Zwanzig Jahre "Spezialistenarbeit" für die Sicherheit an der Staatsgrenze

Die innerdeutsche Grenze. Alles was in das Thema Grenze, Grenztruppen, BGS, Zoll, Fluchten, Teilung, Leben im Sperrgebiet, usw.

Zwanzig Jahre "Spezialistenarbeit" für die Sicherheit an der Staatsgrenze

Beitragvon Interessierter » 7. Dezember 2019, 08:36

Abläufe und Ereignisse im Bereich der Grenzübergangsstelle Heinrich-Heine-Straße in Berlin 1970 - 1989

Nicht jede Berliner Güst hatte dieselben "Reisekategorien"


Infolge des Mauerbaus von 1961 wurden für die verbliebenen Grenzübergangstellen jeweils verschiedene "Reisekategorien" festgelegt. Zum Beispiel konnten Bürger West-Berlins nicht alle Güst für den privaten Reise- und Besucherverkehr nutzen.

Die grundsätzliche Aufgabe der PKE/Güst Heinrich-Heine-Straße lag in der Überwachung des "Wechselverkehrs von Bürgern der DDR und der BRD und von in der DDR akkreditierten Diplomaten sowie ständige[r] Einwohner West-Berlins zur Ein- und Ausreise im kommerziellen Warenverkehr". Realisiert wurde dieses in Zusammenarbeit mit dem Kommandanten der Grenzübergangsstelle, den die Grenztruppen der DDR stellten, dem Grenzzollamt der Zollverwaltung der DDR (GZA) sowie mit weiteren staatlichen und anderen Dienststellen.


Allerdings hatte der ehemalige PKE - Angehörige karnak behauptet, dass pauschal die Handlungsweisen/Abläufe an allen GÜST gleich gewesen sind.

Grenzkontrolle auf der Güst war für viele Reisende "purer Stress"

Während der Grenzkontrolle konnten komplizierte Situationen auftreten, wie bei einem "versuchten gewaltsamen Grenzdurchbruch" oder bei der "Dekonspiration" von (inoffiziellen) MfS-Mitarbeitern. Zu solchen Situationen zählten auch die Verweigerung des Vorlegens von Reisedokumenten, Provokationen verschiedenster Art, Verkehrsunfälle, Beschädigung von Kontroll- und Sperreinrichtungen sowie Erkrankungen und Todesfälle von Passanten. Letztere zwei Sachverhalte waren zum Teil dadurch bedingt, dass die zu kontrollierenden Personen während der Grenzpassage einem erheblichen psychischen Druck ausgesetzt waren.

Obwohl ein korrektes, zweckdienliches Auftreten von den Kontrollkräften des MfS und der Zollverwaltung verlangt wurde, konnte es auch zu gegenteiligen Verhaltensweisen kommen. Die an der PKE und am GZA eingesetzten Kräfte wurden im Rahmen ihrer fachlichen und politischen Ausbildung auch in "Grenzpsychologie" geschult. Die Kontrollhandlungen waren so abgestimmt (meist auf der Grundlage von speziellen Vereinbarungen), dass die Kontrollkräfte sich sofort gegenseitig informierten, wenn „Unstimmigkeiten“ während der Grenzpassage auftraten.

Gelegentlich erfolgte bei der Grenzkontrolle auch die Festnahme von Passanten, wenn diese z. B. ein allzu provokantes Auftreten an den Tag legten, wenn Auffälligkeiten an Fahrzeugen und Reisegepäck ausgemacht wurden oder wenn Personen festgestellt wurden, die zur Fahndung ausgeschrieben waren.

Bei all diesen Sachverhalten wurden das Operative Leitzentrum (OLZ) und/oder die Operativdienststelle Berlin (OPD) oder auch der Leiter der HA VI informiert. Diese Einrichtungen der HA VI trafen Entscheidungen, wie die PKE weiter zu handeln hatte. Festgenommene Personen wurden in der Regel an die Deutsche Volkspolizei übergeben.

https://www.bstu.de/archiv/fachbeitraeg ... ddr/#c2529
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Re: Zwanzig Jahre "Spezialistenarbeit" für die Sicherheit an der Staatsgrenze

