreiben, einfach mal sodie gesamten Akten ausgehändigt bekommt. Oder irre ich mich da ?


einfach mal so geht das sicher nicht.
das einsichtsrecht von gerichtsakten ist in den §§ 474 ff StPO geregelt. danach können z.B. auch Privatpersonen Akteneinsicht erhalten, sowei sie ein berechtigtes Interesse darlegen. Eine forschungsarbeit, das schreiben eines buches und dergleichen mehr kann man darunter subsummieren. die aktensicht erhalten diese personen aber immer nur über einen rechtsanwalt, nur ihm als organ der rechtspflege werden die akten auf antrag ausgehändigt. und wenn beides in einer person zusammen fällt, also forschende person (bzw. nicht öffentliche stelle) und rechtsanwalt, das ist das insoweit recht praktisch. was mich angeht, es gibt noch ein weitergehendes interesse was ich angeben kann zur gewährung von akteneisicht in justizakten, das tut aber hier jetzt nichts zur sache.

ich bin mit heiko runge nicht verwandt, sonst hätte ich seinerzeit seine mutter als nebenklägerin im prozeß vertreten, 1996 war ich nämlich schon lange anwalt. und warum ich da so einen elan habe, besonders im fall heiko runge habe ich im af schon einmal geschrieben......

und jetzt...auf welche erklärung wird denn hier gewartet?



http://www.datenschutz-bremen.de/recht/ ... _straf.php

http://www.datenschutz-bremen.de/pdf/straf.pdf

http://dejure.org/gesetze/StPO/475.html
Für eine Privatperson und für sonstige Stellen kann, unbeschadet der Vorschrift des § 406e, ein Rechtsanwalt Auskünfte aus Akten erhalten..............................
"Mobility, Vigilance, Justice"
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Re: DDR-Grenzer tötet 15jährigen mit Rückenschuß

Neuer Beitragvon rafimo » 25. Mai 2012, 18:13

aha, da hat ja einer in die gesetze gelünkert.
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Re: DDR-Grenzer tötet 15jährigen mit Rückenschuß

Neuer Beitragvon Thunderhorse » 25. Mai 2012, 20:31

Thunderhorse hat geschrieben:
rafimo hat geschrieben:
karl143 hat geschrieben:Wenn es so ist, Rafimo, dann warten hier alle gespannt auf eine Erklärung. Das es nur um ein Buchprojekt geht, kann ich schwer glauben.
Steckt da vielleicht irgndeine verwandtschaftliche Beziehung oder was anderes dahinter. Das würde mMn deinen Elan in diesem Thread
erklären. Ich kann mir auch nicht vorstellen, das jeder, der beim Gericht angibt, er will ein Buch darüber schreiben, einfach mal sodie gesamten Akten ausgehändigt bekommt. Oder irre ich mich da ?


einfach mal so geht das sicher nicht.
das einsichtsrecht von gerichtsakten ist in den §§ 474 ff StPO geregelt. danach können z.B. auch Privatpersonen Akteneinsicht erhalten, sowei sie ein berechtigtes Interesse darlegen. Eine forschungsarbeit, das schreiben eines buches und dergleichen mehr kann man darunter subsummieren. die aktensicht erhalten diese personen aber immer nur über einen rechtsanwalt, nur ihm als organ der rechtspflege werden die akten auf antrag ausgehändigt. und wenn beides in einer person zusammen fällt, also forschende person (bzw. nicht öffentliche stelle) und rechtsanwalt, das ist das insoweit recht praktisch. was mich angeht, es gibt noch ein weitergehendes interesse was ich angeben kann zur gewährung von akteneisicht in justizakten, das tut aber hier jetzt nichts zur sache.

ich bin mit heiko runge nicht verwandt, sonst hätte ich seinerzeit seine mutter als nebenklägerin im prozeß vertreten, 1996 war ich nämlich schon lange anwalt. und warum ich da so einen elan habe, besonders im fall heiko runge habe ich im af schon einmal geschrieben......

und jetzt...auf welche erklärung wird denn hier gewartet?



http://www.datenschutz-bremen.de/recht/ ... _straf.php

http://www.datenschutz-bremen.de/pdf/straf.pdf

http://dejure.org/gesetze/StPO/475.html
Für eine Privatperson und für sonstige Stellen kann, unbeschadet der Vorschrift des § 406e, ein Rechtsanwalt Auskünfte aus Akten erhalten..............................


