Als Rostock die Stasi-Bastille stürmte

Alle Themen die eine Bezug zur Wende und Grenzöffnung haben. Persönliche Erlebnisse, Gedanken aus dieser Zeit, Dokumente und ähnliches.

Re: Als Rostock die Stasi-Bastille stürmte

Beitragvon Nov65 » 25. Oktober 2019, 18:18

@Nost. Du warst sicher nicht unter den Demonstrierenden im Herbst `89. Dein "Freund" hat dich sicher nicht überreden wollen mitzumarschieren, da er deine Haltung zum Staat ja kannte. Solche Typen standen hinter den Gardinen. Im Zug der Demonstrierenden waren sie weder sicher noch genehm. Dein Versuch, mich zu den strammen Mitmarschierern deines geliebten Regimes zu manövrieren, ist zwecklos. Auch ich gehörte zu den Menschen, die im Herbst auf die Straße gingen und sich im Neuen Forum betätigten. Nicht erst im November. Dort kannte man mich persönlich, als Lehrer, als Sportler, als Nachbarn. Und ich hatte gute Gründe. Das gehört aber nicht hierher. Das ist Familie. Du aus der Ferne versuchst mir das abzusprechen. Zwecklos. Schlaf damit ein. Wer offen dem Staat DDR die Stirn bot, war sehr mutig. Davor ziehe ich meinen Hut. Diesen Mut brachten aber nicht Hunderttausende auf. Ist das verwerflich? Wohl kaum. Mit ihrem Verhalten waren sie aber nicht gleichsam Stützen des Systems. Jedenfalls nicht primär.
Andreas
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Re: Als Rostock die Stasi-Bastille stürmte

Beitragvon Nov65 » 25. Oktober 2019, 18:31

Hier mal ein Gedicht von mir, vor Jahren geschrieben.
Wenn Gardinen erzählen
Mit Kind und Frau ging man hinaus
und schrie die Wahrheit frei heraus,
man wollte nicht mehr denen dienen,
die erschrocken standen hinter Gardinen.

Wir sind das Volk-ein stolzer Schrei,
Verstellung und Lüge waren vorbei.
Es fand sich keiner mehr denen zu dienen,
die ängstlich standen hinter Gardinen.

Menschen mit Kerzen in der Hand
beendeten den stummen Protest im Land,
sie wollten nicht mehr denen dienen,
die entmachtet standen hinter Gardinen.

Nach dem "Wir sind das Volk" war alles vorbei,
da waren plötzlich auch die dabei,
denen keiner wollte mehr dienen,
die vom November hinter Gardinen.
Andreas T. S.
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Re: Als Rostock die Stasi-Bastille stürmte

Beitragvon Nostalgiker » 25. Oktober 2019, 18:38

Nov65, du wirst mir langsam mit deinen Provokation zu primitiv.
Du tauchst hier sowieso nur auf um deinen Frust mir gegenüber in einer ordinären, mit Goassenjargon durchsetzten Hasstiraden loszuwerden.

Stell dir weiterhin deinen Persilschein aus und stilisiere dich im Nachgang zum mutigen Stillhalter des von dir so verachteten Regimes.

Ja, ja ich weiß das du ganz aktiv im Neuen Forum warst. tagtet ihr nicht bereits in der zweiten Septemberhälfte in Beratungsräumen ortsansässiger VEBs? Das kannst einem erzählen der die Hosen mit der Kneifzange anzieht.
In meinem Betrieb, in dem bereich in dem ich arbeitete wurde die Direktionssekretärin Mitte Oktober fristlos entlassen weil sie den aufruf vom Neuen Forum an das schwarze brett pinnte, aber ihr in der Provinz habt zur gleichen Zeit ganz offiziell als Neus Forum Räume von VEBs nutzen können.

Wie du vielleicht in deinem unermeßlichen Erinnerungsschatz verankert hast gab es in Berlin außer am 4.Nov. 89 keine von Bürgerrechtlern organisierte Demonstration.
alles was im Umfeld des 7.10.89 abgelaufen ist war spontan, außer das sich die BP, VP und das MfS auf den Eventualfall vorbereitet hatten .....
Siehe auch die gewaltsamen Auflösungen von spontanen Demos in Dresden am Hauptbahnhof zwischen dem 3. und 5.10.89.

