Volkspolizisten und ihre Übernahme trotz Stasizuarbeitung

Alles was in den Zeitraum nach der Wende gehört. Das Zusammenwachsen von zwei grundverschiedenen Systemen, Probleme, Erwartungen, Empfindungen usw.

Re: Volkspolizisten und ihre Übernahme trotz Stasizuarbeitung

Beitragvon augenzeuge » 30. März 2018, 19:04

Die Stasi aber war ein Unterdrückungsorgan. Beide als "Sicherheitsorgane" zu bezeichnen ist bereits Schönfärberei.


Das ist die Sichtweise. [grins] Für die Sicherheit der Führung und sich selbst, musste man unterdrücken und Gewalt anwenden. Erkannte später sogar Schabowski... [flash]

AZ
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Re: Volkspolizisten und ihre Übernahme trotz Stasizuarbeitung

Beitragvon Merkur » 30. März 2018, 19:08

Volker Zottmann hat geschrieben:Beide als "Sicherheitsorgane" zu bezeichnen ist bereits Schönfärberei.
Gruß Volker


Beide waren gemäß Paragraph 88 (2) StPO sogar Untersuchungsorgane. Das ist keine Schönfärberei sondern ein gesicherter Fakt aus der Strafprozessordnung. Das kann einem gefallen oder nicht, es ändert nichts an der Tatsache.
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Re: Volkspolizisten und ihre Übernahme trotz Stasizuarbeitung

Beitragvon Merkur » 30. März 2018, 19:12

augenzeuge hat geschrieben:Erkannte später sogar Schabowski...
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Na wenn das jetzt Dein Gradmesser ist. Der hat im Laufe seiner Karriere ja nun vieles erkannt. [flash]
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Re: Volkspolizisten und ihre Übernahme trotz Stasizuarbeitung

Beitragvon andr.k » 30. März 2018, 21:00

Interessierter hat geschrieben:
Merkur » 26. März 2018, 14:23

Interessierter hat geschrieben:
„Diese Abteilung hat aber mit den gleichen Methoden wie die Stasi gearbeitet und Inoffizielle Mitarbeiter für sich spitzeln lassen“, sagte Hollitzer.

Bloß gut, dass alle konspirativ tätigen Sicherheitsorgane mit IM oder V-Leuten arbeiten. [hallo]


Bloß gut, das man deinem einzeiligen Halbwissen keinen Glauben schenken kann.


Von den bescheidenen personellen Anfängen wuchs die Zahl der Mitarbeiter des AG I überproportional, bis im Jahr 1986 jeder fünfte Kriminalpolizist diesem Bereich angehörte.


Merkur, dass du nun versuchst das schönzureden, in dem du behauptest es hätte insgesamt nur 25 OibE im AGI gegeben, die auch schon zu viel gewesen wären, ändert es nichts an den von mir eingestellten Aussagen.




E. Mielke gelangte 1986 zu der Ansicht, dass zur Einflussnahme auf staatliche und gesellschaftliche Institutionen der Einsatz von OibE nicht mehr vonnöten sei, so wurde im Strafvollzugswesen die Zahl der OibE deutlich reduziert. Zum Zeitpunkt der Wende verfügte die HA VII/8 auf zentraler Ebene nur noch über einen OibE, der in der AR I/4 der K wirkte.

Siehe Ordnung 6/86 des Ministers über die Arbeit mit OibE, Einschätzung der HA VII/8 des Standes der Arbeit mit OibE vom 5.7. 1989 und 1. Durchführungsbestimmung zur Dienstanweisung 2/79 über das politisch-operative Zusammenwirken mit dem AG I der K vom 14.5.1987.

P.S.: @Interessierter: Ich hoffe, dass ich eine Wissenslücke schließen konnte …
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Re: Volkspolizisten und ihre Übernahme trotz Stasizuarbeitung

Beitragvon Volker Zottmann » 30. März 2018, 21:09

Wann wurde denn in Schwerin am Theater der letzte amtierende OibE überflüssig? (War er sicher immer, aber ich meine überflüssig aus Sicht des MfS)

Gruß Volker
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Re: Volkspolizisten und ihre Übernahme trotz Stasizuarbeitung

Beitragvon augenzeuge » 30. März 2018, 21:10

Merkur hat geschrieben:
augenzeuge hat geschrieben:Erkannte später sogar Schabowski...
AZ


Na wenn das jetzt Dein Gradmesser ist. Der hat im Laufe seiner Karriere ja nun vieles erkannt. [flash]

Siehst du da qualifizierst du ihn ab. Obwohl er mit Sicherheit besser qualifiziert war als wir beide zusammen.
Ja, ich hätte mir gewünscht, dass mehr Leute seine Einsichten geteilt hätten als den alten Weltverbesserern hinterher zu laufen.
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Re: Volkspolizisten und ihre Übernahme trotz Stasizuarbeitung