Und wer sich ein bisschen auskennt, ...

In der DDR (BRD) gabs eine Sendung die hieß:
Der Staatsanwalt hat das Wort.
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Re: DDR-Grenzer tötet 15jährigen mit Rückenschuß

Neuer Beitragvon karl143 » 25. Mai 2012, 21:34

Das es sich bei dir um einen RA handelt war mir entgangen. In dem von dir genannten anderen Forum lese ich nicht regelmäßig.
Ansonsten hätte ich die Frage wahrscheinlich garnicht gestellt. Danke für die Antwort.
karl143
 

Re: DDR-Grenzer tötet 15jährigen mit Rückenschuß

Neuer Beitragvon Wosch » 25. Mai 2012, 21:42

icke46 hat geschrieben:
Ich sag nix [mundzu]



Ein Beitrag, der nichts aussagen sollte? Dafür aber mit ´ner Menge "Zündstoff"
Wosch
 

Re: DDR-Grenzer tötet 15jährigen mit Rückenschuß

Neuer Beitragvon rafimo » 25. Mai 2012, 22:26

so, und nun reichts mir....ich muss mich hier nicht von irgendwelchen typen als "laus im pelz" oder als einer dem man" auf die 12" schlagen müsste, bezeichenen lassen.......von leuten die wahrscheinlich nicht mal 1 und 1 zusammen zu zählen gelernt haben in der schule......und die dann vom den grenztruppen noch fettig in die bundespolizei übernommen wurden und heute eine fresse riskieren, die umgekehrt reziprok ist zu deren sonstigem vermögen steht....
see you
befreit euch von solchen typen dann gehts hier weiter....
rafimo
 

Re: DDR-Grenzer tötet 15jährigen mit Rückenschuß

Neuer Beitragvon rafimo » 25. Mai 2012, 23:02

und noch eines an die admins...wenn ihr meint das ist in ordnung so,,,,,,biite,,,,
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Re: DDR-Grenzer tötet 15jährigen mit Rückenschuß

Neuer Beitragvon manudave » 26. Mai 2012, 06:13

Es muss auch nicht jeder auf die Beiträge des Users Rafimo reagieren und seinen Schmarrn dazu geben.

Einfach zum Thema antworten oder es einfach lassen. [hallo]
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Re: DDR-Grenzer tötet 15jährigen mit Rückenschuß

Neuer Beitragvon Buscho » 26. Mai 2012, 07:12

Moin ,
gehört nicht zum Thema , dient aber der Aufklärung .

Meine Eltern haben die " Ostzone " in der Nähe von Zarrentin verlassen , in diesem Plan kam ich nicht vor !
Bin aber dennoch behütet aufgewachsen und hatte eine hervorragende Schulausbildung in einer staatlichen Schule . Danke dafür .
Nach der Schule kam ich 8 Jahre an die Grenze im Kommando Küste , anschl. berufliche Weiterbildung bei einer anderen
" öffentlich rechlichen Anstalt mit 3 Buchstaben " , nach der Wende dann weiter bei einer " öffentlich rechtlichen Anstalt mit 3 Buchstaben " im Süden von München . Heute lebe ich in Hamburg und bin immernoch um die Sicherheit meiner Mitmenschen bemüht .

Mein Klarname : Münchhausen
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Re: DDR-Grenzer tötet 15jährigen mit Rückenschuß

Neuer Beitragvon augenzeuge » 26. Mai 2012, 13:26

Zur Info. Div. Beiträge, die vom Thema abwichen wurden in "...derzeitige Entwicklung..." verschoben."
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Re: DDR-Grenzer tötet 15jährigen mit Rückenschuß

Neuer Beitragvon HG82 » 30. Mai 2012, 09:36

ihr regt euch über die vergangenheit und einen toten kind auf und heute in dem land sterben die am fliesband
http://www.n-tv.de/politik/Kinderhilfe- ... 73746.html
HG82
 

Re: DDR-Grenzer tötet 15jährigen mit Rückenschuß

Neuer Beitragvon krokodilo » 30. Mai 2012, 15:11

HG82 hat geschrieben:ihr regt euch über die vergangenheit und einen toten kind auf und heute in dem land sterben die am fliesband
http://www.n-tv.de/politik/Kinderhilfe- ... 73746.html

