Dresden, die Zerstörung der Stadt am 13/14. Februar 1945

Nationalsozialismus und Zweiter Weltkrieg (1933–1945)

Re: Dresden, die Zerstörung der Stadt am 13/14. Februar 1945

Beitragvon augenzeuge » 29. Juni 2016, 18:55

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Re: Dresden, die Zerstörung der Stadt am 13/14. Februar 1945

Beitragvon pentium » 29. Juni 2016, 19:08

Auch interessant zu den Tieffliegern:

Folgendes ist bemerkenswert: als durch den VEB Brockhaus Verlag Leipzig 1982 auf Weisung des Zentralkomitees der SED aus Anlass des 90. Geburtstages Seydewitz’ dessen Dresden-Buch unter dem Titel "Die unbesiegbare Stadt" aktualisiert neu herausgegeben wurde, waren sämtliche Aussagen über Tiefangriffe alliierter Begleitjäger aus dem Verlagsmanuskript gestrichen und im Druck weggelassen.[23] Der Grund hierfür war eine gutachterliche Äußerung des bekannten DDR-Luftkriegshistorikers Olaf Groehler vom Zentralinstitut für Geschichte bei der Akademie der Wissenschaften gegen die Existenz von Tiefangriffen.[24]

https://www.historicum.net/themen/bombe ... n_Dresden/

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Re: Dresden, die Zerstörung der Stadt am 13/14. Februar 1945

Beitragvon pentium » 29. Juni 2016, 19:35

Die Zerstörung der Frauenkirche

Nach den drei Luftangriffen auf Dresden durch Bomber der britischen RAF und der amerikanischen USAAF am 13. und 14. Februar 1945 brannte die Frauenkirche vollständig aus. Einige Fenster waren zugemauert worden, die anderen wurden durch am Neumarkt einschlagende Sprengbomben beschädigt oder platzten durch die extreme Hitze. Die Frauenkirche war dem Feuersturm schutzlos ausgesetzt, der im Stadtzentrum mit einer Brandhitze von bis zu 1200 Grad Celsius am stärksten wütete.

In den Kellern der Kirche war ein Filmarchiv der Luftwaffe untergebracht. Die Filme bestanden damals aus Zelluloid, das leicht brennbar ist und dabei enorme Hitze erzeugt. Da einige der Filme jedoch bei der archäologischen Trümmerberäumung im Vorfeld des Wiederaufbaus fast unversehrt geborgen werden konnten, geht man nach sorgfältiger Untersuchung heute davon aus, dass diese Filme nicht zur Entwicklung der Brandhitze und damit zum Einsturz des Gebäudes beigetragen haben. Der Hauptgrund dafür war der mit viel Holz ausgestattete Innenraum, der nach dem Schmelzen der Fenster dem Feuer reichlich Nahrung bot. Auch kann Sandstein nicht so große Hitze aushalten wie Hartstein, wie er beispielsweise in der Kreuz- und der Hofkirche eingesetzt ist. Er dehnte sich aus, bis er schließlich Risse bekam und platzte, womit seine Stabilität verloren ging.

Nach dem Großangriff auf die Stadt stand am Neumarkt kein Haus mehr. Das Martin-Luther-Denkmal vor der Kirche wurde schwer beschädigt. Lange nach dem Angriff brannte die Frauenkirche immer noch, während die Kuppel über den Ruinen thronte. Am 15. Februar um 10 Uhr morgens konnten die ausgeglühten Innenpfeiler schließlich die Last der gewaltigen Gewölbekonstruktion mit der steinernen Kuppel nicht mehr tragen. Aufgrund der Position der nach dem Einsturz noch stehenden Teile, der Umfassungsmauern des Chors bis zum Hauptgesims und der nordwestlichen Ecke, ist davon auszugehen, dass einer der Pfeiler der Südwestecke infolge Materialermüdung in sich zusammenbrach. Die gesamte Last des Gebäudes fiel schlagartig auf die Südwestseite, was weitere Pfeiler zum Einsturz brachte. Unter dem gewaltigen Druck der Kuppel wurden die massiven Außenmauern auseinandergesprengt, das Gebäude fiel mit einem dumpfen Knall in sich zusammen. Eine riesige, schwarze Rauchwolke stieg über der Stadt auf. Dieses Ereignis übertraf in seiner Symbolkraft für viele Dresdner die vorangegangenen Zerstörungen noch; für sie war die letzte Hoffnung, wenigstens etwas vom alten Dresden erhalten zu können, zerstört. Ein riesiger Trümmerberg lag da, wo einmal die Kirche war. Der von Johann Christian Feige geschaffene Altar wurde vor der Zerstörung bewahrt, da herabtropfendes Zinn der schmelzenden Silbermann-Orgel, die völlig zerstört wurde, ihn konservierte und herabstürzende Holzteile der Orgel die Wucht der fallenden Kuppeltrümmer abmilderte.