Beitragvon Merkur » 30. März 2018, 21:14

Volker Zottmann hat geschrieben:Wann wurde denn in Schwerin am Theater der letzte amtierende OibE überflüssig? (War er sicher immer, aber ich meine überflüssig aus Sicht des MfS)

Gruß Volker


Ich bin ja immer noch der Meinung, dass es dort nie einen gab.
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Re: Volkspolizisten und ihre Übernahme trotz Stasizuarbeitung

Beitragvon andr.k » 30. März 2018, 21:20

Merkur hat geschrieben:
Volker Zottmann hat geschrieben:Wann wurde denn in Schwerin am Theater der letzte amtierende OibE überflüssig? (War er sicher immer, aber ich meine überflüssig aus Sicht des MfS)

Gruß Volker


Ich bin ja immer noch der Meinung, dass es dort nie einen gab.


Richtig! Allein schon aus finanziellen Mitteln (MfS) gab es dort keinen.
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Re: Volkspolizisten und ihre Übernahme trotz Stasizuarbeitung

Beitragvon Merkur » 30. März 2018, 21:22

andr.k hat geschrieben:
Merkur hat geschrieben:
Volker Zottmann hat geschrieben:Wann wurde denn in Schwerin am Theater der letzte amtierende OibE überflüssig? (War er sicher immer, aber ich meine überflüssig aus Sicht des MfS)

Gruß Volker


Ich bin ja immer noch der Meinung, dass es dort nie einen gab.


Richtig! Allein schon aus finanziellen Mitteln (MfS) gab es dort keinen.


Und es macht auch von der Aufgabenstellung und den Einsatzgrundsätzen her keinen Sinn.
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Re: Volkspolizisten und ihre Übernahme trotz Stasizuarbeitung

Beitragvon andr.k » 30. März 2018, 21:30

Merkur hat geschrieben:Und es macht auch von der Aufgabenstellung und den Einsatzgrundsätzen her keinen Sinn.


Eben. Auch wenn das einigen 'Strategen' das nicht passt.
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Re: Volkspolizisten und ihre Übernahme trotz Stasizuarbeitung

Beitragvon augenzeuge » 30. März 2018, 21:37

Allein schon aus finanziellen Mitteln (MfS) gab es dort keinen.

Musst du da nicht selbst lachen? [flash]

Ganz ohne Interesse wars jedenfalls nicht... [angst]
https://www.svz.de/lokales/zeitung-fuer ... 65446.html

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Re: Volkspolizisten und ihre Übernahme trotz Stasizuarbeitung

Beitragvon Merkur » 30. März 2018, 21:49

augenzeuge hat geschrieben:Ganz ohne Interesse wars jedenfalls nicht.
AZ


Da gehe ich mit. Von IM wird ebenfalls berichtet, von einem OibE allerdings nicht. Der war bestimmt so geheim, dass nur der Volker von seiner Existenz Kenntnis hat. [wink]
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Re: Volkspolizisten und ihre Übernahme trotz Stasizuarbeitung

Beitragvon augenzeuge » 30. März 2018, 21:55

Die Liste der OibE ist doch öffentlich.... [blush]

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Re: Volkspolizisten und ihre Übernahme trotz Stasizuarbeitung

Beitragvon Merkur » 30. März 2018, 21:56

augenzeuge hat geschrieben:Die Liste der OibE ist doch öffentlich.... [blush]

AZ


Und in der ist das jeweilige Einsatzobjekt des OibE verzeichnet?
Zuletzt geändert von Merkur am 30. März 2018, 21:58, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Volkspolizisten und ihre Übernahme trotz Stasizuarbeitung

Beitragvon andr.k » 30. März 2018, 21:57

augenzeuge hat geschrieben:
Allein schon aus finanziellen Mitteln (MfS) gab es dort keinen.

Musst du da nicht selbst lachen? [flash]

Ganz ohne Interesse wars jedenfalls nicht... [angst]

AZ


Warum sollte ich Lachen?

