Thoth hat geschrieben:Menschen die als "Wissenschaftler" eine Aufgabe; sprich Mission; haben und diese populistisch unters Volk bringen stehe ich äußerst skeptisch gegenüber.
Menschen, die als SED-Altkader und Besserwisser meinen, eine Aufgabe, sprich Mission, zu haben, den abgedankten abgehalfterten Kommunismus wieder salonfähig zu machen und ihn populistisch unters Volk zu bringen, z. B. mit Hilfe der SED/Linkspartei ( Gysi/Lötzsch),
stehe ich äußerst skeptisch gegenüber.
Da lob ich mir den Wissenschaftler
Dr. Hubertus Knabe, der seine wissenschaftlichen Aussagen ständig in der Praxis und in Verbundenheit mit Zeugen auf seine Richtigkeit überprüft, was die SED-Altkader und Besserwisser leider nicht schaffen. Dr. Hubertus Knabe ist klar im Vorteil, weil die SED-Altkader und Besserwisser ihre Untaten nun nicht mehr verstecken können, wie sie es damals machten, als sie noch an der Macht waren. So wurden mir damals weder die
Verhandlungsschrift über meine ungesetzliche Entlassung, noch das
Unrechtsurteil über meine menschenrechtwidrige Inhaftierung ausgehändigt. Jetzt ist Schluss mit dem Versteckspiel.
Thoth hat geschrieben:Sie sind in meinen Augen auf ihre Art Eiferer, Fanatiker, Fundamentalisten und Dogmatiker ...... alles Merkmale die einen unbefangenen, neutralen Wissenschaftler der einzig an der Erkenntnis interessiert ist auszeichnen ........
Thoth
Dr. Hubertus Knabe ist ein neutraler Wissenschaftler, im Gegensatz zu den kommunistischen Eiferern, Fanatikern, Fundamentalisten, Dogmatikern und Besserwissern.
Im Folgenden werde ich noch einmal die
Beweise liefern, dass das Honecker-System, das sich verlogen DEUTSCHE
"DEMOKRATISCHE" REPUBLIK nannte, genau der
Kommunismus ist, den Orwell ausführlich und zutreffend in seinem Roman
"1984" beschrieben hat. Ihr besserwisserisches Abstreiten, dass das Honecker-System gar kein
Kommunismus war, hat auch keinen Zweck. Denn:
1. BeweisDass das Honecker-System in der DDR genau der
Kommunismus war, den die Begründer/Weiterführer Marx/Lenin begründet und weitergeführt haben, beweist allein schon die Tatsache, dass der
Marxismus/Leninismus ein Pflichtlehrfach auf der Ingenieurschule war:

Wenn man in dem Fach bestanden hat, war man nach der Logik der
Kommunisten ein
Kommunist, oder zumindest reif für den
Kommunismus. Man hatte ja die Prüfung bestanden.
2. BeweisRezension hat geschrieben:Doch
Orwell geht viel weiter und schmückt das Buch mit vielen paradoxen Theorien:
"Krieg ist Frieden - Freiheit ist Sklaverei - Unwissenheit ist Stärke". So wird eine in sich logische (aber doch
wahnsinnige) Politikstruktur der Macht selbst letztendlich paradox: Die Partei setzt sich zum Ziel die komplette
"Macht über Menschen. Über den Körper - aber vor allem über den Geist." So legt die Roman-Figur O'Brien aus Sicht der Partei klar dar:
"In unserer Welt wird es keine Gefühle geben außer Angst, Wut, Triumph und Selbsterniedrigung...Es wird keine Kunst, keine Literatur, keine Wissenschaft geben...Es wird keine Neugier, keinen Lebensgenuss geben... immer wird es den Rausch der Macht geben, die ständig wächst und immer subtiler wird." An diesem Punkt werden Menschen zur leeren Hüllen zu leblosen Geschöpfen. Und sollte die Partei ihr Ziel erreichen, bliebe ihnen nur Macht über die Leblosigkeit, also leere Macht.
