Katastrophen auf See

Welche Musik ist gut? Einen guten Film gesehen? Büchervorstellungen oder -diskussionen? Irgend ein anderes Thema welches interessiert? Der Bereich für allgemeine Themen welche nicht das Thema DDR/BRD betreffen. Interessante Artikel, aktuelle Ereignisse und Entwicklungen.

Re: Katastrophen auf See

Beitragvon SkinnyTrucky » 21. Dezember 2012, 13:38

Danke Seaman....und nee, ich brauch keine weiteren Infos, mein Onkel ist ja da schon nich mehr dabei gewesen....ich hatte mich nur gewundert, warum man es in der Liste nicht fand....

groetjes uit Sarno

Mara
Wenn es heute noch Menschen gibt, die die DDR verklären wollen, kann das nur damit zusammenhängen, dass träumen schöner ist als denken.... (Burkhart Veigel) Bild
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Re: Katastrophen auf See

Beitragvon SCORN » 21. Dezember 2012, 14:00

Interessierter hat geschrieben:
Seaman, Du hattest nach mir verlangt? Ich habe nur diese Kenntnisse, die Du sicher auswendig kennst: [laugh]

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Tja der Nordic war halt so ein richtiger seamännischer Typ.

[grin]


@Interessierter: zertrolle deine eigenen Threads, du hast ja genug eröffnet! Das krampfhafte bemühen hier einen User vermeintlich zu outen und anzupissen ist einfach nur jämmerlich und schäbig! Hier geht es um Schiffsschicksale und da kann man Seaman die entsprechenden Sachkenntnis nicht absprechen, was man von dir leider nicht behaupten kann, und dass betrifft nicht nur dieses Theman!

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Re: Katastrophen auf See

Beitragvon Interessierter » 21. Dezember 2012, 14:21

Ach Scorn " mein Experte ", ich hatte bis der " nordicsche seaman " meinte mich erwähnen zu müssen, in diesem Thread gar nicht geschrieben.
Also immer schön die Contenance bewahren und nicht wie seaman gleich zahllose Schiffsuntergänge in einzelnen Beiträgen einstellen, damit mein Beitrag weit nach hinten rutscht. [laugh]

So und jetzt weiter zum Thema. Wenn ihr mich wieder rufen solltet, melde ich mich gerne wieder. Ich weiß doch was sich gehört !

[grin]
Auch aus Steinen die einem in den Weg
gelegt werden,
kann man was schönes bauen
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Re: Katastrophen auf See

Beitragvon seaman » 21. Dezember 2012, 14:34

15. Dezember 1962

Frachter Nautilus

Vor Texel sinkt der Bremer Frachter Nautilus (3218 BRT), der sich mit einer Ladung Kohle auf der Reise von Swansea nach Delfzijl befindet. Bei einem schweren Orkan und schwerer See wurde von einer sehr hohen Welle ein Lukendeckel eingeschlagen. Von der 24-köpfigen Besatzung kann lediglich ein Matrose gerettet werden.

Gruss E.
seaman
 

Re: Katastrophen auf See

Beitragvon seaman » 21. Dezember 2012, 14:35

15. April 1964

Frachter Nordmark

Bei Nordostwind Stärke 6 bis 7 Bft und einer Wellenhöhe von geschätzten 2,50 m sinkt das Hamburger Küstenmotorschiff Nordmark (282 BRT) mit seiner sechsköpfigen Besatzung vor Borkum so plötzlich, dass nur noch ein verstümmelter Notruf aufgefangen werden kann. Die gesamte Besatzung kommt dabei ums Leben. Unglücksursache war vermutlich eine außergewöhnlich hohe Welle, die die Ladeluken einschlug.
seaman
 

Re: Katastrophen auf See

Beitragvon seaman » 21. Dezember 2012, 14:36

27. Oktober 1965

Frachter Ute

Im Schärengebiet vor Stockholm kentert im Sturm das Hamburger Küstenmotorschiff Ute (493 BRT), das mit 760 t Natriumsulfat auf der Reise von Wismar nach Schweden ist. Nur zwei der sieben Besatzungsmitglieder können gerettet werden. Unglücksursache ist laut Seeamt vermutlich eine sehr hohe von achtern kommende See, die das Schiff querschlagen ließ.

