Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Neuer Beitragvon vs1400 » 13. Dezember 2014, 10:15

@"Nov65",
du wirst es mir wohl eher nicht glauben können,
doch zur vergatterung standen wir vor der waffenkammer, auf dem unteren kompanieflur und dass immer ohne stahlhelm. Bild

gruß vs [hallo]
vs1400
 

Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Neuer Beitragvon Volker Zottmann » 13. Dezember 2014, 11:40

Hallo @dein1945. Ich bin da bei @Nov65 Auffassung!
Solch einen Stuss (das hat mehr mit Verdummung als mit Märchen zu tun) ist dieses Forums nicht würdig.
Seit Wochen gilt dieser Thread als abgehandelt und nun geht es mit @vs1400 Räuberpistolen weiter? Der vergatternde OvD hätte dem kleinen Muschkoten aber Feuer unterm Hintern gemacht. Zur Not auch mit Sonderbelehrung in dessen Freizeit. Nie hätte der sich seinen Appell zerquasseln lassen.
Nirgens in der NVA nicht und auch nicht in den "umbenannten"Grenztruppen.

Gruß Volker
Volker Zottmann
 

Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Neuer Beitragvon vs1400 » 13. Dezember 2014, 12:04

@"Volker Zottman",
bezeichnent sind deine aussagen zum eigentlichen thema, nur kommt da leider nichts brauchbares aus deiner tastatur. auf deine verbalen entgleisungen kannst du wahrhaftig stolz sein, sind eher ein spiegel deines lebens und somit als forenspam zu betrachten.

ich berichte lediglich aus meiner damaligen zeit und da wurde eine vergatterung immer auch mit der frage des ovd abgeschlossen ... "gibt es noch fragen?".
der eine oder andere hatte dann eben noch fragen und diese wurden geklärt. wie bereits von mir erwähnt, gab es dann natürlich verzögerungen bei der ablösung und man fragte auch warum.
der fragesteller, meist nen junger soldat, wurde dann auch innerhalb der gemeinschaft mit etwas mehr aufmerksamkeit bedacht.

gruß vs [hallo]
vs1400
 

Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Neuer Beitragvon dein1945 » 13. Dezember 2014, 12:27

vs1400 hat geschrieben:@dein45,
es geht nur normal und ohne vorwurf.

ich kam nie in eine derartige situation, da sehr selten, zu meiner zeit, ein uaz (ohne kgsi gewesen zu sein) ne vergatterung durchführte.
aufzüge und objektwachen wurden durch den jeweiligen dho (diensthabender offizier) vergattert
und ich stand demnach immer mit im glied der zu vergatternden.
fragen zum gebrauch der schusswaffe gab es und in der masse wurden sie durch junge neuankömmlinge gestellt, man hörte dann immer das gelangweilte raunen der altgedienten. denn diese sahen die zeit laufen und zwar die zeit, die diese abzulösenden länger draußen bleiben mussten. der neue hätte derartige fragen auch in seiner freizeit hätte klären können.
der ovd holte sich nun eine dv und las die dementsprechende textpassage ausdrücklich vor, um nochmals zu fragen ob es fragen gibt. gab es diese, dann wurde auf die betreffende dv verwiesen und das sie beim hfw einzusehen sei.


gruß vs [hallo]


VS,
nun sind wir bei der "Vergatterung" die Du nur selten vorgenommen hast. Darin kam ja dann auch der nette Text -vernichten- vor, nun meinte der Neuling, der dieses Wort in der Ausbildung nie gehört hat, VS erklären sie mir mal wie das gemeint ist. Wie hast Du dem Neuling dies erklärt ? Den Neuling hatte man in seiner Ausbildung, oder in der GK nicht einmal gefragt ob er auf Menschen schießen würde ! Nun schreibe nicht wieder jeder wurde bevor er an die Grenze kam gefragt, das wäre nämlich eine Lüge. Wenn Du darauf keine Antworten hast können wir die Märchenstunde auch beenden,