Diese Kinder sterben aber nicht durch Rückenschuß. [sick]
krokodilo
 

Re: DDR-Grenzer tötet 15jährigen mit Rückenschuß

Neuer Beitragvon HG82 » 30. Mai 2012, 15:21

macht das beim ergebnis das sie tot sind einen unterschied? rainer hatte das weiter vorne schon geschrieben. beide sterben weil der staat versagt hat. bei dem einen waren es traurige einzelfälle und beim anderen sind es 3 jede woche und da könnte ich eher mit den einzelfällen leben und nicht so das der staat seine kontrollpflichten und aufsichtspflichten fast ganz auf die so freien bürger abschiebt und solche fälle dann einfach im kauf nimmt um nur keine eltern die richtig sorgen zu stark zu kontrollieren. wenn das der preis der freiheit ist dann ist der zu hoch
HG82
 

Re: DDR-Grenzer tötet 15jährigen mit Rückenschuß

Neuer Beitragvon Wosch » 30. Mai 2012, 19:40

HG82 hat geschrieben:macht das beim ergebnis das sie tot sind einen unterschied? rainer hatte das weiter vorne schon geschrieben. beide sterben weil der staat versagt hat. bei dem einen waren es traurige einzelfälle und beim anderen sind es 3 jede woche und da könnte ich eher mit den einzelfällen leben und nicht so das der staat seine kontrollpflichten und aufsichtspflichten fast ganz auf die so freien bürger abschiebt und solche fälle dann einfach im kauf nimmt um nur keine eltern die richtig sorgen zu stark zu kontrollieren. wenn das der preis der freiheit ist dann ist der zu hoch




Was hat das Eine mit dem Anderen zu tun?
Hier wird bewußt einmal mehr versucht diesem Fred eine ihm nicht gebührende Richtung zu verpassen. Es ist eine Schande auf so eine Art und Weise zu provozieren. Es geht hier um die Verantwortlichkeit eines Staates für die Ermordung von Kindern durch ein durch nichts zu rechtfertigendem Grenzregime und nicht um das eventuelle Versagen von Erziehungsberechtigten. Man hatte mir im AF immer gerne vorgeworfen bestimmte Freds zu zerrtrollen. Hier sehen wir wie soetwas praktiziert wird, nämlich das "Zertrollen". Und das von Jemanden der sich bis zum Ende der DDR noch fast in die Hose gesch...en hatte.
Schlimmer geht´s nimmer.
Schönen Gruß, zur Zeit aus Ludwigslust. [hallo]
Wosch
 

Re: DDR-Grenzer tötet 15jährigen mit Rückenschuß

Neuer Beitragvon dein1945 » 31. Mai 2012, 10:47

HG82 hat geschrieben:macht das beim ergebnis das sie tot sind einen unterschied? rainer hatte das weiter vorne schon geschrieben. beide sterben weil der staat versagt hat. bei dem einen waren es traurige einzelfälle und beim anderen sind es 3 jede woche und da könnte ich eher mit den einzelfällen leben und nicht so das der staat seine kontrollpflichten und aufsichtspflichten fast ganz auf die so freien bürger abschiebt und solche fälle dann einfach im kauf nimmt um nur keine eltern die richtig sorgen zu stark zu kontrollieren. wenn das der preis der freiheit ist dann ist der zu hoch


Ist schon traurig was Du hier so schreibst, so kann man auch bewust vom Thema ablenken oder nennt man es einfach zertrollen ! Gerade als Berliner müßtest Du doch wissen wie oft auf wehrlose Flüchtlinge geschossen wurde oder fehlt Dir einfach das Alter !

Gruß aus Berlin von einem Rentner im fortgeschrittenem Alter, der den Mauerbau noch selbst erlebt hat.
dein1945
 

Re: DDR-Grenzer tötet 15jährigen mit Rückenschuß

Neuer Beitragvon Hartmut-Mobil » 31. Mai 2012, 13:28

HG82 übriges auch im Osten wurden vor 1989 auch schon Kinder ermordet und missbraucht.