Die Beschreibung passt nahezu 100% auf den DDR-
Kommunismus zu. Der
"große Bruder" mit dem
"Telescreens" sieht alles. Man kann nichts vor ihm verstecken.
Die DDR-Staatsmacht sieht alle. Man kann nichts vor ihr verstecken. 1982 (konspirativer
Wohnungseinbruch), 1984 (staatsanwaltschaftliche
Hausdurchsuchung).
SED-Diktatur hat geschrieben:Die Stasi drang
konspirativ in unsere Wohnung ein, schnüffelte in meinen Unterlagen, brachte auch den Nähkorb meiner Frau durcheinander und hängte zum Zeichen, dass sie da war, ein Bild von der Wand ab. Das sollte Angst und Unsicherheit verbreiten und zeigen, wer die Macht hatte, nicht der Bürger, sondern der Staat (Orwell
"1984"!). Unser Auto, das in einem abgeschlossenen Gartengrundstück stand, wurde mit obszönen Texten beschmiert. Unterwegs hatte ich einen Platten. Ich bemerkte einen Nagel im Reifen.
3. BeweisIn Orwells Buch
"1984" (bzw. im Film) gibt es eine Szene, in der die Roman-Figur O'Brien durch Strecken auf einem Tisch
gefoltert wurde. Er sollte zugeben, dass 2 und 2 gleich 5 ist.
DDR: Die
Folterbank war der
Prozess. Zum Prozess zugelassen war nur die Stasi, als Ersatz für das Volk. Sie machte von der Zulassung reichlich Gebrauch (ich schätze mindestens 10 Leute, wenn nicht noch mehr). Für die Stasi war die Veranstaltung ein Lehrstück wie aus dem Bilderbuch, wie
"volksdemokratische" (Klassen)Unrechtssprechung zu funktionieren hat. Die Stasi war das Volk und die Klasse alles in einem. Es war für mich ein sehr unangenehmes Gefühl, dieses
"Publikum" hinter mir zu wissen. Der Gedanke an
Inquisition drängte sich mir auf. Die Stasi (
"Der große Bruder" passte auf, dass die
Folterknechte (Staatsanwalt, Richter, Schöffe,
"Verteidiger") richtig
folterten. Ergebnis der
Folter: Der Pazifist, der wegen eines pazifistischen Aufrufes fristlos entlassen wurde und dies außerhalb der DDR weitererzählte, gab zu (er legte ja keine Berufung ein), dass er den Weltfrieden gefährdet hat.
Es wurde in der DDR wie bei Orwell alles auf den Kopf gestellt:
"Krieg ist Frieden - Freiheit ist Sklaverei - Unwissenheit ist Stärke" usw.
4. BeweisIn Orwells Buch
"1984" (bzw. im Film) gibt es eine Szene, in der dem Helden O'Brien ein Kasten mit Ratten vor das Gesicht gestellt wurde. Er sollte zugeben, dass er zu seiner Freundin keine Liebe mehr empfindet, sonst würde die Klappe geöffnet werden.
DDR: Ich sollte bei meiner Vernehmung zugeben, dass ich zu meiner Frau und meiner Tochter keine Liebe mehr empfinde und sie praktisch verrate und verleugne, dass mir ein Zusammenleben mit ihnen kein Glück mehr bedeutet und ich mein Kind lieber dem Staat und meine Frau lieber meinem Vernehmer überlassen sollte, weil diese meine Familie viel glücklicher machen können als ich es je kann.
