Die Flucht eines hauptamtlichen Parteisekretärs

Die innerdeutsche Grenze. Alles was in das Thema Grenze, Grenztruppen, BGS, Zoll, Fluchten, Teilung, Leben im Sperrgebiet, usw.

Die Flucht eines hauptamtlichen Parteisekretärs

Beitragvon augenzeuge » 24. Oktober 2015, 22:04

Quelle: BStU, MfS, ZAIG 2757, Bl. 1–3 (11. Expl.).

....über die Nichtrückkehr des hauptamtlichen Parteisekretärs des VEB Kabelwerke Nord, Schwerin, Schulz, Joachim, von einer Dienstreise nach der BRD

Durch die Bezirksleitung der SED Schwerin wurde am 9.11.1977 bekannt, dass der für Einsätze in kapitalistischen Staaten bestätigte Schulz, Joachim (35), geb. am: [Tag] 1942, wohnhaft: Schwerin, [Adresse], zuletzt tätig als hauptamtlicher Parteisekretär des VEB Kabelwerke Nord Schwerin, Mitglied der SED seit 1965, seit 1968 Mitglied der Bezirksleitung der FDJ Schwerin, verheiratet, 3 Kinder (Alter 12, 10, 1 Jahr), der sich im Auftrag der Bezirksleitung der SED Schwerin im Einsatz im Raum Bremen/Oldenburg befand, nicht wieder in die DDR zurückkehrt.
Die bisherigen Untersuchungen durch das MfS haben ergeben:

Schulz reiste am 6.11.1977 gemeinsam mit dem Genossen Piske, Gerhard (56), geb. am: [Tag] 1921, wohnhaft: Schwerin-Lankow, [Adresse], tätig beim Rat des Bezirkes Schwerin, nach der BRD. In den Vormittagsstunden des 8.11.1977 verließ Piske allein das Hotel in Bremen, um spazieren zu gehen. Schulz verblieb in dieser Zeit im Hotel, um sich – wie er Piske gegenüber äußerte – auf einen Vortrag vorzubereiten. Bei der gegen Mittag erfolgten Rückkehr des Piske wurde ihm durch den Portier ein Briefumschlag des Schulz übergeben, in welchem sich ein Zettel mit dem Text »Mache Deine Show alleine, ich bleibe hier« befand. Piske informierte umgehend telefonisch die Bezirksleitung der SED Schwerin von diesem Sachverhalt. Er erhielt den Auftrag, seinen Einsatz abzubrechen und sofort in die DDR zurückzukehren. Die Rückkehr des Piske nach Schwerin erfolgte in der Nacht vom 8.11. zum 9.11.1977.

Über die Motive der Nichtrückkehr des Schulz in die DDR liegen bisher noch keine Erkenntnisse vor.

Zum Persönlichkeitsbild des Schulz ist festzustellen, dass er 1961 das Abitur ablegte, von 1961 bis 1962 seinen Wehrdienst bei der NVA absolvierte und von 1962 bis 1964 im VEB Kabelwerke Berlin-Oberspree, Betriebsteil Schwerin, den Beruf eines Kabelfacharbeiters erlernte. Nach kurzer Tätigkeit als Facharbeiter wurde er als Lehrausbilder eingesetzt. Aufgrund seiner aktiven gesellschaftlichen Arbeit und seines klassenbewussten Auftretens wurde er als FDJ-Sekretär gewählt. Von 1969 bis 1970 absolvierte er erfolgreich ein Studium als Elektro-Ingenieur und als Ingenieur-Pädagoge. Von 1974 bis 1976 absolvierte er an der Humboldt-Universität zu Berlin ein Spezialstudium für leitende Kader und wurde 1976 als hauptamtlicher Parteisekretär des VEB Kabelwerke Nord Schwerin eingesetzt.

