1990 - Diestel und die Ost-Berliner Volkspolizei

Alle Themen die eine Bezug zur Wende und Grenzöffnung haben. Persönliche Erlebnisse, Gedanken aus dieser Zeit, Dokumente und ähnliches.

1990 - Diestel und die Ost-Berliner Volkspolizei

Beitragvon Interessierter » 16. Juni 2016, 09:33

DDR-Innenminister Diestel hat seltsame Helfer: In seinem Ressort gehen ihm verdiente SED-Kämpen zur Hand.

Die Erregung der rund 40 hohen Polizeioffiziere, die Anfang August im Ost-Berliner Polizeipräsidium zusammenkamen, richtete sich vor allem gegen den West-Berliner Innensenator Erich Pätzold. Seit Wochen schießt der SPD-Politiker verbale Breitseiten gegen die Vopo-Spitzen im Osten der Stadt. Der Hintergrund: Gleich nach der deutsch-deutschen Vereinigung am 3. Oktober will Pätzold die Ost-Berliner Polizei unter seine Fittiche nehmen und dabei rigoros von allen SED-Veteranen säubern.

Unter den Polizeiführern, die ihrer Entrüstung ob dieser existentiellen Bedrohung im Ost-Berliner Präsidium freien Lauf ließen, taten sich zwei ganz besonders hervor: Dirk Bachmann, Alt-Stalinist und Ost-Berliner Vopo-Chef - sowie Peter-Michael Diestel, DDR-Innenminister und seit kurzem Christdemokrat.

Statt dessen entpuppt sich Diestel, von gesamtdeutschen Politikern vor wenigen Wochen noch als Auslaufmodell gehandelt, als einer der Haupterben der DDR-Übergangsregierung. Im zerbröselnden Kabinett Lothar de Maizieres ist er der einzige Ressortchef, dem bereits jetzt der Weg in ein hohes politisches Amt in einem der fünf neuen Länder geebnet wurde.

Das Votum der CDU-Delegierten für ihren neuen Spitzenmann, der erst drei Wochen zuvor der Partei beigetreten war, fiel unverschämt eindeutig aus: Mehr als 90 Prozent stimmten für den ehemaligen DSU-Generalsekretär Diestel - ein Ergebnis, das der Gewählte selbst scherzhaft als Erinnerung "an finsterste DDR-Zeiten" wertete.

Sie erteilten damit einem Politiker ihren Segen, der sich in den rund sechs Monaten Amtszeit als Innenminister vordringlich durch lautstarke Sprüche, Anbiederung an den alten SED-Sicherheitsapparat und mangelnde Energie bei der Aufarbeitung des Stasi-Erbes auszeichnete.

Vor allem bei seiner Personalpolitik hatte sich Diestel durch eigentümliche Treue zu Dienern des alten Honecker-Regimes hervorgetan. Als Polizeistaatssekretär holte er sich den früheren Vopo-Chef von Karl-Marx-Stadt, Peter Müller, und als einen seiner engsten Berater ernannte er den Ex-Chef der Volkspolizei und späteren Innenminister der Modrow-Regierung, den alten SED-Gefolgsmann Lothar Ahrendt.
Die überraschenden Postenbesetzungen des Ministers waren keine Ausrutscher, sondern, wie sich bald zeigte, planvolle Politik: Statt im belasteten Sicherheitsapparat seines Ministeriums und der Polizei aufzuräumen, hofierte Diestel die alten Apparatschiks.

Der vollständige Bericht hier:
http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13500262.html

Gelernt hatte unser verdienter und gelernter Melker eben lediglich wie man Kühe platzierte und nicht unbelastete Polizeioffiziere.

