Damals im Westen

Re: Damals im Westen

Beitragvon Volker Zottmann » 4. Dezember 2018, 10:15

Merkur hat geschrieben:]

Da bist Du nicht gut informiert. Beispielsweise gab es im Land der Frühaufsteher, also gleich bei Dir um die Ecke, 1993 einen entsprechenden Prozess.


Gegen wen, in welchem Zusammenhang?
Mir ist nichts bekannt, außer dass immer mal, auch in der DDR gegen Postillione ermittelt wurde, die in die eigene Tasche wirtschafteten.
Der Stasipostklau soll in Sachsen-Anhalt verhandelt worden sein? Da fehlen mir Hinweise, Beweise.

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Re: Damals im Westen

Beitragvon Merkur » 4. Dezember 2018, 10:31

Volker, dass Dir dahingehend nichts bekannt ist, heißt doch nicht, dass es den Prozess nicht gab. Ich rede von dem Prozess in MD 1993. Der fand definitiv statt.
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Re: Damals im Westen

Beitragvon Nov65 » 4. Dezember 2018, 10:52

Da sträuben sich einem die Haare!
Wir hörten damals ja vom Verschwinden von Westpaketen bzw. Inhalten daraus. Dass insgesamt aber Millionen an Bargeld und Wertgegenständen von extra ausgesuchten Schnüfflern in Hinterzimmern der Poststellen klauten was das Zeug hielt, ist starker Toback. @Karnak, was wart ihr vom MfS nur für billige Gauner!
Andreas
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Re: Damals im Westen

Beitragvon Volker Zottmann » 4. Dezember 2018, 11:30

Merkur hat geschrieben:Volker, dass Dir dahingehend nichts bekannt ist, heißt doch nicht, dass es den Prozess nicht gab. Ich rede von dem Prozess in MD 1993. Der fand definitiv statt.

Das sage ich doch gar nicht. Warum sollte ich das denn bezweifeln?
Deinerseits wäre es schön, wenn Du mal dazu ein paar Eckdaten liefern könntest. Ich dachte nämlich immer, dass dies der eigentliche Zweck des Forums sei, sich mal auszutauschen.

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Re: Damals im Westen

Beitragvon Volker Zottmann » 4. Dezember 2018, 11:42

Nov65 hat geschrieben:Da sträuben sich einem die Haare!
Wir hörten damals ja vom Verschwinden von Westpaketen bzw. Inhalten daraus. Dass insgesamt aber Millionen an Bargeld und Wertgegenständen von extra ausgesuchten Schnüfflern in Hinterzimmern der Poststellen klauten was das Zeug hielt, ist starker Toback. @Karnak, was wart ihr vom MfS nur für billige Gauner!
Andreas

Toback würde ich dazu nicht sagen Andreas.
Ich habe ja als Kind nun eine ganz kleine, wahrscheinlich fast unbedeutende, Klauepisode hautnah erlebt. Da ging es nur um massenhaft entnommene Bonbons. Die Dimensionen waren sonst wohl entschieden ausgeprägter. Mir selbst fehlten Jahre später mal 2 ladenneue Edeslstahl Besteck-Messer. Aus einer verschlossenen Verkaufsverpackung für 6 Gedecke im Paket geklaut.
Sämtliche antike beschnitzte Friedhofsbestuhlung ist in Harzgerode aus der Kapelle kurz vorm Zusammenbruch geklaut worden. Dieser Beutezug wurde inzwischen auch schon der Stasi-KOKO angelastet.
In Teilen war die Stasi eine organisierte Staatsräuber-Vereinigung.

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Re: Damals im Westen

Beitragvon karnak » 4. Dezember 2018, 15:47

Nov65 hat geschrieben: @Karnak, was wart ihr vom MfS nur für billige Gauner!
Andreas

[flash] Also ich hatte damit nichts zu tun, habe davon auch nicht profitiert. Und ich habe hier schon mehrmals erwähnt, ich bin nicht auf alles stolz was da so durchgezogen wurde.
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Re: Damals im Westen

Beitragvon augenzeuge » 4. Dezember 2018, 17:41

karnak hat geschrieben:
Nov65 hat geschrieben: @Karnak, was wart ihr vom MfS nur für billige Gauner!
Andreas

[flash] Also ich hatte damit nichts zu tun, habe davon auch nicht profitiert. Und ich habe hier schon mehrmals erwähnt, ich bin nicht auf alles stolz was da so durchgezogen wurde.


