Gleiche Sprache, aber unterschiedliche Ausdrücke

Was dachte der DDR Bürger über den deutschen in der Bundesrepublik. Was hielt der Bundesdeutsche vom DDR Einwohner? Unterschiedliche Ansichten bestehen heute noch. Was drücken sie aus, was wird erwartet?

Re: Gleiche Sprache, aber unterschiedliche Ausdrücke

Beitragvon Kumpel » 20. September 2020, 09:25

Das ist schon eine seltsame Diskussion. Von DDR Fachsprache zu DDR Wortschöpfungen zu gleiche Sprache , aber unterschiedliche Ausdrücke.
Da schmurgelt der Ossi in seinem eigenen Saft.
Die tatsächlichen zum Teil erheblichen Unterschiede nach 40 Jahre real Existierendem liegen bis heute in der unterschiedlichen Kommunikation.
Ich denke mal ein nicht allzu kleiner Anteil der Wutbürger generiert sich aus diesem Sachverhalt.
'' Es war von vorn bis hinten zum Kotzen, aber wir haben uns prächtig amüsiert.''
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Re: Gleiche Sprache, aber unterschiedliche Ausdrücke

Beitragvon pentium » 20. September 2020, 09:29

augenzeuge hat geschrieben:
Edelknabe hat geschrieben:Eher wohl Bauarbeiter aus der sächsischen Ecke. Welcher Sachse zog denn zu Sozialismuszeiten nach Berlin...

Rainer Maria

Frag mal Nostalgiker.

AZ


War der Nostalgiker etwa Bauarbeiter? Jedenfalls kann ich mich erinnern, das diese Bauarbeiter aus den südlichen Bezirken der DDR in den Wende-Wirren, die Baustellen in Berlin verließen um in der Heimat weiter zu bauen....
*Dos Rauschen in Wald hot mir'sch ageta, deß ich mei Haamit net loßen ka!* *Zieht aah dorch onnern Arzgebirg der Grenzgrobn wie ene Kett, der Grenzgrobn taalt de Länder ei, ober onnere Herzen net!* *Waar sei Volk verläßt, daar is net wert, deß'r rümlaaft of daaner Erd!*
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Re: Gleiche Sprache, aber unterschiedliche Ausdrücke

Beitragvon augenzeuge » 20. September 2020, 11:02

pentium hat geschrieben:
augenzeuge hat geschrieben:
Edelknabe hat geschrieben:Eher wohl Bauarbeiter aus der sächsischen Ecke. Welcher Sachse zog denn zu Sozialismuszeiten nach Berlin...

Rainer Maria

Frag mal Nostalgiker.

AZ


War der Nostalgiker etwa Bauarbeiter? Jedenfalls kann ich mich erinnern, das diese Bauarbeiter aus den südlichen Bezirken der DDR in den Wende-Wirren, die Baustellen in Berlin verließen um in der Heimat weiter zu bauen....


Das hast du wie auch Nosti nicht begriffen. Ob er Sachse oder Bauarbeiter war, interessiert nicht.
Ich meinte, dass jemand, der wie Nosti tätig war, es besser wissen muss als Edelknabe (seine Aussage einfach falsch ist) , dass viele Sachsen nach Berlin gezogen sind. Manche sogar nach Berlin ziehen mussten (kenne welche).

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Re: Gleiche Sprache, aber unterschiedliche Ausdrücke

Beitragvon pentium » 20. September 2020, 11:08

augenzeuge hat geschrieben:
Das hast du wie auch Nosti nicht begriffen. Ob er Sachse oder Bauarbeiter war, interessiert nicht.
Ich meinte, dass jemand, der wie Nosti tätig war, es besser wissen muss als Edelknabe (seine Aussage einfach falsch ist) , dass viele Sachsen nach Berlin gezogen sind. Manche sogar nach Berlin ziehen mussten (kenne welche).

AZ


Es sind doch nicht nur Sachsen nach Berlin gezogen. Abgesehen davon gab es ein offizielles Sachsen damals in der DDR nicht, es gab die drei Bezirke, die älteren werden sich daran erinnern, ja viele mussten aus beruflichen Gründen nach Berlin ziehen....
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Re: Gleiche Sprache, aber unterschiedliche Ausdrücke

Beitragvon augenzeuge » 20. September 2020, 11:12

Richtig!

Edelknabes Aussage entstammt der Ahnungslosigkeit.

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Re: Gleiche Sprache, aber unterschiedliche Ausdrücke

Beitragvon pentium » 20. September 2020, 11:26

augenzeuge hat geschrieben:Richtig!

Edelknabes Aussage entstammt der Ahnungslosigkeit.

