Erinnerungen an die Wende 2.0

Alle Themen die eine Bezug zur Wende und Grenzöffnung haben. Persönliche Erlebnisse, Gedanken aus dieser Zeit, Dokumente und ähnliches.

Erinnerungen an die Wende 2.0

Beitragvon Interessierter » 6. Juni 2020, 07:16

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MEINE ERSTE BEWERBUNG NACH DER WENDE

In der DDR hatte ich mich während des Fernstudiums bei einem Kombinat als Schichtleiter in der Datenverarbeitung beworben. Die Bewerbung war relativ einfach, ein kurzer Anruf, ein kleines Vorstellungsgespräch, und da die Firma von Staats wegen eine höhere Priorität hatte als mein bisheriger Arbeitgeber, stand dem Wechsel nichts im Wege. Schriftliche Bewerbungen waren selten nötig. Kurz vor dem Ende des Fernstudiums arbeitete ich dann in der selben Firma als Systemprogrammierer.

Als mit der Wende klar wurde, dass die meisten Kombinate als solche die Umstellungen in der Wirtschaft nicht überleben würden, engagierte der Chef jemanden, der den Leuten in einem Kurzlehrgang beibringen sollte, wie unter den neuen Bedingungen Bewerbungen auszusehen hatten. Er ging auf das Anschreiben ein, den Lebenslauf, die Zeugnisse, und was alles noch dazu gehörte. Die Zeugnisse waren natürlich auf DDR-Belange zurechtgestutzt, sie enthielten wenig Fachliches, aber viel über das politische Engagement. Ob das unbedingt so gefragt war? Hinsichtlich des Vorstellungsgespräches ging der Mentor auf unterschiedlichste Arten von Tests ein, und er betonte, dass man sich nicht jede Arbeit andrehen lassen sollte, die einem bei diesem Gespräch angeboten wurden, da das den Eindruck erweckte, man wolle irgend eine Arbeit um jeden Preis. Nach der Kombinatsauflösung fand ich dann noch eine Arbeit in meiner Heimat, aber auch hier war abzusehen, dass es nicht lange gut ging. So bewarb ich mich als EDV-Anwendungsentwickler in den alten Bundesländern. Ich wollte zwar gern als Systemprogrammierer weiter arbeiten, aber diese Stellen waren offenbar sehr rar gesät. Ich hatte 15 Bewerbungen abgeschickt.

Meine Bewerbungen im privaten Sektor wurden allesamt gleich abgelehnt. Von einer Berufsgenossenschaft in Oberbayern erhielt ich drei Terminvorschläge zu einem Einstellungsgespräch. Allerdings machten mir dabei die Postlaufzeiten einen Strich durch die Rechnung. Als ich die Einladungen erhielt, waren die Termine bereits verstrichen. Über die ehemalige innerdeutsche Grenze waren unmittelbar nach der Wende Postlaufzeiten von zwei Wochen noch immer keine Seltenheit. Ein öffentlicher Arbeitgeber aus dem Rhein-Main-Gebiet lud mich ebenfalls zu einem Vorstellungsgespräch ein, überließ jedoch mir die Initiative zur Terminabsprache. Wegen des Reichsbahnerstreiks Anfang Dezember war dieser Brief drei Wochen unterwegs, und bis ich eine Telefonverbindung von Anhalt nach Hessen zustande brachte, vergingen nochmals zwei Tage. In jener Zeit waren immer noch sehr wenige Leitungen aus den neuen Bundesländern geschaltet, so dass die Vorwahl oft besetzt war. Am 21.12.90 konnte ich dann aber den Termin für das Vorstellungsgespräch im neuen Jahr festmachen.

