Ostdeutsche leiden seit Mauerfall häufiger an Allergien

Alles was in den Zeitraum nach der Wende gehört. Das Zusammenwachsen von zwei grundverschiedenen Systemen, Probleme, Erwartungen, Empfindungen usw.

Ostdeutsche leiden seit Mauerfall häufiger an Allergien

Beitragvon manudave » 24. August 2010, 20:48

20 Jahre nach der Deutschen Einheit sind Ost und West auch bei der Allergierate zusammengewachsen. Vor dem Mauerfall waren Ostdeutsche weniger von Allergien betroffen als Westdeutsche, mittlerweile haben sie die Zahlen der Betroffen angenähert.

Juckende Augen, Triefnasen und Niesanfälle in Ost wie West: 20 Jahre nach der Wiedervereinigung wachsen die Deutschen auch in Sachen Allergien zusammen. Zum Beispiel beim Heuschnupfen. Litten zu Mauerfall-Zeiten nur sechs Prozent der Ostdeutschen darunter, waren es Ende der 90er Jahre schon fast zwölf Prozent - ein großer Schritt in Richtung des höheren Westniveaus. Dort wuchs die Menge der Geplagten im gleichen Zeitraum von fast 10 auf 17 Prozent an. Bei den Kindern und Jugendlichen in Ost und West sind schon keine Unterschiede mehr auszumachen. Und die Gesamttendenz ist weiter steigend.

Mittlerweile leidet in Deutschland fast jeder Dritte an einer Atemwegsallergie, die durch Pollen, Tierhaare oder Hausstaubmilben ausgelöst wird. Zählt man Allergien gegen Nahrungsmittel, Medikamente, Insektengifte sowie Kontaktallergien und Neurodermitis hinzu, dann sind sogar bis zu 50 Prozent der Deutschen betroffen, schätzen Forscher. „Ein Hauptgrund für die wachsende Zahl ist der sogenannte westliche Lebensstil“, sagt Prof. Karl-Christian Bergmann, Allergieexperte der Europäischen Stiftung für Allergieforschung (ECARF) in Berlin. „Die DDR-Kinder hatten mehr Bronchitis, wegen der höheren Luftverschmutzung, aber sie hatten weniger Allergien.“

Bergmann, selbst aus Ost-Berlin stammend, erinnert sich daran, dass seine eigenen kleinen Söhne ständig Infekte aus der Krippe mit nach Hause brachten: „Aber eine frühe Belastung mit bakteriellen Eiweißen bedeutet auch, dass sich weniger Allergien entwickeln.“ Unter dem Begriff „westlicher Lebensstil“ sammeln die Forscher mehrere Faktoren der sogenannten Hygienehypothese: großstädtische Lebensweise, intensiver Einsatz verschiedenster Putzmittel, kleine Familien mit eher individuell betreuten Kindern, wenig Infektionskrankheiten in Schwangerschaft und Kindheit.

Hinzu kommt ein verändertes Still- und Ernährungsverhalten. Etwa, wenn Lebensmittel außerhalb der Saison und nicht heimischer Herkunft gegessen werden. Außerdem wurden viele Wohnungen in den neuen Bundesländern mit Teppichböden und dicht schließenden Fenstern ausgestattet - ein paradiesischer Lebensraum für Hausstaubmilben.

Grundsätzlich, so Bergmann, komme Heuschnupfen in ländlichen Gebieten seltener und auch schwächer vor als in Ballungsräumen. „Ich kenne gar keinen einzigen Landwirt, der Heuschnupfen hat.“ Ein möglicher Grund: „Durch die höhere Temperatur des Stadtkerns wird Luft aus der Umgebung angesogen. Der Pollenflug endet deshalb nicht um 10 Uhr morgens, wie auf dem Land, sondern dauert länger an. Außerdem sind diese Pollen mit winzigen Diesel- und Feinstaubpartikelchen belastet. Das macht die Allergene noch aggressiver“, erläutert der Fachmann.

