Meine erste Düsseldorf-Reise 1987

Was dachte der DDR Bürger über den deutschen in der Bundesrepublik. Was hielt der Bundesdeutsche vom DDR Einwohner? Unterschiedliche Ansichten bestehen heute noch. Was drücken sie aus, was wird erwartet?

Meine erste Düsseldorf-Reise 1987

Beitragvon Volker Zottmann » 23. Mai 2012, 20:08

März 1987 !
Ich hatte es geschafft! Hatte nach 4 Wochen ungeduldigen Wartens meine Reisegenehmigung in Händen.

Überglücklich, nach nunmehr 33 Jahren spätabends mit dem “Mumienexpress” endlich wieder einmal Richtung Westen zu reisen, wenn auch nur 10 Tage und allein. Der Zug Richtung Westen hatte viele Namen. In den 50er Jahren war es der Heringszug, wegen des Schwarzhandels. Im Westen nannte man ihn dann bis zur Wende nur den Interzonen-Zug. Im Osten blieb es der Mumienexpress. Weil all die vielen Jahre zuvor ja nur alte Ost-Rentner reisen durften, eben respektlos die “Mumien” genannt.

Meine Tante Aenne wurde zu unserem Bedauern bis zuletzt im Unklaren gelassen, ob es mit meiner Reise klappt, denn am letzten Tag gab es keine Telefon-Verbindung mehr über das Fernamt (jedes Gespräch mußte angemeldet werden und es konnte bis zu 24 Stunden dauern bis man vermittelt wurde). Armes (Ost-)Deutschland!

Abends bin ich in Magdeburg mit 15.- Westmark (!), von der Staatsbank 1:1 getauscht, in den Zug geklettert. Hier wurden mindestens 8 Reisende, teils 10, in die Sechser-Abteile gepfercht. Ein freundlicher Reichsbahner (solche gab es früher) sagte noch, dass keiner meutern solle, denn alle, die in Oebisfelde noch im Gang stehen, müssten dort bei jedem Wetter mit ihrem Gepäck auf dem Bahnsteig ausharren. Da dort keiner 40 Minuten in Wind und Wetter zubringen wollte, ergaben wir uns der Enge. So brauchte im wahrsten Sinne des Wortes keiner zu frieren. Draußen nicht und erst recht nicht drinnen.

Spätestens nach Passieren von Oebisfelde hasste ich den Staat mehr denn je. Es ist ein Unterschied, ob man von Schikanen hört, oder sie selbst hautnah miterleben muss! Diese sture staatliche Willkür!

Überfallartig betrat ein ganzes “Prüfgremium” Uniformierter den Waggon. Zeitgleich wurde dieser von außen abgeschlossen!
Zwei, drei Leute prüften unsere Reisepapiere, einer war mit Pässen stempeln und Geldwechsel für westdeutsche Reisende beschäftigt.
Ein weiteres Geschwader widmete sich dem Waggon selbst. Wer bisher nicht wusste, wie viele Klappen und Öffnungen ein Reisezugwagen hat, der lernte es jetzt. Trittleitern wurden eigens zur Kontrolle in den Zug getragen. Die Kontrolleure stocherten sogar mit langen Eisenstangen in den Zwischendecken herum, suchten Republikflüchtlinge, arme Seelen ohne Pässe. Das geschah im ganzen langen Interzonenzug zeitgleich, in jedem Abteil. Denn deren Zeitfenster betrug ohne Zwischenfälle “nur” 40 Minuten.

Derzeit waren bestimmt im Zug 50 oder noch mehr Uniformierte beschäftigt, abgesehen vom eigentlichen Grenzpersonal. Das lief außen um die umstellten Wagen. Hundeführer scheuchten ihre abgerichteten Kampfmaschinen unter die Waggons, nichts wäre denen verborgen geblieben. Ich empfinde dafür auch heute nur Abscheu.

Zur reinen Freude der Wachmannschaften wurden Reisende aufs Übelste diskriminiert und unwürdigen Prozeduren unterzogen. Gepäckstücke wurden in der Enge vor den Augen der Mitreisenden durchwühlt. Zu meutern traute sich aber niemand, denn keiner wollte seine Reise bereits auf dem Bahnhof in Oebisfelde beenden. Eine fürchterlich gedrückte Stimmung breitete sich aus, man spürte förmlich die elektrische Ladung, die kurz vorm Zerbersten war. Durch dieses Prozedere diskreditierte sich der Staat selbst immer offensichtlicher. Tausende durften nun handverlesen reisen, und ein Jeder erzählte anschließend von unwürdigen Schikanen.
Jeder sah nun bei Ausfahrt unseres Zuges einen kilometerlangen Stacheldrahtkorridor durchs Niemandsland, durch den die Züge nach der Kontrolle im Schritttempo fuhren. Unmenschlich!

