Betriebsunfälle bei der Bahn

Welche Musik ist gut? Einen guten Film gesehen? Büchervorstellungen oder -diskussionen? Irgend ein anderes Thema welches interessiert? Der Bereich für allgemeine Themen welche nicht das Thema DDR/BRD betreffen. Interessante Artikel, aktuelle Ereignisse und Entwicklungen.

Re: Betriebsunfälle bei der Bahn

Neuer Beitragvon marder » 17. Februar 2016, 10:27

Dies ist nicht eine einfache Handlung sondern eine zählpflichtige Hilfshandlung.
1. Handlung: Er versucht das normale Signal in Fahrt zu bringen. Dies wird vom Stellwerk abgelehnt!
2. Handlung: Nachdem er sich überzeugt hat, dass die Strecke frei ist gibt er Ersatzsignal und der Lokführer darf die Strecke befahren. Zum Ausführen dieser Handlung muss er z.B. 2 Tasten ( RSTW) gleichzeitig drücken oder die Bestätigungsabfrage quittieren ( ESTW) und entweder wird diese Handlung automatisch gezählt ( in moderneren Stellwerken) oder sie wird nur/ auch in einem Stör- und Meldebuch notiert.
Der einfachste Fall wäre die Erteilung eines schriftlichen Fahrbefehls, der vom Lokführer dokumentiert und quittiert wird.
Menschen sind nun mal der unsichere Faktor wenn die Technik versagt. Es hätte ja auch eine einfache Signalstörung sein können wo der Mensch dann eingreifen muss. Der Mensch ist da das dünnste Glied in der Kette. Die funktionierende Technik ist in etwa 100 000 bis 1 000 000 mal sicherer als der Mensch.
MfG Marder
Ich bin auf der Westseite der Grenze in ca. 3 km Entfernung gross geworden.
Ab 1976 als Offiziersanwärter bei den Panzergrenadieren.
1976 1. Pz.Div. Pz.Brig2 Pz.GrenBtl21
1989 11.Pz.GrenDiv. Pz.Brig33 Pz.GrenBtl332
1994 1.Pz.Div. Pz.Gren.Brig1 usw.
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Re: Betriebsunfälle bei der Bahn

Neuer Beitragvon augenzeuge » 17. Februar 2016, 13:07

Warum gibt es bei der Bahn kein Funksystem, welches Züge allein zum Bremsen bringt, wenn sich zwei Züge auf Kollisionskurs befinden. Flugzeuge haben das.
AZ
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„Wer A sagt, der muss nicht B sagen. Er kann auch erkennen, dass A falsch war“.
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Re: Betriebsunfälle bei der Bahn

Neuer Beitragvon pentium » 17. Februar 2016, 13:13

augenzeuge hat geschrieben:Warum gibt es bei der Bahn kein Funksystem, welches Züge allein zum Bremsen bringt, wenn sich zwei Züge auf Kollisionskurs befinden. Flugzeuge haben das.
AZ


Frage mal bei der HSB nach, dort soll es soetwas geben. Übrigens die Technik wurde auf der Unfallstrecke getestet.

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Re: Betriebsunfälle bei der Bahn

Neuer Beitragvon pentium » 30. März 2016, 19:36

Fahrdienstleiter in Bad Aibling machte zwei schwere Fehler

Nachdem der 39-Jährige die eingleisige Strecke für zwei Züge gleichzeitig freigegeben hatte, sei ihm noch ein weiterer verhängnisvoller Fehler unterlaufen. "Der Fahrdienstleiter hat, als er seinen ersten Irrtum bemerkte, einen ersten Warn-Funkspruch an die beiden Lokführer schicken wollen", schilderte Herrmann weiter.

"Er hat - möglicherweise aus Aufregung - jedoch die falsche Taste gedrückt. Der Funkspruch ging an die Fahrdienstleiter in der näheren Umgebung. Die haben sich daraufhin bei ihm gemeldet. Daraufhin schickte der Fahrdienstleiter einen zweiten Funkspruch an die Lokführer. Diesmal drückte er die richtige Taste, aber da war es schon zu spät."

http://www.t-online.de/nachrichten/pano ... ehler.html

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Re: Betriebsunfälle bei der Bahn

Neuer Beitragvon Bergmensch » 8. April 2016, 20:44

pentium hat geschrieben:
augenzeuge hat geschrieben:Warum gibt es bei der Bahn kein Funksystem, welches Züge allein zum Bremsen bringt, wenn sich zwei Züge auf Kollisionskurs befinden. Flugzeuge haben das.
AZ


