Kontaktaufnahmen NVA-Angehöriger mit West Zollgrenzdienst

Die innerdeutsche Grenze. Alles was in das Thema Grenze, Grenztruppen, BGS, Zoll, Fluchten, Teilung, Leben im Sperrgebiet, usw.

Re: Kontaktaufnahmen NVA-Angehöriger mit West Zollgrenzdienst

Beitragvon Edelknabe » 11. April 2019, 17:29

Entschuldigt,ich habe wieder einmal zu schnell gelesen.

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Re: Kontaktaufnahmen NVA-Angehöriger mit West Zollgrenzdienst

Beitragvon zoll » 11. April 2019, 17:46

Edelknabe hat geschrieben:Der Rainer liest "Ende des britischen Sektor". 1976? In wo war das der Braunschweiger Ecke? Stand da der Brite in der Hohheit etwa noch über dem euren ZGD/BGS?

Rainer-Maria

Das siehst du ganz richtig. Die ehem. Besatzungsmächte, also in den Westzonen die Briten und Amerikaner, waren für die Demarkationslinie oder später die Zonengrenze verantwortlich.
In der Britischen Besatzungszone zwischen Niedersachsen und Sachsen-Anhalt war der British Frontier Service, vertreten durch den Britsh Frontier Service Officer, verantwortlich und gegenüber dem Zollgrenzdienst weisungsberechtigt.
Die britische Armee, eine Einheit aus den Wolfenbüttler Northhampton Barraks, befuhr in regelmäßigen Abständen, u. a. mit Radspähwagen "Alvis Saladi" (Bild s. Wiki), den Grenzabschnitt Braunschweig.
zoll [wink]



FV 601 Saladin im Museum Yad la-Shiryon, Israel
Allgemeine Eigenschaften
Besatzung 3
Länge 4,93 m
Breite 2,54 m
Höhe 2,39 m
Masse 11,6 Tonnen
Panzerung und Bewaffnung
Panzerung stellenweise bis zu 32 mm
Hauptbewaffnung 1 × 76-mm-Kanone
Sekundärbewaffnung 2 × Maschinengewehre
Beweglichkeit
Antrieb 8-Zylinder Rolls-Royce B80 Mk.6A
170 PS (127 kW)
Federung Radaufhängung (6×6-Allrad)
Höchstgeschwindigkeit 72 km/h
Leistung/Gewicht 15,5 PS/Tonne
Reichweite 400 km

P.S. Habe gerade gelesen, dass mitten im sozialistischen Musterland DDR eine Einheit der BAOR, gem. mit USAREUR bei Burg bis 1991 als Autobahn aid station stationiert war.
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Re: Kontaktaufnahmen NVA-Angehöriger mit West Zollgrenzdienst

Beitragvon Beethoven » 15. April 2019, 09:21

zoll hat geschrieben:[

P.S. Habe gerade gelesen, dass mitten im sozialistischen Musterland DDR eine Einheit der BAOR, gem. mit USAREUR bei Burg bis 1991 als Autobahn aid station stationiert war.


Kannst Du mehr darüber schreiben?

Höre ich das erste mal, zumal wir ja oft in Burg (Krähenberge) gesprungen sind und uns diese Herrschaften nie besucht haben. [hallo]


Freundlichst
Demokratie ist die Notwendigkeit, sich gelegentlich den Ansichten anderer Leute zu beugen.
Sie ist die schlechteste aller Staatsformen, ausgenommen alle anderen.

Winston Churchill

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Re: Kontaktaufnahmen NVA-Angehöriger mit West Zollgrenzdienst

Beitragvon Edelknabe » 15. April 2019, 17:59

zoll mit diesem:

"In der Britischen Besatzungszone zwischen Niedersachsen und Sachsen-Anhalt war der British Frontier Service, vertreten durch den Britsh Frontier Service Officer, verantwortlich und gegenüber dem Zollgrenzdienst weisungsberechtigt."
textauszug ende

Genau das war wichtig zu wissen. Ich denke mal im Gegensatz zu euch Drüben waren die Sowjets im Osten eben nicht so präsent vorne am Kanten. Die beschränkten ihre Aktivitäten eher auf ihre getarnten Bunkeranlagen mit der Luftbeobachtung.Und ja, am Elbabschnitt lagen die Engländer gegenüber, so aber nur ein,zweimal in den 18 Monaten persönlich gesehen.