Als Folge werden Schleimhäute und Bronchien immer stärker gereizt. „So kommt es auch, dass bei mir auf einmal ein 84-Jähriger steht, der erstmals Heuschnupfen hat. So etwas gab es früher nicht.“

Nach dem Mauerfall bot sich Allergieforschern eine optimale Ausgangslage, um eine genetisch ursprünglich gleiche Bevölkerung mit verschiedenen Lebensumständen zu untersuchen. Bergmann berichtet von einer Studie in Leipzig, die sogar versuchte, einen Schutzeffekt vor Allergien durch den erhöhten Butterkonsum in der DDR nachzuweisen. „Im Westen aßen viel mehr Menschen Margarine, aber die schmeckte bei uns scheußlich und deshalb nahmen alle Butter.“ Die Studie konnte die These allerdings nicht erhärten.

Dafür zeigte sich in den vergangenen Forschungsjahren, dass in Sachen Allergie neben dem Ost-West-Unterschied offenbar eben auch das Stadt-Land-Gefälle sowie das soziale Milieu eine Rolle spielen. Sprich: Allergien als Wohlstandskrankheit. Auch ein Nord-Süd-Gefälle wird diskutiert. Und dann ist da noch der geheimnisvolle Geschlechterunterschied. Egal ob Ost oder West - es haben deutlich mehr Frauen Heuschnupfen als Männer. Möglicherweise, so vermuten die Forscher, haben Frauen schlicht ein höheres „Allergiebewusstsein“, und die Männer ignorieren die lästigen Symptome.

http://www.haz.de/Nachrichten/Wissen/Ue ... -Allergien

P.S.

Mein westdeutscher Nachbar meinte, dass er vor 25 Jahren überhaupt keinen mit Allergie in seinem Umkreis kannte...
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Re: Ostdeutsche leiden seit Mauerfall häufiger an Allergien

Beitragvon SkinnyTrucky » 24. August 2010, 22:45

Tjaaaa, wir hatten doch nüscht....noch nich ma Allergien..... [flash]

groetjes

Mara
Wenn es heute noch Menschen gibt, die die DDR verklären wollen, kann das nur damit zusammenhängen, dass träumen schöner ist als denken.... (Burkhart Veigel) Bild
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Re: Ostdeutsche leiden seit Mauerfall häufiger an Allergien

Beitragvon Berliner » 25. August 2010, 04:39

persoenlich denke ich, dass Allergien auch mit Stress zu tun haben. Wenn die Abwehr durch Stress geschwaecht ist, dann kommt es leichter zu allergischen Reaktionen.

Ein Zeichen unserer "Ellenbogengesellschaft" ? [denken]

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Re: Ostdeutsche leiden seit Mauerfall häufiger an Allergien

Beitragvon Affi976 » 25. August 2010, 11:11

@all,
schaut mal spaßenshalber auf die Aufkleber eurer gekauften Lebensmittel. Dann seht ihr E 620.........und andere E`s in Massen.
Einige E-Nummern gelten als Nervengift und sind absolut unnütz. Ein Mediziner sagte mal zu mir: Es gibt eine Lebensmittelindustrie, die den Pharmakonzernen die Patienten liefert.
Die Lebensmittel in Folie eingewickelt, diese sondert Weichmacher ab. Im Restaurant wird mit Natriumglutamat gekocht, dadurch entsteht das sog. "Chinarestaurantsyndrom", hier handelt es sich um einen Allrgieschock. Obwohl in Kurorten kein Natriumglutamat verwand werden darf, ist mir bei meiner Kur im letzten Herbst sogar in der Kurklinik Essen mit o.g. Zusatz verabreicht worden!!!!!
Wer sich damit nur ein wenig auseinander setzt, wird schnell merken, dass man krank durch Essen werden kann.
Pestizide im Gemüse. Die Leute kaufen im Supermarkt Grünzeug, denken, sie tun sich was Gutes und essen Pflanzengifte.
Überdüngung und aller weiterer Blödsinn, die uns die EU aufdrückt, tun ihr übriges.
In diesem Sinne: Guten Appetit!
VG Affi
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Re: Ostdeutsche leiden seit Mauerfall häufiger an Allergien

Beitragvon Ganzunten » 25. August 2010, 11:15

So habe ich es noch gar nicht betrachtet.
Aber du wirst wohl recht haben Affi.
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Re: Ostdeutsche leiden seit Mauerfall häufiger an Allergien

Beitragvon Bushmaster » 25. August 2010, 12:07

Bergmensch hat geschrieben:Aber du wirst wohl recht haben Affi.


