Dr. 213 hat geschrieben:Um zum Thema zurück zu finden, es ist für mich erschreckend, wie oft ich noch solche Sprüche höre wie
sinngem. "wir haben den Weltfrieden bewahrt" oder "wir haben nur nach den geltenden Gesetzen gehandelt"
Das kann man für damals gelten lassen, ich jedenfalls kann es nachvollziehen.
Heute aber immer noch in tiefster Überzeugung so etwas loszulasen:
"Bei uns ging es immer auch darum, den Feind zu stellen und nicht nur den Mann/Frau,
die sich das Leben im anderen Deutschland leichter, bunter, angenehmer oder was auch immer, vorstellten.
Da muß ich Wosch absolut zustimmen, das ist abstoßend.
Was gewinnt man heute durch das vortragen von solchen erwiesenermaßen falschen Ansichten ?
Gibt es dafür Bienchen oder ein Freiber beim nächsten Kameradentreffen ehemaliger Grenzer ?
Keiner will eure Lebensleistung in Frage stellen. Aber ihr wurdet richtig schön verarscht, und das darf man
doch ruhig so aussprechen. Nur dadurch lernen nachfolgende Generationen beim nächsten mal, etwas besser aufzupassen.
Die Erkenntnis ist wahrscheinlich bitter, wenn man erkennen muß, wofür man mißbraucht wurde.
Es ist aber kein pers. Vorwurf, auch wenn es uns Kritikern und Mahnern gerne unterstellt wird.
Wer das Grenzregime heute noch als richtig verdeidigt, der verdient energischen Widerspruch.
@vs1400
Wenn du mir Oberflächlichkeit unterstellst so hast du in gewisser Weise ja recht. Ich war ja nun wirklich kein Grenzer.
Das es einen gewissen Schlendrian bei den Einheiten an der Grenze gegeben hat, habe ich so auch gelesen.
Jedoch nur in Verbindung mit Frühsport und dem Innendienst. Dem Rotlicht wird man trotzdem ausgesetzt gewesen sein.
Und Rotlicht hat es auch in einer GK gegeben. Auch da gab es bestimmt eine gepflegte Wandzeitung im Flur,
Losungen an der Wand, nur SED- konforme Zeitungen und nicht zu vergessen den sozialistischen Wettbewerb.
Und es wurde bestimmt nur der Empfang von bestimmten Radio- und TV- Programmen zugelassen.
Gruß
Dr. 213
moin Dr. 213,
warum schreibst du nicht in der ichform? ...
wer verteidigt denn hier das damalige grenzsystem?
ich schildere dir meine erlebnisse, nicht mehr und nicht weniger. stolz, auf diese zeit, wirst du bei mir vergeblich suchen, was du, mit etwas fleißarbeit, genau nachlesen kannst.
als schlendrian würde ich das nicht bezeichnen wollen. denn die damaligen agt gingen in 3 schichten mit schichtwechselsystem in den busch, was nicht nur ne psychische sondern auch ne physische belastung ist. die masse derer waren ja nicht freiwillig dort, weil es eben noch den gwd gab und hatten oftmals auch noch ne frau mit kind daheim. die hatten ganz andere sorgen und dass,
was du nun als rotlicht bezeichnest, ist an die jungs schon gar nicht mehr rangekommen. die waren ausgelutscht und fern der heimat.
gruß vs
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