Tag der Befreiung

Tag der Befreiung

Beitragvon Franz112 » 8. Mai 2010, 09:21

Der 8. Mai ist als Tag der Befreiung in verschiedenen europäischen Ländern ein Gedenktag, an dem der bedingungslosen Kapitulation der deutschen Wehrmacht und damit dem Ende des Zweiten Weltkrieges in Europa gedacht wird. In der DDR war er von 1950 bis 1966 und im Jahr 1985 gesetzlicher Feiertag. Seit 2002 ist er gesetzlicher Gedenktag in Mecklenburg-Vorpommern.

In der Bundesrepublik Deutschland ist der 8. Mai kein Feiertag, dennoch finden bis heute insbesondere zu "runden" Jahrestagen des 8. Mai 1945 entsprechende Veranstaltungen statt. Große Beachtung fand 1985 die Rede des Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker vor dem Deutschen Bundestag zum 40. Jahrestag. 2005 fand in Berlin zum 60. Jahrestag ein "Tag der Demokratie" statt.

In anderen am Zweiten Weltkrieg beteiligten Staaten wird der Jahrestag des Kriegsendes als Feiertag begangen, so in Frankreich, Tschechien und der Slowakei. In der Sowjetunion wurde am 9. Mai der Tag des Sieges als gesetzlicher Feiertag begangen, da die Kapitulation gegenüber der Roten Armee erst nach Mitternacht MEZ erfolgte und zudem der Waffenstillstand nach Moskauer Ortszeit erst am 9. Mai in Kraft trat. Nach der Auflösung der Sowjetunion ist in den meisten ihrer Nachfolgestaaten der 9. Mai - als Tag des Sieges - ein gesetzlicher Feiertag.

In den Niederlanden wird der Befreiungstag schon am 5. Mai begangen, dem Tag, an dem der kanadische General Charles Foulkes und der deutsche Oberbefehlshaber Johannes Blaskowitz im Beisein des Prinzen Bernhard im Hotel De Wereld in Wageningen die Kapitulation der deutschen Truppen in den Niederlanden besiegelt haben. (Quelle: Wikipedia, Lizenz: CC-A/SA)
Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.
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Re: Tag der Befreiung

Beitragvon Feliks D. » 8. Mai 2010, 17:26

Also ich freue mich schon auf die Parade auf dem Roten Platz, die Berichte sehe ich mir jedes Jahr an [super]
Feliks D.
 

Re: Tag der Befreiung

Beitragvon Wolle76 » 8. Mai 2010, 20:43

Da ich mi9ch mit dem begriff "Befreiung " nich richtig anfreunden kann, hie rmal 2 Ton Beitrage zum Tag der Kapitulation :

http://www.encyclopaedia-germanica.org/ ... ._Mai_1945

unten auf Verweise klicken

http://nsl-archiv.com/Tontraeger/Reden/ ... 21s%29.mp3
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Re: Tag der Befreiung

Beitragvon Danny_1000 » 9. Mai 2010, 08:05

Wolle76 hat geschrieben:Da ich mi9ch mit dem begriff "Befreiung " nich richtig anfreunden kann, ...


Vielleicht helfen dir ja die Worte dieses Mannes in deinem Prozess „des Anfreundens“ ein wenig weiter. Er erklärt übrigens auch – für jeden gebildeten Deutschen nachvollziehbar – warum der 8.Mai 1945 tatsächlich ein „Tag der Befreiung“ war.

http://www.tagesschau.de/inland/achtermaibefreiung100.html

Für mich persönlich war diese Rede eine der bedeutendsten Reden, die je ein deutscher Staatsmann in der jüngeren Nachkriegsgeschichte unseres Landes gehallten hat.

In der damaligen DDR wurde diese Rede von sehr vielen Menschen mit besonderem Interesse wahrgenommen.

Gruß
Daniel
Ich mag verdammen, was du sagst, aber ich werde mein Leben
dafür einsetzen, dass du es sagen darfst !
(Evelyn Beatrice Hall 1868; † nach 1939)
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Re: Tag der Befreiung

Beitragvon Holtenauer » 9. Mai 2010, 10:55

Ob sich die Soldaten befreit gefühlt haben, die dann in Gefangenschaft gekommen sind, besonders in Russische ???

Oder die Bürger , die in der sow. Besatzungszone lebten ?
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Re: Tag der Befreiung

Beitragvon Wolle76 » 9. Mai 2010, 13:54

@Danny,

Mit dieser rede ging dan auch in der BRD das offizielle gequatsche vom tag der Befreiung los. Es gibt kaum ein Volk auf der Welt was nach einem krieg so umerzogen wurde von den Siegern und später dann von den eigen leuten wie wir Deutsche. In keinem anderen land käme man auch auf die Idee mit seinen Soldaten so umzuspringen wie in Deutschland.

