Haus & Grund klagt gegen CO2-Preis für Vermieter

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Haus & Grund klagt gegen CO2-Preis für Vermieter

Neuer Beitragvon Beethoven » 17. Mai 2021, 08:42

Bereits in der vergangenen Woche wurde bekannt, dass sich künftig Vermieter an den CO2-Kosten, die dem Mieter durch die Nutzung seiner Wohnung entstehen, zur Hälfte beteiligen sollen. Dagegen zieht jetzt der Eigentümerverband Haus & Grund vors Verfassungsgericht. Unter anderem sei durch die Regelung das private Eigentum in Gefahr.
Denn, so der Verband: Vermieter hätten keinen Einfluss darauf, wie ökologisch sinnvoll sich ein Mieter verhalte, ob er beispielsweise viel heize oder viel warmes Wasser verbrauche. Das Geld für die CO2-Steuer fehlt dann an anderer Stelle – etwa bei der energetischen Modernisierung einer Mietwohnung. Konsequenz können dann nur Mieterhöhungen sein – die vielerorts durch Einschränkungen unmöglich sind. Und durch diese Verkettung sei das private Eigentum in Gefahr.


Quelle: https://www.heroes-of-homes.de/newslett ... _section_2

Nun betrifft mich das persönlich gar nicht, da bei meinen Mietobjekten, nicht mit Gas oder Öl geheizt oder gekocht wird.
Aber der Einspruch ist sachlich erstmal richtig finde ich.

Eine Pauschale für jedes Mietobjekt, die die Mieter entlastet und die Vermieter sauber rechnen lässt, wäre in meinen Augen sinnvoller.

Na, schaun mer ma.

Freundlichst
Die größten Vorteile im Leben überhaupt wie in der Gesellschaft hat ein gebildeter Soldat. J. W. v. Goethe

Das Gesetz ändert sich, die Gesinnung nicht.
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Re: Haus & Grund klagt gegen CO2-Preis für Vermieter

Neuer Beitragvon zoll » 17. Mai 2021, 10:43

Das Grundprinzip bei Verbrauchersteuern ist doch, wer die Leistung nutzt muss zahlen.
Warum soll denn ein Vermieter die CO2-Steuer zahlen, wenn der Mieter seine gemietete Wohnung heizt?
Sollen die Arbeitgeber dann auch die anteilige CO2-Steuer für Diesel und Benzin zahlen?
Die Politik der Haus- und Wohnungsvermieter geht mir peripher am A... vorbei. Aber diesen Unsinn der Regierung kann man nicht gut heißen.
Aber klar, es ist ja Wahlkampf. Da muss man dem Volk Zucker in den A... blasen.
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Re: Haus & Grund klagt gegen CO2-Preis für Vermieter

Neuer Beitragvon augenzeuge » 17. Mai 2021, 15:41

Nur mal am Rande, dazu braucht es nicht der Grünen..... [blush]

Um ihre Klimaziele zu erreichen, hat die Bundesregierung eine neue Abgabe ins Leben gerufen. Seit Januar müssen Unternehmen pro verursachter Tonne CO2 eine Steuer in Höhe von 25 Euro zahlen. Das soll fossile Brennstoffe weniger attraktiv machen und den Umstieg auf klimafreundliche Technologien fördern. Klimaschützer freut’s. Die Steuer trifft allerdings auch Mieter und Hauseigentümer, die mit konventionellen Rohstoffen heizen.

Laut Berechnungen der deutschen Emissionshandelsstelle verteuert sich Heizöl im ersten Jahr nach Einführung der neuen Steuer um 8 Cent pro Liter. Wer seine Heizung mit Erdgas betreibt, muss mit einem Aufschlag von 0,6 Cent pro Kilowattstunde rechnen – und das ist erst der Anfang. In den kommenden Jahren soll die CO2-Abgabe nämlich schrittweise steigen, bis sie 2025 einen Wert von 55 Euro pro Tonne erreicht. Damit dürften auch die Heizkosten kräftig anziehen.

Mieter haben in aller Regel keinen Einfluss auf die Wahl der Heizung. Ob der Ölbrenner ausgetauscht wird, entscheidet der Eigentümer. Nach aktueller Rechtsprechung dürfen Vermieter die Zusatzkosten aus der CO2-Abgabe trotzdem komplett auf die Mieter abwälzen.

Die Mehrbelastung kann beachtlich ausfallen: Bei einer 70-Quadratmeter-Wohnung in einem schlecht sanierten Mehrfamilienhaus mit Ölheizung zahlen Mieter nach Berechnungen des Beratungsunternehmens CO2-Online durch die Abgabe im Schnitt etwa 125 Euro mehr pro Jahr. Für Bewohner einer gleichgroßen Wohnung in einem gut sanierten Haus mit Fernwärme steigen die Kosten nur um rund 25 Euro.


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