Unbedingt. [denken]
Nur weil Zusatzstoffe nicht ausgezeichnet wurden, heißt noch lange nicht, dass man sie nicht verwendet hat. Natriumglutamat konnte man im Osten als "Glutal" in jedem Gewürzregal abgreifen und auch im Osten wurden Lebensmittel in Kunststoff verpackt. Kann allerdings sein, dass damals noch PVC zum Einsatz kam...

Und dass in der DDR intensive Landwirtschaft betrieben wurde, wie man sie heute in Deutschland wohl kaum noch trifft, sollte zumindest auch jeder olle Ossi wissen. Viele Seen, die wegen Überdüngung im Sommer so grün waren, dass man fast darüberlaufen konnte, haben sich mittlerweile zum Glück wieder ordentlich erholt. Über Pestizide und Schädlingsbekämpfungsmittel, deren Namen wir nicht mal aussprechen können, will ich gar nicht reden.

Wiedervereinigung hat nun mal zu Folge, dass sich alles irgendwie angleicht - das eine schneller, das andere langsamer. Wir können beliebige Statistiken, Parameter und Attribute auswählen und werden kaum welche finden, wo Ossis und Wessis auseinanderdriften.
(Gegenbeispiele sind natürlich in so einer Diskussion immer gerne willkommen.)
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Re: Ostdeutsche leiden seit Mauerfall häufiger an Allergien

Beitragvon oetten » 28. August 2010, 15:16

Hallo zusammen,

Möchte mich Affi anschließen mit seiner Meinung . Als die Grenze auf ging und ich das erste mal gen Westen fuhr, bemerkte ich das die Wiesen viel grüner waren. Das das Korn auf den Feldern sehr gut da stand und neben den Feldern auch gleich eine saftige Wiese war. Warum wohl?
Auf unsere Wiesen in der damaligen DDR fand man alle nur erdenklichen Kräuter, Blumen u.s.w..
In den Kornfeldern wuchs Klatschmohn, Kornblumen ja sogar Sonnenblumen. Und neben den Feldern wuchsen viele Kräuter und heute seltene Planzen.
Im Westen wurde und wird alles tot gespritzt! Wo sieht man denn noch ein Feld auf dem zu Beispiel Roggen wächst und auch noch Blumen ( Klatschmohn) blüht.
Wenn ich schon Öko höre oder lese, geht mir schon der Hut hoch! Jeder Bauer, egal ob Öko oder nicht Spritzt seine Felder und das mit sehr starken Giften. Denn Sie wollen ja die super Erträge haben. Der Weizen ist Gegerbt bevor
er in die Erde kommt und Weizen braucht man nur mal für Mehl u.s.w. , u.s.w.
Das gab es damals nicht. Die Wiesen wurden gekalkt oder mit Kalgamon (Hornspähne mit Fischmehl)ab gestreut. Auf die Felder kam Kuhscheise und Gülle. Und die meisten Ossis lebten gesund.
Und heute????????????????? [blush]

Gruß Eberhard
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Re: Ostdeutsche leiden seit Mauerfall häufiger an Allergien

Beitragvon Berliner » 29. August 2010, 02:47

Affi976 hat geschrieben:Pestizide im Gemüse. Die Leute kaufen im Supermarkt Grünzeug, denken, sie tun sich was Gutes und essen Pflanzengifte.
Überdüngung und aller weiterer Blödsinn, die uns die EU aufdrückt, tun ihr übriges.


manchmal habe ich auch das Gefuehl, dass aus diesem Grunde es fast besser ist Fast Food zu essen.

Man geht den ganzen Giften aus dem Wege. Man stirbt sozusagen, fett und happy. [wink]

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Re: Ostdeutsche leiden seit Mauerfall häufiger an Allergien

Beitragvon augenzeuge » 29. August 2010, 11:56

Wahrscheinliche Ursachen der Allergien:

Ausnahmsweise hatte die Mangelwirtschaft in der DDR mal Vorteile: Durch fehlende Zusatzstoffe im Essen, die es kaum gab, waren alle Lebensmittel sozusagen Ökoprodukte und kaum haltbar (Brot fing spätestens nach 3 Tagen an zu schimmeln, Frischwurst wurde nach 2-3 Tagen schmierig, Frischmilch nach 2 Tagen sauer das Bier konnte man nicht Monaze aufbewahren.....usw.).
Nahrungsmittelzusätze(über 300.000 zugelassene Chemikalien, die allesamt nur auf ihre eigene Schädlichkeit überprüft wurden - keine Kreuzvergleiche unter den 300.000 ;)). Und die Dauerschädigung der Darmflora. Dadurch passieren zu große Moleküle die Darmwand, die haben im Blut nix zu suchen - das Immunsystem reagiert und markiert.
Letztlich hat auch das Fast-food Essen dazu beigetragen.
AZ
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Re: Ostdeutsche leiden seit Mauerfall häufiger an Allergien

Beitragvon Berliner » 29. August 2010, 23:42

Hallo Joerg, [knuddel]

augenzeuge hat geschrieben:Letztlich hat auch das Fast-food Essen dazu beigetragen.


"Fast Food" war wahrscheinlich der falsche Begriff. Ich meinte "processed foods".

Hier gibt es Faelle wo Personen, die viel Gemuese bzw. Obst gegessen haben, weniger gesuend waren als Personen die nur "processed foods" gegessen haben.

Das lag vermeintlich daran, dass "processed foods" nach der Verarbeitung praktisch nichts mehr enthalten, auch Schadstoffen nicht.

Deshalb lieber ein Twinkie als ein Apfel, es sei es ist ein gruener graesslicher aus DDR-Zeiten. [flash]

Gruss ueber den Teich, [hallo]
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Re: Ostdeutsche leiden seit Mauerfall häufiger an Allergien

Beitragvon S51 » 1. Oktober 2010, 04:09

Wenn ich früher mit heute vergleiche, meine ich, dass es heute sauber zugeht als früher. Doch ich bin mir keineswegs sicher, dass dies immer ein Vorteil ist.
Früher hatten wir und unser Abwehrsystem mit allen möglichen Schadstoffen gut zu tun. Heute haben wir es mit weniger Schadstoffen zu tun, was in immer saubereren Umgebungen dazu führt, dass unser körpereigenes Abwehrsystem auf uns selber losgeht. Denn das können wir nicht so einfach abschalten. Und wo wir das können, brettert uns dann eine Umwelt, ein paar Gräser oder Pollen, die uns früher überhaupt nicht gestört haben.
Vielleicht wäre es für die Menschen besser, wenn sie nicht mit jedem Filter und jedem Reinigungsmittel auf alles losgehen würden, was ein bischen unsauber ist oder aussieht. Eine allzu saubere Umgebung, ob das nun Stäube oder anderes betrifft, könnte vielleicht alles andere als gesund sein. Sonst könnte bald jede harmlose Wiese zur Bedrohung werden.
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Re: Ostdeutsche leiden seit Mauerfall häufiger an Allergien

Beitragvon Bushmaster » 1. Oktober 2010, 06:51

Ganz genau, S51...das ist der normale Lauf der Welt und in Deiner Beschreibung kam keine Mauer, kein Osten und kein Westen vor. Man könnte auch genauso gut schreiben: Seit HartzIV oder seit dem 11. September oder der letzten Sonnenfinsternis leiden Ostdeutsche häufiger an Allergien. Vermutlich ist das alles richtig.
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Re: Ostdeutsche leiden seit Mauerfall häufiger an Allergien

Beitragvon manudave » 1. Oktober 2010, 07:50

Seit meinem letzten Alkoholgenuss hab ich Kopfweh - der Lauf der Dinge macht sich auch bei mir bemerkbar...

Ich befürchte eine Lederallergie: Jedes Mal, wenn ich mit Schuhen im Bett aufwache, hab ich Kopfschmerzen und Übelkeit. [flash]
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Re: Ostdeutsche leiden seit Mauerfall häufiger an Allergien

Beitragvon Affi976 » 1. Oktober 2010, 09:49

Zitat Manudave:
Ich befürchte eine Lederallergie: Jedes Mal, wenn ich mit Schuhen im Bett aufwache, hab ich Kopfschmerzen und Übelkeit.