Von Charles de Gaulle, der einst bei seinem Besuch in Wolgograd zur Verwunderung seiner Gastgeber die Leistungen der deutschen Soldaten besonders hervorgehoben hatte, stammt der Ausspruch: "Man erkennt den Charakter eines Volkes auch daran, wie es nach einem verlorenen Krieg mit seinen Soldaten umgeht."
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Re: Tag der Befreiung

Beitragvon Jameson » 10. Mai 2010, 09:58

Na, da trägt ja die Traditionsarbeit der Bundeswehr reife Früchte. Manchmal kann man nur mit dem Kopf schütteln.

befreites Ahoi vom Jameson
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Re: Tag der Befreiung

Beitragvon Feliks D. » 10. Mai 2010, 10:16

Sorry @76 aber deine Äußerung zum "offiziellen gequatsche vom Tag der Befreiung " wirkt auf mich absolut revanchistisch und wirft kein gutes Licht auf deine Geisteshaltung.

Zum Glück stelltst du damit eine Einzelmeinung da, die sonst nur noch in bestimmten rechtsradikalen Kreisen Zustimmung findet. [raus]
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Re: Tag der Befreiung

Beitragvon karl143 » 10. Mai 2010, 11:11

Tag der Befreiung, oder Kriegsende. Zwei Begriffe, die aus unterschiedlichen Regionen Deutschlands stammen.
Ich sah es gestern zum Beispiel im Videotext des NDR, der als Rundfunkanstalt ja auch für das Bundesland Meck-Pomm
zuständig ist. Als einzige Eintragung zum "Tag der Befreiung" war etwas aus Schwerin eingetragen. Hier in den alten Bundes-
ländern hat man diesen Tag mehr als "Kriegsende" gedacht. Es ist schon irgendwie Ironie, das gerade dort, wo die Diktatur
von einem Regime auf das Andere überging, von einem Tag der Befreiung gesprochen wurde. Sicher, befreit wurden mit dem
Kriegsende alle deutschen Menschen. Aber anschließend konnte nur ein Teil in Freiheit leben.
karl143
 

Re: Tag der Befreiung

Beitragvon Luchs » 10. Mai 2010, 12:48

karl143 hat geschrieben:...
Es ist schon irgendwie Ironie, das gerade dort, wo die Diktatur von einem Regime auf das Andere überging, von einem Tag der Befreiung gesprochen wurde. Sicher, befreit wurden mit dem Kriegsende alle deutschen Menschen. Aber anschließend konnte nur ein Teil in Freiheit leben.

Das haben Diktaturen so an sich, etwas darzustellen, was sie nicht sind. Allein das Demokratisch in Deutsche Demokratische Republik ist ja schon sehr weit hergeholt.
Viele Grüße [hallo]
Micha
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Re: Tag der Befreiung

Beitragvon Wolle76 » 10. Mai 2010, 16:16

Jameson hat geschrieben:Na, da trägt ja die Traditionsarbeit der Bundeswehr reife Früchte. Manchmal kann man nur mit dem Kopf schütteln.

befreites Ahoi vom Jameson


Welche Bundeswehr Tradition ?

Die Tradition der Bundeswehr ist heutzutage sie selber und die leute des 20.Juli.

Einne andere Soldatische Tradition hat die Bundeswehr nicht.
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Re: Tag der Befreiung

Beitragvon Wolle76 » 10. Mai 2010, 16:21

wolle1978 hat geschrieben:Sorry @76 aber deine Äußerung zum "offiziellen gequatsche vom Tag der Befreiung " wirkt auf mich absolut revanchistisch und wirft kein gutes Licht auf deine Geisteshaltung.

Zum Glück stelltst du damit eine Einzelmeinung da, die sonst nur noch in bestimmten rechtsradikalen Kreisen Zustimmung findet. [raus]


Oho,

Genau das ist die erste Stufe unserer SuperdemokratenGutmenschen um andere Mundtot zu machen. Nur weil ich die Auffassung habe das es ein Tag der Niederlage,der Kapitulation war und nicht der Befreiung bin ich also Revanchistisch.

