Werner Weinhold ist tot

Re: Werner Weinhold ist tot

Beitragvon Ari@D187 » 5. Mai 2024, 12:50

augenzeuge hat geschrieben:
Ari@D187 hat geschrieben:
augenzeuge hat geschrieben:Wir kennen alle die Vorwürfe der DDR, vermute ich mal. Aber kennen wir auch die Schilderung des Weinhold? Ich kannte sie bisher nicht.

Weinhold selbst spricht sehr ausführlich über seinen Fall. Hiernach haben die Grenzer zuerst geschossen. W. hat bis zuletzt den Fall als Notwehr dargestellt.

Am Ende wird auch von den Strafverteidigern darüber gesprochen, warum das Verfahren so milde endete.
45min.
https://youtu.be/g19gcAKXnJM?t=10

AZ

Wenn Du Dir das von Dir eingestellte Gespräch komplett angehört hast, dann verstehe ich Deine Schlußfolgerung noch weniger und finde meine untermauert.

Ari


Wenn deine Schlussfolgerung heißen sollte, Weinhold hat in Notwehr geschossen, dann würden mich tatsächlich deine untermauerten Fakten interessieren.
[...]

Meine Schlußfolgerung hatte ich doch vor einigen Stunden bereits eingestellt. Was Du dann an unzulässigen Umkehrschlüssen daraus machst und in den Mund legst ist Deine Sache.

Hier nochmal zu Mitschreiben:
Ari@D187 hat geschrieben:
augenzeuge hat geschrieben:[...]Und noch was zu Weinhold. Der war ein Krimineller, richtig, sehe ich nicht anders. Wahrscheinlich hat er auch zuerst geschossen, [...]

Das steht in etwa so in den Sternen, wie die Sache mit Michael Gartenschläger und/oder Rudi Arnstadt.

Ari


Übersetzt: Kann sein, kann auch nicht sein. Das dürfte mit Gewissheit nur einer gewusst haben.

Ari
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Re: Werner Weinhold ist tot

Beitragvon Ari@D187 » 5. Mai 2024, 12:53

Nostalgiker hat geschrieben:Ari, verrennst du dich mit deinen Behauptungen da nich etwas?

Dein Beharren darauf was Herr Weinhold in einem Gespräch Interview zu den Vorgängen seiner Flucht ausgesagt hat entbehrt nich einer gewissen Komik.
glaubst du etw daran das ein der Faktenlage eideutig überführter Mörder frank und frei zugibt; genauso ist es gewesen?
Eher traue ich ihm zu das er eifrig an seiner Legende des unschuldigen Opfers strickt.
Traurig das du als Westsozialisierter bestimmte Dinge über die DDR vorbehaltlos glaubst da sie in dein Denk- und Werteschema bezüglich DDR zu passen scheinen.

Traurig, dass Du offenbar auf die AZ-Masche reingefallen bist.

Ari
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Re: Werner Weinhold ist tot

Beitragvon augenzeuge » 5. Mai 2024, 13:08

Ari@D187 hat geschrieben:
Nostalgiker hat geschrieben:Ari, verrennst du dich mit deinen Behauptungen da nich etwas?

Dein Beharren darauf was Herr Weinhold in einem Gespräch Interview zu den Vorgängen seiner Flucht ausgesagt hat entbehrt nich einer gewissen Komik.
glaubst du etw daran das ein der Faktenlage eideutig überführter Mörder frank und frei zugibt; genauso ist es gewesen?
Eher traue ich ihm zu das er eifrig an seiner Legende des unschuldigen Opfers strickt.
Traurig das du als Westsozialisierter bestimmte Dinge über die DDR vorbehaltlos glaubst da sie in dein Denk- und vorgegebenes Werteschema bezüglich DDR zu passen scheinen.

Traurig, dass Du offenbar auf die AZ-Masche reingefallen bist.

Ari


Jetzt werd ich langsam sauer, wenn du versuchst mir etwas zu unterstellen. Ich mache hier keine Masche! Und ich habe kein Werteschema. Mir gehts allein um die erklärbaren Fakten und Abläufe. Dir offensichtlich nicht. [mad]

Und auf meine höflichen Fragen, mir doch exakt die Aussagen zu nennen, welche dich zweifeln lassen, gehst du gar nicht ein. Ist nicht hilfreich, Ari!

Du kannst nicht erklären, in welcher Haltung Lange und Seide gewesen sein müssen. Du musst voraussetzen, dass die Waffen später manipuliert wurden.

Du vergleichst wider besseren Wissen völlig unterschiedliche Situationen wie Gartenschläger und Weinhold. Kannst du machen, aber damit machst du dich selbst nur lächerlich.

Noch was. Hätten Seidel und Lange als auch Weinhold danach geschossen, hätte man mehrere Salven hören müssen. Zig Zeugen sprachen nur von einer!

Schade.