Beitragvon karnak » 7. Dezember 2019, 11:21

Was haben denn Handlungsweisen und Abläufe mit unterschiedlichen Reisekategorien zu tun?
Eine Reisekategorie wäre eine Einreise in die DDR, möglich für Westberliner, Bundesbürger oder sonstige Ausländer. Für all diese Personen gab es unterschiedliche Voraussetzungen damit eine Einreise möglich war. Die Abfertigung und besonders die dann ausgestellten Dokumente allerdings waren an jeder Güst gleich.
Das Gleiche trifft auf Verdachtskontrollen,Reisesperrren und ähnliches zu. Die Handlungsweisen und Abläufe waren bis zum Letzten i Punkt festgelegt, Selbst das was der betreffenden Person mitzuteilen war, war zentral Wortwörtlich festgelegt. " Ihrer Einreise / Durchreise wird nicht stattgegeben ", das und nur das wurde mitgeteilt und dann die Rückweisung realisiert, als Beispiel.
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Re: Zwanzig Jahre "Spezialistenarbeit" für die Sicherheit an der Staatsgrenze

Beitragvon Nostalgiker » 7. Dezember 2019, 12:12

Nun ist ja nie jemand von den Wessis weder bei der Einreise, der Transitreise oder bei der Ausreise auch ansatzweise provokant aufgetreten, dazu waren sie doch viel zu verängstigt und zu schüchtern.

Da würde ich dem Interessierten einfach mal empfehlen das er an einer Leberwurststulle kauend die Einreise in die USA absolvieren möchte ....
Wenn das nicht "geklappt" hat ziehe deine Vintage Flecktarnhosen im Cargo Stile mit deinen berühmten Sandalen (Söckchen nicht vergessen) an und du wirst deine helle Freude mit dem Zoll und den PKA's haben. In vielen Ländern außerhalb Mitteleuropas ist nämlich das tragen jeglicher Kleidung die auch nur Ansatzweise an Kleidung der Armee erinnert für Zivilpersonen strikt verboten.
Naja, vielleicht schickt dir dann dein Forenfreund ab und an ein Paket ins Gefängnis. ( nach diesem Aufenthalt in einem Gefängnis im Land deiner Wahl werden auch dir Schilderungen aus dem Knast in Cottbus, Bautzen etc. zu DDR Zeiten wie Berichte aus dem Knastparadies vorkommen .....

Ich wünsch dir viel Fun in der realen Welt des Zolls und der Passkontrolleure1
Auch wenn sie heutzutage angeblich alle einen scherz auf den Lippen haben, sie sind absolut spassberfreit!!!
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Re: Zwanzig Jahre "Spezialistenarbeit" für die Sicherheit an der Staatsgrenze

Beitragvon zoll » 7. Dezember 2019, 12:41

Nostalgiker hat geschrieben:Nun ist ja nie jemand von den Wessis weder bei der Einreise, der Transitreise oder bei der Ausreise auch ansatzweise provokant aufgetreten, dazu waren sie doch viel zu verängstigt und zu schüchtern.

Da würde ich dem Interessierten einfach mal empfehlen das er an einer Leberwurststulle kauend die Einreise in die USA absolvieren möchte ....
Wenn das nicht "geklappt" hat ziehe deine Vintage Flecktarnhosen im Cargo Stile mit deinen berühmten Sandalen (Söckchen nicht vergessen) an und du wirst deine helle Freude mit dem Zoll und den PKA's haben. In vielen Ländern außerhalb Mitteleuropas ist nämlich das tragen jeglicher Kleidung die auch nur Ansatzweise an Kleidung der Armee erinnert für Zivilpersonen strikt verboten.
Naja, vielleicht schickt dir dann dein Forenfreund ab und an ein Paket ins Gefängnis. ( nach diesem Aufenthalt in einem Gefängnis im Land deiner Wahl werden auch dir Schilderungen aus dem Knast in Cottbus, Bautzen etc. zu DDR Zeiten wie Berichte aus dem Knastparadies vorkommen .....

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Auch wenn sie heutzutage angeblich alle einen scherz auf den Lippen haben, sie sind absolut spassberfreit!!!
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Weißt du, du Ingnorant, dass es hier nicht um Ein- oder Ausreise in Drittstaaten geht. Es wird kritisiert, wie Deutsche mit Deutschen im kalten Krieg umgegangen sind. Deutschland befand sich nicht in einem Spannungsfeld, welches direkt auf einen Kriegsfall hinaus lief.
Deine Vergleiche sind irgendwie an den Haaren herbei gezogen.
Wenn Drittstaaten so handeln hat es heute, 30 Jahre nach dem Ende der DDR Diktatur, mit den veränderten politischen Verhältnissen in der Welt zu tun.
Nenne mir ein Land, in dem in dem es verboten ist Fleck-Tarn-Kleidung ganz oder teilweise zu tragen.
Die Stasi Knästi waren deiner Meinung also Erholungsanstalten für bedürftige Angehörige der Arbeiterklasse. Du Phantast, lebe weiter in deiner Einbildungsblase.
Die Beamten des BGS und des Zolls repräsentieren den Durchschnitt der Bevölkerung. Der eine Teil sieht Reisende generell als Gesetzesbrecher , der andere Teil dieser Beamten, und das ist der Größere, geht ganz unvoreingenommen auf diesen Personenkreis zu.
Dein Neffe wird auch mit der Einstellung auf die Nase fallen.
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Re: Zwanzig Jahre "Spezialistenarbeit" für die Sicherheit an der Staatsgrenze