Verfasser hat geschrieben:5. Also mein Vernehmer hatte den unbändigen Drang, sich wichtig zu machen. Das ging sogar soweit, dass er mir erzählte, dass er auch meine Frau vernimmt, und dass er sie attraktiv findet. Da mein Vernehmer altersmäßig in der Blühte seines Lebens stand und keine unansehnliche männliche Erscheinung war, deutete er mir somit an, dass er mit meiner Frau auch etwas anfangen könnte. Also es ging ihm einfach um Macht, und die hatte er ja auch vom Unrechtsstaat zu Unrecht wirklich erhalten, worüber er sich natürlich mächtig freute.
19. Dass mein Kind dem Staat gehört, war auch klar, seit mein Vernehmer mir sagte:
"Um Ihr Kind kümmern wir uns. Sie müssen Ihrem Kind allerdings nur noch beibringen, dass Sie ein Verbrecher sind." Er erzählte mir weiter, dass das Kind einen Vater wie mich nicht brauche, es habe ja einen humanen Staat wie die DDR, der in der Lage wäre, die richtige Erziehung eines Kindes zu garantieren. Er meinte auch, dass ein Kind bis zum sechsten Lebensjahr überhaupt keine Eltern braucht, dass eine staatliche Krippe das viel besser machen würde.
5. BeweisOrwell: Die Partei setzt sich zum Ziel die komplette
"Macht über Menschen. Über den Körper - aber vor allem über den Geist." "Thought police" (Gedankenpolizei) interessiert sich für alles und verlangt, dass der Mensch sich keine falschen Gedanken macht.
DDR: Totale Ausschnüffelei durch den Staat:
InformationsbedarfWas geht das eigentlich dem
Staat an, welche Veranstaltungen der Kirche oder der Jungen Gemeinde ich privat besuche? Ob es private oder kirchliche Verbindungen zu Künstlern und
Schriftstellern gibt? Oder zu westlichen Kircheneinrichtungen? Oder ob ich an einer öffentlichkeitswirksamen Friedensbibliothek mitwirke? Was ich im Wohngebiet mache, wenn ich nicht gerade Raubüberfälle, Geiselnahme o. ä. plane? Ob ich mich bemühe, meine Arbeitsstelle wiederzubekommen? Wie meine Frau im Wohngebiet auftritt? Ist sie zu zänkisch und die Nachbarn beschweren sich, oder was? Wie wir unsere Tochter erziehen, wenn wir sie nicht gerade verhungern lassen? Was wir in einer Elternversammlung sagen? Mit wem ich im Wohngebiet befreundet bin? Wie mein Verhhätnis zu meiner Mutter ist? Habe ich etwa die Absicht, meine Mutter umzubringen und man will sie warnen?
6. BeweisEs gibt in Orwells Buch
"1984" (bzw. im Film) auch eine Szene, wo der Held O'Brien durch ein Fenster auf eine friedliche und sehr schöne grüne Landschaft schaut.
Diese Szene gleicht meinem Erlebnis:
Verfasser hat geschrieben:Als ich am Kreisgericht Potsdam ausstieg, fielen mir das Grün der Bäume und das Rauschen der Blätter auf, so als ob ich vom anderen Stern kam und so etwas Schönes noch nie in meinem Leben gesehen und gehört habe. Vor allem das Rauschen der Blätter machte auf mich einen so starken Eindruck, dass ich es nie mehr vergessen werde.
7. BeweisOrwell: So legt die Roman-Figur O'Brien aus Sicht der Partei klar dar:
"In unserer Welt wird es keine Gefühle geben außer Angst, Wut, Triumph und Selbsterniedrigung...Es wird keine Kunst, keine Literatur, keine Wissenschaft geben...Es wird keine Neugier, keinen Lebensgenuss geben... immer wird es den Rausch der Macht geben, die ständig wächst und immer subtiler wird." An diesem Punkt werden Menschen zur leeren Hüllen zu leblosen Geschöpfen. Und sollte die Partei ihr Ziel erreichen, bliebe ihnen nur Macht über die Leblosigkeit, also leere Macht.