Vor dem Termin rekapitulierte ich noch mal, was ich inzwischen über Vorstellungsgespräche gelernt hatte. Leicht nervös betrat ich dann den Raum, in dem mich zwei der eventuellen zukünftigen Chefs und ein Personalratsmitglied empfingen. Die erste Frage nach der Vorstellungsrunde war natürlich, warum ich mich so spät auf die Einladung gemeldet hatte. Ich erwähnte den Reichsbahnerstreik und beendete die Antwort damit, dass "das Schreiben so gewissermaßen unter dem Weihnachtsbaum lag". Nach einigen der üblichen Erklärungen und Fragen hieß es plötzlich: "Sie haben Erfahrungen als Systemprogrammierer. Wir würden Sie gern auf diesem Gebiet einsetzen." Da erinnerte ich mich an die Ausführungen des Bewerbungsmentors, und es lief mir heiß den Rücken hinunter. Einesteils wollte ich diese Tätigkeit sehr gern weiter machen, aber konnte ich hier jetzt so einfach umschwenken? Meine Gegenüber bemerkten meine Unsicherheit und ließen das Thema zunächst offen. Nach der Verabschiedung verbreitete einer der Gesprächspartner inoffiziell mir gegenüber Optimismus hinsichtlich der Einstellung.

Nun musste ich noch anderthalb Monate wegen des innerbetrieblichen Prozederes warten, bis die Einstellung zugesagt war und mein erster Arbeitstag begann. Inzwischen stand fest, dass ich als Systemprogrammierer beginnen würde, und ich wurde mit offenen Armen empfangen. Glücklicherweise hatte ich nur mit äußerst wenig Vorurteilen über Ostdeutsche zu kämpfen, die auch bald verstummten. Die Firma unterstützte mich sehr bei der Wohnungssuche, und dem Nachzug meiner Familie stand nun nichts im Wege. Auch deren Eingewöhnung verlief reibungslos. Uns standen nun viele glückliche Jahre bevor.

http://www.ddr-zeitzeugen.de/html/meine ... rbung.html

Immer wieder interessant, die unterschiedlichen Erlebnisse der Menschen in der Wendezeit. Warum streikten denn eigentlich die Reichsbahner damals?
Was du hast, können viele haben. . . doch was du bist , kann keiner sein.
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Re: Erinnerungen an die Wende2

Beitragvon karnak » 6. Juni 2020, 10:03

Also ich kann in der Hinsicht auch nichts negatives vermelden, man wurde vorurteilsfrei und fair behandelt. Mittlerweile bin ich nun der Letzte Stasi der in dem Laden noch übrig geblieben bin, in 6 Monaten ist der Verein dann Stasifrei. [flash]
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Re: Erinnerungen an die Wende2

Beitragvon Volker Zottmann » 6. Juni 2020, 10:20

Wenn das Ende des Jahres auf alle Harrybrottüten gedruckt wird, macht die Firma einen Höhenflug durch... [laugh]

Gruß Volker
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Re: Erinnerungen an die Wende2

Beitragvon augenzeuge » 6. Juni 2020, 10:35

karnak hat geschrieben:Mittlerweile bin ich nun der Letzte Stasi der in dem Laden noch übrig geblieben bin


Wieviele gab es denn? [angst] Oder entstand Harry erst aus dem Stasigold? [flash]

AZ
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Re: Erinnerungen an die Wende2

Beitragvon Edelknabe » 6. Juni 2020, 10:44

Irgendwo mal gehört damals, also "Hörensagen." In Leipzig sind die Alle zur Strassenbahn. Weil die Jungs und Mädels vom MfS wohl sonst Keiner haben wollte.

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Re: Erinnerungen an die Wende2

Beitragvon karnak » 6. Juni 2020, 10:48

Nee, Bäcker seit 1688.
Es gab mit mir 5 . Alle haben in Ehren bis zum Schluss durchgehalten. Einer war jünger als ich, hatte zu unserer Schande die Idee einen seiner Penny Märkte nach der Tour zu überfallen, mit einer Spielzeugpistole. [flash] Das hat ihn dann den Vorwurf und die Strafe für einen bewaffneten Raubüberfall eingebracht.
Da er ziemlich groß war, die Filialleiterin einen Schock erlitten hatte ,durften nur noch Kleine von Harry den Laden beliefern. [flash]
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Re: Erinnerungen an die Wende2

Beitragvon Volker Zottmann » 6. Juni 2020, 11:02

Also sind 20% der Stasis doch richtige Verbrecher!