Frage mal bei der HSB nach, dort soll es soetwas geben. Übrigens die Technik wurde auf der Unfallstrecke getestet.

pentium


Wird nur getestet, ist aber noch nicht in Betrieb. Da gibt es Schwierigkeiten im Begegnungsverkehr. Es warnt obwohl die Züge auf verschiedenen Gleisen unterwegs sind.
Das System ist nicht Bahnfest. Es heißt Kollisionswarnsystem und warnt nur Akustisch. Ein einwirken in die Leittechnik erfolgt nicht. Wie denn auch bei einer Dampflok.
So etwas zu realisieren würde utopische Summen verschlingen. Da gehen die Bahnunternehmen eher Pleite.
Auch für die HSB wäre eine modifizierte PZB das wirksamste Sicherheitssystem, aber aus Kostengründen Doktort man an unerprobten billigen Systemen herum.
Auch das Zugfunksystem der HSB ist ein ehemaliger DDR analoger Rangierfunk im 2 m Band. Jeder hört jedes Gespräch anderer mit was sehr störend ist und von den Personalen so leise gestellt wird das es kaum noch zu hören ist. Auch hier wäre ein Digitaler GSM R Funk ratsam. Wird aber nicht eingeführt weil zu Teuer.
Da wird sich wohl eher nach einen Unfall etwas ändern.
Bergmensch
 

Betriebsunfälle bei der Bahn

Neuer Beitragvon Interessierter » 4. August 2016, 12:49

Im Harz hat sich am Mittwochabend ein Bahnunglück ereignet. Ein Regionalzug fuhr in eine Rinderherde und entgleiste. Mehrere Tiere wurden dabei getötet.

http://www.spiegel.de/panorama/sachsen- ... 06112.html
Interessierter
 

Re: Betriebsunfälle bei der Bahn

Neuer Beitragvon Volker Zottmann » 4. August 2016, 16:25

Interessierter hat geschrieben:Im Harz hat sich am Mittwochabend ein Bahnunglück ereignet. Ein Regionalzug fuhr in eine Rinderherde und entgleiste. Mehrere Tiere wurden dabei getötet.

http://www.spiegel.de/panorama/sachsen- ... 06112.html



Auch das noch!
Nun fährt mal wieder ein Zug und dann verunglückt der ....
Monatelang kommt es schon zu Zugausfällen im Harzvorland. Oft war es die Technik, doch in letzter Zeit fehlen die Lokführer. Und dann fallen eben Züge aus. Neue Lokführer werden krampfhaft gesucht, doch ist kaum einer bereit bei dem Unternehmen noch anzufangen, da die Verträge mit dem Bundesland Sachsen-Anhalt 2017 auslaufen und ab 2018 unter neuen Konzessionen neu vergeben werden. Wenn nun nur ein Mitarbeiter einen Krankenschein bringt, ist die NASA am Scheideweg. Da hilft auch der tolle Name nichts.
Verkommene Bahnhöfe und nicht fahrende Züge, Zustände wie 2 Stunden nach dem Krieg.

Gruß Volker
Volker Zottmann
 

Re: Betriebsunfälle bei der Bahn

Neuer Beitragvon pentium » 21. Oktober 2016, 08:42

Güterzug kracht in Leipzig in ein Bahngebäude - Mann schwer verletzt

Schwerer Unfall in Leipzig-Engelsdorf: Ein Güterzug mit Gefahrgut ist in ein Stellwerkhaus gekracht. Ein Mitarbeiter der Bahn wurde dabei schwer verletzt.
http://www.lvz.de/Leipzig/Polizeiticker ... r-verletzt

Leipzig
. Bei einem Zugunfall in Leipzig ist am Donnerstagabend ein Mann schwer verletzt worden. Ersten Erkenntnissen zufolge krachte ein Güterzug gegen 20.40 Uhr bei Rangierarbeiten am Bahnhof Engelsdorf in ein Stellwerkhaus, wie die Rettungsleitstelle der Feuerwehr mitteilte. Ein Bahnmitarbeiter, der sich in dem Gebäude befand, musste mit dem Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht werden, sagte Yvonne Manger, Sprecherin der Bundespolizei.