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Re: Kontaktaufnahmen NVA-Angehöriger mit West Zollgrenzdienst

Beitragvon zoll » 15. April 2019, 19:08

Beethoven hat geschrieben:
zoll hat geschrieben:[

P.S. Habe gerade gelesen, dass mitten im sozialistischen Musterland DDR eine Einheit der BAOR, gem. mit USAREUR bei Burg bis 1991 als Autobahn aid station stationiert war.


Kannst Du mehr darüber schreiben?

Höre ich das erste mal, zumal wir ja oft in Burg (Krähenberge) gesprungen sind und uns diese Herrschaften nie besucht haben. [hallo]


Freundlichst

Wie es dir wahrscheinlich bekannt ist hatten die Amis in Helmstedt, ein paar Kilometer vor dem Check Point Alpha, eine Versorgungsanlage mit allem was bei denen dazu gehörte, glaube sogar Übernachtungsmöglichkeit.
Dort wurden die regelmäßigen Konvois für Berlin und von Berlin versorgt.
Mein Kaserne lag in Braunschweig-Kralenriede. Dort sind ab und an ebenfalls Konvois technisch versorgt worden, vor allem dann, wenn die Sowjets Sperenzien wegen angeblich nicht erfüllter Vorschriften machten.
Die Anlage in Burg bei Magdeburg versorgte also nur alliierte Truppen, wenn möglich technisch und als Abschlepphilfe. Die Anlage war selbstverständlich von der Bevölkerung total abgeschirmt. Die Armeeangehörigen hatten auch keinen Ausgang.
Sie wurden aber gut mit allem Nötigen versorgt. Was blieb ihnen auch sonst in solch einer isolierten Anlage. Wie oft sie abgelöst wurden weiß ich nicht.
Einmal habe ich gelesen, dass dieser Stützpunkt, sehr einfach ausgestattet mit Baracken, bald nach Gründung der DDR aufgelöst wurde, dann wieder, das dieser Stützpunkt weit nach der Wende benutzt wurde.
ratata, der aus der Gegend kommt, konnte mir auch nichts bestätigen.
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Re: Kontaktaufnahmen NVA-Angehöriger mit West Zollgrenzdienst

Beitragvon Grenzwolf62 » 16. April 2019, 05:26

Als junger Kerl aus der DDR-Provinz waren die Leute von der Rheinarmee schon beeindruckend für mich, konnte sie ja aus der Nähe bestaunen da ich auch vor den Zaun durfte.
Der Gruß "Hey Guy's" hat mich erst etwas geärgert als Hetero, aber ein anderer Buchstabe macht es ja schon anders. [wink]
Ich habe mich nun auch entschlossen für eine bessere Welt Verzicht zu üben.
Als erstes verzichte ich auf zu viele Kommas.
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Re: Kontaktaufnahmen NVA-Angehöriger mit West Zollgrenzdienst

Beitragvon ratata » 16. April 2019, 06:18

Edelknabe hat geschrieben:zoll mit diesem:

"In der Britischen Besatzungszone zwischen Niedersachsen und Sachsen-Anhalt war der British Frontier Service, vertreten durch den Britsh Frontier Service Officer, verantwortlich und gegenüber dem Zollgrenzdienst weisungsberechtigt."
textauszug ende

Genau das war wichtig zu wissen. Ich denke mal im Gegensatz zu euch Drüben waren die Sowjets im Osten eben nicht so präsent vorne am Kanten. Die beschränkten ihre Aktivitäten eher auf ihre getarnten Bunkeranlagen mit der Luftbeobachtung.Und ja, am Elbabschnitt lagen die Engländer gegenüber, so aber nur ein,zweimal in den 18 Monaten persönlich gesehen.

