Volkspolizisten und ihre Übernahme trotz Stasizuarbeitung

Alles was in den Zeitraum nach der Wende gehört. Das Zusammenwachsen von zwei grundverschiedenen Systemen, Probleme, Erwartungen, Empfindungen usw.

Re: Volkspolizisten und ihre Übernahme trotz Stasizuarbeitung

Beitragvon Spartacus » 29. Juni 2017, 17:56

Dr. 213 hat geschrieben:Von Berlin- Verbot hab ich schon mal gehört, aber den Bezirk nicht verlassen dürfen ?
Wie haben die es denn überwachen können, oder hattest Du einen Eintrag im normalen Perso ?
Wenn so Jemand am Wochenende zu seiner Schnecke am anderen Ende der Republik
gefahren ist, wie hätten z.B. die Trapos von diesem ausgesprochenen Verbot Kenntniss haben sollen ?

Gruß
Dr. 213


Nun Doc,

schauen wir uns den § 48 mal an. [hallo]

§ 48. (1) Bei einer Verurteilung wegen eines Verbrechens kann das Gericht zur Verhütung erneuter Straffälligkeit zusätzlich auf die Zulässigkeit staatlicher Kontrollmaßnahmen durch die Organe der Deutschen Volkspolizei erkennen, wenn
1. der Täter bereits wegen eines Verbrechens bestraft ist;
2. die Würdigung seiner Tat und Persönlichkeit ergibt; daß nach Verbüßung der Strafe eine ordnungsgemäße Wiedereingliederung des Verurteilten durch staatliche Kontrollmaßnahmen unterstützt werden muß.

(2) Bei Verurteilung wegen Rowdytums und Zusammenrottung kann das Gericht auf die Zulässigkeit staatlicher Kontrollmaßnahmen durch die Deutsche Volkspolizei erkennen, wenn der Täter mit Freiheitsstrafe oder Verurteilung auf Bewährung bestraft wird.

(3) Der Leiter des für den Wohnort des Haftentlassenen zuständigen Volkspolizei-Kreisamtes erhält durch die gerichtliche Entscheidung das Recht, dem Verurteilten Auflagen zu erteilen. Die Auflagen können umfassen
- die Verpflichtung zur Meldung bei einer Dienststelle der Deutschen Volkspolizei, einschließlich der vorherigen Mitteilung eines Arbeitsplatzwechsels sowie zusätzliche Meldepflichten;
- die Untersagung des Aufenthalts an einzelnen bestimmten Orten, zum Besuch bestimmter Örtlichkeiten oder des Umgangs mit bestimmten Personen. Außerdem ist die Versagung, der Entzug oder die Einschränkung staatlicher Erlaubnisse und Genehmigungen durch die zuständigen Organe zulässig. Durchsuchungen der Wohnung und anderer umschlossener Räume dürfen auch zur Nachtzeit durchgeführt werden.

(4) Die Kontrollmaßnahmen werden im einzelnen vom Leiter des Volkspolizei-Kreisamtes festgelegt. Ihre Dauer beträgt mindestens zwei und höchstens fünf Jahre.

(5) Das Gericht kann im Urteil die nach §,17 Absatz 2 Ziffer 2 vorgesehene Maßnahme mit der Wirkung aussprechen, daß die Zuweisung des Arbeitsplatzes der Genehmigung der Organe der Deutschen Volkspolizei bedarf.

(6) Verletzt ein unter Kontrollmaßnahmen Gestellter böswillig die ihm erteilten Auflagen, wird er nach § 238 bestraft.


Kumpel hatte sicherlich auch die erwähnten Auflagen, bei mir waren sie ganz konkret so, dass ich mich jeden Tag bei der VP melden musste, wenn ich mich recht entsinne um 17 Uhr.
Außerdem war ich natürlich in meiner Gegend auch den Bullen bestens bekannt. Wenn die mich also irgendwo anders gesehen hätten, hätten sie mich hinhängen können.

Alles klar?

Sparta


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Re: Volkspolizisten und ihre Übernahme trotz Stasizuarbeitung

Beitragvon Dr. 213 » 29. Juni 2017, 20:20

Das sind ja Informationen aus erster Hand. Ja, so stelle ich mir eine gute Vermittlung von Wissen in einem Forum vor.
Wie schön, daß wir solche Zeitzeugen unter den Usern hier haben.

Von diesen Sachen hatte ich wirklich keine Ahnung. Aber es hätte mich beinahe auch selber treffen können.

Was mir mal so bei den Paragrafen aufgefallen ist, dieses Rowdytum war wohl eine regelrechte Allzweckwaffe im Kampf
gegen alle Gegner des SED- Systems. Und der Begriff Rowdytum ist ja auch so schön dehnbar und auslegbar.

