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Beitragvon Interessierter » 2. Juni 2017, 13:24

Zitat Beethoven:
Und zum 100-sten mal. Es ist bedauerlich, das Menschen starbe oder verletzt wurden. Jeder von diesen Menschen wußte um die Gafahr, in die er sich begibt, wenn er die Grenze illegal passiert.


Ich nehme einfach einmal diese Aussage eines ehemaligen Angehörigen der NVA zum Anlass, sich darüber auszutauschen warum nach rd. 27 Jahren, ganz besonders Personen, die damals dem MfS, der NVA oder den GT dienten, sich gerne als Schönredner betätigen.

Schon 2008 konnte man in der taz dieses lesen:
Bild
"Wir haben uns nichts vorzuwerfen": DDR-Grenzsoldaten verhindern im April 1989 einen Fluchtversuch.

Es ist das Forum, wo sich ehemalige Grenzsoldaten der DDR austauschen. Beim Thema "Tote an der Staatsgrenze der DDR" kommt einer zu dem Fazit: "Wir Grenzer haben uns nichts, gaaaar nichts, aber auch gar nichts vorzuwerfen." Ein anderer schreibt: "Wir waren Teil eines souveränen Staates und hatten an dieser Grenze eine Aufgabe zu erfüllen. Und ich für meinen Teil nehme für mich in Anspruch, das ehrenvoll getan zu haben."

Viele Beiträge variieren stets dieselbe Aussage: Dass Menschen an der Grenze starben, sei bedauerlich. Aber Flüchtende hätten das Risiko gekannt, erschossen zu werden, und seien dazu bereit gewesen, bei ihrer Flucht Grenzsoldaten zu töten. Deshalb sei es für die Grenzsoldaten auch legitim gewesen, auf die Flüchtenden zu schießen.


Man beachte die Übereinstimmung mit der von mit zitierten Aussage des Users Beethoven. Derartige Einlassungen von ehemaligen Offizieren, dass es legitim gewesen sei, unbewaffneten, flüchtenden Zivilisten in den Rücken zu schießen, weil ihnen ja das Risiko bekannt gewesen sei, sind nicht nur für die Opfer und deren Hinterbliebenen unerträglich, sondern auch für die große Mehrheit der Menschen. Solche Offiziere sind meiner ganz persönlichen Meinung nach eine Schande für den ganzen Offiziersstand.

Knapp zwei Jahrzehnte nach dem Fall der Mauer lebt ein kleiner Teil der DDR im Internet weiter. Ehemalige Angehörige ihrer Staatsorgane finden hier zueinander.

Manchmal geht es nur darum, Kameraden oder Kollegen von früher wiederzutreffen. Häufiger aber geht es mehr oder minder deutlich darum, die Geschichte der SED-Diktatur zu seinen eigenen Gunsten umzuschreiben. Viele Seiten bezeichnen es als wichtigstes Ziel, Geschichtsfälschung entgegenzuwirken - und betreiben genau das.

Auf http://www.mfs-insider.de verharmlosen frühere hauptamtliche Mitarbeiter des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS) die Tätigkeit ihrer einstigen Überwachungsbehörde. Sie erheben die Stasi in den Rang von Geheimdiensten demokratischer Staaten, veröffentlichen revisionistische Essays und Protokolle ihrer Treffen. Das "Insiderkomitee zur Förderung der kritischen Aneignung der Geschichte des MfS" habe das Ziel, "eine möglichst objektive Bewertung der Tätigkeit" der Stasi zu erreichen, heißt es in einer Selbstdarstellung. Die eigenen Angaben zufolge weniger als 100 Mitglieder wendeten sich gegen "Ausgrenzung ganzer Bevölkerungsgruppen Ostdeutschlands".


Den vollständigen Beitrag findet man hier:
http://www.taz.de/!5171756/
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Re: WWW.Geschichtsklitterung.de

Beitragvon Beethoven » 2. Juni 2017, 15:47

"Niemand hat dich gefragt, ob du leben willst. Also hat dir auch niemand zu sagen, wie du leben sollst!" [bravo]
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Sie ist die schlechteste aller Staatsformen, ausgenommen alle anderen.

