Nestle nimmt Menschen in Afrika das Wasser

Welche Musik ist gut? Einen guten Film gesehen? Büchervorstellungen oder -diskussionen? Irgend ein anderes Thema welches interessiert? Der Bereich für allgemeine Themen welche nicht das Thema DDR/BRD betreffen. Interessante Artikel, aktuelle Ereignisse und Entwicklungen.

Nestle nimmt Menschen in Afrika das Wasser

Beitragvon Interessierter » 21. Mai 2018, 08:32



Unfassbar!
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Re: Nestle nimmt Menschen in Afrika das Wasser

Beitragvon augenzeuge » 21. Mai 2018, 08:36

Man sollte vor einem Urteil die Gegenseite anhören.

Der Film stellt unzutreffende Behauptungen hinsichtlich der Tätigkeit von Nestlé Waters in Südafrika auf:
https://www.nestle-waters.com/creating- ... alue/nestlé-waters-in-südafrika

AZ
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Re: Nestle nimmt Menschen in Afrika das Wasser

Beitragvon Interessierter » 21. Mai 2018, 11:49

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Re: Nestle nimmt Menschen in Afrika das Wasser

Beitragvon Zicke » 21. Mai 2018, 12:02

https://www.nestle-waters.com
Vor Kurzem wurde in Deutschland ein Dokumentarfilm gezeigt, der einige unzutreffende Behauptungen aufstellt, die die Mineralwasserproduktion von Nestlé in Südafrika betreffen.
Der Film stellt unzutreffende Behauptungen hinsichtlich der Tätigkeit von Nestlé Waters in Südafrika auf:
Nestlé Waters befolgt alle örtlichen Vorschriften und gesetzlichen Vorgaben der Länder, in denen es tätig ist: In Südafrika erhielt Nestlé Waters vor zwei Jahren eine gültige Lizenz, die das Unternehmen dazu verpflichtet, monatlich der zuständigen Regierungsbehörde für Wasserangelegenheiten Bericht zu erstatten. Diese Lizenz wird von der Regierung alle fünf Jahre überprüft.
Nestlé Waters respektiert auch die arbeitsrechtlichen Vorschriften: Im Einvernehmen mit der Gewerkschaft arbeiten die Angestellten in vier 12-Stunden-Schichten pro Woche mit zwei 15-minütigen Pausen sowie einer 45-minütigen Mittagspause pro Schicht. Das Mittagessen wird bezuschusst und von einem beauftragten Catering-Unternehmen zur Verfügung gestellt.
Was den Zugang zu Trinkwasser innerhalb der Produktionsanlage betrifft, so erhält jeder Mitarbeiter während der Arbeitszeit und den Mittagspausen freien Zugang zu Trinkwasser. Außerdem stehen den Angestellten zwei Flaschen Wasser(2x 0,5 l) pro Tag zusätzlich zu dem Wasser zu, welches der Bevölkerung kostenlos in der direkt an das Fabrikgelände von Nestlé angrenzenden informellen Siedlung zur Verfügung steht.
Für Nestlé Waters haben die örtlichen Gemeinden Vorrang: Gute Beziehungen und die Zusammenarbeit mit den Gemeinden vor Ort sind Nestlé Waters wichtig: In Südafrika engagiert sich Nestlé Waters im Grundschulbereich (z. B. im Rahmen des WET-Projekts, des Weltwassertags, etc.) In der Nähe des Fabrikgeländes gibt es für alle jederzeit freien Zugang zu sauberem Wasser. Aufgrund des Fehlens einer örtlichen Müllabfuhr stellt das Unternehmen der informellen Siedlung außerdem einen Müllcontainer zur Verfügung und organisiert die Müllentsorgung.
Im Film kommen auch einige spezifische Kommentare und Darstellungen hinsichtlich des Zugangs zu Trinkwasser vor, die nicht sachgerecht sind:
Auf die Äußerung einer Person, die forderte, in der informellen Siedlung, die auf der anderen Seite der Autobahn liegt, fließendes Wasser zur Verfügung zu stellen, lässt sich Folgendes erwidern: Dafür wäre ein Rohrsystem unterhalb der Autobahn nötig. Dafür sind jedoch die öffentlichen Behörden zuständig, die von Nestlé Waters unterstützt werden, insbesondere durch die Zahlung von Steuern.
Die in dem Streifen gezeigten Szenen im Zusammenhang mit Minen, die angeblich die Wasserqualität zerstören und Gesundheitsprobleme verursachen sollen, führen den Zuschauer völlig in die Irre, da der gezeigte Teich überhaupt nicht in der Nähe der Trinkwasserabfüllanlage von Nestlé Waters liegt.
Hinsichtlich erschwinglicher Preise für in Flaschen abgefülltes Wasser hat Nestlé Waters während der letzten fünf Jahre Investitionen getätigt, um den Wasserpreis zu senken. Es wurde erreicht, dass eine 0,5-Liter-Flasche für weniger als den halben Preis einer Softdrink-Flasche angeboten wird und der 5-Liter-Pack für etwa 15 Rand pro Flasche (3 Rand pro Liter).
Allgemein lässt sich sagen, dass sich Nestlé Waters den Unternehmensgrundsätzen des Nestlé-Konzerns verpflichtet fühlt, die auch in Bezug auf die Wasserversorgung gelten.
Nestlé unterstützt das Menschenrecht auf Wasser und dieses Recht wird offiziell in unseren Unternehmensgrundsätzen anerkannt. In Flaschen abgefülltes Trinkwasser steht nicht in Konkurrenz zur öffentlichen Wasserversorgung als primärer Trinkwasserquelle. Das gilt für die Bevölkerung alle Regionen. Wir bedenken auch die Tatsache, dass die örtliche Bevölkerung in bestimmten Regionen, in denen wir tätig sind, unter Umständen keinen garantierten Zugang zu sauberem Trinkwasser hat, z.B. in Südafrika.
z