Gruss E.
seaman
 

Re: Katastrophen auf See

Beitragvon seaman » 21. Dezember 2012, 14:38

27. Oktober 1965

Frachter Clipper

Nördlich Gotland kentert das mit Anthrazitstaub beladene Hamburger Küstenmotorschiff Clipper (498 BRT) in schwerem Sturm ohne einen Notruf absetzen zu können. Die neunköpfige Besatzung kommt dabei ums Leben. Die Ursache des Unglücks blieb ungeklärt.

Grruss E.
seaman
 

Re: Katastrophen auf See

Beitragvon seaman » 21. Dezember 2012, 14:41

14. September 1966

U-Boot U-Hai


Das Schul-U-Boot Hai der Bundesmarine sinkt am 14. September 1966 während der Ausbildung bei Überwasserfahrt in der Nordsee. Schwere Brecher dringen durch das nicht schnell genug geschlossene Turmluk ins Boot. Von der Besatzung kann sich nur ein Unteroffizier retten, 19 Soldaten ertrinken. Der Untergang von U-Hai ist der einzige Schiffsverlust der Bundesmarine (1956–1990).

Das am Marineehrenmal Laboe befindliche Museum hat das sehr gut dokumentiert.

Gruss E.
seaman
 

Re: Katastrophen auf See

Beitragvon seaman » 21. Dezember 2012, 14:42

12. Januar 1971

Frachter Brandenburg

In der Straße von Dover sinkt der Hamburger Frachter Brandenburg (2.695 BRT) binnen wenigen Minuten, nachdem er mit dem noch nicht gekennzeichneten Wrack des am Vortag explodierten und anschließend gesunkenen Tankers Texaco Caribbean kollidiert ist. 20 Besatzungsmitglieder finden bei dem Untergang den Tod. Elf Besatzungsmitglieder können gerettet werden.


19. August 1971

Baggerschiff HAM 308



In den Morgenstunden des 19. August 1971 kollidierte der Hopperbagger HAM 308 in der Jademündung bei guter Sicht und ruhigem Wetter aus ungeklärten Gründen mit dem norwegischen Tanker Polycastle, der teilbeladen mit Öl auf dem Weg von Wilhelmshaven nach Hamburg war. HAM 308 sank sofort, 7 von 30 an Bord befindlichen Personen kamen um. Das Schiff wurde geborgen, repariert und wieder in Betrieb genommen. Es wurde am 25. Februar 1993 in Hongkong durch eine angesaugte 500-lbs-Bombe so schwer beschädigt, dass es zum Totalverlust erklärt und anschließend verschrottet wurde.

15. Februar 1972

Barkasse Caesar

Im Hamburger Hafen kollidiert querab der Überseebrücke die mit über 40 Personen besetzte Barkasse Caesar mit einer HADAG-Fähre und sinkt auf der Stelle. 17 Menschen kommen bei dem Untergang ums Leben.



Gruss E.
seaman
 

Re: Katastrophen auf See

Beitragvon seaman » 21. Dezember 2012, 14:46

5. August 1972

Frachter Stade

Im Ärmelkanal vor Cherbourg wird das Hamburger Küstenmotorschiff Stade vom kolumbianischen Frachter Ciudad de Monzales (12.000 BRT) überrannt, weil die Brückenbesatzung des ausweichpflichtigen kolumbianischen Frachters nicht reagierte. Von der 13-köpfigen Besatzung der Stade finden elf Besatzungsmitglieder bei dem Unglück den Tod.


Bei den Rettungsarbeiten war ich zugegen.
Es war schrecklich.

Gruss E.
seaman
 

Re: Katastrophen auf See

Beitragvon Thomas 1948 » 21. Dezember 2012, 16:18

Guten Tag Saemann,
jede Katastrophe auf See ist was schlimmes und du hast wahrscheinlich sehr viel Ahnung und viel Literatur über die Marine aus Ost und West.
Mir viel bei deiner Aufzählung nur auf, es waren 29 BRD und nur 2 DDR Schiffe.
Warum war das so?.
Hat die DDR so wenige Katas. gemeldet oder waren unsere Kapitäne und Schiffe einfach besser?
Thomas
Thomas 1948
 