AZ


Wie kamen wir eigentlich zu diesen sächsischen Bauarbeitern...und wie kommen wir wieder zum eigentlichen Thema?
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Re: Gleiche Sprache, aber unterschiedliche Ausdrücke

Beitragvon Edelknabe » 20. September 2020, 11:29

Der war gut Jörg, "der war wirklich gut." Die sprichwörtlich große Fresse der Berliner ist wahrscheinlich auch nur ein Märchen.Der Sachse laut, so uns Karnk, der war genauso gut. Besser mal eigene Potsdamer Nase fassen.

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Re: Gleiche Sprache, aber unterschiedliche Ausdrücke

Beitragvon Nostalgiker » 20. September 2020, 11:41

Augenzeuge du irrst mal wieder gewaltig.
Ich "mußte" nicht, ich wollte nach Berlin ziehen um dort zu wohnen und zu arbeiten.
Das ist der kleine aber wesentliche Unterschied zu deinem Orakeln welche sich aus Vermutungen speisen.

Außerdem gibt es Regional für ein sprachliches Wort unterschiedlichste Ausdrücke.
In einer Region sind Brötchen Brötchen anderswo aber Semmeln.
So könnte man viele Ausdrücke aufzählen.

In Berlin heißt übrigen Schweinegehaktes als Ausdruck 'Hackepeter' aber die Lebensmittelkonzerne welche die die Supermärkte betreiben und in NRW ihren Firmensitz haben wollen partout dass das "Mett" heißt ......
Was soll das?
Ich nehme zur Kenntnis, das ich einer Generation angehöre, deren Hoffnungen zusammengebrochen sind.
Aber damit sind diese Hoffnungen nicht erledigt. Stefan Hermlin

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Re: Gleiche Sprache, aber unterschiedliche Ausdrücke

Beitragvon Werner Thal » 20. September 2020, 11:44

Auch aus anderen Landesteilen der „Provinz“ wurden Bauarbeiter in die „Hauptstadt der DDR“ beordert
(verpflichtet) um dort neue Wohnsiedlungen wie z. B. Hochenschönhausen „hochzuziehen“ und
übergabereif herzurichten. Also nichts mit Zuzug, es waren eher Berufspendler, aber diese Bezeichnung
war noch in den 70er/80er Jahren weitgehend unbekannt.

P.S.: auch hier, im „hohen Norden“ ist der Bergriff „Mett mit Zwiebeln“ üblich, nicht „Hackepeter“

W. T.
Zuletzt geändert von Werner Thal am 20. September 2020, 11:48, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Gleiche Sprache, aber unterschiedliche Ausdrücke

Beitragvon Kumpel » 20. September 2020, 11:45

Mett und Hackfleisch sind zwei unterschiedliche Dinge Nosti und Lebensmittelhersteller umgehen gerne konkreten Bezeichnungen um diverse Zusätze oder billige Ersatzstoffe unter mischen zu können.
Eis mit Vanillegeschmack muss demnach 0 Prozent Vanille enthalten.
Zuletzt geändert von Kumpel am 20. September 2020, 11:50, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Gleiche Sprache, aber unterschiedliche Ausdrücke

Beitragvon pentium » 20. September 2020, 11:49

Mett, auch Hackepeter oder Thüringer Mett, ist durchgedrehtes oder gehacktes gewürztes Schweinefleisch, das roh als Brotaufstrich gegessen wird.
Erklärt uns Wiki
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Re: Gleiche Sprache, aber unterschiedliche Ausdrücke

Beitragvon pentium » 20. September 2020, 11:51

Laut dem Duden ist Mett Hackfleisch vom Schwein, das bereits gewürzt verkauft wird. Der Duden gibt auch die Verzehrform vor: Das Fleisch wird roh gegessen. Im Gegensatz dazu kann Hackfleisch auch aus Rinder-, Lamm- oder gemischtem Fleisch sein.
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Re: Gleiche Sprache, aber unterschiedliche Ausdrücke

Beitragvon Kumpel » 20. September 2020, 11:53

''Laut dem Duden ist Mett Hackfleisch vom Schwein, das bereits gewürzt verkauft wird. Der Duden gibt auch die Verzehrform vor: Das Fleisch wird roh gegessen. Im Gegensatz dazu kann Hackfleisch auch aus Rinder-, Lamm- oder gemischtem Fleisch sein.''

Pentium hat schneller gegoogelt. [super]
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Re: Gleiche Sprache, aber unterschiedliche Ausdrücke

Beitragvon pentium » 20. September 2020, 12:02

Kumpel hat geschrieben:''Laut dem Duden ist Mett Hackfleisch vom Schwein, das bereits gewürzt verkauft wird. Der Duden gibt auch die Verzehrform vor: Das Fleisch wird roh gegessen. Im Gegensatz dazu kann Hackfleisch auch aus Rinder-, Lamm- oder gemischtem Fleisch sein.''