Glück im Unglück: Die zwei Gefahrgutkessel am hinteren Ende des Güterzugs sollen unversehrt geblieben sein. Laut Bundespolizei hat die Feuerwehr die Tanks, in denen sich ein Kohlenwasserstoffgemisch befindet, bereits überprüft. Die Rettungskräfte waren mit einem Großaufgebot vor Ort. Die Bundespolizei ermittelt zur Unfallursache.

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Re: Betriebsunfälle bei der Bahn

Neuer Beitragvon Volker Zottmann » 13. November 2016, 14:25

NVA Baustelle Neiden

Winterende 1971: Beinahe-Katastrophe im Bahnhof Elsnig

Unzählige Liter hochprozentigen Alkohols wurden im Laufe der langen Zeit in unsere Behausung eingeschmuggelt. Komisch, aber junge Männer trinken gern … Durst oder doch nur Imponiergehabe? Viel wurde vertilgt, spülte so manchen Ärger hinunter. Doch ebenso große Mengen wurde beim Versuch sie einzuschleusen schon konfisziert. Die allermeisten Heimkehrer wurden fast auf den Kopf gestellt. Es gab regelmäßige Leibesvisitationen. Pakete erreichten ihre Empfänger immer erst nach gemeinsamen Öffnen. Ich habe mit meinem Vater, eurem Opa und Uropa Reinhold, sogar Hochprozentigen im Urlaub zur Tarnung in Büchsen abgefüllt und verlötet. Erreichte auch immer sein Ziel! Ich wurde nie erwischt.

Alles wurde durchschnüffelt. Irgendein Vorgesetzter wollte immer Alkohol finden.

Um wieder etwas Platz in der Wäschekammer zu schaffen, denn hier lagerten auch alle anderen beschlagnahmten Sachen, wurde so mache Flasche Schnaps vom Hauptfeldwebel oder Schreiber dem “Allgemeinwohl” zugeführt. Im Winter war unser Tee oft einem Grog ähnlich, zumindest ansatzweise. Mit einer Kanne solchen Gebräus ausgestattet, fuhr wieder einmal ein Arbeitskommando nach Dienstschluss auf den Elsniger Bahnhof.

Hier mussten unsere Kameraden wieder Ziegelsteine entladen. Es war gegen Winterende Anfang 1971. Der Tee schmeckte wohl noch nicht kräftig genug und so wurde aus der Dorfkneipe alkoholischer Nachschub besorgt. Die Arbeit war schwer, ihre Lust auf dem Tiefpunkt, irgendwann wurde nur noch getrunken. Im Rausch drangen dann diese benebelten Soldaten in das kleine Stellwerk des Bahnhofs ein und fesselten die dort arbeitende Reichsbahnerin. Jetzt hantierte auch noch irgend einer am Weichenpult herum und verstellte die Weichen. Der Bahnerin gelang es glücklicher Weise, Dank einer steten Direktverbindung, “Hilfe!” ins Telefon zu schreien. Sofort setzte die Transportpolizei und der Bataillons-OvD1 die ganze Maschinerie in Gang. Die Soldaten wurden im Handstreich festgenommen. Nicht auszudenken, wenn der bald durchfahrende Regionalzug von Wittenberg nach Torgau (fuhr damals noch links-elbisch) aufs Abstellgleis gerauscht wäre …

Dieses Besäufnis bescherte nun den Beteiligten sicher Knast… Wohlmöglich Militärgericht mit anschließender Verwahrung in Schwedt. Aber wir waren ja bei “Hoffmanns Militär” und da war vieles schlussendlich ganz anders als man annahm… Nach den Verhören wurden die Leute plötzlich wieder auf freien Fuß gesetzt. Keinerlei Sanktionen! Nichts! Sie alle sagten nämlich übereinstimmend aus, dass sie den Befehl hatten, dort zu arbeiten und dazu verdonnert waren, den Tee zu trinken! Für das, was im Tee war, konnten sie ja nichts, sie wussten nicht, wie ihnen geschah… Ein jeder wusste, dass dies nur die halbe Wahrheit war. Doch bei einer möglichen Verhandlung wären sicherlich auch Köpfe von Vorgesetzten gerollt! Fremde Köpfe hätten die gern geopfert, aber den eigenen??? Wie man die Reichsbahnerin mundtot bekam, weiß ich allerdings nicht…

Gruß Volker
Volker Zottmann
 

Re: Betriebsunfälle bei der Bahn

Neuer Beitragvon Interessierter » 13. November 2016, 14:39

Das ist tatsächlich an Unverfrorenheit nicht zu überbieten.... Typisch für den " Rechtsstaat " DDR... [grins]
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Re: Betriebsunfälle bei der Bahn