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Re: WWW.Geschichtsklitterung.de

Beitragvon Interessierter » 5. Juni 2017, 10:12

Ein Verfassungsschutzbericht qualifiziert die "Stasi-Vereine" als revisionistische Rentnerklubs Grundgesetzkonforme DDR-Verklärung

So wie die Gründung der DDR historisch begründet, notwendig und legitim war, so war es ihr Recht und die Pflicht, Gefahren und Schäden für das Land und die Bürger abzuwenden." Und: "Jede einseitige Betrachtung der Aufklärungs- und Abwehrarbeit des MfS, ihrer Mittel und Methoden ist ohne den Zusammenhang zur tatsächlichen Bedrohungs- und Gefahrenlage für die DDR und ihre Bürger ahistorisch, einseitig und falsch." Zitatende.Jene Sätze (aus einem Vortrag von 2004 mit dem Titel "Die staatliche Sicherheit wahren, die Bürger schützen, den Frieden erhalten - das waren Auftrag und Anliegen des MfS") stammen von Wolfgang Schwanitz, dem inzwischen fast 78-jährigen ehemaligen Stellvertreter von Stasi-Minister Erich Mielke. Daran ist zweierlei typisch für einstige Hauptamtliche wie ihn: erstens der konsequent unkritische Versuch, die Repressionen des MfS als antifaschistische Notwendigkeit darzustellen. Zweitens sein Alter.

Dies ist die doppelte Erkenntnis einer neuen Studie des Berliner Verfassungsschutzes, in der die vier größten sogenannten Stasi-Vereine untersucht werden, wenn auch nur anhand öffentlicher Quellen. Untersucht wurden die "Gesellschaft zum Schutz von Bürgerrecht und Menschenwürde" (GBM) mit ihrer Arbeitsgemeinschaft "Insiderkomitee zur Förderung der kritischen Aneignung der Geschichte des MfS"; außerdem die "Gesellschaft zur rechtlichen und humanitären Unterstützung" (GRH) und die "Initiativgemeinschaft zum Schutz der sozialen Rechte ehemaliger Angehöriger bewaffneter Organe und der Zollverwaltung der DDR" (Isor). Alle wurden Anfang der 90er-Jahre gegründet - stets unter Beteiligung ehemaliger Stasi-Mitarbeiter - und sind nach eigenen Angaben als gemeinnützig anerkannte Vereine.

Die Studie ist Grundlage für die kürzlich wiederholte Einschätzung von Innensenator Ehrhart Körting (SPD), dass diese Organisationen zwar historisch extrem zweifelhafte Thesen vertreten, aber deshalb noch nicht extremistisch sind. Körting lehnt daher eine - etwa von der CDU geforderte - Beobachtung durch den Verfassungsschutz ab. In der Tat haben die Vereine zwar teils beachtliche Mitgliederzahlen, jedenfalls nach eigenen Angaben: So rühmt sich die Isor "nahezu 26 000 Mitglieder" zu vertreten, die GBM spricht von 3 500, die GRH von 1 500 Mitgliedern. Doch gefährlich für die freiheitliche Grundordnung sind sie deshalb laut Verfassungsschutz nicht. Im Gegenteil: Wichtigster Daseinszweck besonders von Isor und GBM ist die Aufbesserung der Rentenbezüge ihrer Mitglieder, weshalb regelmäßig Beratungen wider das "Rentenstrafrecht" angeboten werden; die GBM etwa berät seit mehr als zehn Jahren in den Räumen der Bezirksbibliothek Lichtenberg, die Isor in ihrer Geschäftsstelle am Franz-Mehring-Platz im Gebäude der Zeitung Neues Deutschland, deren Herausgeber Linkspartei-Bundeschef Lothar Bisky ist. Dort sitzt auch die GRH, die wie das "Insiderkomitee" eher ideologische als materielle Ziele verfolgt. Egon Krenz zum Beispiel ist GRH-Mitglied, die Mielke-Stellvertreter Schwanitz und Werner Großmann zählen zu ihren Protagonisten.