Gruß
Dr. 213
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Re: Volkspolizisten und ihre Übernahme trotz Stasizuarbeitung

Beitragvon Volker Zottmann » 29. Juni 2017, 20:53

In unseren VEB (ich kenne es bis 1985 im Februar) war ein junger Mann mit Berlinverbot verbannt.
Er bekam auf einem Nachbardorf eine bescheidene Bleibe zugewiesen und hatte ebensolche beschriebenen Meldeauflagen zu erfüllen. Dieser hatte sich täglich beim BGL-Vorsitzenden, der auch Arbeitsschutzinspektor war, zu melden. Kam er nicht, gabs Remmidemmi.
Trotz Auflagen fuhr der statt zu arbeiten lieber zum Zechen nach QLB. Nachts wurde er völlig nackt auf der Bahnhofstreppe sitzend aufgespürt. Wieso und warum wurde nie geklärt.
Seine Auflagen wurden dann noch weiter verschärft. Jeder sogenannte Rowdy wurde überwacht, das war mir bekannt.

Gruß Volker
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Re: Volkspolizisten und ihre Übernahme trotz Stasizuarbeitung

Beitragvon Interessierter » 30. Juni 2017, 10:27

Zur Ernennung von Hans-Jürgen Mörke als Polizeipräsident in Brandenburg, konnte man 2015 im Tagesspiegel dieses lesen:

Für viele Beamte viel gravierender aber ist Mörkes DDR-Vergangenheit. Der heute 60-Jährige war bis zur Wende Leiter des Volkspolizei-Kreisamtes Nauen; der jüngste DDR-weit. Damit war Mörke nicht nur für Kriminal-, Schutz- und Verkehrspolizei verantwortlich – sondern auch für die berüchtigte Abteilung K1, also die politische Polizei, einer Art Staatssicherheit der Volkspolizei, die mit geheimdienstlichen Mitteln arbeitete. Oder wie es der frühere Potsdamer Polizeipräsident der Nachwendezeit, Detlef Graf von Schwerin, sagte: Die K1 war eng mit der Stasi verbunden und eines der wichtigsten Repressionsinstrumente der DDR.

http://www.tagesspiegel.de/berlin/umstr ... 86440.html
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Re: Volkspolizisten und ihre Übernahme trotz Stasizuarbeitung

Beitragvon Spartacus » 30. Juni 2017, 17:32

Das sind ja Informationen aus erster Hand. Ja, so stelle ich mir eine gute Vermittlung von Wissen in einem Forum vor.


Immer wieder gerne Doc. [hallo]

LG

Sparta


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Re: Volkspolizisten und ihre Übernahme trotz Stasizuarbeitung

Beitragvon Merkur » 6. Juli 2017, 10:28

Interessierter hat geschrieben:Zur Ernennung von Hans-Jürgen Mörke als Polizeipräsident in Brandenburg, konnte man 2015 im Tagesspiegel dieses lesen:
Für viele Beamte viel gravierender aber ist Mörkes DDR-Vergangenheit. Der heute 60-Jährige war bis zur Wende Leiter des Volkspolizei-Kreisamtes Nauen; der jüngste DDR-weit.Damit war Mörke nicht nur für Kriminal-, Schutz- und Verkehrspolizei verantwortlich – sondern auch für die berüchtigte Abteilung K1, also die politische Polizei, einer Art Staatssicherheit der Volkspolizei, die mit geheimdienstlichen Mitteln arbeitete.


Na da hätte ich ja bei dem vom @Interessierten abgeschriebenen Vorwurf wenigstens mal einen Nebensatz erwartet, der aufzeigt, wie sehr ein VPKA-Leiter in die Interna des AG I der K eingebunden war.
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Re: Volkspolizisten und ihre Übernahme trotz Stasizuarbeitung

Beitragvon HPA » 6. Juli 2017, 10:53

Ach, war er das etwa nicht?

Das würde ja das Meinungsbild verstärken, dass die K1 eben keine normale Vopo Abteilung war.

Wohl doch eher Stasi als Vopo. [grin]
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Re: Volkspolizisten und ihre Übernahme trotz Stasizuarbeitung

Beitragvon Merkur » 6. Juli 2017, 11:17

HPA hat geschrieben:Ach, war er das etwa nicht?
Das würde ja das Meinungsbild verstärken, dass die K1 eben keine normale Vopo Abteilung war.
Wohl doch eher Stasi als Vopo. [grin]


Das AG I war als einziges Organ des MdI, welches mit IKM und KK arbeitete, gewiss keine normale Abteilung. Entscheidend für mich ist aber der Schwerpunkt der Aufgabenstellung im Bereich der AK und WK und nicht der PK.
Der Leiter des VPKA war zwar Vorgesetzter in disziplinarer Hinsicht, die fachliche Anleitung der Kommissariate/Arbeitsgruppen I in den VPKÄ erfolgte über das Dezernat I der BDVP.
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Re: Volkspolizisten und ihre Übernahme trotz Stasizuarbeitung