Ich wünschte mir, du hättest das zu deiner aktiven Zeit live mitbekommen. Wärst du eingeschritten? Oder wärst du vom sozialist. Glauben abgefallen? [grins]

AZ
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Re: Damals im Westen

Beitragvon karnak » 4. Dezember 2018, 18:07

augenzeuge hat geschrieben: Wärst du eingeschritten? [grins]

AZ

Sicher nicht, ich hätte es wahrscheinlich geschluckt, dass ist das Kreuz an einer Diktatur. Deswegen funktioniert sie am Ende nicht, sie zerbricht an den Widersprüchen und es findet sich auch jemand der die auflöst, ich hätte bis zu meinem 32 Lebensjahr nicht die Position und nicht den Mut gehabt. Ich hätte nur aussteigen können, einschreiten oder veränderen, völlig aussichtslos, und aussichtslose Kämpfe bestreite ich auch heute nicht, bin einfach nicht zum Märtyrer geboren.
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Re: Damals im Westen

Beitragvon Merkur » 4. Dezember 2018, 18:18

Volker Zottmann hat geschrieben:Deinerseits wäre es schön, wenn Du mal dazu ein paar Eckdaten liefern könntest.


Anbei die gewünschten Eckdaten:
http://m.spiegel.de/spiegel/print/d-9292786.html
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Re: Damals im Westen

Beitragvon Volker Zottmann » 4. Dezember 2018, 18:25

Nun bin ich aber doch erleichtert, dass die Justiz mal 3 Stasioffiziere so knallhart abgestraft hat. [sick]

Trotzdem Danke Merkur,
Gruß Volker
Zuletzt geändert von Volker Zottmann am 4. Dezember 2018, 18:55, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Damals im Westen

Beitragvon Merkur » 4. Dezember 2018, 18:28

Volker Zottmann hat geschrieben:Nun bin ich aber doch erleichtert, dass die Justiz mal 3 Stasioffiziere so knallhart abgestraft hat. [sick]

Trozdem Danke Merkur,
Gruß Volker


Nun kann der Austausch auf der fachlichen Ebene erfolgen. Muss nur noch den Ordner mit den Prozessunterlagen holen. [hallo]
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Re: Damals im Westen

Beitragvon Nov65 » 4. Dezember 2018, 18:59

Was interessiert ein Prozess gegen MfS-Postklauer nach der Wende? Nicht die Bohne. Gab es in der ach so ehrlichen Republik DDR Prozesse gegen Stasi-Post-Klauer? Wohl kaum. Das ist das Schlimme an der Stellung des MfS im Arbeiter-und-Bauern-Staat! Da durfte sogar der Geheimdienst ungeschoren kriminell werden.
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Re: Damals im Westen

Beitragvon Merkur » 4. Dezember 2018, 19:06

Nov65 hat geschrieben:Was interessiert ein Prozess gegen MfS-Postklauer nach der Wende? Nicht die Bohne.
Andreas


Der Volker wollte doch nur ein paar Eckdaten und einen Austausch zum Thema. Belassen wir es dabei.
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Re: Damals im Westen

Beitragvon Nov65 » 4. Dezember 2018, 19:10

Merkur hat geschrieben:
Nov65 hat geschrieben:Was interessiert ein Prozess gegen MfS-Postklauer nach der Wende? Nicht die Bohne.
Andreas


Der Volker wollte doch nur ein paar Eckdaten und einen Austausch zum Thema. Belassen wir es dabei.

Mich interessiert schon die Frage, ob MfS-Post-Diebe auch in der DDR bestraft wurden.
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Re: Damals im Westen

Beitragvon Volker Zottmann » 4. Dezember 2018, 19:13

Nov65 hat geschrieben:
Merkur hat geschrieben:
Nov65 hat geschrieben:Was interessiert ein Prozess gegen MfS-Postklauer nach der Wende? Nicht die Bohne.
Andreas


Der Volker wollte doch nur ein paar Eckdaten und einen Austausch zum Thema. Belassen wir es dabei.