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Re: 1990 - Diestel und die Ost-Berliner Volkspolizei

Beitragvon augenzeuge » 16. Juni 2016, 11:05

Interessierter hat geschrieben: Mehr als 90 Prozent stimmten für den ehemaligen DSU-Generalsekretär Diestel - ein Ergebnis, das der Gewählte selbst scherzhaft als Erinnerung "an finsterste DDR-Zeiten" wertete.
[hallo]


[flash] Schon fast ein Wunder...
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Re: 1990 - Diestel und die Ost-Berliner Volkspolizei

Beitragvon Beethoven » 16. Juni 2016, 15:08

Na, wie ich hörte, hat er nicht nur melken können, sondern auch ein Studium der Juristerei abgeschlossen, [grins]
eine Dissertation eingereicht und verteidigt und ist Dr. jur. . [shocked]

Ich vermute mal ganz keck, da kommst Du, lieber sich "Interessierter" Nennender, nicht annähernd heran. [flash]
Warum also so abfällig über Dr. Diestel, der Dich vermutlich auf dem Würfelzucker dreimal in die Tasche steckt?

Gruß
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Sie ist die schlechteste aller Staatsformen, ausgenommen alle anderen.

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Re: 1990 - Diestel und die Ost-Berliner Volkspolizei

Beitragvon augenzeuge » 16. Juni 2016, 15:20

Beethoven, darum geht es m. E. nicht. Laß es mich mit einem Spruch sagen, das finden wir beide gut.

Nicht die Intelligenz beherrscht den Menschen, sondern der Wille, dem die Intelligenz nur dient. Man kann deshalb auch nicht die Intelligenz zum Maßstab nehmen für den moralischen Fortschritt des Menschen.

AZ
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Re: 1990 - Diestel und die Ost-Berliner Volkspolizei

Beitragvon HPA » 16. Juni 2016, 16:35

Ein Zitat von Diestel: " Bei jeder Gelegenheit fordert er das Ende der "Gauck-Birthler-Behörde". Die Informationen der Stasi seien rechtswidrig erhoben, "ein Drittel, das brisante Material", sei weggeschafft gewesen, als er an die Macht kam."
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Re: 1990 - Diestel und die Ost-Berliner Volkspolizei

Beitragvon karnak » 16. Juni 2016, 18:18

Interessierter hat geschrieben:
Gelernt hatte unser verdienter und gelernter Melker eben lediglich wie man Kühe platzierte und nicht unbelastete Polizeioffiziere.

[hallo]

[grin] Ja Wilfried,dass mit dem Melker,übrigens doch wohl nicht ehrenrührig ein solcher zu sein,ist wieder so eine Sache die man eben nicht bei"Horch und Guck"erfährt.
Es war in dieser DDR durchaus nicht unüblich,neben der Bekenntnisabgabe über diesen 3jährigen Militärdienst,bei besonders "elitären"Studienrichtungen auch mal eine Lehre als Rinderzüchter vorher ranzuhängen.Wenigstens etwas ähnliches,so schlecht würde mir das auch heute nicht gefallen,VIELLEICHT hätten wir dann ein paar arrogante und abgehobene Affen weniger.
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Re: 1990 - Diestel und die Ost-Berliner Volkspolizei

Beitragvon Dr. 213 » 16. Juni 2016, 18:35

Das ist aber keine Gewähr um anständige Menschen zu formen.
Der Möbeltischler und der (fast) Dachdecker waren ganz schön miese Diktatoren- Affen in ihrem späteren Leben.

Gruß
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Re: 1990 - Diestel und die Ost-Berliner Volkspolizei

Beitragvon karnak » 16. Juni 2016, 18:38

Dr. 213 hat geschrieben:Das ist aber keine Gewähr um anständige Menschen zu formen.

Dr. 213

[flash] Na gut,einverstanden,mir gefällt nur die Idee dahinter,wenn es denn eine war.
Und der"Möbltischler und der fast Dachdecker" sind natürlich nicht durch dieses System "geformt". [grin]
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Re: 1990 - Diestel und die Ost-Berliner Volkspolizei

Beitragvon Interessierter » 24. Februar 2017, 13:12

Als die Volkspolizei das Volk verriet

Dirk Bachmann (65) trägt sein Haar so kurz, als wäre er noch immer bei der Volkspolizei. Dreiundzwanzig Jahre lang trug er die Uniform der DDR-Ordnungshüter. Am Anfang war Bachmann Streifenpolizist in Halle, als letzter Polizeipräsident von Ost-Berlin beendete er seine Karriere. Fernab von seinem einstigen Revier versucht der Mann in der Märkischen Schweiz sein Leben als Rentner zu genießen. Doch die Vergangenheit hat ihn eingeholt. Es gilt, ein Verbrechen aufzuklären, das die Volkspolizei im Osten Berlins vor 25 Jahren beging.