Re: Katastrophen auf See

Beitragvon seaman » 21. Dezember 2012, 17:15

Die bisherige Aufzählung hinkt da ein wenig.
Auch die DDR hatte mehr als 2 Schiffsverluste.
Bedenken sollte man dabei aber,die Bundesrepublik hatte in ihren Blütejahren ein Vielfaches mehr an Schiffen unter bundesdeutscher Flagge als die DDR-Staatsreederei mit Hammer-Zirkel-Ährenkranz je auf den Weltmeeren vertreten war.
Soweit ich informiert bin,wurden auch in der DDR eigene Schifffsverluste publiziert bzw.waren immer anschliessend Thema bei den Verhandlungen vor der Seekammer der DDR.

Weltweit war der Ausbildungsstand der Crews der DDR hoch angesehen und wurden nach 1989 mit Kusshand bei anderen Reedereien aus allen Bereichen problemlos übernommen.

Schiffsunglücke sind meist verbunden mit Naturereignissen denen man mitunter fast machtlos gegenübersteht.
Oft kommt dann die Komponente "menschliches Versagen" hinzu.Ebenso sind natürlich auch Schiffe gefährdet die sich in einem schlechten technischen Zustand befinden,da die Besatzung fachlich schlecht ausgebildet ist.Das ist dann oft gepaart mit dem Unvermögen der Crew bei Extremsituationen.

Bei der Aufzählung der Schiffshavarien deutscher Schiffe sollte man auch berücksichtigen,dass viele deutsche Seeleute als Opfer auch auf ausgeflaggten Schiffen zu beklagen sind.

Gruss E.
seaman
 

Re: Katastrophen auf See

Beitragvon tom-jericho » 22. Dezember 2012, 13:24

Letzte Nacht plagte mich mal wieder die gruene lange Weile.
Sah mir deshalb einen Bremer Tatort an.
War schon interessant auf der MS "Karina".

Montag gibt es uebrigens schon den nächsten Weltuntergang, da endet wie alle Jahre wieder der Weihnachtskalender.
Hoffe nur das das XXIV. Tor grosz genug ist fuer uns alle, um die Neue Welt (New Order) zu betreten.

PS: Habe ich jetzt gerade "interessant" geschrieben?
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Re: Katastrophen auf See

Beitragvon tom-jericho » 22. Dezember 2012, 13:32

"Vor Kap Hatteras gesunken - Schiffskatastrophen auf den sieben Meeren"
von L. Skrjagin

VEB F.A. Brockhaus Verlag Leipzig 1965

258 S., mit 24 Schwarzweißtafeln und 6 Textkarten, 2. unveränderte Auflage, aus dem Umschlagtext: ""Gefesselt und erschüttert erlebt der Leser das tragische Geschick vieler Schiffe auf den Meeren der Welt, den Kampf mit Stürmen, Nebeln, Eisbergen und Meeresströmungen, verfolgt er, wie der Mensch mit fortschreitender technischer Entwicklung den vielfältigen Gefahren auf See immer besser begegnen lernt."", Leineneinband mit Schutzumschlag, Format 15 x 20,5 cm

....................................................................................................................................

"Katastrophen auf See. Die See-Unfälle der zivilen DDR-Schiffahrt"

Sondereinband 1. Januar 2002
ISBN-10: 3929544415
ISBN-13: 978-3929544411
Größe: 23,6 x 16,6 x 2 cm

...................................................................................................................................

"Die unsichtbare Brücke"

Autor: Ehemaliger Funkoffizier der Deutfracht-Seereederei

Verlag: Hinstorff

(vernichtet ohne Vernichtungskommission und Vernichtungsprotokoll)
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Re: Katastrophen auf See

Beitragvon seaman » 22. Dezember 2012, 14:15

Lese auch sehr gerne maritime Literatur.

Gruss E.
seaman
 

Re: Katastrophen auf See

Beitragvon tom-jericho » 22. Dezember 2012, 15:34

Interessierter hat geschrieben:
Beitragvon seaman » 20. Dezember 2012, 04:35
Sorry,
hier sind wieder Sachkenntnisse von Interessierter & Co verlangt.


Seaman, Du hattest nach mir verlangt? Ich habe nur diese Kenntnisse, die Du sicher auswendig kennst: [laugh]

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[grin]


aett user Interessierter:

Und?
Ist das alles?
Du bist Profiler, oder?
Koenntest Du nicht bitte ueber mich auch so ein "Taeterprofil" erstellen?

