DDR Opferrente

Re: DDR Opferrente

Beitragvon Spartacus » 14. Mai 2015, 14:56

Nun Sirius,

ich denke es handelt sich um keinen Generalverdacht, vielmehr darum, das die vor 1928 geborenen,
alle zu den verschiedenen Waffengattungen eingezogen wurden und so irgendwie am Krieg teilnahmen.

Gibt es ja die berühmten Kinder des Jahrgangs 1927, die 1933 eingeschult und kurz vor dem Ende
dann noch gezogen wurden.

LG

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Re: DDR Opferrente

Beitragvon pentium » 14. Mai 2015, 15:00

Spartacus hat geschrieben:Nun Sirius,

ich denke es handelt sich um keinen Generalverdacht, vielmehr darum, das die vor 1928 geborenen,
alle zu den verschiedenen Waffengattungen eingezogen wurden und so irgendwie am Krieg teilnahmen.

Gibt es ja die berühmten Kinder des Jahrgangs 1927, die 1933 eingeschult und kurz vor dem Ende
dann noch gezogen wurden.

LG

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Bekommen die jetzt alle eine DDR Opferrente?

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Re: DDR Opferrente

Beitragvon Spartacus » 6. Juli 2015, 17:57

Es gibt was neues zum Thema und ich höre schon die alten Genossen mit den Zähnen knirschen.

Diesen Forderungen schließe ich mich an, denn auf die paar Euro kommt es in unserem Land,
dass das Geld zum Fenster raus wirft, auch nicht mehr an.

Was ist eigentlich dagegen einzuwenden, dass die Widerständler und Opfer einen schönen Lebensabend
haben und eben zum Beispiel durch einen Orden geehrt werden?

LG

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Forderungen der DDR-Widerständler an Bundeskanzlerin A.Merkel !


Es reicht. 25 Jahre nach der Wiedervereinigung leben die Täter in Saus und Braus, die Opfer und Verfolgten der SED-Diktatur bekommen Almosen ["Zuwendungen"] oder ungesetzlich gekürzte FRG-Altersrenten !

Anlässlich des Gedenktages des Volksaufstandes aus dem Juni 1953 verfasste die Gruppe für Gerechtigkeit von SED Opfern unter Führung von VOS-Mitglied Mike Mutterlose eine Denkschrift, in der zusammengefasst eine wesentliche Verbesserung der Situation ehemaliger politischer Häftlinge und ein strengeres Vorgehen gegen die Täter von einst gefordert wird. Das Schreiben, das nachstehend veröffentlicht wird, wurde an den Bundespräsidenten, die Kanzlerin, den Bundestagspräsidenten und die Fraktionsvorsitzenden der im Bundestag vertretenen Parteien geschickt .

In den nächsten Tagen jährt sich zum 62. Mal ein Termin in der deutschen Geschichte, auf den wir alle sehr stolz sein können. Vor 62 Jahren standen mutige Frauen und Männer in der DDR gegen das SED- Regime auf.
Der 17. Juni 1953 wurde zu einem Tag, der fast das Ende der DDR besiegelt hätte. Nur durch den Einsatz der stationierten Sowjetischen Besatzungstruppen auf dem Gebiet der DDR wurde dieser Aufstand blutig niedergeschlagen. Was folgte, war eine Welle von Verhaftungen und Todesurteilen bis zu standrechtlichen Erschießungen durch die Sowjets. Viele mutige Bürger landeten in DDR-Zuchthäusern mit katastrophalen Bedingungen und schlimmster Behandlung! Viele Deutsche flohen in die Bundesrepublik, über die noch nicht so stark befestigte innerdeutsche Grenze.

Das SED Regime konnte mit Hilfe der Sowjets die DDR weiter stabilisieren. Es folgte der Mauerbau mit unendlichen 28 Jahren Trennung beider deutschen Staaten, und erst 1989 gelang die friedliche Revolution, durch den versagten Einsatz von Sowjetischen Besatzungstruppen durch den damaligen KPDSU-Vorsitzenden Michael Gorbatschow.

