Passkontrolleinheiten - PKE

Die innerdeutsche Grenze. Alles was in das Thema Grenze, Grenztruppen, BGS, Zoll, Fluchten, Teilung, Leben im Sperrgebiet, usw.

Re: Passkontrolleinheiten - PKE

Beitragvon Interessierter » 21. Juni 2017, 15:54

Ich habe nur nicht glauben wollen, dass du selbst Feststellungen eines Jahresberichtes des MfS bestreitest. Besser konntest du nicht demonstrieren, dass du sehr oft Dinge bestreitest, nur weil du sie nicht kennst.
Ich bin mir zugleich sicher, wäre die Quelle nicht das MfS gewesen, hättest du es weiter abgestritten.

Und das als als selbsternannter, allwissender, " kompetenter " User..

Es freut mich, als Bürger aus den alten Bundesländern, eine deiner Wissenslücken geschlossen zu haben. Das war ein kostenloser Service des Hauses Interessierter... [grins]
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Re: Passkontrolleinheiten - PKE

Beitragvon karnak » 21. Juni 2017, 16:10

Kann ich nur immer wieder das Gleiche antworten, ich bestreite nicht, ich nehme nur feststehende Fakten zur Geschichte her und werte auf deren Grundlage und ich habe Erfahrungen und durchaus auch sicheres Wissen aus dieser Zeit. Beides lasse ich einfließen und kennzeichne auch um was es sich im einzelnem Fall handelt. Der Rest, dass mit dem" allwissenden User" ist nur die regelmäßige Masche des Vorführens die mich nicht im Geringsten beeindruckt oder ruhig stellt. [hallo]
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Re: Passkontrolleinheiten - PKE

Beitragvon Interessierter » 21. Juni 2017, 16:21

Anscheinend ist dir dein ständiges Herumgeiere nicht einmal peinlich. Ich habe fertig..... [denken]
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Re: Passkontrolleinheiten - PKE

Beitragvon karnak » 21. Juni 2017, 16:25

Absolut nicht. [grin]
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Re: Passkontrolleinheiten - PKE

Beitragvon pentium » 21. Juni 2017, 16:32

Kann man diesen leicht einschläfernden Dialog nicht per PN fortsetzen? Danke.

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Re: Passkontrolleinheiten - PKE

Beitragvon karnak » 21. Juni 2017, 16:37

Mir ist da eigentlich Öffentlichkeit lieber, man muss es ja nicht lesen. Aber erstmal sind wir wohl eh fertig.
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Re: Passkontrolleinheiten - PKE

Beitragvon andr.k » 21. Juni 2017, 19:37

Interessierter hat geschrieben:Um den Thread über Domaschk nicht zu zerschießen, hier noch einmal das Zitat des Oberst Fügner aus dem Jahresbericht 1988:

Sieben Passkontrolleure der BV Potsdam, Abt. VI, PKE Drewitz begingen zum Teil gemeinschaftlich handelnd strafbare Handlungen, in dem sie unter Missbrauch ihrer Dienstbefugnisse Devisenmanipulationen zur persönlichen Bereicherungen begingen und von Transitreisenden Konsumgüter und Genussmittel unberechtigt entgegennahmen.

In Auswertung dieses Sachverhaltes wurden unter anderem drei Angehörige aus disziplinarischen Gründen aus dem MfS entlassen!


Das Aktenzeichen dazu: MfS - HA KuSch 27433


Bisschen lächerlich deine beiden Sätze und das "Aktenzeichen" sowieso. [flash]

Kleiner Tipp:

Findbuch: Sekretariat des Stellvertreters des Ministers Neiber [= Sekr Neiber]

Bestand: Stellvertreter des Ministers Neiber

Überschrift: 7.6 Passkontrolleinheiten (PKE) und Zollverwaltung der DDR

Bestellsignatur: Sekr Neiber/461

Titel: Untersuchungen ausgewählter Passkontrolleinheiten (PKE)

Enthält/Darin: Enthält u. a.: Information über Devisenmanipulationen von Angehörigen der Bezirksverwaltung (BV) Potsdam, PKE Drewitz unter Missbrauch ihrer Dienstbefugnisse (Nov. 1988).