quelle: Wiki

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Re: Dresden, die Zerstörung der Stadt am 13/14. Februar 1945

Beitragvon Rei » 29. Juni 2016, 21:39

augenzeuge hat geschrieben:Fleischer...gebraucht ab 7,70 EUR. [grins]
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Sorry,habe das "s" vergessen
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Re: Dresden, die Zerstörung der Stadt am 13/14. Februar 1945

Beitragvon pentium » 7. Februar 2017, 17:08

Die Einweihung des Kunstprojektes "Monument" an der Dresdner Frauenkirche ist am Dienstag von heftigen Protesten begleitet worden. Nach Angaben der Polizei störten etwa 60 Gegner des Kunstprojekts die Eröffnungsreden mit lauten Buhrufen und Parolen wie "Haut ab" oder "Schande". Gleichzeitig hatten sich auf dem Platz auch Menschen versammelt, die das Kunstwerk unterstützen.

http://www.mdr.de/sachsen/dresden/strei ... n-100.html

Die Szenen ereigneten sich unmittelbar vor und nach der Pegida-Demonstration auf dem Schlossplatz. Dort versammelten sich laut der Forschungsgruppe "Durchgezählt" bis zu 1.900 Menschen. Während seiner Rede sagte Pegida-Frontmann Siegfried Däbritz, der Neumarkt sei nun bis April ein Schrottplatz. Er warf Dresdens Oberbürgermeister Dirk Hilbert vor, die "Gedenkkultur der Dresdner" zum 13. Februar zerstören zu wollen. Auch für die offizielle Einweihung riefen die Gegner der Installation zu Protesten auf. Ein Flugblatt mit der Aufschrift "Wehrt euch gegen diese Provokation" wurde bei der Pegida-Kundgebung verteilt und ist bei Facebook zu finden.
Der Iniator des Syrien-Kunstwerks, Manaf Halbouni, wurde in Damaskus geboren, lebt jedoch seit 2008 in Dresden und hat an der Dresdner Hochschule für Bildende Künste Bildhauerei studiert.

https://www.tag24.de/nachrichten/dresde ... eit-213296

Schrott-Busse als Kunstobjekt und als Erinnerung an das Leid der Zivilbevölkerung in Aleppo? Und wo ist der Zusammenhang mit Dresden? Wer bezahlt eigentlich dieses Kunstobjekt?

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Re: Dresden, die Zerstörung der Stadt am 13/14. Februar 1945

Beitragvon Volker Zottmann » 7. Februar 2017, 17:36

@Pentium, ich habe mir heute beim Lesen der Nachrichten auch alle Mühe gegeben, den Sinn dieser "Kunst" an diesem geschichtsträchtigen Ort zu begreifen.
Es ist mir nicht gelungen.
Auch kann ich an den senkrecht aufbebauten Buswracks absolut keinen Bezug zu Aleppo herstellen. Ein einfaches Bild vom grausamen Kriegsgeschehen hat wesentlich mehr Aussagekraft.
Warum der "Künstler" dafür Geld verplempert, verstehe ich nicht. Damit direkt den echten Kriegsopfern zu helfen, wäre sinnvoller.
Egal welche Seite die Hauptschuld an den angespannten politischen Situationen in Sachsen trägt, solche Aktionen heizen die Stimmung nur noch mehr auf.
Ist mir unverständlich!