Die GRH dürfte, im Rahmen ihrer Möglichkeiten, denn auch das schärfste Schwert der Ex-Stasis sein. Sie bemühe sich um Diffamierung der Bundesrepublik als Staat der Altnazis und des Großkapitals, während das DDR-System, so der Verfassungsschutz, "verharmlost und verherrlicht" werde. Dennoch attestiert die Behörde der GRH eine "wenig umstürzlerische Gesinnung", ruft sie doch zu Bundestagswahlen auf. Das MfS-Insiderkomitee qualifizieren die Verfassungsschützer als "Synthese von Veteranenverein und PR-Agentur", letzteres wegen manches Medienkontakts, etwa zum MDR. Auch die GBM, unter anderem gegründet von entlassenen Wissenschaftlern, betreibe zwar "ideologisch und psychologisch motivierte" DDR-Verklärung, aber ohne revolutionäre Ziele.

http://www.berliner-zeitung.de/ein-verf ... g-15652420

Interessante Einlassungen aus dem Jahre 2008.
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Beitragvon karnak » 5. Juni 2017, 10:46

Interessierter hat geschrieben:
Dies ist die doppelte Erkenntnis einer neuen Studie des Berliner Verfassungsschutzes, in der die vier größten sogenannten Stasi-Vereine untersucht werden, wenn auch nur anhand öffentlicher Quellen.

[flash] Aber natürlich, was denn sonst, geht ja gar nicht anders. Und dann bekommt man auch richtig was raus, der Einsatz der Steuergroschen muss sich schon lohnen. Und das Beste daran, der Verfassungsschützer kann in seinem Sessel sitzen bleiben und von dort aus beobachten. [flash]
" Denn sie hassen am Andersdenkenden nicht nur die andere Meinung, zu der er sich bekennt,sondern auch die Vermessenheit, selbst urteilen zu wollen. Was sie ja doch selbst nie unternehmen und im Stillen sich dessen bewusst sind."
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Re: WWW.Geschichtsklitterung.de

Beitragvon pentium » 5. Juni 2017, 14:16

karnak hat geschrieben:
Interessierter hat geschrieben:
Dies ist die doppelte Erkenntnis einer neuen Studie des Berliner Verfassungsschutzes, in der die vier größten sogenannten Stasi-Vereine untersucht werden, wenn auch nur anhand öffentlicher Quellen.

[flash] Aber natürlich, was denn sonst, geht ja gar nicht anders. Und dann bekommt man auch richtig was raus, der Einsatz der Steuergroschen muss sich schon lohnen. Und das Beste daran, der Verfassungsschützer kann in seinem Sessel sitzen bleiben und von dort aus beobachten. [flash]


Eine neue Studie aus dem Jahre 2008? Inzwischen sind wir im Jahre 2017....

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Re: WWW.Geschichtsklitterung.de

Beitragvon Interessierter » 7. Juni 2017, 09:08

Da die BZ diesen Artikel 2008 schrieb, ist die damalige Formulierung durchaus richtig, was aber anscheinend, wegen der vielen Korinthen, für Dich nicht erkennbar ist. [denken]
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Re: WWW.Geschichtsklitterung.de

Beitragvon Interessierter » 7. Juni 2017, 09:14

Die Diktatur der DDR wird kleingeredet

Die Erinnerung an die Unmenschlichkeit der DDR entschwindet. Warum überlagern Trabi-Anekdoten, Filmkomödien und Bananenwitze die Realität einer skrupellosen Gewaltherrschaft?

Ins westdeutsche Gedächtnis ging die DDR als piefiges Spießerland mit bizarren Gebräuchen und skurrilen Produkten ein. Die Diktatur wird auch von Menschen kleingeredet, die nie mit ihr sympathisierten. Warum überlagern Trabi-Anekdoten und Bananenwitze die Realität einer skrupellosen Gewaltherrschaft? Eine der Antworten darauf lautet: Es ist der Schatten der NS-Zeit. Sie lässt die zweite Diktatur als Tat von Kleinkriminellen erscheinen. Wie kurz nach einem Amoklauf ein einzelner Mord nicht auf Seite eins kommt.

Eine Ahnung vom Ausmaß des Schreckens

So entschwindet die Erinnerung an die Unmenschlichkeit, die sich keinesfalls auf die Unterdrückung von ein paar Dutzend bekannten Intellektuellen beschränkte. Sie zerstörte das Leben von Tausenden. Von Menschen, die einfach nur rauswollten. Und anderen, die einmal zu laut gesprochen hatten. Für Taten, die in freien Ländern als Kinderstreiche betrachtet werden, verschwanden Jugendliche für Jahre im Gefängnis. Um eine Ahnung vom Ausmaß des Schreckens zu erhalten, lohnt sich ein Blick ins „Schwarzbuch Kommunismus“. Allein schon die Zahlen korrigieren die Vorstellung, die DDR sei nur die Karikatur einer Diktatur gewesen.

