15 skurrile Fakten über die DDR

15 skurrile Fakten über die DDR

Beitragvon Interessierter » 12. September 2017, 15:45

Das Leben in der DDR, vor allem in Ostberlin, fasziniert die Menschen bis heute. Viele der Ereignisse und Anekdoten, die wir heute kennen, stimmen einen nachdenklich. Doch daneben gibt es auch zahlreiche witzige Klischees und kuriose Details aus dem Alltag der DDR, die uns einfach nur Staunen lassen. Wir präsentieren Ihnen heute 15 skurrile Fakten über die DDR, von denen Sie bislang bestimmt noch nichts gewusst haben:

1. Die DDR hatte weltweit die höchste Dichte an Kleingärten
2,6 Millionen Wochenendgrundstücke und etwa 855.000 Kleingärten – die Datsche, also das kleine Gartenhäuschen, in das man sich am Wochenende zurückziehen konnte, war in der DDR so beliebt wie kaum in einem anderen Land. Der Rekord spricht für sich: Zu jener Zeit besaß die DDR weltweit die höchste Dichte an Gartengrundstücken. Und bis heute prägen zahlreiche Kleingartenanlagen das Bild der östlichen Bezirke Berlins

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Ein typischer Kleingarten in der DDR. Quelle: dpa

3. Der Fernsehkoch Kurt Drummer war bei allen DDR-Hausfrauen bekannt

Der Fernsehkoch Kurt Drummer war über 25 Jahre im Fernsehen der DDR aktiv und begeisterte Privatköchinnen und -köche mit – für jene Zeit – raffinierten und gesunden Rezepten. Seine Sendung Der Fernsehkoch empfiehlt startete 1958. Zur Fußball-Weltmeisterschaft 1974 in BRD war er sogar für die Verpflegung der DDR-Mannschaft zuständig. Seine Fernsehsendung wurde im Übrigen auf eigenem Wunsch abgesetzt: Zu aufwendig wurde die Beschaffung der Zutaten für die Gerichte, die er in der Sendung kochen wollte.

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Fernsehzeit im Wohnzimmer. Quelle: Stefan Kunze – fotolia.de

4. In vielen Filmen fasziniert die DDR bis heute
Es gibt zahlreiche Filme über das Leben in der DDR. Aber nur wenige Filme begeistern Publikum und Kritiker gleichermaßen. Zu den besten Filmen gehören Das Leben der Anderen, Good Bye, Lenin, Sonnenallee, Bornholmer Straße und Der Tunnel. Einige der genannten Filme erzielten auch international große Erfolge. So erhielt Das Leben der Anderen mit Ulrich Mühe 2006 sogar einen Oscar in der Kategorie „Bester fremdsprachiger Film“.

5. Briefmarkensammeln war eines der beliebtesten Hobbys in der DDR
Philatelie beziehungsweise Briefmarkenkunde war eine Leidenschaft, die viele Menschen in der DDR teilten. Im Philatelisten-Verband der Deutschen Demokratischen Republik waren rund 70.000 Personen als Mitglieder registriert. Zum Vergleich: Heute gibt es im vereinten Deutschland zwar rund drei Millionen Menschen, die Briefmarken sammeln. Der Bund Deutscher Philatelisten meldet jedoch lediglich 60.000 Mitglieder.

6. Die Dialekte West- und Ostberlins unterscheiden sich erheblich
Durch die Teilung der Hauptstadt in West- und Ostberlin entwickelte sich der Sprachgebrauch unterschiedlich. Zudem war der Dialekt in Ostberlin viel stärker verbreitet und wurde in alles sozialen Schichten sowie im öffentlichen Bereich gesprochen. Typisch für Ostberlin sind Ausdrücke wie Asphaltblase für den Trabant oder Nuttenbrosche für den Brunnen am Alexanderplatz. Zudem setzte sich in Ostberlin Broiler für Hähnchen und Plaste für Plastik durch.

7. Typisch DDR: Die Kinder hießen Mandy und René
Der Mädchenname Mandy bahnte 1974 seinen Weg in die Top Ten der beliebtesten Mädchennamen der DDR und verweilte dort bis in die späten 1980er Jahre. 1980 beispielsweise belegte der Name Rang sechs. Der Name René, der sowohl von Mädchen als auch Jungen getragen wurde, gehörte bereits 1970 zu den beliebtesten Namen und blieb es bis 1980. Doch entgegen des Klischees trugen nicht alle Kinder der DDR diese Namen. Kathrin, Stefanie und Nicole bei den Mädchen sowie Thomas, Christian und Stefan bei den Jungen führten ebenfalls lange Zeit die Hitlisten der beliebtesten Namen an.

8. Nur jeder zweite Haushalt der DDR besaß einen Fernseher

Fernseher und Telefone waren im sozialistischen Staat Mangelware. So waren in der DDR nur etwa 52 Prozent aller Haushalte mit einem Farbfernseher ausgestattet. Ein Telefon gab es sogar lediglich in neun Prozent der Haushalte. Zum Vergleich: Farbfernseher waren in Westdeutschland beinahe flächendeckend verbreitet, 94 Prozent aller Haushalte besaßen einen. Auch das Telefon hielt in der BRD zügig Einzug: 98 Prozent der Haushalte waren mit einem Telefon ausgestattet.

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Luxusgerät Fernseher. Quelle: complize – photocase.de

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Niemand hat dich gefragt, ob du leben willst. Also hat dir auch niemand zu sagen, wie du leben sollst!
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