Doch wenn ich all jene, die mir nicht in den Kram passen, deren Ansichten vielleicht irgendwie rechts sind, weiterhin Nazis nenne, dann ist das nicht nur faktisch falsch. Ich schmälere damit letztendlich auch das Andenken an die Opfer des NS-Regimes.

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Re: Nestle nimmt Menschen in Afrika das Wasser

Beitragvon Spartacus » 21. Mai 2018, 13:00

Nestlé als neue Mutter Theresa?

Ich lach mich schlapp. Schon seit Jahren ist bekannt, wie skrupellos Nestlé in Afrika mit Trinkwasser umgeht, auf das eigentlich alle Menschen
ein Recht haben müssten. Welcher Durchschnittsafrikaner kann es sich denn leisten, in einem Supermarkt Wasser zu kaufen?

Und natürlich, alles ist rechtens, die Lizenzen sind von korrupten Politikern gekauft. Alles so einfach? [shocked]

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denn es gibt ja noch zum Glück, als Beruf die Politik.
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Re: Nestle nimmt Menschen in Afrika das Wasser

Beitragvon Interessierter » 21. Mai 2018, 13:42

Dazu auch das Nachstehende:

Trotz Dürre-Katastrophe – Nestlé pumpt 50.000 Liter pro Stunde Wasser aus Äthiopiens Boden und baut die Milchwirtschaft aus


Bild

Kann man nachhaltig Wasser abfüllen in einem Land, in dem seit Monaten Millionen Menschen unter einer Hungerkatastrophe leiden, ausgelöst durch eine Dürre, die in dem Land am Horn von Afrika durch ausgebliebenen Regen verursacht wurde?

Nestlé hat weltweit Wasserrechte gekauft, auch in sehr trockenen Regionen. Nestlé Waters investiert in Nigeria und Äthiopien. Mehr als sieben Milliarden Euro Umsatz jährlich macht der Schweizer Konzern im Geschäft mit dem Wasser. Das Prinzip ist ganz einfach: Sie verkaufen abgefülltes Tafelwasser. Das ist Leitungswasser in Plastikflaschen. Dieses wird direkt aus dem Grundwasser abgepumpt und wird deswegen in einigen Ländern von Wasserschutzgesetzen nicht erfasst.

Trotz Dürre-Katastrophe – Nestlé pumpt 50.000 Liter pro Stunde Wasser aus Äthiopiens Boden und baut die Milchwirtschaft aus

Laut WaterAid haben 42 Millionen Äthiopier keinen Zugang zu sicherem Wasser. Die ausbleibende Regenzeit setzt den Menschen in Ostafrika schwer zu. Die Vereinten Nationen haben wegen der Hungerkrise in mehreren afrikanischen Ländern vor einem «Massensterben» gewarnt. In Ostafrika herrscht derzeit die schlimmste Dürre seit fünf Jahrzehnten. Die anhaltende Dürreperiode hat zu erheblichen Ernteausfällen geführt. 20 Millionen Menschen sind akut in ihrer Existenz bedroht. Neben alten Menschen sind vor allem Babys und kleine Kinder vom Hungertod bedroht. In Äthiopien sind nach Einschätzung der Vereinten Nationen etwa 5,6 Millionen Menschen auf Hilfe angewiesen.