Gab es damals im Herbst '89 in der DDR Demonstrationstourismus?
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Re: Als Rostock die Stasi-Bastille stürmte

Beitragvon zonenhasser » 25. Oktober 2019, 18:58

karnak hat geschrieben:[grin] Ich wollte nicht wissen wie man das nennt, ich wollte nur wissen was man für wertvolle Erkenntnisse der Bibel oder dem Koran entnommen hat. So 2/ 3 Beispiele würden mir schon reichen. [flash]


"Wer hat, dem wird gegeben werden; wer nicht hat, dem wird genommen werden“
Ein Herr vertraut seinen drei Knechten Geld an, sie sollen es gut verwalten. Dann begibt er sich auf Reisen. Der risikobereiteste Knecht hat das Vermögen am besten vermehrt der zweite hat auch noch Gewinn erwirtschaftet, während der Dritte risikoscheu das Geld vergraben hat, also keinen Gewinn erzielt hat. Dir beiden ersten Knechte belobigt der Herr den Dritten bestraft er mit dem Entzug des Geldes. Fazit: Jeder soll mit seinen Talenten wuchern. Matthäus- und Lukasevangelium.
https://de.m.wikipedia.org/wiki/Gleichn ... n_Talenten

Oder der verlorene Sohn, der vom Vater sein Erbe sich auszahlen lässt und es verprasst, reumütig zurückkehrt und vom Vater gütig empfangen wird. Der andere Sohn, der stets fleißig beim Vater geblieben ist, entrüstet sich.
https://de.m.wikipedia.org/wiki/Verlorener_Sohn
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Re: Als Rostock die Stasi-Bastille stürmte

Beitragvon Beethoven » 1. November 2019, 07:47

Nov65 hat geschrieben:Wie sehr musst du, @Nost. alle jene hassen, die dein geliebtes Regime kritisieren, verteufeln, ablehnen. ...
Andreas


Hassen ?
Wie sollte Nostalgiker Menschen hassen, die er nicht kennt?

Hass - ein großer Wort.

Einst versuchte man uns als Soldaten der NVA auch Hass zu predigen. Stand in jedem Handbuch der Waffengattungen in der jeweiligen Vorbemerkung. "... den Gegner hassen" oder "... zum Hass zu erziehen …" und solcher Müll. In meinen Augen hohles Geschwätz. Ein Soldat sollte nicht hassen, weil Hass nie etwas gutes gebären und man dadurch nicht mehr klar denken kann. Im Kampf geht so so etwas gar nicht, wenn man siegen möchte.

Hassen kann man, meiner Meinung nach nur das, was man selbst erlebt hat. Und User Nostalgiker hat hier mit keinem anderen User jemals die Klinge gekreuzt, im wahrsten Sinne des Wortes. Keiner hat seiner Familie, seinen Lieben, Leid zugefügt.

Wenn man hasst, dann ist man bereit für diesen Hass in den Tot zu gehen um das "Hassobjekt" zu vernichten. Soweit sind wir hier alle nicht. Zum Glück. Sonst würde ich vielleicht in Fürstenwalde, Quedlinburg oder sonst wo auf der Lauer liegen, und meinem "Hassobjekt" einen Dolch in die Niere stoßen und darin drehen. Wird nie passieren.

Also wir sollten nicht von "Hass" reden sondern wohl eher von "Abneigung".

Freundlichst
Die größten Vorteile im Leben überhaupt wie in der Gesellschaft hat ein gebildeter Soldat.

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Re: Als Rostock die Stasi-Bastille stürmte

Beitragvon Interessierter » 1. November 2019, 08:49

Zitat Beethoven:
Einst versuchte man uns als Soldaten der NVA auch Hass zu predigen. Stand in jedem Handbuch der Waffengattungen in der jeweiligen Vorbemerkung. "... den Gegner hassen" oder "... zum Hass zu erziehen …" und solcher Müll. In meinen Augen hohles Geschwätz.