Beitragvon Interessierter » 6. Juli 2017, 18:29

Der Leiter der Leipziger Stasi-Gedenkstätte „Runde Ecke“, Tobias Hollitzer warf der Politik vor, nach 1989 wenig Interesse an Aufklärung gezeigt zu haben. So seien Beamte der berüchtigten Volkspolizei-Abteilung K1 meist problemlos in den öffentlichen Dienst übernommen worden. „Diese Abteilung hat aber mit den gleichen Methoden wie die Stasi gearbeitet und Inoffizielle Mitarbeiter für sich spitzeln lassen“, sagte Hollitzer. Die K1 sei die letzte funktionierende konspirative Struktur in der DDR gewesen.

http://www.faz.net/aktuell/politik/inla ... 31427.html

Die k 1 kümmerte sich um Republikfluchtverdächtige und verhinderte Fluchten, genauso observierten sie Personen, die einen Ausreiseantrag gestellt hatten und hielten diese unter Kontrolle.

Ich finde den permanenten Versuch, Organe der SED – Diktatur als unpolitisch- und ihr Handeln als rechtsstaatlich hinzustellen, einfach lächerlich. Das gilt übrigens für alle Diktaturen auf der Welt.

Die VP der DDR ( nicht nur K 1 ) war Handlanger und Erfüllungsgehilfe der Geheimpolizei ( Stasi ) und Polizei der SED.
Damit das in der BRD nicht passieren konnte, wurde hier damals schon, die Polizei zur Ländersache.

Der Versuch mit Hinweisen auf andere Tätigkeiten, Handlungen und Repressionen, die gegen die eigene Bevölkerung durchgeführt wurden schönzureden, war auch schon bei der Stasi wenig erfolgreich.
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Re: Volkspolizisten und ihre Übernahme trotz Stasizuarbeitung

Beitragvon Interessierter » 18. März 2018, 12:59

Wenn ehemalige Mitarbeiter der VP/Kriminalpolizei ( niederen Dienstgrades ) damals nicht bemerken konnten, wie stark das AG I mit OibE der Stasi in leitenden Positionen bis in die Bezirke durchsetzt war, kann man das aufgrund der verordneten Geheimhaltung ja noch nachvollziehen.
.Wenn diejenigen aber heute das noch bestreiten und noch dreist anderen Usern vorwerfen, dass sie keine Ahnung hätten, dann bezeichne ich das als Verklärung.

Nachstehend dazu dieses:


Das AG I arbeitete einerseits nach Befehlen und Weisungen des Ministeriums des Inneren und Chefs der Deutschen Volkspolizei. Andererseits wurde es aber auch im Laufe der Jahre durch Offiziere im besonderen Einsatz und sogenannten Einfluss – IM , vom MfS unterwandert. So erklärt sich auch, dass das MfS seinen Einfluss auf das AG I verstärkte und dessen Möglichkeiten zunehmend für sich nutzte.

Der großen Mehrheit der Mitarbeiter des AG I blieb dauerhaft verborgen, dass die Leitungsebenen und andere Schlüsselstellen mit Offizieren im besonderen Einsatz besetzt waren.


Die VP war das Herrschaftsinstrument der SED und eine politisch bestimmte Polizei. Außerdem war die AG I an politischen Repressionsmaßnahmen beteiligt, etwa gegen Übersiedlungswillige, nonkonforme Jugendliche und „ Asoziale „.

Das Ziel des MfS war es, Ermittlungsergebnisse des AGI zu nutzen und einer eigenen sicherheitspolitischen Wertung zu unterziehen, gleich ob deren Leitung davon wussten oder nicht.
Dieses Arbeitsprinzip des MfS fand grundsätzlich Anwendung im Zusammenwirken mit dem AG I.

Entgegen der Dienstanweisung Nr. 2/79 unterwanderte das MfS mit einer Vielzahl von Offizieren im besonderen Einsatz die AG I, um an das zusätzliche Informationsaufkommen zu gelangen.
1988 hatten 80% der vom MfS eingeleiteten Ermittlungsverfahren Bezugspunkte zur Übersiedlungsproblematik. 25% der vom MfS eingeleiteten Ermittlungsverfahren beruhten hauptsächlich auf Materialien oder Hinweisen des AG I.

Auch zur Erfassung der Personen, die in Internierungslager gesteckt werden sollten, bediente sich das MfS der Daten des AG I.
Das MfS übte von Anfang an Einfluss auf die Gestaltung und des Arbeitsprozesses des AG I aus. Die Einflussnahme auf Kader und Inhalte des AG I wurde bis 1989 immer weiter verfeinert.Mitarbeiter der Operativ - Abteilung des AG I hatten den Einstellungsbedingungen des MfS zu entsprechen, um später nach einer Verpflichtungserklärung Offizier im besonderen Einsatz und Angehöriger des MfS werden zu können.