Damit auch noch meine Nachfahren - Trennung

A visitor from Hohen Wangelin, Mecklenburg-Vorpommern arrived 0 secs ago
[ich auch]

PS: Also wenn ich nicht genau wueszte, das ich gerade Flimmerstunde bei Professor Flimmrich schaue - Trennung
Zuletzt geändert von tom-jericho am 22. Dezember 2012, 15:41, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Katastrophen auf See

Beitragvon seaman » 22. Dezember 2012, 15:37

tom-jericho hat geschrieben:
Und?
Ist das alles?
Du bist Profiler, oder?
Koenntest Du nicht bitte ueber mich auch so ein "Taeterprofil" erstellen?

Damit auch noch meine Nachfahren - Trennung - ...

A visitor from Hohen Wangelin, Mecklenburg-Vorpommern arrived 0 secs ago
[ich auch]


Es gibt auch Katastrophen an Land.....
seaman
 

Re: Katastrophen auf See

Beitragvon tom-jericho » 22. Dezember 2012, 16:00

@ user seamen

Du meinst mich?
Kenne Dich doch gar nicht.
Auszerdem trinke ich gerade Rondo und nicht Kosta.

A visitor from Buenos Aires, Distrito Federal arrived o hours o mins ago

PS: Meine Zeitkapsel wird auszerdem erst 2099 geoeffnet.
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Re: Katastrophen auf See

Beitragvon tom-jericho » 26. Dezember 2012, 11:53

An Tagen wie jene interessieren mich andere Dinge, auch nicht Decksladungen an Bord.
Habe gestern seit längerer Zeit wieder Kontakt mit einem Kapitän gehabt. Er kennt mich seit meiner Geburt.

Habe nun ein Foto im Archiv zum Thema gefunden. Vielleicht kennt Sie jemand von Euch und war schon vor Ort.
Wenn ich bei mal bei Ihr verweile habe ich einen Blumengruß für Sie dabei.

http://s14.directupload.net/file/d/3116/6psqs8j2_jpg.htm

Copyright by NABOSOFT

.........................................................................................

Ein guter Freund hat auch einen Text dazu geschrieben:

Alles hat seine Zeit

Hafenlied

Im Hafen liegt ein weißes Boot
der Kapitän ist lange tot
die Asche auf dem Meer verstreut
sein Name längst Vergangenheit

Und manchmal wenn die Wellen schlafen
kommt eine alte Frau zum Hafen
sie schaut hinaus auf das Seemannsgrab
und eine Träne fließt herab

Fließt weit hinaus ins offene Meer
schon viele Tränen kamen her
von Kindern und Soldatenfrauen
und es werden immer mehr

Gefallene Herzen für die Macht
vielleicht ein Denkmal nach der Schlacht
zur Hymne feierlich enthüllt
und Tränen werden weggespült

Fließen weit hinaus ins offene Meer
schon viele Tränen kamen her
von Kindern und Soldatenfrauen
und es werden immer mehr

Copyright by Dieter "Maschine" Birr
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Re: Katastrophen auf See

Beitragvon Sirius » 26. Dezember 2012, 14:36

augenzeuge hat geschrieben:
pentium hat geschrieben:... wo es bei einer Wassertiefe von 530 Metern versenkt wurde.


Es wurde auf Position 08°42S, 12°51E versenkt.

seaman nordic im www dazu:

"Die "Arendsee"war am 26.Juli aus Lobito kommend,auf Innereede Luanda vor Anker gegangen.Das Schiff war ordnungsgemäss besetzt.
Am 30.07.84-in der sogenannten Hundewache 00.00-04.00 Uhr,um 3.40 Uhr, ereignete sich eine schwere Explosion an der Steuerbordseite des Schiffes.
Das Schiff wurde schwer beschädigt.Im Bereich des Maschinenraumes wurde die Aussenhaut aufgerissen,was sofort automatischen Schiffsalarm auslöste.Dann entstand sofort durch das eindringende Wasser ein "black out".Das Leck hatte eine Grösse von etwa 5,5m Länge und ca.4,0m Höhe.Der Kapitän ,der sofort auf die Brücke kam(3.41 Uhr),musste nach der Meldung des LTO-der Maschinenraum steht unter Wasser-den Untergang des Schiffes befürchten.Das eingedrungene Wasser stand zu dem Zeitpunkt,nach LTO und TO bereits bis zum Eingang des Maschinenraumes unterhalb des Hauptdecks.