Die Ausstellung mit den Szenenfotos habe ich gesehen. Leider wird da nix von einem OibE geschrieben/dargestellt, auch mein 'Nachfragen' ergab nur ein negatives Ergebnis.
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Re: Volkspolizisten und ihre Übernahme trotz Stasizuarbeitung

Beitragvon augenzeuge » 30. März 2018, 21:59

Weil es ganz sicher nie an finanziellen Mitteln gescheitert wäre. [grins]

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Re: Volkspolizisten und ihre Übernahme trotz Stasizuarbeitung

Beitragvon andr.k » 30. März 2018, 22:03

augenzeuge hat geschrieben:Weil es ganz sicher nie an finanziellen Mitteln gescheitert wäre. [grins]

AZ


Dann fahr mal nach Görslow. [hallo]
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Re: Volkspolizisten und ihre Übernahme trotz Stasizuarbeitung

Beitragvon Merkur » 30. März 2018, 22:07

augenzeuge hat geschrieben:Weil es ganz sicher nie an finanziellen Mitteln gescheitert wäre. [grins]
AZ


Zumindest wurde auch deswegen der OibE-Bestand drastisch reduziert. 1983 gab es 3471 OibE, danach sank die Zahl erheblich. 1988 verfügte das Ministerium dann noch über 1856 OibE.
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Re: Volkspolizisten und ihre Übernahme trotz Stasizuarbeitung

Beitragvon Volker Zottmann » 30. März 2018, 22:17

Meine nächste Frage lautet: Wie lange war der OibE im Kulturhaus Schwerin tätig?

Gruß Volker
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Re: Volkspolizisten und ihre Übernahme trotz Stasizuarbeitung

Beitragvon andr.k » 30. März 2018, 22:21

Die Staatskapelle Schwerin hatte allein schon 80 Mitarbeiter, dann kommen noch Schauspieler, Sänger, Tänzer, Bühnenarbeiter und Büro dazu. Eine totale Überwachung war bei den Theaterleuten eigentlich gar nicht realisierbar, da es genügend Nischen gab, wo sie sich zurückziehen konnten. Das ist nicht meine Einschätzung, sondern von einem der dabei war.
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Re: Volkspolizisten und ihre Übernahme trotz Stasizuarbeitung

Beitragvon andr.k » 30. März 2018, 22:23

Volker Zottmann hat geschrieben:Meine nächste Frage lautet: Wie lange war der OibE im Kulturhaus Schwerin tätig?

Gruß Volker

[mundzu]
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Re: Volkspolizisten und ihre Übernahme trotz Stasizuarbeitung

Beitragvon Volker Zottmann » 30. März 2018, 22:26

Die Spitzelquote war mit 27 IM dennoch überproportional hoch zur übrigen DDR. Immerhin hatte das Theater nur etwas über 100 Festangestellte.

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Re: Volkspolizisten und ihre Übernahme trotz Stasizuarbeitung

Beitragvon Volker Zottmann » 30. März 2018, 22:28

andr.k hat geschrieben:
Volker Zottmann hat geschrieben:Meine nächste Frage lautet: Wie lange war der OibE im Kulturhaus Schwerin tätig?

Gruß Volker

[mundzu]

Zumindest weiß ich, wann der nicht dort war und in Leipzig und im Harz beschäftigt war. Ich hätte gern mal gehört, ob eine gewisse Deckungsgleichheit in Eurem wirklichen Wissen besteht.
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Re: Volkspolizisten und ihre Übernahme trotz Stasizuarbeitung

Beitragvon andr.k » 30. März 2018, 22:38

augenzeuge hat geschrieben:
Ganz ohne Interesse wars jedenfalls nicht...

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In den "70er- und 80er-Jahren etwa 30 Inoffizielle Mitarbeiter". Rechne mal das 'Kommen' und 'Gehen' der IM's in fast 20 Jahren dagegen. Vom Wahrheitsgehalt mal abgesehen.

[hallo]
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Re: Volkspolizisten und ihre Übernahme trotz Stasizuarbeitung

Beitragvon augenzeuge » 31. März 2018, 09:48

Merkur hat geschrieben:
augenzeuge hat geschrieben:Weil es ganz sicher nie an finanziellen Mitteln gescheitert wäre. [grins]
AZ


Zumindest wurde auch deswegen der OibE-Bestand drastisch reduziert.


Wie kannst du es dann erklären, dass die finanziellen Mittel insgesamt bis 1989 gestiegen waren, die Zahl der Hauptverantwortlichen MfSler auch danach in anderen Bereichen zunahm?

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Re: Volkspolizisten und ihre Übernahme trotz Stasizuarbeitung

Beitragvon augenzeuge » 31. März 2018, 09:49

andr.k hat geschrieben:
augenzeuge hat geschrieben:
Ganz ohne Interesse wars jedenfalls nicht...

AZ


In den "70er- und 80er-Jahren etwa 30 Inoffizielle Mitarbeiter". Rechne mal das 'Kommen' und 'Gehen' der IM's in fast 20 Jahren dagegen. Vom Wahrheitsgehalt mal abgesehen.

[hallo]


Willst du damit ausdrücken, dass das Interesse gering war?