Gruß Volker
http://baupionier.zottmann.org/
http://Mein-DDR-Leben.de/

Die Weite Deines Horizonts ist Frage Deiner Sicht.
Der Große sieht ihn breiter, der Kleine leider nicht.
(Volker Zottmann)
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Re: Dresden, die Zerstörung der Stadt am 13/14. Februar 1945

Beitragvon pentium » 7. Februar 2017, 17:48

Volker Zottmann hat geschrieben:@Pentium, ich habe mir heute beim Lesen der Nachrichten auch alle Mühe gegeben, den Sinn dieser "Kunst" an diesem geschichtsträchtigen Ort zu begreifen.
Es ist mir nicht gelungen.
Auch kann ich an den senkrecht aufbebauten Buswracks absolut keinen Bezug zu Aleppo herstellen. Ein einfaches Bild vom grausamen Kriegsgeschehen hat wesentlich mehr Aussagekraft.
Warum der "Künstler" dafür Geld verplempert, verstehe ich nicht. Damit direkt den echten Kriegsopfern zu helfen, wäre sinnvoller.
Egal welche Seite die Hauptschuld an den angespannten politischen Situationen in Sachsen trägt, solche Aktionen heizen die Stimmung nur noch mehr auf.
Ist mir unverständlich!

Gruß Volker


Danke Volker. Ich sehe, ich bin nicht alleine...

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Re: Dresden, die Zerstörung der Stadt am 13/14. Februar 1945

Beitragvon pentium » 7. Februar 2017, 20:47

Ein Interview mit Manaf Halbouni im Wortlaut:

Sigrid Brinkmann: Manaf Halbouni hat bis 2008 Bildhauerei in Damaskus studiert und sein Studium dann in Dresden beendet. Er lebt seit vielen Jahren in der Stadt, jobbt, macht Kunst und Ausstellungen, gewinnt auch schon mal einen Preis dafür. Als Mahnmal für das Kriegsleid in Syrien hat Manaf Halbouni jetzt eine monumentale Skulptur aufbauen lassen: Den ganzen Tag über wurde daran gearbeitet, drei ausrangierte Busse hochkant zu stellen und zu verankern auf dem Dresdner Neumarkt vor der Frauenkirche. Und dort erreiche ich Manaf Halbouni, schönen guten Abend!

Manaf Halbouni: Schönen guten Abend, hallo!

Brinkmann: 2015 ging ein Foto aus Aleppo um die Welt: Man sieht senkrecht stehende, ausgebrannte Busse hinter den Menschen, die Schutz vor Scharfschützen suchten. Hat Sie das Bild so mitgenommen, dass Sie eine Kopie des Schutzschildes für Dresden aufstellen wollten?

Halbouni: Mich hat das Bild tatsächlich sehr mitgenommen, um dann im Prinzip eine neue Arbeit daraus zu machen. Es ist halt nicht direkt eine Kopie der Busbarrikade in Aleppo, sondern das Denkmal, was ich hier errichtet habe, ist eine Arbeit mit drei ausrangierten Bussen von normalen deutschen Verkehrsbetrieben. Und es soll an Krieg und Vertreibung erinnern und für den Frieden werben, also mahnend gegen den Krieg und es ist für den Frieden. Und soll uns auch daran erinnern, wie gut es uns hier geht und wie hart wir dafür gekämpft haben, wieder hier die Städte aufzubauen und all das.

Brinkmann: Jeden Montag finden in Dresden Pegida-Demonstrationen statt, es sind Anlässe, Fremdenfeindlichkeit herauszuschreien. Kamen solche Demonstranten heute auch auf dem Neumarkt vorbei?

Hier das ganze Interview:
http://www.deutschlandradiokultur.de/ku ... _id=378272

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Dresden, die Zerstörung der Stadt am 13/14. Februar 1945

Beitragvon steffen52 » 8. Februar 2017, 21:52

https://widerimage.reuters.com/story/in ... as-snipers

Warum macht sich eine verantwortliche Behörde in Dresden nicht vorher schlau, wer eigentlich die Busse damals in Nord-Aleppo aufgestellt hatte.
Das Foto zeigt das auf den Bussen die alte Fahne der dschihadistischen Terrormiliz Ahrar al-Scham weht! [frown] Also ist es doch nicht so, wie es
gedacht ist.(Friedensdenkmal) Eigentlich ist es Werbung für den IS-Terroristen!! [bloed]
Gruß steffen52
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Dresden, die Zerstörung der Stadt am 13/14. Februar 1945

Beitragvon pentium » 8. Februar 2017, 22:05

Erstens gibt es bereits mehrere Beiträge zum "Friedensdenkmal" in "Dresden, die Zerstörung der Stadt am 13/14. Februar 1945", man sollte vielleicht mal lesen, was andere so ins Forum stellen! Zweitens, was hat der Beitrag im Oberthema Politische Systeme der BRD bzw. DDR zu suchen? Und drittens hätte man ja ein paar mehr Worte der Erklärung dazu verfassen können!