Am 30.August wurde das Schiff "Arendsee"(Abandon-Erklärung) von der DSR aufgegeben.
Am 5./6.9.84 wurde das Schiffswrack in 530 m Tiefe bei 08.42.S/12.51 O versenkt.Als das Vorschiff abrutschte wurden weitere Haftminen am Heck entdeckt.
Bei den Schiffen vom Typ Poseidon handelte es sich um Schiffe von von 7486 tdw und 120,53 Länge.Besatzung 26+9 Passagiere.
-------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Der politische Hintergrund dieses Anschlages war zu suchen in der damaligen Doktrin,die jungen Nationalstaaten und Entwicklungsländer im Süden Afrikas in kolonialer Abhängigkeit zu halten.Das westliche-sprich Nato-Bündnis-war dabei die Vorherrschaft in diesen ökonomisch schwachen Ländern wieder herzustellen bzw.auszubauen.Hier ,im konkreten Fall,spielte das südafrikanische Botha-Regime eine führende Rolle bei der Unterstützung der konterrevolutionären Kräfte(UNITA)die Angola destabilisieren und die ökonomische Macht in der ehemaligen portugiesischen Kolonie zu restaurieren versuchten.
Damals-wie auch aktuell heute-meldete die US-Regierung(hatten gerade Grenada einverleibt)unter Reagan,vitale regionale Interessen des Westens im Süden Afrikas an.
Kein Wunder,im Süden Afrikas werden 40% aller strategisch wichtigen Rohstoffe gefördert.In der VR Angola wurden damals gerade reichhaltige Erdölvorkommen entdeckt,Sambia z.b. reich an Kupfer und Chrom-und noch wichtiger-Sambia hatte die grösste Uranmine der westlichen Welt.
Es war also klar,daß Aggressionsakte und Anschläge in diesem vom Bürgerkrieg geschüttelten Land auch gegen Einrichtungen verübt wurden von Ländern,die diese jungen Nationalstaaten unterstützten.Die DDR war zu dieser Zeit dort auch materiell und personell sehr präsent vor Ort und dadurch zur Zielscheibe geworden.
Hier trafen Interessengebiete der verfeindeten Blöcke während des Kalten Krieges direkt aufeinander.
Das solche Anschläge,vom CIA logistisch und finanziell begleitet wurden,war ein offenes Geheimnis.Hier ist auch der Hintergrund des Anschlages der mit Solidaritätsgüter beladenen MS"Arendsee"zu suchen.
Die ADN-Meldung basierte dann auch nur kurz und lapidar-auf Berufung offizieller Quellen der VR Angola-Anschlag konterrevolutionärer Banden auf das MS"Arendsee".
Nur glücklichen Umständen ist es zu verdanken,daß es nur Leichtverletzte gab.
Angriffe gegen DDR-Einrichtungen, wie der Anschlag gegen das MS "Arendsee", gab es damals mehrere. "
Quelle: http://rs92a.forumup.de/post-14218-rs92a.html

AZ


Solche Geschichten sind wirklich interessant. Das hat man ja in den achtziger Jahren im Einzelnen nicht erfahren, aber immer geahnt, wie auch bei den Ereignissen in Mittelamerika damals. Ähnlich ist es auch heute mit den verdeckten Operationen/Kommandounternehmen gegen den Iran. Und der Bürgerkrieg im Sudan dürfte auch ein Stellvertreterkrieg zwischen China und dem Westen sein. Es geht wie damals wieder einmal um Rohstoffe.

P.S.: Der User "Sven" in Deinem Link kommt mir auch irgendwie bekannt vor. Er stellt auch dort seine "Fragen". [grin]
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Wer sich nicht an die Vergangenheit erinnern kann, ist dazu verdammt, sie zu wiederholen.
George Santayana
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Re: Katastrophen auf See

Beitragvon seaman » 26. Dezember 2012, 14:57

Finde den Beitrag auch interessant....
Findet man selten im net.

