Der Brocken - Hochsicherheitstrakt der DDR

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Der Brocken - Hochsicherheitstrakt der DDR

Beitragvon Interessierter » 31. Mai 2020, 10:21

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Eine Mauer, Wachtürme und Zäune schotteten das Brockenplateau jahrelang ab.

Auf dem Brocken im Harz blieb die Zeit auch nach dem Mauerfall am 9. November 1989 stehen. Der höchste Gipfel des Mittelgebirges war nämlich zu DDR-Zeiten ein ganz besonderer Mikrokosmos. Hier arbeiteten DDR-Grenzsoldaten, Abhörexperten von der Staatssicherheit und russische Geheimdienstler daran, die DDR für immer abzuschotten. Der Kalte Krieg und die wechselseitige Aufrüstung prägten die Landschaft 28 Jahre lang. Das Schreckgespenst eines atomaren Überraschungsangriffes bedrohte die Menschen auf beiden Seiten des "Eisernen Vorhangs" gleichermaßen.

Gleichgewicht des Schreckens

Der Glaube an ein noch so wackeliges Gleichgewicht der Kräfte steigerte sich zur Rüstungsspirale. Der höchste Berg Norddeutschlands war der Gipfel der Abschreckung - im wahrsten Sinne des Wortes. Hier installierten die DDR und ihre sowjetischen Verbündeten seit den 1950er-Jahren immer umfangreichere Abhöranlagen in Richtung Westen. Einen Höhepunkt der Aufrüstung bildete der NATO-Doppelbeschluss von 1979: In der Stationierung von Mittelstreckenraketen in Westdeutschland 1983 sahen die UdSSR eine außerordentliche Bedrohung: Die Pershing II-Raketen waren der Grund, im Harz ein effizientes Frühwarnsystem zu installieren, um die Sicherheit des Sozialismus zu gewährleisten, so die Ideologen aus dem Ostblock. Denn die US-Raketen hätten innerhalb weniger Minuten sowjetisches Territorium erreichen und vernichten können. Ein atomarer Gegenschlag von östlicher Seite wäre nur möglich gewesen, wenn die Geheimdienste extrem hellhörig auf alle verdächtigen Anzeichen reagierten. Und vom Brockengipfel aus konnte man den Feind am besten belauschen.

[b]Als die Alliierten nach dem Zweiten Weltkrieg über Deutschlands Teilung verhandelten, machten die Amerikaner auf der Konferenz von Jalta 1945 einen entscheidenden Fehler und tauschten den Harzgipfel gegen Teile des Landkreises Blankenburg ein. Von da an blieb ihnen nur der Wurmberg, der zweithöchste Harzgipfel, als Horchposten. Auf dem nahegelegenen Stöberhai arbeiteten Bundeswehr und Franzosen an der Feindbeobachtung. In keiner anderen Region Deutschlands waren sich die Gegner der Weltmächte so nah.[/b]

Mehr erfährt man hier:
https://www.ndr.de/geschichte/schauplae ... en114.html
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Re: Der Brocken - Hochsicherheitstrakt der DDR

Beitragvon Interessierter » 11. November 2020, 12:12

Der Brocken - Ein Berg im Sperrgebiet

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