Ganz großes Kino [sick]
Na dann Chapeau claque mein lieber

P.S.: Rechtsradikal bin ich bestimmt auch nicht. Interessant wie Du von Beiträgen wo ich eine andre Meinung als Du habe (was bei den miesten Deiner Thraeds auch kein Kunst ist) auf meine Politische Gesinnung schließt. [mundzu]
Zuletzt geändert von Wolle76 am 10. Mai 2010, 16:40, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Tag der Befreiung

Beitragvon exgakl » 10. Mai 2010, 16:31

Zitat Wolle76
Welche Bundeswehr Tradition ?

Die Tradition der Bundeswehr ist heutzutage sie selber und die leute des 20.Juli.

Einne andere Soldatische Tradition hat die Bundeswehr nicht.

Hallo Wolle76....

also wenn ich da z.B. an die Bundeswehrkaserne in Tegel denke, da kommt mir schon das Grausen. Da werden auf großen (wir nannten es früher Wandzeitungen) die "Helden" aus Afrika geehrt. Ob das wirklich die Traditionen sind, die man heute in diesem Land braucht..... das bezweifel ich.
Was die Kapitulation Deutschlands betrifft.... das war ja nun eine klare nicht zu vermeidende Niederlage. Das Wort Kapitulation kann man ja eigentlich in diesem Zusammenhang vergessen, es gab ja kaum noch was zum kapitulieren.

Wie hiess es im ersten Teil von Werner Holt????? "Es kann nicht sein, das sowas siegt".......

Wenn ich die Bezeichnung 2. Weltkrieg mal durch die Bezeichnung .... "größtes Verbrechen der Menschheit" ersetze, dann ist es m.E. ganz klar und eindeutig eine Befreiung gewesen. Ich würde in dem Zusammenhang auch nicht die DDR diesbezüglich werten wollen, m.E. hat das mit dem Thema des Kriegsendes in dem Zusammenhang der Befreiung nichts zu tun.

VG exgakl
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Re: Tag der Befreiung

Beitragvon Wolle76 » 10. Mai 2010, 16:49

@Ex,

ich kenne die JuLeKa ziemlich gut, In welchem Gebäude befindet sich denn die "Wandzeitung" ? Übrigens hatten die Franzosen, amis und Engländer weniger Probleme mit der Vergangheit und Aussehen von Kasernen als die BW.

Im Durchgang des Stabsgebäudes stand bis 1994 folgender Spruch "Tapferkeit, Gehorsam, Ehre, Kameradschaft sind die Grundlagen des Soldatentums"

Wer mir sagen kann wer das Gesagt hat bekommt von mit beim Treffen ein Bier ausgegeben [hallo]
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Re: Tag der Befreiung

Beitragvon Feliks D. » 10. Mai 2010, 17:13

Wolle76 hat geschrieben:
Jameson hat geschrieben:Die Tradition der Bundeswehr ist heutzutage sie selber und die leute des 20.Juli.



Die Verschwörer des 20. Juli sind 1939 auch begeistert in den Krieg gezogen und änderten ihre Einstellung erst angesichts der drohenden Niederlage.
Feliks D.
 

Re: Tag der Befreiung

Beitragvon karl143 » 10. Mai 2010, 17:25

wolle1978 hat geschrieben:
Wolle76 hat geschrieben:
Jameson hat geschrieben:Die Tradition der Bundeswehr ist heutzutage sie selber und die leute des 20.Juli.



Die Verschwörer des 20. Juli sind 1939 auch begeistert in den Krieg gezogen und änderten ihre Einstellung erst angesichts der drohenden Niederlage.


Jameson,
das ändert aber nichts an ihrem guten Vorhaben. Hier war doch aber die Frage, welche mit dem Tag der Befreiung zusammenhing.
Und es wurde auch festgestellt, auch von mir, das gerade dort, wo dieser Tag als Befreiungstag gefeiert wird, im Grunde gar keine Befreiung
stattfand.Es kam doch nur ein anderes Etikett auf das politische System.

Das man im Westen mehr dem Kriegsende gedacht hat, kann ja so schlecht auch nicht sein. Auch das ist ein Tag des Guten. Und Kriegsende
ist auch ein neutraler Begriff, damit wird keinesfalls die nationsolzialistische Politik oder ihr Krieg verherrlicht. Nur sind die Menschen in den
drei westlichen Zonen wirklich befreit worden. Denn sie bekamen die Demokratie. Das ist mein Denken in dieser Sache.
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Re: Tag der Befreiung

Beitragvon Feliks D. » 10. Mai 2010, 17:29

Wolle76 hat geschrieben:
Oho,

Genau das ist die erste Stufe unserer SuperdemokratenGutmenschen um andere Mundtot zu machen. Nur weil ich die Auffassung habe das es ein Tag der Niederlage,der Kapitulation war und nicht der Befreiung bin ich also Revanchistisch.

