"Unwort des Jahres"

Welche Musik ist gut? Einen guten Film gesehen? Büchervorstellungen oder -diskussionen? Irgend ein anderes Thema welches interessiert? Der Bereich für allgemeine Themen welche nicht das Thema DDR/BRD betreffen. Interessante Artikel, aktuelle Ereignisse und Entwicklungen.

"Unwort des Jahres"

Beitragvon Interessierter » 12. Januar 2016, 10:44

Dies gab eine unabhängige Jury in Darmstadt bekannt. Das Schlagwort in Zusammenhang mit der Flüchtlingshilfe diffamiere "Toleranz und Hilfsbereitschaft pauschal als naiv, dumm und weltfremd", hieß es.

http://www.dw.com/de/unwort-des-jahres- ... a-18972961

Das Unwort des Jahres ist für mich der rechte Parolen gröhlende Teil selbsternannter " Besorgter Bürger ", welche als Pegidalatscher in Erscheinung treten.
Auch aus Steinen die einem in den Weg
gelegt werden,
kann man was schönes bauen
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Re: "Unwort des Jahres" 2015: "Gutmensch"

Beitragvon pentium » 13. Januar 2016, 08:57

Kommentar zum Unwort des Jahres
Ach, Gutmensch!
http://www.stuttgarter-nachrichten.de/i ... b6db6.html

Gutmenschen erkennt man daran, dass sie Kritik schwer ertragen. Es müssen daher Gutmenschen sein, die den Begriff „Gutmensch“ nun zum Unwort des Jahres erklärt haben. Die Begründung ist ebenso einseitig wie durchsichtig.

Stuttgart - Ein Gutmensch ist einer, der naiv und kurzsichtig handelt. Beeinträchtigt durch weltfremde moralische Vorstellungen, macht er die Welt nicht besser, sondern schlechter. Aber über die Folgen seines Handelns denkt der Gutmensch nicht nach. Er lässt sich von Gefühlen leiten, und oft scheint es so, als gehe es ihm vor allem darum, sich selbst gut zu fühlen. Dann aber wäre er nur ein kleiner, verkappter Egoist.

Gutmenschen erkennt man daran, dass sie auf Kritik besonders aggressiv reagieren. Jetzt haben sie sogar den Begriff „Gutmensch“ zum Unwort des Jahres gekürt. Die Begründung ist ebenso einseitig wie durchsichtig: Die selbst ernannten Sprach-Tugendwächter haben kein Problem damit, wenn in der Flüchtlingsdebatte Andersdenkende als „Fremdenfeinde“, „Rechtspopulisten“ oder „Geistige Brandstifter“ verunglimpft werden.

Die Etikettierung als „Gutmensch“ aber empfinden sie plötzlich als pauschale Diffamierung. Ach, Gutmensch! Schau einfach mal an, was Du in der Flüchtlingskrise angerichtet hast. Und hinterfrag Dich mal selbst! Guter Wille allein macht die Welt nicht besser – und das Ächten einzelner Wörter schon gar nicht....

Es ist wie ein Zwang ich muss den Kommentar mal hierher kopieren.

mfg
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Re: "Unwort des Jahres" 2015: "Gutmensch"

Beitragvon Kumpel » 13. Januar 2016, 09:09

Kommentare dazu gibt es viele , nach der Lektüre diverser Foren scheint mir der folgende Auszug treffender.

"Inzwischen wird er, als rechter Kampfbegriff, dermaßen inflationär gegen jeden Menschen verwendet, der auch nur einen Hauch von Differenzierung, Vernunft oder Empathie in die Debatte bringen will, dass er nun doch schon wieder hilfreich ist: als Deppen-Indikator. Wer heute noch „Gutmensch“ gegen jemanden vorbringt, der sagt nichts über seinen Gegner, aber sehr viel über sich selbst – als waschechter Bösmensch."

Quelle: TAZ
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Re: "Unwort des Jahres" 2015: "Gutmensch"

Beitragvon SkinnyTrucky » 13. Januar 2016, 09:30

Kumpel, das bringt es auf den Punkt....