Die Einflussnahme durch OibE und auch inoffiziellen Mitarbeitern in Schlüsselpositionen war in keinem anderen staatlichen Organ so perfekt praktiziert wie gegenüber der VP und speziell gegenüber dem AG I der Kriminalpolizei.

Die überaus starke Durchsetzung mit OibE in leitenden Position, hob die Eigenständigkeit des AG I nicht auf. Deren Wirken im Interesse des MfS blieb für die meisten Angehörigen des AG I unbekannt. Eine positive Einstellung zur Tätigkeit des MfS war eine der Voraussetzungen um Angehöriger des AG I zu werden.

Die OibE hatten die Interessen des MfS hinsichtlich der Aufgaben und Arbeitsweise des AG I konsequent durchzusetzen. Seit Ende der sechziger Jahre waren bis zur Bezirksebene alle Leitungsfunktionen des AG I mit Offizieren im besonderen Einsatz, das heißt mit hauptamtlichen Mitarbeitern des MfS besetzt!!

Der Einfluss des MfS erstreckte sich bis hin zu Festlegungen von Schwerpunkten, auf welche sich das AG I konzentrieren sollte.

Wie man lesen kann, konnte man als Angehöriger des AG I unbemerkt und lautlos mittels einer Verpflichtung zum Stasi - Mitarbeiter werden. Wie weit das dann zur Wendezeit überhaupt noch nachvollziehbar war, wäre ein anderes Thema .. [denken]

Wer interessiert ist, kann das übrigens in seriösen Quellen im Internet nachlesen.

Wie man sieht: Nicht überall wo VP draufstand, war auch nur VP drinnen.... [grin]
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Re: Volkspolizisten und ihre Übernahme trotz Stasizuarbeitung

Beitragvon andr.k » 18. März 2018, 15:00

Interessierter hat geschrieben:Wenn diejenigen aber heute das noch bestreiten und noch dreist anderen Usern vorwerfen, dass sie keine Ahnung hätten, dann bezeichne ich das als Verklärung.
Interessierter hat geschrieben:Wer interessiert ist, kann das übrigens in seriösen Quellen im Internet nachlesen.


... seriösen Quellen im Internet.... [flash]

Wie oft willst du den Link von "horch und guck" noch einstellen? Damit zeigst du wirklich, dass du von der gesamten Materie immer noch keine Ahnung hast. Und da du hier die Dienstanweisung Nr. 2/79 ansprichst, stelle ich diese einfach mal ein, damit du überhaupt weißt, wovon du hier redest.


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Re: Volkspolizisten und ihre Übernahme trotz Stasizuarbeitung

Beitragvon Volker Zottmann » 18. März 2018, 15:44

Hast Du bei Deiner Verpflichtungserklärung nicht für Geheimhaltung unterschrieben? [ich auch]
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Re: Volkspolizisten und ihre Übernahme trotz Stasizuarbeitung

Beitragvon andr.k » 18. März 2018, 15:48

Interessierter hat geschrieben:Entgegen der Dienstanweisung Nr. 2/79 unterwanderte das MfS mit einer Vielzahl von Offizieren im besonderen Einsatz die AG I, um an das zusätzliche Informationsaufkommen zu gelangen.


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Re: Volkspolizisten und ihre Übernahme trotz Stasizuarbeitung

Beitragvon andr.k » 18. März 2018, 15:57

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Re: Volkspolizisten und ihre Übernahme trotz Stasizuarbeitung

Beitragvon andr.k » 18. März 2018, 16:01

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Re: Volkspolizisten und ihre Übernahme trotz Stasizuarbeitung

Beitragvon andr.k » 18. März 2018, 16:05

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Re: Volkspolizisten und ihre Übernahme trotz Stasizuarbeitung

Beitragvon andr.k » 18. März 2018, 16:10

Volker Zottmann hat geschrieben:Hast Du bei Deiner Verpflichtungserklärung nicht für Geheimhaltung unterschrieben? [ich auch]


In Sachen von Spekulation bist du hier der Größte. [grin]
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Re: Volkspolizisten und ihre Übernahme trotz Stasizuarbeitung

Beitragvon Interessierter » 18. März 2018, 17:47

Zitat andr.k:

... seriösen Quellen im Internet.... [flash]

Wie oft willst du den Link von "horch und guck" noch einstellen? Damit zeigst du wirklich, dass du von der gesamten Materie immer noch keine Ahnung hast. Und da du hier die Dienstanweisung Nr. 2/79 ansprichst, stelle ich diese einfach mal ein, damit du überhaupt weißt, wovon du hier redest.


