Abzug der ,,Freunde,,

Themen zur Sowjetarmee/GSSD/Westgruppe auf dem Gebiet der DDR

Abzug der ,,Freunde,,

Beitragvon Feldwebel88 » 29. März 2011, 20:54

hab da ein schönes zeitdokument aus meiner heimatstadt grimma gefunden.

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Re: Abzug der ,,Freunde,,

Beitragvon ex-maja64 » 29. März 2011, 21:33

Schönes Zeitdokument Heiko. [wink]
Bei mir sind die damals im Mai 1991 abgezogen. Da war eine Radareinheit auf einem 868m hohen Berg.
Die letzten Tage befand sich dort nur noch eine Notbesatzung, die schürten dort riesige Lagerfeuer, vermutlich mit Sachen die sie nicht mehr mitnehmen konnten.
Als die auch noch weg waren, begab ich mich mit meiner Videokamera (damals leider noch nicht digital [frown] ) dorthin.
Ich nahm dann auch solche Sachen wie, herausgerissene Holzfußbodenbretter, abmontierte Sanitäranlagen und Fernheizungsrohre die ins Gebäude durch ein Fenster [shocked] gingen auf.
Jahrelang wurde dieses Objekt noch bewacht (erst durch ehem. abgehalfterte VPler, später von Vorruheständlern und Rentnern), man bedenke die Kosten.
Am Standort der Tankstelle, roch es auch nach Jahren noch nach Diesel und das in einem Wassereinzugsgebiet, aus dem mehrere Orte ihr Trinkwasser beziehen.
In späteren Jahren, kam so mancher "Westgote" [muede] und hatte viel versprechende und große Pläne mit dem Areal.
Heute sind sämtliche Gebäude abgetragen und von dort oben hat man wieder einen wunderbaren Blick auf Rhön (Wasserkuppe,Kreuzberg, Heidelstein), Fichtelgebirge(Schneeberg und Ochsenkopf) sowie ins Coburger Land.

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Re: Abzug der ,,Freunde,,

Beitragvon Thunderhorse » 4. April 2011, 19:11

ex-maja64 hat geschrieben:Schönes Zeitdokument Heiko. [wink]
Bei mir sind die damals im Mai 1991 abgezogen. Da war eine Radareinheit auf einem 868m hohen Berg.
Die letzten Tage befand sich dort nur noch eine Notbesatzung, die schürten dort riesige Lagerfeuer, vermutlich mit Sachen die sie nicht mehr mitnehmen konnten.
Als die auch noch weg waren, begab ich mich mit meiner Videokamera (damals leider noch nicht digital [frown] ) dorthin.
Ich nahm dann auch solche Sachen wie, herausgerissene Holzfußbodenbretter, abmontierte Sanitäranlagen und Fernheizungsrohre die ins Gebäude durch ein Fenster [shocked] gingen auf.
Jahrelang wurde dieses Objekt noch bewacht (erst durch ehem. abgehalfterte VPler, später von Vorruheständlern und Rentnern), man bedenke die Kosten.
Am Standort der Tankstelle, roch es auch nach Jahren noch nach Diesel und das in einem Wassereinzugsgebiet, aus dem mehrere Orte ihr Trinkwasser beziehen.
In späteren Jahren, kam so mancher "Westgote" [muede] und hatte viel versprechende und große Pläne mit dem Areal.
Heute sind sämtliche Gebäude abgetragen und von dort oben hat man wieder einen wunderbaren Blick auf Rhön (Wasserkuppe,Kreuzberg, Heidelstein), Fichtelgebirge(Schneeberg und Ochsenkopf) sowie ins Coburger Land.