Von "unserem" Arbeiter- und Bauernstaat verbrochen! Das war der Ausgang aus dem “DDR-Gefängnis” der 17 Millionen!

Man spürte, wie der ganze Zug sich schlagartig aus den Federn hob. So viele Steine sind da gleichzeitig den Reisenden von den Herzen gepurzelt.

Uns regierte in den letzten Jahren eine gefährliche, vertrottelte alte Riege, die meisten borniert und nicht mehr lernfähig. Die lebten ihre Dummheit aus, ohne es zu merken. Doch noch schlimmer war, dass sich ein ganzes Volk solange hat demütigen lassen!

Freude und Traurigkeit hielten sich im Zug die Waage. Man war froh, nun endlich zu reisen und gleichzeitig betrübt, dass dies allein geschehen musste, dass die Familienangehörigen als Geiseln zurück bleiben mussten. Ich habe das bei allen meinen 4 Fahrten so empfunden.

Schon bei der ersten Reise kam mir Schillers “Bürgschaft” in den Sinn: “Ich lass den Freund dir als Bürgen, ihn magst du, entrinn ich, erwürgen …”

In Dortmund, meiner ersten Station angekommen, war ich zu einem Frühstück bei Frau P. eingeladen. Sie ist nach dem Tod ihres Mannes als Rentnerin mit seiner Urne übergesiedelt. Sie hatte es zuvor geschafft, ihren Werner, also die Urne, ewige Monate bis zur Ausreisegenehmigung in der Wohnung aufzubewahren …

In der selben Etage, direkt nebenan wohnte Witwe Jung, eine weitere Quedlinburgerin. Ihr Mann half über Jahre den P’s im Süderstädter Schrebergarten. Da sind dann nach dem Tod der Männer beide Frauen sinniger Weise gemeinsam übergesiedelt und waren nicht allein.

“Piepschen” freute sich nun mächtig, mich, ihren ehemaligen Nachbarn wieder zu sehen. Über was haben wir nur alles geschlabbert. Doch schon recht bald ging es weiter nach Duisburg und da stieg ich am Hauptbahnhofsvorplatz in die Straßenbahn U79 Richtung Düsseldorf.

In Wittlaer, dem ersten Düsseldorfer Vorort, stieg ich dann aus. Niemand kannte meine Ankunftszeit, so war ich mit mir und meinen Gedanken in den ersten Momenten dort ganz allein. Das war toll, das war wunderschön!

So etwa muss es gefühlsmäßig den Spätheimkehrern des letzten Krieges gegangen sein…

Ich stand da bestimmt eine Viertelstunde am Bahnsteig oberhalb von Wittlaer, mit Blick Richtung Duisburger Straße. Selbst ich als 36-Jähriger brauchte in dieser Situation eine gewisse Zeit, mich zu sammeln, meine Gefühle zu ordnen …

An mir zog meine kurze aber intensive Düsseldorfer Kinderzeit vorüber. Kaum begreifend, dass ich nun hier stehe, hier stehen darf!

Alles hier war immer noch so vertraut …

Nun lief ich ein paar hundert Meter weiter entlang der alten B 8 und schon stand ich in Kaiserswerth, Arnheimer Straße 146, im Grundstück genau rechts neben dem Diakonie-Heim “Haus Heimatfreude”.

Hier wohnte meine Tante Aenne, allein im Souterrain einer alten geklinkerten Bauhausvilla, direkt an die Rheinwiesen grenzend. Eine wunderschöne Wohnlage.
Was war das für ein Hallo, als ich bei ihr unvermittelt im Garten stand. Unbeschreiblich, solch freudige Momente gibt es nicht viele im Leben …

(Meine Tante starb am 12. April 2012, Sie wurde 100 Jahre, einen Monat und einen Tag)
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Re: Meine erste Düsseldorf-Reise 1987

Beitragvon augenzeuge » 23. Mai 2012, 21:20

Danke für diese Schilderung der Kontrollen der Bahnfahrt. Sie ist nicht nur für jene gut, die das nie erlebt haben.
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Re: Meine erste Düsseldorf-Reise 1987