Wenn du wahrheitswidrig behauptest, ich hätte heute den Link von Horch und Guck eingestellt, dann beweist du nur zum wiederholten Mal, dass du Dank deiner Suboptimierung derjenige bist, der keine Ahnung hat. Dein Versuch hier ellenlange Dienstanweisungen reinzukopieren, um damit davon abzulenken, dass AG I von Stasiangehörigen unterwandert wurde und bis in die Bezirke hinein die leitenden Positionen besetzte. Vom Mitarbeiter AG I wurde man lautlos zum Stasiangehörigen. Nach außen und für die meisten der Kollegen blieb man selbstverständlich Angehöriger der VP... [flash]

Ob die Hinweise und die Verpflichtungserklärungen selbst, von der schredderfreundlichen VP vernichtet werden konnten, entzieht sich im Moment noch meiner Kenntnis. Sollte das gelungen sein, so könnte es möglich sein, dass sich heute in der bundesrepublikanischen Polizei,evtl. ehemalige K I - Angehörige , die aber aufgrund ihrer geheimen Verpflichtungserklärung der Stasi zuzuordnen waren, tummeln. [denken]
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Re: Volkspolizisten und ihre Übernahme trotz Stasizuarbeitung

Beitragvon Merkur » 18. März 2018, 18:01

Interessierter hat geschrieben: Dein Versuch hier ellenlange Dienstanweisungen reinzukopieren


Vermutlich hast Du den Interessierten quantitativ und qualitativ überfordert. Ich finde ja Primärquellen im Gegensatz zu den Interpretationen irgendwelcher Universaldilettanten immer gut.
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Re: Volkspolizisten und ihre Übernahme trotz Stasizuarbeitung

Beitragvon andr.k » 18. März 2018, 18:32

Interessierter hat geschrieben:Wenn du wahrheitswidrig behauptest, ich hätte heute den Link von Horch und Guck eingestellt, dann beweist du nur zum wiederholten Mal, dass du Dank deiner Suboptimierung derjenige bist, der keine Ahnung hat. Dein Versuch hier ellenlange Dienstanweisungen reinzukopieren, um damit davon abzulenken, dass AG I von Stasiangehörigen unterwandert wurde und bis in die Bezirke hinein die leitenden Positionen besetzte. Vom Mitarbeiter AG I wurde man lautlos zum Stasiangehörigen. Nach außen und für die meisten der Kollegen blieb man selbstverständlich Angehöriger der VP... [flash]

Ob die Hinweise und die Verpflichtungserklärungen selbst, von der schredderfreundlichen VP vernichtet werden konnten, entzieht sich im Moment noch meiner Kenntnis. Sollte das gelungen sein, so könnte es möglich sein, dass sich heute in der bundesrepublikanischen Polizei,evtl. ehemalige K I - Angehörige , die aber aufgrund ihrer geheimen Verpflichtungserklärung der Stasi zuzuordnen waren, tummeln.


Thema: Wahrheitswidrig! Schau mal ---> http://neues-forum.info/forum/viewtopic.php?p=262379#p262379

Deine erwähnte 2/79 soll doch nach deinen Aussagen/Link aussagen, dass: “Entgegen der Dienstanweisung Nr. 2/79 unterwanderte das MfS mit einer Vielzahl von Offizieren im besonderen Einsatz die AG I, um an das zusätzliche Informationsaufkommen zu gelangen“, leider finde ich in dieser Dienstanweisung nix vom AG I. Das kannst du doch sicherlich erklären, oder?

Jetzt möchte ich auch bitte von dir erklärt bekommen, wie man lautlos von AG I MA zum MfS MA wurde. Wurden da die Dienstmarken getauscht und die monatlichen Bezüge vom MfS übernommen?

Deine Momente und Kenntnisse finde ich immer wieder amüsant.
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Re: Volkspolizisten und ihre Übernahme trotz Stasizuarbeitung

Beitragvon andr.k » 18. März 2018, 18:44

Merkur hat geschrieben:
Interessierter hat geschrieben: Dein Versuch hier ellenlange Dienstanweisungen reinzukopieren


Vermutlich hast Du den Interessierten quantitativ und qualitativ überfordert. Ich finde ja Primärquellen im Gegensatz zu den Interpretationen irgendwelcher Universaldilettanten immer gut.


Die Vermutung liegt sehr nahe. Ich verstehe wirklich nicht, warum er hier mit Dienstanweisungen herumhantiert und deren Inhalt nicht kennt? Dann regt er sich auch noch darüber auf, dass man ihn diese zum Lesen vorlegt???? [flash]
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Re: Volkspolizisten und ihre Übernahme trotz Stasizuarbeitung

Beitragvon Interessierter » 19. März 2018, 10:59

Zitat andr.k:
Deine erwähnte 2/79 soll doch nach deinen Aussagen/Link aussagen, dass: “Entgegen der Dienstanweisung Nr. 2/79 unterwanderte das MfS mit einer Vielzahl von Offizieren im besonderen Einsatz die AG I, um an das zusätzliche Informationsaufkommen zu gelangen“, leider finde ich in dieser Dienstanweisung nix vom AG I. Das kannst du doch sicherlich erklären, oder?