Schönen 3.Advent aus Berlin
dein1945
 

Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Neuer Beitragvon vs1400 » 13. Dezember 2014, 12:37

dein1945 hat geschrieben:
vs1400 hat geschrieben:@dein45,
es geht nur normal und ohne vorwurf.

ich kam nie in eine derartige situation, da sehr selten, zu meiner zeit, ein uaz (ohne kgsi gewesen zu sein) ne vergatterung durchführte.
aufzüge und objektwachen wurden durch den jeweiligen dho (diensthabender offizier) vergattert
und ich stand demnach immer mit im glied der zu vergatternden.
fragen zum gebrauch der schusswaffe gab es und in der masse wurden sie durch junge neuankömmlinge gestellt, man hörte dann immer das gelangweilte raunen der altgedienten. denn diese sahen die zeit laufen und zwar die zeit, die diese abzulösenden länger draußen bleiben mussten. der neue hätte derartige fragen auch in seiner freizeit hätte klären können.
der ovd holte sich nun eine dv und las die dementsprechende textpassage ausdrücklich vor, um nochmals zu fragen ob es fragen gibt. gab es diese, dann wurde auf die betreffende dv verwiesen und das sie beim hfw einzusehen sei.


gruß vs [hallo]


VS,
nun sind wir bei der "Vergatterung" die Du nur selten vorgenommen hast. Darin kam ja dann auch der nette Text -vernichten- vor, nun meinte der Neuling, der dieses Wort in der Ausbildung nie gehört hat, VS erklären sie mir mal wie das gemeint ist. Wie hast Du dem Neuling dies erklärt ? Den Neuling hatte man in seiner Ausbildung, oder in der GK nicht einmal gefragt ob er auf Menschen schießen würde ! Nun schreibe nicht wieder jeder wurde bevor er an die Grenze kam gefragt, das wäre nämlich eine Lüge. Wenn Du darauf keine Antworten hast können wir die Märchenstunde auch beenden,

Schönen 3.Advent aus Berlin


hmm @dein1945,
du solltest meine aussagen etwas aufmerksamer lesen.
ist damit deine frage beantwortet?

gruß vs [hallo]
vs1400
 

Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Neuer Beitragvon dein1945 » 13. Dezember 2014, 12:55

vs1400 hat geschrieben:hmm @dein1945,
du solltest meine aussagen etwas aufmerksamer lesen.
ist damit deine frage beantwortet?

gruß vs [hallo]


Wenn man nicht mehr weiter ...... bilden wir ....., ich verlass an dieser Stelle den Kreis, VS es hat keinen Sinn ich vergeude hier nur noch meine Zeit, geh jetzt lieber auf einen Weihnachtsmakt [santa] und verprasse meine Rente,

trotzdem Gruß aus Berlin
dein1945
 

Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Neuer Beitragvon andr.k » 17. Dezember 2014, 22:18

karnak hat geschrieben:
andr.k hat geschrieben:
Quelle aus: DV, Einsatz der Grenztruppen zur Sicherung der Staatsgrenze der DDR

Auf einer GÜST muss es doch auch entsprechende Dienstvorschriften gegeben haben, oder?

AK

Natürlich gab es die, entsprechend modifiziert auf die von mir schon beschriebenen Bedingungen. Und eben nicht mit der Forderung in Form dieses üblen Wortes"vernichten" sondern immer mit den Hinweisen Grenzdurchbrüche sind zu verhindern mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln, NOTFALLS auch unter Anwendung der Schusswaffe und ohne den Hinweis zu vernichten, zu liquidieren. Deswegen meine Frage, meine Einlassung zu diesem Thema. Und nicht weil ich ein unhaltbares Grenzregime verharmlosen, Tote wegreden und Opfer verhöhnen will, etwas was man immer so gerne in den Mund gelegt bekommt.