....ich benutze das G-Wort überhaupt nicht, hab es auch noch nie benutzt, werde es auch nie benutzen.....ich finde es nämlich albern....


groetjes

Mara
Wenn es heute noch Menschen gibt, die die DDR verklären wollen, kann das nur damit zusammenhängen, dass träumen schöner ist als denken.... (Burkhart Veigel) Bild
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Re: "Unwort des Jahres" 2015: "Gutmensch"

Beitragvon augenzeuge » 13. Januar 2016, 17:18

pentium hat geschrieben:Gutmenschen erkennt man daran, dass sie Kritik schwer ertragen. Es müssen daher Gutmenschen sein, die den Begriff „Gutmensch“ nun zum Unwort des Jahres erklärt haben.
pentium


Selten so gelacht. [laugh] Dann sind also alle Gewalttäter auf Demos "Gutmenschen", man erkennt ja unweigerlich, dass sie ihrer Kritik Gewalttaten folgen lassen müssen, ergo, nicht kritikfähig. [shocked]
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Re: "Unwort des Jahres" 2015: "Gutmensch"

Beitragvon Sirius » 16. Januar 2016, 19:45

Interessierter hat geschrieben:Dies gab eine unabhängige Jury in Darmstadt bekannt. Das Schlagwort in Zusammenhang mit der Flüchtlingshilfe diffamiere "Toleranz und Hilfsbereitschaft pauschal als naiv, dumm und weltfremd", hieß es.

http://www.dw.com/de/unwort-des-jahres- ... a-18972961



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Re: "Unwort des Jahres" 2015: "Gutmensch"

Beitragvon augenzeuge » 18. Januar 2016, 19:11

Was ist eigentlich ein Gutmensch?

Nun ein Gutmensch ist nicht nur naiv, dumm und weltfremd, sondern er gehört auch zu den nervigen Zeitgenossen, die ihre eigenen Moralvorstellungen verabsolutieren und von ihrer hohen Wertewarte verächtlich auf den Rest der Menschheit herabschauen.

Der Gutmensch hat seinerzeit bei der Werteverteilung im Himmel mehrmals hier gerufen und hält sich deshalb für einen Bessermensch. Er ist ein notorischer Klugschwätzer und wenn er ausnahmsweise mal etwas wirklich Gutes tut, dann nur, um anschließend im Gefühl der eigenen Großartigkeit zu baden wie der Sonnenkönig in der Eselsmilch.

Der Gutmensch ist nicht nur verantwortlich für die stetig steigenden Flüchtlingszahlen, nein, er ist auch schuld am Fehlverhalten jedes einzelnen Migranten. So für die Übergriffe in der Silvesternacht in Köln, für die Absage des Rosenmontagszuges in Rheinberg, die Einlasskontrollen am Hallenbad von Bornheim - alles mehr oder weniger direkte Folgen des Gutmenschentums.

Paradoxer geht es kaum noch! Die ehrenamtlicher Helfer, die überall im Land dafür sorgen, dass die chaotische Lage nicht völlig eskaliert, die Patenschaften übernehmen oder Deutschkurse anbieten und den Flüchtlingen helfen bei der Orientierung, in diesem ihnen unbekannten Land, die sind in Wahrheit nur weltfremde Dummköpfe, naive Trottel, die im Endeffekt schuld sind am Versagen der staatlichen Behörden? Jetzt musste sich sogar Kardinal Wölki diesbezüglich beschimpfen lassen, nur weil er dazu aufgefordert hat, nach den Schandtaten von Köln, nicht alle Flüchtlinge über einen Kamm zu scheren, sondern diesen Menschen auch weiterhin tatkräftig zu helfen.