Beitragvon rafimo » 23. Mai 2012, 22:01

erschütternde schilderung von den "reisemodalitäten".......sowas hab ich in der genauigkeit der schilderung bislang nicht gehört......

also ich hab das richtig verstanden...das war ein 6.mann.abteil, besetzt mit 8 oder auch 10 leuten...dann waren das noch ein paar leute der kontrollorgane drin und das ganze abteil wurde für die zeit der kontrolle auch noch abgeschlossen???????
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Re: Meine erste Düsseldorf-Reise 1987

Beitragvon Volker Zottmann » 23. Mai 2012, 22:34

Ja rafimo, so war es. Wir waren 8 Personen im Sechser-Abteil.
Aber ich schrieb , die Waggons wurden von außen abgeschlossen. Nicht die einzelnen Abteile. Wo Koffer geöffnet wurden, mussten die Leute der einen Sitzreihe in den Gang.
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Re: Meine erste Düsseldorf-Reise 1987

Beitragvon rafimo » 23. Mai 2012, 22:43

ahhh, ok, jetzt hab ich das verstanden...also alles was im gang war flog raus, bei wind und wetter auf den bahnsteig, der rest wurde in den wagons eingeschlossen und dann legten die mit ihrem prüfszenario los.......

westler sassen da sicher nicht im zug....
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Re: Meine erste Düsseldorf-Reise 1987

Beitragvon Volker Zottmann » 23. Mai 2012, 22:44

aber sicher doch. Die fuhren voller Begeisterung auch im Mumienexpress.
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Re: Meine erste Düsseldorf-Reise 1987

Beitragvon icke46 » 23. Mai 2012, 22:48

Aaalso - ich möchte da doch mal ein paar Worte verlieren zu der Schilderung von Volker Zottmann.

Für die, die es noch nicht wissen, bin gebürtiger Wessi und im näheren Grenzgebiet aufgewachsen - und auch bis Mitte der 70er aus familiären Gründen mit dem Interzonezug zwischen Berlin-Westdeutschland unterwegs gewesen, später dann auf der Autobahn - man steigert sich ja [wink]

Nur muss ich ehrlicherweise sagen, das ich bei den Bahnfahrten nie erlebt habe, das Leute in die Abteile gestopft wurden - möglicherweise war ich auch immer im falschen Zug [ich auch] ?

Der zweite Punkt, der mir an dem Text auffällt, ist der mit der Geldwechselei der Westdeutschen [mad] - musste man im Zug Geld wechseln, weil die DDR Sorge hatte, man könnte sonst seine Miete im Westen nicht bezahlen?

Ich will da dem User volker_zottmann nix vorwerfen - nur, diese Ungenauigkeiten tragen dazu bei, Geschichte zu verfälschen - so leid es mir tut [wink] .

Und was Positives zum Schluss: Bin im Juni zur Geburtstagsfeier meiner Schwester eingeladen - die in Oebisfelde stattfindet - Schwester lebt seit Jahr und Tag in Wolfsburg - nur um mal darzustellen, wie sehr sich die unnormale Situation in der Gegend mittlerweile normalisiert hat [wink]

Gruss

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Re: Meine erste Düsseldorf-Reise 1987

Beitragvon Volker Zottmann » 23. Mai 2012, 22:53

@Icke 46,

Ich muss Dir widersprechen. Wir wurden schon in Magdeburg in dem übervollen Zug von dem Bahner gebeten zusammenzurücken, um eben nicht in Oebisfelde auf den Bahnsteig zu müssen.
2. Es war im Zug bei Ein- und Ausreise immer ein Geldwechsler dabei, aber eben nur für die Westdeutschen.
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Re: Meine erste Düsseldorf-Reise 1987

Beitragvon rafimo » 23. Mai 2012, 22:55

Volker Zottmann hat geschrieben:aber sicher doch. Die fuhren voller Begeisterung auch im Mumienexpress.


was? das gibts ja nicht....na jedenfalls bestätigt das nunmehr vollends meine ansichten die ich damals so hatte...und noch mehr ie konsequenzen die ich dann daraus zog, damals...
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Re: Meine erste Düsseldorf-Reise 1987

Beitragvon icke46 » 23. Mai 2012, 23:02

Volker Zottmann hat geschrieben:@Icke 46,

Ich muss Dir widersprechen. Wir wurden schon in Magdeburg in dem übervollen Zug von dem Bahner gebeten zusammenzurücken, um eben nicht in Oebisfelde auf den Bahnsteig zu müssen.
2. Es war im Zug bei Ein- und Ausreise immer ein Geldwechsler dabei, aber eben nur für die Westdeutschen.


