Stasi Akten öffnen oder schließen?

Re: Stasi Akten öffnen oder schließen?

Beitragvon Klaus B. » 14. März 2019, 19:49

Reiner, die von Dir empfohlene religiös motivierte Vergebungsarie würde auf der Seite der ehemals mächtigen Ganoven dankbar angenommen werden... Allerdings wäre es ein Kneifen vor der Wahrheit!
Die ehemaligen Peiniger, Lauscher und Denunzianten des damaligen MfS kennen diese religiös fundierten Verhaltensweisen gar nicht, sie selbst haben religiöse Regungen in der damaligen DDR im "Bedarfsfall" als staatsfeindliche Agententätigkeit denunziativ missbraucht...

Keine Gnade den Tätern! Aus Rücksicht auf ihre Opfer!

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Re: Stasi Akten öffnen oder schließen?

Beitragvon Edelknabe » 14. März 2019, 20:11

Irgendwo mal gelesen Klaus B. das Menschen mit richtig Blut an den Händen(aus der Zeit des Dritten Reiches) ganz friedlich und unbelastet, und das im sehr hohen Alter in der BRD nach 1949 in ihren Bettchen einfach so entschlafen sind. Nicht Einer, wohl nicht mal der liebe Gott hatte irgendwie und Irgendwo moniert? Warum eigentlich nicht? Das dies eigentlich nicht sein kann, gerade wenn es um deren Opfer ging hat Keinen interessiert, in der damaligen BRD.

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Re: Stasi Akten öffnen oder schließen?

Beitragvon Bahndamm 68 » 14. März 2019, 21:17

Edelknabe hat geschrieben:Irgendwo mal gelesen Klaus B. das Menschen mit richtig Blut an den Händen(aus der Zeit des Dritten Reiches) ganz friedlich und unbelastet, und das im sehr hohen Alter in der BRD nach 1949 in ihren Bettchen einfach so entschlafen sind. Nicht Einer, wohl nicht mal der liebe Gott hatte irgendwie und Irgendwo moniert? Warum eigentlich nicht? Das dies eigentlich nicht sein kann, gerade wenn es um deren Opfer ging hat Keinen interessiert, in der damaligen BRD.

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Du schlauer @Edelknabe, bevor du solche Bolzen hier schreibst, solltest du im Internet etwas recherchieren und nicht dein gutes DDR Wissen hier vermitteln.
Wer die Vergangenheit nicht kennt,
kann die Gegenwart nicht begreifen
und die Zukunft nicht gestalten.
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Re: Stasi Akten öffnen oder schließen?

Beitragvon Dr. 213 » 14. März 2019, 22:48

Genau so ist es, wie es Klaus B. schreibt.
Die Stasischergen und nicht zu unterschätzen ihre Helfershelfer habe damals auch keine Gnade gezeigt.
Die IM's und die Hobbyanschei..... haben es dem MfS ja erst ermöglicht, bis in die privateste
familiäre Ebene herunter Einblick zu haben.

Krasses Beispiel dafür ist, wie sehr man sich bei der Überwachung von Robert Havemann auf
die vielen privaten Informanten und MfS fernen Organisationen verlassen konnte.
Da waren angeheuerte Jugendliche , scheinbar normale Strassen- Bauarbeiter und die Volkspolizei ganz willige Helfer.

So etwas wie Vergebung kann es nur bei Offenheit und Reue geben.
Wer von Informanten erst durch Akteneinsicht erfährt, ist durch die ehemaligen Täter dann bereits
mindestens zweimal hintergangen worden. An der Stelle ist dann wohl Vergebung nicht mehr angebracht.

Turtle nun mag ja ein liebenswerter Zeitzeuge sein, aber sein pastorenhaftes Geschwafel finde ich,
geht mir dabei etwas zu weit.
Nun sind seine Erlebnisse als unfreiwilliger Pornodarsteller vor den versteckten Kameras der Stasis aus heutiger
Sicht eher lustig, aber das findet wohl nicht jeder so. Und so ganz lustig ist es ernshaft betrachtet auch garnicht.

Eine harmlose Frau etwa, die nur für eine Ordnungswidrigkeit im Grenzgebiet mehrere Jahre nach Hoheneck mußte,
wird sich auch mehrmals als Gefangene unfreiwillig Entkleiden und in alle Löcher hat gucken lassen müssen.
Oder Opfer, die bis heute bei bestimmten Geräuschen zusammenzucken oder keine geschlossenen Türen abkönnen.
Das sind die Opfer, die man fragen muß, ob sie den ehemealigen Tägern Vergebung zugestehen wollen.