Beitragvon Nostalgiker » 7. Dezember 2019, 14:30

du Ignorant (zoll) hast es auch nach 30 Jahren nicht geschnallt das es damals nicht um Deutsche gegen Deutsche ging. Wahrlich nicht! Denn Deutschland befand sich nach seiner bedingungslosen Kapitulation und der Besetzung durch die Siegermächte durchaus im Epizentrum des Spannungsfeldes, genannt Kalter Krieg.

zoll, bevor du weiterhin solch einen Unsinn äußerst solltest du dich endlich mal mit der Geschichte Deutschlands, Europa und dem Rest der Welt nach 1945 beschäftigen.
Deine "Aussagen" lassen mich echt an deinem Verstand zweifeln.
Durch welche Gehirnwäsche bist du denn gegangen?
Falls du meinst mir sagen zu müssen das diese "Aussagen" deiner freien, unbeeinflussten Meinungsbildung entspringen, na dann gute Nacht für dein geschichtliches Wissen ......

PS.: du irrst was meinen Neffen betrifft.
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Re: Zwanzig Jahre "Spezialistenarbeit" für die Sicherheit an der Staatsgrenze

Beitragvon Sperrbrecher » 7. Dezember 2019, 15:08

Interessierter hat geschrieben:Infolge des Mauerbaus von 1961 wurden für die verbliebenen Grenzübergangstellen jeweils verschiedene "Reisekategorien" festgelegt. Zum Beispiel konnten Bürger West-Berlins nicht alle Güst für den privaten Reise- und Besucherverkehr nutzen.

Natürlich war das strikt kategorisiert und es wurde streng darauf geachtet, dass
jeder genau die Grenzübergänge nutzte, die für ihn vorgesehen waren. Dabei war
ich ziemlich variabel, weil ich sowohl einen (west)deutschen Reisepass, als auch
einen Berliner Personalausweis besaß und somit stets die jeweilige GÜST nutzen
konnte, die mir genehm war.

Bei meiner Frau als Ausländerin war das ebenfalls klar geregelt, sie durfte nur den
Grenzübergang am Checkpoint Charlie oder am Bahnhof Friedrichstrasse nutzen.
Deshalb ist sie auch nie nach Ost-Berlin eingereist, weil sie nie auf mich als ihren
Begleiter und Chauffeur verzichten wollte.

Auch bei Besuchen in der DDR durfte sie, von West-Berlin aus, nur bestimmte GÜST
nutzen. Während ich den nächstgelegen Grenzübergang, entsprechend unserem Ziel
Dresden, Waltersdorfer Chaussee/Flughafen Schönefeld passieren durfte, war ihr das
nicht erlaubt. Deshalb mussten wir den weitaus längeren Weg über Dreilinden fahren.

Durch diese irrwitzigen und kaum erklärbaren Regelungen hat sie gleich den richtigen
Eindruck von der DDR erhalten. Die unfreundlichen und rigorosen Grenzkontrollen und
das Erscheinungsbild der DDR selbst taten das ihrige und rundeten das Image der DDR
ab und blieben in ihren Gedächtnis haften.