Den mutigen Opfern der politischen Repressionen des DDR-Regimes bleibt aber eine angemessene gesellschaftliche herausragende und finanzielle Würdigung vom wiedervereinigten Deutschland bis zum heutigen Tage versagt!

Umdenken in allen Belangen!

Wir Opfer des SED-Regimes fordern Sie alle auf, endlich den Menschen, die durch Mut und Zivilcourage unter Verlust der Gesundheit und Einsatz des Lebens dem SED-Regime ausgeliefert, inhaftiert, zwangsadoptiert, deportiert, in Jugendwerkhöfe weggesperrt wurden, durch Zersetzungsmaßnahmen des MfS der DDR an Leib und Seele geschädigten Menschen, eine angemessene, herausragende Würdigung für das erlittene DDR Unrecht zu erteilen!

Wir fordern Sie auf:

- Die monatliche Ehrenpension soll auf 750.- Euro angepasst und die Bedürftigkeit für den Erhalt der Ehrenpension mit sofortiger Wirkung abgeschafft werden.

- Gesundheitsschäden durch die Haftzeit müssen unbürokratisch anerkannt werden.

- Ein jahrelanger Spießroutenlauf durch die Instanzen muss abgeschafft werden. Alles andere ist eine Fortsetzung von Unrecht!

- Das Leugnen von SED Unrecht sowie das Zeigen von DDR-Symbolen oder Verherrlichen der DDR-Diktatur ist unter Strafe zu stellen.

- Die Bundesrepublik Deutschland verleiht jedem anerkannten ehemaligen politischen Häftling und Opfer einen eigens neu dafür geschaffenen Orden für Tapferkeit und Patriotismus im Rahmen der deutschen Wiedervereinigung.

- Diese Auszeichnung soll den schwerstbetroffenen Opfern des SED Regimes eine besondere Gesellschaftliche und heraüsragende Stellung geben

- Strafvollzugseinrichtungen der ehemaligen DDR, die mit politischen Häftlingen des SED Regimes betrieben wurden, sind als Gedenkstätten so auszubauen, dass die nachfolgenden Generationen sich ansehen können, was dort passiert ist. Zeitzeugen und Initiativen zum Erhalt oder Betreiben der Gedenkstätten DDR Unrecht sind so finanziell auszustatten, dass es an nichts fehlt.

- Die Lehrpläne in den Schulen Klasse 9 sind so zu gestalten, dass die DDR Zeit ausführlich und anschaulich aufklärend gestaltet wird. Eine Verklärung der DDR ist nicht weiter hinnehmbar!

- Die Strafverfolgung von SED-Tätern (Aufsehern, Gefängnisleitern, Stasi Offizieren sowie Richtern und Staatsanwälten der ehemaligen DDR, die aus politischen Gründen Andersdenkende verfolgt und hinter Gitter gebracht haben), sind durch die Justizbehörden wieder aufzunehmen, soweit man ihrer noch habhaft werden kann!

Die Anstellung im Öffentlichen Dienst oder sonstigen staatlichen Behörden muss ihnen versagt werden!


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Re: DDR Opferrente

Beitragvon Nostalgiker » 6. Juli 2015, 18:15

Ach Spartacus, hast du bei deiner Zustimmung zum von dir eingestellten Text auch bedacht das dann auch ein gewisser Felixbonobo den gleichen Orden und die Ehrenpension wie du bekommt.
Willst du das wirklich?


thoth
Ich nehme zur Kenntnis, das ich einer Generation angehöre, deren Hoffnungen zusammengebrochen sind.
Aber damit sind diese Hoffnungen nicht erledigt. Stefan Hermlin
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Re: DDR Opferrente

Beitragvon Spartacus » 6. Juli 2015, 18:25

Darum geht es doch gar nicht Thoth und das weißt du doch auch, oder?

Es geht um die, denen es heute nicht gut geht und die sollen die verdiente Anerkennung bekommen.

Oder siehst du das anders?