Dabei ist Wölki von Beruf her dazu verpflichtet sich auf die Seite der Schwachen zu stellen. Laut Statut seines AG sind Barmherzigkeit und Nächtenliebe der Markenkern sei es AG. Abe warum soll es Wölki besser gehen als der Bundeskanzlerin. Die kriegt nun Prügel von allen Seiten, weil sie angeblich die falsche Botschaft in die Krisenregion gesendet hat. Hätte sie damals nicht so ein freundliches Gesicht gemacht, hätte Deutschland heute kein Flüchtlingsproblem. Ja glaubt denn wirklich allen Ernstes irgendjemand, dass es weniger Flüchtlinge in D gäbe, wenn die Kanzlerin seinerzeit auf den Selfies die Flüchtlinge gewürgt hätte?

Übrigens, dieselben Leute, die jetzt so vehement gegen das Gutmenschentum wettern, die fordern gleichzeitig, dass die Asylsuchenden sich ohne Wenn und Aber zu den Werten der deutschen Leitkultur bekennen. Na dann gehen wir mit gutem Beispiel voran, wie spricht Johann Wolfgang von Goethe, einer der ganz großen Leitkulturhengste der Deutschen, edel sei der Mensch, hilfreich und gut.

(heute gehört....von AZ)

[hallo]
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Re: "Unwort des Jahres" 2015: "Gutmensch"

Beitragvon steffen52-1 » 18. Januar 2016, 19:22

augenzeuge hat geschrieben:Was ist eigentlich ein Gutmensch?

Nun ein Gutmensch ist nicht nur naiv, dumm und weltfremd, sondern er gehört auch zu den nervigen Zeitgenossen, die ihre eigenen Moralvorstellungen verabsolutieren und von ihrer hohen Wertewarte verächtlich auf den Rest der Menschheit herabschauen.

Der Gutmensch hat seinerzeit bei der Werteverteilung im Himmel mehrmals hier gerufen und hält sich deshalb für einen Bessermensch. Er ist ein notorischer Klugschwätzer und wenn er ausnahmsweise mal etwas wirklich Gutes tut, dann nur, um anschließend im Gefühl der eigenen Großartigkeit zu baden wie der Sonnenkönig in der Eselsmilch.

Der Gutmensch ist nicht nur verantwortlich für die stetig steigenden Flüchtlingszahlen, nein, er ist auch schuld am Fehlverhalten jedes einzelnen Migranten. So für die Übergriffe in der Silvesternacht in Köln, für die Absage des Rosenmontagszuges in Rheinberg, die Einlasskontrollen am Hallenbad von Bornheim - alles mehr oder weniger direkte Folgen des Gutmenschentums.

Paradoxer geht es kaum noch! Die ehrenamtlicher Helfer, die überall im Land dafür sorgen, dass die chaotische Lage nicht völlig eskaliert, die Patenschaften übernehmen oder Deutschkurse anbieten und den Flüchtlingen helfen bei der Orientierung, in diesem ihnen unbekannten Land, die sind in Wahrheit nur weltfremde Dummköpfe, naive Trottel, die im Endeffekt schuld sind am Versagen der staatlichen Behörden? Jetzt musste sich sogar Kardinal Wölki diesbezüglich beschimpfen lassen, nur weil er dazu aufgefordert hat, nach den Schandtaten von Köln, nicht alle Flüchtlinge über einen Kamm zu scheren, sondern diesen Menschen auch weiterhin tatkräftig zu helfen.

Dabei ist Wölki von Beruf her dazu verpflichtet sich auf die Seite der Schwachen zu stellen. Laut Statut seines AG sind Barmherzigkeit und Nächtenliebe der Markenkern sei es AG. Abe warum soll es Wölki besser gehen als der Bundeskanzlerin. Die kriegt nun Prügel von allen Seiten, weil sie angeblich die falsche Botschaft in die Krisenregion gesendet hat. Hätte sie damals nicht so ein freundliches Gesicht gemacht, hätte Deutschland heute kein Flüchtlingsproblem. Ja glaubt denn wirklich allen Ernstes irgendjemand, dass es weniger Flüchtlinge in D gäbe, wenn die Kanzlerin seinerzeit auf den Selfies die Flüchtlinge gewürgt hätte?