Pentium hat schneller gegoogelt. [super]


Kleine Entschädigung und ein neuer Begriff


Hackepeterbrötchen...
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Re: Gleiche Sprache, aber unterschiedliche Ausdrücke

Beitragvon Kumpel » 20. September 2020, 12:07

Ach ja , wie recht der hat. [frown]
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Re: Gleiche Sprache, aber unterschiedliche Ausdrücke

Beitragvon Volker Zottmann » 20. September 2020, 12:08

Ach die verschiedenen Bezeichnungen:
Hier im Ostharz hieß das Mett immer nur Gehacktes. Also Rindergehacktes, oder Schweinegehacktes oder Halbundhalb. Etwas weiter östlich im Mansfeldischen ist das Schweinegehacktes mit Zwiebeln dann ein Gnätzchen.
Hier gab es früher, zu meiner Kindheit, die Mettwurst, dann wurde sie etwas feiner und hieß fortan nur noch Teewurst, obwohl da nie Tee drinnen war.
In Naturdarm gestopftes Mett (Gehacktes) und dann geräuchert, heißt hier immer schon Bratwurst. Obwohl die nie gebraten wurde.
Dafür wäre der Name geräucherte Mettwurst eigentlich die korrekte Bezeichnung.
Bei den angebotenen Grillwürsten wird es noch komplizierter. Da verhaspeln sich Fremde automatisch. Beim Fleischer geht es dann nur nit Finger drauf zeigen.

Gruß Volker
Zuletzt geändert von Volker Zottmann am 20. September 2020, 12:10, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Gleiche Sprache, aber unterschiedliche Ausdrücke

Beitragvon Nostalgiker » 20. September 2020, 12:09

Lang, lang ist es her da galten noch regionale Unterschiede in der Bezeichnung.

Beim Fleischer wurde Hackepeter verkauft und auch 'gewürztes' Hackepeter; beides vom Schwein.
Rindfleisch hieß Schabefleisch, zum Rohverzehr und Rinderhack hieß Rinderhack und nicht Hackepeter oder Hackfleisch.

Und nun könnt ihr raten welche Region ich meine .....
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Re: Gleiche Sprache, aber unterschiedliche Ausdrücke

Beitragvon Volker Zottmann » 20. September 2020, 12:14

NÖ! Dann heißt es wieder wir spionierten Dir hinterher... Will ich aber nicht.
Frag doch mal den @andr.k, der weiß das sicher. [laugh]

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Re: Gleiche Sprache, aber unterschiedliche Ausdrücke

Beitragvon Nostalgiker » 20. September 2020, 12:18

Ach der zänkische alte Mann macht einen auf Mimose ......
Ich nehme zur Kenntnis, das ich einer Generation angehöre, deren Hoffnungen zusammengebrochen sind.
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Re: Gleiche Sprache, aber unterschiedliche Ausdrücke

Beitragvon Volker Zottmann » 20. September 2020, 12:32

Nostalgiker hat geschrieben:Ach der zänkische alte Mann macht einen auf Mimose ......

Nein Nostalgiker, der hat einfach nur Spaß, sicher etwas, was Du Dir nicht vorstellen kannst. [grins]

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Re: Gleiche Sprache, aber unterschiedliche Ausdrücke

Beitragvon augenzeuge » 20. September 2020, 12:44

Nostalgiker hat geschrieben:Augenzeuge du irrst mal wieder gewaltig.
Ich "mußte" nicht, ich wollte nach Berlin ziehen um dort zu wohnen und zu arbeiten.
Das ist der kleine aber wesentliche Unterschied zu deinem Orakeln welche sich aus Vermutungen speisen.


Wer irrt ist klar. Immer der, der die Schrift falsch deutet. [flash]

Das Du musstest steht nirgends.

Sei nicht so aufgeregt, sonst sorgt der Donnergott für Blähungen. [laugh]

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Re: Gleiche Sprache, aber unterschiedliche Ausdrücke

Beitragvon pentium » 20. September 2020, 12:50

augenzeuge hat geschrieben:
Nostalgiker hat geschrieben:Augenzeuge du irrst mal wieder gewaltig.
Ich "mußte" nicht, ich wollte nach Berlin ziehen um dort zu wohnen und zu arbeiten.
Das ist der kleine aber wesentliche Unterschied zu deinem Orakeln welche sich aus Vermutungen speisen.


Wer irrt ist klar. Immer der, der die Schrift falsch deutet. [flash]

Das Du musstest steht nirgends.