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Bis November 1969 waren die Russen täglich bei uns im Grenzgebiet unterwegs . Die fuhren eine Verbindungsstraße lang , wo eigentlich niemand etwas zu suchen hatte, Einmal kontrollierte ich die Freunde in ihren Jeep. Da saßen der Fahrer und Offiziere drin . Die zeigten keine Dokumente , auf Anweisung des Führungspunktes , weiter fahren lassen . Eines Tages war Schluss, , es kamen keine mehr am kanten entlang. ratata
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Re: Kontaktaufnahmen NVA-Angehöriger mit West Zollgrenzdienst

Beitragvon Grenzwolf62 » 16. April 2019, 06:28

Die Freunde hatten doch eine ganze unterstellte Armee auf jeden Kilometer im Einsatz, warum sollten sie da selbst noch dort rumfahren.
Ich glaube die DDR ist auch zum Teil wegen der Unterhaltung dieses modernen Limes auf 1300 Kilometer in die Knie gegangen.
Ich habe mich nun auch entschlossen für eine bessere Welt Verzicht zu üben.
Als erstes verzichte ich auf zu viele Kommas.
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Re: Kontaktaufnahmen NVA-Angehöriger mit West Zollgrenzdienst

Beitragvon ratata » 16. April 2019, 06:33

zoll hat geschrieben:
Beethoven hat geschrieben:
zoll hat geschrieben:[

P.S. Habe gerade gelesen, dass mitten im sozialistischen Musterland DDR eine Einheit der BAOR, gem. mit USAREUR bei Burg bis 1991 als Autobahn aid station stationiert war.


Kannst Du mehr darüber schreiben?

Höre ich das erste mal, zumal wir ja oft in Burg (Krähenberge) gesprungen sind und uns diese Herrschaften nie besucht haben. [hallo]


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Wie es dir wahrscheinlich bekannt ist hatten die Amis in Helmstedt, ein paar Kilometer vor dem Check Point Alpha, eine Versorgungsanlage mit allem was bei denen dazu gehörte, glaube sogar Übernachtungsmöglichkeit.
Dort wurden die regelmäßigen Konvois für Berlin und von Berlin versorgt.
Mein Kaserne lag in Braunschweig-Kralenriede. Dort sind ab und an ebenfalls Konvois technisch versorgt worden, vor allem dann, wenn die Sowjets Sperenzien wegen angeblich nicht erfüllter Vorschriften machten.
Die Anlage in Burg bei Magdeburg versorgte also nur alliierte Truppen, wenn möglich technisch und als Abschlepphilfe. Die Anlage war selbstverständlich von der Bevölkerung total abgeschirmt. Die Armeeangehörigen hatten auch keinen Ausgang.
Sie wurden aber gut mit allem Nötigen versorgt. Was blieb ihnen auch sonst in solch einer isolierten Anlage. Wie oft sie abgelöst wurden weiß ich nicht.
Einmal habe ich gelesen, dass dieser Stützpunkt, sehr einfach ausgestattet mit Baracken, bald nach Gründung der DDR aufgelöst wurde, dann wieder, das dieser Stützpunkt weit nach der Wende benutzt wurde.
ratata, der aus der Gegend kommt, konnte mir auch nichts bestätigen.
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Noch mal zur Unterstützung von Zoll. Meine Firma war im Großraum Magdeburg mit dem Abbau von Sand beschäftigt . Ich war viel in diesen Betriebsteilen unterwegs . Gerade im Raum Burg , Im Wasser und auf dem Land , im nördlichen Teil Burgs , waren die Gelände , wo sich die Russen aufhielten . Aber von britischen Soldaten , Objekte , darüber hatte niemand ein Wort mal erzählt .Auch nach der Wende , nichts kam ans Tageslicht . Nur über die vielen getarnten Stasibauten , Internierungslager, wurde gesprochen .
Die einzigen britischen Soldaten in ihren Jeep, waren auf der B 71 an Bahnhöfen zb. Groß Ammensleben zu sehen , da standen sie öfters und beobachteten das Verladen , russischer Militärfahrzeuge . mfG ratata
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Re: Kontaktaufnahmen NVA-Angehöriger mit West Zollgrenzdienst

Beitragvon Sperrbrecher » 16. April 2019, 10:59

ratata hat geschrieben:
Die einzigen britischen Soldaten in ihren Jeep, waren auf der B 71 an Bahnhöfen zb. Groß Ammensleben zu sehen , da standen sie öfters und beobachteten das Verladen , russischer Militärfahrzeuge . mfG ratata

Bei denen dürfte es sich wohl im Angehörige der britischen MVM gehandelt haben,
die wie die MVM der Amerikaner und Franzosen in der DDR herumfuhren. Ebenso
wie die Angehörigen der MVM der Russen in der Bundesrepublik.
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Re: Kontaktaufnahmen NVA-Angehöriger mit West Zollgrenzdienst

Beitragvon zoll » 16. April 2019, 14:46

Noch eine Antwort für Beethoven:

DIE EINHEIT IN DER RUSSISCHEN ZONE

Ein Ausflug nach Berlin aus der britischen Zone war ein Abenteuer. Als Sie durch das Niemandsland bei Helmstedt in die russische Zone kamen, waren Sie völlig auf sich allein gestellt. Für 117 Meilen streckte sich die Autobahn leer vor Ihnen aus.