Aber hier geht es darum das zwei jugendliche an der unmenschlichen innerdeutschen Zonengrenze von mehren unmenschlichen Grenzern ermordet wurden.
Hartmut-Mobil
 

Re: DDR-Grenzer tötet 15jährigen mit Rückenschuß

Neuer Beitragvon EK 78/1 » 31. Mai 2012, 17:52

Ich kann das verhalten der Grenzer überhaupt nicht Nachvollziehen.Sie sind wieder (Freundwärts" )gerannt,und dann das Feuer zu Eröffnen,finde ich einfach nur Pervers.
Eine Sauerei kann ich da nur sagen.
EK 78/1
 

Re: DDR-Grenzer tötet 15jährigen mit Rückenschuß

Neuer Beitragvon Edelknabe » 31. Mai 2012, 19:25

Wo warst du EK, warst du am Kanten oder warst du nur in der Küche von deiner Grenzkompanie. Worte wie "Pervers oder Sauerei" zur Beurteilung so einer verzwickten Situation bzw. der damaligen Grenzsoldaten,ich schätze, du warst doch in der Küche.
Hast wahrscheinlich vor lauter Kartoffeln die damalige Realität irgendwie übersehen.

Rainer-Maria entschuldige, das musste ich einfach mal loswerden
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Re: DDR-Grenzer tötet 15jährigen mit Rückenschuß

Neuer Beitragvon vs1400 » 31. Mai 2012, 19:47

Edelknabe hat geschrieben:Wo warst du EK, warst du am Kanten oder warst du nur in der Küche von deiner Grenzkompanie. Worte wie "Pervers oder Sauerei" zur Beurteilung so einer verzwickten Situation bzw. der damaligen Grenzsoldaten,ich schätze, du warst doch in der Küche.
Hast wahrscheinlich vor lauter Kartoffeln die damalige Realität irgendwie übersehen.

Rainer-Maria entschuldige, das musste ich einfach mal loswerden


hi Rainer mein genehmer staber, [wink]
doch zeigt es uns ek das er es damals wohl nicht besser wusste, erst nach der wende von derartigen fällen erfuht und zu recht derartige worte für solche taten anbringt.

gruß vs
vs1400
 

Re: DDR-Grenzer tötet 15jährigen mit Rückenschuß

Neuer Beitragvon Edelknabe » 31. Mai 2012, 20:03

Wenn ich immer dein schönes Foto sehe vs, hinter der Füst im Schnee ohne Mütze denke ich so bei mir, der Uffz. kam bestimmt gerade vom naturellen Lokus.

Rainer-Maria ich liebte die Uffze diese ....und he, keine Antiphatie, ist alles Spass auch wenn das hier ins Thema nicht unbedingt hinein gehört.
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Re: DDR-Grenzer tötet 15jährigen mit Rückenschuß

Neuer Beitragvon Sirius » 31. Mai 2012, 20:10

ABV hat geschrieben:
Hartmut-Mobil hat geschrieben:HG82 übriges auch im Osten wurden vor 1989 auch schon Kinder ermordet und missbraucht.

Aber hier geht es darum das zwei jugendliche an der unmenschlichen innerdeutschen Zonengrenze von mehren unmenschlichen Grenzern ermordet wurden.


Unmenschliche Grenzer? Ich würde eher sagen, dass es sich um zwei bedauernswerte, mit der ihr gestellten Aufgabe hoffnungslos überforderten, junge Männer handelt. Sie waren zugleich Opfer und Täter. Mord setzt Heimtücke voraus. Das war aber nicht der Fall. Wie " unmenschlich" sie waren, zeigt ja auch ihre Reaktion nach dem Vorfall. Unmenschen brechend anschließend nicht weinend zusammen. Das ganze ist eine Verkettung mehrerer Umstände gewesen.

Gruß an alle
Uwe


Noch etwas zur Klarstellung an Hartmut-Mobil, getötet wurde "nur" einer der Jugendlichen. Mord war es im juristischen Sinne nicht, aber im moralischen könnte das mancher so sehen, wenn man an den Rückenschuss denkt und das die beiden ihren Fluchtversuch zumindest an dieser Stelle abgebrochen haben. Es gibt hier im Forum ein Link zu einer Dokumentation über vier ehemalige Grenzer, wo im Interview einer der Grenzer meint, dass man es im moralischen Sinn sicher als "Mord" sehen kann, wenn ein Flüchtling getötet wird. Weinend zusammengebrochen war doch nur einer der Posten, nicht der Postenführer. Der Postenführer hatte den Posten auch zum Schießen aufgefordert. Aber die Schuld liegt sicher nicht bei den beiden alleine, sondern auch beim Kompaniechef und dem Politoffizier, die sie "scharf" gemacht haben und vor allem bei der politischen Führung - die trägt meiner Meinung nach die Hauptschuld.
Sirius
 

Re: DDR-Grenzer tötet 15jährigen mit Rückenschuß

Neuer Beitragvon vs1400 » 31. Mai 2012, 20:36

Edelknabe hat geschrieben:Wenn ich immer dein schönes Foto sehe vs, hinter der Füst im Schnee ohne Mütze denke ich so bei mir, der Uffz. kam bestimmt gerade vom naturellen Lokus.