Bereitstellendes Archiv: BStU, Abt. AR, Ruschestraße 103, Haus 7, 10365 Berlin (Lesesaal für die Archivgutbenutzung: Karl-Liebknecht-Str. 31/33, 10178 Berlin; Fernruf: 030/2324-50)

[hallo]
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Re: Passkontrolleinheiten - PKE

Beitragvon zoll » 23. Juni 2017, 16:42

Wenn ich als Wessi-Zöllner mal etwas zur Korruption in Ost und West sagen darf.
Davon kann sich kein Bediensteter, ob PKE, Ost-Zoll oder West-Zoll frei sprechen.
Es kommt immer auf die Persönlichkeit des Handelnden an. Ist er gefestigt in seiner Persönlichkeit, in seiner finanziellen Lage, hat er unbefriedigte Bedürfnisse, usw.
Die Gelegenheiten für Bestechungen waren sicher in den grenznahen Abfertigungen gegeben, aber ich glaube, auch sehr gefährlich. Horch und Guck hat ja nicht nur die Westbürger beäugt, mit großer Wahrscheinlichkeit auch die Angehörigen anderer Diensteinheiten. Das war sicher das ganz normale System eines totalitären Staates.
Nun zur Westseite. Ich persönlich habe nie einen Versuch einer Einflussnahme auf meine dienstlichen Entscheidungen erlebt. Die hat es mit Sicherheit irgendwo an der Grenze oder bei einer Warenabfertigung im Innland gegeben, bekannt geworden ist mir allerdings nie etwas.
Es gab schon mal hier und dort das Angebot ein Zigarettchen zu rauchen oder ein Schnäpschen oder Kaffee zu trinken, welches auch gerne angenommen wurde. Das lag aber alles im tolerablen Bereich (zu meiner Dienstzeit Wert unter 5,- DM), also kein Bestechungsversuch.
Ob nun Ostangestellter bei Horch und Guck, Zoll oder Beamter im Westen - wenn jemand seinen Dienst ernst nahm und ihm sein Staat, sein Arbeitgeber "am Herzen" lag, so glaube ich das die Koruption wenig Chancen hatte.
Über heutige Zeiten möchte ich gar nicht spekulieren. Die Welt hat sich seit meinem Ausscheiden weiter gedreht. Geld ist heute sicher ein bewährtes Schmiermittel.
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Re: Passkontrolleinheiten - PKE

Beitragvon Interessierter » 7. September 2017, 14:18

@ karnak:
Warum wurden die PKE Einheiten eigentlich besser besoldet und meistens auch nach anderem Reglement schneller befördert als die AGT?

Durch den Sonderstatus der PKE war das Verhältnis zwischen ihnen und dem regulären Grenztruppen-Personal meist gespannt; letztere sahen sich nicht nur geringschätzig behandelt, sondern überdies noch ( aufgrund der Verkleidung ) mit der internationalen Entrüstung über die notorisch unfreundlichen Kontrollen konfrontiert. Was ja gerne von dir bestritten wird.

Und wie konnte es sein, dass trotz permanenter Geldknappheit, das Regime die PKE im Nov./Dez. 1989 noch um rund 3.000 Angehörige aufstockte?
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Re: Passkontrolleinheiten - PKE

Beitragvon Volker Zottmann » 7. September 2017, 14:40

Ich weiß es nicht, ich stelle mir aber vor, bei den hunderten neuen Zaunlöchern an der Grenze, dass man, naiv wie immer, annahm, dass noch 100 Jahre kontrolliert wird. Ebenso hatte der Zoll ja nun auch "alle Hände voll zu tun". Erinnere mich, wie die gleich ab 12./13. November an der heutigen B27 bei Braunlage in jede olle Plastiktüte schielten und noch nicht mal realisierten, dass ihre Tage gezählt waren...
Ach dieser Umbruch war für mich die herrlichste, glücklichste und erbauendste Zeit meines Lebens.

Gruß Volker
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Re: Passkontrolleinheiten - PKE

Beitragvon karnak » 7. September 2017, 14:49

Ob wir wirklich in kürzeren Abständen befördert wurden weiß ich nicht. Dass Ende des MfS war Ende 89 wohl langsam klar. Die Passkontrolle bestand aber logisch noch weiter , der Staat existierte schließlich noch, und wie schon so oft erwähnt halte ich auch heute noch mindestens 80% der Aufgaben dort für legitim. Also hat man dort diverse Leute aus dem "richtigen"MfS untergebracht. Obwohl von denen dort vorher keiner hinwollte hatte sich nun die Situation geändert, man meinte wohl dort eine Überlebenschance zu haben und logisch hat der Laden diese Chance genutzt. Aus Sicht der Firma halte ich es nicht unbedingt für ehrenrührig dem eigenen Personal eine vermeintliche Zukunft zu geben. Die Passkontrolle wechselte auch nach der Wahl ziemlich schnell den Arbeitgeber, über Nacht gehörten wir erst zu Diestel, dann zu Eppelmann Und es wurden X neue Grenzübergänge aufgemacht, natürlich brauchte man irgend jemanden den man dort hinstellen konnte, so wird sich die Aufstockung wohl erklären.
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Re: Passkontrolleinheiten - PKE