Für den Export des absatzstarken Baby-Milchpulvers wird Nestlé übrigens vom Schweizer Staat üppig subventioniert. Dank dem «Schoggigesetz», das den Export von Milchprodukten fördern soll, erhält Nestlé jedes Jahr rund 25 Millionen Franken.
Kann man nachhaltig Wasser abfüllen in einem Land, in dem seit Monaten Millionen Menschen unter einer Hungerkatastrophe leiden, ausgelöst durch eine Dürre, die in dem Land am Horn von Afrika durch ausgebliebenen Regen verursacht wurde?

Die Wahrheit über Nestlés Geschäfte mit dem Wasser – Wie kann Nestlè Wasser in einer Wüste abfüllen?


Nestlé hat weltweit Wasserrechte gekauft, auch in sehr trockenen Regionen. Nestlé Waters investiert in Nigeria und Äthiopien. Mehr als sieben Milliarden Euro Umsatz jährlich macht der Schweizer Konzern im Geschäft mit dem Wasser. Das Prinzip ist ganz einfach: Sie verkaufen abgefülltes Tafelwasser. Das ist Leitungswasser in Plastikflaschen. Dieses wird direkt aus dem Grundwasser abgepumpt und wird deswegen in einigen Ländern von Wasserschutzgesetzen nicht erfasst.

In der äthiopischen Somali-Region haben viele Nomaden ihre Herden verloren. Menschen leiden Hunger, und was diese Menschen dringend brauchen, ist Trinkwasser. Auch im Nordosten Nigerias drohen Hunderttausende Kinder zu verhungern und zu verdursten – und genau dort gräbt Nestlè das Wasser ab. Siehe: Trotz Dürre-Katastrophe und Kampf ums Land als eines der größten Sicherheitsrisiken – Nestlé gräbt das Wasser ab – neue Abfüllanlagen in Äthiopien und Nigeria


Menschen in Sululta stehen für Leitungswasser Schlange.

In Suluta in Äthiopien gab es Investitionen in Bohrlöcher und Pumpen für Wasser, vor allem aber durch den privaten Sektor. Abessinien Springs, an denen Nestlé Waters eine Mehrheitsbeteiligung hat, pumpte laut theguardian, letztes Jahr 50 000 Liter pro Stunde Wasser für seine Wasserproduktion ab. Mehr als die Hälfte dessen, was der Regierung für ihre Bevölkerung zur Verfügung steht. Flaschenwasser können sich die Menschen nicht leisten. So dursten sie weiter, obwohl sie eine Fabrik für Wasser in ihrer Region haben.

Es erinnert an Algerien. Hier erwarb Nestlé die Wassernutzungsrechte und lässt die Fabriken bewachen und einzäunen. In Pakistan das Gleiche. In diesen Ländern wird das Wasser angezapft und für viel Geld in Plastikflaschen wieder verkauft, während die Bevölkerung keinen Zugang mehr zu diesem Wasser hat. Siehe: Nestlé erwirbt Wassernutzungsrechte und lässt Fabriken bewachen und einzäunen!

Während die Blicke der Welt auf die Krisenherde im nahen Osten gelenkt werden, spielt sich in weiten Teilen Afrikas nahezu unbemerkt eine humanitäre Katastrophe ungleich größeren Ausmaßes ab. Vor allem im Südsudan, aber auch in Somalia, Nigeria und im Yemen sind rund 20 Millionen Menschen vom Hungertod bedroht. Die UNO würde bis Mitte dieses Jahres 4,4 Milliarden Dollar benötigen, um das Schlimmste zu verhindern. Doch die Weltgemeinschaft reagiert kaum bis zögerlich.

Wasser ist ein Menschenrecht – einklagbar ist es jedoch nicht, und solange die Konzerne wie Nestlé das „Sagen haben“, wird es auch nicht einklagbar – das muss sich ändern!

https://netzfrauen.org/2017/04/12/aethiopien-nestle/
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Re: Nestle nimmt Menschen in Afrika das Wasser

Beitragvon augenzeuge » 21. Mai 2018, 16:00

Die in dem Streifen gezeigten Szenen im Zusammenhang mit Minen, die angeblich die Wasserqualität zerstören und Gesundheitsprobleme verursachen sollen, führen den Zuschauer völlig in die Irre, da der gezeigte Teich überhaupt nicht in der Nähe der Trinkwasserabfüllanlage von Nestlé Waters liegt.

