Studieren in Fernost

Alles was in den Zeitraum nach der Wende gehört. Das Zusammenwachsen von zwei grundverschiedenen Systemen, Probleme, Erwartungen, Empfindungen usw.

Studieren in Fernost

Beitragvon manudave » 31. Juli 2011, 08:31

Die neuen Länder ringen um Erstsemester aus dem Westen, sie brauchen sie dringend, und zwar in Scharen.
Während im Westen die Unis aus allen Nähten platzen, werden im Osten tausende Arbeitsplätze an den Hochschulen gestrichen, weil die Studenten ausbleiben. Dabei benötigen diese eine ganze Menge an Studenten aus den alten Ländern, da nun die geburtenschwachen Jahrgänge nach 89 in den neuen Ländern folgen.
Jedoch gibt es allzu viele Vorurteile gegenüber dem Leben in den neuen Ländern - sprich "studiere im Osten - lebe in der Platte".
Für die Ost-Unis ist es enorm wichtig gerade jetzt neue Absolventen zu bekommen und sich einen guten Ruf zu erarbeiten, insofern sie ihn nicht schon haben. Man bedenke, dass ab 2015 die geburtenschwachen Jahrgänge des Westen erschwerend hinzukommen - spätestens dann wird es einen Wettbewerb um die Abiturienten geben.
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Re: Studieren in Fernost

Beitragvon Zicke » 31. Juli 2011, 11:11

manudave hat geschrieben:Während im Westen die Unis aus allen Nähten platzen, werden im Osten tausende Arbeitsplätze an den Hochschulen gestrichen, weil die Studenten ausbleiben

da sagen diese Zahlen aber etwas anderes.
http://nachrichten.lvz-online.de/leipzi ... 14708.html
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Re: Studieren in Fernost

Beitragvon Nostalgiker » 31. Juli 2011, 11:42

Beim Titel fiel mir sofort die Region "Fernost" in Russland ein und ich dachte mir warum denn ausgerechnet in Chabarowsk oder Wladiwostok studieren?

Irrtum. Es geht um den rechten Teil von Deutschland der angeblich links ist. (Von unten gesehen, also Bayern)

Übrigens sind Neubauwohnungen in Berlin der coole Trend bei Jugendlichen nachdem die Schwaben den Prenzlauer Berg okkupierten, ihn 'Prenzlberg' nennen und in ein Biotop gepflegter Langeweile verwandeln für den gehobenen Anspruch und vor allem eines fordern, es möge sehr ruhig sein.

Vor knapp einigen Jahren unterhielt ich mich mit einem Studenten welcher von Berlin nach Greifswald wechselte. Er war schlichtweg begeistert! Keine Massenuni, die Dozenten und Profs kennen ihre Studenten wirklich, beste Studienmöglichkeiten und für Zerstreuung ist auch gesorgt. Greifswald war schon ewig Uni-Stadt und hatte auch zu DDR-Zeiten einen guten Ruf.

Leipzig, sehr gute Uni mit Tradition, Vielzahl von Hochschulen und Dresden brauch sich auch nicht verstecken.

Diese Aufzählung könnte ich beliebig fortsetzen.

Gruß
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Re: Studieren in Fernost

Beitragvon Berliner » 31. Juli 2011, 14:54

ich kann bestaetigen, dass zumindest eine Uni hier in der Naehe aus den Naehten Platz, doch nicht mit Amerikanern sondern mit Studenten aus Indien, China und dem Naher Osten.

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Re: Studieren in Fernost

Beitragvon manudave » 31. Juli 2011, 16:56

Zicke hat geschrieben:
manudave hat geschrieben:Während im Westen die Unis aus allen Nähten platzen, werden im Osten tausende Arbeitsplätze an den Hochschulen gestrichen, weil die Studenten ausbleiben

da sagen diese Zahlen aber etwas anderes.
http://nachrichten.lvz-online.de/leipzi ... 14708.html


Keine Studie ohne Gegenstudie:

http://www.zeit.de/2011/21/S-Studentenboom
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Re: Studieren in Fernost

Beitragvon Huf » 31. Juli 2011, 19:28

Studieren im Osten ist klasse!