Übrigens, dieselben Leute, die jetzt so vehement gegen das Gutmenschentum wettern, die fordern gleichzeitig, dass die Asylsuchenden sich ohne Wenn und Aber zu den Werten der deutschen Leitkultur bekennen. Na dann gehen wir mit gutem Beispiel voran, wie spricht Johann Wolfgang von Goethe, einer der ganz großen Leitkulturhengste der Deutschen, edel sei der Mensch, hilfreich und gut.

(heute gehört....von AZ)

[hallo]

Weiß nicht vom wem der Spruch ist, aber kennen wirst Du ihn auch: Du keinen was Gutes, dann wieder fährt dir nichts Böses!!! Gegen Part zu dem Spruch vom Herrn Goethe!!! [laugh]
Grüsse steffen52-1
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Re: "Unwort des Jahres" 2015: "Gutmensch"

Beitragvon augenzeuge » 18. Januar 2016, 19:29

Das ist alles, was du zu dem Beitrag sagen kannst? [denken]

Zu deinem Spruch: Tauschgeschäfte funktionieren nicht - es muss schon von Herzen kommen!

Dazu sage ich nur: "Sei nicht berechnend!" [wink]

AZ
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Re: "Unwort des Jahres" 2015: "Gutmensch"

Beitragvon Nonkonform » 19. Januar 2016, 08:08

Wat isse nen Jutmensch ?

Das Schlimmste ist dieses penetrant Gute. Dieses süßlich sich einschleichende Rechthaberische. Das Widerwärtige im Wohlwollenden.

[knuddel]
„Im übrigen gilt ja hier derjenige, der auf den Schmutz hinweist, für viel gefährlicher als der, der den Schmutz macht.“

Kurt Tucholsky
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Re: "Unwort des Jahres" 2015: "Gutmensch"

Beitragvon Wosch » 19. Januar 2016, 09:41

Sind wir hier nicht Alle ein bißchen GUTMENSCH ???
Schönen Gruß aus Kassel. [hallo]
Wosch.
Ich bin stolz darauf, noch nie den "Melde-Button" benutzt zu haben!
Mecklenburger sind nicht nachtragend, aber vergessen tun sie auch nicht!
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Re: "Unwort des Jahres" 2015: "Gutmensch"

Beitragvon Spartacus » 19. Januar 2016, 19:01

Hab ich doch den Faden ganz übersehen, na aber jetzt. [smile]


Ein heute typischer Gutmensch, ist erst einmal ein sogenannter Besserverdiener, denn wäre er das nicht, dann könnte er nicht die Welt retten
zum Beispiel in dem er Vegetarier und gleich noch Veganer auf einmal wird. Er fährt dann politisch korrekt ein 3 Liter Wagen, Hubraum versteht sich,
denn da hat er was falsch verstanden. Flüchtlinge finanziell zu unterstützen ist für ihn Ehrensache - man hat es ja - aber wehe, der geliebte Flüchtling
soll in der eigenen Villengegend einziehen, nun das geht natürlich überhaupt nicht, denn da gibt es hundert Gründe und noch so viel mehr. Aber keine Angst, die
schnell einberufene Bürgerversammlung der Gutmenschen wird es schon richten und es kehrt wieder Frieden ein in der ausländerfreien Gutmenschenidylle.
Alle Menschen die nicht grün und links sind, sind per Definition Nazis, dass macht das Leben für Gutmenschen einfach und überschaubar, diskutieren muss
man mit diesem Plebs sowieso nicht, denn man ist ja hochgeistig überlegen, schon vom "Stand" her. Ein Professor Gutmensch läßt sich doch nicht von einer Putzfrau
die Welt erklären, wäre ja noch schöner bzw. wo kämen wir denn da hin? Und natürlich hat die aktuelle Regierung immer Recht, denn das war schon immer
so und wird auch immer so sein. Ein Gutmensch verändert selber nichts, sondern fordert nur immer, alles zu verändern, wenn es nur grün, links und natürlich
ganz wichtig "Gender" ist. Und so weiß Gutmensch bedauerlicher weise nicht, ob es nun Männlein oder Weiblein oder doch irgend etwas dazwischen ist, aber
das ist nicht so wichtig, Hauptsache man ist ein Gutmensch. Wenn das Gutmenschen Weiblein dann zum ersten Mal vor der vehement eingeforderten Unisextoilette
steht - da es gerade nicht anders geht - und ein fetter verschwitzter übelriechender Mann heraus kommt, nun dann kann man verstehen, dass das Weiblein plötzlich
Zweifel bekommt. Aber die halten nicht lange an, denn - sie hat sich zwar in die Hose gemacht - aber das sind Opfer die Gutmenschen nun mal bringen müssen.
Hauptsache ist doch, dass Gender umgesetzt wurde und somit für so viele "was auch immer Menschen" ein deutlicher Fortschritt erzielt wurde. Das tut doch so gut,
dass zu wissen und Teil dieser Bewegung zu sein, auch wenn die Hose gerade voll ist.

