„Ariernachweis“ für Burschenschaftsmitglieder?

Welche Musik ist gut? Einen guten Film gesehen? Büchervorstellungen oder -diskussionen? Irgend ein anderes Thema welches interessiert? Der Bereich für allgemeine Themen welche nicht das Thema DDR/BRD betreffen. Interessante Artikel, aktuelle Ereignisse und Entwicklungen.

„Ariernachweis“ für Burschenschaftsmitglieder?

Beitragvon augenzeuge » 23. Mai 2013, 21:46

Die Deutsche Burschenschaft hat offenbar nichts aus ihrer Vergangenheit gelernt. Erneut versuchen Burschenschaften eine Art „Ariernachweis“ zu diskutieren. Bereits vor zwei Jahren hatte eine ähnliche Fragestellung für einen Eklat gesorgt.

Wie „Spiegel Online“ berichtet, will die DB auf dem ab dem heutigen Donnerstag stattfindenden Burschentag in Eisenach erneut die Frage nach einer Art „Ariernachweis“ für Burschenschaftsmitglieder stellen.

http://www.focus.de/politik/deutschland ... 97143.html

http://www.spiegel.de/unispiegel/studiu ... 01390.html
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Re: „Ariernachweis“ für Burschenschaftsmitglieder?

Beitragvon Interessierter » 25. Mai 2013, 07:49

Für mich unverständlich, daß in der heutigen Zeit so etwas dann auch noch von Menschen kommt, deren politische Richtung, wie in den 68zigern, eigentlich genau entgegengesetzt war. Oder war der " Schmiss " auf manchen Gesichtern schon immer ein Anzeichen für ihre andere Gesinnung?

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Re: „Ariernachweis“ für Burschenschaftsmitglieder?

Beitragvon Edelknabe » 25. Mai 2013, 12:49

Ich bin ja in dem Thema nicht so bewandert aber rekrutieren sich nicht aus solchen Burschenschaften die Führungskader für Wirtschaft und Politik im schönen Deutschland? Und sind das nicht so ne Art Logen, die weit in die Geschichte zurück gehen. Schade, das Thema wurde nun nicht gerade in Staatsbürgerkunde behandelt...oder ich habs verschlafen.

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Re: „Ariernachweis“ für Burschenschaftsmitglieder?

Beitragvon pentium » 25. Mai 2013, 17:44

Rainer-Maria. Nein, das Thema der Burschenschaften wurde bestimmt nicht in Staatsbürgerkunde behandelt, ergo hast du auch nichts verschlafen. Nur Logen gibt es in der Oper oder bei den Freimaurern und anderen Geheimorganisationen und das sind Burschenschaften eben nicht.
Geschichtlich nur soviel. Zur Gründung der Urburschenschaft kam es in Jena am 12. Juni 1815.
Hier kannst du dich weiter informieren:

http://de.wikipedia.org/wiki/Burschenschaft

Ich gehe auch nicht so weit, gleich alle Mitglieder von Burschenschaften zu verteufeln. Ich habe selber gute Freunde, die in Verbindungen waren, oder sind. Der Eine sogar in einer schlagenden. Die sind aber nicht rechts, noch nicht einmal konservativ. Es war eher der Wunsch nach Zugehörigkeit. Weil man sich davon Karriereoptionen erhofft.

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Re: „Ariernachweis“ für Burschenschaftsmitglieder?

Beitragvon manudave » 27. Mai 2013, 18:46

Edelknabe hat geschrieben:Ich bin ja in dem Thema nicht so bewandert aber rekrutieren sich nicht aus solchen Burschenschaften die Führungskader für Wirtschaft und Politik im schönen Deutschland? Und sind das nicht so ne Art Logen, die weit in die Geschichte zurück gehen. Schade, das Thema wurde nun nicht gerade in Staatsbürgerkunde behandelt...oder ich habs verschlafen.

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Re: „Ariernachweis“ für Burschenschaftsmitglieder?

Beitragvon tom-jericho » 27. Mai 2013, 23:19

Ich bin im Besitz mehrerer Blutspenderausweise verschiedener Länder.
Besitze eine Blutgruppe wie 4 % der Weltbevölkerung.
Mein Blut darf mann auch mit keiner anderen Blutgruppe mischen.

Bin ich jetzt Arier???

[hallo]

PS: Zur ersten Blutspende ging ich nach meinem 18. Lebensjahr, noch an der EOS "HEINRICH HEINE".
Alle meine Blutspenden aus der DDR-Zeit wurden aber nicht nachgewiesen, bzw. wurden vernichtet.
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... ist jemand, der deine Vergangenheit versteht, an deine Zukunft glaubt und dich heute so nimmt wie du bist.

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Re: „Ariernachweis“ für Burschenschaftsmitglieder?

