Scheidung

Alles was in den Zeitraum nach der Wende gehört. Das Zusammenwachsen von zwei grundverschiedenen Systemen, Probleme, Erwartungen, Empfindungen usw.

Scheidung

Beitragvon Freund » 14. März 2012, 22:17

Scheidung im Osten, war nicht so stark wie jetzt im Westen.
Nach der Wiedervereinigung in Deutschland ist sie ,so hoch wie nie zuvor. Zu DDR Zeiten hat man sich alles gefallen lassen. Die meisten Männer haben nach der Arbeit getrunken. Und die Frauen meistens[mundzu]
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Re: Scheidung

Beitragvon Berliner » 15. März 2012, 00:19

Freund hat geschrieben:Scheidung im Osten, war nicht so stark wie jetzt im Westen.
Nach der Wiedervereinigung in Deutschland ist sie ,so hoch wie nie zuvor. Zu DDR Zeiten hat man sich alles gefallen lassen. Die meisten Männer haben nach der Arbeit getrunken. Und die Frauen meistens[mundzu]


ein paar Behauptungen hier, mal sortieren:

1. die Scheidungsraten in den neuen Bundeslaendern ist viel hoeher als vor der Wende ?

2. das liegt daran, dass damals der Duckmaeusertum verbreiteter war und man die Gelegenheiten "wegzukommen" wie heute nicht hatte ?

Nur ein paar Feststellungen aus Deinem Text, Freund.

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Re: Scheidung

Beitragvon Edelknabe » 15. März 2012, 05:57

Du haust da Bolzen raus mein sinngemäßer Freund...so "Die meisten Männer in der DDR haben nach der Arbeit getrunken und ihre Frauen gleich mit".

Warst wohl selber so ein Säufer und Scheidungskanditat was? Das Thema Alkohol in der DDR haben wir hier schon in einem Fred...müsstest mal suchen. Ob allerdings der Alkohol nun zu 100% immer ein Scheidungsgrund war, das wage ich hier schon mal zu bezweifeln weil ich mich da sehr gut auskenne,denn ich hätte auch nach 7 Jahren unsere Ehe durch eben die sehr nüchterne und wirklich angenehme Fremdbummserei fast geschmissen.

Also bitte nicht solche krassen Rundumschläge verteilen, das glaubt sonst noch Einer oder Eine das da im Staat der Arbeiter, Bauern und Intelligenz nach der Arbeit nur Besoffene herumstürzten oder vor der Glotze einschliefen mit der Flasche in der Hand.

Rainer-Maria und nichts für ungut mit meinem ...zugegebenermaßen sehr direkten Text
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Re: Scheidung

Beitragvon karnak » 15. März 2012, 09:54

Also was meine Frau und mich angeht,wir sind jetzt 32 Jahre verheiratet und es funktioniert immer noch ganz gut.Wie man das anstellt,habe ich durchaus ein paar Tipps,wer sich dafür interessiert.
Was mich aber richtig ärgert,sind die Andeutungen zu der Stellung der Frau in der DDR.Also ich habe mal irgendwo gelesen die Scheidungsrate war in der DDR ungewöhnlich hoch und die Scheidungsanträge gingen stark von den Frauen aus.Dafür gibt es für mich auch zwei einleuchtende Gründe.Erstens spielten religiöse Gründe kaum eine Rolle,aber besonders und wichtig für mich,Frauen waren in der DDR kaum ökonomisch unter Druck und abhängig von dem Mann.Sie hatten in aller Regel der Fälle ein Berufsausbildung und keinerlei Schwierigkeiten einen Arbeitsplatz zu finden.Das beide Ehepartner arbeiteten war in der DDR sowieso die Norm.Das heist Frauen brauchten sich in der DDR nicht in die ökonomische Abhängikeit eines Mannes zu begeben.Vieleicht eine der wenigen Errungenschaften der DDR,aber das war eine.Musste mal gesagt werden.
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Re: Scheidung

Beitragvon Nordlicht » 15. März 2012, 10:39

Ich dachte immer, die Scheidungsrate in der DDR war höher - eben weil es einfacher war, wie karnak schon schrieb.
Viele Grüße von der Ostseeküste

Du watt Du wullt, de Lüd schnackt doch.
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Re: Scheidung