Jetzt möchte ich auch bitte von dir erklärt bekommen, wie man lautlos von AG I MA zum MfS MA wurde. Wurden da die Dienstmarken getauscht und die monatlichen Bezüge vom MfS übernommen?

Deine Momente und Kenntnisse finde ich immer wieder amüsant.


Deine Möglichkeiten scheinen sich darauf zu beschränken, persönliche Angriffe gegen dir nicht genehme User zu fahren. Dein erschreckendes Manko sich Fakten zu erarbeiten und dein großes Unwissen, verbunden mit deiner Unverfrorenheit trotzdem Dinge zu behaupten, die einfach falsch sind, können daher kein Anlass für mich sein, deine Bildungslücken zu schließen.

Entgegenkommenderweise trotzdem von mir der Hinweis, dass es auch Durchführungsbestimmungen zur Dienstanweisung 2/79 über das politisch - operative Zusammenwirken mit der AG I der K gibt. ( GVS 0008 MfS 42/78 )

Wenn du weiter keine Ahnung hast und fragst ob die monatlichen Bezüge vom MfS übernommen wurden, so muss man ja nicht alles wissen; aber man muss wissen wo man es finden kann und nicht noch in seiner grenzenlosen Unwissenheit andere User angreifen!

Die Gehälter wurden im MfS errechnet, die Bezahlung erfolgte jedoch durch das MdI. Sinn dieses Verfahrens war, zu verhindern, dass
Mitarbeiter der Verwaltung Finanzen des MdI Kenntnis erhielten.

@Merkur:
Wenn Mielke mit seiner Dienstanweisung festlegte, dass die Leitung der Diensteinheiten des Arbeitsgebietes I, unter Wahrung der Konspiration, mit Offizieren im besonderen Einsatz, zu besetzen sei, so war die Führung der K I faktisch in Händen des MfS!!

Das geschah, wenn erforderlich, natürlich üblicherweise unter Legendenbildung. Wer meint die von mir eingestellte Aussagen zum Thema KI und das MfS, die vom BstU erarbeitet wurden, wären Erkenntnisse von Universaldilettanten, scheint an krankhafter Selbstüberschätzung zu leiden.

Wer so agiert, hat sich selbst als sachlicher Diskussionsteilnemer disqualifiziert.
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Re: Volkspolizisten und ihre Übernahme trotz Stasizuarbeitung

Beitragvon zoll » 20. März 2018, 16:56

Längst habe ich bemerkt, dass ich schreiben kann was ich will - keine Reaktion. Wahrscheinlich ist alles von mir großer Mist, ob ich sich um Zustimmung oder Ablehnung oder Kritik handelt.
Damit kann ich leben. Bin ja ein Wessi, der von dem Ganzen keinen blassen Schimmer hat.

Zu dem Thema in der Gesamtheit möchte ich bemerken: man hätte im Einigungsvertrag diese ganze Militär- VoPo- und Stasimischpoke ab Dienstgrad Major unter Generalverdacht der Zuwiderhandlung gegen geltende Menschenrechte stellen müssen.
Dann hätte der Rechtsstaat Zeit und Gelegenheit gehabt mit diesem Unrecht aufzuräumen.
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Re: Volkspolizisten und ihre Übernahme trotz Stasizuarbeitung

Beitragvon AkkuGK1 » 20. März 2018, 17:39

@Zoll zu deinem ersten Satz: worauf beziehst du dich?
zu 2 da gebe ich dir schon Recht, das wäre aber sicher gegen den Deal zur Grenzöffnung gewesen.
König von Deutschland, das kann ich mir richtig vorstellen, die Gefängnisse wären voll mit Gesperrten - ich bin raus.
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Re: Volkspolizisten und ihre Übernahme trotz Stasizuarbeitung

Beitragvon Danny_1000 » 20. März 2018, 17:44

zoll hat geschrieben:Längst habe ich bemerkt, dass ich schreiben kann was ich will - keine Reaktion. Wahrscheinlich ist alles von mir großer Mist, ob ich sich um Zustimmung oder Ablehnung oder Kritik handelt.
Damit kann ich leben. Bin ja ein Wessi, der von dem Ganzen keinen blassen Schimmer hat.