Neuer Beitragvon Nostalgiker » 13. November 2016, 15:08

Interessierter hat geschrieben:Das ist tatsächlich an Unverfrorenheit nicht zu überbieten.... Typisch für den " Rechtsstaat " DDR... [grins]


Typische Antwort eines der nicht in der Lage ist irgendwas auch nur Ansatzweise zu verstehen ........
Ich nehme zur Kenntnis, das ich einer Generation angehöre, deren Hoffnungen zusammengebrochen sind.
Aber damit sind diese Hoffnungen nicht erledigt. Stefan Hermlin

Freiheit ist nur ein anderes Wort dafür, dass man nichts zu verlieren hat. Janis Joplin

Psychologen haben herausgefunden, dass Menschen, die immer bei anderen auf die Rechtschreibfehler hinweisen, eine Persönlichkeitsstörung haben und unzufrieden mit ihrem Leben sind. Netzfund
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Re: Betriebsunfälle bei der Bahn

Neuer Beitragvon Interessierter » 13. November 2016, 15:23

Wie ich hörte, sucht die Bahn noch Bremsklötze....... [grins]
Interessierter
 

Re: Betriebsunfälle bei der Bahn

Neuer Beitragvon Nostalgiker » 13. November 2016, 15:26

Interessierter hat geschrieben:Wie ich hörte, sucht die Bahn noch Bremsklötze....... [grins]


Ach wirklich? Und warum hast du dich noch nicht gemeldet?
Ich nehme zur Kenntnis, das ich einer Generation angehöre, deren Hoffnungen zusammengebrochen sind.
Aber damit sind diese Hoffnungen nicht erledigt. Stefan Hermlin

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Re: Betriebsunfälle bei der Bahn

Neuer Beitragvon Volker Zottmann » 13. November 2016, 16:10

Typisch, dass Einer wieder nölen muss. Es geht einfach nicht anders. Einem User vorzuwerfen, er verstünde diesen Text nicht, ist an Dämlichkeit nicht mehr zu überbieten!
Erstaunt bin ich allerdings, dass noch keiner meine Geschichte anzweifelte.
Wenn man wie der @Nostalgiker gar nichts zum Thema zu sagen hat, wäre doch Klappe halten intelligenter, setzte diese aber voraus.

Gruß Volker
Volker Zottmann
 

Re: Betriebsunfälle bei der Bahn

Neuer Beitragvon karnak » 13. November 2016, 16:24

Volker Zottmann hat geschrieben:Erstaunt bin ich allerdings, dass noch keiner meine Geschichte anzweifelte.

[flash] Man könnte meinen Du hast darauf gehofft. Aber wenn es Dir ein Trost ist, abenteuerlich finde ich die ganze Geschichte schon. Vielleicht noch nicht mal, dass man sie vertuscht hat, dass mag gegangen sein weil nicht so viel passiert ist. Nicht nachvollziehbar ist allerdings die Vorstellung für mich, ein Vorgesetzter sieht es als notwendig an seine Soldaten abgefüllt in einen Arbeitseinsatz zu schicken, was gleichzeitig völlig sinnlos ist, und produziert damit für sich selbst völlig unnötig ein Risiko in Teufelsküche zu kommen wenn das schiefgeht, nämlich dann wenn die angesoffenen Soldaten solche Sch..bauen, dass sie nicht mehr unter den Tisch zu kehren wäre, die Garantie, dass das passiert hat er bei Ausgabe des aufgebesserten Tees eh nicht.
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Re: Betriebsunfälle bei der Bahn

Neuer Beitragvon Volker Zottmann » 13. November 2016, 16:26

Da der @Merkur ja so emsig forscht und Bücher schreibt, könnte er ja in den Archiven mal nachforschen.

Damals entschieden Minuten, ob es kracht, wenn der Zug aus Wittenberg auf den Prellbock gedonnert wäre. Ungeheuerlich ist im Nachhinen zu bewerten, dass nicht ein einziger Vorgesetzter zur Rechenschaft gezogen wurde! Es war ja Freiheitsberaubung oder Geiselnahme, egal wie man es auslegt und Eingriff in den Personenverkehr. Die Stasiakten hätte ich gern mal gelesen.
(Alle beteiligten Soldaten hatten seit 6:00 morgens auf den Beinen gestanden und schon eine Normalschicht hinter sich und rückten dann zum Bahnhof aus. Es war kalt, gab besagten Tee in der 20l Milchkanne, weiteren Alkohol, somit dann bald halbe Schnapsleichen und mitten in der Nacht geschah dann Geschriebenes)

Nur mal zum Vergleich:
Auf der anderen Elbseite (Annaberger Heide) gab es ja mit einem russischen Panzer ein Zugunglück. Und wie waren deren Konsequenzen? Und da war es menschliches Versagen.