Zu 2. - dann kann das aber kein üblicher Interzonenzug gewesen sein - die Logik, warum ich als Wessi bei der Einfahrt von Westberlin her so rum tauschen und bei der Ausfahrt - die bei mir allerdings immer über Marienborn ging- wieder retour, erschliesst sich mir nich so ganz.

Sind aber möglicherweise Unklarheiten in der Definition - darüber müsste man dann reden [wink] .

Gruss

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Re: Meine erste Düsseldorf-Reise 1987

Beitragvon icke46 » 23. Mai 2012, 23:08

rafimo hat geschrieben:
Volker Zottmann hat geschrieben:aber sicher doch. Die fuhren voller Begeisterung auch im Mumienexpress.


was? das gibts ja nicht....na jedenfalls bestätigt das nunmehr vollends meine ansichten die ich damals so hatte...und noch mehr ie konsequenzen die ich dann daraus zog, damals...


Es ist wohl immer schön, wenn man seine Vorurteile bestätigt sieht - und wenn man nach der Bestätigung sucht, wird man sicher auch meistens fündig. Aber jeder, wie er mag.

Allerdings - da muss ich nun mal @huf zustimmend: Hilfreich für ein wirkliches Bild der Geschichte der deutschen Zweistaatlichkeit ist so etwas nicht.

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Re: Meine erste Düsseldorf-Reise 1987

Beitragvon augenzeuge » 24. Mai 2012, 07:34

icke46 hat geschrieben:
Volker Zottmann hat geschrieben:@Icke 46,

Ich muss Dir widersprechen. Wir wurden schon in Magdeburg in dem übervollen Zug von dem Bahner gebeten zusammenzurücken, um eben nicht in Oebisfelde auf den Bahnsteig zu müssen.
2. Es war im Zug bei Ein- und Ausreise immer ein Geldwechsler dabei, aber eben nur für die Westdeutschen.


Zu 2. - dann kann das aber kein üblicher Interzonenzug gewesen sein - die Logik, warum ich als Wessi bei der Einfahrt von Westberlin her so rum tauschen und bei der Ausfahrt - die bei mir allerdings immer über Marienborn ging- wieder retour, erschliesst sich mir nich so ganz.

Sind aber möglicherweise Unklarheiten in der Definition - darüber müsste man dann reden [wink] .

Gruss

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Icke, ihr redet von 2 völlig unterschiedlichen Zügen, bezeichnet sie aber beide als Interzonenzug!. Möglicherweise bist du mit dem Zug gefahren, der im Transit unterwegs ist. Der war oft leer. Kennst du den Zug, der die DDR-Städte abfuhr- Richtung Westen? Ich habe meinen Opa oft in diesen gesetzt und es sah oft so aus wie Volker schilderte.
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Re: Meine erste Düsseldorf-Reise 1987

Beitragvon Volker Zottmann » 24. Mai 2012, 08:10

Ich denke mit Augenzeuges Einwand hat sich das geklärt.
Logisch wäre auch für mich in dem Transitzug der Geldwechsler nicht.
Schön ist nur Ickes Haltung nicht: Statt nachfragen gleich alles als Geschichtsfälschung zu deklarieren.
Der Wechsler sprach auch beim Betreten der Abteile was von (sinngemäß) "Deutsche Staatsbank, wer möchte wechseln?" Im Übrigen benutzten den Zug auch andere (richtige) Ausländer. Die mussten auch, sofern sie nicht als Touristen zuvor in einer Meldestelle waren, ein Ausreisevisum in DM begleichen. Das kassierte der gute Mann auch.

Also lieber Icke, wir sind alt genug, uns ohne zu begeifern, sachlich zu unterhalten.
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Re: Meine erste Düsseldorf-Reise 1987

Beitragvon rafimo » 24. Mai 2012, 08:27

icke46 hat geschrieben:
rafimo hat geschrieben:
Volker Zottmann hat geschrieben:aber sicher doch. Die fuhren voller Begeisterung auch im Mumienexpress.


was? das gibts ja nicht....na jedenfalls bestätigt das nunmehr vollends meine ansichten die ich damals so hatte...und noch mehr ie konsequenzen die ich dann daraus zog, damals...


