Ein Land, zwei Seelen -eine Studie zur Persönlichkeit von Ex-DDR Bürgern

Alles was in den Zeitraum nach der Wende gehört. Das Zusammenwachsen von zwei grundverschiedenen Systemen, Probleme, Erwartungen, Empfindungen usw.

Re: Ein Land, zwei Seelen -eine Studie zur Persönlichkeit von Ex-DDR Bürgern

Beitragvon Volker Zottmann » 1. Juni 2019, 09:33

Beethoven hat geschrieben: Und dann sprang die BRD auf diesen Zug auf und plötzlich ging es um die Vereinnahmung der DDR. Aus heutiger Sicht war das gut so obwohl die Bürger der DDR über den Tisch gezogen wurden.



Freundlichst


Da fehlen Dir wohl Erinnerungen!
Alles andere von Dir Geschriebene stimmt soweit.
Nur konnte sich von uns Eingemauerten anfangs gar keiner mehr, als Veränderungen in der DDR, vorstellen. Die DDR endlich zu reformieren war schon ein gewaltiger Schritt bei den Forderungen und Wünschen.
Das die die Stimmung so schnell umschlug und die Ereignisse sich überschlugen, ließ uns (fast) alle dann bald nach einig Deutschland rufen. Das hätte sich doch im September nicht mal der kühnste Denker vorstellen können...
"Dein" Westen hatte daran noch gar keinen Anteil. Zuerst hat das DDR-Volk nach einem Vaterland, einem einzigen, gerufen. Dann erst kam der Westen. Dann hat Kohl geredet und Genscher die Hauptarbeit geleistet.

Gruß Volker
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Die Weite Deines Horizonts ist Frage Deiner Sicht.
Der Große sieht ihn breiter, der Kleine leider nicht.
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Re: Ein Land, zwei Seelen -eine Studie zur Persönlichkeit von Ex-DDR Bürgern

Beitragvon augenzeuge » 1. Juni 2019, 10:00

Beethoven hat geschrieben:Aber dass die Bundesrepublik die DDR vereinahmen konnte, ist einzig und allein auf das Volk der DDR zurück zu führen.
Freundlichst


Glaubst du wirklich, es wäre der alten BRD schlechter ergangen, wenn sich die "Chance" mit der DDR nicht ergeben hätte. [flash] Frag dazu mal Sparta.
Schon vergessen, dass es genug Politiker gab, die das versucht hätten zu verhindern?

Was hätte das Volk der DDR denn tun können, wenn man ihm widersprochen hätte? Wenn es keine DM gegeben hätte. Und man z.B. die Staatsbürgerschaft der DDR anerkannt hätte?
Ja, einige Politiker waren nicht weit davon entfernt.

Dann hätte jeder DDR Bürger zeigen können, was er ohne die Mark der "Wessis" kann. Glaubst du, es wäre ebenso zu deinem Lebensstandard gekommen wie du ihn hast, oder andere ihn haben?
Ein Danke wäre dann nicht notwendig gewesen, so allerdings schon.

Ich werde deshalb nicht dem Altbürger dieser Republik mit gesenkten Kopf und Demutshaltung begegnen.

Das will oder verlangt auch keiner.

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Re: Ein Land, zwei Seelen -eine Studie zur Persönlichkeit von Ex-DDR Bürgern

Beitragvon Interessierter » 1. Juni 2019, 11:24

Zitat Beethoven:
Das Volk der DDR hat den Zusammenschluss möglich gemacht und zwar deshalb, weil die "führende Rolle der SED" sich längst überholt hat. Die Blödmänner da oben haben die Karre in den Dreck gefahren, so dass das Volk die Schnauze voll hatte.


Wovon träumst du eigentlich in der Nacht? Du hättest damals mit der NVA die SED - Diktatur mit den Blödmännern des ZK verteidigt und du hattest garantiert nicht die Schnauze voll sondern hättest noch viele Jahre deinen Dienst in der NVA verrichtet.... [bloed]

Die Bundesrepublik hat lediglich die Chance ergriffen und sich in das mehr oder weniger "warme Bett" gelegt


Dein Realitätsverlust ist dramatisch. Natürlich erschloss sich ein neuer Markt. Nur war das Bett nicht warm, sondern dreckig, veraltet und marode.

Wenn die neuen Länder kein Markt gewesen wären, dort nicht vieles hätte herausgetragen werden könnte, dann wäre der Zusammenschluss vermutlich nicht so über die Bühne gegangen.