Rainer-Maria ich liebte die Uffze diese ....und he, keine Antiphatie, ist alles Spass auch wenn das hier ins Thema nicht unbedingt hinein gehört.


das konntest du aus meinem lächeln deuten. [wink]
Sirius hat geschrieben:
ABV hat geschrieben:
Hartmut-Mobil hat geschrieben:HG82 übriges auch im Osten wurden vor 1989 auch schon Kinder ermordet und missbraucht.

Aber hier geht es darum das zwei jugendliche an der unmenschlichen innerdeutschen Zonengrenze von mehren unmenschlichen Grenzern ermordet wurden.


Unmenschliche Grenzer? Ich würde eher sagen, dass es sich um zwei bedauernswerte, mit der ihr gestellten Aufgabe hoffnungslos überforderten, junge Männer handelt. Sie waren zugleich Opfer und Täter. Mord setzt Heimtücke voraus. Das war aber nicht der Fall. Wie " unmenschlich" sie waren, zeigt ja auch ihre Reaktion nach dem Vorfall. Unmenschen brechend anschließend nicht weinend zusammen. Das ganze ist eine Verkettung mehrerer Umstände gewesen.

Gruß an alle
Uwe


Noch etwas zur Klarstellung an Hartmut-Mobil, getötet wurde "nur" einer der Jugendlichen. Mord war es im juristischen Sinne nicht, aber im moralischen könnte das mancher so sehen, wenn man an den Rückenschuss denkt und das die beiden ihren Fluchtversuch zumindest an dieser Stelle abgebrochen haben. Es gibt hier im Forum ein Link zu einer Dokumentation über vier ehemalige Grenzer, wo im Interview einer der Grenzer meint, dass man es im moralischen Sinn sicher als "Mord" sehen kann, wenn ein Flüchtling getötet wird. Weinend zusammengebrochen war doch nur einer der Posten, nicht der Postenführer. Der Postenführer hatte den Posten auch zum Schießen aufgefordert. Aber die Schuld liegt sicher nicht bei den beiden alleine, sondern auch beim Kompaniechef und dem Politoffizier, die sie "scharf" gemacht haben und vor allem bei der politischen Führung - die trägt meiner Meinung nach die Hauptschuld.


@ Sirius,
du meinst die politische führung der ddr ... von der sich nie jamnd so richtig veranrworten musste. [ich auch]

gruß vs
vs1400
 

Re: DDR-Grenzer tötet 15jährigen mit Rückenschuß

Neuer Beitragvon augenzeuge » 31. Mai 2012, 20:39

Sirius hat geschrieben:Es gibt hier im Forum ein Link zu einer Dokumentation über vier ehemalige Grenzer, wo im Interview einer der Grenzer meint, dass man es im moralischen Sinn sicher als "Mord" sehen kann, wenn ein Flüchtling getötet wird.


Ab 2:15min
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Re: DDR-Grenzer tötet 15jährigen mit Rückenschuß

Neuer Beitragvon Sirius » 1. Juni 2012, 12:27

vs1400 hat geschrieben:@ Sirius,
du meinst die politische führung der ddr ... von der sich nie jamnd so richtig veranrworten musste. [ich auch]

gruß vs


vs1400,
ja, da hast Du Recht!Honecker musste sich nicht wirklich verantworten. Man kann die Schuld nicht einseitig auf die "einfachen" wehrpflichtigen Grenzsoldaten schieben, die waren nur das unterste Glied in der Befehlskette. Wenn sich hier einige über solche Vorkommnisse an der Grenze zu Recht empören, beziehen einige Ex-Grenzsoldaten diese Empörung immer auf sich persönlich, was aber gar nicht so gemeint ist. Selbst wosch hat das hier schon deutlich gemacht.
Sirius
 

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