Du bist sicher nicht der Richtige der hier äußern sollte, dass der in der NVA gepredigte Hass Müll oder hohles Geschwätz war.
Oder hast du das als Offizier deinen Untergebenen oder gar deinen Vorgesetzten damals auch erklärt?

Natürlich hast du das nicht, da du wusstest es gab in der Diktatur, der du freiwillig dientest, keine Meinungsfreiheit und hast dich trotzdem in deren Dienst gestellt! Immer dem schnöden Mammon frönend.

Dein Scheinheiligenschein ist so riesig, dass du im Dunkeln nicht einmal das Licht in deinen Räumen einschalten musst.
Soll dein Wissen immer aktuell sein, schau einfach mal ins " Forum Deutsche Einheit " rein.
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Re: Als Rostock die Stasi-Bastille stürmte

Beitragvon Nostalgiker » 1. November 2019, 10:56

Beethoven hat geschrieben:
Nov65 hat geschrieben:Wie sehr musst du, @Nost. alle jene hassen, die dein geliebtes Regime kritisieren, verteufeln, ablehnen. ...
Andreas


Hassen ?
Wie sollte Nostalgiker Menschen hassen, die er nicht kennt?

Wo du recht hast hast du recht Beethoven.
Der User ist mir persönlich unbekannt und das wird wohl auch so bleiben.
Einzig seine verbalen Entgleisungen mir gegenüber, die mich an seinem Verstand zweifeln lassen, gehen mir etwas auf den Geist. Einfach weil es geharnischte, persönliche Beleidigungen sind.
Aber wenn es ihm anschließend besser geht und er das braucht, wen interessiert das Geschwafel des alten Mannes.



Beethoven hat geschrieben: ..... und meinem "Hassobjekt" einen Dolch in die Niere stoßen und darin drehen. Wird nie passieren.

Da merkt man doch gleich den Kenner was einen guten Roman betrifft ........
Ich nehme zur Kenntnis, das ich einer Generation angehöre, deren Hoffnungen zusammengebrochen sind.
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Re: Als Rostock die Stasi-Bastille stürmte

Beitragvon zonenhasser » 1. November 2019, 11:19

Beethoven hat geschrieben:Wenn man hasst, dann ist man bereit für diesen Hass in den Tot zu gehen um das "Hassobjekt" zu vernichten.


Da gibt es ja noch Abstufungen. Aber Du hast recht, Hass ist ein starkes Gefühl, das den Verstand vernebelt. Und genau das wussten die Hassprediger der SED, NVA usw.. Sie wussten genau, dass sie intellektuell gegen den Westen nicht ankamen, nur dumpfer Hass blieb ihnen übrig. Doch das Volk ist nicht dumm, entlarvte die Kommunisten als nackten Kaiser ohne Kleider.
Die “Rote Fahne” schrieb noch “wir werden siegen”, da hatte ich mein Geld schon in der Schweiz.
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Re: Als Rostock die Stasi-Bastille stürmte

Beitragvon Kumpel » 1. November 2019, 11:36

Nostalgiker hat geschrieben:
Beethoven hat geschrieben: ..... und meinem "Hassobjekt" einen Dolch in die Niere stoßen und darin drehen. Wird nie passieren.

Da merkt man doch gleich den Kenner was einen guten Roman betrifft ........


Ich fürchte hier versagt einmal mehr deine Menschenkenntnis.
Ein verbreitetes Phänomen bei ueberideologisierten Personen.
Beethovens Kenntnisse sind wohl mehr seiner Ausbildung zum Töten geschuldet als literarischer Vorlagen.
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Re: Als Rostock die Stasi-Bastille stürmte

Beitragvon HPA » 1. November 2019, 11:39

Nierenstiche mit dem Kampfmesser wurden ja nicht nur bei der NVA gelehrt.