Ach Rainer, Du siehst das innerliche Grinsen und die Verachtung der unerkannten Zuträger in deinem
heutigen Umfeld nicht. Sie begegnen Dir verborgen auf Klassentreffen, Männerabenden beim Bier, oder noch
viel perverser, bei Familienfeierlichkeiten.

Schön das es die Stasiakten gibt und man so wenigstens ein Stück Gewissheit bekommt.
Manchmal können die Akten aber auch Zweifel ausräumen.

Ich lese mit Freude auch von Fällen, wo sich Privatpersonen der Zusammenarbeit mit der Stasi verweigert haben.
Oder wenn Arbeitskollektive in der nicht selten abverlangten schriftlichen Einschätzung zu einem zum Staatsfeind
erklärten ehemaligen Kollegen, so garnicht die erwünschte Bestätigung für eine mißratene Persönlichkeit ablieferten.

Herzlichst
Dr. 213
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Re: Stasi Akten öffnen oder schließen?

Beitragvon Volker Zottmann » 14. März 2019, 23:10

Familienfeiern und Klassentreffen sind das Stichwort, was gerade Dr.213 gab.
Bei Klassentreffen traf ich letzens 2, die für die Stasi IM-Dienste erledigten. Beides Mitschüler von mir. Mit dem einen war ich dann auch noch in der Lehre zusammen. Nichts davon hab ich gewusst.
Dank dieses Forums bin ich schlauer geworden, habe Hinweise zur Recherche genutzt. Bin durch mein Niederschreiben der alten "Episoden" auf einen heute in Leipzig lebenden Mitschüler gestoßen, der diese Namen in seinen Akten fand. Das ist erwiesen!
Angesprochen habe ich bei der Feier niemanden darauf. Aber einige Begegnungen früher erscheinen heute unter anderer Sichtweise.
Im Privatleben ist es noch dramatischer. Wenn man nach 10 Jahren aufgefordert wird, Kinderbilder aus Geschichten zu entfernen... Dann treffen meine Vermutungen zu; und viel hat sich inzwischen selbst in Schriftform bestätigt.

Mir ist nie was geschehen, wohl schon durch die gesellschaftliche Stellung der Mutter und des Opas. Aber nicht jeder hatte solche "Schutzengel". Keine Ahnung, was irgendwo noch an Schriftsätzen schlummert. Aller 2 Jahre wird ein weiterer Nachforschungsauftrag gestellt.
Rache läge mir fern, aber wissen, wer uns noch bespitzelte, möchte ich schon erfahren.
Mit den "Tätern" meiner Familie habe ich auch meinen Frieden gemacht. Die lässt man einfach links liegen.
Selbst kenne ich bewiesener Maßen 7 IM namentlich, die früher mein Leben kreuzten.

Geschlossen werden sollten die Akten nie! So langsam kommen nun die Kinder dran, für ihre verstorbenen Eltern Einsicht zu verlangen.
Das Recht sollte man dann auch bei Interesse wahrnehmen.
Wie Edelknabe, den Kopf in den Sand zu stecken, kann keine Aufarbeitung dieser Verbrechen sein.

Gruß Volker
http://baupionier.zottmann.org/
http://Mein-DDR-Leben.de/

Die Weite Deines Horizonts ist Frage Deiner Sicht.
Der Große sieht ihn breiter, der Kleine leider nicht.
(Volker Zottmann)
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Re: Stasi Akten öffnen oder schließen?

Beitragvon Edelknabe » 15. März 2019, 17:32

Da fällt mir zu Volker ein," er gibt den heutigen Rächer der damals geknechteten", weil selber durch Mutter und Opa in der DDR nie was geschehen. Köstlich nee. Und Vergebung weil hier irgendwie durch Klaus B. in die religiöse Ecke gerückt, also ich bin soetwas von sinngemäß Heide, mir geht der ganze Kirchenkram am.....vorbei. Unser Turtle wohl ebenfalls, so nehme ich mal gut an. Und trotzdem find ich das gut, mit der Vergebung.Weil, das schafft inneren Frieden, den der Seele.

Und gut, jeder hat seine ganz eigene Sicht auf den Kram mit den Akten, belassen wir es somit dabei.

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Re: Stasi Akten öffnen oder schließen?