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Re: Volkspolizisten und ihre Übernahme trotz Stasizuarbeitung

Beitragvon Interessierter » 31. März 2018, 11:36

Wenn ein ehemaliger VP behauptet ich hätte hier keine Fakten bezüglich der Aufgaben, Struktur und dem Verhältnis zum MfS eingestellt, so kann das nur an seiner Lese- oder Erkenntnisschwäche liegen.
Die Erkenntnisse des BStU, die ich hier eingestellt habe, machen mehr als deutlich klar, dass im Arbeitsgebiet K I bei der VP die OibE des MfS das Sagen hatten.

Daran ändern auch alle Verklärungsversuche nichts.

Selbst im NVA – Forum kann man dieses Lesen:
Im Jahre 1989 waren im Arbeitsgebiet I der Kriminalpolizei auf allen Ebenen 459 Personen inoffiziell für das MfS tätig. Das sind rund 20% der Mitarbeiter des Arbeitsgebietes I der Kriminalpolizei.
Um einen Überblick zu geben, welche Positionen bei der Kriminalpolizei innerhalb der BdVP mit OibE des MfS besetzt wurden zwei Beispiele:
BdVP Gera:
Leiter der Abteilung Kriminalpolizei der BdVP = OibE "Kurt",
Leiter des Dezernates I der Abteilung Kriminalpolizei der BdVP = OibE "Klaus",
Leiter der Operativgruppe I / U der BdVP Gera,
Stv. Leiter der Operativgruppe I / U der BdVP Gera,
Leiter des Dezernates II der Abteilung Kriminalpoizei der BdVP Gera = OibE "Horst."

BdVP Dresden:
Leiter des Dezernates I der Abteilung Kriminalpoizei der BdVP Dresden,
Stv. Leiter des Dezernates I der Abteilung Kriminalpolizei der BdVP Dresden,
Leiter der Operativgruppe I / U der BdVP Dresden und zwei weitere Angehörige von I / U der BdVP Dresden
Leiter des Dezernates II der Abteilung Kriminalpolizei der BdVP Dresden,
Leiter der Arbeitsrichtung I der Kriminalpolizei im VPKA Dresden
Leiter Kommissariat I der Kriminalpolizei im Transportpolizeiamt Dresden.


Davon ausgehend, dass es ca. 14 Bezirksdirektionen der VP in der DDR gab, kann jeder ungefähr die Gesamtzahl der OibE hochrechnen und erkennen was für ein Stuss es ist, uns weismachen zu wollen, dass es insgesamt nur 25 gewesen wären... [flash]

Weitere Ausführungen wird es von mir zu derartigen schönrednerischen Behauptungen nicht geben. [mundzu]
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Re: Volkspolizisten und ihre Übernahme trotz Stasizuarbeitung

Beitragvon andr.k » 31. März 2018, 11:42

augenzeuge hat geschrieben:
andr.k hat geschrieben:
augenzeuge hat geschrieben:
Ganz ohne Interesse wars jedenfalls nicht...

AZ


In den "70er- und 80er-Jahren etwa 30 Inoffizielle Mitarbeiter". Rechne mal das 'Kommen' und 'Gehen' der IM's in fast 20 Jahren dagegen. Vom Wahrheitsgehalt mal abgesehen.

[hallo]


Willst du damit ausdrücken, dass das Interesse gering war?

AZ


Nein.
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Re: Volkspolizisten und ihre Übernahme trotz Stasizuarbeitung

Beitragvon andr.k » 31. März 2018, 11:48

Interessierter hat geschrieben:Daran ändern auch alle Verklärungsversuche nichts.


Von was redest du?

Interessierter hat geschrieben:Davon ausgehend, dass es ca. 14 Bezirksdirektionen der VP in der DDR gab, kann jeder ungefähr die Gesamtzahl der OibE hochrechnen und erkennen was für ein Stuss es ist, uns weismachen zu wollen, dass es insgesamt nur 25 gewesen wären.


Leg doch einfach die Zahlen offen!

Interessierter hat geschrieben:schönrednerischen Behauptungen


Welche?
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Re: Volkspolizisten und ihre Übernahme trotz Stasizuarbeitung

Beitragvon HPA » 31. März 2018, 12:02

Merkur hat geschrieben:
Volker Zottmann hat geschrieben:Beide als "Sicherheitsorgane" zu bezeichnen ist bereits Schönfärberei.
Gruß Volker


Beide waren gemäß Paragraph 88 (2) StPO sogar Untersuchungsorgane. Das ist keine Schönfärberei sondern ein gesicherter Fakt aus der Strafprozessordnung. Das kann einem gefallen oder nicht, es ändert nichts an der Tatsache.


Stimmt. Gewaltenteilung war nie im Sinn der allmächtigen Partei und seiner willfährigen Handanger
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