25 Jahre deutsch/deutsche Städtepartnerschaft

Was dachte der DDR Bürger über den deutschen in der Bundesrepublik. Was hielt der Bundesdeutsche vom DDR Einwohner? Unterschiedliche Ansichten bestehen heute noch. Was drücken sie aus, was wird erwartet?

25 Jahre deutsch/deutsche Städtepartnerschaft

Beitragvon augenzeuge » 9. Juni 2011, 16:08

Das brandenburgische Lübben und das saarländische Neunkirchen (Geburtsort Honeckers) schauen in diesem Jahr auf eine 25-jährige Städtepartnerschaft zurück. Diese war nach langen Verhandlungen im Jahr 1986 - noch zu Zeiten zweier deutscher Staaten - geschlossen worden. Es war eine der ersten deutsch-deutschen Partnerschaften, und die DDR-Staatssicherheit war damals immer mit dabei. Das belegen rekonstruierte Dokumente, die am Donnerstag beim Antrittsbesuch des Stasi-Unterlagenbeauftragten Roland Jahn in der Außenstelle Frankfurt (Oder) präsentiert wurden.

'Vom Frühstück über das Mittagessen bis zu Stadtrundfahrten wurden seinerzeit beide Delegationen mit sämtlichen Personen überwacht', sagt Außenstellenleiter Rüdiger Sielaff. Städtepartnerschaften seien in den Augen von Stasi-Chef Erich Mielke etwas Furchtbares gewesen, da sei alles kontrolliert worden. Das MfS sei bis ins Kleinste über alle Einzelheiten informiert gewesen, es gebe beispielsweise detaillierte Berichte über beide Bürgermeister. 'Diese finstere Seite der Städtepartnerschaften darf nicht vergessen werden.'

Das Beispiel zeige, dass die Stasi-Vergangenheit nicht nur ein ostdeutsches, sondern ein Ost-West-Thema sei, sagt Jahn. Überhaupt gehe es seiner Behörde nicht allein um die Enttarnung von Inoffiziellen Mitarbeitern. Vielmehr solle gezeigt werden, wie Diktatur funktioniert hat und was sie bedeutete. 'Wir verstehen uns als Schule der Demokratie', betont er.
http://www.ad-hoc-news.de/das-mfs-war-b ... s/22207898
AZ

P.S. Am 25. April 1986 wurde die erste deutsch-deutsche Städtepartnerschaft aufgenommen, und zwar zwischen Saarlouis und Eisenhüttenstadt.
Freiheit ist ein Gut, das durch Gebrauch wächst und durch Nichtgebrauch dahinschwindet. Keiner darf für sich den Besitz der Wahrheit beanspruchen, sonst wäre er unfähig zu Kompromiß und überhaupt zu Zusammenleben.
R. v. Weizsäcker
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