Ganz großes Kino [sick]
Na dann Chapeau claque mein lieber

P.S.: Rechtsradikal bin ich bestimmt auch nicht. Interessant wie Du von Beiträgen wo ich eine andre Meinung als Du habe (was bei den miesten Deiner Thraeds auch kein Kunst ist) auf meine Politische Gesinnung schließt. [mundzu]


Ich bin keineswegs ein Superdemokrat, nicht bei den ganzen Fehlern unserer Demokratie und auch als Gutmensch eigne ich mich nur bedingt.
Sicher war es ein Tag der Niederlage und der Kapitulation, zum Glück für uns und den Rest der Welt.
Die große Mehrheit auf der Welt betrachtet es als Tag der Befreiung der unterdrückten Völker und vieler anderer und auch wir Deutschen wurden von einer menschenverachtenden Diktatur befreit.

Darüber sollten wir uns freuen und froh sein, dass es so kam und nicht anders. Trotzdem dürfen wir die Leistungen unserer Soldaten achten und unsere Toten ehren, aber wir sollten gleichzeitig bedauern das sich unsere Großväter so blenden und benutzen ließen.

Wer den Tag aber so wie du einzig als Tag der Niederlage und Kapitulation sieht, der muss sich auch dem Verdacht aussetzen lassen er bedauere die Niederlage Nazideutschlands und hege rechte Sympathien.

Erweist sich dieser Verdacht als falsch, umso besser.
Feliks D.
 

Re: Tag der Befreiung

Beitragvon Feliks D. » 10. Mai 2010, 17:33

karl143 hat geschrieben:
Jameson,
das ändert aber nichts an ihrem guten Vorhaben. Hier war doch aber die Frage, welche mit dem Tag der Befreiung zusammenhing.
Und es wurde auch festgestellt, auch von mir, das gerade dort, wo dieser Tag als Befreiungstag gefeiert wird, im Grunde gar keine Befreiung
stattfand.Es kam doch nur ein anderes Etikett auf das politische System.

Das man im Westen mehr dem Kriegsende gedacht hat, kann ja so schlecht auch nicht sein. Auch das ist ein Tag des Guten. Und Kriegsende
ist auch ein neutraler Begriff, damit wird keinesfalls die nationsolzialistische Politik oder ihr Krieg verherrlicht. Nur sind die Menschen in den
drei westlichen Zonen wirklich befreit worden. Denn sie bekamen die Demokratie. Das ist mein Denken in dieser Sache.


Sicher meinst du mich Karl.
Klar ändert dies nicht viel an der guten Tat an sich, und späte Einsicht ist besser als keine und die Tat setzte für die Welt ein Zeichen aber die Tatsache, dass sie anfangs freudig mitmarschierten sollte darüber nicht vergessen werden.
Ob nun in 3 oder in 4 Zonen, für Deutschland und Europa war der 8.Mai 1945 ein Tag der Befreiung.
Feliks D.
 

Re: Tag der Befreiung

Beitragvon Wolle76 » 10. Mai 2010, 17:54

@Namensvetter

Natürlich wurden die besetzen Gebiete befreit. Aber frag doch z.B.: mal die Balten ob die Befreit wurden. Es wurden auch die KZ`S und Zuchthäusler befreit.
Aber die meisten Deutschen wurden nicht befreit. Es fühlte sich auch kaum jemand befreit. Für die ist eine komplette Welt zusammengebrochen.

Das verhalten der (heutigen Deutschen) gegenüber den Wehrmachtsoldaten bzw aktuelle den BW-Soldaten ist ein thema für sich. Komm zum Volkstrauertag mal nach Berlin, und gehe zu der Veranstaltung auf den Garnisionsfriedhof Columbiadamm, da kannste sehen wie die Veranstaltung von sogenannten "Linken,Antifakräften etc" gestört wird. Wie alte Kriegsteilnehmer Verhöhnt und Beldeidigt werden. Das ist alles ganz mutig [sick] [wut]

Aber ich komme grad auf eine anderes Thema. Zurück zu Tagder befreiung/Niederlage/Kapitulation
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Re: Tag der Befreiung

Beitragvon Hans-Peter » 22. Mai 2010, 17:41

wolle1978 hat geschrieben:Sorry @76 aber deine Äußerung zum "offiziellen gequatsche vom Tag der Befreiung " wirkt auf mich absolut revanchistisch und wirft kein gutes Licht auf deine Geisteshaltung.