Natürlich gab es die:

GüSt-PKE.JPG

vom 14.04.1989, gez.Neiber

AK
Man lebt ruhiger, wenn man nicht alles sagt, was man weiß, nicht alles glaubt, was man hört und über den Rest einfach nur lächelt.
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Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Neuer Beitragvon karnak » 18. Dezember 2014, 08:57

In dem Schreiben steht aber doch nun was ich beschrieben habe oder meinst Du da steht was anderes?
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Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Neuer Beitragvon Nov65 » 18. Dezember 2014, 10:08

Auch dieses Schreiben weist die Richtigkeit der Behauptung von Keßler und Streletz nach, dass es "ohne die Mauer Krieg gegeben hätte". Ha ha, ha...
Es ging einzig und allein um die Verhinderung von Republikfluchten, niemals um die Erhaltung des Weltfriedens.
Andreas
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Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Neuer Beitragvon Interessierter » 28. April 2015, 09:04

Zu dem von AZ vor ca einem Jahr erwähnten Brief in Sachen " Betäubung statt tödlicher Schüsse " an der Grenze, hier der ganze Sachverhalt dazu:

Erschießen erlaubt, betäuben verboten


Der renommierte DDR-Wissenschaftler Manfred von Ardenne wandte sich am 4. Dezember 1986 mit einem ungewöhnlichen Vorschlag an den Staatssicherheitsdienst. Republikflüchtige sollten nicht mehr durch potentiell tödlichen Schusswaffengebrauch am Verlassen der DDR gehindert werden, sondern durch das Verschießen von harmloseren Betäubungsmitteln. Solche veterinärmedizinischen Mittel und Methoden könnten Menschenleben retten, zur Entspannung der Situation an der deutsch-deutschen Grenze beitragen und damit dem Ansehen der DDR dienen.

Seine Idee stellte Ardenne nicht etwa den DDR-Grenztruppen vor, sondern dem Ministerium für Staatssicherheit (MfS). Mehrfach betonte er im Gespräch mit den MfS-Mitarbeitern, dass er seinen Vorschlag bewusst an die Bezirksverwaltung der Staatssicherheit in Dresden übergebe. Er wolle damit seinen Dank für die bisherige Unterstützung durch deren Leiter ausdrücken. Ardenne war zudem der Ansicht, dass der Staatssicherheitsdienst dafür sorge, "dass offensichtliche Fehler […] so schnell wie möglich nach oben gemeldet werden". Der Leiter der Bezirksverwaltung, Generalmajor Horst Böhm, gab das Schreiben Ardennes zur Prüfung an den Minister für Staatssicherheit, Armeegeneral Erich Mielke, in Berlin weiter.

Bild

Weiter geht es hier:
http://www.bstu.bund.de/DE/Wissen/DDRGe ... nn=2191216
Interessierter
 

Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Neuer Beitragvon Volker Zottmann » 28. April 2015, 14:48

Ich bin gerade vorletztes Wochenende am Weißen Hirsch am "Institut-Manfred-von-Ardenne" rumgeschlichen.
Man kann fast nicht glauben, dass sich solch ein Genie auch noch um die Grenzsperranlagen und den Schießbefehl Gedanken machte. All die Gedanken einem Mielke vorlegen zu müssen, ist aber gerade so absurd, als ob ein Doktorand seine Dissertation einem 3-Klassenschüler vorlegen muss.

Gruß Volker
Volker Zottmann
 

Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Neuer Beitragvon bbf » 28. April 2015, 15:14

vs1400 hat geschrieben:@"Volker Zottman",
bezeichnent sind deine aussagen zum eigentlichen thema, nur kommt da leider nichts brauchbares aus deiner tastatur. auf deine verbalen entgleisungen kannst du wahrhaftig stolz sein, sind eher ein spiegel deines lebens und somit als forenspam zu betrachten.

ich berichte lediglich aus meiner damaligen zeit und da wurde eine vergatterung immer auch mit der frage des ovd abgeschlossen ... "gibt es noch fragen?".
der eine oder andere hatte dann eben noch fragen und diese wurden geklärt. wie bereits von mir erwähnt, gab es dann natürlich verzögerungen bei der ablösung und man fragte auch warum.
der fragesteller, meist nen junger soldat, wurde dann auch innerhalb der gemeinschaft mit etwas mehr aufmerksamkeit bedacht.

gruß vs [hallo]



"....gibt es noch Fragen...."