Zu dem Thema in der Gesamtheit möchte ich bemerken: man hätte im Einigungsvertrag diese ganze Militär- VoPo- und Stasimischpoke ab Dienstgrad Major unter Generalverdacht der Zuwiderhandlung gegen geltende Menschenrechte stellen müssen.
Dann hätte der Rechtsstaat Zeit und Gelegenheit gehabt mit diesem Unrecht aufzuräumen.
zoll

Von mir bekommst Du gerne eine Reaktion.
1. Vielleicht solltest Du dich erst einmal intensiv mit dem Einigungsvertrag beschäftigen. Da findest Du Antworten.
2. Und dann kenne ich eigentlich keinen einzigen Paragraphen irgend eines Gesetzeswerkers, welcher es erlaubt, ganze Gruppen von Menschen ohne konkrete Beweise unter einen Generalverdacht zu stellen.

3. Und zu guter Letzt: Dass was Du forderst, wurde in der DDR praktiziert. Der Slogan dafür lautete: „Wer nicht für uns ist, ist gegen uns !“

Merkst Du was ?

Danny
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dafür einsetzen, dass du es sagen darfst !
(Evelyn Beatrice Hall 1868; † nach 1939)
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Re: Volkspolizisten und ihre Übernahme trotz Stasizuarbeitung

Beitragvon andr.k » 20. März 2018, 20:36

Interessierter hat geschrieben:Durchführungsbestimmungen zur Dienstanweisung 2/79 über das politisch - operative Zusammenwirken mit der AG I der K gibt. ( GVS 0008 MfS 42/78 )


Du stellst hier ja immer viele Dinge ein und behauptest dann unverfroren und bildungsfern so alles Mögliche.

Was steht denn da nun in dieser "Durchführungsbestimmung (GVS o008 MfS 42/78) zur Dienstanweisung 2/79 über das politisch - operative Zusammenwirken mit dem AG I der K"?

Du bist sonst nicht so bescheiden mit dem Einstellen von Links und Schnickschnack, was deiner Meinung nach immer den tatsächlichen Gegebenheiten entspricht. Also, leg doch mal die "GVS o008 MfS 42/78" zum Lesen auf dem Tisch.
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Re: Volkspolizisten und ihre Übernahme trotz Stasizuarbeitung

Beitragvon Volker Zottmann » 20. März 2018, 22:45

Während der sozialistischen Ausbildung zum Volkspolizisten hätte man statt hunderte Stunden Marxismus/Leninismus besser Respekt, Höflichkeit und Anstand lehren sollen.
Durch dieses Versäumnis schlägt sich nun mindestens noch eine Generation mit teils respektlosen übernommenen Uniformträgern rum. Traurig eigentlich!

Volker
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Re: Volkspolizisten und ihre Übernahme trotz Stasizuarbeitung

Beitragvon zoll » 21. März 2018, 11:27

Betrifft die Verabredungen zum Einigungsvertrag. Ich habe nicht alle Abreden und Nebenabreden zu diesem Vertrag lesen können, wie auch. Da ist sicher einiges noch nicht ans Tageslicht gekommen.
Aber eines ist doch sicherlich bekannt. Die Siegermächte des 2. Weltkrieges haben auf jeden Fall etwas eingefügt was es den Justizorganen der Bundesrepublik unmöglich macht gegen die Interessen obiger Mächte etwas zu unternehmen.
Mir ist es auch klar, das man nicht eine Gruppe unter Generalverdacht stellen kann. Aber wegen der Vorbehalte im Einigungsvertrag ist es noch nicht einmal möglich gegen die Leute vorzugehen die ganz offensichtlich gegen die Menschenrechte und Würde ihrer eigenen Bürgerschaft verstoßen haben.
Es wird also genau so gehandelt wie es nach dem Ende des 2. WK . Über alles eine Soße aus Friede, Freude, Eierkuchen gießen und hoffen das sich die Angelegenheit durch natürlichen Abgang erledigt und das kein Mensch mehr daran rührt. Zeit heilt Wunden. Manchmal auch nicht.
Ich habe den Verdacht, dass diesmal wieder so verfahren wird.
Wenn erst einmal die größten .......... verstorben sind, werden nur noch die kleinen Mittäter angeklagt. Heute ist es inzwischen so, dass die jungen Menschen von den Verbrechen der Täter des "Tausenjährigen Reichs" überhaupt etwas wissen und die Menschenrechtsverletzungen des DDR-Regimes kaum oder gar nicht mehr bekannt sind.