Beitragvon karnak » 7. September 2017, 14:59

Volker Zottmann hat geschrieben:Ich weiß es nicht, ich stelle mir aber vor, bei den hunderten neuen Zaunlöchern an der Grenze, dass man, naiv wie immer, annahm, dass noch 100 Jahre kontrolliert wird. Ebenso hatte der Zoll ja nun auch "alle Hände voll zu tun". Erinnere mich, wie die gleich ab 12./13. November an der heutigen B27 bei Braunlage in jede olle Plastiktüte schielten und noch nicht mal realisierten, dass ihre Tage gezählt waren...
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Ich weiß auch nicht warum Du regelmäßig in diese naive Denkweise verfällst, eigentlich müsstest Du dafür zu alt sein. Was heißt denn" Tage gezählt", wenn ich eine Arbeit mache und bereit dazu bin, mache ich die ordentlich bis zum letzten Tag an dem ich das tue und dazu verpflichtet bin, ich werde schließlich dafür bezahlt , auch wenn das Ende und die Pleite erkennbar ist, so gehört sich das einfach. Das ist eine weitverbreitete deutsche Tugend die unter anderen dieses Land so stark macht.
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Re: Passkontrolleinheiten - PKE

Beitragvon Volker Zottmann » 7. September 2017, 15:10

karnak hat geschrieben:
Volker Zottmann hat geschrieben:Ich weiß es nicht, ich stelle mir aber vor, bei den hunderten neuen Zaunlöchern an der Grenze, dass man, naiv wie immer, annahm, dass noch 100 Jahre kontrolliert wird. Ebenso hatte der Zoll ja nun auch "alle Hände voll zu tun". Erinnere mich, wie die gleich ab 12./13. November an der heutigen B27 bei Braunlage in jede olle Plastiktüte schielten und noch nicht mal realisierten, dass ihre Tage gezählt waren...
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Ich weiß auch nicht warum Du regelmäßig in diese naive Denkweise verfällst, eigentlich müsstest Du dafür zu alt sein. Was heißt denn" Tage gezählt", wenn ich eine Arbeit mache und bereit dazu bin, mache ich die ordentlich bis zum letzten Tag an dem ich das tue und dazu verpflichtet bin, ich werde schließlich dafür bezahlt , auch wenn das Ende und die Pleite erkennbar ist, so gehört sich das einfach. Das ist eine weitverbreitete deutsche Tugend die unter anderen dieses Land so stark macht.

Insofern hast Du recht Kristian. Ich rede aber von den verschiedenen angetroffenen Verhaltensmustern.
Es gab auf Grund der gesellschaftlichen Umwälzungen durchaus schon Zöllner und Grenzkontrolleure, die das Ende ihres Dienstes sahen und eben deshalb nicht mehr so übermäßig dienstgeil auftraten wie bisher. Manche, nicht mal wenige, bekamen sogar wieder menschliche Züge, fragten sich selbst, was sie eigentlich noch dort zu bekleistern hatten.
Nicht jeder diese Genossen hat so schnell die Kurve hinbekommen wie Du, nicht überall brauchte man Backwarenfahrer.
Das mag Dich heute vielleicht ärgern, aber ich gebe gern zu, dass für all die selbst erlebten Demütigungen bei fast jedem Grenzübertritt, ob ost- oder westwärts, nun dies zu beobachten, mir grenzenlose Genugtuung brachte. Die Hilflosen waren nun die DDR-Uniformierten.

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Re: Passkontrolleinheiten - PKE

Beitragvon karnak » 7. September 2017, 15:19

[grin] Wenn ich bereit bin eine Arbeit zu machen habe ich bis zum letzten Tag"dienstgeil" zu sein, sprich meine Pflicht zu tun. ODER ich ziehe einen Schlussstrich und schmeiße den Bettel hin. Dieses Mäntelchen nach den Wind drehen wenn sich die Zeiten ändern und sich bei den"Neuen" anzuranzen empfinde ich mehr als penetrant. Deswegen habe ich gar nicht erst versucht mich der gerade noch vor kurzem"anderen Seite" anzudienen. Natürlich haben das viele in ihrer Not getan und jemand wie Du, dem hat das gefallen, aber für mich einfach nur [peinlich] .
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Re: Passkontrolleinheiten - PKE

Beitragvon Interessierter » 7. September 2017, 16:20

Nun gab es aber für das Nichtandienen beim ehemaligen Klassenfeid nicht nur den Grund, das mit seiner Grundhaltung nicht vereinbaren zu können, sondern auch die Erkenntnis, dass aufgrund des eigenen Werdeganges bei bestimmten Organen der DDR,
eine Bewerbung total aussichtslos war und man sich deswegen eben um branchenfremde Tätigkeiten bewarb... [denken]
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Re: Passkontrolleinheiten - PKE