Gruss E.
seaman
 

Re: Katastrophen auf See

Beitragvon pentium » 18. April 2014, 15:11

SPON Gestern
Schiffsunglück in Südkorea

Seoul - Anderthalb Tage ist es inzwischen her, dass die Fähre "Sewol" vor Südkorea kenterte und sank - die Hoffnung, Überlebende zu finden, schwindet zusehends. Neun Tote wurden bislang geborgen, und noch immer gelten 287 Menschen als vermisst. Die starke Strömung und die schlechte Sicht unter Wasser erschweren die Suche. Die Küstenwache befürchtet, dass ein Großteil der mehr als 470 Menschen an Bord im Rumpf der Fähre eingeschlossen wurde.

http://www.spiegel.de/panorama/gesunken ... 65087.html

Wenn man die Meldungen dazu hört, erinnert das tragische Unglück seltsam an die Costa Concordia, dort kamen ja auch Durchsagen, sich ruhig zu verhalten usw.

Der Kapitän ging angeblich, wie seinerzeit Schettino, als einer der ersten von Bord. Gesteuert wurde das Schiff zum Unglückszeitpunkt vom recht unerfahrenen dritten Offizier:

Zitat:
Inzwischen wurden weitere Details zum Hergang der Katastrophe bekannt. Wie ein Staatsanwalt erklärte, steuerte nicht der Kapitän die Fähre zu Zeitpunkt des Unglücks, sondern der dritte Offizier mit einjähriger Erfahrung. Unbestätigten Berichten zufolge soll der Kapitän einer der ersten gewesen sein, die von Bord gegangen waren.

http://www.tagesschau.de/ausland/faehre136.html

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Re: Katastrophen auf See

Beitragvon pentium » 21. April 2014, 12:24

Südkoreas Präsidentin kritisiert Fährkapitän
"Das kommt einem Mord gleich"

Zitat:
Nach dem Fährunglück vor der Küste Südkoreas hat Präsidentin Park Geun Hye schwerste Vorwürfe gegen den Kapitän und einige Besatzungsmitglieder erhoben. Unter dem Gesichtspunkt des gesunden Menschenverstands sei deren Verhalten unverständlich, sagte Park der Nachrichtenagentur Yonhap zufolge in einer Kabinettssitzung. "Das kommt einem Mord gleich." Kapitän und Teile der Crew hätten die Passagiere dazu angehalten, sich nicht vom Fleck zu bewegen, seien jedoch als erste entkommen und hätten die Menschen im Stich gelassen, kritisierte Park. Dies hatten zuvor mehrere Augenzeugen bestätigt...]

http://www.tagesschau.de/ausland/sewol- ... ea112.html

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Re: Katastrophen auf See

Beitragvon pentium » 14. Juli 2014, 08:14

Bergung des havarierten Kreuzfahrtschiffs
"Costa Concordia" wird angehoben

Die Bergungsarbeiten der "Costa Concordia" gehen mehr als zwei Jahre nach dem Unglück in die entscheidende Phase. Techniker haben damit begonnen, das Wrack vor der italienischen Insel Giglio anzuheben - für den Abtransport nach Genua.

http://www.tagesschau.de/ausland/costac ... g-100.html

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Re: Katastrophen auf See

Beitragvon pentium » 23. Juli 2014, 13:44

"Costa Concordia" wird abgeschleppt Letzte Reise eines Kreuzfahrtriesen

Stand: 23.07.2014 04:30 Uhr

Es ist die letzte Fahrt des havarierten Kreuzfahrtriesen. Die "Costa Concordia", die vor zweieinhalb Jahren vor der italienischen Giglio sank, wird nach Genua geschleppt, wo sie entsorgt werden soll. Die Reederei Costa will diesmal alles richtig machen.

Von Tilmann Kleinjung, ARD-Hörfunkstudio Rom

Zitat:
Auf der "Costa Concordia" wurde der "Blaue Peter" gehisst: eine Flagge, die laut Flaggenalphabet der Besatzung und der Bevölkerung anzeigt, dass ein Schiff innerhalb der nächsten 24 Stunden den Hafen verlässt. Im Fall der "Costa Concordia" grenzt das an ein Wunder.