DDR: Genauso habe ich es erlebt: Stasi-U-Haft, wo ich nur noch eine Nummer war (auch wieder eine Ähnlichkeit zum NS-KZ), bei Gericht mit mindestens 10 Stasi-Leuten im Hintergrund, die das Volk ersetzten, Erniedrigung im Strafvollzug usw. In den Strafvollzug wäre ich immer wieder hineingekommen, weil ich als normaler Mensch meine Menschenrechte (Meinungsfreiheit) immer wieder wahrgenommen und meine so genannten Straftaten von vorn begonnen hätte, wenn man mich aus dem Gefängnis in das größere Gefängnis DDR entlassen hätte, um mir zu beweisen, dass ich ein Mensch bin. So wie
Wladimir Bukowski es für sich beweisen wollte. Übrigens habe ich in der DDR seine Interviews, die er nach seinem Austausch mit Corvalan 1976 im Westen gab, auf Kassette aufgenommen.
8. BeweisInterview - DVD-Kassette
Verfasser K. hat geschrieben:Ich gab einem Kamerateam der Gedenkstätte
Berlin-Hohenschönhausen (ehemals Stasi-Gefängnis) ein 92-minütiges Interview. Darin schilderte ich die Ereignisse meiner 6-jährigen politischen Verfolgung, meines Berufsverbots und meiner Inhaftierung im Stasi-Gefängnis Berlin-Hohenschönhausen, Potsdam und Cottbus und schließlich meine Befreiung nach 1 1/2 Jahren Haft durch Freikauf.


Aus dem Interview für die Gedenkstätte - Verfasser K. hat geschrieben:K.: Wir hatten dann zwei Zimmer bekommen im Wohnheim... (Tränen, schluchzen). Pause
Reporter: War ein sehr bewegender Moment für Sie ja? Pause
K.: ...na jedenfalls ist meine Familie dann ins Wohnheim gekommen zu mir. Die Wiedersehensfreude war so groß, dass wir uns da gleich noch ein zweites Kind angeschafft haben. Und dieses Kind ist jetzt auch schon groß geworden und lebt in Köln und ist jetzt..., hat studiert. Meine große Tochter hat auch studiert und diese ganze Dramatik, ob sie jetzt überhaupt einen Studienplatz kriegt in der DDR bei dem Vater und mit der kirchlichen Einstellung, die hat sich dann auch vollständig erledigt, so dass wir in jeder Hinsicht gewonnen haben. Und das System ist auch noch kaputt gegangen, also das hab ich praktisch mit kaputt gekriegt. Denn diese Geschichten, also meine Geschichten, sorgten ja auch dafür, dass die DDR sich nicht mehr halten konnte, denn die Leute nur unterdrücken und noch Freikaufsgeld dafür kassieren, das war eben auch nicht die Lösung für die DDR, da musste sie untergehen.
Reporter: Am Ende haben sie gewonnen.
K.: Ja.
Reporter: Herzlichen Dank Herr Kotowski
Da
Dr. Hubertus Knabe meine Geschichte wie auch ähnliche Geschichten kennt, also auf die Zeugenaussagen und deren schriftliche Dokumenten (Stasi-Unterlagen) zurückgreifen kann, ist er in der Lage, die Geschichtsschreibung richtig vorzunehmen und den
Kommunismus in der DDR richtig zu bewerten. Ohne dass wir uns abgesprochen haben, stellt er wie ich auch
Ähnlichkeiten mit dem
Nationalsozialismus fest, was die kommunistischen Eiferer, Fanatiker, Fundamentalisten, Dogmatiker und Besserwisser leider auch nicht einsehen wollen.
Wikipedia hat geschrieben:Des Weiteren gilt er als Anhänger eines
"totalitaristischen Diktaturbegriffs"[7] und stellt in Fragen der Aufarbeitung der SED-Diktatur häufig selbige in Bezug auf die Zeit des
Nationalsozialismus' vergleichend gegenüber.
Verfasser K.