S.a. Huf von 1980 bis 1986 in Magdeburg, und das Schöne daran ist, heute braucht niemand mehr M/L zu pauken! [laugh]

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Re: Studieren in Fernost

Beitragvon Affi976 » 31. Juli 2011, 20:20

@Huf,
nicht nur nicht M/L, sondern auch kein Russisch!!!!!!!
Also in Jena sollen unheimlich viele Studenten aus den westlichen Bundesländern studieren, die Kapazitäten sollen nicht aussreichen.
Zur Platte:Ich wohne seit 1988 in der Platte und das gerne.Allerdings haben wir auch keine große Abwanderung aus unserem Eingang. Wir sind 1995 saniert worden und waren Expo- Gebiet. Und so siehts auch aus. Tolle, parkähnliche Anlagen, jede Menge Parkplätze und nette Nachbarn,jede Menge Einkaufsmärkte. Und für 4-Zimmer, incl.Heizung, 512 €uronen.Und das alles im Bauhausstil-a-ala-Weimar.
Wer jetzt meckert, der kriegt eine.......!!!nee,nee, nich von mia!
Ich hör jetzt auf, es macht keinen Spasssssss mit diesem Internet
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Re: Studieren in Fernost

Beitragvon Edelknabe » 1. August 2011, 06:56

Mensch Affi, Russisch ist die Zukunft bei diesem Riesenmarkt, was willst du mit Englisch zumal die Amis sowieso den Bach herunter gehen über kurz oder lang.
Zum studieren in Leipzig, also vor längerer Zeit lief ich so durch die Seeburgstraße und dort müsste sich im Erdgeschoss eines Hause eine Art Vorleseetage befinden...keine Ahnung über welche Fachrichtung?
Jedenfalls die Jungs und Mädels saßen im Gang auf Bänken und Stühlen und auf den breiten Fensterbrettern,sie schrieben wie die Weltmeister auf ihre kleinen und großen Blöcke, der Riesenraum gerammelte voll und Der da vorne seinen Senf ablies, der Honorarfritze, der kannte bestimmt nicht Einen aus der Masse näher?
So schön kann studieren in Leipzig sein na hallo. Aber kann ja sein, das gerade in der Uni tapeziert wurde?

Rainer-Maria leider nicht studiert aber aus der Arbeiterklasse soll soviel heißen wie "Wissen ist Macht aber Nischtwissen macht och nischt."
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Re: Studieren in Fernost

Beitragvon augenzeuge » 1. August 2011, 07:14

Edelknabe hat geschrieben:Mensch Affi, Russisch ist die Zukunft bei diesem Riesenmarkt, was willst du mit Englisch zumal die Amis sowieso den Bach herunter gehen über kurz oder lang.


Das sagt man schon einmal. Russisch hat keine Zukunft, eher chinesisch oder indisch. (Wobei sich auch dort das Englische bisher durchsetzt, besonders in Indien) Diese Leute werden den Markt irgendwann stark beeinflussen.
Schon zu DDR-Zeiten lief die Verständigung in Moskau mit den Russen auf Englisch, weil wir diese Sprache nicht mal nach 6 Jahren beherrschten.
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Re: Studieren in Fernost

Beitragvon Huf » 3. August 2011, 10:03

Ist zwar ziemlich OT, aber man vergebe mir gütigst:

Ich habe in der DDR eine Schulausbildung mit erweitertem Russisch-Unterricht durchlaufen. Konkret ab der 3. Klasse, in der 10. dann Russisch-Abitur, in der 12. Sprachkundigenprüfung IIa, zum Studienabschluss Sprachkundigenprüfung Ia.
1984 war ich 4 Wochen in der UdSSR als Student, 3 Wochen Klinikpraktikum in Donezk, 1 Woche Urlaub am Asowschen Meer.
Lange Zeit keine Anwendung in Russisch.
Als ich mich 2005 als Hausarzt niederließ kamen zunehmend Auswanderer aus der ehem. UdSSR, teilweise ohne Deutschkenntnisse außer "Euro". Da kamen und kommen mir noch immer meine "alten" Kenntnisse zu gute! Und kaum jemand kann sich vorstellen, wie dankbar jene Betroffene auch heute noch sind.