Also macht was ihr wollt, aber Gutmensch bleibt mein Lieblingswort, wobei ich ja gerne noch linksgrün hinzufüge.

LG

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Re: "Unwort des Jahres" 2015: "Gutmensch"

Beitragvon Volker Zottmann » 19. Januar 2016, 19:07

Bei aller Genderisierung hättest Du doch von der Gutmenschin schreiben müssen, oder irre ich? [ich auch]

Gruß Volker
http://baupionier.zottmann.org/
http://Mein-DDR-Leben.de/

Die Weite Deines Horizonts ist Frage Deiner Sicht.
Der Große sieht ihn breiter, der Kleine leider nicht.
(Volker Zottmann)
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Re: "Unwort des Jahres" 2015: "Gutmensch"

Beitragvon augenzeuge » 19. Januar 2016, 19:12

Sparta, ich glaube, du triffst nur eine Fraktion, aber keinesfalls den durchschnittlichen Gutmenschen. Aber wenn du ihn wirklich so siehst, dann kenne ich keinen. [blush]

AZ
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Re: "Unwort des Jahres" 2015: "Gutmensch"

Beitragvon Nostalgiker » 19. Januar 2016, 21:05

augenzeuge hat geschrieben:Sparta, ich glaube, du triffst nur eine Fraktion, aber keinesfalls den durchschnittlichen Gutmenschen. Aber wenn du ihn wirklich so siehst, dann kenne ich keinen. [blush]

AZ


Augenzeuge, du kennst so vieles nicht.

Sparta, ich kenne durchaus Gutmenschen die nicht unbedingt Prof sind, kein 3 Liter Auto fahren, aber 3 Liter alkoholische Getränke am Tag trinken, abgebrochene Studenten sind weil das mit dem Langzeitstudium mit Mitte 40 etwas peinlich wurde, und ansonsten alles was Multi-Kulti ist, auch oder besonders muslimisch, für eine kulturelle Bereicherung halten, einfach weil Deutschland so langweilig ist.
Wer die Integration aus einer anderen Kultur als Erfolgreich ansieht nur weil ihm der türkische Wirt ein Bier serviert hat da was falsch verstanden.
Ich bin nicht auf der Welt, um so zu sein, wie andere mich gerne hätten.

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Re: "Unwort des Jahres" 2015: "Gutmensch"

Beitragvon augenzeuge » 19. Januar 2016, 22:18

Ist doch erstaunlich, wie alles Gutmenschen interpretiert werden. [grins] Dabei hat wosch völlig recht, "etwas Gutmensch" steckt in jedem, sogar in Thoth. [shocked] Versucht er doch anderen etwas beizubringen, was sie noch nicht wissen. Find ich sogar gut.
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Re: "Unwort des Jahres" 2015: "Gutmensch"

Beitragvon Spartacus » 20. Januar 2016, 17:56

Nun in Stuttgart gibt es auf alle Fälle mal keine Gutmenschen, denn für den Feinstaubalarm wurde gebeten, die Autos stehen zu lassen
und keinen Gutmenschen interessiert es, denn da hört der Spaß nun aber wirklich auf. [flash]

Und Menschen die zum Beispiel bei einer Tafel mithelfen, sind für mich keine Gutmenschen sondern Herzensmenschen. Da differenziere ich schon.