Zum Glück stelltst du damit eine Einzelmeinung da, die sonst nur noch in bestimmten rechtsradikalen Kreisen Zustimmung findet. [raus]


@wolle1978: Sorry, bin erst jetzt auf diesen Thread gestoßen. Bitte lieber wolle1978 nun verrate doch Du, in welcher Schublade möchtest Du gern stecken? Ich halte nichts davon, Mitmenschen in irgendwelche Schubladen zu stopfen und abzustempeln. Hast Du sowas nötig? gruß hp [grins]
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Re: Tag der Befreiung

Beitragvon augenzeuge » 22. Mai 2010, 18:56

Ich glaube, Hans-Peter, dass Wolle 1978 nicht mehr den Mut aufbringt, hier zu schreiben........er liest nur noch heimlich mit.

Schade eigentlich......

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Freiheit ist ein Gut, das durch Gebrauch wächst und durch Nichtgebrauch dahinschwindet. Keiner darf für sich den Besitz der Wahrheit beanspruchen, sonst wäre er unfähig zu Kompromiß und überhaupt zu Zusammenleben.
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Re: Tag der Befreiung

Beitragvon peterB » 23. Mai 2010, 15:24

wolle1978 hat geschrieben:Also ich freue mich schon auf die Parade auf dem Roten Platz, die Berichte sehe ich mir jedes Jahr an [super]



was bist du denn für einer [sick] [sick]
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Re: Tag der Befreiung

Beitragvon Edelknabe » 8. Mai 2011, 11:33

Wusste ich doch irgendwo im Hinterstübchen...der Fred existierte schon. Na dann Brüder und Schwestern aus Ost- und West und global, erheben wir das Glas auf den 66. Jahrestag der Befreiung vom Hitlerfaschismus und ich hoffe doch...Alle prosten mit und bekommen das Zeugs auch herunter, was sie da gerade in der Tasse, dem Glas, der Flasche haben.
Denn nicht Jeder sieht das so wie meine Wenigkeit und der Jameson am Anfang vom Fred hier...stimmts?

Rainer-Maria der den Hut zieht vor den ganzen gefallenen Soldaten der damaligen Verbündeten im Kampf gegen den Hitlerfaschismus...und nicht nur vor Denen...aber das würde hier zu weit führen, Sie alle aufzulisten.
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Re: Tag der Befreiung

Beitragvon SkinnyTrucky » 8. Mai 2011, 12:10

Prost Rainer Maria.....darauf, das sich soein Idiotismus nie wieder wiederholt.....

Grüsse aus Anagni

Mara
Wenn es heute noch Menschen gibt, die die DDR verklären wollen, kann das nur damit zusammenhängen, dass träumen schöner ist als denken.... (Burkhart Veigel) Bild
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Re: Tag der Befreiung

Beitragvon EK-Zappel-79-2 » 8. Mai 2011, 16:21

Ohne jetzt die Vorbeiträge gelesen zu haben (hole ich noch nach), ist der Begriff Befreiung für mich etwas schal, auch wenn dadurch eine Diktatur und ein sicher schlimmes Regime beseitigt wurde.
Aber für mich ist der 8. Mai teil einer geschichtlichen Verzahnung und diesen 8. Mai hätte es wie das Hitler Regime nicht geben können wenn es nicht den für den ganzen deutschsprachigen Raum ungerechten Knebelvertrag von Versailles gegeben hätte.
Das Unglück des großen Weltkrieges welcher 1914 begann und für mich erst in Europa eben am 8. Mai 1945 endete ...mit Nachbeben bis in die heutige Zeit.
Ohne Versailles hätte es keinen Hitler geben können, hätte Amerika nicht den Schwanz eingezogen und die Tschechoslowakai wäre unter anderen Bedingungen gegründet worden, Österreich selbst hätte die Entscheidung treffen können ob es Selbständiger deutscher Staat wird/bleibt oder sich wieder wie bis 1866 in den Deutschen Bund begibt und es eine gerechte Lösung für Westpreußen gegeben ... den hier konnte Hitler punkten.
Ich möchte aber auch betonen ... es kann und darf heute kein zurück, keine Revanche Gedanken geben, aber die Geschichte muss aufgearbeitet werden, den von 1914 bis zum Ende des kalten Krieges war keiner nur Unschuldig, keiner nur Gerecht und all das das ist Geschichte und wir sind dessen Produkt, ohne diese Geschichte würde es uns Nachgeborene nicht geben und ... zumindest ich finde um mich wärs schade [wink]
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Re: Tag der Befreiung

Beitragvon S51 » 9. Mai 2011, 14:08

Es war in den frühen 80-er Jahren, als meine engere Verwandschaft (Vater und die Onkel von hüben und drüben) noch komplett waren. Wir feierten die Jugendweihe einer Cousine in Berlin. Ich stand kurz vor meiner Einberufung und die Altsoldatenriege flachste rum, was mir blühen würde, hätte der Gröfaz Erfolg gehabt.
In der Berliner Tradition hätte ich dann wohl irgendwo im russischen Osten Zwangsarbeiter bewacht. In der sächsischen Tradition hätte ich in der x-ten Generation des Afrika-Korps die Arbeiter in der Wüste bewacht und in der rheinischen Tradition wären dann wohl französische oder englische Fischer mein Bewachungsobjekt gewesen. Einhelliger Tenor: Sei froh, weil A.... weg ist, hast du es wenigstens nicht mehr so weit....