@manudave,
und was ist mit dem Faden der Dir neulich, nach einer durchzechten Nacht aus dem Mund hing???? [peinlich]
Ich hoffe, es war ein Teebeutel!!! [laugh] [laugh] [laugh]
Du weisst: Wer den Schaden hat, spottet jeder Beschreibung.
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Re: Ostdeutsche leiden seit Mauerfall häufiger an Allergien

Beitragvon Edelknabe » 17. April 2011, 17:28

Dazu eine schöne Geschichte: In unserem alten Garten in Leipzig (ca.450qm Fläche)ab Anfang der achtziger Jahre an haben meine Frau und meine Wenigkeit alles an Gemüse angebaut, was man im Endeffekt nicht im Laden zu kaufen brauchte...Petersilie, Kartoffeln, Erdbeeren und Apfelbaum und noch viel mehr. Nun war am Gartenhaus, an der Datsche eine Toilettengrube...so anderthalb Kubikmeter(wohlbemerkt jedes Gartengrundstück im Verband der Kleingartenneuanlage hatte Eine)und da floss alles rein, was eben so anfällt bei einem Haushalt, in diesem Fall unser Wochendaufendhalt...auch schon mal über zwei..drei Wochen im Sommer mit Übernachtung in der Woche.
Nun war die Grube voll, also Pumpe rein und im Garten verteilt das Zeugs, Gummistiefel an und knöchelhoch gestanden zum zeitigen frühen Morgen wo der unmittelbare Nachbar noch schlief im...na, ich schreibs lieber nicht und jedes Jahr neu blühte alles, aber auch Alles, vom Rasen über die Kartoffeln hin zu den Erdbeeren und der Petersilie sowie der Apfelbaum.
Mundete alles vorzüglich, Allergien...was war das und schon mal davon gehört aber sonst, sowas war weit weg?
So lebt...e der Mensch, mit eigentlich dem ganzen Kreislauf...Toilette, Grube, Pumpe und raus das Zeugs aber nicht in den Pumpenwagen des Entsorgers sondern rauf aufs Gemüse. Und das ging auch, mit nicht einer außergewöhnlichen Krankheit außer mal ne Grippe oder einem Schnupfen.
Heute ...ich schreibe dazu nix, sonst rege ich mich gleich wieder auf über dieses sterile Deutschland, was an seiner paranoiden Sterilität wohl nochmal in die eigene Kiste springen wird.

Rainer-Maria der immer noch die schöne gelbe Kernseife zum waschen und fürs Wannenbad benutzt...gibts immer noch.
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Re: Ostdeutsche leiden seit Mauerfall häufiger an Allergien

Beitragvon ex-maja64 » 17. Mai 2011, 22:52

Edelknabe hat geschrieben: Allergien...was war das und schon mal davon gehört aber sonst, sowas war weit weg?



Na soweit weg war es nun auch nicht. Raus aus deinem geliebten Leipziger Osten und nur mal kurz Richtung Süden z.B. nach Mölbis, das lag wunderbar im Schatten von Espenhain.
Dort hättest du dann, gerade an Kindern, wunderbar Studien über Allergien betreiben können.

http://www.mdr1radiosachsenanhalt.de/da ... 03358.html

Mario [wink]
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Re: Ostdeutsche leiden seit Mauerfall häufiger an Allergien

Beitragvon Edelknabe » 18. Mai 2011, 06:06

Mario, der Morgen ist noch frisch und leicht verraucht...von den vielen Holzheizungen( nur, den schönen Dreck für unsere Enkel und Kinder, den schädlichen für die Lunge und die Bronchien, den sieht man leider nicht) und hin zu Mölbis, denn das lag in der Ausflugschneise von dem ganzen Dreck, was die Braunkohlenbude Espenhain produzierte neben den Briketts...oder wars was anderes.
Jedenfalls habe ich in diesem Werk gelernt...schrieb ich schon öfters und kenne die Dreckbelastung am eigenen Leib. Logisch, das es durch den Dreck Krankheiten gab, das streite ich hier auch nicht ab oder stelle es in Frage und gut, das dies alles Geschichte ist.
In dem Sinne atmen wir mal richtig ein...habe gerade das Dachfenster offen...und verdammt, mein Nachbar und sein großer Holzschweelkessel und dieser leichte Gestank nach diesem Drecksholz, was er da immer so aus dem Wald anschleppt, dieser Waldmessi.

Rainer-Maria und allen einen guten Tag ins Forum.
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