Ich frage mich allerdings, welche "Hassobjekte" er hier in Quedlinburg oder Fürstenwalde vermutet. [flash]

aber Nosti kann ja mal ruhig als Ungedienter damit kokettieren , dass man auch mal "Die Stunde der toten Augen" gelesen hat. [grin]
Zuletzt geändert von HPA am 1. November 2019, 11:54, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Als Rostock die Stasi-Bastille stürmte

Beitragvon Nostalgiker » 1. November 2019, 11:49

Kumpel hat geschrieben:
Nostalgiker hat geschrieben:
Beethoven hat geschrieben: ..... und meinem "Hassobjekt" einen Dolch in die Niere stoßen und darin drehen. Wird nie passieren.

Da merkt man doch gleich den Kenner was einen guten Roman betrifft ........


Ich fürchte hier versagt einmal mehr deine Menschenkenntnis.
Ein verbreitetes Phänomen bei ueberideologisierten Personen.
Beethovens Kenntnisse sind wohl mehr seiner Ausbildung zum Töten geschuldet als literarischer Vorlagen.


Wenn Dilettanten über Menschenkenntnis schwadronieren und nebenbei offenbaren das sie die literarische Fibel der Fallschirmjäger der NVA nicht kennen wird es komisch.

Kumpel, schnattere ruhig weiter solch hohles Zeug welches von deiner sehr speziellen Überideologisierung kündet
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Re: Als Rostock die Stasi-Bastille stürmte

Beitragvon Volker Zottmann » 1. November 2019, 11:53

Beethoven hat geschrieben:
Nov65 hat geschrieben:Wie sehr musst du, @Nost. alle jene hassen, die dein geliebtes Regime kritisieren, verteufeln, ablehnen. ...
Andreas


Hassen ?
Wie sollte Nostalgiker Menschen hassen, die er nicht kennt?

Hass - ein großer Wort.

Einst versuchte man uns als Soldaten der NVA auch Hass zu predigen. Stand in jedem Handbuch der Waffengattungen in der jeweiligen Vorbemerkung. "... den Gegner hassen" oder "... zum Hass zu erziehen …" und solcher Müll. In meinen Augen hohles Geschwätz. Ein Soldat sollte nicht hassen, weil Hass nie etwas gutes gebären und man dadurch nicht mehr klar denken kann. Im Kampf geht so so etwas gar nicht, wenn man siegen möchte.

Hassen kann man, meiner Meinung nach nur das, was man selbst erlebt hat. Und User Nostalgiker hat hier mit keinem anderen User jemals die Klinge gekreuzt, im wahrsten Sinne des Wortes. Keiner hat seiner Familie, seinen Lieben, Leid zugefügt.

Wenn man hasst, dann ist man bereit für diesen Hass in den Tot zu gehen um das "Hassobjekt" zu vernichten. Soweit sind wir hier alle nicht. Zum Glück. Sonst würde ich vielleicht in Fürstenwalde, Quedlinburg oder sonst wo auf der Lauer liegen, und meinem "Hassobjekt" einen Dolch in die Niere stoßen und darin drehen. Wird nie passieren.

Also wir sollten nicht von "Hass" reden sondern wohl eher von "Abneigung".

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Auf Dich bezogen, komme ich aus dem Staunen nicht raus.
Es ist bald 10 Jahre her, als ich im Armeeforum kurzzeitig mich eintrug, um Sachverhalte zu Neiden zu erfahren. Da kams auch auf meine Niederschrift und auf den SED-verordneten Hass zu sprechen, der den NVA-Soldaten eingetrichtert werden sollte. Auch durch Offiziere wie Dich Beethoven oder durch Dich dort als Atze. Der Aufschrei war damals laut zu hören, als ich das mit dem Hass schrieb. Es wurde glatt bestritten, dass es sowas gab. Ich weiß auch noch, wer alles dagegen sprach... Bis ich auf das Buch "Sinn des Soldatseins" hinwies, wo unzählige Male der Hass vorkommt. Die Schwarte trieft von Hass!

Und nun Deine Ergüsse hier, dass es gar keinen Hass in der Form geben kann... Wahnsinn, dieser Sinneswandel. Wer hat Dich umerzogen?
Quatsch ist aber zu behaupten, dass man für seinen Hass bis in den Tod (nur 1 "t " bitte) geht. Kannst Du gerne so halten.
Mir ist mein Leben dafür zu schade.