Hinsichtlich erschwinglicher Preise für in Flaschen abgefülltes Wasser hat Nestlé Waters während der letzten fünf Jahre Investitionen getätigt, um den Wasserpreis zu senken. Es wurde erreicht, dass eine 0,5-Liter-Flasche für weniger als den halben Preis einer Softdrink-Flasche angeboten wird und der 5-Liter-Pack für etwa 15 Rand pro Flasche (3 Rand pro Liter).
Allgemein lässt sich sagen, dass sich Nestlé Waters den Unternehmensgrundsätzen des Nestlé-Konzerns verpflichtet fühlt, die auch in Bezug auf die Wasserversorgung gelten.
Nestlé unterstützt das Menschenrecht auf Wasser und dieses Recht wird offiziell in unseren Unternehmensgrundsätzen anerkannt. In Flaschen abgefülltes Trinkwasser steht nicht in Konkurrenz zur öffentlichen Wasserversorgung als primärer Trinkwasserquelle. Das gilt für die Bevölkerung alle Regionen. Wir bedenken auch die Tatsache, dass die örtliche Bevölkerung in bestimmten Regionen, in denen wir tätig sind, unter Umständen keinen garantierten Zugang zu sauberem Trinkwasser hat, z.B. in Südafrika.


Was davon stimmt nun nicht?

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Re: Nestle nimmt Menschen in Afrika das Wasser

Beitragvon augenzeuge » 21. Mai 2018, 16:06

Was sagt Nestlé zu Artikeln der „Netzfrauen“ zu Wasser?

Kauft Nestlé Wasserrechte in Trockengebieten in Entwicklungsländern auf?
Nein, das wäre auch Unsinn. In Trockengebieten können Mineralwasserquellen nicht sinnvoll betrieben werden, weil, wie der Begriff sagt, dort Wassermangel herrscht. Richtig ist, dass Abfüllbetriebe von Nestlé Waters nur dann in einer Region investieren, wenn eine ausreichende und qualitativ hochwertige Wasserversorgung gewährleistet ist. Alle Standorte werden auch darauf überprüft, ob sie möglicherweise negative Auswirkungen auf die lokale Wasserversorgung haben, und ob Rechte der Bevölkerung vor Ort beeinträchtigt werden könnten.

Liegt das Joint Venture in Äthiopien in einem von Trockenheit bedrohten Gebiet?
Nein, das Werk liegt in einer Region, die von der Dürre nicht betroffen ist und die einen hohen Wasserüberschuss aufweist. Die Abfüllung hat keine Auswirkungen auf andere Landesteile, und ein Programm für die lokalen Gemeinschaften im Umfeld des Standortes wird deren Zugang zu Trinkwasser deutlich verbessern.


https://www.nestle.de/unternehmen/frag- ... netzfrauen

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Re: Nestle nimmt Menschen in Afrika das Wasser

Beitragvon pentium » 21. Mai 2018, 16:47

Das Phänomen Netzfrauen – Warum "Hetzfrauen" der vielleicht passendere Name wäre
https://www.welt.de/wirtschaft/webwelt/ ... waere.html

GWUP, Lockere Schraube, Aluhut, Psiram: Doro Schreier kriegt wieder gar nichts geregelt
https://blog.gwup.net/2016/04/13/gwup-l ... -geregelt/

....
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Re: Nestle nimmt Menschen in Afrika das Wasser

Beitragvon Interessierter » 21. Mai 2018, 16:51

Die Vorwürfe gegen Nestle sind doch nicht neu, nicht nur auf ein Land begrenzt und kommen doch von diversen, verschiedenen Seiten.
Hattest du etwa eine andere Antwort von Nestle erwartet?

Das ist doch die weltweit übliche Reaktion von Tätern aus Politik und Wirtschaft, die man bei ihren Vergehen oder gar Verbrechen ertappt.

Übrigens gibt es zahlreiche, ähnliche oder gleichlautende Vorwürfe weltweit und nicht nur von den " Netzfrauen ", wie man hier anscheinend weismachen will.
Zuletzt geändert von Interessierter am 21. Mai 2018, 16:55, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Nestle nimmt Menschen in Afrika das Wasser

Beitragvon Grenzwolf62 » 21. Mai 2018, 16:52

4,4 Milliarden um das schlimmste Unheil zu mindern.
Mir fällt da schlagartig ein Land ein das dazu in der Lage wäre und das nur mit einem Bruchteil dessen was es jährlich für einen angeblich guten Zweck ausgibt.
Das ist ja die Krux, die Gelder die unsere deutschen Politlügner uns mit der Weltrettung, oder besser ehemaliger Bewohner begrenzter arabischer, asiatischer und afrikanischer Regionen die sich nun aus teilweise mehr als diffusen Gründen hier aufhalten, aufs Auge drücken, retten nicht diejenigen die es dringendst nötig hätten, also Leute in Not vor Ort.
Da wird in Fässer ohne Boden Geld versenkt nur um das sauertöpfige Gesicht zu wahren angesichts alter Fehler.
Mindestens 20% von ehemals Schutzbedürftigen umgehend in ihre mittlerweile befriedete Heimat zurückschicken und mit dem eingesparten Geld, was deutlich mehr als 4 Milliarden sind, den Menschen in den Dürregebieten Afrikas helfen.
Zuletzt geändert von Grenzwolf62 am 21. Mai 2018, 17:18, insgesamt 13-mal geändert.
Sex und Golf können Spaß machen auch wenn man davon nicht viel Ahnung hat.
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Re: Nestle nimmt Menschen in Afrika das Wasser