Beitragvon karnak » 7. September 2017, 16:37

Sicher, bei mir sowieso, und trotzdem haben es einige getan und sind auch genommen worden. Für mich wäre das aus keiner Position heraus in Frage gekommen. Man sollte schon wissen was geht und was nicht. Es geht auf keinen Fall sich mittels unloyalem Verhalten gegenüber dem alten jahrelangen Noch Arbeitgeber schon mal bei dem Neuen zu empfehlen, für mich zumindest nicht.
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Re: Passkontrolleinheiten - PKE

Beitragvon Merkur » 7. September 2017, 19:44

Interessierter hat geschrieben:Warum wurden die PKE Einheiten eigentlich besser besoldet und meistens auch nach anderem Reglement schneller befördert als die AGT?


Weil die PKE zum MfS gehörten und für die Angehörigen der PKE die in der Dienstlaufbahnordnung des MfS festgelegten Regularien bzgl. Mindestdienstzeiten zur Erreichung des nächsthöheren Dienstgrades galten.
Das gleiche trifft auch auf die Besoldungsordnung zu. Allerdings gab es hier innerhalb des Organs Unterschiede. In den Diensteinheiten des Ministeriums verdiente man beispielsweise mehr als in den Bezirksverwaltungen.
Der Vorteil der Klugheit besteht darin, dass man sich dumm stellen kann. Das Gegenteil ist schon schwieriger.
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Re: Passkontrolleinheiten - PKE

Beitragvon zoll » 8. September 2017, 11:56

In Diensteinheiten des Ministeriums verdiente man beispielsweise mehr als in den Bezirksverwaltungen.Hat Merkur geschrieben.

In den Ministerien der Bundesrepublik war und ist das noch heute genau so geregelt. Wer unterhalb dieser Einrichtungungen arbeitet, also bei Ämtern, Direktionen oder Präsidien bekommt keine "Ministerialzulage". Die wird gezahlt, weil bei den Ministerien erhöhte Anforderungen an die Bediensteten gestellt werden! (ob das immer zutreffend ist bleibt dem Leser überlassen)
Das gilt sowohl für Pförtner, Büroboten, Inspektoren als auch Ministerialräte.
Also in der Beziehung hat sich die DDR nicht von der BRD unterschieden. Wie auch - deutsch denkt deutsch.
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Re: Passkontrolleinheiten - PKE

Beitragvon Sirius » 22. Oktober 2017, 19:04

Die Darstellung der DDR, Grenze, PKE, Grenzer, Stasi u.s.w. in Filmen verdient eigentlich einen eigenen Thread. Auf Anhieb dürfte den meisten der relativ neue Film "Bornholmer Straße" bekannt sein. Des weiteren z.B.:

-Meier
-Der Mann auf der Mauer

Den Film "Der Mann auf der Mauer" kannte ich bisher nicht, hier einige Szenen:

https://youtu.be/ILhuJRRcsbw?t=3m48s Speziell für Karnak: Man beachte die Waffe [wink]. Wir hatten das umstrittene Thema doch erst kürzlich. Für den Laien sieht das aus wie eine Kalaschnikov AK-47 bzw. AK-74, nannte sich aber MPi-K, wenn ich es in den Foren richtig gelesen habe. Karnak, wurdest Du auch hin und wieder geduzt? [ich auch]

https://youtu.be/ILhuJRRcsbw?t=5m51s
Einlieferung in die Untersuchungshaftanstalt - man beachte das Fahrzeug. Das dürfte aber auch schlicht mit den Beschaffungsschwierigkeiten eines solchen Fahrzeugs im Westen zu tun haben.

https://youtu.be/ILhuJRRcsbw?t=49m38s
So etwas soll es gegeben haben. Da gibt es doch die Aufnahme von einem alten Mann, der auf die Mauer geklettert ist, sich dort hinsetzte und mit einem Vorschlaghammer auf die Mauerkrone einschlug. Für die Nichteingeweihten: "Bonnies Ranch" ist der Spitzname für eine psychiatrische Klinik in West-Berlin. Ob dieser Spitzname im Osten bekannt war? Der Grenzer sächselt. [flash]

https://youtu.be/ILhuJRRcsbw?t=1h36s
Welche Organisation soll das sein?
Ignoriertes Mitglied: Interessierter/AkkuGK1

Wer sich nicht an die Vergangenheit erinnern kann, ist dazu verdammt, sie zu wiederholen.
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