Das klingt makaber, war es auch irgendwie. Aber die Aussicht auf ein ewiges Soldatenleben eines ganzen Volkes war es auch. Und wo Krieg herrscht, da passieren eben immer auch Dinge, die es so nicht geben sollte. Vor dieser Aussicht hat uns der 8. Mai schon befreit.
1982-1985 UaZ, GK Nord, GR 20, 2. und 7. GK, GF und GAK, VPI Bln-Lichtenberg, K III
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Re: Tag der Befreiung

Beitragvon EK-Zappel-79-2 » 9. Mai 2011, 17:39

S51 hat geschrieben:Es war in den frühen 80-er Jahren, als meine engere Verwandschaft (Vater und die Onkel von hüben und drüben) noch komplett waren. Wir feierten die Jugendweihe einer Cousine in Berlin. Ich stand kurz vor meiner Einberufung und die Altsoldatenriege flachste rum, was mir blühen würde, hätte der Gröfaz Erfolg gehabt.
In der Berliner Tradition hätte ich dann wohl irgendwo im russischen Osten Zwangsarbeiter bewacht. In der sächsischen Tradition hätte ich in der x-ten Generation des Afrika-Korps die Arbeiter in der Wüste bewacht und in der rheinischen Tradition wären dann wohl französische oder englische Fischer mein Bewachungsobjekt gewesen. Einhelliger Tenor: Sei froh, weil A.... weg ist, hast du es wenigstens nicht mehr so weit....

Das klingt makaber, war es auch irgendwie. Aber die Aussicht auf ein ewiges Soldatenleben eines ganzen Volkes war es auch. Und wo Krieg herrscht, da passieren eben immer auch Dinge, die es so nicht geben sollte. Vor dieser Aussicht hat uns der 8. Mai schon befreit.


Diese Ansichten sind wohl im Rahmen eines "möglich hätte so sein können" richtig und aus dieser Sicht ist es schon schön und gut das uns dies erspart blieb, nur ... ich bleibe bei meiner Ansicht, hätte es diese für die damalige Generation schlimme Zeit nicht gegeben, wären wir Nachgeborenen nicht auf der Welt , hätte es die Kriege nicht gegeben, vielleicht hätte die Geschichte noch dramatischere Züge angenommen ... ich meine es war immer schlimm, aber das Schlimme von damals ist die Grundlage unserer Existenz und für uns somit "gut" ... es ist wie es ist und wir können nur an der Zukunft etwas ändern.
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Re: Tag der Befreiung

Beitragvon Interessierter » 14. Mai 2012, 16:33

Der 8. Mai 1945 - ein "Tag der Befreiung"?
Ein Begriff der auch meiner Meinung nach mit Widersprüchen und Einschränkungen behaftet ist, wie die nachstehenden Ausführungen aufzeigen.

Am 8. Mai wird an vielen Orten an die bedingungslose Kapitulation der Deutschen im Jahr 1945 und an das Ende des Zweiten Weltkriegs in Europa erinnert. In Frankreich, Tschechien und der Slowakei ist der 8. Mai ein gesetzlicher Feiertag. Die Deutschen tun sich dagegen schwer mit dem Gedenktag, seine Deutung und Bezeichnung als "Tag der Befreiung" sind seit Jahrzehnten umstritten - warum eigentlich?
Wir erklären, was am 8. Mai 1945 passierte, wie Ost- und Westdeutschland des Kriegsendes gedachten und warum die Bezeichnung "Tag der Befreiung" mit Vorsicht zu genießen ist...