Wurde am zu irgend einem Zeitpunkt von Vorgesetzten oder irgend welchen staatlichen Stellen eigentlich gefragt ob man bereit ist auf flüchtende Menschen zu schießen?
bbf
 

Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Neuer Beitragvon augenzeuge » 28. April 2015, 16:24

bbf hat geschrieben:
vs1400 hat geschrieben:@"Volker Zottman",
bezeichnent sind deine aussagen zum eigentlichen thema, nur kommt da leider nichts brauchbares aus deiner tastatur. auf deine verbalen entgleisungen kannst du wahrhaftig stolz sein, sind eher ein spiegel deines lebens und somit als forenspam zu betrachten.

ich berichte lediglich aus meiner damaligen zeit und da wurde eine vergatterung immer auch mit der frage des ovd abgeschlossen ... "gibt es noch fragen?".
der eine oder andere hatte dann eben noch fragen und diese wurden geklärt. wie bereits von mir erwähnt, gab es dann natürlich verzögerungen bei der ablösung und man fragte auch warum.
der fragesteller, meist nen junger soldat, wurde dann auch innerhalb der gemeinschaft mit etwas mehr aufmerksamkeit bedacht.

gruß vs [hallo]



"....gibt es noch Fragen...."

Wurde am zu irgend einem Zeitpunkt von Vorgesetzten oder irgend welchen staatlichen Stellen eigentlich gefragt ob man bereit ist auf flüchtende Menschen zu schießen?


Ja, teilweise schon auf dem Wehrkreiskommando bei der Musterung.
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Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Neuer Beitragvon bbf » 28. April 2015, 16:36

ok, dann kann man also sagen dass jeder Angehörige der Grenztruppen einmal diese Frage gestellt bekam und diese dann auch mit "Ja" beantwortet hat !?
bbf
 

Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Neuer Beitragvon Zicke » 28. April 2015, 17:16

bbf hat geschrieben:ok, dann kann man also sagen dass jeder Angehörige der Grenztruppen einmal diese Frage gestellt bekam und diese dann auch mit "Ja" beantwortet hat !?


Nein
Zicke
 

Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Neuer Beitragvon Edelknabe » 28. April 2015, 17:29

Nein bbf, so war es nicht.Und Zicke war schneller...Danke mein Freund , ich schreib noch was dazu. Wenn Jörg vom Zeitpunkt der Musterung schreibt, dann waren das Einzelfälle...könnten es somit gewesen sein. Gemustert wurde junger Mann in der DDR mit 18 Jahren auf X unterschiedliche Truppenteile. Das Einer direkt zur Grenze gemustert wurde stell ich hier schon mal in Frage....so das sinngemäß dieser Satz"Wären Sie bereit, im Ernstfall usw" beantwortet werden musste?

Mein Beispiel..."Gemustert zur Artillerie, gezogen zur Grenztruppe ein paar Jahre nach der Musterung" Und sowas gab es tausendfach in der DDR, so nehme ich mal gut an.Stichpunkt Unteroffiziere, das ist wieder ne andere Sache, deren Werdegang, auch Musterungdrumherum.Und selbst zum Zeitpunkt der Einberufung(meiner) stand nirgendwo was von Grenze(schriftlich formuliert).

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Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Neuer Beitragvon Olaf Sch. » 28. April 2015, 17:34

Gemustert zu Nachrichten, 14 Tage vor Einberufung: Sie kommen an die Grenze, würden Sie auf Menschen schießen? NEIN! Ach das bekommen die schon hin... war die Antwort.

Im AF kam von einem ehem. Politoffizier eine sehr gute Antwort: Selbst wenn es keinen schriftlichen Schießbefehl gegeben hätte (hat), durch den Druck, Falschinformation und aktive Verbreitung von Gerüchten, wurde ein Schießbefehl erteilt.
Olaf Sch.
 

Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Neuer Beitragvon bbf » 28. April 2015, 17:52

Ich habe schon einmal gehört (bzw. gelesen) dass es im Fall der Wehrpflichtigen durchaus einem Lotteriespiel gleich kam, wer an die Grenze kommt und wer nicht.