LG

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Re: DDR Opferrente

Beitragvon tom-jericho » 7. Juli 2015, 06:29

Da werde ich wohl flüchten müssen ins Ausland bei diesen Forderungen, wenn mal wieder ALLE unter Generalverdacht gestellt werden.
Der felixbonobo und der Dr.213 können mich ja anzeigen.

Das gibt dann Bonuspunkte bei der Anerkennung der Ehrenpension.
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... ist jemand, der deine Vergangenheit versteht, an deine Zukunft glaubt und dich heute so nimmt wie du bist.

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Re: DDR Opferrente

Beitragvon Spartacus » 7. Juli 2015, 16:49

tom-jericho hat geschrieben:Da werde ich wohl flüchten müssen ins Ausland bei diesen Forderungen, wenn mal wieder ALLE unter Generalverdacht gestellt werden.
Der felixbonobo und der Dr.213 können mich ja anzeigen.

Das gibt dann Bonuspunkte bei der Anerkennung der Ehrenpension.


Es gibt eben keinen Generalverdacht Tom, sondern immer Einzelfall. Somit hast du nichts zu befürchten,
es sei denn.........was ich aber nicht hoffe.

Kannste also da bleiben.

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Re: DDR Opferrente

Beitragvon Dr. 213 » 7. Juli 2015, 21:11

Der felixbonobo sollte sogar eine besonders hohe Zahlung bekommen.
Ich nenne es einfach Risikoprämie. So wie er die Organe vorgeführt hat, solche gab es nur ganz Wenige von der Sorte.
Die Geschichte mit der Sommer- Winter Uhrzeitumstellung am Grenzübergang war doch einfach gefährlich aber köstlich. [laugh]

"Widerständler" die dagegen nur gaffend mit einem Kissen vom eigenen Fenster aus die Montagsdemos begleitet haben,
müssen sich dann leider nur mit einem Kohl- Abziehbild und vielleicht noch einer Tiger- Banane begnügen.

Tom anzeigen?
Das deutsche Rechssystem ist nicht dazu geeignet, um die Garanten und Helferlein von längst untergegangenen Diktaturen
in ausreichender Weise zu würdigen. Im Interesse des Gesellschaftsfriedens wurden daher einige Augen ganz fest zugedrückt.
Woher sollte man denn auch nach der Wende 10.000 Gefängsiszellen herbekommen und woher genügend unbefleckte Richter nehmen ?
Das Bestrafen muß man daher höheren Mächten überlassen und auch das Finden des Strafmaßes an diese höhere Macht deligieren.

Gruß
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Sie lügen, sie lügen und wir müssen uns barmherzig zeigen, denen gegenüber, die lügen. (Colonel Kurtz)
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Re: DDR Opferrente

Beitragvon Edelknabe » 8. Juli 2015, 07:34

Siehe Doktor mit:

"Das Bestrafen muß man daher höheren Mächten überlassen und auch das Finden des Strafmaßes an diese höhere Macht deligieren."
Textauszug ende

Doktor das ist wie nach 1945 in Westdeutschland, dann BRD. Da wurde das Ganze genau so, wurde wohl auch so gehändelt.Und Alle mit richtig Dreck am Stecken sind friedlich in den Bettchen entschlafen, wurden manchmal noch richtig Horn alt, was deren Opfern eigentlich noch zusätzlich aufstoßen müsste.Aber sei es drum, so war es wohl.

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Re: DDR Opferrente

Beitragvon Spartacus » 9. Juli 2015, 18:00

Ich weiß gar nicht mehr wie oft hier im Forum berichtet wurde, dass die DDR in dieser Beziehung
genau so gehandelt hat, wie die BRD, Rainer.

Hast du das alles überlesen, oder nicht mitbekommen, wie viele Nazis in der DDR frei rum liefen und
sogar in höchsten Ämtern waren.

http://www.focus.de/politik/deutschland ... 05952.html

LG

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Re: DDR Opferrente

Beitragvon Edelknabe » 9. Juli 2015, 18:21

Die, die so richtig Blut an den Händen kleben hatten, genau Diese Spartacus, die hatte ich im alten Westdeutschland, dann BRD gemeint. Und ne, deinen Link über Diese in der DDR habe ich nicht gelesen....entschuldige aber wenn du darin Einen darin findest, dann benenne Ihn, ich lass mich da wirklich gerne belehren.