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Re: Dresden, die Zerstörung der Stadt am 13/14. Februar 1945

Beitragvon Spartacus » 9. Februar 2017, 18:38

Also Kunst darf eigentlich alles. [hallo]

Aber in Dresden ist es halt schon ein bisschen deplaziert, da der Zusammenhang nicht ersichtlich ist. [mundzu]

LG

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Re: Dresden, die Zerstörung der Stadt am 13/14. Februar 1945

Beitragvon pentium » 11. Februar 2017, 14:22

Manaf Halbouni schreibt auf seiner Homepage
https://www.manaf-halbouni.com/work/what-if/

Bei meinem Kartenprojekt „What if“ stelle ich mir den Ablauf der Weltgeschichte anders vor.

In der Fiktiven Welt die ich erschaffen habe, hat die Industrie Revolution im Arabischen so wie Osmanischen Reich stattgefunden. Somit sind zwei Mächte hervor gekommen die die Welt mit Waffen sowie Technologische Errungenschaften beliefern. Auf der Suche nach Ressourcen und Absatzmärkte, begann man mit den Kolonialisierung Europas.

Bei der Kolonialisierung wurden neue Grenzen erschaffen um Europa unter zwei Mächten aufzuteilen ohne Rücksicht auf die Verschiedenen dort lebenden Völker.

Die entstandenen Kampfkarten, Verzeichnen den lauf der Truppen und dessen verschiedenen Verbänden so wie wichtige Militärische Ziele. Die neu Eroberten Städte werden Teils umbenannt oder übersetzt. Lädiglich ein Par Große Städte dürfen ihren Namen behalten....

Der Künstler träumt von der Übernahme Europas durch Muslime. Aber kann ja auch eine Fälschung sein....

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Re: Dresden, die Zerstörung der Stadt am 13/14. Februar 1945

Beitragvon pentium » 11. Februar 2017, 14:30

Und wenn wir schon einmal dabei sind, hier ein Beispiel, was gewisse angebliche Antifaschisten vom Gedenken an die Bombenopfer halten:

Antifa verhüllt Denkmal für Dresdner Bombenopfer

Dresden. Drei Tage vorm Jahrestag der Bombardierung Dresdens haben linke Aktivisten den Gedenkstein für die Bombenopfer mit einem Bettlaken verhüllt, auf dem geschrieben steht: „Nationalismus und Geschichtsverklärung verhüten – Dresden du Täter*in!“

http://m.bild.de/regional/dresden/dresd ... obile.html

«Wenn der Faschismus wiederkehrt, wird er nicht sagen: "Ich bin der Faschismus." Nein, er wird sagen: "Ich bin der Antifaschismus."» - Ignazio Silone

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Re: Dresden, die Zerstörung der Stadt am 13/14. Februar 1945

Beitragvon pentium » 20. Februar 2017, 11:43

Transparent an Monument-Bussen am Dresdner Neumarkt entfernt

Am Monument-Buskunstwerk auf dem Dresdner Neumarkt ist am frühen Montagmorgen ein Transparent installiert worden. Die sogenannte "Identitäre Bewegung", die vom Verfassungsschutz beobachtet wird, bekannte sich bei Facebook zu der Aktion. Mit einem LKW mit Hubsteigerbühne installierten Aktivisten morgens gegen 07:00 Uhr ein Banner u.a. mit der Aufschrift "Eure Politik ist Schrott". Fünf Personen, bekleidet mit Warnwesten und Bauhelmen, installierten das Banner und eine Fahne an den Bussen. Anschließend fuhren sie davon. Die Polizeidirektion Dresden ist nur 300 Meter vom Neumarkt entfernt.

http://www.radiodresden.de/nachrichten/ ... t-1288615/

Ob der Vorfall strafrechtlich relevant ist, ist noch unklar. Die Polizei stellte Banner und Fahne sicher. Die Fahne war einer Flagge der Miliz Al-Scham nachempfunden. Hintergrund dafür ist die Debatte um eine Flagge auf den Bussen in Aleppo, die als Vorbild für das Kunstwerk dienten. Auf der Flagge, die nun sichergestellt wurde, war "Heuchler" geschrieben.