So einen Stuss kann nur ein eiskalter SED - Scherge schreiben. Wie extrem es die millionen Bürger beider Staaten bewegt hat, wieder in einem vereinten Vaterland mit Recht und Freiheit zu leben, da hast du natürlich keine Ahnung von. Du hast sicher keine einzige Freudenträne vergossen. Millionen Menschen in beiden Teilen Deitschlands haben sich aber hemmungslos vor Freude weinend in den Armen gelegen. Mir ging es auch so und ich werde mich meiner Tränen niemals schämen. Es war einer der ergreifensten Momente meines Lebens. Ich bin wie Klaus dankbar und glücklich, dass ich es direkt bei der Grenzöffnung erleben durfte.

Da unser Volk die Vereinigung wollte, haben Menschen wie Karnack, Scorn, Nostalgiker, Merkur und ich..


Du bist noch dreister, als ich angenommen habe. Du und wohl auch die meisten Offiziere der bewaffneten Organe hätten, wenn der Befehl ergangen wäre, versucht die Vereinigung zu verhindern.

Die Gesellschaftordnung in der wir heute leben, wurde den o.g. aufgedrückt


Wenn ca. 13 Mio Bürger einem Staat mit ca 70 Mio Bürgern beitreten, dann sollte die Bundesrepublik ihre Gesellschaftsordnung ändern? Da hast du wohl sehr schnell vergessen, dass dir und allen Bürgern die diktatorische Gesellschaftsordnung der SED aufgedrückt wurde, der du auch noch freiwillig gedient hast und ohne den Aufstand des Volkes auch noch weiter gedient hättest.

Warum sollte ich da dankbar sein?


Da du die Vereinigung unseres Vaterlandes nicht wolltest, sondern wenn es möglich gewesen wäre, sie verhindert hättest, kannst du der Bundesreoublik auch nicht dankbar sein.
Dankbar kannst du nur der SED - Diktatur sein, die aufgrund der politischen Gesinnung deiner Familie, dich durch das Abitur schleifen ließ ( nach eigener Aussage ) und dich wegen deiner eigenen politischen Gesinnung Offizier werden ließ. Ohne diese diktatorische, ungerechte Unterstützung wäre deine Schulzeit nach X Jahren auf der Grund/Hauptschule geendet, oder wie sie sich in der DDR nannte.
Soll dein Wissen immer aktuell sein, schau einfach mal ins " Forum Deutsche Einheit " rein.
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Re: Ein Land, zwei Seelen -eine Studie zur Persönlichkeit von Ex-DDR Bürgern

Beitragvon karnak » 1. Juni 2019, 13:32

Ich denke mal , dass die Wahrheit in der Mitte liegt. Die Bundesrepublik und die DDR, als 2 Teile von ehemals Einem, mit dem Zusammenbruch des Ostblocks, es blieb beiden Teilen realistisch betrachtet gar nichts anderes übrig als irgendwie zusammenzukommen. Davon mal abgesehen, dass die Bundesrepublik -Alt ihre jahrzehntelang gepredigte Doktrin hätte aufgeben müssen, die DDR war so ziemlich pleite, zumindest hätte sie erst nach vielen Jahren der Konsolidierung eine Chance auf dem Weltmarkt gehabt. Die Leute hätten das logisch nicht hingenommen bei der nun bestehenden Möglichkeit als Wirtschaftsflüchtlinge in ein anderes Land, naheliegend die Bundesrepublik Alt, zu gehen um dort ihre Chance zu suchen. Damit wäre dann die DDR entgültig am Ende gewesen und die Bundesrepublik, ihr Arbeitsmarkt und das Sozialsystem gewaltig ins schlingern gekommen. Millionen Wirtschaftsflüchtlinge über einen ziemlich kurzen Zeitraum hätte man auch dort nicht ohne massive Verwerfungen gestemmt. Und was hätte man dagegen tun sollen, die Grenzen schließen? [flash] Am Ende des Tages betrachtet, nach fast 30 Jahren, wir haben ALLE mächtig Schwein gehabt.
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Re: Ein Land, zwei Seelen -eine Studie zur Persönlichkeit von Ex-DDR Bürgern

Beitragvon augenzeuge » 1. Juni 2019, 13:55

wir haben ALLE mächtig Schwein gehabt.


Kann man also danke sagen. [hallo]

Siehste Beethoven.