Schulz ist Mitglied des FDGB, der DSF und gehört seit 1965 den Kampfgruppen1 an. Es wurde eingeschätzt, dass er eine aktive gesellschaftliche Arbeit leistet, eine konsequente parteiliche Haltung einnimmt, fundierte Kenntnisse des Marxismus-Leninismus besitzt und eine vorbildliche Disziplin und Arbeitseinstellung hat.
Entsprechend seinen Angaben in den Personalunterlagen hat Schulz keine Verwandten ersten oder zweiten Grades in nichtsozialistischen Staaten oder Westberlin.
Schulz ist verheiratet. Seine Ehefrau, Schulz, Almut (33), ist als Angestellte im VEB Kabelwerke Nord tätig. Sie ist Mitglied der SED und besucht zurzeit die Bezirksparteischule.
Der Vater des Schulz (66) war vor 1945 Mitglied der NSDAP und der SA. Seit 1946 gehört er der SED an. Er ist Rentner. Der Schwiegervater des Schulz, Dr. Matteikat, ist Mitglied der SED und am Institut des ZK der SED zur Ausbildung von Kadern für die sozialistische Landwirtschaft in Schwerin tätig.

Wie weiter festgestellt wurde, hat Schulz seit 1972 mehrmals Einsätze im Raum Bremen/Oldenburg durchgeführt.
Die Untersuchungen des MfS zur allseitigen Aufklärung der Ursachen Motive und begünstigenden Bedingungen des Verrats des Schulz werden in Zusammenarbeit mit der Bezirksleitung der SED Schwerin fortgeführt.

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Re: Die Flucht eines hauptamtlichen Parteisekretärs

Beitragvon andr.k » 24. Oktober 2015, 23:04

Warum lässt Schulz seine Frau und drei Kinder zurück? Die Familie war doch in dieser Firma (bis zur Wende) sehr gut engagiert und brauchte nichts zu befürchten. Was war der Grund? Wie ging es finanziell für die Familie weiter?
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Re: Die Flucht eines hauptamtlichen Parteisekretärs

Beitragvon augenzeuge » 25. Oktober 2015, 12:09

andr.k hat geschrieben:Warum lässt Schulz seine Frau und drei Kinder zurück? Die Familie war doch in dieser Firma (bis zur Wende) sehr gut engagiert und brauchte nichts zu befürchten. Was war der Grund? Wie ging es finanziell für die Familie weiter?


Gute Fragen, ob da Merkur etwas sagen kann?
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Re: Die Flucht eines hauptamtlichen Parteisekretärs

Beitragvon Nov65 » 25. Oktober 2015, 13:00

Warum @Merkur ?
Andreas
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Re: Die Flucht eines hauptamtlichen Parteisekretärs

Beitragvon augenzeuge » 25. Oktober 2015, 13:07

Nov65 hat geschrieben:Warum @Merkur ?
Andreas


Natürlich auch jeder andere. Dachte nur, er könnte davon gehört haben.
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Re: Die Flucht eines hauptamtlichen Parteisekretärs

Beitragvon Edelknabe » 25. Oktober 2015, 19:07

Siehe Auszug aus der Quelle Eingangstext:

"Über die Motive der Nichtrückkehr des Schulz in die DDR liegen bisher noch keine Erkenntnisse vor."
Textauszug ende

War Hundertpro ne andere Frau, der Schulz noch dazu im besten Jungmannenalter so um die 35 Jahre jung.

Rainer-Maria denn was sollte den Schulz sonst.....doch nicht etwa die Freiheit HAAAAAAAAAAAAAAAa
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Re: Die Flucht eines hauptamtlichen Parteisekretärs

Beitragvon augenzeuge » 25. Oktober 2015, 19:16

Edelknabe hat geschrieben:War Hundertpro ne andere Frau, der Schulz noch dazu im besten Jungmannenalter so um die 35 Jahre jung.

....doch nicht etwa die Freiheit


Freiheit und junge Frau, da könnte auch Edelknabe nicht widerstehen... [laugh]

Spaß beiseite, glaubst du echt, der hätte ein Verhältnis vor dem MfS geheimhalten können?

Vielleicht hat ihm sogar sein Job die Augen geöffnet...wer weiß? [denken]

AZ
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Re: Die Flucht eines hauptamtlichen Parteisekretärs

Beitragvon Edelknabe » 25. Oktober 2015, 19:29

Macht Einer mit einer Frau drei Kinderchen und verlässt Sie dann....über Nacht? Ich wette, da war nicht die Freiheit dran schuld, auch nicht die DM. Aber na gut, wäre vielleicht mal ne Recherche wert, wie des Schulz sein weiterer Lebensweg verlief?