Beitragvon Nostalgiker » 15. März 2019, 17:56

Edelknabe hat geschrieben:

Und gut, jeder hat seine ganz eigene Sicht auf den Kram mit den Akten, belassen wir es somit dabei.

Rainer-Maria


Pseudoreligiöse Eiferer und Hobbyinquisitoren sind mir bei dieser Thematik höchst suspekt.
Ich bin nicht auf der Welt, um so zu sein, wie andere mich gerne hätten.

Eindeutigkeit der Absicht wurde bei ihm zur Zweideutigkeit des Handelns
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Re: Stasi Akten öffnen oder schließen?

Beitragvon Nov65 » 15. März 2019, 17:59

Edelknabe hat geschrieben:Da fällt mir zu Volker ein," er gibt den heutigen Rächer der damals geknechteten", weil selber durch Mutter und Opa in der DDR nie was geschehen. Köstlich nee. Und Vergebung weil hier irgendwie durch Klaus B. in die religiöse Ecke gerückt, also ich bin soetwas von sinngemäß Heide, mir geht der ganze Kirchenkram am.....vorbei. Unser Turtle wohl ebenfalls, so nehme ich mal gut an. Und trotzdem find ich das gut, mit der Vergebung.Weil, das schafft inneren Frieden, den der Seele.

Und gut, jeder hat seine ganz eigene Sicht auf den Kram mit den Akten, belassen wir es somit dabei.

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Rainer-Maria, dir kann man doch nicht abnehmen, dass das MfS gegen dich eine Akte geführt haben könnte. Was bitte sollte denn da drinstehen?
Eine Opponierungshaltung ? Wohl kaum. Du standest dem Regime nicht mal kritisch gegenüber.
Es sei denn, deine Versorgung mit allen Raritäten aus dem betrieblichen Lager sind bekannt geworden. Ja, dann....Dann hättest du ausreichend Grund den Häschern heute zu vergeben.
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Re: Stasi Akten öffnen oder schließen?

Beitragvon Spartacus » 15. März 2019, 18:08

Es sei denn, deine Versorgung mit allen Raritäten aus dem betrieblichen Lager sind bekannt geworden. Ja, dann...


Hätte er selber den Knast kennen gelernt und wäre ganz schnell vom Glauben abgefallen, Andreas.

Da das nicht passiert ist, hat er erstens Glück gehabt und zweitens keine Akte. [flash]

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Re: Stasi Akten öffnen oder schließen?

Beitragvon Edelknabe » 15. März 2019, 18:14

Das Andreas schrieb doch der Spartacus schon sinngemäß: "Deine Akte, eventuell ein Blatt....?" Bin ich heute froh in der damaligen DDR mit Familie und im Alltag richtig gut zurechtgekommen zu sein.Was für ein kleines Glück.....und stimmt Sparta, Andere hatten das nicht.Ach, das interessiert mich mal hier im Fred. Hälst du es ähnlich Turtle und mir so siehe deine Monate in Bautzen? Hast du vergeben?

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Re: Stasi Akten öffnen oder schließen?

Beitragvon pentium » 15. März 2019, 18:15

Nov65 hat geschrieben:Rainer-Maria, dir kann man doch nicht abnehmen, dass das MfS gegen dich eine Akte geführt haben könnte. Was bitte sollte denn da drinstehen?
Eine Opponierungshaltung ? Wohl kaum. Du standest dem Regime nicht mal kritisch gegenüber.
Es sei denn, deine Versorgung mit allen Raritäten aus dem betrieblichen Lager sind bekannt geworden. Ja, dann....Dann hättest du ausreichend Grund den Häschern heute zu vergeben.
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Akte? Muss nicht sein, aber man könnte ja rein theoretisch für irgend eine Diensteinheit in der ZIAG erfasst sein...man hat zum Beispiel viel in diversen Objekten der GSSD zugebracht...
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Re: Stasi Akten öffnen oder schließen?

Beitragvon Spartacus » 15. März 2019, 18:36

Edelknabe hat geschrieben: Hälst du es ähnlich Turtle und mir so siehe deine Monate in Bautzen? Hast du vergeben?

Rainer-Maria


So was vergibt man doch nicht Rainer. Zwei Jahre unschuldig hinter Gittern, sind zwei gestohlene Jahre meines Lebens.
Und ich bekomme für diese zwei Jahre keine Rente, also gleich nochmal beschissen.

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Re: Stasi Akten öffnen oder schließen?