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Re: DDR Opferrente

Beitragvon augenzeuge » 9. Juli 2015, 18:38

Edelknabe hat geschrieben:Und ne, deinen Link über Diese in der DDR habe ich nicht gelesen....entschuldige aber wenn du darin Einen darin findest, dann benenne Ihn, ich lass mich da wirklich gerne belehren.

Rainer-Maria


Warum liest du den Link nicht? Dann würdest du etwas lesen über Ernst Großmann. Er war Angehöriger der 5. SS-Totenkopf-Standarte im Konzentrationslager Sachsenhausen.
Er saß fünf Jahre im Zentralkomitee der SED. Der ehemalige Nazi-Scherge wurde im Arbeiter- und Bauernstaat als „Held der Arbeit“ ausgezeichnet.

Im Bereich der Medizin machten in der DDR Ärzte Karriere, die im „Dritten Reich“ als Euthanasie-Ärzte Behinderte getötet hatten.

Arno von Lenski. Dass er von 1939 bis 1942 am berüchtigten Volksgerichtshof tätig war, hinderte ihn nicht daran, seit Mitte der 50er-Jahre die Panzertruppen der Nationalen Volksarmee aufzubauen. 1968 erhielt er dafür den Kampforden für Verdienste um Volk und Vaterland in Gold.

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Re: DDR Opferrente

Beitragvon Spartacus » 9. Juli 2015, 18:42

Horst Fischer lebte 20 Jahre lang unbehelligt in der DDR. Erst 1965 wurde der ehemalige stellvertretende SS-Standort-Arzt in Auschwitz verhaftet und ein Jahr später hingerichtet.


Bis zu 50.000 Menschen seien in der Frühphase der DDR verhaftet worden – Wahrscheinlich die Hälfte davon wurde in Lager verschleppt oder getötet. Wirkliche NS-Größen wurden dabei nicht gefasst, kritisiert Dirks, – auch nicht mit dem Befehl 201. Er wurde von der Sowjetischen Militäradministration in Deutschland – kurz SMAD – 1947 erlassen und öffnete mit Hilfe von "Sonderstrafkammern", einer politischen Gesinnungsjustiz Tür und Tor:


http://www.deutschlandradiokultur.de/di ... _id=153816

[hallo]


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Re: DDR Opferrente

Beitragvon Edelknabe » 9. Juli 2015, 19:10

Siehe Spartacus mit:

" Denn durch die Ermittlungen in Frankfurt am Main stieß man auch auf Fischer, dessen Verfahren darauf hin ins Rollen kam. Mit dem Buch "Die Verbrechen der anderen" ist es dem Autor gelungen die persönliche Ebene eines Täter-Lebens mit einer abstrakt-wissenschaftlichen Forschungsebene zur NS-Justiz zusammen zu binden. Das wichtigste aber: Dirks hat damit einen Namen in Erinnerung gerufen, an dem viel Blut klebt und der zu Unrecht völlig in Vergessenheit geraten war. "
textauszug ende

Und Jörg, ich meinte hier die Menge an Tätern(mit richtig Blut an den Händen) und nicht nur Zwei, Drei, Vier, gar ein Dutzend so auch den Heinz Barth siehe wieder "Mörder von Oradour" Was den Fischer betrifft so Spartacus, lebte der Mann überhaupt unter seinem richtigen Namen/Vornamen/Geburtsdatum in der DDR?