Gruß Volker
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Re: Erinnerungen an die Wende2

Beitragvon Dr. 213 » 6. Juni 2020, 11:28

karnak hat geschrieben:Also ich kann in der Hinsicht auch nichts negatives vermelden, man wurde vorurteilsfrei und fair behandelt. Mittlerweile bin ich nun der Letzte Stasi der in dem Laden noch übrig geblieben bin, in 6 Monaten ist der Verein dann Stasifrei. [flash]


Entstasifiziert sozusagen. [laugh]

Ob das wirklich dann so ist?
Vielleicht gibt es ja irgendwo in dem Laden noch einen Pförtner, der nicht den Schneid wie Du hattte, damit offen umzugehen.

Also wenn Du dann wirklich in den Ruhestand gehst, dann mach es bitte mit dem Aufräumen gründlicher als deine Stasikollegen damals.

VS- Sachen schreddern, braunen Trainingsanzug aus dem Spind nehmen, und natürlich die operative Technik aus dem Lasterchen ausbauen.
Kaderakte und Lohnbuchhaltung nicht vergessen, nicht das einer in dem Bäckerladen noch Rosenholz- Dateien an die Konkurrenz vertickt.

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Re: Erinnerungen an die Wende2

Beitragvon Dr. 213 » 6. Juni 2020, 11:31

karnak hat geschrieben:Nee, Bäcker seit 1688.

Da er ziemlich groß war, die Filialleiterin einen Schock erlitten hatte ,durften nur noch Kleine von Harry den Laden beliefern. [flash]


Herr Mielke bitte, übernehmen Sie ......... [laugh]
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Re: Erinnerungen an die Wende2

Beitragvon Dr. 213 » 6. Juni 2020, 11:40

Volker Zottmann hat geschrieben:Wenn das Ende des Jahres auf alle Harrybrottüten gedruckt wird, macht die Firma einen Höhenflug durch... [laugh]

Gruß Volker


So etwa ?

Garantiert frei von Gluten, Laktose, Stasi und tierischen Nebenprodukten.

[laugh]

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Re: Erinnerungen an die Wende2

Beitragvon augenzeuge » 6. Juni 2020, 12:24

braunen Trainingsanzug aus dem Spind nehmen


[laugh]

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Re: Erinnerungen an die Wende2

Beitragvon karnak » 6. Juni 2020, 13:09

Weinrot, wir hatten Weinrote.
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Re: Erinnerungen an die Wende2

Beitragvon augenzeuge » 6. Juni 2020, 16:24

karnak hat geschrieben:Weinrot, wir hatten Weinrote.


Ok, natürlich. [flash]

Aber den hast du eh schon längst ausrangiert, weil er zu eng war, oder? [grins]

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Re: Erinnerungen an die Wende2

Beitragvon Dr. 213 » 6. Juni 2020, 16:37

Ähm AZ, das sind doch aber Tschekisten gewesen, die alle ganz mächtig Stolz auf ihre "sauberen" Hände waren.
Da wurde zu Dienstschluss selbstverständlich alles an Staatseigentum wieder schön und anständig zurück gegeben.

Kühlschränke mit allerlei verdorbenen Inhalt darin wurden natürlich fachgerecht und in Eigenregie entsorgt. [wink]

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Re: Erinnerungen an die Wende2

Beitragvon pentium » 6. Juni 2020, 16:44

Macht doch für euer Thema Tschekisten, Farbe von Trainigsanzügen, Entsorgung von Kühlschränken und Harry-Brot einen eigenen Thread auf.
*Dos Rauschen in Wald hot mir'sch ageta, deß ich mei Haamit net loßen ka!* *Zieht aah dorch onnern Arzgebirg der Grenzgrobn wie ene Kett, der Grenzgrobn taalt de Länder ei, ober onnere Herzen net!* *Waar sei Volk verläßt, daar is net wert, deß'r rümlaaft of daaner Erd!*
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Re: Erinnerungen an die Wende2

Beitragvon Bahndamm 68 » 6. Juni 2020, 16:48

Na, ihr User, ihr nehmt ja unseren Karnak zum Wochenende so richtig durch die Mangel. Er gibt offenkundig zu, dass Harry in 6 Monaten entstasifiziert ist, also frei von allem Übel.
Dat is doch schön. Und wenn etwas schön ist, dann ist doch Freude zu verzeichnen. Ich hoffe, er bleibt uns hier erhalten.