Es ist wohl immer schön, wenn man seine Vorurteile bestätigt sieht - und wenn man nach der Bestätigung sucht, wird man sicher auch meistens fündig. Aber jeder, wie er mag.

Allerdings - da muss ich nun mal @huf zustimmend: Hilfreich für ein wirkliches Bild der Geschichte der deutschen Zweistaatlichkeit ist so etwas nicht.

gruss

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sofern du alle ansichten und meinungen eines menschen pauschal als vorurteile definierst, dann gebe ich dir recht.
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Re: Meine erste Düsseldorf-Reise 1987

Beitragvon icke46 » 24. Mai 2012, 08:33

Also, begeifern würde ich das nun nicht gerade nennen - da kenne ich andere, die das besser können [wink] ,

Und Geschichtsfälschung würde ich keinem unterstellen - mich stören nur die bei manchen Berichten vorkommenden Vereinfachungen oder auch Flüchtigkeitsfehler, die man speziell in Presseberichten beobachten kann.

Was nun den Interzonenzug anbetrifft: Der, mit dem ich immer fuhr, hatte auf der Strecke die Haltepunkt Marienborn, Magdeburg, Griebnitzsee - wobei in Magdeburg Ein- und Ausstieg nur für DDR-Bürger möglich war. Von daher gehe ich mal davon aus, dass der Zug auch als "Mumienexpress" fungierte. Das Ganze sage ich auch nur unter Vorbehalt - es ist schon ein paar Tage her [wink] .

Gruss

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Re: Meine erste Düsseldorf-Reise 1987

Beitragvon Wosch » 24. Mai 2012, 08:44

Geht doch nicht etwa um die Suche nach dem Haar in der Suppe? Mich stören "Flüchtigkeitsfehler" egal von wem, nicht besonders. Hatten wir Alles schon mal, mit der Zeit gewöhnt man sich!! Wie war das mit den Korinthen??
Schönen Gruß aus Kassel. [hallo]
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Re: Meine erste Düsseldorf-Reise 1987

Beitragvon Luchs » 24. Mai 2012, 09:44

Die 6er Abteile, bei der Bundesbahn waren mit Einzelsitzen, Einzelrückenlehnen, Kopfpolstern mit Seitenpolstern für jeden Sitz und je einer Armlehne zwischen den Sitzen sowie je einer festen Armlehne am Ende jedes Endsitzes eingerichtet. Die Armlehnen zwischen den Sitzen konnten zwar hochgeklappt werden, fielen aber von allein wieder nach unten und schlossen nicht bündig mit den Rückenlehnen ab. Die Einzelsitze waren mit der Rückenlehne durch ein Scharnier verbunden und konnten in eine Liegestellung verschoben werden.

Bei der Reichsbahn waren die Abteile so aufgebaut, dass dort eine Sitzbank durchgängig fest eingebaut war mit lediglich einer Armlehne, die die 2 Rückenlehnen in der Mitte teilte und an den Enden der Sitzbänke je einer festen Armlehne. Die mittlere Armlehne konnte in die Rückenlehne so eingeklappt werden, dass sie bündig mit dieser abschloss. Die Kopfpolster waren durchgängig mit leicht angewinkelten Endstücken. Somit waren die Abteile tatsächlich für bis zu 8 Reisende ausgelegt.

Interzonenzüge waren die Züge zwischen Bundesgebiet und DDR-Gebiet. Die Züge, die die DDR durchfuhren, zwischen Bundesgebiet und Berlin (West) oder nach Polen, Tschechoslowakei oder weiter durch diese Länder waren Transitzüge. Häufig wurden die Transitzüge auch Interzonenzüge genannt.
Viele Grüße [hallo]
Micha
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Re: Meine erste Düsseldorf-Reise 1987

Beitragvon augenzeuge » 24. Mai 2012, 16:42

Vielleicht sollte man doch hier nachlesen: http://de.wikipedia.org/wiki/Transitzug

In Transitzügen durfte kein DDR Bürger ein- oder aussteigen!!

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Re: Meine erste Düsseldorf-Reise 1987

Beitragvon icke46 » 24. Mai 2012, 16:54

augenzeuge hat geschrieben:
In Transitzügen durfte kein DDR Bürger ein- oder aussteigen!!