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Re: Dresden, die Zerstörung der Stadt am 13/14. Februar 1945

Beitragvon Interessierter » 18. August 2017, 10:29

Eine provokante These des " Focus " aus dem Jahre 2016:

Mythos 1: Dresden war ein unschuldiges Opfer des Bombenkriegs

Am Abend des 13. Februar 1945 legten britische Bomber weite Teile der Dresdner Innenstadt in Schutt und Asche. In zwei nächtlichen Angriffswellen warfen fast 800 Flugzeuge 650.000 Stabbrandbomben, 529 Luftminen und 1.800 Sprengbomben ab. Ein Feuersturm setzte vor allem die Altstadt in Flammen, zerstörte Kulturdenkmäler wie Semperoper, Residenzschloss und Zwinger und überdies tausende Wohnungen. An den beiden darauffolgenden Tagen flog die US-Luftwaffe weitere Bombenangriffe. Mancherorts wüteten die Brände vier Tage und vier Nächte lang.

Tausende Männer, Frauen und Kinder kamen in dem Inferno ums Leben. Die Bombardierung Dresdens forderte bis zu 25.000 Opfer, wie eine Historikerkommission im Jahr 2010 feststellte. Auch die örtliche Polizei hatte damals diese Zahl nach Berlin gemeldet, nachdem man die Toten geborgen hatte.

Zur unschuldigen Kulturschönheit stilisiert

NS-Propaganda-Minister Joseph Goebbels hingegen ließ sechsstellige Opferzahlen an die Auslandspresse lancieren, um Briten und Amerikaner als verbrecherische „Barbaren“ zu brandmarken. So entstand die teilweise bis heute bestehende Legende, die Bombenangriffe hätten hunderttausende Tote gefordert.

Auch stilisierte die NS-Propaganda Dresden zur unschuldigen Kulturschönheit – zum „Elbflorenz“ – das Briten und Amerikaner vernichteten, obwohl der Krieg schon so gut wie gewonnen war. Über gezielten Massenmord schwadronierte die vom Propaganda-Ministerium gesteuerte Presse, Goebbels selbst prägte das Schimpfwort von den „anglo-amerikanischen Luftgangstern“, dessen sich später auch DDR-Politiker bedienten.

Dresden war eine braune Hochburg und Brutstätte nationalsozialistischer Ideologie

Der Opfermythos, der auf diese Weise entstand, wurde in der DDR als Mittel der Agitation gegen den „imperialistischen Westen“ instrumentalisiert. Ausgeblendet hat man dabei, dass Dresden im Krieg nicht nur Zuliefererbetriebe für die Rüstungsindustrie beherbergte, sondern auch ein wichtiges Verwaltungszentrum und Verkehrsknotenpunkt war, durch den Unmengen an Truppen geschleust wurden.

Zudem war die Stadt eine braune Hochburg und eine Brutstätte nationalsozialistischer Ideologie gewesen. Doch zu DDR-Zeiten zog man es vor – wie auch anderswo im „Arbeiter- und Bauernstaat“ – individuelle Schuld zu verdrängen. Schließlich waren jetzt die „Opfer des Faschismus“ an der Macht, das sollte als „Bewältigung“ der Vergangenheit genügen.


Befördert der Opfermythos die Pegida-Bewegung?

Auch nach dem Ende der DDR lebte der Opfermythos weiter. Neonazis suchten aus ihm Kapital zu schlagen und begannen Ende der 1990er-Jahre, am Jahrestag der Bombenangriffe durch Dresden zu marschieren. Bis heute spaltet das Thema die Einwohnerschaft der Elbmetropole.

Vor diesem Hintergrund ist es wohl auch kein Zufall, dass die montäglichen „Verteidiger des Abendlandes“ mit ihrer Hassrhetorik gerade hier so zahlreich sind. „Die Pegida-Bewegung hat durchaus mit dem Dresdner Opfermythos zu tun“, meint der Berliner Politikwissenschaftler Herfried Münkler. „Ihre Unverschämtheit rührt daher, dass sich viele Beteiligte auch mit Blick auf die Bombardierung der Stadt ausschließlich für Opfer halten und deshalb glauben, mehr sagen zu dürfen als andere.“

http://www.focus.de/wissen/mensch/gesch ... 68391.html

Bombardierungen zu diesem späten Zeitpunkt, kann man damit mMn auch nicht rechtfertigen.
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