Beitragvon pentium » 21. Mai 2018, 16:54

7. April 2017
Gegen Nestlé und gegen gut – ein unterirdisches Netzfrauen-Ding wird viel zu oft geteilt

In meiner Facebook-Timeline taucht seit Tagen ständig ein Beitrag der Netzfrauen auf. „Trotz Dürre-Katastrophe – Nestlé pumpt 50.000 Liter pro Stunde Wasser aus Äthiopiens Boden und baut die Milchwirtschaft aus“ lautet die Überschrift.

Ok, Nestlé ist böse, das ist gegen Nestlé, und dann kann man das teilen, vermutlich ohne es gelesen zu haben.
Besser ist das. Denn: Wenn man es liest, müsste man sich geringfügig aufregen. Oder doof sein.

Ich habe es gelesen. War ein Fehler. Klarer Fall von Pseudo-Journalismus übelster Qualität. Im Einzelnen:

Die Dürrekatastrophe ist ein riesiges Problem im Osten Äthiopiens. Zitat des Artikels: „In der äthiopischen Somali-Region haben viele Nomaden ihre Herden verloren. Menschen leiden Hunger, und was diese Menschen dringend brauchen, ist Trinkwasser. “ Traurig genug. Aber das Nestlé-Werk liegt in Sululta, das ist nördlich von Addis Abeba, und somit nicht in der Somali-Region. Google Maps ist dein Freund.
Es stimmt zwar – wie der Artikel sagt -, dass in Sululta vier Monate des Jahres sehr wenig Niederschlag fällt, in der Summe eines Jahres gibt es aber mit 1119 mm/qm eine Niederschlagsmenge auf deutschem Niveau. Und die ist für das Grundwasser entscheidend. Kann man hier nachlesen https://de.climate-data.org/location/54040/
Es wird ausgesagt, dass Nestlé 50.000 L/h abpumpt, „mehr als die Hälfte dessen, was der Regierung für ihre Bevölkerung zur Verfügung steht.“. Dies mit Bezug auf einen Artikel des Guardian. Liest man diesen (sehr guten!) Artikel, findet sich auch dort die Aussage „its capacity is more than half that of the local government”. Es wird aber die Begründung gegeben, dass eine inkompetente und korrupte Regierung einfach zu wenig Pumpenkapazitäten aufgebaut hat.
Das heißt, dass das Nestlé-Werk nicht den Regierungspumpen Wasser wegnimmt, sondern deren Kapazitäten ergänzt. Und die zur Verfügung stehende Grundwassermenge sei keinesfalls ein Problem – Zitat aus dem gleichen Guardian-Artikel: „“There’s water everywhere. The only problem is the government’s willingness,” says a manager at another company, Classy Water.“ Das wurde leider bei den Netzfrauen nicht zitiert.
Dort ist weiterhin zu lesen, dass derzeit fünf Wasserfabriken in Sululta produzieren – auf den anderen vieren wird aus unklarem Grund nicht herumgeprügelt.
Die 50.000 L/h wurden übrigens schon abgepumpt, bevor Nestlé sich 2016 an einem existierenden lokalen Anbieter beteiligt hat. Bislang hat es keine Kapazitätserweiterungen gegeben. Aber wenn ein lokaler Anbieter Wasser produziert, ist das vermutlich weniger verwerflich. Oder so.

Recht amüsant ist die Aussage „Flaschenwasser können sich die Menschen nicht leisten. So dursten sie weiter, obwohl sie eine Fabrik für Wasser in ihrer Region haben.“
Nun, ist Nestlé nicht gnadenlos profitgeil, oder wie war das?
Dann ist nicht davon auszugehen, dass Nestlé pro Stunde 50.000 unverkäufliche Flaschen abfüllt, oder? Da wäre nämlich gar kein grauslich hoher Profit zu machen.
Sehen wir davon ab, dass es ja noch die verschwiegenen anderen vier Wasserfabriken gibt. Aber deren Produkte kann sich vermutlich auch keiner leisten.