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Steinheid???!!!!

http://www.fumema.de/fumema/funkmess/04_512-frame.htm

Hatten wir oft im Blickfeld.
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Re: Abzug der ,,Freunde,,

Beitragvon Thunderhorse » 4. April 2011, 19:16

Thunderhorse hat geschrieben:
ex-maja64 hat geschrieben:Schönes Zeitdokument Heiko. [wink]
Bei mir sind die damals im Mai 1991 abgezogen. Da war eine Radareinheit auf einem 868m hohen Berg.
Die letzten Tage befand sich dort nur noch eine Notbesatzung, die schürten dort riesige Lagerfeuer, vermutlich mit Sachen die sie nicht mehr mitnehmen konnten.
Als die auch noch weg waren, begab ich mich mit meiner Videokamera (damals leider noch nicht digital [frown] ) dorthin.
Ich nahm dann auch solche Sachen wie, herausgerissene Holzfußbodenbretter, abmontierte Sanitäranlagen und Fernheizungsrohre die ins Gebäude durch ein Fenster [shocked] gingen auf.
Jahrelang wurde dieses Objekt noch bewacht (erst durch ehem. abgehalfterte VPler, später von Vorruheständlern und Rentnern), man bedenke die Kosten.
Am Standort der Tankstelle, roch es auch nach Jahren noch nach Diesel und das in einem Wassereinzugsgebiet, aus dem mehrere Orte ihr Trinkwasser beziehen.
In späteren Jahren, kam so mancher "Westgote" [muede] und hatte viel versprechende und große Pläne mit dem Areal.
Heute sind sämtliche Gebäude abgetragen und von dort oben hat man wieder einen wunderbaren Blick auf Rhön (Wasserkuppe,Kreuzberg, Heidelstein), Fichtelgebirge(Schneeberg und Ochsenkopf) sowie ins Coburger Land.

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Steinheid???!!!!
Kieferle.

Einmal Anlage der NVA:
http://www.fumema.de/fumema/funkmess/04_512-frame.htm

Anlage der GSSD:
http://dl2aro.chapso.de/der-andere-huegel-s299690.html

http://www.museum-steinheid.de/kieferle_russradar.html
Hatten wir oft im Blickfeld.
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Re: Abzug der ,,Freunde,,

Beitragvon ex-maja64 » 4. April 2011, 19:34

Yep Th [wink] .

Aber 300 Einwohner iss ja wohl ein Witz [sick] .
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Re: Abzug der ,,Freunde,,

Beitragvon Edelknabe » 6. April 2011, 06:59

Zum Eingangsvideo über die sowjetische Kaserne in Grimma eine kleine Geschichte. Wir waren öfters im Sommer darin arbeiten und in einem Hochsommer brach mitten in der Kaserne die Verschraubung einen Löschwasserhydranten und das Wasser lief unter enormen Druck aus.
So ging das tagelang,ich glaube sogar wochenlang ohne das eine ostdeutsche Feuerwehr zu Rate gezogen wurde, wie man eventuell das Ding wieder verschließen konnte. Was machten die Freunde und da waren sie wirklich nicht dumm? Holzkeile rein in den abgebrochenen Verschluss und das Wasser spritzte wie beim Springbrunnen in alle Richtungen...ego, war Freiluftwaschen mit der herlichen Kernseife frühmorgens angesagt, da standen immer so ein halbes dutzend Soldaten fast nackt und seiften sich ein ...und wir Monteure dann Abends nach der Schicht, es war ja Hochsommer."Eben russisch", deswegen haben sie doch auch den Krieg gewonnen.

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Re: Abzug der ,,Freunde,,

Beitragvon ex-maja64 » 6. April 2011, 19:25

Edelknabe hat geschrieben:Zum Eingangsvideo über die sowjetische Kaserne in Grimma eine kleine Geschichte. Wir waren öfters im Sommer darin arbeiten und in einem Hochsommer brach mitten in der Kaserne die Verschraubung einen Löschwasserhydranten und das Wasser lief unter enormen Druck aus.
So ging das tagelang,ich glaube sogar wochenlang ohne das eine ostdeutsche Feuerwehr zu Rate gezogen wurde, wie man eventuell das Ding wieder verschließen konnte. Was machten die Freunde und da waren sie wirklich nicht dumm? Holzkeile rein in den abgebrochenen Verschluss und das Wasser spritzte wie beim Springbrunnen in alle Richtungen...ego, war Freiluftwaschen mit der herlichen Kernseife frühmorgens angesagt, da standen immer so ein halbes dutzend Soldaten fast nackt und seiften sich ein ...und wir Monteure dann Abends nach der Schicht, es war ja Hochsommer."Eben russisch", deswegen haben sie doch auch den Krieg gewonnen.