Gruß Volker
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Re: Als Rostock die Stasi-Bastille stürmte

Beitragvon Kumpel » 1. November 2019, 11:54

.... literarische Fibel der Fallschirmjäger der NVA.
Dir ist wirklich kein Stuss zu blöd um deine geistigen
Verwirrungen zu kaschieren.
'' Es war von vorn bis hinten zum Kotzen, aber wir haben uns prächtig amüsiert.''
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Re: Als Rostock die Stasi-Bastille stürmte

Beitragvon HPA » 1. November 2019, 11:56

Die inoffizielle. Mehr oder weniger geduldet. Was auch nicht einer gewissen Komik entbehrte.

Aber schließlich war man ja auch "nicht so sozialismusgläubig" . [flash]
Zuletzt geändert von HPA am 1. November 2019, 12:03, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Als Rostock die Stasi-Bastille stürmte

Beitragvon Kumpel » 1. November 2019, 11:59

Völlig richtig Volker, heute tun diese Typen so als wären sie ja bloß einfache Soldaten gewesen die ihr Land zu verteidigen hatten.
In Wahrheit waren es Soldaten einer Partei und ihrer Ideologie.
Das mag man heute nicht mehr so gerne hören.
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Re: Als Rostock die Stasi-Bastille stürmte

Beitragvon Volker Zottmann » 1. November 2019, 12:12

HPA hat geschrieben:Nierenstiche mit dem Kampfmesser wurden ja nicht nur bei der NVA gelehrt.

Ich frage mich allerdings, welche "Hassobjekte" er hier in Quedlinburg oder Fürstenwalde vermutet. [flash]



Das fragte ich mich auch. Hoffentlich braucht die AfD nicht den Beethoven irgendwann beim Volkssturm.
Erstmal mobil gemacht, kommt garantiert alter Hass hoch... und Wissen ums Töten. Ich glaube, dann muss ich mich verstecken. [laugh]

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Re: Als Rostock die Stasi-Bastille stürmte

Beitragvon HPA » 1. November 2019, 12:21

Ach, ich wäre da eher beruhigt...zum einen wegen der völlig falschen Lokalisation und zum Anderen sehe ich da das doch etwas vorgerückte Alter [grins]
Zuletzt geändert von HPA am 1. November 2019, 12:54, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Als Rostock die Stasi-Bastille stürmte

Beitragvon Nostalgiker » 1. November 2019, 12:25

Kumpel hat geschrieben:.... literarische Fibel der Fallschirmjäger der NVA.
Dir ist wirklich kein Stuss zu blöd um deine geistigen
Verwirrungen zu kaschieren.


Wer ist denn hier verwirrt?
Habe ich etwas von 'Offiziell' oder gar Lehrbuch geschrieben?
Du hältst dich doch für so ungeheuer schlau, weiß immer alles besser und was kommt bei dir dann damit raus? Geistloser Stuß was sehr viele Themenbereiche betrifft.

Vielleicht hat dein superschlauer Kumpel und Militärexperte HPA Mitleid mit dir und verrät dir worauf ich angespielt habe.
Damit du wenigstens in dieser Frage nicht dumm sterben mußt.
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Re: Als Rostock die Stasi-Bastille stürmte

Beitragvon Kumpel » 1. November 2019, 13:45

Nosti, Nosti, was hat nur das Alter mit dir angestellt?
Überbordende Arroganz schlägt ganz leicht in Blödheit um.
Darüber hättest du einmal kurz nachsinnieren können bevor du deinen Forenfreund Beethoven zum Liebhaber guter Romane stilisierst und anschließend von Fibeln , sprich Lehrbüchern sabbelst um deine dümmliche Schleimspur zu
zu beseitigen.
Ein ganz ähnliches Verhalten legst du interessanterweise bei braun bis rechtslastigen Forenmitgliedern an den Tag.
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Re: Als Rostock die Stasi-Bastille stürmte

Beitragvon Nostalgiker » 1. November 2019, 13:58

Über dein Verhalten verliere ich lieber mal kein Wort.
Du bist mir einfach zu dusslig, charakterlich eine einzige Katastrophe.
Schön das dir Volker Zottmann beisteht, weil er glaubt das er aus der "Schußlinie" geraten sei.
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Re: Als Rostock die Stasi-Bastille stürmte

Beitragvon HPA » 1. November 2019, 15:10

Über dein Verhalten verliere ich lieber mal kein Wort.
Du bist mir einfach zu dusslig, charakterlich eine einzige Katastrophe.