Die letzten drei Antworten lassen dann also den Schluss zu, dass der Staat bzw die Menschen die in ihm Verwantwortung trugen sich nicht in allen Fällen davon überzeugte, dass diejenigen, die an die Grenze kommen sollten oder schon da waren, auch tatsächlich die Bereitschaft haben auf flüchtende Menschen zu schießen? Bei Unterofizieren und Offizieren war das aber anders?
bbf
 

Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Neuer Beitragvon Edelknabe » 28. April 2015, 18:45

bbf siehe Unteroffizier und Offiziere(speziell Grenze)...da wirst du hier im Forum wohl noch ne Weile warten müssen. Mal meine Meinung zu damals, aus meiner Zeit bei die Pioniere(also "Grenzunterstützende Einheiten so Nachrichten(für Grenzsiganalzaun), Kraftfahrer, Hundetruppe. Minentruppe).

Da gab es so ne Art "Damoklesschwert" was über dir hing und das hieß Schwedt, genauer die Militärstrafanstalt Schwedt. Sprach sich rum, war Mundpropaganda,vom Gefreiten zum Soldaten, hieß sinngemäß "Du fährst da ein wenn du im Ernstfall....Verhinderung eines Grenzdurchbruch...danebenschießen solltest"

War somit ganz einfach. Ich formuliere es mal so salopp, hieß für mich persönlich damals...für meine Denke "da schießt du halt drüber weg". Nur bbf, sowas wäre dir im Ernstfall durch Abt.2000 (MfS) nachgewiesen worden. Und nein, das hatten wir auch schon hier.(denn soweit waren wir schon in der Aufarbeitung) Selbst dieser konkrete Fall wäre damals kein Fall für Schwedt geworden." Absichtlich Verhinderter" Schütze wäre somit von Grenzkompanie Süd einfach nach Nord versetzt worden(für die Truppe offiziell Schwedt), kein Schwein hatte sowas nachkontrollieren können, und zwar mit der Maßgabe für den Mann, einfach nur das Maul zu halten.

Frage, wenn du Fragen hast, zu Abkürzungen usw?

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Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Neuer Beitragvon Olaf Sch. » 28. April 2015, 19:18

bbf hat geschrieben:Ich habe schon einmal gehört (bzw. gelesen) dass es im Fall der Wehrpflichtigen durchaus einem Lotteriespiel gleich kam, wer an die Grenze kommt und wer nicht.

Die letzten drei Antworten lassen dann also den Schluss zu, dass der Staat bzw die Menschen die in ihm Verwantwortung trugen sich nicht in allen Fällen davon überzeugte, dass diejenigen, die an die Grenze kommen sollten oder schon da waren, auch tatsächlich die Bereitschaft haben auf flüchtende Menschen zu schießen? Bei Unterofizieren und Offizieren war das aber anders?



Ich war Uffz (3 Jahre) und habe es mir nicht aussuchen können.
Olaf Sch.
 

Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Neuer Beitragvon bbf » 28. April 2015, 19:38

Was genau hast Du Dir nicht aussuchen können?
bbf
 

Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Neuer Beitragvon steffen52-1 » 28. April 2015, 19:50

bbf,aussuchen konnte sich das Keiner! Man wurde einfach dahin befohlen und die Frage des Schießbefehls ist mehr als Gummi gewesen! Gut, ich bin da etwas außen vor, da im GR und nicht direkt am Kanten war, aber durch gewisse Umstände bin ich auch oft mit dem Oberst des Regiments draußen gewesen am Kanten und unter Umstände die nicht die einfachsten waren( Russen voll mit Waffen die sie tragen konnten, in Richtung Westgrenze und das ohne Rücksicht)! Jeder von uns wusste die hatten kein Parton, wer sich denen in den Weg stellt der bekommt die Kaschi zu spüren oder eine Handgranate! Ist in meinen Augen ein großer Unterschied gegen über einen einfachen GV( Grenzverletzer)! Sage es mal einfach so, jemand in den Rücken schießen ist Mord! Einfach meine Meinung! Wer mich erledigen will, da sieht es schon anders aus, da zählt wer
ist schneller. [frown] Klar die Situation zählt und da zu handel ist für die Kameraden am Kanten bestimmt nicht einfach gewesen, Glück für alle die nie in diese Lage kamen!! [hallo]
Grüsse steffen52-1
steffen52-1
 

Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Neuer Beitragvon bbf » 28. April 2015, 19:59

Jetzt geht es etwas durcheinander glaube ich: Wehrpflichtige wurden da einfach hin eingezogen, das ist mir bekannt. Aber dann: Ich fragte ob seitens des Staats oder der Vorgesetzten die mal gefragt wurden ob sie bereit einen, auf flüchtende Menschen zu schiessen.

Dann sagte eben jemand er sei Unteroffizier gewesen uns habe es sich nicht aussuchen können. Musste man sich denn nicht freiwillig verpflichten um als Unteroffiziersschüler angenommen zu werden?
bbf
 

Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Neuer Beitragvon steffen52-1 » 28. April 2015, 20:19

bbf hat geschrieben:Jetzt geht es etwas durcheinander glaube ich: Wehrpflichtige wurden da einfach hin eingezogen, das ist mir bekannt. Aber dann: Ich fragte ob seitens des Staats oder der Vorgesetzten die mal gefragt wurden ob sie bereit einen, auf flüchtende Menschen zu schiessen.

Dann sagte eben jemand er sei Unteroffizier gewesen uns habe es sich nicht aussuchen können. Musste man sich denn nicht freiwillig verpflichten um als Unteroffiziersschüler angenommen zu werden?

Richtig, bbf, als Wehrpflichtiger hatte man null Chance, wo und wie! Aber als Uffz, das ist aus freien Wille jeden Einzelnen gewesen! Wehrpflicht in der DDR 1 ander halbes Jahr [mad] , der Rest freiwillig, als Grund um zu studieren oder was auch immer! Zum dem Thema auf VG zu schießen, das ist so einfach nicht so gesagt worden, es wurde zur Vergatterung, die es immer gab, so mit geteilt, das jede Art der Verletzung der Staatsgrenze der DDR, mit allem Mittel zu verteidigen ist, egal von welcher Seite! Glaube der harte Kern der anwesenden Grenzern, kann da noch mehr einbringen, um Deine Frage zu beantworten! [hallo]
Grüsse steffen52-1
steffen52-1
 

Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Neuer Beitragvon ratata » 28. April 2015, 20:37

http://de.wikisource.org/wiki/Dienstanw ... Fbefehl%29

Ich kann zu meiner Ausbildung 1969 in Glöwen nur sagen , über den gebrauch der Schusswaffe an der Grenze habe ich draußen an der Grenze von den EK,s erfahren . Alles wurde an uns Neuen weiter gegeben. Dazu kann ich auch noch sagen , da ich eine Dienststellung als Waffenuffz. hatte , wurde ich auch noch als Postenführer eingesetzt . Von nichts eine Ahnung - Habe aber die 18 Monate unbescholten überstanden . MfG ratata
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Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Neuer Beitragvon Volker Zottmann » 28. April 2015, 20:50

Hallo bbf,
Die Musterung fand oft schon im 18. Lebensjahr statt, also wo man noch 17 war.
Oft war es ähnlich und doch jedes mal anders. Selbst die sich länger verpflichteten, meist genötigte angehende Studenten, hatten letztendlich nur selten Einfluss, wohin sie kamen.
Mein Schulfreund wollte immer (ohne jede Überredung) zum Militär. Machte das auch zum Beruf und kam dennoch nie bei den geliebten Funkern an. Er wurde letztlich in Mecklenburg bei der Flak "gebraucht". Gesundheitlich verheizt, ist er schon verstorben....
Mehr Infos gebe ich aber dazu nicht. Dessen Kinder sind ja noch da.
Ich wurde als Mot.-Schütze gemustert, doch zum Einberufungsbefehl brauchte man Bauarbeiter...
So konnte trotz sorgsamster Vorbeurteilung ein KFZ-Schlosser sich auch in der Küche wieder finden.

