Das Schicksal von Namibias DDR-Kindern

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Das Schicksal von Namibias DDR-Kindern

Beitragvon Interessierter » 4. August 2019, 14:28

Windhuk (Namibia) – In Namibia wird Andrew Imalwa als Deutscher betrachtet, doch für die Deutschen ist er ein Namibier. Die Frage nach seiner Identität verfolgt ihn seit Jahrzehnten. Die Weltgeschichte hat seine Kindheit durchgeschüttelt.

Andrew wurde als kleiner Junge von den namibischen Freiheitskämpfern ausgewählt, um bei den sozialistischen Verbündeten in der DDR ausgebildet zu werden. Als er sich in der neuen Welt zurecht gefunden hatte, wurde diese wieder auf den Kopf gestellt: Deutschland wurde wiedervereinigt.

Der 38-Jährige wurde als namibischer Flüchtling in einem Lager in Sambia geboren. Dort begann sein Weg nach Ostdeutschland. „Es war so“, sagt er auf Deutsch. „Wir wurden einfach ausgewählt, du, du und du - die Kinder kamen dann mit.“

Er war zwei Jahre alt; seine Mutter war gestorben, sein Vater unbekannt. Er verstand nicht, was mit ihm geschah. So erging es auch rund 400 weiteren namibischen Kindern, die nach und nach aus dem südlichen Afrika in das Kinderheim Bellin in Mecklenburg-Vorpommern oder eine Schule in Sachsen-Anhalt geschickt wurden. Sie sollten mit deutscher Disziplin und einer sozialistischen Ausbildung zur Elite eines freien Namibias herangezogen werden.

Den ganzen Bericht und einige Fotos findet man hier:
https://www.bild.de/regional/sachsen-an ... .bild.html
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