Es gab niemanden, bei dem man eine Tasse Tee anrufen konnte, und was noch wichtiger war, es gab niemanden, der bei einem Pannen Ihres Fahrzeugs helfen konnte. Einen Schlepptau zu bekommen, war ein schickes Geschäft, auf der Autobahn stecken geblieben, Sie waren umgeben von den unbekannten Ländern der russischen Zone a - ungefähr so ​​heimelig wie die Räume der westlichen Wüste. Gelegentlich dröhnte eine russische Patrouille vorbei; Manchmal würde eine Fußpatrouille ein uninteressiertes Auge auf Ihr gestrandetes Fahrzeug werfen und losfahren. Sie haben nur gewartet und gehofft, dass ein Freund in Khaki vorbeikommen würde.

Nun wurden jedoch zwei Autobahndienststellen, eine von den Briten und eine von den Amerikanern betrieben, eröffnet, die Briten 64 km von Helmstedt und die Amerikaner 40 km entfernt.

Der vorsichtige Reisende weiß, dass Hilfe ihn so schnell erreichen kann, wie Menschen und Fahrzeuge bewegt werden können. Es ist ein beruhigendes Gefühl. Der Reisende auf der Autobahn hat seine Nummer genommen, als er losfährt; Wenn er nicht rechtzeitig am anderen Ende auftaucht, sucht eine Patrouille nach ihm. Wenn irgendetwas nicht stimmt, kann eine der Stationen medizinische Einrichtungen, Wiederherstellungs- und kleinere Reparaturmöglichkeiten bereitstellen.

Die britische Post besteht aus vier Holzhütten, die von der Autobahn zurückgesetzt und vom umliegenden russischen Territorium abgegrenzt sind. Es ist nicht groß genug, um den Männern einen Fußballplatz zu gewähren. Dort leben Kapitän Frederick Green, die eigenen schottischen Grenzgänger des Königs, und 17 Männer, Handwerker von REME, eine Abteilung der Royal Military Police, RAMC-Pfleger, ein Pionier und drei Generalstimme - leben und arbeiten. Außer wenn sie Wasser aus Burg, sieben Meilen entfernt, bekommen, dürfen sie nicht von ihrem Gelände abkommen.

Aber sie haben viel zu tun. Die Militärpolizei patrouilliert die Autobahn, kontrolliert Fahrzeuge und behält die Dinge im Allgemeinen im Auge; Manchmal führen sie bei deutschen Lastwagen Schnappschüsse mit der Achse durch, um sicherzustellen, dass keine illegalen Einwanderer in die oder aus der britischen Zone kommen. Sie halten auch Ausschau nach Waren, die aus der britischen Zone gestohlen wurden und von deutschen Passagieren mitgeführt werden können, und sind immer bereit, alliierten Fahrzeugen, die ihre Dienste benötigen, zu helfen.

Die REME-Männer, die über einen Pannenwagen verfügen, der in der Lage ist, die größten Fahrzeuge auf der Autobahn zu schleppen, haben etwa 100 Pannen im Monat, um sie auf Trab zu halten - und der einzige Sapper ist der Ansicht, dass die Betreuung des Kraftwerks der Post ein Vollzeitjob ist. Der einzige Mann, der nicht ständig gerufen wird, ist Fahrer Tommy Hulton, RASC, der den Krankenwagen fährt; Unfälle sind selten, so dass er auf andere Weise zur Hand geht.

Im Freien haben sie ein gutes Spielzimmer, eine Bibliothek und eine Bar - obwohl die meisten Tee bevorzugen. Sie haben einen Garten angelegt, um viel eigenes Gemüse anzubauen, und ihre Handwerker haben rustikale Zäune hervorgebracht und die Außenseite der Hütten mit einer großzügigen Portion Tünche erhellt. Zweimal in der Woche bringt ein Liberty Truck sie nach Helmstedt.
Ich hoffe, dir damit gedient zu haben.