Rainer-Maria
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Re: Die Flucht eines hauptamtlichen Parteisekretärs

Beitragvon augenzeuge » 25. Oktober 2015, 19:44

Edelknabe hat geschrieben:Macht Einer mit einer Frau drei Kinderchen und verlässt Sie dann....über Nacht? Ich wette, da war nicht die Freiheit dran schuld, auch nicht die DM. Aber na gut, wäre vielleicht mal ne Recherche wert, wie des Schulz sein weiterer Lebensweg verlief?

Rainer-Maria


Vielleicht die eigene Frau. Ich stell mir grad vor, sie kommt von der Bezirksparteischule, auf der sie war, und will mit mir abends dem dialektischen Materialismus die sogenannte Theorie der bürgerlichen Freiheit gegenüberstellen und diskutieren und der 1jährige schreit dabei.... [angst]

Und dann landet er in Bremen, sieht die Realität und dann kann er plötzlich alles hinter sich lassen? [shocked]
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Re: Die Flucht eines hauptamtlichen Parteisekretärs

Beitragvon Edelknabe » 26. Oktober 2015, 18:20

Siehe unser Jörg mit:

"Und dann landet er in Bremen, sieht die Realität und dann kann er plötzlich alles hinter sich lassen?
AZ"
Textauszug ende

Hast keine eigenen Kinderlein,nie gehabt was.... uns Jörg? Wusst ichs doch.

Rainer-Maria

Und einen guten Abend allen ins Forum....auch den kinderlosen "menschlichen Egoisten"
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Re: Die Flucht eines hauptamtlichen Parteisekretärs

Beitragvon augenzeuge » 26. Oktober 2015, 18:44

Immer wieder schön zu lesen wie Edelknabe daneben liegt. Du kennst mich eben nicht. Mit Egoismus hat das nur am Rande zu tun...
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Re: Die Flucht eines hauptamtlichen Parteisekretärs

Beitragvon Edelknabe » 26. Oktober 2015, 18:51

Wie....daneben liegt....mit die Kinderlein, die Eigenen? Wäre nett wenn du uns mal langsam aber sicher aufklärst? Denn überleg mal wie lange wir jetzt schon in den Foren texten, auch mit dem Privatkram so Frau und Kinderlein. Und wenn mein Freund ....du welche haben solltest bin ich sogar in der Lage, mich zurück zu nehmen.

Rainer-Maria...kannste glauben.
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Re: Die Flucht eines hauptamtlichen Parteisekretärs

Beitragvon augenzeuge » 26. Oktober 2015, 18:54

Forum ist Forum. Und Privat ist Privat.

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Re: Die Flucht eines hauptamtlichen Parteisekretärs

Beitragvon Edelknabe » 26. Oktober 2015, 19:03

Ach ne, das hätte ich doch nicht gedacht, uns Jörg so wie uns Interessierter, dasselbe verschlossene Kaliber.

Rainer-Maria na vielen dank auch, vielen Dank

Noch ein kleiner Nachtrag, hier zum Thema ,so wie es der Rainer sieht, persönlich als Familienvater sieht. Wenn ein Mann seine Frau mit drei Kinderlein verlässt ist der Kerl gelinde gesagt nichts wert. Der ist sinngemäß menschlicher Dreck, das Letzte, Allerletzte.Ist mir auch sowas von....was da für Gründe ....außer das Mädel verweigert sich Ihm im Bett, dann ginge es auch für mich in Ordnung.
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Re: Die Flucht eines hauptamtlichen Parteisekretärs

Beitragvon pentium » 26. Oktober 2015, 19:26

Edelknabe hat geschrieben:Ach ne, das hätte ich doch nicht gedacht, uns Jörg so wie uns Interessierter, dasselbe verschlossene Kaliber.

Rainer-Maria na vielen dank auch, vielen Dank

Noch ein kleiner Nachtrag, hier zum Thema ,so wie es der Rainer sieht, persönlich als Familienvater sieht. Wenn ein Mann seine Frau mit drei Kinderlein verlässt ist der Kerl gelinde gesagt nichts wert. Der ist sinngemäß menschlicher Dreck, das Letzte, Allerletzte.Ist mir auch sowas von....was da für Gründe ....außer das Mädel verweigert sich Ihm im Bett, dann ginge es auch für mich in Ordnung.


Du kennst doch die Gründe für die Flucht nicht Edelknabe, dass ist doch alles Spekulatsius....