Immer diese Selbstreflexionen. [flash]
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Re: Als Rostock die Stasi-Bastille stürmte

Beitragvon Nov65 » 1. November 2019, 15:42

Unter dem Thema "Als Rostock..." ist das Geseiere gewisser Personen unerträglich. Heute lässt es sich leicht als damaliger strammer Offizier, lieber@Beethoven, so etwas abzulassen wie du es praktizierst. Aber du widersprichst dich ständig: Einerseits verteidigst du deine Dienstausübung und den Staat, dem du dientest und andererseits nimmst du Abstand. Gaubhaft ist dies keineswegs. Dieses Lavieren macht dich anfechtbar. Aber du vergisst wenigstens nicht deine Kinderstube.
Erzähl mir nichts davon, man müsse ja jemanden kennen, um ihn zu hassen. Das ist eine Behauptung ohne Realitätsbezug. Du hast auch den von oben proklamierten Hassbefehl heruntergegeben, ohne deine Gegner da drüben persönlich zu kennen. Nicht einmal die Militaristen, Revanchisten und Tunnelbauer kanntest du. Da oben in den Schaltzentralen des DDR-Regimes saßen auch psychologisch geschulte Leute wie in der NS-Zeit, die um die Wirkung ihrer Ideen und folglicher Befehle wussten. Und unten gab es kritiklose Ausführende dieser Ideen und Befehle, die sogar noch eins drauf gaben. Verheddere dich also nicht in deinen Aussagen. Bleib besser bei deinem Abstand zur vergangenen Zeit, was Diktatur und Rechtsstaatlichkeit anbelangt. Über gewisse positive Dinge in unserem damaligen Leben sind wir nicht uneins.
Zu den Ausführungen des anderen Herrn will ich einfach keine Stellung beziehe. Ich bin es leid. Es ehrt unser Forum wahrlich nicht, mit ihm Dissonanzen auf so tiefer Ebene auszufechten.
Andreas
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Re: Als Rostock die Stasi-Bastille stürmte

Beitragvon Beethoven » 1. November 2019, 17:01

Kumpel hat geschrieben:Völlig richtig Volker, heute tun diese Typen so als wären sie ja bloß einfache Soldaten gewesen die ihr Land zu verteidigen hatten.
In Wahrheit waren es Soldaten einer Partei und ihrer Ideologie.
Das mag man heute nicht mehr so gerne hören.


Nun lieber Kumpel, ein stehendes Heer ist immer das Heer der jeweils herrschenden Klasse und Partei.
Soldaten unterliegen immer dem Primat der Politik. Das war bei uns nicht anders als es in jedem anderen Staat auch ist. Die Partei, die Klasse, der Herrscher der die Politik des Staates bestimmt, in dessen Interesse wird die Armee eingesetzt und dem entsprechend auch handeln. Das aber sind Binsenweisheiten obschon ich vermute, dass Du das anders sehen wirst. Gleichwohl könnte ich Dir das an unzähligen Beispielen beweisen.

Trennung

Die Hasserziehung war gewollt und jede herrschende Klasse könnte sich freuen, wenn es gelungen wäre oder ist, wie z.B. in der deutschen Wehrmacht gegen die Russen und konträr.
Nur hat die deutsche Wehrmacht ungeheure Verbrechen begangen, so dass sich Hass bilden konnte. Im Gegenzug waren auch die Russen nicht zimperlich, wenn es gegen die Deutschen ging. Und nur so, durch persönliches Erleben, kann man Hass erzeugen.