Noch ein Wort zum in der Überschrift angeführten Ausbau der Milchwirtschaft. Wenn man sich weit genug nach unten gescrollt hat, findet man unter der Zwischenüberschrift „Nestlé baut Milchsektor in Äthiopien aus“ einen Verweis auf einen Artikel auf 2merkato.com. Liest man diesen, findet man faszinierenderweise die Aussage, dass es die Pläne gibt, „however, final decision for the investment has not yet been made.“ Als Grund wird angeben, dass erreichbare Verfügbarkeit, Qualität und Gesundheitsstandards den Ansprüchen von Nestlé nicht ausreichen.
Das bitte nochmal mit der Gesamtüberschrift des Artikels vergleichen.

Reicht. Es gibt noch wesentlich mehr Widersprüche, Polemik und reißerische Kombinationen von Ereignissen, die nicht wirklich miteinander zu tun haben. Lassen wir es aber gut sein.

Nestlé ist kein Sozialwerk. Und es ist nicht lusig, dass die Bevölkerung von Sululta eingeschränkten Zugang zu sauberem Wasser hat.
Aber hier liefert ein Faktencheck das Resultat, dass das Problem ist Sululta nicht Nestlé ist, sondern eine Regierung, die ihren Job nicht macht – nämlich den massiven Ausbau von Wasserleitungen und –anschlüssen.
Nestlé springt in die Bresche und verkauft Flaschenwasser, was schon mal besser ist als gar kein Wasser (und besser, als mit dem Kanister weit fahren zu müssen).
Und nochmal, in DER Gegend gibt es schlicht keinen Wassermangel. Nestlé nimmt niemandem etwas weg.

Aber damit lassen sich wohl keine Klicks erzielen, somit keine Werbeeinnahmen und keine Spenden.
Dies alles gedacht habend, schnelle Recherche zu den Netzfrauen im Allgemeinen. Schön, dass ich nicht der Einzige bin, dem das Niveau der Artikel dieses Portals aufgefallen ist.
Und ich schreibe das hier sowieso nur, weil ich noch klickgeiler bin als die Netzfrauen und mir auch den Streisand-Effekt zunutze machen möchte.

by RealCasi
http://political-incorrect.de/2017/04/1 ... gegen-gut/
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Re: Nestle nimmt Menschen in Afrika das Wasser

Beitragvon Interessierter » 21. Mai 2018, 17:25

@pentium:
Du übst hier heftige Kritik am " Frauennetz " und das ausgerechnet ( wieder einmal ) mit so einer rechtsextremen, islamfeindlichen oder rechtspopulistischen Quelle wie PI-News? Absurder geht es wirklich nicht. Gefallen dir die Aussagen seriöser Quellen nicht? Das Netz ist voll davon und deren Grundaussage ist ähnlich wie die vom Frauennetz.

Das sagt Wikipedia zu deiner Quelle:

Politically Incorrect (Abkürzung: PI oder PI-News) ist ein 2004 von Stefan Herre gegründetes politisches Blog, das sich der Selbstbeschreibung nach gegen eine befürchtete „Islamisierung Europas“ richtet.

Die Blogbeiträge werden von mehreren Autoren unter Pseudonym verfasst und sind bestimmt von Islamfeindlichkeit.[1] PI entwickelte sich zu einem der bedeutendsten deutschsprachigen Blogs dieser Ausrichtung und ist international mit als islamfeindlich, rechtsextrem oder rechtspopulistisch geltenden Personen und Organisationen vernetzt,[2][3] so wie auch das Blog selbst von verschiedenen Stellen dem rechtsextremen oder rechtspopulistischen Spektrum zugeordnet wird. Das Blog betont in seiner Selbstdarstellung eine „pro-israelische“ und „proamerikanische“ Ausrichtung.


Wirtschaftspolitisch dominiert eine dezidiert marktwirtschaftlich-kapitalistische Grundhaltung. Entsprechend ablehnend haben sich viele Artikel beispielsweise auch zum Mindestlohn positioniert, als dieser anlässlich der Bundestagswahl 2013 ein zentrales politisches Thema war.
Hoffnungsvoll begleiteten zahlreiche PI-Artikel Ende 2013 die Gespräche zwischen Wilders und europäischen Rechtspopulisten und Rechtsextremisten über eine mögliche Zusammenarbeit.