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Zu dem Thema fällt mir doch auch gleich was ein.
Also ich, Anfang Mai 1983 eingezogen in das Grenzausbildungsregiment 12, 9. Kompanie Rudolstadt. So Ende Mai, gingen die Sirenen, Schornsteinbrand bei den "Freunden", links oberhalb des Ortseingangs Rudolstadt, wenn man aus Richtung RU-Schwarza kam.
Es fehlte dann auch ein schönes Stück vom Dach.
Als es Ende Oktober 83 an die Grenze ging fehlte es immer noch, später auf der Grenzkompanie als dann die neuen kamen, gleich die Frage von mir, ist das Loch im Dach noch??
Wurde wohl so Anfang 84 dann wieder geschlossen.
Rainer, ob die unteren Etagen dort bei Regen auch mit Kernseife geduscht haben??? [denken] [flash]

Mario
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Re: Abzug der ,,Freunde,,

Beitragvon Edelknabe » 6. April 2011, 19:49

Mario, geht ja schon weiter. Immer wenn wir in Abständen von zwei Jahren wieder im gleichen Standort/Kesselhaus/Heizhaus tätig werden mussten, weil durch Rohrschläge(Kondensatleitungen springen schon mal enorm aus der Halterung bei zuviel Dampfdossierung im Vorlauf)das Kesselhaus reif zur Überholung war, dann war da eine Tür zugemauert.
Meine Kollegen...so:"Da war doch früher die Toilette?" Ja, ja, wirklich nicht falsch geraten, da war die Toilette aber die ging kaputt und kein sowjetischer Klempner war zur Stelle? Also, der Maurersoldat ran und Türe zugemauert?
Auch auf diesem einfachen Weg konnten Probleme...stinkende Probleme beseitigt werden. Das war normal, auch das Keller der Mannschaftsgebäude öfters unter Wasser standen, weil Rohrbrüche eben nicht behoben wurden.
Morgen gehts weiter...mit unseren Freunden und eine gute Nacht ins Forum.

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Re: Abzug der ,,Freunde,,

Beitragvon ex-maja64 » 6. April 2011, 20:06

Rainer, solche Sachen kenne ich auch und zwar in dem von Th eingestellten Objekt. Wir Gerüst gestellt an den Schornstein des Heizhauses, als wir es wieder abbauen wollten hingen an ihm Tierhäute zum trocknen.
Ein andermal neue Türen eingebaut in dem Kulturraum, leider war beim Aufmessen der neuen Tür die alte zugeschraubt, Ergebniss als man die neue Tür aufmachte war der Maueranschlag noch im lichten Mass [shocked] .
Grundsätzlich wurde nicht mehr Material mitgenommen, wie man am gleichen Tag noch verarbeitet.
Die hatten für alles eine Verwendung.

Mario
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Re: Abzug der ,,Freunde,,

Beitragvon Edelknabe » 7. April 2011, 17:10

Gefunden in "DIE WELT" vom 29.April 1994

ZAHL DES TAGES

4,3 Milliarden Mark hat Bonn bisher für das Wohnungsbauprogramm der aus Deutschland abziehenden russischen Truppen ausgezahlt.