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Re: Werner Weinhold ist tot

Beitragvon Ari@D187 » 5. Mai 2024, 13:20

Da es sich hier eigentlich und ursprünglich um das stille Gedenken an Jürgen Lange und Klaus-Peter Seidel geht, hier mal die Grabstätte von Klaus-Peter Seidel am 29.12.2008:

Grabstätte Klaus-Peter Seidel.JPG


Ari
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Re: Werner Weinhold ist tot

Beitragvon Edelknabe » 5. Mai 2024, 16:06

Noch etwas was mir zu dieser damaligen Zeit in 1975 einfiel. Eben im Gegensatz zum Heute. Geschah etwas (irgend etwas) erreichte es die Allgemeinheit zeitverzögert. Hier speziell gemeint die DDR. Und das was geschah wurde gefiltert, von zuständiger Stelle was, warum, wie und wie viel herauszugeben ist. Ich bezweifle also schonmal(schrieb ich schon) das ein Seidel oder Lange inclusive ihrer Kameraden der Grenzkompanien bis ins Detail wussten, was und wer da eigentlich auf diese zukommen könnte?

Wir diskutieren heute und hier im Forum über sinngemäß jeden kleinen Nagel. Damals wurde noch nicht einmal für den Moment an den Begriff des Nagel gedacht. Und wenn, dann nur um im Zuhause ein Bild aufzuhängen. Im Heute habe ich mich einmal damit beschäftigt, wie viele Tote es in genau der Zeit meines Wehrdienstes da oben an der Elbe überhaupt gegeben hatte? Und da gibt es mittlerweile genügend schriftliche Info drüber. Über ein Dutzend oder mehr waren es wohl, ob ertrunken oder anderweitig zu Tode gekommen. Damals war es "Dank zuständiger Stelle" und Medien(Fernsehen/Zeitung) nicht Einer?

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Re: Werner Weinhold ist tot

Beitragvon Icke46 » 5. Mai 2024, 17:40

Ari@D187 hat geschrieben:Da es sich hier eigentlich und ursprünglich um das stille Gedenken an Jürgen Lange und Klaus-Peter Seidel geht, hier mal die Grabstätte von Klaus-Peter Seidel am 29.12.2008:

Grabstätte Klaus-Peter Seidel.JPG


Ari


Hat nichts mit dem Thread zu tun, aber ich habe den verblüffenden Effekt, dass das eingestellte Bild auf dem Tablet in mehreren Browsern auf der linken Seite liegt. Nun wollte ich den Grabstein am PC wieder aufrichten, aber da steht er seltsamerweise korrekt.

Ist das nun ein Problem an meinem Tablet, oder generell ein Tablet-Problem?
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Re: Werner Weinhold ist tot

Beitragvon augenzeuge » 5. Mai 2024, 18:12

Ich hatte das Problem am Handy nicht. Bei Karnaks Bildchen hatte das früher schon mal quer gelegen..... [grins]

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Re: Werner Weinhold ist tot

Beitragvon Edelknabe » 5. Mai 2024, 18:22

Ich ging damals nicht fröhlich fort, nicht zur NVA. Und gut, den Satz werden seine Eltern entschieden haben.

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Re: Werner Weinhold ist tot

Beitragvon Edelknabe » 6. Mai 2024, 12:00

Nehme einmal den Vortext zurück. Und erkläre das auch gleich mit einer Frage. Gab es eigentlich zu DDR-Zeiten Denkmäler/Grabmale am Ort des Geschehens, eben was tote Grenzer betraf? Denn ich nahm fälschlicherweise an, den Stein hätte Vater Staat DDR bezahlt. Aus Dankbarkeit gegenüber seinen toten Grenzsoldaten. Schon wegen dem "komischen" Satz "das der Junge fröhlich fortging." Denn wer ging denn fröhlich zur NVA, also so verrückt waren bestimmt nur wenige zu damaliger Zeit? Aber dieser Stein entstand bestimmt erst nach 1990, jede Wette.

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Re: Werner Weinhold ist tot

Beitragvon pentium » 6. Mai 2024, 12:11

Zum Todestag von Lange und Seidel besuchten später Grenzsoldaten, Betriebsgruppen und Schülerdelegationen alljährlich deren Grabstätten in Werdau und auf dem Waldfriedhof in Oberschöneweide.
https://www.fu-berlin.de/sites/fsed/Soz ... index.html
*Dos Rauschen in Wald hot mir'sch ageta, deß ich mei Haamit net loßen ka!* *Zieht aah dorch onnern Arzgebirg der Grenzgrobn wie ene Kett, der Grenzgrobn taalt de Länder ei, ober onnere Herzen net!* *Waar sei Volk verläßt, daar is net wert, deß'r rümlaaft of daaner Erd!*
Anton Günther

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Re: Werner Weinhold ist tot

Beitragvon augenzeuge » 6. Mai 2024, 14:42

Edelknabe hat geschrieben:Gab es eigentlich zu DDR-Zeiten Denkmäler/Grabmale am Ort des Geschehens, eben was tote Grenzer betraf?
Rainer Maria


Nein.
1. Ganz sicher wollte man die jungen neuen Grenzer damit nicht noch verunsichern.
(Nach dem Vorfall Seidel/Lange versteckten sich Grenzer absichtlich, so dass der Flüchtende abhauen konnte. dafür wurden sie verurteilt und kamen in den Bau.

2. Grabsteine im Grenzgebiet, wenige Meter von der Borderline entfernt? Nun überleg mal, wer sollte dahin dürfen...?

Man benannte Schulen und Straßen nach ihnen, das musste reichen.

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