Bei ihren Besuchen in ihren Heimatland hat es sie dann natürlich nicht versäumt, ihre
DDR-Erfahrungen unter ihren Landsleuten zu verbreiten und ihre Einstellung zum DDR
Sozialismus darzulegen. Der Tenor ihrer Ausführungen entsprach allerdings wohl nicht
so ganz dem Bild, welches die DDR-Vertretungen im Ausland, von ihren Staat liebend
gern gesehen hätten.
In der DDR wussten 90% der Bevölkerung, dass sie verarscht werden.
In der Bundesrepublik haben es 90% der Wähler immer noch nicht gemerkt.
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Re: Zwanzig Jahre "Spezialistenarbeit" für die Sicherheit an der Staatsgrenze

Beitragvon karnak » 7. Dezember 2019, 15:30

Wobei auch diese Regelungen nicht den Grenzwächtern anzulasten wären, die hatten nur durchzusetzen, so wie das jeder Staatsdiener überall zu tun hat.
" Denn sie hassen am Andersdenkenden nicht nur die andere Meinung, zu der er sich bekennt,sondern auch die Vermessenheit, selbst urteilen zu wollen. Was sie ja doch selbst nie unternehmen und im Stillen sich dessen bewusst sind."
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Re: Zwanzig Jahre "Spezialistenarbeit" für die Sicherheit an der Staatsgrenze

Beitragvon Interessierter » 7. Dezember 2019, 15:41

@karnak:
Nachdem du zu DDR - Zeiten deiner Logik gefolgt bist, das System dieser Diktatur für gut zu halten und sich in deren Dienst zu stellen, sollte es dich nicht verwundern, dass heute deiner Logik schwer zu folgen ist.

Da können Anweisungen und Vorschriften gerne deiner Meinung nach für alle GÜST gleich gemacht worden sein. Das nutzt aber alles nicht, da jede Güst nicht nur an landschaftlich unterschiedlichen Orten stand und dass an ihnen die unterschiedlichsten Charaktere arbeiteten, die natürlich entsprechend unterschiedlich bei plötzlich auftretenden Situationen spontan reagierten.

Da wird dein Versuch hier den Eindruck zu erwecken, das könnte nicht gewesen sein aufgrund der überallgleichen Vorschriften,
keinen Deut glaubwürdiger. Ganz zu schweigen von den aus unterschiedlichen Gründen schlecht gelaunten PKElern, die meinten das mit besonderer Unfreundlichkeit bis hin zu Schikane ausdrücken zu müssen.

Das alles ist mit Fakten und Aussagen von unzähligen Zeitzeugen belegt, die du dann auch noch versuchst als Lügner hinzustellen.

Es gibt keine gleichen Vorschriften, die für Vereine, Verbände, Firmen und Staaten gemacht werden, die dann auch von allen Betroffenen gleich befolgt und ausgeführt werden. Es gibt und es wird trotz solcher Vorschriften immer situationsbedingt oder aus anderen, unterschiedlichen Gründen Momente geben in denen man anders reagiert.

Wenn du in diesem diskutierten Punkt auch nach 30 Jahren dich immer noch nicht anders äußerst, als es dir damals in deine " Rote Logik " eingehämmert wurde, dann demonstrierst du jedoch wunderbar, wie eine derartig menschenverachtende Diktatur, nicht nur der Stasi, sondern auch in Teilen bei den Angehörigen anderer bewaffneter Organe ( VP und NVA ) ein derart krankes System als demokratisch und zukunftsweisend eintrichtern konnte..... [denken]
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Re: Zwanzig Jahre "Spezialistenarbeit" für die Sicherheit an der Staatsgrenze

Beitragvon Sperrbrecher » 7. Dezember 2019, 15:54

karnak hat geschrieben:Wobei auch diese Regelungen nicht den Grenzwächtern anzulasten wären, die hatten nur durchzusetzen, so wie das jeder Staatsdiener überall zu tun hat.

Das habe ich auch nicht behauptet.

Es ist mir lediglich aufgefallen, dass sich immer wieder ausreichend Personen finden lassen, die jeden Unsinn und auch jede Schweinerei gehorsam auszuführen bereit sind
und sich dann doch auf den Befehlsnotstand berufen.

An den Grenzübergängen standen m.W. keine Wehrdienstleistenden. Die dort
Tätigen haben sich diesen Arbeitsplatz selbst ausgesucht.
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Re: Zwanzig Jahre "Spezialistenarbeit" für die Sicherheit an der Staatsgrenze

Beitragvon karnak » 7. Dezember 2019, 16:01

Interessierter hat geschrieben:@karnak:
Nachdem du zu DDR - Zeiten deiner Logik gefolgt bist, das System dieser Diktatur für gut zu halten und sich in deren Dienst zu stellen, sollte es dich nicht verwundern, dass heute deiner Logik schwer zu folgen ist.

Da können Anweisungen und Vorschriften gerne deiner Meinung nach für alle GÜST gleich gemacht worden sein. Das nutzt aber alles nicht, da jede Güst nicht nur an landschaftlich unterschiedlichen Orten stand und dass an ihnen die unterschiedlichsten Charaktere arbeiteten, die natürlich entsprechend unterschiedlich bei plötzlich auftretenden Situationen spontan reagierten.