Der 8. Mai 1945: Bedingungslose Kapitulation und Ende des Zweiten Weltkriegs

In der Nacht vom 8. zum 9. Mai 1945 unterzeichneten drei Vertreter der deutschen Wehrmacht - Generalfeldmarschall Keitel, Generaladmiral von Friedeburg und Generaloberst Stumpff - die bedingungslose Kapitulation der Deutschen. Bei der Unterzeichnung, die in Berlin-Karlshorst stattfand, waren Vertreter der sowjetischen, britischen, amerikanischen und französischen Streitkräfte anwesend. Einen Tag vorher, am 7. Mai 1945, war die bedingungslose Kapitulation bereits in Reims unterzeichnet worden, wo sich das Hauptquartier von General Eisenhower, dem Oberbefehlshaber der alliierten Streitkräfte in Europa, befand.

Erst am Morgen des 7. Mai hatten sich Vertreter der deutschen Wehrmacht - namentlich Großadmiral Dönitz und der vom ihm autorisierte Generaloberst Jodl - auf die bedingungslose Gesamtkapitulation auch gegenüber dem sowjetischen Oberkommando verständigt. Ursprünglich hatten Dönitz und Jodl den "Abschluss eines Waffenstillstandsabkommens mit dem Hauptquartier des Generals Eisenhower" angestrebt. Mit der finalen Unterzeichnung der bedingungslosen Kapitulation in Berlin endete der Zweite Weltkrieg in Europa. In Asien dauerte der Kriegszustand dagegen noch bis zum 15. August 1945 (offizielle Verkündung des "Kaiserlichen Erlass über das Kriegsende") bzw. 2. September 1945 (formelle Unterzeichnung der Kapitulation) an.



Der 8. Mai als Gedenktag im geteilten Deutschland

Der Umgang mit dem 8. Mai war im geteilten Nachkriegsdeutschland schon früh umstritten. Im Westen wurde der Tag weitgehend ignoriert, im Osten dagegen als "Tag der Befreiung des deutschen Volkes vom Hitlerfaschismus" gefeiert und zeitweilig sogar zum gesetzlichen Feiertag erklärt. Zum 30. Jahrestag der Kapitulation im Jahr 1975 orientierte sich die DDR noch stärker am sowjetischem Vorbild: Der Gedenktag wurde auf den 9. Mai verlegt und als "Tag des Sieges" gefeiert.

In der DDR war das offizielle Gedenken an den 8. Mai Teil der Selbstdarstellung als antifaschistischer Staat. Erinnert wurde an die Überwindung des Faschismus durch den Sieg der Roten Armee und die von kommunistischen Widerstandskämpfern und sowjetischem Volk erbrachten Opfer. Die nationalsozialistischen Verbrechen wurden am Rande erwähnt, aber nicht ausgeführt. Die Frage der Kollektivschuld des deutschen Volkes wurde ausgeblendet, die jüdischen Opfer weitestgehend verschwiegen. Negativerfahrungen der Deutschen mit der sowjetischen Streitmacht, Erinnerungen an Vertreibung, Vergewaltigung, Kriegsgefangenschaft etc. hatten ebenfalls keinen Raum.

In der Bundesrepublik Deutschland war der 8. Mai nie ein gesetzlicher Feiertag, größere Veranstaltungen gab es erst ab den 1970er Jahren und auch dann nur zu runden Jahrestagen. Mit einer positiven Lesart und einer entsprechenden offiziellen Bezeichnung als "Tag der Befreiung" tat man sich lange schwer.

Einen entscheidenden Einschnitt gab es im Jahr 1985. Anlässlich des 40. Jahrestags des Kriegsendes hielt der damalige Bundespräsident Richard von Weizsäcker eine Rede im Bundestag, in der er den 8. Mai offiziell als "Tag der Befreiung" titulierte. Zugleich machte Weizsäcker deutlich, dass der 8. Mai "kein Tag zum Feiern" sei:
"Der 8. Mai war ein Tag der Befreiung. Er hat uns alle befreit von dem menschenverachtenden System der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft. Niemand wird um dieser Befreiung willen vergessen, welche schweren Leiden für viele Menschen mit dem 8. Mai erst begannen und danach folgten..."

In der viel beachteten Rede rief Weizsäcker zum umfassenden Gedenken an "alle() Toten des Krieges und der Gewaltherrschaft", vor allem an die sechs Millionen ermordeten Juden, auf. Der 8. Mai sei demnach vor allem ein "Tag des Erinnerns", so Weizsäcker.

Auch zur kollektiven (Mit-) Schuld der Deutschen am Holocaust äußerte sich der damalige Bundespräsident vergleichsweise deutlich: "Die Ausführung des Verbrechens lag in der Hand weniger. Vor den Augen der Öffentlichkeit wurde es abgeschirmt. Aber jeder Deutsche konnte miterleben, was jüdische Mitbürger erleiden mußten, von kalter Gleichgültigkeit über versteckte Intoleranz bis zu offenem Haß."