Die Pegida-Bewegung wurde durch Politically Incorrect unterstützt, sowohl im Rahmen ausführlicher Berichterstattung als auch durch die Teilnahme von PI-Mitgliedern an Pegida-Kundgebungen. Bereits im Jahr 2008 bestanden Kontakte zwischen PI und dem späteren Pegida-Gründungsmitglied Siegfried Däbritz.[30]

PI ist an der Verbreitung von hetzerischen Falschmeldungen über angeblich von Muslimen begangene Straftaten beteiligt.[31] Weiterhin beteiligte sich PI an der rechtsextremen Strategie (False flag-Strategie), mittels gefälschter positiver Meldungen über Flüchtlinge, die im Anschluss als Fälschungen „entlarvt“ werden, Stimmung gegen Flüchtlinge und „die Lügenpresse“ zu machen.
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Re: Nestle nimmt Menschen in Afrika das Wasser

Beitragvon pentium » 21. Mai 2018, 17:34

Die Welt ist also unseriös und auch ein rechtes Hetzblatt? Oder weil es bei PI-News geschrieben wurde stimmt die Aussage über "Frauennetz" nicht? Weil ist ja böse und von rechts!
Ganz einfach der Beitrag über Nestle bei den Netzfrauen ist falsch und voller Fehler. Im übrigen einen habe ich noch!

Nestlé und die Wassernutzungsrechte

Ein grundsätzliches Dauerfeindbild für die Netzfrauen sind alle größeren Firmen. Man darf und sollte Unternehmen gegenüber selbstverständlich kritisch sein, aber schön wäre, wenn die erhobenen Vorwürfe auch halbwegs nachvollziehbar sind. Wenn Firmen etwas mit Gentechnik zu tun haben oder vielleicht sogar noch Monsanto heißen, geht die Kreativität der Netzfrauen beim Erfinden der Vorwürfe völlig durch. Aber es reicht auch schon, dass eine Firma nur allen Ernstes Geld verdienen will. Wie zum Beispiel Nestlé: „Nestlé erwirbt Wassernutzungsrechte und lässt Fabriken bewachen und einzäunen!“

Es ist Schlimmes passiert:

„In Algerien hat Nestlé die Wassernutzungsrechte erworben und lässt die Fabriken bewachen und einzäunen. In Pakistan das Gleiche. In diesen Ländern wird das Wasser angezapft und für viel Geld in Plastikflaschen wieder verkauft. Während die Bevölkerung keinen Zugang mehr zu diesem Wasser hat.“

Wo das in Algerien oder Pakistan ganz konkret passiert sein soll, wird nicht belegt. Die Netzfrauen verlinken als Quellenangabe zwar auf einen eigenen älteren Artikel, von da aus aber wieder auf eigene ältere Artikel und von da aus … wenn man sich durch alle angeblichen Quellenangaben, also durch alle verlinkten Netzfrauen-Artikel klickt, dann kommt man dort irgendwann zu einem ersten Artikel, der überhaupt nichts dazu aussagt. Aber so ein kleiner Flüchtigkeitsfehler kann im Kampf gegen das Großkapital schon einmal vorkommen.

Zum Glück gibt es so etwas bei uns in Deutschland nicht, dass „Wasser angezapft“, anschließend in Flaschen verfüllt und so mit Gewinnabsicht verkauft wird. Auch dass erschlossene Quellen anschließend als Firmengelände umzäunt oder anders abgeschlossen werden, ist in Deutschland undenkbar. Mal abgesehen höchstens von den Wasserwerken und den ca. 200 Mineralwasserproduzenten in Deutschland, die genau das tun. 143,5 Liter Mineral- und Heilwasser konnten Firmen 2014 so an jeden Deutsche durchschnittlich verkaufen. Mit Gewinn! Unglaublich! Im Gegensatz zu früher haben wir Deutschen nun auch gar keinen Zugang mehr zu diesem Wasser. Während meine Vorfahren ihr Mineralwasser noch bequem von der lediglich 60 km entfernten nächstgelegenen* Mineralwasser-Quelle holen konnten, muss ich es mir heute mühsam aus weit entfernten, irgendwo im Stadtgebiet verteilten Supermärkten antransportieren. Während sich die Menschen früher ihr Wasser bequem aus dem nächsten Brunnen holen konnten, muss ich heute zwangsverordnete Wasserhähne in der Wohnung dulden! Eine Frechheit, dass solche geldgierigen Produzenten mit diesem Prinzip auch Wasserversorgung in Gebieten ermöglichen, die bisher über keine sauberen Wasserquellen verfügen. So etwas muss angeprangert werden!