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Re: Ein Land, zwei Seelen -eine Studie zur Persönlichkeit von Ex-DDR Bürgern

Beitragvon karnak » 1. Juni 2019, 14:06

Zumindest dem Schicksal. [flash] Ansonsten würde ich mir aus Gründen von Peinlichkeit einfach verkneifen auseinander zu klamüsern wer nun mehr Anteil und Verdienst am letztlichen Gedeihen des Ganzen hat. Und das es das ist, man kann es nur schwer bestreiten, bei allen Problemen die noch zu lösen sind. Und ich bin natürlich bei solch peinlichen Diskussionen in einer konfortablen Situationen, da ich ohne immer noch dem menschenverachtendem System dienen würde brauche ich einfach nur zu hassen. [flash]
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Re: Ein Land, zwei Seelen -eine Studie zur Persönlichkeit von Ex-DDR Bürgern

Beitragvon Spartacus » 1. Juni 2019, 14:42

augenzeuge hat geschrieben:
Beethoven hat geschrieben:Aber dass die Bundesrepublik die DDR vereinahmen konnte, ist einzig und allein auf das Volk der DDR zurück zu führen.
Freundlichst


Glaubst du wirklich, es wäre der alten BRD schlechter ergangen, wenn sich die "Chance" mit der DDR nicht ergeben hätte. [flash] Frag dazu mal Sparta.

AZ


Meiner Meinung nach Nein. So wie ich die BRD damals 1984 erlebte, war das Sozialismus in Reinstform + eine freie Marktwirtschaft. Der Mensch stand im Mittelpunkt.
Ich habe das schon oft genug ausgeführt, die sozialen Leistungen und die soziale Absicherung suchten weltweit ihres Gleichen. Suppenküchen, Hartz IV, Elend und Armut
gab es schlichtweg nicht.

In dieser Hinsicht hat sich die BRD enorm verschlechtert, was aber nachvollziehbar ist, da die BRD alt nach der Wende der DDR nicht mehr beweisen musste, dass sie um so
vieles besser ist.

Paradoxerweise ist es so gesehen sogar schade, dass es die DDR nicht mehr gibt. [shocked]

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Re: Ein Land, zwei Seelen -eine Studie zur Persönlichkeit von Ex-DDR Bürgern

Beitragvon Grenzwolf62 » 1. Juni 2019, 14:54

Hätte uns Westdeutschland nicht gewollt, dann hätten wir halt was anderes gemacht, eventuell sogar im Laufe der Jahre noch besser.
Mit Mangel kannten wir uns aus, auch mit aus wenig etwas zu machen und wir waren nur 17 Millionen mit guter Landmasse.
Alles wird, vielleicht, gut.
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Re: Ein Land, zwei Seelen -eine Studie zur Persönlichkeit von Ex-DDR Bürgern

Beitragvon karnak » 1. Juni 2019, 14:54

[grin] Zeiten ändern sich, dass kann man gut oder schlecht finden, ändern eher selten. Das Beste daraus machen dürfte am Effizientesten sein, zumindest ich habe es immer so gehalten. [hallo]
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Re: Ein Land, zwei Seelen -eine Studie zur Persönlichkeit von Ex-DDR Bürgern

Beitragvon karnak » 1. Juni 2019, 14:57

Grenzwolf62 hat geschrieben:Hätte uns Westdeutschland nicht gewollt, dann hätten wir halt was anderes gemacht, eventuell sogar im Laufe der Jahre noch besser.
Mit Mangel kannten wir uns aus, auch mit aus wenig etwas zu machen und wir waren nur 17 Millionen mit guter Landmasse.

Vergiss es einfach, weißt doch selber, dass das niemals funktioniert hätte, kein Volk der Welt in der damaligen konkreten Situation würde irgendeiner Regierung die Zeit und Chance dazu geben.
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Re: Ein Land, zwei Seelen -eine Studie zur Persönlichkeit von Ex-DDR Bürgern

Beitragvon karnak » 1. Juni 2019, 15:02

Spartacus hat geschrieben:
Paradoxerweise ist es so gesehen sogar schade, dass es die DDR nicht mehr gibt. [shocked]

Sparta

Wolltest Deinen gepumpten Wohlstand auf unsere Knochen ausleben. [flash] Irgendeine Vorstellung wo Deine Bundesrepublik heute in Schuldenlast so stehen würde?
" Denn sie hassen am Andersdenkenden nicht nur die andere Meinung, zu der er sich bekennt,sondern auch die Vermessenheit, selbst urteilen zu wollen. Was sie ja doch selbst nie unternehmen und im Stillen sich dessen bewusst sind."
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Re: Ein Land, zwei Seelen -eine Studie zur Persönlichkeit von Ex-DDR Bürgern