Mich interessiert schon die Frage, ob MfS-Post-Diebe auch in der DDR bestraft wurden.
Andreas

Höchstens intern, denke ich. Nämlich wenn sie ein paar Westkröten ins eigene Portemonaie steckten...

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Re: Damals im Westen

Beitragvon augenzeuge » 4. Dezember 2018, 19:17

karnak hat geschrieben:
augenzeuge hat geschrieben: Wärst du eingeschritten? [grins]

AZ

Sicher nicht, ich hätte es wahrscheinlich geschluckt, dass ist das Kreuz an einer Diktatur. Deswegen funktioniert sie am Ende nicht, sie zerbricht an den Widersprüchen und es findet sich auch jemand der die auflöst, ich hätte bis zu meinem 32 Lebensjahr nicht die Position und nicht den Mut gehabt. Ich hätte nur aussteigen können, einschreiten oder veränderen, völlig aussichtslos, und aussichtslose Kämpfe bestreite ich auch heute nicht, bin einfach nicht zum Märtyrer geboren.


Ja, so ist das wohl. Eine Erneuerung durch die innere Macht ist in einer Diktatur nicht möglich.
Nur gut, dass es Leute gab, welche die bisherige Aussichtslosigkeit als aussichtsreich erkannt hatten. [grins]

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Re: Damals im Westen

Beitragvon andr.k » 4. Dezember 2018, 21:56

andr.k hat geschrieben:
augenzeuge hat geschrieben:Kennt einer das Buch? Ziemlich teuer.....

Gerd Reinicke: ++ÖFFNEN++AUSWERTEN++SCHLIESSEN++, Die Postkontrolle des MfS im Bezirk Rostock

Gerd Reinicke war als Offizier der Staatssicherheit Mitarbeiter der Abt. M (Postkontrolle) des MfS in Rostock. In seinem Buch schildert er detailliert die Methoden des MfS zur Überwachung der Post unzähliger Bürgerinnen und Bürger. Er vermittelt außerdem in ungewöhnlicher Offenheit eine Innenansicht der Geheimpolizei der SED und beschreibt seine wachsenden Zweifel an der Tätigkeit dieses Apparats bis zu seinem Ausscheiden aus dem MfS im Jahr 1985.


AZ


Das Buch habe ich ebenfalls gelesen und kann es wirklich jedem empfehlen, der sich für dieses Thema interessiert.

P.S.: Teuer? Die Publikation kannst Du Dir z.B beim Landesbeauftragten für die Unterlagen
des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR bestellen.
(kostet auch nix und wird frei Haus geliefert)


Nov65 hat geschrieben:Mich interessiert schon die Frage, ob MfS-Post-Diebe auch in der DDR bestraft wurden.
Andreas


Volker Zottmann hat geschrieben:Höchstens intern, denke ich. Nämlich wenn sie ein paar Westkröten ins eigene Portemonaie steckten...

Gruß Volker


In diesem Buch auf den Seiten 15 und 55 könnte man sich etwas zu diesem Thema (Westkröten) belesen.
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Re: Damals im Westen

Beitragvon Volker Zottmann » 4. Dezember 2018, 22:16

Das war eben ein guter Tipp! Hab ich gleich bestellt.

Gruß Volker
Zuletzt geändert von Volker Zottmann am 4. Dezember 2018, 22:26, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Damals im Westen

Beitragvon augenzeuge » 4. Dezember 2018, 22:21

Volker Zottmann hat geschrieben:Das war eben ein guter Tipp!


Aber jetzt nicht übermütig werden. [grin]
AZ
Freiheit ist ein Gut, das durch Gebrauch wächst und durch Nichtgebrauch dahinschwindet. Keiner darf für sich den Besitz der Wahrheit beanspruchen, sonst wäre er unfähig zu Kompromiß und überhaupt zu Zusammenleben.
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Re: Damals im Westen

Beitragvon andr.k » 4. Dezember 2018, 22:29

augenzeuge hat geschrieben: Aber jetzt nicht übermütig werden. [grin]
AZ


Lesen ist nicht gesundheitsschädlich. [grins]
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Re: Damals im Westen