Ich leugne nicht, dass es auf den Fahnen der NVA stand, dass man den vermutlichen Gegner hassen sollte und es wurden auch keine Mühen gescheut, diesen Hass herauszubilden. Nur - gelungen ist es nie und zwar aus den von mir hier benannten Gründen. Oder ist die Hasserziehung bei Dir, während Deiner Zeit in der NVA auf fruchtbaren Boden gefallen.
Ich hatte diese Meinung schon immer und habe auch nie das Wort "Hass" in den Mund genommen, als ich noch Soldaten ausgebildet habe.
Wir und somit auch ich wussten um unseren Gegner und hätten mit klarem Kopf mögliche Gefechte geführt.
Aber Gleiches war und ist in der Bundeswehr oder einer anderen Armee der NATO oder des WV nicht anders.

Trennung

Blödes Thema aber einen Menschen mit oder ohne Waffe zu töten, wenn man einiges über die Anatomie, den Kreislauf und Schwachpunkte des menschlichen Körpers weiß und vor allem Willens dazu ist, so eine Sache durchzuziehen, ist so schwer nicht. Das wird Euch wohl jeder bestätigen der sich damit etwas auskennt.

Dabei ist der Stich in die Niere mit einem Dolch nur eine Variante. Genauso gut hätte ich "Herzgrube" schreiben können oder Unterbauch oder Herz oder Schnitt (was mit einem Dolch allerdings nicht geht) durch Hauptschlagadern. Eine Stück Seil reicht schon aus, eine Armbeuge, ein Ellenbogen, eine Handkante oder eine ordentliche Faust, gepaart mit Härte und Schnelligkeit lässt selbst große und schwere Männer umfallen. Ich werde hier nicht in die Tiefe gehen. Es soll ja keine Ausbildungsanleitung für Meuchelmörder werden. Aber ja, die Ausbildung zu solchen Handlungen sind das tägliche Brot von Soldaten in Spezialeinheiten.
Übrigens, einem Mann das Genick zu brechen, wie man es oft in Actionfilmen sieht ist hingegen sehr schwer und das können vermutlich nur Männer oder Frauen im Film (mit wenigen Ausnahme). Dazu darf das Opfer keinerlei Mutmaßungen haben, soll heißen, die Muskeln um den Hals müssen völlig schlaf sein und der Angreifer muss über große Kräfte und hohe Schnelligkeit verfügen. Wobei man den Schwanenhals einer zarten Frau sicher eher brechen kann als den kurzen Gnubbelhals (Genick) eines trainierten Mannes.

Freundlichst
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Re: Als Rostock die Stasi-Bastille stürmte

Beitragvon Beethoven » 1. November 2019, 17:31

Hier noch ein schönes Foto vom Nahkampftraining während der Ausbildung im Ortskampf.

Das Bild zeigt eine Station innerhalb des Ausbildungskomplexes.
Nahkampfelemente mit Waffe, mit Hilfsmittel oder ohne, flossen bei unseren Spezialtruppen in jede Ausbildungsform ein,
sofern das möglich war.

Den Gegner, geräuschlos, schnell und wirkungsvoll zu vernichten, war bei unserem Tun sehr wichtig um die eigentliche
Gefechtsaufgabe erfüllen zu können.
Militärischer Nahkampf wurde bei uns zu jeder möglichen und unmöglichen Zeit trainiert und floss in jeder Ausbildungsart ein,
wenn dies möglich war.
Das begann mit drillmäßigen Erlernen der Handlungsabläufe bei unterschiedlichen Techniken der Verteidigung und des Angriffs.
Sowas dürfte das Foto zeigen.
Bald schon, wenn man die Grundlagen beherrschte, ging das in kombinierte Handlungen über bis hin zum "Kampfkreis", in welchem sich
ein Jäger gegen mehrere Angreifer mit und ohne Waffe zur Wehr setzen musste und die Angriffe abzuwehren hatte und den Gegener
kampfunfähig machen musste.

https://www.youtube.com/watch?v=9Ui_p28IeqI

https://www.youtube.com/watch?v=2EtlN-nCNjs hier der Kampfkreis der Kommandierende im Hintergrund ist A. Förster. Heute Träger des 5 DAN
in Karate mit eigener Karateschule in Berlin.

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