Beitragvon Grenzwolf62 » 1. Juni 2019, 15:17

karnak hat geschrieben:
Grenzwolf62 hat geschrieben:Hätte uns Westdeutschland nicht gewollt, dann hätten wir halt was anderes gemacht, eventuell sogar im Laufe der Jahre noch besser.
Mit Mangel kannten wir uns aus, auch mit aus wenig etwas zu machen und wir waren nur 17 Millionen mit guter Landmasse.

Vergiss es einfach, weißt doch selber, dass das niemals funktioniert hätte, kein Volk der Welt in der damaligen konkreten Situation würde irgendeiner Regierung die Zeit und Chance dazu geben.


Ich meinte wenn man uns partout nicht hätte haben wollen.
Natürlich musste uns die alte BRD nehmen weil sie sonst unglaubwürdig gewesen wäre.
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Re: Ein Land, zwei Seelen -eine Studie zur Persönlichkeit von Ex-DDR Bürgern

Beitragvon karnak » 1. Juni 2019, 15:34

Was wohl ihr kleinstes Problem gewesen wäre. [flash]
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Re: Ein Land, zwei Seelen -eine Studie zur Persönlichkeit von Ex-DDR Bürgern

Beitragvon augenzeuge » 1. Juni 2019, 16:01

von Grenzwolf62 
Hätte uns Westdeutschland nicht gewollt, dann hätten wir halt was anderes gemacht, eventuell sogar im Laufe der Jahre noch besser.
Mit Mangel kannten wir uns aus, auch mit aus wenig etwas zu machen und wir waren nur 17 Millionen 


Dann hätte die DDR ja locker weiter existieren können.
Bist schon ein Spaßmacher.

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Hast vollkommen recht. Der Westen hatte damals den echten Sozialismus. Die medizinische Versorgung war besser, Alte konnten ihr Heim noch bezahlen... Studenten hatten ein Auto und fuhren ins Ausland, zu Hause kassierten sie Wohngeld und der Liter Sprit kostete die Hälfte wie im Realsozialismus. Und die Berliner kassierten die Berlinzulage. [wink]

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Re: Ein Land, zwei Seelen -eine Studie zur Persönlichkeit von Ex-DDR Bürgern

Beitragvon Spartacus » 1. Juni 2019, 16:04

karnak hat geschrieben:
Spartacus hat geschrieben:
Paradoxerweise ist es so gesehen sogar schade, dass es die DDR nicht mehr gibt. [shocked]

Sparta

Wolltest Deinen gepumpten Wohlstand auf unsere Knochen ausleben. [flash] Irgendeine Vorstellung wo Deine Bundesrepublik heute in Schuldenlast so stehen würde?


Wohl weit weniger als heute, denn was hat nochmal die Einheit gekostet?

2 Billionen Euro. [flash]

Also, falscher Ansatz, Herr Hauptmann.

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Re: Ein Land, zwei Seelen -eine Studie zur Persönlichkeit von Ex-DDR Bürgern

Beitragvon karnak » 1. Juni 2019, 16:07

Aber doch auf Pump, auch die Bundesrepublik konnte sich das nur mit Schuldenmacherei leisten. Irgendwann wäre das in die Hose gegangen. Wieder mal Glück gehabt, der Staatssozialismus ist rechtzeitig in die Knie gegangen, konnte man die ganzen Wohltaten langsam runterfahren. [flash]
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Re: Ein Land, zwei Seelen -eine Studie zur Persönlichkeit von Ex-DDR Bürgern

Beitragvon pentium » 1. Juni 2019, 16:08

Bei der nächsten Wiedervereinigung achtet man sicher mehr auf die Kosten! Wobei, wenn wir schon mal bei den Kosten sind, was hat eigentlich die Reichsgründung 1871 gekostet...?
*Dos Rauschen in Wald hot mir'sch ageta, deß ich mei Haamit net loßen ka!* *Zieht aah dorch onnern Arzgebirg der Grenzgrobn wie ene Kett, der Grenzgrobn taalt de Länder ei, ober onnere Herzen net!* *Waar sei Volk verläßt, daar is net wert, deß'r rümlaaft of daaner Erd!*
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Re: Ein Land, zwei Seelen -eine Studie zur Persönlichkeit von Ex-DDR Bürgern

