Jahrhundertsturm von 1972: Orkan "Quimburga" wütet über der DDR

extreme Winter, Hochwasser u.s.w.

Jahrhundertsturm von 1972: Orkan "Quimburga" wütet über der DDR

Beitragvon augenzeuge » 26. Oktober 2017, 21:26

Ein harmloser Herbststurm war angekündigt. Doch dann fegte am 13. November 1972 Orkan Quimburga von Norden gen Osten. Mit ungewöhnlich starken Böen hinterließ er eine Schneise der Verwüstung in der DDR und tötete 16 Menschen.

In der DDR kamen bei dem Jahrhundertsturm insgesamt 16 Menschen ums Leben, 150 wurden verletzt, zum Teil schwer. In Norddeutschland, dort wo der Orkan noch stürmischer wütete, starben 21 Menschen. In ganz Europa gab es nach dem Orkan Quimburga 73 Todesopfer zu beklagen. Denn am Vorabend ahnte noch niemand, dass aus dem kleinen Tief "Quimburga", das im Atlantik entstanden war, ein derartig kraftvoller Orkan werden sollte.
Unwetterwarnung kam viel zu spät

Eigentlich hatte die Tagesschau am 12. November 1972 am Tag zuvor nur einen gewöhnlichen Herbststurm. Erst am nächsten Morgen sahen die Meteorologen, was da tatsächlich auf Nord- und Ostdeutschland zukam. Um 7:10 Uhr veröffentlichte das Wetteramt Bremen die erste Unwetterwarnung. Zur damaligen Zeit steckte die Meteorologie noch in den Kinderschuhen. Einerseits wurden die Wetterprognosen noch nicht mithilfe von Wettersatelliten erstellt. Andererseits konnten Wetterinformationen noch nicht schnell genug international ausgetauscht werden. Eine rechtzeitige Vorhersage des Orkans war daher nicht möglich.
So traf Quimburga die Menschen auch in der DDR mitten im Alltag - beim Einkaufen, bei der Arbeit, auf den Straßen.

http://www.mdr.de/zeitreise/orkan-quimburga-100.html

AZ
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