LG

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Re: "Unwort des Jahres" 2015: "Gutmensch"

Beitragvon augenzeuge » 20. Januar 2016, 18:01

Spartacus hat geschrieben:Nun in Stuttgart gibt es auf alle Fälle mal keine Gutmenschen...
Sparta


Kann nicht sein. Dort regiert doch Grün.... [shocked]
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Re: "Unwort des Jahres" 2015: "Gutmensch"

Beitragvon Spartacus » 20. Januar 2016, 18:09

Dicke Luft in Stuttgart

Stell dir vor, es ist Feinstaubalarm und keinen interessiert es
[flash]

http://www.focus.de/auto/news/abgas-ska ... 24768.html
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Re: "Unwort des Jahres" 2015: "Gutmensch"

Beitragvon Spartacus » 27. Januar 2016, 19:35

So jetzt haben die Gutmenschen ihre Flüchtlinge, hat das ganze Klagen nichts geholfen. [flash]

http://www.welt.de/regionales/hamburg/a ... ertel.html

Bin gespannt auf baldige Nachrichten aus dem Nobelviertel.

LG

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Re: "Unwort des Jahres" 2015: "Gutmensch"

Beitragvon augenzeuge » 27. Januar 2016, 19:43

Spartacus hat geschrieben:So jetzt haben die Gutmenschen ihre Flüchtlinge, hat das ganze Klagen nichts geholfen. [flash]

Sparta

Schön, das du uns das mitteilst. Du bist wirklich ein guter Mensch, Sparta.... [grin]
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Re: "Unwort des Jahres" 2015: "Gutmensch"

Beitragvon Spartacus » 28. Januar 2016, 18:39

Ich lege gerne nochmal nach AZ.

Speziell für dich mal ganz wissenschaftlich. [hallo]

Untersuchung zeigt die wahre Motivation der Gutmenschen


http://sciencefiles.org/2013/04/29/unte ... tmenschen/

LG

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Re: "Unwort des Jahres" 2015: "Gutmensch"

Beitragvon augenzeuge » 28. Januar 2016, 19:15

Spartacus hat geschrieben:Ich lege gerne nochmal nach AZ.

Speziell für dich mal ganz wissenschaftlich.

Untersuchung zeigt die wahre Motivation der Gutmenschen


http://sciencefiles.org/2013/04/29/unte ... tmenschen/

LG

Sparta


Alles gut, [grins] , Mensch, Sparta. [flash]
Also ich erkenne Diskrepanzen zwischen deiner Gutmenschentheorie und der sogenannten wissenschaftlichen Schilderung, die nur einen Auszug darstellt.
Letztlich erkenne ich aber keinen user darin. Mensch bin ich froh. Alles wird gut. [grin]
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Re: "Unwort des Jahres" 2015: "Gutmensch"

Beitragvon Spartacus » 28. Januar 2016, 19:21

Hab ich doch gewußt, dass du nun erleichtert bist. [grins]

LG

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Re: "Unwort des Jahres"

Beitragvon augenzeuge » 10. Januar 2017, 17:58

Mit dem Wort "Volksverräter" hat sich die Unwort-Jury nach "Gutmensch" (2015) und "Lügenpresse" (2014) auch in diesem Jahr für einen Kampfbegriff neurechter Hetz-Rhetorik entschieden. Gut so.

Dass dieses Wort Zuwanderungsgegnern, Populisten und Demagogen ebenso selbstverständlich über die Lippen geht wie "Wir sind das Volk!", darf nicht einfach schulterzuckend hingenommen werden. Denn solche Parolen sind nicht nur Ausdruck des Protests gegen die politische Elite - sie unterstellen auch, dass nur diejenigen, die sie auch aussprechen, Teil des "wahren" Volkes sind. Damit beanspruchen AfD, Pegida und Co. die Deutungshoheit über den Volkswillen für sich. Und das ist in vielerlei Hinsicht gefährlich.