Aus meiner beruflichen Tätigkeit ist mir nur ein Fall einer Entfernung aus dem Dienst bekannt. Der ehem. Angehörige der DDR - Zollverwaltung wurde bei meiner Dienststelle nicht mit finanz - und zollrelevanten Aufgaben betreut. Er wurde als Hausverwalter, neudeutsch Facility Manager, bis zu seiner Entlassung, eingesetzt.
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Re: Volkspolizisten und ihre Übernahme trotz Stasizuarbeitung

Beitragvon Volker Zottmann » 21. März 2018, 11:55

Du hast völlig recht @zoll.
Anfang bis Mitte 1990 drängten doch die Ereignisse zu schnellem Handeln und Einigung. Längere Ausarbeitungszeiten hätten sicher auch Strafverfolgung generell mit einschließen können. So aber, wie das winzige Zeitfenster nun mal war, wurde es genutzt. Nicht nur zu unserem Seelenfrieden. Dadurch sind etliche Ganoven auch verschont geblieben von Strafverfolgung und haben so schnell wieder die große Fresse im "geeinten" Deutschland.

Zur Volksberuhigung hat man ein paar Bauernopfer gebraucht und gefunden. Dem Mielke hat man nur den verspäteten Polizistenmordprozess aufgebürdet. Seine Verbrechen aber innerhalb seiner DDR-Amtszeit sind ungesühnt geblieben. Ob nun ein Honecker, Streletz oder Krenz kurzzeitig einsaßen, war eigentlich unerheblich.

Schlimmer ist, dass viele durch Umbruch arbeitslos Gewordene ihre einstigen Schikaneure im Amt auf der falschen Schreibtischseite wiedertrafen. So wurden selbst Meldestellenleiter, Bürgermeister, Stasileute schweigend in aller Stille auf gut dotierte Plätze gesetzt. Und da sehe ich gewaltige Parallelen zum Unrecht, wie es gerade nach dem 2. Weltkrieg auch geschah. Das kann getrost verglichen werden. Der kleine Mann, und eben nur der, war wieder der Dumme.
Mittäterschaft innerhalb der Familien zu besprechen, verarbeiten, gibt es wahrscheinlich kaum. Ich habe zu vielen Fragen die ich stellte nur Schweigen geerntet. Einzige lobenswerte Ausnahme waren zwei Gespräche mit einem meiner Onkels. Er hat so weit er konnte mir einen Einblick in sein Denken und seine Beteiligung innerhalb des Stasiapparates gegeben. Was geredet wurde, bleibt aber für immer bei mir. Die es betrifft, sterben ohnehin bald aus. Ich schüre diesbezüglich keine Unruhe mehr. Es bringt einfach nichts.

Wichtiger ist mir, es neben meinen Kindern vor allem den Enkelinnen zu erläutern, wie der DDR-Staat funktionierte, was man durfte, was nicht. Dazu sind wir dieses Jahr bespielsweise in Hohegeiß in einen schönen Hotel und werden nicht nur zum Brocken hoch wandern oder fahren. Sie bekommen von mir den gesamten Grenzverlauf und Aufbau in diesem Stück Harz (Hohegeiß bis Schierke) nahegebracht und die Orte gezeigt, an denen Flüchtlinge ermordet worden. Grenzsperranlagen werden besichtigt. Das wird sie nachhaltig prägen.

Gruß Volker
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Re: Volkspolizisten und ihre Übernahme trotz Stasizuarbeitung

Beitragvon karnak » 21. März 2018, 12:32

Und es könnte nicht sein, dass es sich um plumpen Sozialneid handelt, man hätte so gerne oben mitgespielt, dass hat nicht geklappt, Schuld daran hatte natürlich irgend jemand , selbst ist man davon überzeugt, dass man zu viel mehr in der Lage gewesen wäre, man wurde nur nicht gelassen . Und dann kam sie endlich, die "Wende" , jetzt sollte es nun so weit sein, jetzt kommt man oben an. Hat wieder nicht geklappt, aber jetzt können nicht die Neuen " da oben" schuld sein, die die man schließlich selbst herbei gejubelt hat, also können es nur wieder die alten Verdächtigungen gewesen sein, die unfreundlichen Volkspolizisten, trunkenen Stasi Bediensteten und Korrupten SED- Schergen, in die Ämter gebracht, durch wen eigentlich, durch die selbst Herbeigesehnten? Und dort drangsalieren und verhöhnen sie auch noch weiterhin die"ewigen Opfer", und zwar nun seit gut 28 Jahren, also schon vor der Wende und danach, ein Zoll stellt sogar seinen alten Arbeitgeber in Frage, warum hat er denn so lange diesem gedient und Zigaretten über den Zaun geschmissen, weil er ein ähnlicher Vasall war wie die unfreundlichen Volkspolizisten, trunkenen Stasi Bediensteten und Korrupten SED-Schergen, oder wo war der Grund dafür? Ist Euch dieser Müll nicht langsam selbst zu blöd?
" Denn sie hassen am Andersdenkenden nicht nur die andere Meinung, zu der er sich bekennt,sondern auch die Vermessenheit, selbst urteilen zu wollen. Was sie ja doch selbst nie unternehmen und im Stillen sich dessen bewusst sind."
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