Unweit von Strausberg, im schicken Landhaus in Garzau, hat sich Bachmann mit uns verabredet. Vor ihm liegt ein dicker Aktenordner mit Dokumenten und Zeitungsausschnitten. Unterlagen, die er für ein Buch verwendete, an dem er monatelang mitgearbeitet hatte. „Mittendrin – die Berliner Volkspolizei 1989/90“ (Edition Ost, 16,99 Euro) heißt das 304 Seiten starke Werk, das am 4. März erscheint.

So nüchtern der Titel auch klingt: Der Inhalt dieses Buches ist brisant. Zum ersten Mal geben darin ehemalige führende Volkspolizei-Offiziere genau Auskunft, welche unrühmliche Rolle die DDR-Ordnungshüter bei der friedlichen Revolution im Herbst 1989 in Ost-Berlin spielte. Denn die Volkspolizei, die in der Propaganda stets als Freund und Helfer galt, eigentlich für Recht und Ordnung zu sorgen hatte, trat damals das Gesetz im wahren Wortsinn mit den Füßen.

Obwohl über Hunderttausend Menschen das Land in Richtung Westen verlassen hatten, feierten am 7. Oktober 1989 die DDR-Machthaber den 40. Staatsgeburtstag im Palast der Republik als wäre nichts geschehen. Vorm Gebäude demonstrierten Hunderte von Menschen gegen die Willkür der Staatsmacht. Die Protest-Märsche zogen sich abends bis zum Prenzlauer Berg und nach Lichtenberg. Hundertschaften der Volkspolizei versuchten, die Demonstrationen zu bekämpfen. Die Bilder, wie Volkspolizisten auf offener Straße auf Menschen einprügelten, gingen um die Welt.

Nach dem Honecker-Sturz musste der Ost-Berliner Volkspolizei-Chef Friedhelm Rausch (starb 2003) auf Druck der Opposition wegen der Vorfälle zurücktreten. Sein Amt übernahm im Januar 1990 der unbelastete Dirk Bachmann. Zu seinen ersten Aufgaben gehörte es, die Oktober-Ereignisse aufzuarbeiten.

Auch Bachmann hat sie gesehen – daheim im Westfernsehen. Er war damals im Ministerium des Innern Stellvertreter für Kultur und Ideologie, war an den Polizei-Einsätzen nicht beteiligt. „Die Übergriffe auf die Demonstranten und deren spätere Misshandlungen in den Zuführungsstellen der VP waren rechtswidrig“, sagt er heute.

„Ich las die Opfer-Berichte, die Protokolle der Untersuchungskommission und der Staatsanwaltschaft, nahm an den Runden-Tisch-Gesprächen teil“, sagt Bachmann. Dabei stellte sich immer wieder die Frage: Wer gab die Befehle, auf Demonstranten einzuprügeln, sie in den Untersuchungsgefängnissen zu misshandeln?

Um den Einsatz zum DDR-Geburtstag am 7. Oktober 1989 zu leiten, hatte sich die Volkspolizei-Führung in die siebente Etage vom Haus des Lehrers verschanzt. „Dass die Sache am Ende eskalierte, lag auch daran, das die Stasi die eigentliche Führung übernahm“, sagt Bachmann. „Aus Gesprächen mit meinem Vorgänger Rausch erfuhr ich, dass Stasi-Chef Erich Mielke ständig aus dem Palast der Republik mit der Einsatzstelle telefonierte und mit seinen chaotischen Anweisungen unnötig die Situation anheizte.“ So gab Mielke den Befehl, die Polizisten müssen „mit aller Macht die Straße frei machen“. Sätze wie „Macht die Schweine platt!“ sollen gefallen sein.