In den Köpfen jener Demonstranten, die Vize-Kanzler Sigmar Gabriel bei Kundgebungen in den vergangenen zwei Jahren an den Galgen oder unter die Guillotine wünschten, ist das Wort "Volksverräter" längst verbunden mit einer klaren Vernichtungsmetaphorik. Sie glauben, der angebliche Ausverkauf deutscher Interessen zugunsten der Globalisierung oder des Multikulturalismus rechtfertige das. Sie irren sich. Der Tod als einzig gerechte Strafe für Verbrechen am deutschen Volk drohte zuerst (und zuletzt) im Nationalsozialismus - und zwar all jenen, welche "die politische Einheit, Freiheit und Macht des deutschen Volkes zu erschüttern" trachteten. Wer den Volksverrat heute aufgreift und meint, er verteidige mit dem Vorwurf die Souveränität des Volkes, ist entweder unglaublich naiv oder offen rechtsextrem.

Was Populisten gern verschweigen, ist, dass mit der Einheit des Volkes nicht etwa Einigkeit gemeint ist. Zu unserer modernen, pluralistischen Gesellschaft gehören Meinungsunterschiede und gegensätzliche Interessen ganz selbstverständlich dazu - und wer diese Vielfalt unter dem Vorwand, einem angeblich ganzheitlichen Volkswillen zu entsprechen, unterdrücken will, tut dies in der Regel nur für den eigenen Machtanspruch. "Das Einzige, was zählt, ist die Einheit des Volkes", hat der künftige US-Präsident Donald Trump im Wahlkampf gesagt. "All die anderen Menschen, die zählen nicht." Ganz nach dem Motto: Volk kommt von folgen.

Wer dazugehört und wer nicht - das entscheidet das selbsternannte Sprachrohr des "wahren" Volkes im Sinne seiner Gefolgschaft. Und die fühlt sich als Gemeinschaft von vermeintlich Zurückgelassenen endlich wieder stark. Trotzdem ist derjenige, der Politiker, Medienvertreter oder sogenannte Eliten als "Volksverräter" verunglimpft, längst nicht nur das Opfer von manipulativen Demagogen. Er wird selbst zum politischen Akteur - und gleichzeitig zum Verstärker einer sich bewusst abgrenzenden Ideologie, die gar kein Interesse mehr am Diskurs hat. Wer würde schon mit Volksverrätern verhandeln? In letzter Konsequenz fordern die vermeintlichen Patrioten ein Ende des demokratischen Willensbildungsprozesses. Und das ist ganz und gar nicht im Sinne des Volkes.

Doch das Unwort des Jahres 2016 allein als weitere Missbilligung für die Rhetorik der "besorgten Bürger" abzutun, wäre auch zu kurz gegriffen. Zum dritten Mal in Folge steht ein Feindbegriff der Rechtspopulisten an der Spitze des Unwort-Rankings - und das beweist auch: In den vergangenen drei Jahren haben es Politik, Medien und Gesellschaft nicht geschafft, den Menschenfängern vom rechten Rand die Grundlage für ihre Hassrhetorik zu entziehen. Vielmehr scheint es, als habe sich Radikalität, mit der hierzulande über Flüchtlingskrise, Europapolitik und Terrorismus diskutiert wird, noch verschärft. Höchste Zeit also, dass wir zu einer sachlichen Sprache zurückfinden - nicht nur auf der Straße, sondern auch an der politischen Spitze. Wer das Wort "Volksverräter" verurteilt, darf auch nicht "Pack" rufen.


Judith Görs hat das geschrieben, aber es hätte auch von mir sein können. Da steh ich zu!
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Re: "Unwort des Jahres"

Beitragvon Spartacus » 11. Januar 2017, 18:52

Wie wäre es mit "merkeln" gewesen? [flash]

LG

Sparta
Nichts gelernt und dumm wie Brot, doch man leidet keine Not,
denn es gibt ja noch zum Glück, als Beruf die Politik.
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Spartacus
 
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