Gruß Volker
Zuletzt geändert von Volker Zottmann am 13. November 2016, 16:38, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Betriebsunfälle bei der Bahn

Neuer Beitragvon karnak » 13. November 2016, 16:38

Ich will auch gleich sagen wie das mit dem"Platz schaffen " in meiner Militärzeit abgelaufen ist. Da ließ der KC die Truppe regelmäßig antreten und der Suff wurde in den Sand geschüttet. Er wollte sich nämlich nicht dem Verdacht aussetzen, er verbraucht den Suff selbst. Und dazu hatte er doch wohl allen Grund, wie gerade hier bekannt, überall konnte schließlich ein IM lauern. [flash]
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Re: Betriebsunfälle bei der Bahn

Neuer Beitragvon Nostalgiker » 13. November 2016, 16:41

Wie immer irrst du in deiner selbstherrlich arroganten Art Volker Zottmann.
Nur heißt das Thema hier nicht "Sklaven aus Neiden werden von Vorgesetzten zum saufen gezwungen" sondern es geht um Unfälle bei der Bahn. Und auch nicht um besoffene Sklaven von Baupionieren welche in einem Stellwerk randalierten.
Das sich zu deinem "Erlebnisbericht" ein Interessierter nicht entblödete darauf irgendwas von "typisch für den Rechtsstaat DDR" zu brabbeln ist so bezeichnend wie peinlich.
Ich will überhaupt nicht mit den unter den Teppich gekehrten Alkoholexzesse bei der Bundeswehr anfangen, früher und in der Gegenwart. Bei diesen Vertuschungsaktionen, auch wenn es Personenschaden gab, könnte ich auch schreiben; typisch Rechtsstaat BRD ........

Das in und bei der Armee getrunken wird ist ein offenes Geheimnis.
Den zweiten WK und nicht nur den haben vorzugsweise betrunkene Soldaten auf beiden Seiten geführt ......
In fast allen Kasernen der Welt wird teilweise bis zum Koma getrunken, aus Langeweile, aus Frust und anderen 100.000 Gründen .....
Um so behämmerter ist dann der "logische Schluß" dass das saufen nur am DDR System liegen konnte.

Zugunfälle gab es in der DDR, Fastunfälle gab es in der DDR und meist war es menschliches Versagen, ab und an lag es auch am Material. Bevor wieder Jemand sich zu der Behauptung hinreißen lässt dies wäre typisch DDR System und Ausdruck der Unfähigkeit der Planwirtschaft den möchte ich daran erinnern dass das schwerste Zugunglück in der Eisenbahngeschichte Deutschlands in der BRD passierte und der Grund war eindeutig neben Materialmängeln auch Wartungsfehler und das alles aus Profitgier .......
Ich nehme zur Kenntnis, das ich einer Generation angehöre, deren Hoffnungen zusammengebrochen sind.
Aber damit sind diese Hoffnungen nicht erledigt. Stefan Hermlin

Freiheit ist nur ein anderes Wort dafür, dass man nichts zu verlieren hat. Janis Joplin

Psychologen haben herausgefunden, dass Menschen, die immer bei anderen auf die Rechtschreibfehler hinweisen, eine Persönlichkeitsstörung haben und unzufrieden mit ihrem Leben sind. Netzfund
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Re: Betriebsunfälle bei der Bahn

Neuer Beitragvon Volker Zottmann » 13. November 2016, 16:42

All der massenhaft überzählige Fusel, besonders nach Urlauben konfisziert, wurde im Tee auf den Baustellen verabreicht. Dadurch hatte der Tee etwas Geschmack. Unser Spieß setzte sich aber stets dem besagten Risiko aus. Ein 7- Klassenschüler eben.... [laugh]
Ich spreche auch nur für meine Kompanie. Weiß nicht, wie es sonst gehandhabt wurde.