Die Gesellschaft bekommt wieder einen Zeitzeugen dazu.
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kann die Gegenwart nicht begreifen
und die Zukunft nicht gestalten.
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Re: Erinnerungen an die Wende2

Beitragvon augenzeuge » 6. Juni 2020, 16:51

pentium hat geschrieben:Macht doch für euer Thema Tschekisten, Farbe von Trainigsanzügen, Entsorgung von Kühlschränken und Harry-Brot einen eigenen Thread auf.


Das wären ja 4 Threads? [flash]
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Re: Erinnerungen an die Wende2

Beitragvon pentium » 6. Juni 2020, 16:55

augenzeuge hat geschrieben:
pentium hat geschrieben:Macht doch für euer Thema Tschekisten, Farbe von Trainigsanzügen, Entsorgung von Kühlschränken und Harry-Brot einen eigenen Thread auf.


Das wären ja 4 Threads? [flash]
AZ


Es blubbert....
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Re: Erinnerungen an die Wende2

Beitragvon Interessierter » 9. Juni 2020, 07:03

Zwei Dörfer feiern die Einheit

Einheitstag in Siemerode. An den Straßen des kleinen Dorfes gibt es kaum noch einen Parkplatz, viele Autos haben Göttinger Kennzeichen. Die Kirche ist bis auf den letzten Platz gefüllt und nebenan im Dorfgemeinschaftshaus werden die ersten Biere gezapft. Die Einheitsfeier hat eine lange Tradition. Seit 1990 feiern Siemerode in Nordthüringen und Weißenborn in Südniedersachsen den Tag der Einheit gemeinsam, erklärt der Thüringer Peter Nolte: "Jetzt nach fast 30 Jahren kommen Leute, die damals noch gar nicht geboren waren. Und die stehen genauso erwartungsvoll auf dem Saal - und dann Nationalhymne, Eichsfeldlied, Niedersachsenlied. Das ist jedes Mal Gänsehautfeeling."
Einheitsfeier verbindet Dörfer seit 29 Jahren


Im Januar 1990 fiel der Zaun zwischen Siemerode und Weißenborn. Am 3. Oktober 1990 gab es die erste Einheitsfeier, erinnert sich Peter Nolte. "Im August hatte Bundeskanzler Helmut Kohl angekündigt, dass der 3. Oktober der Vereinigungstag werden soll. Noch am gleichen Morgen sind wir los und haben die Musikkapelle bestellt. Dass das alles jetzt noch bei uns anhält, das ist einmalig in Deutschland. Und wir sind so was von stolz darauf." Hermann Hille aus dem knapp zwei Kilometer entfernten Nachbardorf Weißenborn in Niedersachsen zapft Bier an diesem Tag. Auch er war von Anfang dabei: "Ossi und Wessi - das waren für mich immer Deutsche. Das war für mich auch immer dieser Kontakt hier mit den Bürgern."

Erste Begegnung in der Neujahrs-Nacht

Hermann Hille erinnert sich noch gut an die erste Begegnung mit den Menschen aus dem östlichen Nachbarort in der Wendezeit. Die Weißenbörner feierten damals im Sporthaus unweit des Grenzzaunes Silvester - die Jahreswende 1989/90. "Drüben feierten die Siemeröder. Die wollten, dass der Zaun geöffnet wird - und wir wollten das auch. Das war eine einmalige Feier." Für diese eine Nacht wurde der Zaun aufgemacht und DDR-Polizisten feierten mit - im Westen, in Weißenborn. An Neujahr allerdings wurde der Grenzzaun zwischen Siemerode und Weißenborn wieder dicht gemacht, sagt Peter Nolte. "Wir haben dann darauf gedrungen, dass die Straße zwischen Weißenborn und Siemerode aufgemacht wird - obwohl das nur eine kleine Dorfverbindungsstraße war. Und tatsächlich, am 20. Januar 1990, wurde dann dort auch geöffnet."