Rainer-Maria der dazu meint: "Für den Einkauf der DDR war dem Westen wirklich nichts zu teuer".
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Re: Abzug der ,,Freunde,,

Beitragvon turtle » 17. April 2011, 13:42

Wie es in einer sowjetischen Kaserne zuging kenne ich nur vom Hörensagen. Damit meine ich die unterschiedliche Behandlung untereinander. Es gab ja viele ethnische Gruppen in dieser Armee. Kann mir vorstellen das mancher Kalmücke etc. froh war das es „Nachhause“
ging. Von der Logistik war das eine große Leistung. Es war auch eine große Herausforderung diesen Menschen Wohnraum und auch eventuell neue Arbeit zu geben. Das von der Bundesregierung dafür Geld zur Verfügung gestellt wurde war richtig und legitim .Wir wollten sie ja loswerden. Ich möchte aber das Verhalten der Führung der sowjetischen Truppen zur Wendezeit ausdrücklich loben. Diese Umsichtigkeit war nicht unbedingt vorhersehbar. Zumal in der SU die Staatsführung zu dieser Zeit nicht immer einen souveränen Eindruck machte.
Gruß Peter
turtle
 

Re: Abzug der ,,Freunde,,

Beitragvon Feldwebel88 » 25. April 2011, 09:06



DIE LETZE STUNDE HAT GESCHLAGEN FÜR DEN T-34 [hallo]
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"Es geht ein Teil von uns"

Beitragvon Werner Thal » 20. September 2020, 15:03

DER SPIEGEL - 28/1993 - "Es geht ein Teil von uns"

Es ist leicht, dem Fähnrich der ruhmreichen 16. Gardepanzerdivision eine Freude zu bereiten.
Liebevoll streichelt der Offizier das Plastikdach eines zehn Jahre alten Automobils der Marke Trabant.
Das Vehikel hat ihm ein Deutscher geschenkt, der den Trabi loswerden wollte und der gleich noch vier
Ersatzreifen dazupackte.
"Der fährt doch gut, frohlockte der Fähnrich. Er kann überhaupt nicht verstehen, warum ihn deutsche
Passanten belächeln, wenn er mit Frau und Kindern andächtig vor dem neuen Eigentum steht.
Kameraden helfen ihm, die Karre auf einen Armeelaster zu hieven. Mit dem LKW soll der Trabi 1000 Kilometer
weit in die Ukraine transportiert werden, nach Lwow, dem früheren Lemberg, wo der Soldat zu Hause ist.
In der Heimat, versichert er, sei das Plaste-Gefährt "eines der besten Autos".
Der Mann gehört zu den letzten Kriegern, die noch in Neustrelitz, einer alten Residenzstadt in
Mecklenburg-Vorpommern, stationiert sind. Früher waren sie Statthalter der mächtigen Sowjetunion,
jetzt sind sie die Nachhut jenes auseinanderbröckelnden Gebildes, das sich Gemeinschaft Unabhängiger
Staaten (GUS) nennt.
Der Befehl zum geordneten Rückzug ist erteilt, täglich verlassen russische Soldaten, in Güterwagen
gepfercht, die Stadt. Am20. September (1993) sollen in Neustrelitz die Kasernen geräumt sein.

....und hier geht es weiter:

https://magazin.spiegel.de/EpubDelivery ... f/13679964

W. T.
Werner Thal
 

Re: "Es geht ein Teil von uns"

Beitragvon Volker Zottmann » 20. September 2020, 15:46

Ist doch schön, wenn dem Ukrainer so eine Riesenfreude gemacht werden konnte. Ich erinnere mich auch noch an meine zwei ersten Westautos. Beide geschenkt!
Interessant wäre zu erfahren, was dem Fähnrich für den Transport für Auslagen auferlegt wurden oder ob der den Trabant so mitbekam.