Da wird dein Versuch hier den Eindruck zu erwecken, das könnte nicht gewesen sein aufgrund der überallgleichen Vorschriften,
keinen Deut glaubwürdiger. Ganz zu schweigen von den aus unterschiedlichen Gründen schlecht gelaunten PKElern, die meinten das mit besonderer Unfreundlichkeit bis hin zu Schikane ausdrücken zu müssen.

Das alles ist mit Fakten und Aussagen von unzähligen Zeitzeugen belegt, die du dann auch noch versuchst als Lügner hinzustellen.

Es gibt keine gleichen Vorschriften, die für Vereine, Verbände, Firmen und Staaten gemacht werden, die dann auch von allen Betroffenen gleich befolgt und ausgeführt werden. Es gibt und es wird trotz solcher Vorschriften immer situationsbedingt oder aus anderen, unterschiedlichen Gründen Momente geben in denen man anders reagiert.

Wenn du in diesem diskutierten Punkt auch nach 30 Jahren dich immer noch nicht anders äußerst, als es dir damals in deine " Rote Logik " eingehämmert wurde, dann demonstrierst du jedoch wunderbar, wie eine derartig menschenverachtende Diktatur, nicht nur der Stasi, sondern auch in Teilen bei den Angehörigen anderer bewaffneter Organe ( VP und NVA ) ein derart krankes System als demokratisch und zukunftsweisend eintrichtern konnte..... [denken]

Als ob es um landschaftliche Unterschiede gänge [flash]
Frage doch bei den heutigen Behörden nach ob staatliche Dokumente oder staatliches Durchsetzen von Grundsätzlichem überall anders gehandhabt wird, bedingt nach den landschaftlichen Unterschieden. [flash]
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Re: Zwanzig Jahre "Spezialistenarbeit" für die Sicherheit an der Staatsgrenze

Beitragvon karnak » 7. Dezember 2019, 16:07

Sperrbrecher hat geschrieben:
karnak hat geschrieben:Wobei auch diese Regelungen nicht den Grenzwächtern anzulasten wären, die hatten nur durchzusetzen, so wie das jeder Staatsdiener überall zu tun hat.

Das habe ich auch nicht behauptet.

Es ist mir lediglich aufgefallen, dass sich immer wieder ausreichend Personen finden lassen, die jeden Unsinn und auch jede Schweinerei gehorsam auszuführen bereit sind
und sich dann doch auf den Befehlsnotstand berufen.

An den Grenzübergängen standen m.W. keine Wehrdienstleistenden. Die dort
Tätigen haben sich diesen Arbeitsplatz selbst ausgesucht.

Aha, so wie die vom Verfassungsschutz in ihrem fragwürdigen Umgang mit dem Personal aus der rechten Ecke meinst Du? Oder die merkwürdigen Aktivitäten des BND bei der Lieferung von Waffen an" Schurkenstaaten "Was das wohl für gehorsam Ausführende sein werden?
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Re: Zwanzig Jahre "Spezialistenarbeit" für die Sicherheit an der Staatsgrenze

Beitragvon zonenhasser » 7. Dezember 2019, 16:58

@karnak, ein beliebter Trick, um von sich abzulenken - andere Negativbeispiele ins Feld führen.
Die “Rote Fahne” schrieb noch “wir werden siegen”, da hatte ich mein Geld schon in der Schweiz.
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Re: Zwanzig Jahre "Spezialistenarbeit" für die Sicherheit an der Staatsgrenze

Beitragvon Beethoven » 7. Dezember 2019, 17:27

zonenhasser hat geschrieben:@karnak, ein beliebter Trick, um von sich abzulenken - andere Negativbeispiele ins Feld führen.


Na, das ist doch kein Trick.
Das ist eine ganz normale Argumentation in dem Sinne, dass man dass eine als unfehlbar, gut, unbestechlich, demokratisch und vor allem gesetzestreu hinstellt, dem anderen aber jeden, damals gesetzlich einwandfreien Vorgang, als Fehler, schlecht, bestechlich, diktatorisch und sonst noch was, vor hält.

Das ist doppelzüngig und unseriös.

Lieber Zoll, ich bin etwas verwundert über Deine Aussage. "Deutsche kontrollieren Deutsche" ist doch wohl nicht Dein Ernst.
Die BRD war für uns kapitalistisches, gegnerisches Ausland so wie die DDR dies für die Amtsträger in der BRD ebenfalls war. Erzähl mir bitte nicht, dass dies bei Dir nicht so war.