"Fast der Mittelpunkt von Deutschland"


Der Weg zwischen den beiden Dörfern wurde zu einem echten Verbindungsweg für die Menschen in Ost und West. Die Welt wurde größer. Weißenborn lag plötzlich nicht mehr im Zonenrandgebiet, Siemerode nicht mehr im Sperrgebiet der DDR, erklärt Peter Nolte. "Wir haben ja immer am Ende der Welt gewohnt, ob das nun Siemerode oder Weißenborn war. Aber wenn man jetzt einen Zirkel nimmt und in die Karte steckt, dann sieht man, dass wir jetzt fast der Mittelpunkt von Deutschland sind."

https://www.ndr.de/geschichte/Ein-Land- ... rf100.html

Eine berührende Geschichte von Menschen, die sich gerne in großer Dankbarkeit an die damaligen Ereignisse erinnern, statt ewig zu nörgeln oder sich gar Rechtspopulisten zuzuwenden. [denken]
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Re: Erinnerungen an die Wende2

Beitragvon Ari@D187 » 9. Juni 2020, 11:38

pentium hat geschrieben:Macht doch für euer Thema Tschekisten, Farbe von Trainigsanzügen, Entsorgung von Kühlschränken und Harry-Brot einen eigenen Thread auf.


pentium hat geschrieben:
augenzeuge hat geschrieben:
pentium hat geschrieben:Macht doch für euer Thema Tschekisten, Farbe von Trainigsanzügen, Entsorgung von Kühlschränken und Harry-Brot einen eigenen Thread auf.


Das wären ja 4 Threads? [flash]
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Es blubbert....

Wenn der "erste Teil" des Themas gesperrt wurde und es dann geduldet wird, dass der Ersteller einfach einen Fortsetzungsthread eröffnet, braucht Ihr Euch nicht zu wundern, wenn es dort weiterblubbert.

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Re: Erinnerungen an die Wende2

Beitragvon augenzeuge » 9. Juni 2020, 18:26

Hier blubbert nix, Mr. [laugh]

AZ
Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.
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Re: Erinnerungen an die Wende2

Beitragvon Interessierter » 14. Juni 2020, 07:41

So hat Niedersachsen 2019 die Einheit gefeiert

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Am ehemaligen Grenzübergang Helmstedt-Marienborn wird an den Mauerfall erinnert.

In Niedersachsen haben am Donnerstag Menschen entlang der ehemaligen innerdeutschen Grenze an die Wiedervereinigung vor 29 Jahren erinnert. Am früheren Grenzübergang an der A2 bei Helmstedt-Marienborn hatten die Feierlichkeiten mit einem ökumenischen Gottesdienst begonnen. Die Gedenkstätte am ehemaligen Grenzübergang wurde danach regelrecht überrannt: Mit rund 8.000 Besuchern sei ein neuer Rekord aufgestellt worden, sagte eine Sprecherin der Gedenkstätte Marienborn gegenüber NDR 1 Niedersachsen.

Darchau feiert Brückenfest ohne Brücke


90 Kilometer weiter nördlich in Bad Bodenteich im Landkreis Uelzen wanderten mehr als 100 Menschen aus Ost und West entlang der ehemaligen Grenze. In Darchau im Landkreis Lüneburg feierte die Gemeinde ein Brückenfest an der Elbe - und das, obwohl hier immer noch lediglich eine Fähre die ehemalige Grenze überwindet.

Neue Bäume beim "Einheitsbuddeln"


Auf dem Brocken erinnerte der Harzklub an die Ereignisse vor 29 Jahren. Auch hier feierten die Menschen am Wolkenhäuschen einen Gedenkgottesdienst. Um Naturschutz ging es beim "Einheitsbuddeln". Im Rahmen dieser Aktion wurden in ganz Niedersachsen viele Bäume gepflanzt - zum Beispiel in Cloppenburg und in Wilhelmshaven.

https://www.ndr.de/nachrichten/niedersa ... rn100.html
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Re: Erinnerungen an die Wende2

Beitragvon Interessierter » 4. Oktober 2020, 11:49

Zugemauert, vermüllt, vergessen - So sahen Berliner Bahnhöfe zur Wendezeit aus

Potsdamer Platz? Ein Geisterbahnhof! An der Friedrichstraße fehlten die Gleise. Erkennen Sie diese Orte der Wendezeit noch wieder?