AZ


Das ist in dieser Absolutheit aber auch nicht richtig: Wie es in dem Wikipedia-Artikel richtig steht, hatten die Transitzüge in Berlin als Start- und Endpunkt den Bahnhof Friedrichstraße, und dort sind durchaus DDR-Bürger zugestiegen, nachdem sie die Grenzkontrolle im Bahnhof passiert hatten.

Gruss

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Re: Meine erste Düsseldorf-Reise 1987

Beitragvon augenzeuge » 24. Mai 2012, 16:58

icke46 hat geschrieben:....und dort sind durchaus DDR-Bürger zugestiegen, nachdem sie die Grenzkontrolle im Bahnhof passiert hatten.

Gruss

icke


Natürlich hast du recht! Aber so viele durfte ja nicht passieren..... [wink]
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Re: Meine erste Düsseldorf-Reise 1987

Beitragvon icke46 » 24. Mai 2012, 17:03

Logisch - meistens Rentner [wink] - ich bin mir bei meinen Fahrten, die immer Friedrichstraße begannen - endeten (wegen dem optimalen Zugang zur Nord-Süd-S-Bahn, die mich zum Endpunkt brachte) immer ein bisschen vorgekommen, als wäre ich im Altersheim gelandet [grins] .

Schliesslich kam einem im seinerzeitigen Alter jeder über 30 schon wie ein Opa vor - und nu kommt man heute den jüngeren wohl auch so vor [laugh] .

Gruss

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Re: Meine erste Düsseldorf-Reise 1987

Beitragvon karnak » 24. Mai 2012, 17:05

Also wenn die Transitzüge das Selbe waren wie die Interzonenzüge muß ich Icke 49 rechtgeben.
Selbst Militärangehörige durften diese Züge benutzen wenn sie in Urlaub fuhren,zumindest in meiner Zeit,also von 1975 bis 1978.Man musste das nur beantragen und bekann dann einen speziellen Vermerk auf den Urlaubsschein und das auch ohne Probleme.
Die Fahrten in den Zügen waren bei den Soldaten auch sehr beliebt.Und es gab einen besonderen Grund dafür.Es wurden dort die leeren Biebüchsen der Wessis eingesammelt und damit und halben Colaflaschen Marke Ost und Holzwäscheklammer Marke Ost Bierkrüge gebastelt.Ich denke jeder der gedient hat kennt die Dinger.Unser Polit war dann immer auf der Jagd nach den Krügen weil er die westliche Reklame haste,die von den Krügen dann strahlten.Desweiteren kam es in manchen Gebieten der DDR zur Verknappung von Holzwäscheklammern so ähnlich wie die berühmten Stoffbandmaße zu bestimmten Zeiten in der DDR knapp werden konnten.
Klingt heute irgendwie völlig verrückt,aber so war das in der guten alten DDR.
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Re: Meine erste Düsseldorf-Reise 1987

Beitragvon icke46 » 24. Mai 2012, 17:18

Nun wollen wir nicht für totale Verwirrung sorgen: Wie uns der Augenzeuge klar gemacht hat, gab es einen Unterschied zwischen Transit- und Interzonenzügen. Ich muss zu meiner Schande gestehen, dass mir die zweite Zugart nie bewusst untergekommen ist, wenn ich den wikipedia-Eintrag aber so lese, scheinen Fahrten mit dem Zug auch eine gewisse Ähnlichkeit mit Abenteuerurlauben gehabt zu haben.

Und um noch auf die Bierdosen-Sammelei zurückzukommen: Ich habe wirklich gestaunt, was man für Kunstwerke aus leeren Bierdosen und Holzwäscheklammern zaubern konnte [wink] . Ein schönes Beispiel sieht man hier:

http://www.ddrmoped.de/forum/uploads/bi ... 12_big.jpg

Gruss

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Re: Meine erste Düsseldorf-Reise 1987

Beitragvon Wosch » 24. Mai 2012, 17:19

augenzeuge hat geschrieben:Vielleicht sollte man doch hier nachlesen: http://de.wikipedia.org/wiki/Transitzug

In Transitzügen durfte kein DDR Bürger ein- oder aussteigen!!