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Re: Studieren in Fernost

Beitragvon Nordlicht » 3. August 2011, 20:28

Ich dachte bei der Überschrift, dass es hier um Japan oder China geht - und Manudave sich über ein Studium dort informieren will ........
Aber nein - es geht um den ein Kilometer von mir entfernten Osten [flash] .
Wenn dem tatsächlich so ist, müsste mein Neffe, der sich u.a.auch in Greifswald beworben hat, ja dort einen Studienplatz auf dem Silbertablett serviert bekommen.
Ich kenne einige, die in den neuen Bundesländern studiert haben - Architektur in Weimar z.B., Biologie in Greifswald.Ich hatte nicht den Eindruck, dass bei der jüngeren Generation da irgendwelche Vorbehalte herrschen.
Viele Studentenwohnheime in den"westlichen" Bundesländern fallen meiner Ansicht nach auch eher unter "Plattenbauten".
Viele Grüße von der Ostseeküste

Du watt Du wullt, de Lüd schnackt doch.
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Re: Studieren in Fernost

Beitragvon ex-maja64 » 3. August 2011, 20:55

Nordlicht hat geschrieben:Ich dachte bei der Überschrift, dass es hier um Japan oder China geht - und Manudave sich über ein Studium dort informieren will ........
Aber nein - es geht um den ein Kilometer von mir entfernten Osten [flash] .



Ja so isser halt unser David, macht wohl seine stockschwarze Umgebung. [grins]
Eigentlich nur nen Katzensprung von Fernost zu Hause und von Geburt sowieso ein waschechter Ostgote [laugh] .


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Re: Studieren in Fernost

Beitragvon manudave » 4. August 2011, 19:51

Genau Maja,

deshalb werd ich nächste Woche nach Fernost aufbrechen und dem Geburtsort des Ostgoten einen Besuch abstatten. Schade, dass du nicht am Weg liegst. Wobei ich evtl. nen Abstecher nach Leipzig in den Zoo machen wollte... [wink]
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Re: Studieren in Fernost

Beitragvon ex-maja64 » 4. August 2011, 19:55

manudave hat geschrieben:Wobei ich evtl. nen Abstecher nach Leipzig in den Zoo machen wollte... [wink]


Na sag mal [mad] , ich wohne doch nicht dort im Bongoland [flash]


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Re: Studieren in Fernost

Beitragvon augenzeuge » 4. August 2011, 20:02

manudave hat geschrieben:Genau Maja,

deshalb werd ich nächste Woche nach Fernost aufbrechen und dem Geburtsort des Ostgoten einen Besuch abstatten. Schade, dass du nicht am Weg liegst. Wobei ich evtl. nen Abstecher nach Leipzig in den Zoo machen wollte... [wink]



Bekannte, die dort im Zoo waren haben fast keine Tiere gesehen.....ich glaub, das kannst du dir schenken, zumal es für deine Familie sehr teuer ist.
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Re: Studieren in Fernost

Beitragvon manudave » 4. August 2011, 20:08

Soooo... Jörg?

Ich dachte eigentlich an das schöne neue Tropenhaus. Vielleicht wird´s dann doch nur der Tierpark in Erfurt werden...

@Maja

Hätte ja sein können, dass du öfter die Gassen rund um RMR´s Behausung unsicher machst... Wäre ja nicht so abwegig... [grins]
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Re: Studieren in Fernost

Beitragvon ex-maja64 » 4. August 2011, 20:13

Vollends OT, aber sei es drum [grins] .
Auch bei unserem Besuch dort, ließ sich manche Spezie nicht blicken, genauso wie deine Bekannten schrieb ja auch schon der Edelknabe darüber.
Natürlich war es früher einfacher, als sie noch alle in ihren Käfigen waren.
Das Preis-Leistungsverhältnis sollte man in solchen Fällen nicht anwenden [wink]

Mario
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Re: Studieren in Fernost

Beitragvon ex-maja64 » 4. August 2011, 20:22

manudave hat geschrieben:@Maja

Hätte ja sein können, dass du öfter die Gassen rund um RMR´s Behausung unsicher machst... Wäre ja nicht so abwegig... [grins]



Ach Gott was will ich den dort im Muldental [muede] , der Kerl vergräbt doch nur unentwegt seine Schuhkartons [grins] .


Mario [wink]
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