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Re: Kontaktaufnahmen NVA-Angehöriger mit West Zollgrenzdienst

Beitragvon Beethoven » 18. April 2019, 07:09

Für mich ist das völlig neu. Aber wenn die Truppe da so abgeschirmt lag und nur ausrückte, wenn Not am Mann war, werden wohl auch nur wenige Herrschaften davon gewußt haben.

Es verwundert mich in sofern, als in und um Burg eine Luftlandbrigade des CA und ein Spez-Nas-Bataillon lag. Die haben eigentlich kaum jemanden an sich ran gelelassen und hielten sich sehr bedeckt. Oft hatten sie regelrechte Bannmeilen um ihre Objekte, Straßen zu Übungsplätzen und um die Übungsplätze gezogen.
Dann gab es ja in Burg noch das AZ 19 - eine kadrierte Mob-Div. die in Friedenszeiten zivile Hochschulkader, in einer "Kurzbesohlung" zu subalternen Offizieren heran bildete. Allerdings keine Offizieren für Kampfeinheiten sondern was eben noch so gebraucht wurde. Meist zu irgendwelchen Fachdienst- und Stabsangehörigen. Da habe ich nicht so den richtigen Einblick.

Na und dann gab es, allerdings erst ab 1983 /84, die FJAB-40, wo die Fallschirmsprungausbildung für Anfänger der springenden Zunft aller bewaffneten Organe der DDR durchgeführt wurde oder eben auch das Springen entsprechender Sprungprogramme dieser Truppenteile und Einheiten. Selbst die Angehörigen des KSK 18 (Kampfschwimmerkommando) machten dort den Grundlehrgang im Fallschirmspringen.

Bei solch einer militärischen Konzentration hätte ich nicht gedacht, dass da noch MVM geduldet worden wären. Aber man lernt nie aus.

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Re: Kontaktaufnahmen NVA-Angehöriger mit West Zollgrenzdienst

Beitragvon zoll » 18. April 2019, 11:16

Ich glaube, das dieser Posten auf alliierten Vereinbarungen schon vor Kriegsende zurück zu führen ist und deshalb auch im "kalten" Krieg Bestand hatte.
Der Posten war sicher so abgesichert, dass niemand darüber stolpern konnte.
Ich könnte mir vorstellen, der Posten war südlich der Autobahn, Nähe der Ausfahrt Madel angesiedelt, denn nördlich wäre er zu nahe am Flugplatz gelegen.
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Re: Kontaktaufnahmen NVA-Angehöriger mit West Zollgrenzdienst

Beitragvon Thunderhorse » 19. April 2019, 16:49

zoll hat geschrieben:
Edelknabe hat geschrieben:Der Rainer liest "Ende des britischen Sektor". 1976? In wo war das der Braunschweiger Ecke? Stand da der Brite in der Hohheit etwa noch über dem euren ZGD/BGS?

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In der Britischen Besatzungszone zwischen Niedersachsen und Sachsen-Anhalt war der British Frontier Service, vertreten durch den Britsh Frontier Service Officer, verantwortlich und gegenüber dem Zollgrenzdienst weisungsberechtigt.


P.S. Habe gerade gelesen, dass mitten im sozialistischen Musterland DDR eine Einheit der BAOR, gem. mit USAREUR bei Burg bis 1991 als Autobahn aid station stationiert war.



Na dass mit der Weisungsbefugnis seitens des BFS mag bis 22. Mai 1949 möglich gewesen sein, danach war es obsolet.

Zu dem Halbwissen in Sachen Outpost entlang der Transitstrecke zw. Helmstedt und Berlin, CP Alpha und Bravo:
http://www.cold-war.de/showthread.php/3 ... oviet-Zone

1991, na da waren zwar die Allies noch in Berlin, aber die beiden Outpost gab es damals schon nicht mehr.
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Re: Kontaktaufnahmen NVA-Angehöriger mit West Zollgrenzdienst

Beitragvon augenzeuge » 19. April 2019, 17:11

Thunderhorse hat geschrieben:Zu dem Halbwissen in Sachen Outpost entlang der Transitstrecke zw. Helmstedt und Berlin, CP Alpha und Bravo:
http://www.cold-war.de/showthread.php/3 ... oviet-Zone
....
http://baor-locations.org/Burg.aspx.html



Schnell übersetzt:
Ein Ausflug nach Berlin aus der britischen Zone war ein Abenteuer. Sobald Sie durch das Niemandsland bei Helmstedt in die russische Zone gefahren waren, waren Sie völlig auf sich allein gestellt. Die Autobahn fuhr 117 Meilen lang leer vor Ihnen.