Gruß Volker
Volker Zottmann
 

Re: "Es geht ein Teil von uns"

Beitragvon pentium » 20. September 2020, 16:13

User, die diesen Thread besucht haben, besuchen auch: Abzug der ,,Freunde,, hier in die
Foren-Übersicht ‹ Militärische Themen ‹ Die Sowjetarmee/GSSD/Westgruppe
*Dos Rauschen in Wald hot mir'sch ageta, deß ich mei Haamit net loßen ka!* *Zieht aah dorch onnern Arzgebirg der Grenzgrobn wie ene Kett, der Grenzgrobn taalt de Länder ei, ober onnere Herzen net!* *Waar sei Volk verläßt, daar is net wert, deß'r rümlaaft of daaner Erd!*
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Re: "Es geht ein Teil von uns"

Beitragvon Werner Thal » 21. September 2020, 07:35

pentium hat geschrieben:User, die diesen Thread besucht haben, besuchen auch: Abzug der ,,Freunde,, hier in die
Foren-Übersicht ‹ Militärische Themen ‹ Die Sowjetarmee/GSSD/Westgruppe


Wobei in dem von mir eingestellten Spiegel-Artikel auch der ehemalige US-Army Standort Zweibrücken
beschrieben wurde. Das nur mal am Rande bemerkt, also nicht nur ausschließlich Sowjettruppen.

W. T.
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Re: Abzug der ,,Freunde,,

Beitragvon Interessierter » 3. Oktober 2020, 07:49

„Die Deutschen wurden wiedervereinigt - wir gespalten“

Sie waren Anhänger der Perestroika und erlebten den Mauerfall in Deutschland. Wie ein sowjetischer Soldat und eine Moskauer Bürgerrechtlerin die Wende erinnern.


Als Alexander Blinow 1993 das erste Mal seit Langem wieder russischen Boden betritt, erkennt er sein Land nicht wieder. So vieles scheint plötzlich möglich: Die Menschen handeln mit allem, was sie in die Finger bekommen. Neoliberale Berater aus Amerika unterziehen das Wirtschaftssystem einer Schocktherapie, die wenige Leute sehr reich und viele Menschen sehr arm machen würde. Hoffnungslosigkeit paart sich mit Brutalität. Selten war es einfacher, einen Menschen für ein paar Rubel um die Ecke zu bringen – ohne Konsequenzen fürchten zu müssen.

In dieses Land kehrt der 26-jährige Soldat Blinow zurück, wobei von Heimkehr keine Rede sein kann. Als einer von gut einer halben Million sowjetischer Armeeangehöriger in Deutschland sollte er nach dem Fall der Berliner Mauer zügig das Land verlassen. Aus der einstigen Besatzungsmacht war über Nacht ein von den Deutschen geduldeter Gast geworden. 160.000 Soldaten und deren Familien mussten jedes Jahr abziehen, dazu tonnenweise Technik. Die größte Militäroperation in Friedenszeiten, sie war schlecht vorbereitet. Und so steht Blinow 1993 mit Frau und Kind in Moskau am Bahnhof und weiß nicht, wo er übernachten soll.

https://www.tagesspiegel.de/politik/eri ... 9376.html#

Die lesenswerten Empfindungen ehemaliger Besatzer viele Jahre nach ihrer Ankunft in der Heimat.
Interessierter
 

Re: Abzug der ,,Freunde,,

Beitragvon Interessierter » 5. August 2021, 09:45

Dazu auch nachstehend diese umfangreiche Fotogalerie aus dem Jahre 1994:

https://englishrussia.com/2020/11/06/so ... g-germany/
Interessierter
 

Re: "Es geht ein Teil von uns"

Beitragvon Werner Thal » 27. Juni 2022, 07:24

28. April 1993: Abzug der GUS-Truppen aus Schwerin

https://www.ndr.de/geschichte/chronolog ... ug175.html

W. T.
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Abzugsgelabere

Beitragvon steffen52 » 1. März 2025, 16:45

karnak hat geschrieben:
steffen52 hat geschrieben: Das wir Ostdeutschen Tränen der Freude hatten, das die Russen abziehen, das begreift er auch nicht.... [zunge]
Gruß steffen52

Was hat denn die Tränen der Freude bei Dir ausgelöst, außer der Triumph, dass man denen endlich auch noch mal eins reinwürgen konnte gegen den man den Krieg verloren hat? [flash]