Beitragvon Grenzwolf62 » 1. Juni 2019, 16:09

augenzeuge hat geschrieben:
von Grenzwolf62 
Hätte uns Westdeutschland nicht gewollt, dann hätten wir halt was anderes gemacht, eventuell sogar im Laufe der Jahre noch besser.
Mit Mangel kannten wir uns aus, auch mit aus wenig etwas zu machen und wir waren nur 17 Millionen 


Dann hätte die DDR ja locker weiter existieren können.
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Ehe du wieder den Spaßmacher bringst weil du selbst den einfacheren Weg gewählt hast, was sprach denn, schlimmstenfalls, gegen den z.B. tschechischen Weg, rein ökonomisch?
Hätte natürlich gedauert um auf ein Level von heute zu kommen, aber eines hätten wir unbestreitbar behalten können, den menschlichen Stolz der uns zu großen Teilen doch genommen wurde.
Alleine schon dadurch bedingt das wir, da wir es alleine geschafft hätten, nicht als ungelittene Bittsteller hingestellt werden könnten, wie es Westdeutsche heute tun wie hier als User der Interessierte und der Zoll.
Zuletzt geändert von Grenzwolf62 am 1. Juni 2019, 16:17, insgesamt 3-mal geändert.
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Re: Ein Land, zwei Seelen -eine Studie zur Persönlichkeit von Ex-DDR Bürgern

Beitragvon karnak » 1. Juni 2019, 16:12

Spartacus hat geschrieben:
Wohl weit weniger als heute, denn was hat nochmal die Einheit gekostet?

2 Billionen Euro. [flash]

Also, falscher Ansatz, Herr Hauptmann.

Sparta

Wem gekostet, Euch oder uns allen? Das Erste ist eben dieser " falsche Ansatz " der das Land weiter teilt.
Wenn man eine " Beziehung " eingeht sollte man nie in den Vordergrund schieben ob sich " das rechnet ", das wird dann nichts. [hallo]
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Re: Ein Land, zwei Seelen -eine Studie zur Persönlichkeit von Ex-DDR Bürgern

Beitragvon pentium » 1. Juni 2019, 16:13

Grenzwolf62 hat geschrieben:
augenzeuge hat geschrieben:
von Grenzwolf62 
Hätte uns Westdeutschland nicht gewollt, dann hätten wir halt was anderes gemacht, eventuell sogar im Laufe der Jahre noch besser.
Mit Mangel kannten wir uns aus, auch mit aus wenig etwas zu machen und wir waren nur 17 Millionen 


Dann hätte die DDR ja locker weiter existieren können.
Bist schon ein Spaßmacher.

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Ehe du wieder den Spaßmacher bringst weil du selbst den einfacheren Weg gewählt hast, was sprach denn, schlimmstenfalls, gegen den z.B. tschechischen Weg, rein ökonomisch?


Auf die Antwort darf man gespannt sein...

...
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Re: Ein Land, zwei Seelen -eine Studie zur Persönlichkeit von Ex-DDR Bürgern

Beitragvon augenzeuge » 1. Juni 2019, 16:16

Alles, Grenzwolf62. Dafür hätte sich keine Mehrheit gefunden. Hast du denn alles vergessen, was die Bürger wollten? Die hat das Gesetz nicht interessiert, sie hätten ihr Asyl erzwungen, so wie sie die DM erzwungen haben. Den einfachen Weg konnte man erst Ende 89 gehen.
Bei mir wars alles andere als einfach. Sonst hätten es alle gemacht. Logisch, oder?

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Re: Ein Land, zwei Seelen -eine Studie zur Persönlichkeit von Ex-DDR Bürgern

Beitragvon Grenzwolf62 » 1. Juni 2019, 16:23

augenzeuge hat geschrieben:Alles, Grenzwolf62. Dafür hätte sich keine Mehrheit gefunden. Hast du denn alles vergessen, was die Bürger wollten? Die hat das Gesetz nicht interessiert, sie hätten ihr Asyl erzwungen, so wie sie die DM erzwungen haben. Den einfachen Weg konnte man erst Ende 89 gehen.
Bei mir wars alles andere als einfach. Sonst hätten es alle gemacht. Logisch, oder?