Es gab niemanden, bei dem man eine Tasse Tee anrufen konnte, und was noch wichtiger war, es gab niemanden, der bei einem Pannen Ihres Fahrzeugs helfen konnte. Einen Schlepptau zu bekommen, war ein schickes Geschäft, auf der Autobahn stecken geblieben, Sie waren umgeben von den unbekannten Ländern der russischen Zone - ungefähr so ​​heimelig wie die Wüsten der Westlichen Wüste. Gelegentlich dröhnte eine russische Patrouille vorbei; Manchmal würde eine Fußpatrouille ein uninteressiertes Auge auf Ihr gestrandetes Fahrzeug werfen und losfahren. Sie haben nur gewartet und gehofft, dass ein Freund in "Khaki" vorbeikommen würde.

Nun wurden jedoch zwei Autobahndienststellen, eine von den Briten und eine von den Amerikanern betrieben, eröffnet, die Briten 64 km von Helmstedt und die Amerikaner 40 km entfernt.

Der vorsichtige Reisende weiß, dass Hilfe ihn so schnell erreichen kann, wie Menschen und Fahrzeuge bewegt werden können. Es ist ein beruhigendes Gefühl. Der Reisende auf der Autobahn hat seine Nummer genommen, als er losfährt; Wenn er nicht rechtzeitig am anderen Ende auftaucht, sucht eine Patrouille nach ihm. Wenn irgendetwas nicht stimmt, kann eine der Stationen medizinische Einrichtungen, Wiederherstellungs- und kleinere Reparaturmöglichkeiten bereitstellen.

Die britische Post besteht aus vier Holzhütten, die von der Autobahn zurückgesetzt und vom umliegenden russischen Territorium abgegrenzt sind. Es ist nicht groß genug, um den Männern einen Fußballplatz zu gewähren. Dort leben Kapitän Frederick Green, Kings eigene schottische Grenzgänger und 17 Männer, Handwerker von REME, eine Abteilung der Royal Military Police, RAMC-Ordnungshelfer, ein Pionier und drei allgemeine Dienstmänner - außer wenn sie Wasser bekommen Burg, sieben Meilen entfernt, dürfen sie nicht von ihrem Gelände abweichen.

Aber sie haben viel zu tun. Die Militärpolizei patrouilliert die Autobahn, kontrolliert Fahrzeuge und behält die Dinge im Allgemeinen im Auge; Manchmal führen sie bei deutschen Lastwagen Schnappschüsse mit der Achse durch, um sicherzustellen, dass keine illegalen Einwanderer in die oder aus der britischen Zone kommen. Sie halten auch Ausschau nach Waren, die aus der britischen Zone gestohlen wurden und von deutschen Passagieren mitgeführt werden können, und sind immer bereit, alliierten Fahrzeugen, die ihre Dienste benötigen, zu helfen.

Die REME-Männer, die über einen Pannenwagen verfügen, der in der Lage ist, die größten Fahrzeuge auf der Autobahn zu schleppen, haben etwa 100 Pannen im Monat, um sie auf Trab zu halten - und der einzige Sapper ist der Ansicht, dass die Betreuung des Kraftwerks der Post Vollzeit ist Der einzige Mann, der nicht ständig gerufen wird, ist Driver Tommy Hulton, RASC, der die Ambulanz fährt, Unfälle sind selten und er hilft auf andere Weise.

Im Freien haben sie ein gutes Spielzimmer, eine Bibliothek und eine Bar - obwohl die meisten Tee bevorzugen. Sie haben einen Garten angelegt, um viel eigenes Gemüse anzubauen, und ihre Handwerker haben rustikale Zäune hervorgebracht und die Außenseite der Hütten mit einer großzügigen Portion Tünche erhellt. Zweimal in der Woche bringt ein Liberty Truck sie nach Helmstedt.