Und auch der ewige Mythos, dass der Aufbau des Landes mit guten Vorsätzen begann, zerfällt sehr schnell. Die Anfangsjahre waren die schlimmsten. In den sowjetischen Straflagern, die bis 1950 bestanden, wurden 122.671 Menschen gefangen gehalten, viele starben, 12.770 deportierte man nach Sibirien. Nur etwa ein Drittel dieser Gefangenen waren Nazis. Allein 5000 Sozialdemokraten, die sich der Zwangsvereinigung widersetzten, landeten im Zuchthaus. Solange die DDR bestand, kamen 200.000 Menschen aus politischen Gründen ins Gefängnis. Leider finden viele Westdeutsche Bananenwitze immer noch interessanter.

https://www.welt.de/debatte/kolumnen/Ma ... redet.html
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Re: WWW.Geschichtsklitterung.de

Beitragvon Volker Zottmann » 7. Juni 2017, 10:25

Jeder der in der DDR lebte, sollte sich mal mit 27 Jahren Abstand rückwärts reflektierend überlegen, was wohl ohne den Gefängniszaun um die DDR aus ihm geworden wäre...?

Sicher hätte es auch einige allein kaum Lebensfähige aus der Bahn geworfen. In der Masse derer, die 1990 einen einschneidenden Umbruch erlebten, wären aber sicherlich heute viele besser gestellt. Schon, weil Sie ihr Leben hätten selbst und eben frei bestimmen können. Mancher hätte garantiert doch lieber seinen damaligen Wunschberuf erlernt, wäre vielleicht nie in Bitterfeld gelandet und somit nach dem Zerfall niemals in Arbeitslosigkeit gekommen.

Ich frage mich, was wohl aus mir geworden wäre. Letztendlich ging es in meinem Leben ja immer nur vorwärts, im Sinne, dass es mir und meiner Familie materiell gut geht. Einen Knick habe ich 1990 nur insofern verspürt, dass ich mich im Bausektor dumm und dusselig hätte verdienen können. Bin aber immer auf dem Teppich geblieben und habe meine Firma immer nur als kleiner Dienstleister weitergeführt. Andere vergrößerten sich bis zum Kollaps.

Was wäre aber ohne nach innen gerichteten "Friedenswall" geschehen?
Ich wäre im flüggen Alter zu gern meinem Cousin nach Kanada gefolgt. Das Leben wäre dann also völlig anders in anderen Bahnen weitergegangen. Meine Familie sähe heute anders aus. Obwohl ich glücklich bin, wird immer die Frage bleiben, was wäre gewesen wenn ich damals schon über mein Leben selbst hätte frei bestimmen können?

Fazit ist einzig und allein, dass niemals ein Staat das Recht hat, seine Bürger gefangen zu halten. Und wer heute noch Rechtfertigungsversuche beginnt, warum das so war, beginnt bereits mit der Geschichtsklitterung.

Gruß Volker
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Re: WWW.Geschichtsklitterung.de

Beitragvon augenzeuge » 7. Juni 2017, 16:11

Volker Zottmann hat geschrieben:Jeder der in der DDR lebte, sollte sich mal mit 27 Jahren Abstand rückwärts reflektierend überlegen, was wohl ohne den Gefängniszaun um die DDR aus ihm geworden wäre...?
Gruß Volker


Vielleicht ist nicht jeder wirklich dazu in der Lage.... [denken]

Ich war damals zwar schon Westberliner, aber mein Leben hat sich durch die Wende nicht nur jobmäßig verändert.

AZ
Freiheit ist ein Gut, das durch Gebrauch wächst und durch Nichtgebrauch dahinschwindet. Keiner darf für sich den Besitz der Wahrheit beanspruchen, sonst wäre er unfähig zu Kompromiß und überhaupt zu Zusammenleben.
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Re: WWW.Geschichtsklitterung.de

Beitragvon Interessierter » 8. Juni 2017, 10:56

Frühere Spitzel-Chefs verklären die Arbeit des MfS - Mielkes graue Krieger

Das Ende der Stasi vor 20 Jahren: Eines der dunkelsten Kapitel der DDR-Geschichte beschäftigt uns heute mehr als je zuvor. Dass es den langen Schatten der Stasi noch immer gibt, dazu tragen auch die ehemaligen MfS-Chefs und deren damalige Spitzel bei. Sie betreiben wieder Aufklärungsarbeit, versuchen, die Vorgänge damals bei der Stasi als ganz normale Geheimdiensttätigkeit zum Schutze des Friedens und des DDR-Volkes zu verharmlosen.Generaloberst a.D. Werner Großmann (80) ist noch immer aktiv.