Beitragvon Edelknabe » 28. Mai 2013, 06:40

Tom wenn ich dein Avatar so betrachte würde ich eher annehmen, du hast nen richtig jüdischen Einschlag siehe deine große Nase, den Bart und die Mütze. Also wird das nix mit Arier, du bist leider schonmal aus dem Rennen.Aber ärgere dich nicht. Kannst ja nochmal Anlauf nehmen in so ner Fotokabine, rasiert, gekämmt und mit nem Hauch Rasierwasser, dann klappt das auch mit dem Ariernachweis.

Rainer-Maria leider auch nur ein Sachse, aber dafür fast reinrassig, Mutter Volksdeutsche, Vater ein Leipziger Jung.

Einen guten Tag allen ins Forum...und Tom, du gefällst mir. Mensch ne, nicht was du gleich wieder denkst in den schwulen Zeiten heute, es ist der dein trockner Humor...
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Re: „Ariernachweis“ für Burschenschaftsmitglieder?

Beitragvon SkinnyTrucky » 28. Mai 2013, 07:22

tom-jericho hat geschrieben:Ich bin im Besitz mehrerer Blutspenderausweise verschiedener Länder.
Besitze eine Blutgruppe wie 4 % der Weltbevölkerung.
Mein Blut darf mann auch mit keiner anderen Blutgruppe mischen.

Bin ich jetzt Arier???

[hallo]

PS: Zur ersten Blutspende ging ich nach meinem 18. Lebensjahr, noch an der EOS "HEINRICH HEINE".
Alle meine Blutspenden aus der DDR-Zeit wurden aber nicht nachgewiesen, bzw. wurden vernichtet.


Hmmm, da wird es aber schwierig, wenn du einen Blutsbruderkandidaten triffst.... [denken]

Und Arier....???? Hmmm, vielleicht ein Beria.... [flash]

Blutspenden ging ich auch regelmässig in der DDR....gab immer ein gutes Frühstück dazu und nachher aufe Arbeit brauchten man nich mehr soviel tun.... [super]

groetjes

Mara
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Re: „Ariernachweis“ für Burschenschaftsmitglieder?

Beitragvon pentium » 23. April 2015, 18:52

Nachtrag aus 2013!

Die Deutsche Burschenschaft hat auf dem Burschentag in Eisenach die Pläne für einen sogenannten „Arier-Nachweis“ gestoppt. Die Polizeigewerkschaft hatte zuvor eine stärkere Beobachtung der Burschenschaften durch den Verfassungsschutz gefordert.

quelle:FOCUS vom 24.05.2013

Nachtrag aus 2014!

Eisenach - Die Deutsche Burschenschaft (DB) darf sich künftig anlässlich der jährlichen Burschentage nicht mehr auf dem Burghof der geschichtsträchtigen Wartburg in Thüringen treffen.

Der Stiftungsrat der Wartburg hat jetzt einstimmig beschlossen, den Burghof nicht mehr an die Deutsche Burschenschaft zu vermieten. Der Festakt findet deshalb in diesem Jahr erstmals am Burschenschafter-Denkmal statt. Offiziell heißt es seitens des Stiftungsrates, Veranstaltungen der Deutschen Burschenschaft seien „infolge der Entwicklung in der Burschenschaft und einiger Abspaltungen für die Wartburg nicht mehr repräsentativ und somit nicht mehr akzeptabel". Innerhalb der Burschenschaft hätten sich politische Gruppen herauskristallisiert, aber das historische Burggelände stehe grundsätzlich nicht für parteinahe Veranstaltungen zur Verfügung.

Die Deutsche Burschenschaft reagierte zurückhaltend auf die Ankündigung. „Wir hatten ohnehin vor, den Festakt ab 2015 zum Burschenschafter-Denkmal zu verlagern“, sagte der Pressereferent der Deutschen Burschenschaft Walter Tributsch (B! Teutonia Wien) der Wochenzeitung „Jungen Freiheit“.

quelle:MDR

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Re: „Ariernachweis“ für Burschenschaftsmitglieder?

Beitragvon pentium » 3. Oktober 2016, 15:54

Neuer Burschenschaftsverband Ein bisschen weniger rechts

Burschenschaften haben einen schlechten Ruf: Sie sind teilweise rechtsextrem und dulden Rassismus. Doch eben nur teilweise. Nicht alle Mitglieder tragen das mit. Deshalb hat sich nun ein neuer, liberaler Dachverband gegründet: die Allgemeine Deutsche Burschenschaft. Es ist der letzte Schritt nach einem jahrelangen Kampf in der Abgrenzung zum Rechtsextremismus in deutschen Burschenschaften.

http://www.mdr.de/nachrichten/vermischt ... a-100.html

Die Grabenkämpfe unter den Burschenschaften will Michael Schmidt endgültig hinter sich lassen. Schmidt ist in Jena gerade zum Sprecher der Allgemeinen Deutschen Burschenschaft (ADB) gewählt worden. Vom Gasthof "Grüne Tanne" solle ein neuer Aufbruch ausgehen, sagt er MDR AKTUELL.

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