Osterbräuche

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Osterbräuche

Beitragvon Interessierter » 16. April 2017, 09:26

In den einzelnen Bundesländern gab es doch sicherlich unterschiedliche Osterbräuche. Hier einmal ein Beispiel aus Thürungen mit vielen Fotos.

Von Riesen-Osterhasen und Eierbettlern


Ostern steht vor der Tür. Rund um das Fest sind viele Bräuche entstanden - vom Ostereierbaum-Schmücken in Saalfeld bis zum Eierbetteln in Roßleben. Ein Riesen-Osterhase ist dieses Jahr in Schalkau zu bestaunen.

http://www.mdr.de/thueringen/ostern-ost ... n-100.html

Ich vermute einmal, dass es abhängig von der Gegend in der man lebt, doch unterschiedliche und teilweise unbekannte Bräuche gibt. Auch wenn selbst heute es Menschen gibt, die nicht wissen warum das Osterfest gefeiert wird, würde es mich interessieren, warum und wie denn die Atheisten in der DDR das Osterfest feierten ?

Warum wurde der Karfreitag nicht als gesetzlicher Feiertag abgeschafft, wie 1967 der Ostermontag?

Also welche Osterbräuche gab es in den Bundesländern von den hier schreibenden Usern?
Wer mit 20 kein Kommunist ist hat kein Herz .Wer mit 30 noch Kommunist ist hat keinen Verstand .
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Re: Osterbräuche

Beitragvon Beethoven » 16. April 2017, 09:51

Ähnliche Diskussion wie um das Weihnachtsfest. Ich habe direkt darauf gewartet.

Nun, auch die atheistischen Ossis wußten um das Osterfest.

Am Donnerstag vor Karfreitag, dem so gennanten " Gründonnerstag" (kommt eigendlich vom "weinen" = "greinen"), fand das letzte Abendmahl Jesus mit seinen Jüngern satt. Am Karfreitag starb unser Jesulein am Kreuz und es wurde seiner gedacht. Am Sonnabend darauf ist die so bezeichnete "Grabesruhe" und am Ostersonntag feiert man die Auferweckung des Jesus vom Tode. Das gehörte in der DDR zur Allgemeinbildung, jedoch mit dem Zusatz, dass dies schlechterdings gar nicht möglich ist. Entweder war Jesus nicht tot oder aber es ist ein einziger Schwindel. Letzteres wird wohl zutreffen [grins].

Das sich das Christentum bei der Festlegung des jeweiligen Datums im Jahr, an welchem man das Osterfest begeht, ausgerechnet am jüdischen Passahfest und der entsprechenden Mondphase orientiert, ist dann doch etwas verwunderlich aber mir soll es recht sein.

All das hat jedoch, zumindestens bei mir, keine Rolle gespielt. Man wußte es und hat ganz einfach die freien Tage genossen so wie ich das heute noch im Kreise der Lieben tue. Wenn die Kinder, heute eher die Enkel, los sprinten und im Garten die Ostereier und Geschenke des Osterhasen suchen, man anschließend ein gutes Essen genießt, ist die Welt doch in Ordnung, auch für die Atheisten. [hallo]

Und im Dezember und Januar darauf werden viele Kinder geboren. Auch das ist Klasse. [super]
Demokratie ist die Notwendigkeit, sich gelegentlich den Ansichten anderer Leute zu beugen.
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Quo quisque stultior eo magis insolescit, gelle Herr F.?

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Re: Osterbräuche

Beitragvon Volker Zottmann » 16. April 2017, 10:30

Thürungen liegt ja bei uns gleich nebenan und ist ein Dörfchen der Goldenen Aue, gehört gerade noch zu Sachsen-Anhalt.
Wie ich aber die Bilder sah, war klar, dass doch Thüringen gemeint war.
Außer bei den Sorben, die es mit Ostern fast "übertreiben", sind die Osterbräuche doch recht ähnlich.

Wir Kinder einer sehr großen Kommunistenfamilie, ich denke da an all meine Cousinen und Cousins, trafen uns stets Ostern auf dem "Langenbergrücken", dem Bornholzweg bei den Großeltern. Dort wurde kurz erzählt und schon weitergewandert, noch etwa 1 km weiter nach Westerhausen zu. Dort stehen zwei Sandsteinkamele. Eine Laune der Natur, schuf dieses Naturdenkmal bei Westerhausen gleich 2 mal. So gibt es eben noch 2 Kamele auf dem dortigen Königsstuhl.
Eine der bekanntesten Sandsteinformation ist die Teufelsmauer bei Weddersleben und eine weitere bei Blankenburg.

Am Fuße der Kamele suchten wir dann stets die versteckten Eier. Zufälliger Weise kroch mein Opa immer vor uns rum.... [grins]
Dann wurden die Eier getrudelt. Ich denke, das gabs überall. Geld war damals knapp und so eben auch richtige Süßigkeiten. Aber einhundert/zweihundert Hühnereier buntgefärbt zu verteilen, war nie ein Problem.
So war auch kaum ein Kind richtig hungrig, wenn die Oma dann zum Mittagstisch 20 bis 25 Portionen Gebratenes auftrug.
Ostern war also stets ein Familienfest, was wir genauso fröhlich begingen, wie geborene Christen.

Gruß Volker
http://baupionier.zottmann.org/
http://Mein-DDR-Leben.de/

Die Weite Deines Horizonts ist Frage Deiner Sicht.
Der Große sieht ihn breiter, der Kleine leider nicht.
(Volker Zottmann)
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