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Im Gegensatz zu dir Kofferschlepper hatte ich eine Heimat die ich mit jeder Faser liebte und nie verlassen hätte egal was da ist und kommt, das Erzgebirge.
Aber so etwas wirst du nicht verstehen können.
Zuletzt geändert von Grenzwolf62 am 1. Juni 2019, 16:26, insgesamt 1-mal geändert.
Alles wird, vielleicht, gut.
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Re: Ein Land, zwei Seelen -eine Studie zur Persönlichkeit von Ex-DDR Bürgern

Beitragvon augenzeuge » 1. Juni 2019, 16:25

Deine Antwort offenbart Dein Unverständnis meiner Situation.
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Re: Ein Land, zwei Seelen -eine Studie zur Persönlichkeit von Ex-DDR Bürgern

Beitragvon Grenzwolf62 » 1. Juni 2019, 16:28

augenzeuge hat geschrieben:Deine Antwort offenbart Dein Unverständnis meiner Situation.
AZ


Gott, deine fürchterliche Situation als junger Mann in der Diktatur, falls ich paar Tränen übrig habe, ich weine sie für dich.
Alles wird, vielleicht, gut.
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Re: Ein Land, zwei Seelen -eine Studie zur Persönlichkeit von Ex-DDR Bürgern

Beitragvon augenzeuge » 1. Juni 2019, 16:33

Auf deine dumme Bemerkung gehe ich nicht ein. Nicht zuletzt weil ich dein Verständnis dafür nicht brauche.

Du hast jedoch eine Problem mit dem Heimatbegriff.
Schau mal nach, wie man das definiert. Was du mit ihr verbindest, ist falsch.
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Re: Ein Land, zwei Seelen -eine Studie zur Persönlichkeit von Ex-DDR Bürgern

Beitragvon Grenzwolf62 » 1. Juni 2019, 16:59

Welches Problem mit dem Heimatbegriff habe ich denn?
Um mir meines aufzuzeigen, lass mich doch einfach wissen warum deines unproblematischer war/ist.
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Re: Ein Land, zwei Seelen -eine Studie zur Persönlichkeit von Ex-DDR Bürgern

Beitragvon pentium » 1. Juni 2019, 17:20

Vergaß dei Haamit net! Su singt jeds Vögele.
Vergaß dei Haamit net! Su rauscht der Wald.
Es heilt der Storm ons zu in kalter Winterschzeit:
Vergaß dei Haamit net, dort is dei Halt!
Fest stieh zen Volk, der Haamit trei,
su wolln mir Arzgebirger sei!
Anton Günther


Haamit...Heimat Definition:
Land, Landesteil oder Ort, in dem man [geboren und] aufgewachsen ist oder sich durch ständigen Aufenthalt zu Hause fühlt (oft als gefühlsbetonter Ausdruck enger Verbundenheit gegenüber einer bestimmten Gegend)

...
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Re: Ein Land, zwei Seelen -eine Studie zur Persönlichkeit von Ex-DDR Bürgern

Beitragvon Grenzwolf62 » 1. Juni 2019, 17:29

Dr Günther Anton und unner Haamitland.
Wu de Fichten haamlich rauschen, mit kan König möcht ich tauschen... [hallo]
(ungegoogelt und jahrelang nicht in Dialekt/Mundart geschrieben)
Alles wird, vielleicht, gut.
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Re: Ein Land, zwei Seelen -eine Studie zur Persönlichkeit von Ex-DDR Bürgern

Beitragvon pentium » 1. Juni 2019, 17:38

Grenzwolf62 hat geschrieben:Dr Günther Anton und unner Haamitland.
Wu de Fichten haamlich rauschen, mit kan König möcht ich tauschen... [hallo]
(ungegoogelt und jahrelang nicht in Dialekt/Mundart geschrieben)


Wu de Wälder haamlich rauschen...
*Dos Rauschen in Wald hot mir'sch ageta, deß ich mei Haamit net loßen ka!* *Zieht aah dorch onnern Arzgebirg der Grenzgrobn wie ene Kett, der Grenzgrobn taalt de Länder ei, ober onnere Herzen net!* *Waar sei Volk verläßt, daar is net wert, deß'r rümlaaft of daaner Erd!*
Anton Günther

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Re: Ein Land, zwei Seelen -eine Studie zur Persönlichkeit von Ex-DDR Bürgern

Beitragvon Grenzwolf62 » 1. Juni 2019, 17:39

[flash]
Bin jetzt modifizierter Halbwessi.
Alles wird, vielleicht, gut.
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