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Re: Die Flucht eines hauptamtlichen Parteisekretärs

Beitragvon augenzeuge » 26. Oktober 2015, 19:30

Edelknabe hat geschrieben: Wenn ein Mann seine Frau mit drei Kinderlein verlässt ist der Kerl gelinde gesagt nichts wert. Der ist sinngemäß menschlicher Dreck, das Letzte, Allerletzte.

Genauso dachte das MfS auch. Aber er war eben der Allerletzte. Eben ein Parteisekretär. [shocked]

Edelknabe hat geschrieben:Ist mir auch sowas von....was da für Gründe ....außer das Mädel verweigert sich Ihm im Bett, dann ginge es auch für mich in Ordnung.


Schon klar. Der Sex steht sogar übern Manifest. [laugh]
[flash]
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Re: Die Flucht eines hauptamtlichen Parteisekretärs

Beitragvon augenzeuge » 27. Oktober 2015, 19:00

Nur für den Edelknaben. [blush]

Rainer, ist dir schon mal klar geworden, dass das Weib die Ursache ist? Wie kann man denn, wenn man als Frau ein einjähriges Kind hat, zur Bezirksparteischule gehen. Wieso kümmerte die sich nicht? Das ist so ein Punkt, den ich überhaupt nicht begreifen kann.

Oder die Frau war von der Bezirksparteischule überfordert und wollte deshalb noch weitere Kinder.... [flash]

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Re: Die Flucht eines hauptamtlichen Parteisekretärs

Beitragvon Edelknabe » 28. Oktober 2015, 06:37

Ich merke schon Jörg du bist bei dem Thema überfordert....weil eben Kinderlos. Zu DDR Zeiten mein Freund gab es Großeltern.Oder Urgroßeltern. Und fast jede ordentliche Familie hatte welche. Und diese GE oder UGE nahmen junger Familie schon mal ne ganze Menge ab, auch ein einjähriges Kind. Bezirksparteischule wird ja nun nicht ähnlich Montage von Mo-Fr in einer fremden Stadt gewesen sein, davon gehe ich mal aus.

Rainer-Maria und dann gab es Kinderkrippen, Wochenheime......

Und einen guten Tag allen ins Forum

Muss ich noch nachschieben, weil es gut passt:

Heute, fahren GEltern nach Mallorca, machen Mo-So Busreisen sonstwohin, sind über den Winter im Süden, im Sommer auf dem Schiff, zu Weihnachten ins St. Moritz und Sylvester auf der Krim....verdammte Freiheit, schafft nur noch alte und junge Egoisten.

Geht weiter mit die Jungen...Egoisten, wollen nur leben, was erleben, Pflichten geht uns bloß weg, denn wir kommen nicht mehr mit, wir wollen nur noch Rechte. Äh Bindung was sollte das denn sein, und Durchhaltevermögen war gestern, und bitte Alles Gleich und Sofort, da bestehen wir drauf, sonst gibt es Ärger.
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Re: Die Flucht eines hauptamtlichen Parteisekretärs

Beitragvon karnak » 28. Oktober 2015, 10:49

augenzeuge hat geschrieben:
Rainer, ist dir schon mal klar geworden, dass das Weib die Ursache ist? Wie kann man denn, wenn man als Frau ein einjähriges Kind hat, zur Bezirksparteischule gehen. Wieso kümmerte die sich nicht? Das ist so ein Punkt, den ich überhaupt nicht begreifen kann.



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Das ist eigentlich ganz einfach,in dieser DDR konnte man mit einem einjährigen Kind ohne Probleme einer Ganztagsbeschäftigung nachgehen,dafür gab es Krippen. Die meisten Frauen haben das auch getan.
" Denn sie hassen am Andersdenkenden nicht nur die andere Meinung, zu der er sich bekennt,sondern auch die Vermessenheit, selbst urteilen zu wollen. Was sie ja doch selbst nie unternehmen und im Stillen sich dessen bewusst sind."
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Re: Die Flucht eines hauptamtlichen Parteisekretärs

Beitragvon Volker Zottmann » 28. Oktober 2015, 11:01

Meine Mutter hat mich bereits als Einjährigen für eine solche Weiterbildung in Halberstadt für volle Wochen abgegeben. Da wurde ich Sonnabend abgeholt und Sonntagnachmittag wieder hingebracht. Ging über 7 Monate so!
Das ist sicher sehr förderlich und erstrebenswert für die kindliche Psyche.... [bloed]

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Re: Die Flucht eines hauptamtlichen Parteisekretärs