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Re: Kontaktaufnahmen NVA-Angehöriger mit West Zollgrenzdienst

Beitragvon zoll » 20. April 2019, 10:37

Thunderhorse hat geschrieben:
zoll hat geschrieben:
Edelknabe hat geschrieben:Der Rainer liest "Ende des britischen Sektor". 1976? In wo war das der Braunschweiger Ecke? Stand da der Brite in der Hohheit etwa noch über dem euren ZGD/BGS?

Rainer-Maria

Das siehst du ganz richtig. Die ehem. Besatzungsmächte, also in den Westzonen die Briten und Amerikaner, waren für die Demarkationslinie oder später die Zonengrenze verantwortlich.
In der Britischen Besatzungszone zwischen Niedersachsen und Sachsen-Anhalt war der British Frontier Service, vertreten durch den Britsh Frontier Service Officer, verantwortlich und gegenüber dem Zollgrenzdienst weisungsberechtigt.


P.S. Habe gerade gelesen, dass mitten im sozialistischen Musterland DDR eine Einheit der BAOR, gem. mit USAREUR bei Burg bis 1991 als Autobahn aid station stationiert war.



Na dass mit der Weisungsbefugnis seitens des BFS mag bis 22. Mai 1949 möglich gewesen sein, danach war es obsolet.

Zu dem Halbwissen in Sachen Outpost entlang der Transitstrecke zw. Helmstedt und Berlin, CP Alpha und Bravo:
http://www.cold-war.de/showthread.php/3 ... oviet-Zone

1991, na da waren zwar die Allies noch in Berlin, aber die beiden Outpost gab es damals schon nicht mehr.

Nun also wirfst du mir Halbwissen vor. Ich habe mich redlich bemüht die schon von mir vor langer Zeit hier im Forum aufgeworfene Frage nach diesen zwei Posten im kommunistischen Herrschaftsbereich aufzuklären.
Da hättest du längst etwas dazu beitragen können.
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Re: Kontaktaufnahmen NVA-Angehöriger mit West Zollgrenzdienst

Beitragvon AkkuGK1 » 20. April 2019, 10:57

Lass dich nicht ärgern Zoll. Dafür ist die Zeit zu knapp bemessen. Wie oft hat denn TH in letzter Zeit überhaupt gepostet?
König von Deutschland, das kann ich mir richtig vorstellen, die Gefängnisse wären voll mit Gesperrten - ich bin raus.
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Re: Kontaktaufnahmen NVA-Angehöriger mit West Zollgrenzdienst

Beitragvon zoll » 20. April 2019, 13:35

AkkuGK1 hat geschrieben:Lass dich nicht ärgern Zoll. Dafür ist die Zeit zu knapp bemessen. Wie oft hat denn TH in letzter Zeit überhaupt gepostet?

Danke für deine trostreichen Worte. Geärgerte habe ich mich nicht, nur über die schnodderige Antwort gewundert. Was war der "Herr" bei der NVA?
Ich war nur OG, aber Anstand habe ich schon bei Muttern gelernt.
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Re: Kontaktaufnahmen NVA-Angehöriger mit West Zollgrenzdienst

Beitragvon augenzeuge » 20. April 2019, 13:51

Thunderhorse war beim BGS und hatte gute Verbindungen zu hier stationierten US Einheiten.
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Re: Kontaktaufnahmen NVA-Angehöriger mit West Zollgrenzdienst

Beitragvon Sperrbrecher » 20. April 2019, 17:51

Beethoven hat geschrieben:Bei solch einer militärischen Konzentration hätte ich nicht gedacht, dass da noch MVM geduldet worden wären. Aber man lernt nie aus.

Dazu hätte man sie erst einmal erwischen und stellen müssen. Häufig ist es
den Patrouillen der MVM gelungen ihren Verfolgern zu entkommen und auch
in gesperrte Gebiete zu fahren. Die DDR-Sicherungskräfte konnten da nicht
viel machen und mussten immer erst die Russen herbeirufen.
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Re: Kontaktaufnahmen NVA-Angehöriger mit West Zollgrenzdienst

Beitragvon Beethoven » 21. April 2019, 10:21

Das stimmt wohl.

Die NVA hatte keinerlei Handhabe, selber gegen die MVM vorzugehen.

Es gab aber bestimmte Bereiche, in die die Angehörigen der MVM nicht hinein durften. Das waren vorzugsweise Standorte und Übungsplätze der CA aber teilweise auch der NVA.