Bild
Foto: Johan van Elk

Viele Bahnhöfe der Wendezeit sind heute zu geschäftigen Orten geworden, mitgewachsen in der wachsenden Stadt. Wer denkt schon beim Umsteigen daran, wie der Bahnhof Potsdamer Platz vor drei Jahrzehnten ausgesehen hat?

Was für ein finsteres Loch!

Kurz nach der Wende waren die Eingänge zu S- und U-Bahn halb verbarrikadierte Löcher, an denen der Beton bröckelte. Ein Teil der Treppe zur S-Bahn fehlte. Unten stand eine Tür auf, ein Stromkabel hing heraus. Immerhin, es wurde schon gearbeitet.

Unter der Stadt befand sich eine zweite unsichtbare Mauer. Im Zwischengeschoss standen Spanische Reiter, die Fluchtversuche verhindern sollten. Alte Mitropa-Kioske, Fahrkartenschalter. Die Bahnsteige der Nachkriegszeit, durch den Mauerfall aus einem tiefen Schlaf gerissen.
Am Geisterbahnhof Unter den Linden hatten die Grenzer ganze Treppen einfach mit Bauschutt und Müll zugeschüttet. All das kam wieder ans Licht, als nach dem Mauerfall die Zeit des großen Aufräumens begann.

Der Bahnhof am Potsdamer Platz war ein Geisterbahnhof im Niemandsland, direkt unter dem Mauerstreifen. Die S-Bahnzüge fuhren durch, die U-Bahnen hielten hier sogar erst 1993 wieder. So viel musste repariert werden. Und der Regionalbahnhof wurde erst viel später eröffnet: 2006.

Bild
Foto: Johan van Elk

Vermüllt und verschlossen, 1989.
Vermutlich ist hier ein Eingang zur U-Bahn zu sehen.

Bild
Foto: Historische Sammlung der Deutschen Bahn AG / Sigmar Weber

Weitere Fotos findet man hier:
https://www.tagesspiegel.de/berlin/zuge ... -wendezeit
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Re: Erinnerungen an die Wende2

Beitragvon Interessierter » 19. Februar 2021, 17:54

Stasi-Überprüfung: Brandenburger Leopold Esselbach - "Wir haben oft Milde walten lassen"

Wenn Leopold Esselbach spricht, neigt er den Kopf leicht zur Seite. Manchmal schließt er die Augen. Es wirkt fast so, als schaue er in sich hinein. So sortiert der 89-Jährige seine Erinnerungen. "Manchmal fehlt mir ein Name, aber die Vorgänge sind noch alle präsent", sagt der Theologe, der Anfang der 1990er-Jahre über die berufliche Zukunft von vielen Menschen entschieden hat. Als Generalsuperintendent der evangelischen Kirche in Eberswalde-Finow war er mit der Stasi-Überprüfung der Brandenburger Polizei, des öffentlichen Rundfunks und einiger Kommunen beauftragt.

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Der Theologe Leopold Esselbach hat in der Wendezeit in Frankfurt (Oder) den Runden Tisch moderiert. Später hat er Polizisten und Journalisten zur ihrer Stasi-Tätigkeit befragt. © Foto: Claudia Duda

Dreiköpfige Kommission

Weniger euphorisch waren die zukünftigen Brandenburger jedoch später, als es um die Aufarbeitung der eigenen, ganz persönlichen Vergangenheit ging. Der damalige Innenminister Alwin Ziel (SPD) hatte Esselbach gebeten, die künftigen Polizisten des Landes zu überprüfen. Wer heute meint, dass diese Aufgabe mit einem gründlichen Aktenstudium über jeden Einzelnen verbunden war, der irrt. "Oft hatten wir nur ein einzelnes Blatt", erinnert sich der Kirchenmann. Eine dreiköpfige Kommission entschied über Wohl und Wehe. Mit dabei war auch Detlef Graf von Schwerin, der 1991 Polizeipräsident von Potsdam wurde, außerdem Andreas Schuster als Vertreter der Polizeigewerkschaft. Schuster selbst musste sich Jahre später wegen seiner Aktivitäten in der Staatssicherheit rechtfertigen.