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Re: DDR Opferrente

Beitragvon steffen52-1 » 9. Juli 2015, 19:31

Wurde nicht auch der Generalfeldmarschall Paulus von der DDR-Regierung auf genommen und bekam in Dresden eine Villa mit Gärtner , Fahrer u.s.w.! Soviel dazu! Wie viele ehemalige Wehrmachtsoffiziere bauten die NVA mit auf? Ja denen ihre Erfahrung nahm auch ein sozialistisches Land an und in dieser Situation sind es die Guten gewesen! Aber mit den Fingern auf die damalige BRD zeigen! [wut]
Grüsse steffen52-1
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Re: DDR Opferrente

Beitragvon pentium » 9. Juli 2015, 19:52

steffen52-1 hat geschrieben:Wurde nicht auch der Generalfeldmarschall Paulus von der DDR-Regierung auf genommen und bekam in Dresden eine Villa mit Gärtner , Fahrer u.s.w.! Soviel dazu! Wie viele ehemalige Wehrmachtsoffiziere bauten die NVA mit auf? Ja denen ihre Erfahrung nahm auch ein sozialistisches Land an und in dieser Situation sind es die Guten gewesen! Aber mit den Fingern auf die damalige BRD zeigen! [wut]
Grüsse steffen52-1


Beruhige dich Steffen. Paulus hatten wir übrigens schon und außerdem immer an den Meister des plötzlichen Themenwechsels denken, der hier wieder einmal zugeschlagen hat und kalten Kaffee bzw. Themen aufwärmt.

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Re: DDR Opferrente

Beitragvon steffen52-1 » 9. Juli 2015, 20:26

pentium hat geschrieben:
steffen52-1 hat geschrieben:Wurde nicht auch der Generalfeldmarschall Paulus von der DDR-Regierung auf genommen und bekam in Dresden eine Villa mit Gärtner , Fahrer u.s.w.! Soviel dazu! Wie viele ehemalige Wehrmachtsoffiziere bauten die NVA mit auf? Ja denen ihre Erfahrung nahm auch ein sozialistisches Land an und in dieser Situation sind es die Guten gewesen! Aber mit den Fingern auf die damalige BRD zeigen! [wut]
Grüsse steffen52-1


Beruhige dich Steffen. Paulus hatten wir übrigens schon und außerdem immer an den Meister des plötzlichen Themenwechsels denken, der hier wieder einmal zugeschlagen hat und kalten Kaffee bzw. Themen aufwärmt.

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Aber so eine Art Opferrente haben sie aber auch bekommen, Steffen(pentium)! Sie waren zwar keine Opfer der DDR, aber eben im Sinne der DDR-Bonzen, Opfer des Faschismus! [laugh]
Oder?
Grüsse steffen52-1
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Re: DDR Opferrente

Beitragvon augenzeuge » 9. Juli 2015, 21:11

Edelknabe hat geschrieben:Und Jörg, ich meinte hier die Menge an Tätern(mit richtig Blut an den Händen) und nicht nur Zwei, Drei, Vier, gar ein Dutzend so auch den Heinz Barth siehe wieder "Mörder von Oradour"


Wer hat mehr Schuld auf sich geladen? Der mit Blut an den Händen? Der Schreibtischtäter, der den Mord kalkulierte und plante, oder der SS Mann vor Ort?

Glaubst du tatsächlich, dass es überhaupt möglich ist, dass ein Land Krieg führt, dann geteilt wird und dann nur in einem Teil die ganzen Verantwortlichen stecken?
Glaubst du auch, dass die Widerständler schon immer in den östlichen Teilen lebten.
Wie logisch ist das?

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Re: DDR Opferrente

Beitragvon Spartacus » 26. September 2015, 14:18

Zurück zum Thema Opferrente.

Habe gerade eine Nachricht per Mail rein bekommen, die wieder einmal die unmöglichen
Bemessungsgrenzen betrifft. Ein ehem. politischer Häftling bekommt die Rente nur, da er
als Vollverdiener noch ein Kind im Haushalt hat und dieses somit angerechnet wird.

Siehe hier:

Einkommensgrenzen, ohne Einkommen des Ehepartners / Lebensgefährten und bestimmte Rentenleistungen (Stand: Januar 2015):

- EUR 1.197 bei Alleinstehenden
- EUR 1.596 bei Verheirateten, Lebenspartnerschaft und bei ehe- oder lebenspartnerschaftsähnlichen Gemeinschaften
- Für jedes Kind, für das ein Anspruch auf Kindergeld besteht, erhöht sich die Einkommensgrenze um weitere EUR 399,00.