Was schreibst Du den nun wieder für einen Müll. Entschuldige, das Du als Freund Russlands ( damals Sowjetunion), Dich damals nicht gefreut hast
das die Russen abziehen, das ist klar! Man kann froh sein, was wäre passiert wären die Russen heute noch in Ostdeutschland stationiert ? [denken]
Gruß steffen52
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Re: Trump - 47er Präsident der USA

Beitragvon karnak » 1. März 2025, 16:50

Mir war das völlig egal ob sie da waren, oder weg waren, oder immer noch da wären. Was haben, oder würden die denn an meiner Lebensqualität ändern? Geht mir bei den Amis übrigens nicht anders. [flash] Und was wäre denn passiert wenn die Russen im Osten Deutschlands noch ein paar Soldaten hätten wie die Amis in Westdeutschland?
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Re: Trump - 47er Präsident der USA

Beitragvon pentium » 1. März 2025, 16:50

steffen52 hat geschrieben:
karnak hat geschrieben:
steffen52 hat geschrieben: Das wir Ostdeutschen Tränen der Freude hatten, das die Russen abziehen, das begreift er auch nicht.... [zunge]
Gruß steffen52

Was hat denn die Tränen der Freude bei Dir ausgelöst, außer der Triumph, dass man denen endlich auch noch mal eins reinwürgen konnte gegen den man den Krieg verloren hat? [flash]

Was schreibst Du den nun wieder für einen Müll. Entschuldige, das Du als Freund Russlands ( damals Sowjetunion), Dich damals nicht gefreut hast
das die Russen abziehen, das ist klar! Man kann froh sein, was wäre passiert wären die Russen heute noch in Ostdeutschland stationiert ? [denken]
Gruß steffen52


Ich muss schon wieder fragen, wie kommt man beim Trump auf den Abzug der GSSD...Unglaublich?
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Re: Trump - 47er Präsident der USA

Beitragvon pentium » 1. März 2025, 16:51

karnak hat geschrieben:Mir war das völlig egal ob sie da waren, oder weg waren, oder immer noch da wären. Was haben, oder würden die denn an meiner Lebensqualität ändern? Geht mir bei den Amis übrigens nicht anders. [flash]


Was laberst du da erst davon?
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Re: Trump - 47er Präsident der USA

Beitragvon steffen52 » 1. März 2025, 16:53

karnak hat geschrieben:Mir war das völlig egal ob sie da waren, oder weg waren, oder immer noch da wären. Was haben, oder würden die denn an meiner Lebensqualität ändern? Geht mir bei den Amis übrigens nicht anders. [flash]

Man merkt, Du kannst ganz einfache Fragen nicht beantworten.... [frown]
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Re: Trump - 47er Präsident der USA

Beitragvon karnak » 1. März 2025, 16:56

pentium hat geschrieben:
Was laberst du da erst davon?

Ich wollte lediglich nebenbei wissen warum wir " Tränen der Freude in den Augen hatten" als die Russen abgezogen sind. [hallo]
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Re: Trump - 47er Präsident der USA

Beitragvon Gerd Böhmer » 1. März 2025, 16:59

steffen52 hat geschrieben:... was wäre passiert wären die Russen heute noch in Ostdeutschland stationiert ? [denken]
Gruß steffen52

Die ganze Entwicklung wäre in den letzten 35 Jahren doch etwas anders, eventuell etwas friedlicher abgelaufen ... ich hatte keine Freudentränen beim Abzug der GSSD, da es einseitig war, wie schon in einem anderen Beitrag geschrieben "die GSSD zog ab und die Amis blieben ..."

pentium hat geschrieben:Ich muss schon wieder fragen, wie kommt man beim Trump auf den Abzug der GSSD ... Unglaublich ?