Es war die sensibelste Grenze der damaliger Zeit, die man sich vorstellen kann. Und dem entsprechend wurde auch gehandelt.

Gruß
Die größten Vorteile im Leben überhaupt wie in der Gesellschaft hat ein gebildeter Soldat.

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Re: Zwanzig Jahre "Spezialistenarbeit" für die Sicherheit an der Staatsgrenze

Beitragvon Kumpel » 7. Dezember 2019, 17:30

Ja Beethoven , die sensibelste Grenze deshalb weil sie den Laden DDR zusammen gehalten hat.
Ohne verammelte Grenzen keine DDR. Ganz einfach.
Die DDR war eine Missgeburt ohne Beatmung aus Moskau nicht lebensfähig.
'' Es war von vorn bis hinten zum Kotzen, aber wir haben uns prächtig amüsiert.''
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Re: Zwanzig Jahre "Spezialistenarbeit" für die Sicherheit an der Staatsgrenze

Beitragvon karnak » 7. Dezember 2019, 17:38

zonenhasser hat geschrieben:@karnak, ein beliebter Trick, um von sich abzulenken - andere Negativbeispiele ins Feld führen.

Ich stelle lediglich fest, dass Staatsdiener nicht auf dem Level von freischaffenden Künstlern unterwegs sind, sie erfüllen Aufträge der entsprechenden Regierung, dass muss man nicht mögen wenn einen der Part der Kreativität dabei fehlt, dann muss man es nicht machen, es muss es aber geben für jede Form von Staat und Regierung also muss es auch ein paar Idioten geben die für die ganzen Schlaumeier und Edelmenschen die Arbeit machen bei der man Gefahr läuft ausgerechnet von solchen Wichtigtuern und " es schon immer gewusst habenden" gegeiselt zu werden.
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Re: Zwanzig Jahre "Spezialistenarbeit" für die Sicherheit an der Staatsgrenze

Beitragvon karnak » 7. Dezember 2019, 17:45

Kumpel hat geschrieben:Ja Beethoven , die sensibelste Grenze deshalb weil sie den Laden DDR zusammen gehalten hat.
Ohne verammelte Grenzen keine DDR. Ganz einfach.
Die DDR war eine Missgeburt ohne Beatmung aus Moskau nicht lebensfähig.

Sicher nicht ganz falsch, hat aber nichts mit der korrekten und konsequenten Dienstdurchführung derer zu tun die den grenzüberschreitenden Verkehr organisierten solange es diese " Missgeburt " mit logisch vorhandener Grenze gab.
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Re: Zwanzig Jahre "Spezialistenarbeit" für die Sicherheit an der Staatsgrenze

Beitragvon Ari@D187 » 7. Dezember 2019, 17:56

Hier mal ein entsprechender Film:
-> Link

Was die Kontrollen im Zug/am Bahnhof sowie am Bahnhof Friedrichstraße anbetrifft, kann ich bestätigen, dass das genau so ablief wie gezeigt.

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Re: Zwanzig Jahre "Spezialistenarbeit" für die Sicherheit an der Staatsgrenze

Beitragvon Sperrbrecher » 7. Dezember 2019, 20:12

karnak hat geschrieben:Wobei auch diese Regelungen nicht den Grenzwächtern anzulasten wären, die hatten nur durchzusetzen, so wie das jeder Staatsdiener überall zu tun hat.

Letztendlich geht es doch gar nicht um die Kontrollen, sondern darum
wie sie stattgefunden haben. Mit einen freundlichen Gesicht, und etwas
mehr Höflichkeit hätte man diese Kontrollen ebenso effektiv durchführen
können. Dabei wäre den Kontrollierenden keine Perle aus der Krone gefallen
und der DDR-Staat wäre auch nicht in seinen Grundfesten erschüttert worden.
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Re: Zwanzig Jahre "Spezialistenarbeit" für die Sicherheit an der Staatsgrenze

Beitragvon Ari@D187 » 7. Dezember 2019, 21:35

Es muss GÜSTen gegeben haben, an welchen überfreundlich abgefertigt wurde. Denn sonst würde man ja genau das tun, was man @karnak selbst vorwirft: pauschalisieren. [hallo]

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Re: Zwanzig Jahre "Spezialistenarbeit" für die Sicherheit an der Staatsgrenze

Beitragvon Sperrbrecher » 8. Dezember 2019, 00:04

Ari@D187 hat geschrieben:Es muss GÜSTen gegeben haben, an welchen überfreundlich abgefertigt wurde. Denn sonst würde man ja genau das tun, was man @karnak selbst vorwirft: pauschalisieren.