Es ist ein technisches Wunderwerk, für das Sergio Girotto mitverantwortlich ist. Er hat für die italienische Firma "Micoperi" die Bergungsarbeiten des Schiffes geleitet. Dass das Wrack wieder ein Schiff geworden sei, das schwimmt und abfährt, sei "ein großartiges Gefühl", sagt Girotto - für alle, auch für die Bewohner der Insel Giglio. Sie werden die "Costa Concordia" wieder fahren sehen, ganz langsam.

http://www.tagesschau.de/ausland/costa- ... a-136.html

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Re: Katastrophen auf See

Beitragvon tom-jericho » 23. Juli 2014, 21:13

Mein Blauer Peter steht immer hinten links neben dem Schuhschrank in meinem kleinen dunklen Flur.
Da hing noch nie eine Leuchte.

Auch ich werde meinen Blauen Peter bald wieder hissen.

[hallo]
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Re: Katastrophen auf See

Beitragvon pentium » 28. Juli 2014, 11:12

Gestern:

Zitat:
Nur noch wenige Stunden trennen die „Costa Concordia“ von ihrem letzten Ziel, dem Hafen von Genua, wo das 2012 verunglückte Schiff abgewrackt werden soll. Seit Samstagabend befindet sich der Schiffsverband in Sichtweite der italienischen Hafenstadt. Vor dem Einlaufen in den Hafen muss das Schiff allerdings warten - auf neue Schiffe, besseres Licht und Italiens Regierungschef Matteo Renzi.

http://orf.at/stories/2239443/2239445/

Webcam für die Costa Concordia

http://www.liguriawebcam.com/

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Re: Katastrophen auf See

Beitragvon pentium » 6. August 2014, 17:45

Unglaublich, aber wahr: Der Kapitän der havarierten "Costa Concordia" hat vor Studenten über Panik-Management gesprochen. Francesco Schettino sagt: "Ich weiß, wie man sich in solchen Fällen verhält." Der Uni-Rektor und Politiker sind empört.

http://web.de/magazine/nachrichten/pano ... no.225.955

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Re: Katastrophen auf See

Beitragvon tom-jericho » 6. August 2014, 23:06

Erwähnte es ja bereits, entstamme einer alten Seefaherfanillie.

Vor Jahren, ich Papa, mutti hilet Mittagsschlaf, ich papa auszüge aus passagierlisten southhampton, bremer-hafen, hamburg, gezeit.

ich zu papa, du pappa, schau mal, wir hatten schon für viel früher eienen in unserer sippe mit dem nemem.

papa, zu mir, jungg, wo häste dat nuu all her.

mönch papa, det häv ick doch all man studiert watt?

aber du kenn mich doch, ich war noch nir bei der pösen pöasen stai gewesen.

jo, genau so war det mit papa damals!!!!!

Ach , leckt mi doch oll am moars!!!!!!!!!!!!!!

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Re: Katastrophen auf See

Beitragvon Interessierter » 8. August 2014, 08:04

Kein Unglück auf dem Meer; aber immerhin auf dem Rhein oder besser im Rheinhafen:

Baggerschiff kentert im Basler Rheinhafen


BASEL - Das Baggerschiff «Merlin» ist heute Morgen im Rheinhafen gekentert. Das Hotelschiff «Olympia» rammte es und ein weiteres Touristenschiff. Rund 150 Personen mussten evakuiert werden.

Der Unfall passierte heute Morgen kurz nach 8 Uhr auf der Höhe Uferstrasse 90 am Basler Rheinhafen Kleinhüningen. Das Baggerschiff «Merlin», das Kies geladen hat, kippte auf die Seite und drehte sich dann komplett auf den Rücken.

Der Unfall löste eine Kettenreaktion aus. «Das Hotelschiff ‹Olympia› konnte nicht mehr ausweichen, prallte voll in das Baggerschiff und dann in das Personenschiff ‹Lafayette›, das angelegt war», sagte Leserreporter Roger Dürr zu Blick.ch. Wie ein Video zeigt, war der Zusammenprall heftig.

Alles einschließlich Video hier:
http://www.blick.ch/news/schweiz/basel/ ... 29812.html

" Der Interessierte "
Auch aus Steinen die einem in den Weg
gelegt werden,
kann man was schönes bauen
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