Beitragvon Edelknabe » 15. März 2019, 18:44

Ehrliche Antwort Sparta und Danke für.

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Re: Stasi Akten öffnen oder schließen?

Beitragvon Dr. 213 » 15. März 2019, 19:28

Manchen fehlt eben die pers. Betroffenheit oder sie sind tatsächlich nicht mit dem Sytem aneinandergeraten.
Auch das soll es gegeben haben. So wie sich Diktaturen immer der Mitläufer, Blockwarte und Petzen bedienen.
Oder auch die Beamten, die sturr wie die Schrankenwärter unter allen Fahnen perfekt als Untertan funktionieren.

Nur sind das eben keine Leute, die über Vergebung zu entscheiden hätten.
Dazu ist schon eher ein Opfer wie Spartacus befähigt, der die wahre SED- Diktatur selbst kennenlernen durfte.

Ach armer Rainer, Du hast wohl wirklich keine Stasiakte, stimmts ?
Nagut, ich schreib Dir eine:

Durch eine inoffizelle Quelle wurde bekannt, daß der Angehörige der GT der DDR X.X. einen
ungewöhnlich hohen Verbrauch an Batterien und Schuhcreme hat. Durch eine andere inoffizelle
Quelle wurde im Spind des XXX dort angebrachtes pornografisches Material vom Klassenfeind festgestellt.
Durch die zuständige Diensteinheit wurde ein Ermittlungsverfahren eröffnet.

In einer operativen Aktion wurden unter der Legende "Spindkontrolle wegen Mäusebefall" die Bilder
unbemerkt gegen gleichartige Fotos aus der °Funzel" und der Zeitschrift "neues leben" heimlich ausgetauscht.
Überprüfungen haben ergeben, daß der Soldat XXX den Bildaustausch nicht bemerkt hat.

Es wird vorgeschlagen, den OAM "Mopsy" einzustellen und im Archiv abzulegen.
Begründung: Soldat XXX erbringt hervorragende Leistungen bei der Wartung def Anlagen 501 und 701.
Damit ist er ein wichtiges und unverzichtbares Mitglied unserer sozialistischen Menschengemeinschaft.

Die eingezogenen pornografischen Bilder bitte ich, sie mir diskret im neutralen Umschlag auf dem Dienstweg
zukommennzu lassen, damit ich sie noch vor dem bevorstehenden XX. Parteitag der SED vernichten kann.

mit sozialistischem Gruss
Hauptmann Goldi
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[laugh] [laugh] [laugh]
Zuletzt geändert von Dr. 213 am 15. März 2019, 19:39, insgesamt 5-mal geändert.
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Re: Stasi Akten öffnen oder schließen?

Beitragvon augenzeuge » 15. März 2019, 19:31

Überprüfungen haben ergeben, daß der Soldat XXX den Bildaustausch nicht bemerkt hat.


[laugh]

Du hast zu nett geschrieben.

AZ
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Re: Stasi Akten öffnen oder schließen?

Beitragvon Spartacus » 15. März 2019, 19:47

Dr. 213 hat geschrieben:Dazu ist schon eher ein Opfer wie Spartacus befähigt, der die wahre SED- Diktatur selbst kennenlernen durfte.


Als Opfer habe ich mich nie gefühlt und war es auch nicht, also jedenfalls nicht in meinen Augen, denn dafür habe ich viel zu viel
Widerstand geleistet. Was mich heute aber eben noch ärgert, ist eben das sie dazu in der Lage waren, mir zwei wertvolle Jahre,
denn es waren ja die Jahre meiner Jugend, einfach so zu stehlen und ich dagegen nichts machen konnte.

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Re: Stasi Akten öffnen oder schließen?

Beitragvon Edelknabe » 15. März 2019, 20:00

Bitte nicht Doktor....".das eben der damalige traurige Rest der DDR-Mitbürger außer der politischen Opfer nur...wie hast du getextet:"Petzen, Mitläufer, Blockwarte" waren. Nee, nicht wirklich.

Rainer-Maria

PS: Stolze Opfer, und die voller Würde, der traurige Rest, völlig ohne Würde......
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Re: Stasi Akten öffnen oder schließen?

Beitragvon Dr. 213 » 15. März 2019, 20:02

Opfer natürlich nur als Oberbegriff.
Ich habe ja gelesen, wie Du dir im Knast Respekt verdienst hast.
Die Stärke hatte aber nicht jeder Eingesperrte.
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