Von der Polizeiführung gab es vorsortierte Fragebögen, Selbstauskünfte der Beamten dienten als Gesprächsgrundlage. "Viele Stasi-Akten waren zu diesem Zeitpunkt nicht auffindbar", beschreibt er die Situation, die oft für alle Seiten unbefriedigend war. "Mir ging es vor allem darum, ob jemand wahrhaftig war. Wenn jemand seine Stasi-Tätigkeit bereut hat, haben wir oft Milde walten lassen." Ein Fall ist ihm in Erinnerung: Ein Polizist hatte sich klar zu seiner Stasi-Vergangenheit bekannt. Aber er war ein Spezialist bei der kriminalistischen Aufklärung. "Da sagte Herr von Schwerin schon vorher: Der ist unersetzlich – es gibt nur den einen."
Einige Polizisten quittierten von selbst den Dienst – die meisten aber durften bleiben. Es herrschte das Prinzip: "Zweite Chance statt Rache". Klar war, dass das Land auf viele Volkspolizisten nicht verzichten konnte und wollte – schließlich sollten Recht und Ordnung aufrecht erhalten bleiben.

Das war ein Fakt, der vor etwa zehn Jahren in den Fokus der Kritik geriet. Detlef Graf von Schwerin erklärte 2013, dass ihn der Umstand, dass es keine gründliche Aufarbeitung gab, sehr belastet habe. In Brandenburg wurden so viele Stasi-Mitarbeiter wie in keinem anderen Bundesland in den Staatsdienst übernommen. Und auch Leopold Esselbach musste sich bereits 2011 der Kritik stellen und gab damals zu, dass er sich manchmal überfordert gefühlt habe. Und nicht selten stellte sich später heraus, dass viele inoffizielle Stasi-Mitarbeiter und Polizisten bei der Befragung gelogen hatten.

Den vollständigen Beitrag findet man hier:
https://www.moz.de/nachrichten/brandenb ... 77025.html
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Re: Erinnerungen an die Wende2

Beitragvon Nostalgiker » 19. Februar 2021, 17:57

Warum Erinnert mich diese Zwischenüberschrift "Dreiköpfige Kommission" fatal an die Troika des NKDW welche in Gerichtsfarcen wahllos verhaftete Bürger nach §53 zu 10 Jahren Lager oder gleich Erschießen verurteilte.
Ich nehme zur Kenntnis, das ich einer Generation angehöre, deren Hoffnungen zusammengebrochen sind.
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Re: Erinnerungen an die Wende2

Beitragvon AkkuGK1 » 19. Februar 2021, 18:18

ja, zwischen 1990 und 2000 wurden Polizisten in Brandenburg so oft standrechtlich erschossen, war unerträglich damals. [zunge]
Ei sirweiw Gohronah!
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Re: Erinnerungen an die Wende2

Beitragvon Kumpel » 20. Februar 2021, 08:44

Nostalgiker hat geschrieben:Warum Erinnert mich diese Zwischenüberschrift "Dreiköpfige Kommission" fatal an die Troika des NKDW welche in Gerichtsfarcen wahllos verhaftete Bürger nach §53 zu 10 Jahren Lager oder gleich Erschießen verurteilte.


Liegt sicher daran , dass du aus einem inneren Zwang heraus wissentlich unzulässige und völlig abstruse Vergleiche heran ziehst.
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Re: Erinnerungen an die Wende 2.0

Beitragvon HPA » 20. Februar 2021, 09:27

Man stelle sich vor es wäre anders herum gekommen.
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Re: Erinnerungen an die Wende 2.0

Beitragvon augenzeuge » 20. Februar 2021, 10:07

HPA hat geschrieben:Man stelle sich vor es wäre anders herum gekommen.


Nö, besser nicht. [angst]
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