Das verloren gegangene Vertrauen in die Volkspolizei: Präsident Bachmann musste es bei den Ost-Berlinern wieder neu gewinnen. Und die Polizisten mussten Aufgaben übernehmen, die für sie völlig neu waren – das Aufklären von Regierungsstraftaten. „Plötzlich ermittelten wir gegen Leute wie Stoph oder Mielke, die einst unsere Dienstherren waren und nun im Gefängnis saßen“, sagt Bachmann. „Es war erschreckend, als wir von den Jagd-Eskapaden von Mittag oder Honecker erfuhren. Ich war wie viele Polizisten enttäuscht, als diese Dinge hochkamen. Man hatte einer diktatorischen Führung, der Macht einer einzigen Partei gedient, ohne dies jemals öffentlich in Frage zu stellen.“

Im Oktober 1990 musste Bachmann mit der Wiedervereinigung Deutschlands seinen Schreibtisch räumen. Ganze neun Monate war er nur Präsident der Volkspolizei. Ihm war klar, dass er in einer Gesamt-Berliner Polizei keine Zukunft hatte. Von den 15800 Volkspolizisten wurden nur 7500 übernommen. Bachmann war nicht dabei. Er wurde später Datenschutzbeauftragter bei einer großen Versicherungsgesellschaft.

http://www.berliner-kurier.de/berlin/le ... et-1177582
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Re: 1990 - Diestel und die Ost-Berliner Volkspolizei

Beitragvon andr.k » 24. Februar 2017, 17:44

Interessierter hat geschrieben:Um den Einsatz zum DDR-Geburtstag am 7. Oktober 1989 zu leiten, hatte sich die Volkspolizei-Führung in die siebente Etage vom Haus des Lehrers verschanzt.


@Interessierter, hättest Du das Buch "Mittendrin – die Berliner Volkspolizei 1989/90" gelesen, wären Dir vielleicht ein paar Unwahrheiten zu den von Dir eingestellten Artikel aufgefallen.

Wozu sollte sich die "Volkspolizei-Führung" eigentlich verschanzen?
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Re: 1990 - Diestel und die Ost-Berliner Volkspolizei

Beitragvon andr.k » 25. Februar 2017, 21:45

andr.k hat geschrieben:
Interessierter hat geschrieben:Um den Einsatz zum DDR-Geburtstag am 7. Oktober 1989 zu leiten, hatte sich die Volkspolizei-Führung in die siebente Etage vom Haus des Lehrers verschanzt.


@Interessierter, hättest Du das Buch "Mittendrin – die Berliner Volkspolizei 1989/90" gelesen, wären Dir vielleicht ein paar Unwahrheiten zu den von Dir eingestellten Artikel aufgefallen.

Wozu sollte sich die "Volkspolizei-Führung" eigentlich verschanzen?


Leider ist der "@Interessierter" nicht in der Lage dieses Thema weiterzuführen …

Der Präsident der Volkspolizei Berlin führte die Einsatzkräfte zum Nationalfeiertag von seinem Dienstsitz im PdVP aus. Eine Führungsgruppe im Haus des PdVP Berlin hatte die Führung des Präsidenten in folgenden Richtungen sicherzustellen,

1. VPI ohne Veranstaltungen, also das übrige Territorium der Stadt und

2. Sicherungsbereiche, die sich entsprechend der Entwicklung der Lage ergaben, wie z. B. die durch zwei Stellvertreter des
Präsidenten kurzfristig geführten separaten Handlungen im Raum Prenzlauer Berg.

Im Haus des Lehrers am Alexanderplatz in Berlin-Mitte befand sich eine zweite Führungsgruppe der Volkspolizei unter der Leitung des Stellvertreters und Stabschefs des PdVP, wie zu allen bedeutsamen Ordnungs- und Sicherungseinsätzen, bei denen die VP und das MfS aus gemeinsamen, aber räumlich getrennten, Führungspunkten handelten.
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