Der Mann, der einst einer der Stellvertreter von Stasi-Chef Erich Mielke († 2000) war, 1986 als Nachfolger von Markus Wolf († 2006) die Auslandsspionage (HVA) übernahm: Er zeigt sich in der Öffentlichkeit wieder als treuer Stasi-Kämpfer.In Diskussionsrunden, die sich mit der MfS-Vergangenheit beschäftigen, konnte man den Herren mit den grauen Haaren als genauen Beobachter entdecken. Denn dort sammelt er sein Rüstzeug für seinen selbstgestellten Kampfauftrag - das Unterdrücken sämtlicher kritischer Stimmen gegen die Stasi.Um diese zum Verstummen zu bringen, nutzt Großmann Vorträge, zu denen er gerne von einem Komitee ehemaliger MfS-Mitstreiter eingeladen wird. Sie stellen seine Texte auch ins Internet.

Texte, in denen er schreibt, dass die Stasi wie jeder andere Geheimdienst auch die Angriffe auf den Staat aus dem Ausland abwehren musste. Dass der DDR-Spitzelapparat mit 90 000 hauptamtlichen Mitarbeitern auch das Volk ausspionierte, Andersdenkende "zersetzt" werden sollten und in Gefängnisse kamen, darüber schweigt er.Großmann will als Insider genau Auskunft über die Stasi geben. Darum gibt er jetzt ein Buch heraus, das "Fragen an das MfS" heißt und im Februar in der "Edition Ost" erscheint. Es sind Fragen, die von mehreren Fachautoren selbstkritisch beantwortet werden.

Was Großmann unter "selbstkritisch" versteht, macht er im Vorwort klar, wo er sich über die öffentliche Ächtung des MfS und dessen Mitarbeiter beschwert.Mit-Herausgeber dieses Buches und Mit-Schreiber des Vorwortes ist Wolfgang Schwanitz (79), der einst auch zu Mielkes Stellvertretern zählte und ab Herbst 1989 der letzte Chef der Stasi war, die dann in Amt für Nationale Sicherheit umbenannt wurde. 1990 gab er noch in einem Interview im "Neuen Deutschland" zu, dass die Bespitzelung des eigenen Volkes "ein Grundfehler" war. Heute verdreht Schwanitz die durch MfS-Akten offen gelegten Fakten, sieht sich und die Stasi nun in der Opfer-Rolle und kämpft öffentlich für die Rehabilitierung der früheren Berufs-Spitzel.

Auf einer Historiker-Tagung in Dänemark erklärte der Ex-Stasi-Chef 2007: "Wir haben uns nichts vorzuwerfen." Und Stasi-Spion Ralf-Peter Devaux pflichtete ihm dort bei: "Ich war stolz auf meine Arbeit, würde heute nichts anders machen."Die Stasi-Chefs und ihre Spitzel, von denen immer mehr versuchen, die Stasi schön zu reden: Sie nutzen das Grundrecht der Meinungsfreiheit für ihre Ziele aus. Ein Grundrecht, für das in der DDR Menschen von der Stasi verfolgt wurden.

http://www.berliner-kurier.de/fruehere- ... r-21580456

Die Mutation vom Täter zum Opfer, ist eine der leichtesten Übungen ,nicht nur für diese Herren.
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Beitragvon Interessierter » 26. Juni 2017, 09:06

Dazu passt auch dieser Bericht aus dem Jahr 2009:

Verklärung der Diktatur - Wie Ostalgiker die DDR nachträglich schönlügen

Der ehemalige Pfarrer der Leipziger Nikolaikirche und Protagonist der Wende, Christian Führer, geht mit seinen Mitbürgern ebenfalls hart ins Gericht. „Die Aufarbeitung muss noch geschehen“, sagt Führer. Jeder müsse zugeben, welche erbärmlichen Mitläuferanteile seine Biografie habe. „Solange das nicht raus ist, wird es die Verklärung geben. Es ist eine Schande, wie viele ihr jetziges Leben in Freiheit runterjammern“, so Führer. Auch ehemalige Bürgerrechtler wie der SPD-Politiker Markus Meckel beklagen die Verharmlosung der DDR: „Sie geht einher mit einem maßlosen Defizit an Geschichtskenntnissen über die gesamte deutsche Geschichte in Ost und West.“

Klaus Schroeder hat in seiner Studie festgestellt, dass 80 Prozent der ostdeutschen Schüler von DDR-Geschichte unbehelligt bleiben. Nur die Hälfte sehe in der DDR überhaupt eine Diktatur. „Was sie erfahren, wissen sie von ihren Eltern, die sich die Geschichte schönreden. Schließlich stellen sich Mitleidseffekte ein. Die Kinder verteidigen ihre Eltern gegen den Vorwurf, in der Diktatur weggesehen zu haben.“

Dabei sei Wissen die Basis, um eine weitere Diktatur zu verhindern, meint Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU): „Wenn heute fünf Prozent der deutschen Gymnasiasten Walter Ulbricht für einen oppositionellen Liedermacher der DDR halten und mehr als sieben Prozent in Erich Honecker den zweiten Bundeskanzler der Bundesrepublik sehen, dann ist das bei Weitem nicht so komisch, wie es sich anhört.“

https://www.welt.de/politik/article3581 ... uegen.html

Pfarrer Christian Führer ist leider bereits 2014 verstorben. Den " erbärmlichen Mitläuferanteil " ( wie Führer es formulierte ) zuzugeben, scheint besonders ehemaligen Angehörigen von " DDR - Organen " wie NVA - MfS - und VP nicht möglich zu sein. [denken]
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Beitragvon karnak » 26. Juni 2017, 09:26

Den " Makel" sich ab und an mal "erbärmlich" verhalten zu haben wird wohl jeder in seiner Biographie mit sich rumschleppen, ob nun in der Diktatur der Ideologie oder in der Diktatur des Kapitals. Was nun das Erbärmlichere oder bei Strafe des eigenen Untergangs Notwendigere ist darüber kann man gerne unterschiedlicher Meinung sein. Der Pfaffe hätte besser weniger wichtigtuerische Sprüche klopfen sollen. Von einem Pfarrer sollte man schon erwarten, dass er etwas mehr vom richtigen Leben versteht und nicht nur solchen populistischen Mist erzählt. Dazu fühlen sich schon genügend andere berufen.
Und was die 5 und 7% angeht, dass sind seit 27 Jahren seine Mitbürger, also wahrscheinlich ihr ganzes bewußtes Leben lang.
Also soll der Lammert nicht solchen Mist erzählen, sich lieber fragen was die Bildungspolitik in den letzten 27 Jahren wert gewesen ist.
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Beitragvon Kumpel » 26. Juni 2017, 09:49

karnak hat geschrieben: Der Pfaffe hätte besser weniger wichtigtuerische Sprüche klopfen sollen. Von einem Pfarrer sollte man schon erwarten, dass er etwas mehr vom richtigen Leben versteht und nicht nur solchen populistischen Mist erzählt.


Da sieht man wieder einmal mehr wie wenig Ahnung ein ehemaliger Stasihauptmann vom Leben in der DDR außerhalb seines Blickwinkels hatte.
Da geht es ihm nicht viel anders wie den ehemaligen Berufsoffizieren der NVA.
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Beitragvon karnak » 26. Juni 2017, 09:51

[grin] Iss nicht war.
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Beitragvon Interessierter » 26. Juni 2017, 09:52

Das ist doch nur wieder einmal deine frisch aufgewärmte, alte Leier: Andere erzählen Mist, nur Du nicht..
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Beitragvon Volker Zottmann » 26. Juni 2017, 09:53

Interessierter hat geschrieben:Dazu passt auch dieser Bericht aus dem Jahr 2009:

Verklärung der Diktatur - Wie Ostalgiker die DDR nachträglich schönlügen

Der ehemalige Pfarrer der Leipziger Nikolaikirche und Protagonist der Wende, Christian Führer, geht mit seinen Mitbürgern ebenfalls hart ins Gericht. „Die Aufarbeitung muss noch geschehen“, sagt Führer. Jeder müsse zugeben, welche erbärmlichen Mitläuferanteile seine Biografie habe. „Solange das nicht raus ist, wird es die Verklärung geben. Es ist eine Schande, wie viele ihr jetziges Leben in Freiheit runterjammern“, so Führer. Auch ehemalige Bürgerrechtler wie der SPD-Politiker Markus Meckel beklagen die Verharmlosung der DDR: „Sie geht einher mit einem maßlosen Defizit an Geschichtskenntnissen über die gesamte deutsche Geschichte in Ost und West.“



Der blaue Satz ist genau mein Beweggrund gewesen, auch die Stellen in meinem Leben zu benennen, in denen es für den Moment richtig erschien, so zu handeln, wie es geschah. So wurde ich in die SED genötigt. Habe mir aber heute selbst vorzuwerfen, dass es ohne Beitrittszusage auch gegangen wäre... Im Nachgang ist man schlauer. Sicher wäre das eigene Leben etwas anders verlaufen.
Wenn jeder neben dem Schimpfen und Meckern sein eigenes Leben ehrlich reflektieren würde, täten sich teils Abgründe auf, die die Betreffenden unter Umständen selbst erkennen könnten. Ohne Nachdenken über sein eigenes Leben und einräumen eigener Fehler, bleibt die DDR-Rflexion aber verklärend und verlogen.
Insofern hatte Pfarrer Führer völlig recht.

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Beitragvon karnak » 26. Juni 2017, 09:57

Interessierter hat geschrieben:Das ist doch nur wieder einmal deine frisch aufgewärmte, alte Leier: Andere erzählen Mist, nur Du nicht..

Den Mist den ich erzähle müssen bitte schön schon andere offenlegen und wenn es geht nicht mit den üblichen und relativ einfallslosen Floskeln, dann klappt es auch mit der Aufarbeitung. [hallo]
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Beitragvon Kumpel » 26. Juni 2017, 10:07

karnak hat geschrieben:[grin] Iss nicht war.



Doch leider.
Ich spreche da aus Erfahrung.Ich habe selber so einen wie dich in der Familie. Der war zwar nur Oberleutnant in der NVA , allerdings hatte der zu DDR Zeiten ein ähnlich
ideologisch beeinflusstes und verschwommenes Bild von seiner DDR wie du.
Denn mal ehrlich , welche Ahnung hatte denn ausgerechnet ein Stasihauptmann vom Mitläufertum und seinen Auswirkungen in der DDR,
wenn ich einmal von den Abteilungen der Stasi absehe welche sich dieses Mitläufertum zu nutze machten um ihre tschekistische "Arbeit" zu verrichten.
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Beitragvon karnak » 26. Juni 2017, 10:12

Ich hatte 27 Jahre Zeit darüber, und über das Mitläufertum an sich , nachzudenken.
Und"Tschekisten" machen sich sowas immerzu Nutzen, zu jeder Zeit, dass ist eine der Grundlagen ihrer Arbeit. Ohne diese menschlichen Schwächen wären die kaum zu realisieren.
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Beitragvon Kumpel » 26. Juni 2017, 10:32

karnak hat geschrieben:Ich hatte 27 Jahre Zeit darüber, und über das Mitläufertum an sich , nachzudenken.



Nun ja , ohne bestimmte Erfahrungen sind dir da in diesem Denkprozess offensichtlich Grenzen gesetzt.
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Beitragvon karnak » 26. Juni 2017, 10:36

[grin]
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Beitragvon Dr. 213 » 26. Juni 2017, 15:10

27 Jahre reichen offenbar nicht aus, um das mittels heftigstem Rotlichtbeschuss tief in das Bewusstsein
eingebrannte Feindbild Kirche wieder aus den Hirnen der armen Überzeugten zu entfernen.

Der künstlich eingeimpfte Hasse gegen die "Pfaffen" war ein wichtiger Bestandteil der SED- Propaganda.
Die Kirchen und Glaubensgemeinschaften wurden geschnitten und verächtlich gemacht wo es nur ging.