Beitragvon Nostalgiker » 28. Oktober 2015, 12:33

Volker Zottmann hat geschrieben:Meine Mutter hat mich bereits als Einjährigen für eine solche Weiterbildung in Halberstadt für volle Wochen abgegeben. Da wurde ich Sonnabend abgeholt und Sonntagnachmittag wieder hingebracht. Ging über 7 Monate so!
Das ist sicher sehr förderlich und erstrebenswert für die kindliche Psyche.... [bloed]

Gruß Volker


Unter den "Nachwirkungen" haben wir bei dir noch Heute zu leiden [flash]
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Re: Die Flucht eines hauptamtlichen Parteisekretärs

Beitragvon Nov65 » 28. Oktober 2015, 14:03

Thoth hat geschrieben:
Volker Zottmann hat geschrieben:Meine Mutter hat mich bereits als Einjährigen für eine solche Weiterbildung in Halberstadt für volle Wochen abgegeben. Da wurde ich Sonnabend abgeholt und Sonntagnachmittag wieder hingebracht. Ging über 7 Monate so!
Das ist sicher sehr förderlich und erstrebenswert für die kindliche Psyche.... [bloed]

Gruß Volker


Unter den "Nachwirkungen" haben wir bei dir noch Heute zu leiden [flash]

Na, bleibende Schäden aus Defiziten kindlicher Betreuung haben vielleicht ganz andere davongetragen...
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Re: Die Flucht eines hauptamtlichen Parteisekretärs

Beitragvon Nostalgiker » 28. Oktober 2015, 14:33

Nov65, an deiner Stelle wäre ich sehr vorsichtig mit Vermutungen wenn du über die Person nichts weißt ....

Ich setze dich auch nicht per se als Kleinkind in den Schweinekoben, nur weil ich weiß das du vom Dorf bist und orakle dann über die Auswirkungen ......
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Re: Die Flucht eines hauptamtlichen Parteisekretärs

Beitragvon augenzeuge » 28. Oktober 2015, 17:21

Edelknabe hat geschrieben:Ich merke schon Jörg du bist bei dem Thema überfordert....weil eben Kinderlos.


[laugh] Du möchtest mich locken, klappt nicht. Ich erzähl dir trotzdem nix von meinen 5 Kindern. [grin]
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Re: Die Flucht eines hauptamtlichen Parteisekretärs

Beitragvon augenzeuge » 28. Oktober 2015, 17:24

karnak hat geschrieben:
augenzeuge hat geschrieben:
Rainer, ist dir schon mal klar geworden, dass das Weib die Ursache ist? Wie kann man denn, wenn man als Frau ein einjähriges Kind hat, zur Bezirksparteischule gehen. Wieso kümmerte die sich nicht? Das ist so ein Punkt, den ich überhaupt nicht begreifen kann.



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Das ist eigentlich ganz einfach,in dieser DDR konnte man mit einem einjährigen Kind ohne Probleme einer Ganztagsbeschäftigung nachgehen,dafür gab es Krippen. Die meisten Frauen haben das auch getan.


Und das war gut? Sorry, da habe ich ne ganz andere Meinung zu. Das was ein Kind in den ersten Monaten braucht, kann keine Krippe bieten. Und die Frau hat eine Einmaligkeit ihres Lebens verschenkt...

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Re: Die Flucht eines hauptamtlichen Parteisekretärs

Beitragvon augenzeuge » 28. Oktober 2015, 17:27

Volker Zottmann hat geschrieben:Meine Mutter hat mich bereits als Einjährigen für eine solche Weiterbildung in Halberstadt für volle Wochen abgegeben. Da wurde ich Sonnabend abgeholt und Sonntagnachmittag wieder hingebracht. Ging über 7 Monate so!
Das ist sicher sehr förderlich und erstrebenswert für die kindliche Psyche.... [bloed]

Gruß Volker


Ja, das ist traurig. Kann auch keinen verstehen, der hier von einem förderlichem Zukunftsmodell spricht..... [bloed]
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Re: Die Flucht eines hauptamtlichen Parteisekretärs

Beitragvon karnak » 28. Oktober 2015, 17:42

augenzeuge hat geschrieben:
karnak hat geschrieben:
augenzeuge hat geschrieben:
Rainer, ist dir schon mal klar geworden, dass das Weib die Ursache ist? Wie kann man denn, wenn man als Frau ein einjähriges Kind hat, zur Bezirksparteischule gehen. Wieso kümmerte die sich nicht? Das ist so ein Punkt, den ich überhaupt nicht begreifen kann.