Sei nicht so aufgeregt, sonst sorgt der Donnergott für Blähungen. [laugh]

AZ


Im sächsischen Taufgelöbnis des 8. Jahrhunderts, einer Abschwörungsformel vom tradierten paganen Glauben, wird Donar in angelsächsischer Transkription als Thunaer zusammen mit anderen Göttern erwähnt.

„[…] end ec forsacho […] Thunaer ende Uuoden ende Saxnote ende allum them unholdum“

„[…] und ich entsage […] [dem] Donar und Woden und Saxnot und allen Unholden.“

– Sächsisches Taufgelöbnis, Capitularia regum Francorum, Monumenta Germaniae Historica

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Re: Gleiche Sprache, aber unterschiedliche Ausdrücke

Beitragvon Nostalgiker » 20. September 2020, 12:51

Volker Zottmann hat geschrieben:
Nostalgiker hat geschrieben:Ach der zänkische alte Mann macht einen auf Mimose ......

Nein Nostalgiker, der hat einfach nur Spaß, sicher etwas, was Du Dir nicht vorstellen kannst. [grins]

Gruß Volker


Seltsame Auffassung von Spass
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Re: Gleiche Sprache, aber unterschiedliche Ausdrücke

Beitragvon Nostalgiker » 20. September 2020, 12:53

Volker Zottmann hat geschrieben:
Nostalgiker hat geschrieben:Ach der zänkische alte Mann macht einen auf Mimose ......

Nein Nostalgiker, der hat einfach nur Spaß, sicher etwas, was Du Dir nicht vorstellen kannst. [grins]

Gruß Volker


Seltsame Auffassung von Spass
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Re: Gleiche Sprache, aber unterschiedliche Ausdrücke

Beitragvon augenzeuge » 20. September 2020, 14:51

In Sachsen Anhalt gibt es eine Bratwurst, die eigentlich ne Mettwurst mit Kümmelgewürz ist.

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Re: Gleiche Sprache, aber unterschiedliche Ausdrücke

Beitragvon icke46 » 20. September 2020, 15:10

Was wohl gelegntlich immer noch für Verwirrungen sorgt, ist das berühmte Jägerschnitzel [grins] - unter dem Namen versteht man in West und Ost unterschiedliche Gerichte.
Auf dem Rückweg von Beelitz hatte ich verspätungsbedingt eine Stunde Aufenthalt in Roßlau (Stadtteil von Dessau). In der dortigen Bahnhofskneipe hatten sie tatsächlich das
Jägerschnitzel mit Nudeln und Tomatensosse. Leider hatte ich in Beelitz schon gut gegessen, sonst wäre ich wohl schwach geworden.

So wurden es nur 2 Ur-Krostitzer, hatte ich erstaunlicherweise auch noch nie getrunken - sehr lecker. Und eben, wie gesagt, eine Bahnhofskneipe, kein McDoof oder WürgerKing,
die sich ja heutzutage fast in jedem Bahnhof breit machen....
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Re: Gleiche Sprache, aber unterschiedliche Ausdrücke

Beitragvon Volker Zottmann » 20. September 2020, 15:39

augenzeuge hat geschrieben:In Sachsen Anhalt gibt es eine Bratwurst, die eigentlich ne Mettwurst mit Kümmelgewürz ist.

AZ

Die meine ich ja.
Gibts auch mit Senfkörnern oder Knoblauch, immer schön geräuchert. Schmeckt frisch und abgehangen.

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Re: Gleiche Sprache, aber unterschiedliche Ausdrücke

Beitragvon Werner Thal » 20. September 2020, 15:52

icke46 hat geschrieben:Was wohl gelegntlich immer noch für Verwirrungen sorgt, ist das berühmte Jägerschnitzel [grins] - unter dem Namen versteht man in West und Ost unterschiedliche Gerichte.
Auf dem Rückweg von Beelitz hatte ich verspätungsbedingt eine Stunde Aufenthalt in Roßlau (Stadtteil von Dessau). In der dortigen Bahnhofskneipe hatten sie tatsächlich das
Jägerschnitzel mit Nudeln und Tomatensosse. Leider hatte ich in Beelitz schon gut gegessen, sonst wäre ich wohl schwach geworden.

So wurden es nur 2 Ur-Krostitzer, hatte ich erstaunlicherweise auch noch nie getrunken - sehr lecker. Und eben, wie gesagt, eine Bahnhofskneipe, kein McDoof oder WürgerKing,
die sich ja heutzutage fast in jedem Bahnhof breit machen....


Jägerschnitzel im „ Nordosten der Republik“ verstand sich tatsächlich als Basis für gebratene Jagdwurstscheiben,
garniert mit fantasievoller Beilage wie Nudeln und Tomatensoße. Für Kinder soll es auch gut geschmeckt haben. [wink]

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