Gruß Volker
Volker Zottmann
 

Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Neuer Beitragvon Beethoven » 29. April 2015, 08:14

Als länger Dienender hatte man schon einen gewissen Einfluss auf die spätere Verwendung. 100 % sicher war es jedoch nicht.
Ein Freund von mir hat sich zu den Fallschirmjägern gemeldet (für 10 Jahre) und wurde dann im Fallschirmrettungsdienst eines Geschwaders der Luftstreitkräfte eingesetzt. Geschadet hat es ihm nicht. Er war später eine große Nummer im Zentralvorstand der GST und verantwortlich für die Fallschirmsprungausbildung in der GST.

Bei den Grenzern habe ich natürlich keine Einsicht. Nur spätestens mit dem Einrücken in die U-Schule war jedem klar, wo er war und was er werden sollte.

Wenn es wirklich im WKK beim ersten Musterungsgespräch eine Dummbacke gegeben haben sollte, die die Frage nach der Bereitschaft des Schießens auf Flüchtlinge gestellt haben sollte, kann ich nur sagen "dümmer geht es nicht". Idioten findet man halt über all.

Gruß
Die größten Vorteile im Leben überhaupt wie in der Gesellschaft hat ein gebildeter Soldat. J. W. v. Goethe

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Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Neuer Beitragvon Volker Zottmann » 29. April 2015, 10:07

Beethoven hat geschrieben:Als länger Dienender hatte man schon einen gewissen Einfluss auf die spätere Verwendung. 100 % sicher war es jedoch nicht.
Ein Freund von mir hat sich zu den Fallschirmjägern gemeldet (für 10 Jahre) und wurde dann im Fallschirmrettungsdienst eines Geschwaders der Luftstreitkräfte eingesetzt. Geschadet hat es ihm nicht. Er war später eine große Nummer im Zentralvorstand der GST und verantwortlich für die Fallschirmsprungausbildung in der GST.

Bei den Grenzern habe ich natürlich keine Einsicht. Nur spätestens mit dem Einrücken in die U-Schule war jedem klar, wo er war und was er werden sollte.

Wenn es wirklich im WKK beim ersten Musterungsgespräch eine Dummbacke gegeben haben sollte, die die Frage nach der Bereitschaft des Schießens auf Flüchtlinge gestellt haben sollte, kann ich nur sagen "dümmer geht es nicht". Idioten findet man halt über all.

Gruß


....dann war Quedlinburg laut @beethovens Aussage voller Dummbacken! Nun muss ich mein Kapitel "Rote Seelenfänger" wohl umdeklarieren?
http://mein-ddr-leben.de/39.html

Gruß Volker
Volker Zottmann
 

Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Neuer Beitragvon Beethoven » 29. April 2015, 21:48

Wieso? Haben Dich denn alle Mitarbeiter des WKK Q. solchen Mist gefragt? Kann ich mir nicht vorstellen.

Ich kann mir gar nicht vorstellen, dass es solche Blödmänner gegeben hat, wobei natürlich Ausnahmen nicht die Regel sind, außer natürlich in Quedlinburg. [grins] [hallo] Da schien die Sonne sowieso ein bißchen dunkler. [flash]

Gruß
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Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Neuer Beitragvon Volker Zottmann » 29. April 2015, 21:55

Mich fragte nur einer, doch die tausenden Jungen wurden kaum alle von einem einzigen Mann "bearbeitet". Und der "Kampfauftrag" der roten Seelenfänger war doch wohl identisch @beethoven.
Für wirklich Uneingeweihte und Landesfremde habe ich ja den Werdegang genau beschrieben. Und da vergegenwärtige Dir mal Beethoven, dass dies nur die Spitze des Eisberges ist. Denn weder weiß ich alles, noch kann ich mich heute noch an jede Quängelei vom WKK erinnern.
Ich war jedenfalls zu oft vorgeladen, nach meinem Empfinden. Selbst nach den 18 Monaten gingen die einem ja regelmäßig auf den S... .

Gruß Volker
Volker Zottmann
 

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