Die Rede Weizsäckers gilt bis heute als wegweisend. In der Folge wurde die Bezeichnung des 8. Mai als "Tag der Befreiung" auch im Westen Deutschlands geläufiger - wenn auch unter anderen Prämissen als im Osten Deutschlands.


Umgang mit dem 8. Mai im vereinten Deutschland

Im wiedervereinten Deutschland konnte sich die Bezeichnung "Tag der Befreiung" nicht durchsetzen. Einen entsprechenden staatlichen Gedenktag gibt es bis heute nicht. Der 60. Jahrestag im Jahr 2005 wurde mit einem "Tag der Demokratie" begangen, am historischen Ort in Berlin-Karlshorst feiert man den 8. Mai als Beginn des "Frieden(s) in Europa".

Umstritten ist die Bezeichnung "Tag der Befreiung" aus mehreren Gründen. Zunächst verschleiert die Rede von der "Befreiung" die kollektive (Mit-) Schuld der Deutschen an den Gräueln des NS. Die Täter erscheinen als zahlenmäßig unbedeutende, gesellschaftlich leicht auszuschließende Gruppe, von denen die Masse des deutschen Volkes mit Kriegsende befreit wurde.

Des weiteren erweckt die Bezeichnung "Tag der Befreiung" den Eindruck, dass sich die Deutschen durch den einmaligen Akt der Kapitulation von ihrer (schuldhaften) Vergangenheit befreit hätten. Dass dem Kriegsende ein langer, schmerzhafter Aufarbeitungsprozess folgte, der noch immer nicht abgeschlossen ist (und dem sich Viele verweigerten), kommt nicht in den Blick.

Einige Historiker geben zudem zu bedenken, dass es den Alliierten 1945 nicht um Befreiung der Deutschen von einer Diktatur sondern um militärische Besiegung des Deutschen Reiches ging.

Hubertus Knabe, Direktor der Gedenkstätte Hohenschönhausen, lehnt den Begriff "Tag der Befreiung" aus anderen Gründen ab. Zumindest für den östlichen Teil Deutschlands stellte der 8. Mai 1945 keine Befreiung dar, weil dort eine Diktatur die andere ablöste. Von einer umfassenden Befreiung Deutschlands könne demnach erst nach dem Ende der DDR 1989/90 die Rede sein, so Knabe 2005 in der Publikation "Tag der Befreiung? Das Kriegsende in Ostdeutschland".

Als griffige Kurzformel taugt die Bezeichnung "Tag der Befreiung" somit im deutschen Kontext nicht. Wer vom 8. Mai als "Tag der Befreiung" spricht, sollte die oben genannten Einschränkungen, Widersprüche und problematischen Nebenbedeutungen nicht verschweigen. Angemessener ist wohl die Rede vom "Tag der bedingungslosen Kapitulation" oder "Ende des Zweiten Weltkriegs in Europa".

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Re: Tag der Befreiung

Beitragvon Edelknabe » 14. Mai 2012, 18:04

dazu fällt mir nur ein interessierter, man kann auch ...aber auch alles wunderbar zerquatschen, zerrreden so das am ende kein schüler geschweige denn student noch weiß, was nun schwarz oder weiß, gut oder böse in der geschichte unseres ländle war. verstehst du, was ich damit ausdrücken will? dieser, dein westen wo du aufgewachsen bist war schon immer so ein übler "zerquatscherladen". dann übertrug man das auf den osten, nach 1989.

rainer-maria ich liebe dieses deutscheländle, bescheuert hoch drei aber irgendwie lebenswert. schon die ddr bestand aus extremen widersprüchen nur das blödes zeug gequatscht wurde, also daran erinnere ich mich nicht unbedingt.schwarz war schwarz und weiß war weiß.....und natürlich, grau war grau...ohne frage.
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Re: Tag der Befreiung

Beitragvon manudave » 14. Mai 2012, 19:18

Für mich ist das weiterhin der Tag der Befreiung. Ob sich manch einer dadurch gedemütigt fühlt oder nicht - ach Gott...
Einen Feiertag dafür MUSS es ja geben und dann ist es eben dieses Datum. Auch wenn tatsächlich im Westen kaum einer was mit dieser Wortfolge anfangen kann. Ich hab das selbst kürzlich bei einigen Lieferanten aus weiten Teilen Deutschlands beim Smalltalk getestet - tatsächlich konnte niemand was mit dem Datum anfangen.

Eigentlich traurig, aber ich vermute einfach, dass durch den kalten Krieg Feiertage im Osten niemals Feiertage im Westen sein durften - außer Weihnachten und Ostern... [flash]
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