Vielleicht hat es die tatsächlich gegeben, wer weiß das schon?
Nur habe ich die bei meinen Grenzpassagen (es müssten, wenn man die
dienstlichen dazurechnet) mehrere hundert gewesen sein, leider nie
kennengelernt.

Ich hatte einen Pass mit 48 Seiten, der normale hatte nur 32, damit der bei
der ständigen Stempelei der DDR-Kontrolleure nicht so schnell voll war.

Allerdings stempelten die DDR-Grenzer bei meinen dienstlichen Reisen
immer sehr platzsparend und setzten Stempel neben Stempel. Das sollte
auch einmal positiv erwähnt werden.

Bei Reisen aus privaten Gründen brauchte man jedoch immer zwei ganze Seiten.

Bei den Dienstreisen nach Holland, Frankreich, Österreich und in die Schweiz
wurde nicht gestempelt. Es ist mir nicht einmal mehr erinnerlich, dass man dort
von mir überhaupt jemals den Pass verlangt hätte. Man kannte sich meistens schon.
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Re: Zwanzig Jahre "Spezialistenarbeit" für die Sicherheit an der Staatsgrenze

Beitragvon karnak » 8. Dezember 2019, 06:29

Es gab keine Stelle wo flächendeckend überfreundlich abgefertigt wurde und keinen wo ausschließlich rumgepflaumt wurde UND entscheidend ist, es gab keine zentralen Auflagen besonders unfreundlich zu sein, dass ist völliger Blödsinn.
Was das platzsparende Stempeln angeht, in den letzten 30 Jahren ist mir noch kein Land untergekommen in dem nicht regerecht idiotisch ein Kontrollvermerk angebracht wurde, IMMER und JEDER ein Kontrollvermerk auf eine freie Seite. Was bedeutet, ist dann auf jeder Seite nur ein Kontrollvermerk ist der Pass faktisch voll wenn man ein Visum von irgendeinem Land brauchen sollte. Das wird nämlich nicht angebracht wenn sich auf der Seite ein Kontrollvermerk eines anderen Landes befindet. Deutsch und korrekt wurde an der DDR Grenze sowas nie praktiziert, man stempelte nicht mitten in eine leere Seite. [flash]
Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.
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Re: Zwanzig Jahre "Spezialistenarbeit" für die Sicherheit an der Staatsgrenze

Beitragvon Kumpel » 8. Dezember 2019, 06:47

Resümee, es wurde hin und wieder gepflaumt, aber nicht von jedem. [flash]
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Re: Zwanzig Jahre "Spezialistenarbeit" für die Sicherheit an der Staatsgrenze

Beitragvon karnak » 8. Dezember 2019, 06:52

Es wurde und es wird gepflaumt, an den verschiedensten Orten und zu den verschiedensten Gelegenheiten. [grin]
" Denn sie hassen am Andersdenkenden nicht nur die andere Meinung, zu der er sich bekennt,sondern auch die Vermessenheit, selbst urteilen zu wollen. Was sie ja doch selbst nie unternehmen und im Stillen sich dessen bewusst sind."
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Re: Zwanzig Jahre "Spezialistenarbeit" für die Sicherheit an der Staatsgrenze

Beitragvon augenzeuge » 8. Dezember 2019, 11:29

Beethoven hat geschrieben:Es war die sensibelste Grenze der damaliger Zeit, die man sich vorstellen kann. Und dem entsprechend wurde auch gehandelt.

Gruß


Nun löse dich doch mal von diesen Lügen. [flash] Sensibel waren nur jene, die Angst hatten, dass ihnen das Volk davon läuft. Deshalb wurden auch freundwärts die Sperrgebiete immer größer.
Für die andere Seite war es keine sensible Grenze. Auch nicht für die Nato.

Sensible Grenzen findet man u.a. zwischen Indien und Pakistan.

AZ
Freiheit ist ein Gut, das durch Gebrauch wächst und durch Nichtgebrauch dahinschwindet. Keiner darf für sich den Besitz der Wahrheit beanspruchen, sonst wäre er unfähig zu Kompromiß und überhaupt zu Zusammenleben.
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Re: Zwanzig Jahre "Spezialistenarbeit" für die Sicherheit an der Staatsgrenze

Beitragvon augenzeuge » 8. Dezember 2019, 11:32

Ari@D187 hat geschrieben:Es muss GÜSTen gegeben haben, an welchen überfreundlich abgefertigt wurde. [hallo]

Ari


Es liegt immer nur an den Menschen, welche Macht haben, Ari. Heute auch.