Nunja, wenn ich die aktuelle Entwicklung, auch die Berichterstattung in den Medien so verfolge kann doch der Eindruck entstehen, das Deutschland us-amerikanisches Protektoratsgebiet geworden ist. [zunge]
MfG Gerd Böhmer,
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Re: Trump - 47er Präsident der USA

Beitragvon Edelknabe » 1. März 2025, 17:17

Karnak mit dem hier:

"Was hat denn die Tränen der Freude bei Dir ausgelöst, außer der Triumph, dass man denen endlich auch noch mal eins reinwürgen konnte gegen den man den Krieg verloren hat? [flash]und ende

Langsam wird das peinlich mit olle Karnak. Der damalige Osten (die DDR) also auch, leicht verbittert wohl bis 1993 das der Krieg in 1945 verloren wurde. Nicht zu fassen. Und ich dachte immer, nur die damaligen Vertriebenenverbände Westdeutsch haben ihre überstürzte Flucht Heim ins Reich nie verwunden. Obwohl das ja nicht die Schuld der Sowjets war, sondern eher die dann vielen Toten den Durchhalteparolen der Bürgermeister von West/ Ostpreußen, Schlesien(Ober und Unterschlesien) Pommern geschuldet wurde.

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Re: Trump - 47er Präsident der USA

Beitragvon pentium » 1. März 2025, 17:33

Edelknabe hat geschrieben:Karnak mit dem hier:

"Was hat denn die Tränen der Freude bei Dir ausgelöst, außer der Triumph, dass man denen endlich auch noch mal eins reinwürgen konnte gegen den man den Krieg verloren hat? [flash]und ende

Langsam wird das peinlich mit olle Karnak. Der damalige Osten (die DDR) also auch, leicht verbittert wohl bis 1993 das der Krieg in 1945 verloren wurde. Nicht zu fassen. Und ich dachte immer, nur die damaligen Vertriebenenverbände Westdeutsch haben ihre überstürzte Flucht Heim ins Reich nie verwunden. Obwohl das ja nicht die Schuld der Sowjets war, sondern eher die dann vielen Toten den Durchhalteparolen der Bürgermeister von West/ Ostpreußen, Schlesien(Ober und Unterschlesien) Pommern geschuldet wurde.

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Wer hat dir den Unsinn über Flucht und Vertreibung erzählt?
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Re: Trump - 47er Präsident der USA

Beitragvon karnak » 2. März 2025, 09:35

Edelknabe hat geschrieben:Karnak mit dem hier:

"Was hat denn die Tränen der Freude bei Dir ausgelöst, außer der Triumph, dass man denen endlich auch noch mal eins reinwürgen konnte gegen den man den Krieg verloren hat? [flash]und ende

Langsam wird das peinlich mit olle Karnak. Der damalige Osten (die DDR) also auch, leicht verbittert wohl bis 1993 das der Krieg in 1945 verloren wurde. Nicht zu fassen.

[grin] Wenn Du nochmal richtig konzentriert nachliest ging es mir nicht um die Bewohner eines Landstriches der sich mal DDR nannte, sondern um eine ganz spezielle Marke deutscher Mannen denen die Tränen der Freude beim Abzug der Russen ausgebrochen sein will, und die Frage warum eigentlich, und weniger bei den anderen Allierten. Eine Klientel zu der sich nach eigener Aussage explizit ein Steffen52 zählt. Das war der Zusammenhang den Du wieder übersiehst in Deiner merkwürdig- übertriebenen Verbundenheit zu den ehemaligen Sowjetmenschen. [flash]
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Re: Abzugsgelabere

Beitragvon Edelknabe » 2. März 2025, 11:28

Du unterstellst wieder Karnak und nee, das muss dir doch eine diebische hinterfotzige Freude bereiten. Und ich schrieb das vorher schon, die GSSD war zwar sinngemäß mein Arbeitgeber(über diesen VEB der DDR) und ich habe gutes Geld verdient in diesen vielen Jahren nur ich sehe heute keine merkwürdige Verbundenheit mit den Nachfolgern der Sowjets, den Russen. Gerade das, weil seit damals her Zeit ins Land gegangen ist und zwar Zeit mit gewaltiger Veränderung, auch was deren Menschenkinder betrifft. Zumal, auch ich sehe heute das Damals nicht völlig anders nee, nur anders.

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