Beitragvon Affi976 » 15. März 2012, 10:50

Zitat Nordlicht:...die Scheidungsrate in der DDR war höher

so war`s auch @Nordlicht!!
Hier mußtest Du keinen Pfarrer fragen oder gar noch ein Jahr getrennt leben, wär auch garnicht gegangen ( Wohnungsfrage ).
Wenn, wie Svenja sagt, Dein Alter Dir eine im Suff auf die Fr*** gehauen hat, war`s das. Du mußtest nicht mal einen Rechtsanwalt haben. In der Regel ging das Erziehungsrecht an die Mutter, es sei denn, sie ist diejenige die.....Auch die Wohnung ging dann natürlich an die Mutter und da sie in der Regel berufstätig war und die Kinder einen Kindergartenplatz hatten, konnte ihr Leben, nach der Scheidung, in geregelten Bahnen weiterlaufen.
Hat der Kindesvater keinen Unterhalt gezahlt, wurde der Lohn gepfändet. Nicht wie heute, wo die Mutter erst noch einen Anwalt nehmen muß, bei Gericht in Vorkasse treten muß um dann ggf. trotzdem nichts an Geld zu bekommen. Wie die Kinder dann evtl. übers Studium kommen????
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Re: Scheidung

Beitragvon Freund » 15. März 2012, 21:34

Ich selber, der den Beitrag geschrieben hat Scheidung bin selber 31 Jahre verheiratet. Und habe keine Probleme uns geht es gut.
Seid dem die Kinder groß sind, gibt es nicht mehr soviel Ärger wegen den Kindern.


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Re: Scheidung

Beitragvon Berliner » 16. März 2012, 02:21

wollte nur einwerfen, dass das Problem eigentlich dieses ist, dass "die Maenner" oft nicht so gerne Verantwortung uebernehmen.

Das ist m.E. der Kern der Sache. Biologisch gesehen bleibt die Mutter mit dem Kind haengen...es gibt fuer sie keinen Ausweg. Wenn der Mann sich nicht wie ein Mann verhaelt, sondern wie ein Kind, dann hat die Frau diese Sicherheit nicht und braucht die Unterstuetzung der Gesellschaft.

Schade eigentlich, denn Kinder grosszuziehen ist fuer eine Mutter (und einen Vater auch) ein wichtiges Erlebnis. Wollen wir das wirklich einem Daycare Center oder gar einem Staat ueberlassen ? Ich denke nicht...

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Re: Scheidung

Beitragvon Edelknabe » 16. März 2012, 06:50

Man muss natürlich ehrlich zugeben, das es auch in der DDR richtige fiese Arschlöcher (entschuldigt) von Männern gab. Ich kannte von der Sorte eine ganze Menge sei es durch die Arbeit oder über Freunde. Und diese A. hatten kein Problem damit, ihren Frauen oder Freundinnen sinngemäß das Leben zur Hölle zu machen.

Wenn ich schon früh was nicht abkonnte als junger Kerl dann waren das solche Machotypen mit der großen Fresse, dazu stinkend faul die nur bemuttert werden wollten wenn sie denn mal ein Mädchen kennengelernt oder besser um den Finger gewickelt hatten.Und denen dann noch die Hand locker saß und die ihren weiblichen Gegenüber mit null Achtung straften. Ich hasse solche Kerle, da kriege ich Wutanfälle und die schöne Geschichte schrieb ich ja schonmal, wo mein Schwiegervater meinen Vorgänger(den Ex meiner Frau)maßgenommen hatte weil der dachte, er kann mal eben so ungestraft seiner Freundin Eine bis Drei langen.

Zugelangt hatte dann mein Schwiegervater und das nicht zu knapp...der war ja Transportpolizist und in jungen Jahren immer dabei, wenns irgendwo auf dem Rummel Keile gab, der wusste wie man sowas macht und später zeigte mir meine Frau einmal ihren Ex in der Straßenbahn, also der drehte sich gleich verschämt weg aber die schöne rote Narbe im Gesicht die hat er wohl heute noch. Und kein Gericht der DDR schritt ein wegen seiner Narbe,ich glaube eher, das nannte man dann "Ausgleichende Gerechtigkeit".

Aber ich war eben auch kein Feiner, dachte immer andere Frauen möchten auch mal vom Rainer-Maria geknuttelt werden....und habe in der Beziehung meine Frau ganz schön geärgert. Das kann ich eigentlich garnicht wieder gutmachen aber ich glaube fest, Sie hat mir lange verziehen. Also zugelangt hatte mein Schwiegervater auch nicht, der wusste wohl garnicht was ich meiner Frau da seelisch antue und na gut, ist ja alles längst schöne Geschichte...heute esse ich wieder Zuhause und wie lange unsere Ehe schon besteht...ich mags garnicht schreiben denn wie meinte der Standesbeamte damals Mitte der 70er Jahre..."In guten und in schlechten Zeiten...oder warns Tage?

Rainer-Maria und allen einen guten Tag ins Forum und knuttelt eure Frauen mal richtig...so zwischendurch wenn die Kinder oder Enkel mal nicht da sind
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