(* Sie läge in meinem Fall in Oppach)

Mal im Ernst: Dass Firmengelände abgezäunt und vielleicht sogar von Wachdiensten geschützt werden, ist eine völlig normale Sache. Verbraucher sind möglicherweise sogar ziemlich froh darüber, dass nicht jeder Unbekannte ins Wasserwerk oder in die Abfüllanlage hineinspazieren und dort irgendetwas ins Wasser schütten kann. Absperrungen haben einfach etwas mit Qualitätssicherung zu tun. Außerdem sind Aussagen, dass Einheimische nun gar nicht mehr zu den Quellen können, meist ziemlicher Unsinn, denn oft wurden diese Quellen erst von den Firmen erschlossen. Bei allen unterirdischen Wasservorkommen gab es vorher gar keinen Zugang. Häufig sind solche Wasservorkommen weit entfernt von Siedlungen und möglicherweise sind die Bewohner sogar erfreut, dass nun Wasserleitungen zu ihnen führen. Dass für die Förderung, die Aufbereitung und den Bau der Leitungen Kosten anfallen, ist leider der Nebeneffekt, aber dieses System hat sich weltweit bewährt. Abgesehen davon wird durch die Konzerne normalerweise auch niemandem verboten, weiterhin eigene Brunnen zu verwenden oder neue zu bauen. Oft ist es sogar so, dass in Entwicklungsländern einfach irgendwo ein Brunnen gebohrt werden kann (Hilfsorganisationen beschreiben solche Vorgänge oft genug), während das hier in Deutschland durch unsere Gesetzeslage nicht ohne weiteres machbar ist. So gesehen wird paradoxerweise eher uns in Deutschland der ungehinderte Zugang zu Wasser verwehrt. Allerdings kommt hier auch niemand auf die Idee, darin ein Problem zu sehen, weil es ja ständig aus der Leitung verfügbar ist.

In Nigeria, so liest man im Artikel der Netzfrauen zusätzlich, „ist ein Liter Wasser teurer als ein Liter Benzin“. Das liegt laut Netzfrauen daran, dass die bösen Konzerne unverschämterweise so viel Gewinn mit Wasser machen. Ähm … nein. Stimmt so nicht ganz. Dass Wasser teurer als Benzin sein könnte, muss auf einen Deutschen selbstverständlich zunächst erschreckend wirken, aber Benzin ist in Nigeria für unsere Verhältnisse ganz einfach nur erstaunlich billig: Auf umgerechnet 47 Cent wurde der Benzinpreis 2012 gesenkt. Da ist es natürlich kein Wunder, dass Wasser schon einmal teurer sein kann. Es geht dabei übrigens nicht um Leitungswasser, welches in Nigeria durchaus verfügbar und viel billiger ist, sondern um in Flaschen abgefülltes Wasser. Dass die Nigerianer freiwillig dieses Flaschenwasser trinken, liegt auch nicht an Konzernen wie Nestlé, sondern an der korrupten und unfähigen nigerianischen Regierung. Das gesamte Trinkwassersystem ist in dem Land in einem so schlimmen Zustand, dass die Einheimischen, die es sich leisten können, lieber teures Wasser aus Flaschen trinken, statt freiwillig das verschmutzte Wasser aus der Leitung zu nehmen.

Ganz nebenbei kommt auch noch dazu, dass der Endverkaufspreis nicht direkt von den Konzernen verursacht wird, hier werden sämtliche Zwischenhändler unterschlagen, die möglicherweise für den zuletzt hohen Preis sorgen. Es wird auch nicht erwähnt, ob ein Liter Flaschenwasser überall teurer ist als ein Liter Benzin, oder ob das nur an bestimmten Orten oder unter bestimmten Umständen passiert. Falls es zum Beispiel um den Wasserverkauf in Gaststätten geht, dann könnte man auch über Deutschland sagen, dass Wasser hier sogar um ein mehrfaches teurer ist als Benzin.

https://www.frankshalbwissen.de/2015/03 ... etzfrauen/

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Re: Nestle nimmt Menschen in Afrika das Wasser

Beitragvon Spartacus » 22. Mai 2018, 17:53

Der weltgrößte Lebensmittelkonzern Nestlé steht regelmäßig am Pranger. Verunreinigtes Babymilchpulver, das gierige Geschäft mit Wasser oder umweltschädliche Nespresso-Kapseln rufen Kritiker auf den Plan. Ein Überblick über die Skandale der jüngsten Vergangenheit.


https://www.stern.de/wirtschaft/news/ne ... 75346.html

Von was sprechen wir hier eigentlich?

Lügenpresse, oder was ?

Sparta
Nichts gelernt und dumm wie Brot, doch man leidet keine Not,
denn es gibt ja noch zum Glück, als Beruf die Politik.
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Spartacus
 
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Re: Nestle nimmt Menschen in Afrika das Wasser

Beitragvon augenzeuge » 22. Mai 2018, 18:30

Spartacus hat geschrieben:Lügenpresse, oder was ?

Sparta


Das kommt auf den Artikel drauf an, oben haben wir ja die Auswahl. [grins]
Ich denk, Pentium liegt hier absolut richtig.
AZ
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