Wurden dann MVM aufgeklärt, konnten die Kräfte der NVA diese lediglich blockieren und mussten dann auf die Angehörigen der CA warten. Die kamen dann wohl auch recht schnell.
Ne Plane über das Auto der MVM oder das "ND" (war ja schön groß) auf die Scheiben gepappt und mehr war nicht drin, durch die Angehörigen der NVA.

Es gab mal einen Spielfilm über britische MVM auf dem Territorium der DDR, die sich regelrechte Autojagden mit Männern des MfS lieferten. Natürlich hatten die Ladas den hochgezüchteten britischen Fahrzeugen nichts entgegen zu setzen.

Eigentlich, so vermute ich mal ganz kühn, hatte das MfS keinerlei Befugnisse um die MVM zu jagen oder gar fest zu nehmen. Aber die Briten verließen beim Auftauchen der Ladas, die sie natürlich alle kannten, ihre Beobachtungspunkte und damit war die eigentliche Aufgabe erfüllt. Es konnte nicht weiter aufgeklärt werden, durch die MVM.

Na ja, Major Nicolsen ist da so ein Fall, wo ein Angehöriger der MVM sich zu weit vorgewagt hat und auf deutschem Boden, durch eine russische Kugel starb. Ist wohl hinlänglich bekannt.

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Re: Kontaktaufnahmen NVA-Angehöriger mit West Zollgrenzdienst

Beitragvon AkkuGK1 » 21. April 2019, 11:39

liest sich aber anders über den Major Nicolsen. Ja dieses humanistische Gesellschaftssystem, da wo der Mensch erst zum Menschen wurde...
König von Deutschland, das kann ich mir richtig vorstellen, die Gefängnisse wären voll mit Gesperrten - ich bin raus.
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Re: Kontaktaufnahmen NVA-Angehöriger mit West Zollgrenzdienst

Beitragvon zoll » 21. April 2019, 15:24

augenzeuge hat geschrieben:Thunderhorse war beim BGS und hatte gute Verbindungen zu hier stationierten US Einheiten.
AZ

Danke für die Aufklärung.
Während meines Grenzaufsichtdienstes waren die "Herren" vom BGS bei ihren seltenen Besuchen an unserem Grenzabschnitt immer erpicht, die neuesten Informationen bei uns abzugreifen um sie dann als eigene Erkenntnis nach oben melden zu können.
Zeitlich neueste Beobachtungen haben wir per Funk ans ZKom gemeldet, um diese Beobachtungen nicht an die grünen Männchen weitergeben zu müssen.
Die Frage des BGS lautete nämlich fast immer:"Haben Sie neue Erkenntnisse gesammelt?" Antwort meinerseits:" Nö - schon per Funk an ZKom gemeldet!"
Also kurz und gut, sie waren nicht gern gesehen, weil sie sich zu selten sehen ließen. Das Motto von denen war wahrscheinlich "Auftauchen und schnell wieder abtauchen".
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Re: Kontaktaufnahmen NVA-Angehöriger mit West Zollgrenzdienst

Beitragvon Beethoven » 22. April 2019, 09:06

AkkuGK1 hat geschrieben:liest sich aber anders über den Major Nicolsen. Ja dieses humanistische Gesellschaftssystem, da wo der Mensch erst zum Menschen wurde...



Welche Erkenntnisse hast Du denn darüber.

Mir ist es so bekannt, dass er in ein Objekt der CA (eine Panzereinheit im Norden der DDR, die mit T-80 ausgerüstet war) eingedrungen ist und dabei von einem Posten erschossen wurde.
Vielleicht hätte man ihn auch festnehmen können. Aber da sind die Russen halt ein bißchen anders gestrickt obwohl auch sie eine Schußwaffenanwendungsordnung haben und hatten, die auch für Posten galt.
Wenn Major Nicolsen getürmt ist, nach dem er angesprochen wurde und ein Warnschuss abgegeben worden ist, hatte der Posten jedes Recht die Schusswaffe anzuwenden, zumal in so einem militärisch sensiblem Bereich. Aber wer weiß das schon so genau?
Wie sich das nun genau abgespielt hat, werden wohl nur die daran Beteilgten wissen, zumal sich die Angehörigen der CA da sehr bedeckt halten.

Aber schildere mal Deinen Wissensstand.

Freundlichst
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