Im Sommer 2014 hatte der schlaue Bursche einen Geistesblitz und reichte in seiner Firma einen
Verbesserungsvorschlag ein, der seiner Firma Kosten in Höhe von 50.000 Euro pro Jahr einspart.
Dafür bekam er von seiner Firma eine Prämie von stolzen 4.000 Euro gezahlt. ( Der Kenner der
Materie ahnt jetzt schon, was nun kommt) Selbstverständlich müssen in Deutschland solche Prämien
versteuert werden, so natürlich auch in diesem Fall. Laut Gesetz ist der ehem. politische Häftling
verpflichtet, die zuständige Stelle die die Opferrente zahlt, über eine Änderung des Einkommens
zu unterrichten. Gesetzestreu tat dies der ehem. politische Häftling im Januar 2015, da er dann
die Übersicht über das Gesamtbrutto des Jahres 2014 hatte. Natürlich erklärte er der Behörde, warum
sein Jahresbrutto nun plötzlich um 4.000 Euro höher war, als im Vorjahr.

Dann geschah lange nichts und die Rente wurde weiter gezahlt, als wäre nichts gewesen.

Dann plötzlich vor einigen Wochen ein Bescheid mit folgendem Inhalt:

- Forderung einer sofortigen Rückzahlung aller in 2014 erhaltener Beiträge, da diese zu Unrecht
ausgezahlt worden wären. Begründung: Einkommen 2014 übersteigt Bemessungsgrenze erheblich.
Hierfür wurde ein sogenannter Verwaltungsakt vollzogen.

- Einstellung der aktuellen Zahlung und Rückforderung aller in 2015 geleisteten Zahlungen.
Auch hierfür wurde ein sogenannter Verwaltungsakt vollzogen. Im Januar 2016, kann er dann
sein Brutto - Jahreseinkommen nachreichen, so das dann wiederum wahrscheinlich eine Nachzahlung
für 2015 erfolgt. ( ein kleiner Lichtblick in der Angelegenheit)

Natürlich wandte sich der ehem. politische Häftling persönlich an die Behörde, da er mit solch einem
Vorgehen nicht gerechnet hatte.

Erklärung der Behörde:

Man sieht zwar ein, dass solch eine Zahlung eine Ausnahme sei, aber man halte sich nur an das Gesetz
( in diesem Falle SGB XII ) nach dem es egal ist, WIE oder durch WAS ein Einkommen erzielt wird, denn
Einkommen sei nun mal Einkommen. Ende der Durchsage.

Ich kann nur hoffen, dass diese unzumutbare Einkommensgrenze ( Bemessungsgrenze) so schnell wie
möglich ersatzlos gestrichen wird!


LG

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Re: DDR Opferrente

Beitragvon Spartacus » 1. November 2019, 19:16

Kurze wichtig Info für die Menschen die es betrifft.

Berlin. Opfer politischer Verfolgung in der DDR werden bessergestellt. Der Bundestag verabschiedete am Donnerstag in Berlin ein Gesetz, mit dem die sogenannten Opferrenten erhöht und die Fristen für Anträge auf Rehabilitierung aufgehoben werden. Auch ehemalige Heimkinder werden bessergestellt.

Einkommensabhängige Ausgleichszahlungen für eine rechtsstaatswidrige Inhaftierung in der DDR steigen von 214 auf 240 Euro monatlich. Die SED-Opferrenten, die nur bis zu einer bestimmten Einkommensgrenze gezahlt werden, erhöhen sich von 300 auf 330 Euro im Monat. Zugleich wird die Voraussetzung für eine solche Rente von mindestens 180 Tagen Haft auf 90 Tage Haft gesenkt.


Ein Tropfen auf den berühmten Stein, aber immerhin doch etwas, vor allem was die Haftzeit betrifft. [hallo]

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