Beitragvon andr.k » 4. Dezember 2018, 22:34

Nov65 hat geschrieben:
Mich interessiert schon die Frage, ob MfS-Post-Diebe auch in der DDR bestraft wurden.
Andreas


Im genannten Buch wird so ein Fall beschrieben. Für einen Mitarbeiter hatte das katastrophale Folgen. Degradierung, unehrenhafte Entlassung, Parteiausschluss und dann folgte ein Strafverfahren, das mit Haftstrafe endete.
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Re: Damals im Westen

Beitragvon Interessierter » 4. Dezember 2018, 23:47

andr.k » 4. Dez 2018, 22:34

Nov65 hat geschrieben:
Mich interessiert schon die Frage, ob MfS-Post-Diebe auch in der DDR bestraft wurden.
Andreas



Im genannten Buch wird so ein Fall beschrieben. Für einen Mitarbeiter hatte das katastrophale Folgen. Degradierung, unehrenhafte Entlassung, Parteiausschluss und dann folgte ein Strafverfahren, das mit Haftstrafe endete.


Bei hundertausenden geplünderter Pakete ist das einfach lächerlich und nichts als pure Verdummung. Die sogenannte Volkspolizei, die besser Polizei der SED - Diktatur geheißen hätte und die verkommene DDR - Justiz haben gemeinsame Sache mit den Stasischergen gemacht.
Gegebenenfalls wurde Gesetze so ausgelegt, dass sogar das Plündern hunderttausender Pakete legal wurde. Gleich ob Angehörige der Vopo, des MfS oder SED - Schergen sich in nicht geringer Anzahl daran bereicherten, öffentliche Prozesse, die es in großer Anzahl gegen Diebe und Hehler hätte geben müsser, fanden nicht statt.

Wenn dann ein ehemalige Vopo meint; aber für einen hatte das katastrophale Folgen, dann kommen mir ja fast die Tränen. Statt dessen hätte dieser User doch einfach einmal über die katastrophalen Folgen für unschuldige, andersdenkende DDR - Bürger berichten können, deren Ursache das Gebaren und Handeln dieser " Parteipolizei " mit und ohne Zusammenarbei der Stasi war.
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Re: Damals im Westen

Beitragvon andr.k » 5. Dezember 2018, 07:13

Interessierter hat geschrieben:Statt dessen hätte dieser User doch einfach einmal über die katastrophalen Folgen für unschuldige, andersdenkende DDR - Bürger berichten können, deren Ursache das Gebaren und Handeln dieser " Parteipolizei " mit und ohne Zusammenarbei der Stasi war.



Bist du wirklich nicht in der Lage, dir deine genehmen Märchen selbst aus deinem "Stasi-Internetz" zu saugen?
[shocked]

P.S.: Deine Rechtschreibfehler sind deiner Erregung geschuldet, oder?
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Re: Damals im Westen

Beitragvon HPA » 5. Dezember 2018, 08:51

andr.k hat geschrieben:
Nov65 hat geschrieben:
Mich interessiert schon die Frage, ob MfS-Post-Diebe auch in der DDR bestraft wurden.
Andreas


Im genannten Buch wird so ein Fall beschrieben. Für einen Mitarbeiter hatte das katastrophale Folgen. Degradierung, unehrenhafte Entlassung, Parteiausschluss und dann folgte ein Strafverfahren, das mit Haftstrafe endete.


Das Dummerchen klaute ja auch in die eigene Tasche und nicht Richtung Lager Freienbrink.

Ist bei Diebesbanden nicht anders. Wer in die eigene Tasche klaut, bekommt was auf die Fresse.

Und wie schriebt da aktuell eine allseits bekannte Stasinase in einem anderem Forum (derjenige ,welcher heute gern in NVA Oberleutnantsuniform zu karnevalesken Auftritten herumrennt) :
dass pakete geplündert wurden (alles fehlleitungen der bundespost in ihrem plz- gebiet) ist bekannt. die fehlgeleiteten pakete wurden durch die abt. m nach freienbring gebracht und dort in einer der großen hallen... das es die sog. "leitershops" gab, war innerhalb des mfs auch ein offenes geheimnis und trieb mir damals schon die schamesröte ins gesicht. gleichzeitig führten diese "leiter-shops" auch zu skurilen blüten, als man z.b. bei dem ledigenwohnheim nebenan, für mitarbeiter des mfs, die giebelfenster zumauern musste, damit sich die hausfrauen der führenden genossen, bei ihrem besuch im "leiter-shop" nicht so beobachtet fühlen. zutritt zum shop gab es übrigens durch eine kleine gelbe karte.
(RS Fehler inklusive)
Zuletzt geändert von HPA am 5. Dezember 2018, 09:12, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Damals im Westen