Und der Film ist Mist. Wie ist man auf die Idee gekommen, die Tonspur zu ändern ? So wird das Interessante an der DDR Doku genommen.... [muede]

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Re: Zwanzig Jahre "Spezialistenarbeit" für die Sicherheit an der Staatsgrenze

Beitragvon Volker Zottmann » 8. Dezember 2019, 11:32

karnak hat geschrieben: bedeutet, ist dann auf jeder Seite nur ein Kontrollvermerk ist der Pass faktisch voll wenn man ein Visum von irgendeinem Land brauchen sollte. Das wird nämlich nicht angebracht wenn sich auf der Seite ein Kontrollvermerk eines anderen Landes befindet. Deutsch und korrekt wurde an der DDR Grenze sowas nie praktiziert, man stempelte nicht mitten in eine leere Seite. [flash]

Immer neuer Unsinn eines Ahnungslosen.
Leider hab ich logischer Weise keinen Beweis zur Hand... Aber was 1972 meinen Cousin aus Canada am meisten aufregte, dass bei Einreise eine ganze Seite das Passes verplempert wurde. Die war ja das größte Land der Welt und so, genauso willkürlich auch der Stempel "platzsparend" eingedrückt. Ebenso die Frage, warum eine DDR unbedingt solch überdimensionierten Visumstempel brauchte. 5 Nummern kleiner hätten auch gereicht. Schlecht gestempelt waren 3 bis 4 Passseiten voll, für einmal in die DDR und wieder raus.

Gruß Volker
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Die Weite Deines Horizonts ist Frage Deiner Sicht.
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Re: Zwanzig Jahre "Spezialistenarbeit" für die Sicherheit an der Staatsgrenze

Beitragvon Ari@D187 » 8. Dezember 2019, 11:43

augenzeuge hat geschrieben:
Beethoven hat geschrieben:Es war die sensibelste Grenze der damaliger Zeit, die man sich vorstellen kann. Und dem entsprechend wurde auch gehandelt.

Gruß


Nun löse dich doch mal von diesen Lügen. [flash] Sensibel waren nur jene, die Angst hatten, dass ihnen das Volk davon läuft. Deshalb wurden auch freundwärts die Sperrgebiete immer größer.
Für die andere Seite war es keine sensible Grenze. Auch nicht für die Nato.
[...]

Ist jetzt nicht ernst gemeint, oder? Noch nie am Point-Alpha gewesen? Noch nichts vom "Fulda-Gap" gehört? Noch keinen Sprengschacht gesehen?

Ari
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Re: Zwanzig Jahre "Spezialistenarbeit" für die Sicherheit an der Staatsgrenze

Beitragvon augenzeuge » 8. Dezember 2019, 11:48

Doch, eben, weil ich da war. Point Alpha war die Ausnahme, welche die Regel bestätigt.

Und weil ich länger in Berlin-West gelebt habe.

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Re: Zwanzig Jahre "Spezialistenarbeit" für die Sicherheit an der Staatsgrenze

Beitragvon karnak » 8. Dezember 2019, 12:02

Volker Zottmann hat geschrieben:Leider hab ich logischer Weise keinen Beweis zur Hand... Aber was 1972 meinen Cousin aus Canada am meisten aufregte, dass bei Einreise eine ganze Seite das Passes verplempert wurde.

Gruß Volker

[grin] Das ist nur so weil Dein Cousin einfach keine Ahnung von der Materie hat. Wenn zwischen zwei Ländern keine Visafreiheit vereinbart wurde ist man Visapflichtig wenn man in das jeweilig andere Land reist. Ein Visum beansprucht IMMER eine ganze Passeite. Etwas anderes ist ein Kontrollvermerk ,wer da wie stempelte, die DDR und Canada ist hier zusehen. [hallo]
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Re: Zwanzig Jahre "Spezialistenarbeit" für die Sicherheit an der Staatsgrenze

Beitragvon Ari@D187 » 8. Dezember 2019, 12:17

Mein Visum bestand leider nur aus einem Zusatzzettel, d.h. in meiem alten Pass gibt es keinerlei Stempel, welche meine Reise in und durch die DDR dokumentieren.

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