AZ



Auch keine von der Trapo, PKE und Zoll???Waren doch "DDR-Bürger", oder nicht? [peinlich]
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Re: Meine erste Düsseldorf-Reise 1987

Beitragvon karnak » 24. Mai 2012, 17:38

lies mal was ich dazu geschrieben habe,Wosch.Und dafür lege ich meine Hand ins Feuer,was die Wahrheit angeht,denn ich bin in jedem Urlaub in so einem Zug gefahren.
" Denn sie hassen am Andersdenkenden nicht nur die andere Meinung, zu der er sich bekennt,sondern auch die Vermessenheit, selbst urteilen zu wollen. Was sie ja doch selbst nie unternehmen und im Stillen sich dessen bewusst sind."
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Re: Meine erste Düsseldorf-Reise 1987

Beitragvon augenzeuge » 24. Mai 2012, 17:47

Während des Transit durften sich DDR-Bürger mit ihren Verwandten nicht treffen, schon gar keine Geschenke übergeben. Ist sicher bekannt. Wenn ich nun lese, was hier auf der Schiene möglich gewesen sein soll, dann wäre der Zug ja ne Einladung dafür gewesen. Was hätte man denen alles mitbringen können..... [flash]
Glaub ich also so nicht.
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Re: Meine erste Düsseldorf-Reise 1987

Beitragvon karnak » 24. Mai 2012, 17:52

Also wie gesagt,wenn Transit und Interzonenzüge das selbe waren, kannst Du mir das glauben,ich bin jeden Urlaub mit so einem Zug gefahren.Und diverse Soldaten auch, weil die von mir geschilderten Bierkrüge in Mengen auf der Kompanie hergestellt wurden.
Ansonsten muß es hier doch noch jemanden anderen geben der das bestätigen kann.
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Re: Meine erste Düsseldorf-Reise 1987

Beitragvon Sirius » 24. Mai 2012, 17:56

karnak hat geschrieben:Selbst Militärangehörige durften diese Züge benutzen wenn sie in Urlaub fuhren,zumindest in meiner Zeit,also von 1975 bis 1978.Man musste das nur beantragen und bekann dann einen speziellen Vermerk auf den Urlaubsschein und das auch ohne Probleme.


karnak hat geschrieben:Ansonsten muß es hier doch noch jemanden anderen geben der das bestätigen kann.


Damit löst sich für mich auch ein Rätsel auf. In dem von AZ verlinkten Wiki-Artikel steht nämlich, dass die Transit-Züge nur von "Angehörigen einer Passkontrolleinheit des Ministeriums für Staatssicherheit und Transportpolizei begleitet" wurden. Transportpolizei hatte blaue Uniformen und PKE graue Uniformen bzw. im Sommer nur hellblaue Hemden. Nun habe ich es allerdings auch selbst erlebt, dass in einem Transitzug zwischen Gerstungen und Griebnitzsee auch welche mit braunen/grünen Feld-Uniformen mitfuhren. Da die ständig durch die Gänge liefen, bin ich bisher davon ausgegangen, das das Grenztruppenangehörige waren, die zum Personal gehörten. Jetzt ist klar, dass das nicht so war und die deshalb in dem Wiki-Artikel auch nicht erwähnt wurden.
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Re: Meine erste Düsseldorf-Reise 1987

Beitragvon augenzeuge » 24. Mai 2012, 17:57

karnak hat geschrieben:Also wie gesagt,wenn Transit und Interzonenzüge das selbe waren, kannst Du mir das glauben,ich bin jeden Urlaub mit so einem Zug gefahren.Und diverse Soldaten auch, weil die von mir geschilderten Bierkrüge in Mengen auf der Kompanie hergestellt wurden.
Ansonsten muß es hier doch noch jemanden anderen geben der das bestätigen kann.


Karnak, hast du wiki gelesen?

Zitat:"In späteren Jahren wurde zwischen Transitzügen und den eigentlichen Interzonenzügen unterschieden. Erstgenannte dienten in erster Linie dem Transitverkehr nach West-Berlin; die eigentlichen Interzonenzüge bedienten dagegen eine Reihe von Orten in der DDR, meist auch für den DDR-Binnenverkehr."
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Re: Meine erste Düsseldorf-Reise 1987

Beitragvon karnak » 24. Mai 2012, 18:02

Das heist also Transitzüge fuhren durch,hielten nicht auf dem Gebiet der DDR,dann konnte natürlich auch kein DDR-Bürger einsteigen.Dann bin ich also mit Interzonenzügen gefahren,die in der DDR halt machten in dem aber dann BRD und DDR Bürger gemischt gefahren sind,sonst hätten ja die Biebüchsen nicht in den Zug gelangen können.Und das die dort in Mengen herumlagen weiss ich genau.
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