Beitragvon andr.k » 5. Dezember 2018, 09:12

HPA hat geschrieben:Das Dummerchen klaute ja auch in die eigene Tasche und nicht Richtung Lager Freienbrink.


Leider falsch. [hallo]
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Re: Damals im Westen

Beitragvon HPA » 5. Dezember 2018, 09:15

Nö. Nur eine Umschreibung. Oder möchtest Du oben genannte Tatsachen abstreiten? Sprich, dass Westpakete durch die Stasi systematisch geplündert und der Inhalt in benannten Läden an "besondere Genossen" verhökert wurden?

Deine Relativierungen kannste Dir sparen!

Die Abt M war nichts anderes als eine dreckige, moralisch verkommene Diebesbande, so sieht es aus!

[hallo]
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Re: Damals im Westen

Beitragvon andr.k » 5. Dezember 2018, 09:20

Es ging um dein Dummerchen und da liegst du falsch. Ansonsten immer freundlich bleiben. [hallo]
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Re: Damals im Westen

Beitragvon HPA » 5. Dezember 2018, 09:25

Ich wüsste nicht ,warum ich angesichts einer dreckigen Diebesbande namens Abt M freundlich bleiben sollte
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Re: Damals im Westen

Beitragvon Volker Zottmann » 5. Dezember 2018, 10:07

Das oben angeführte Buch ist nur in Schwerin kostenlos bestellbar:

Die Landesbeauftragte für Mecklenburg-Vorpommern
für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes
der ehemaligen DDR
Bleicherufer 7
19053 Schwerin

Landesbeauftragte: Anne Drescher

Tel.:


0385 734 006

Fax:


0385 734 007

e-mail:

post{at}lstu.mv-regierung.de
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Re: Damals im Westen

Beitragvon HPA » 5. Dezember 2018, 10:23

Danke für die Quelle. habs mir soeben bestellt.

aber diese Publikation hier ist auch interessant. kann man als pdf downladen:

Die hier wiedergegebenen Lageberichte der Neubrandenburger Bezirksbehörde der Deutschen Volkspolizei stellen eine Chronik der Wende für den gesamten Bezirk Neubrandenburg dar und zeigen, wie stark auch die Volkspolizei in das System der Überwachung eingebunden war.

Die beigefügte Studie über das Verhältnis von MfS und Volkspolizei zeigt zudem auf, wie sehr die Volkspolizei am Kampf gegen Andersdenkende beteiligt war.


https://www.landesbeauftragter.de/filea ... P_1989.pdf

Zitate aus der Einleitung

Diese beiden Beispiele vermitteln bereits einen Eindruck von der engen Zusammenarbeit der beiden Sicherheitsapparate. Ebenso lassen sie erahnen, daß nicht nur die Staatssicherheit politische Gegner bekämpfte, sondern daß auch die Volkspolizei einen wichtigen Anteil daran hatte


Im Gegensatz zum MfS war die Volkspolizei weitgehend ein intakter und funktionierender Machtapparat geblieben. Die Volkspolizei konnte deshalb ungestört bis in den Herbst 1990 hinein ihre Archive säubern, und auch danach wurde die Aktenvernichtung noch mehrere Jahre lang in Ruhe fortgesetzt. Auf diese Weise sind tausende Akten verlorengegangen, in denen die Bespitzelung zahlreicher Bürger durch die Volkspolizei dokumentiert war. Familienverhältnisse, politische Anschauungen, Hobbys und sexuelle Gewohnheiten der Bürger registrierte die Volkspolizei ebenso wie Vorfälle, die mit Republikflucht oder mit der sogenannten öffentlichen Herabwürdigung in Zusammenhang standen. Diese Unterlagen können nun auch für Rehabilitierungen nicht mehr herangezogen werden.9
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