AZ

Das ist eigentlich ganz einfach,in dieser DDR konnte man mit einem einjährigen Kind ohne Probleme einer Ganztagsbeschäftigung nachgehen,dafür gab es Krippen. Die meisten Frauen haben das auch getan.


Und das war gut? Sorry, da habe ich ne ganz andere Meinung zu. Das was ein Kind in den ersten Monaten braucht, kann keine Krippe bieten. Und die Frau hat eine Einmaligkeit ihres Lebens verschenkt...

AZ

Wir reden von einem Jahr und ja,dass war und ist gut.Der Mensch ist ein gesellschaftliches Wesen und muss so früh wie möglich lernen in einer Gemeinschaft zu leben Ich erlebe das gerade aktuell bei meinem Enkel der mit einem Jahr zu einer Tagesmutter geht,mit"Seinesgleichen"in Kontakt kommt und seither eine"revolutionäre"Entwicklung genommen hat. Früher hat das,beim Verbleib bei der Mutter nebenbei die anderen 7 Geschwister und die Kinder der Dorfgemeinschaft übernommen,die Zeiten haben sich geändert,die Notwendigkeiten für die Entwicklungen eines Menschen hingegen nicht. Somit schaden die mittelalterlichen Forderungen gewisser konservativer Kreise dem Menschen mehr als sie nutzen.
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Re: Die Flucht eines hauptamtlichen Parteisekretärs

Beitragvon augenzeuge » 28. Oktober 2015, 17:53

Sorry, Karnak, das kann ich so nicht stehen lassen. Wir reden von der ersten Lebenszeit. Da ist keine Tagesmutter oder Krippe der bessere Ersatz. Das ist Unsinn. Nun begründe nur noch die Wichtigkeit der Parteischule, dann hackts....

Und dein Vergleich mit dem Enkel passt dazu nicht. Die Entwicklung des Kindes ist im 2. Jahr ne ganz andere. Selbstverständlich muss ein Kind unter seinesgleichen kommen. Das ist keine Frage.

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Re: Die Flucht eines hauptamtlichen Parteisekretärs

Beitragvon karnak » 28. Oktober 2015, 18:05

augenzeuge hat geschrieben:Sorry, Karnak, das kann ich so nicht stehen lassen. Wir reden von der ersten Lebenszeit. Da ist keine Tagesmutter oder Krippe der bessere Ersatz. Das ist Unsinn. Nun begründe nur noch die Wichtigkeit der Parteischule, dann hackts....

Und dein Vergleich mit dem Enkel passt dazu nicht. Die Entwicklung des Kindes ist im 2. Jahr ne ganz andere. Selbstverständlich muss ein Kind unter seinesgleichen kommen. Das ist keine Frage.

AZ

Wir reden von einem Einjährigen wie in diesem Fall.
Was die Parteischule dieser Ebene angeht,wichtig ist vielleicht etwas dicke aufgetragen,aber da ich nun auf einer solchen war,im Gegensatz zu allen anderen die meinen darüber urteilen zu müssen,ich möchte sie im Nachhinein eigentlich nicht missen,sie hat mir zumindest die Fähigkeit gegeben bei gewissen Themen zu wissen über was ich überhaupt rede,im Gegensatz zu einigen anderen.
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Re: Die Flucht eines hauptamtlichen Parteisekretärs

Beitragvon augenzeuge » 28. Oktober 2015, 18:09

karnak hat geschrieben:
augenzeuge hat geschrieben:Sorry, Karnak, das kann ich so nicht stehen lassen. Wir reden von der ersten Lebenszeit. AZ

Wir reden von einem Einjährigen wie in diesem Fall.


Ok, wenn wir drüber streiten, wie alt das Kind war, als die Mutter ihre Parteischule angefangen hat, können wir aufhören.
Für mich war es da noch lange kein Jahr...
AZ
Freiheit ist ein Gut, das durch Gebrauch wächst und durch Nichtgebrauch dahinschwindet. Keiner darf für sich den Besitz der Wahrheit beanspruchen, sonst wäre er unfähig zu Kompromiß und überhaupt zu Zusammenleben.
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