Herzlichst
Dr. 213
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Re: WWW.Geschichtsklitterung.de

Beitragvon karnak » 26. Juni 2017, 15:29

Ich habe kein Feindbild Kirche, mich reizt es nur zum Widerstand wenn sich einzelne Vertreter dieser Institution zum Erklärer der Welt und Richter aufschwingen, was eigentlich ihrem Gott vorbehalten sein sollte. Und zwar weil sie in Wahrheit ihr eigenes Feindbild bedienen, sich dabei in der Sicherheit wiegen, es gilt in der Gesellschaft als unanständig Vertreter einer Kirche zu kritisieren.
" Denn sie hassen am Andersdenkenden nicht nur die andere Meinung, zu der er sich bekennt,sondern auch die Vermessenheit, selbst urteilen zu wollen. Was sie ja doch selbst nie unternehmen und im Stillen sich dessen bewusst sind."
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Re: WWW.Geschichtsklitterung.de

Beitragvon Interessierter » 26. Juni 2017, 15:58

Zitat karnak:
es gilt in der Gesellschaft als unanständig Vertreter einer Kirche zu kritisieren.


In was für einer gestrigen Welt lebst du eigentlich? Wieso weißt du anscheinend nicht einmal, dass Kirchenvertreter und deren Aussagen sehr häufig kritisiert werden.

Oder ist das wieder einmal nur eine Vermutung aufgrund einer deiner tiefgründigen Analysen? [wink]
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Re: WWW.Geschichtsklitterung.de

Beitragvon Kumpel » 26. Juni 2017, 16:10

Dann lassen wir doch einmal einen dieser "sich in Sicherheit wiegenden Pfaffen" zu Wort kommen. https://www.youtube.com/watch?v=w6BUKxWp7PU
passt auch irgendwie zum Kreuzfahren.
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Re: WWW.Geschichtsklitterung.de

Beitragvon karnak » 26. Juni 2017, 16:17

In jedem Fall ist es eine regelrechte Unverschämtheit der Protagonisten im Ausgangsbeitrag wie sie meinen einen Großteil ihrer ostdeutschen Landsleute beurteilen zu müssen. Und das NUR weil ihnen deren ANDERSDENKEN nicht in ihre eigenen Überzeugungen passt. Solche Figuren sind genau die Richtigen die einer Herde von Schafen auf Gottes Erde vorstehen sollten.
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Re: WWW.Geschichtsklitterung.de

Beitragvon pentium » 26. Juni 2017, 16:20

karnak hat geschrieben:In jedem Fall ist es eine regelrechte Unverschämtheit der Protagonisten im Ausgangsbeitrag wie sie meinen einen Großteil ihrer ostdeutschen Landsleute beurteilen zu müssen. Und das NUR weil ihnen deren ANDERSDENKEN nicht in ihre eigenen Überzeugungen passt. Solche Figuren sind genau die Richtigen die einer Herde von Schafen auf Gottes Erde vorstehen sollten.


Wie war doch gleich der Ausgangsbeitrag....?
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Re: WWW.Geschichtsklitterung.de

Beitragvon karnak » 26. Juni 2017, 16:23

[grin] Einfach nur bei der Verklärung der"Ostalgiker " nachlesen.
" Denn sie hassen am Andersdenkenden nicht nur die andere Meinung, zu der er sich bekennt,sondern auch die Vermessenheit, selbst urteilen zu wollen. Was sie ja doch selbst nie unternehmen und im Stillen sich dessen bewusst sind."
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Re: WWW.Geschichtsklitterung.de

Beitragvon Kumpel » 26. Juni 2017, 16:48

karnak hat geschrieben:Und das NUR weil ihnen deren ANDERSDENKEN nicht in ihre eigenen Überzeugungen passt.


So viel Nachsicht gegenüber "Andersdenken" hätte man sich vor 1989 gewünscht. Heute wirkt es wie ein Rückzugsgefecht und auch ein Hirte muss
seinen Schäfchen manchmal die Wahrheit unverblümt ins Gesicht sagen, wenn sich da eine Art kollektive Amnesie auszubreiten droht.
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Re: WWW.Geschichtsklitterung.de

Beitragvon karnak » 26. Juni 2017, 16:54

Kumpel hat geschrieben:
So viel Nachsicht gegenüber "Andersdenken" hätte man sich vor 1989 gewünscht. .

Will ich Dir gerne recht geben. Aber zum Einen darf man das Damals nicht kritisieren wenn man zum Anderen es ähnlich treiben will wenn " man drann ist" . Und ein Dazulernen muss auch nicht unbedingt von Nachteil sein.
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