Gruß Volker
Zuletzt geändert von Volker Zottmann am 13. November 2016, 16:47, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Betriebsunfälle bei der Bahn

Neuer Beitragvon Volker Zottmann » 13. November 2016, 16:45

Ich bitte den störenden neuerlichen Beitrag von @Nostalgiker in den Papierkorb zu verschieben!

Volker
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Re: Betriebsunfälle bei der Bahn

Neuer Beitragvon karnak » 13. November 2016, 16:46

Volker Zottmann hat geschrieben:All der massenhaft überzählige Fusel, besonders nach Urlauben konfisziert, wurde im Tee auf den Baustellen verabreicht. Dadurch hatte der Tee etwas Geschmack. Unser Spieß setzte sich aber stets dem besagten Risiko aus. Ein 7- Klassenschüler eben.... [laugh]
Ich spreche auch nur für meine Kompanie. Weiß nicht, wie es sonst gegandhabt wurde.

Gruß Volker

Nun muss es aber neben dem Spieß doch noch einen vorgesetzten Offizier in der Truppe gegeben haben.
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Re: Betriebsunfälle bei der Bahn

Neuer Beitragvon Volker Zottmann » 13. November 2016, 16:49

karnak hat geschrieben:
Volker Zottmann hat geschrieben:All der massenhaft überzählige Fusel, besonders nach Urlauben konfisziert, wurde im Tee auf den Baustellen verabreicht. Dadurch hatte der Tee etwas Geschmack. Unser Spieß setzte sich aber stets dem besagten Risiko aus. Ein 7- Klassenschüler eben.... [laugh]
Ich spreche auch nur für meine Kompanie. Weiß nicht, wie es sonst gegandhabt wurde.

Gruß Volker

Nun muss es aber neben dem Spieß doch noch einen vorgesetzten Offizier in der Truppe gegeben haben.


Ja natürlich!
Es gab den Zugführer des 1. Zuges, dorther kamen meistens die Entlader, aber nicht nur. Dann gab es den Offizier für Baudurchführung und einen Kompaniechef.

Gruß Volker
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Re: Betriebsunfälle bei der Bahn

Neuer Beitragvon karnak » 13. November 2016, 16:54

Und die haben diesen Spieß, jemand im Unteroffiziersrang, was den Suff angeht einfach so gewähren lassen? Aus ihrer Sicht sehr leichtfertig.
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Re: Betriebsunfälle bei der Bahn

Neuer Beitragvon Volker Zottmann » 13. November 2016, 17:01

karnak hat geschrieben:Und die haben diesen Spieß, jemand im Unteroffiziersrang, was den Suff angeht einfach so gewähren lassen? Aus ihrer Sicht sehr leichtfertig.


Kristian, da brauch ich nicht lügen. Es gab auf der Baustelle jeden Tag ein sogenanntes 2. Frühstück. Das brachte der Schreiber und der UvD- Läufer, eine Kanne Kuhmilch, Brotkloben und knochenharten Dauerkäse. Etwa 3 Monate am Stück gab es statt diesem Käse nur Hähnchenhälften. (ich vermutete Notschlachtungen) Jeden Tag, morgens, mittags und abends auch!
Die Kuhmilch aber wurde den gesamten einen Winter, den ich in Neiden 1970/71 verbrachte, durch heißen Tee ersetzt. Dem wurde JEDEN Tag mindestens eine Granate Fusel beigemischt.

Gruß Volker
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Re: Betriebsunfälle bei der Bahn

Neuer Beitragvon karnak » 14. November 2016, 11:57

Volker Zottmann hat geschrieben: (ich vermutete Notschlachtungen)

[flash] Natürlich, was denn sonst. Also sollte ich mal ein Buch schreiben, Du kommst in jedem Fall darin vor.
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Re: Betriebsunfälle bei der Bahn

Neuer Beitragvon Volker Zottmann » 14. November 2016, 14:11

karnak hat geschrieben:
Volker Zottmann hat geschrieben: (ich vermutete Notschlachtungen)

[flash] Natürlich, was denn sonst. Also sollte ich mal ein Buch schreiben, Du kommst in jedem Fall darin vor.


Das ehrt mich! [grins]
Die ersten Tage schmeckten die halben Hähne vorzüglich, wir dachten es seien Feiertage. Aber versuche mal nur noch Hahn und Henne zu essen. Kaum was anderes. Und das 3 volle lange Monate! Das ist ähnlich schlimm, wie nur Wasser und Brot.
Wenn es aber solange so viel totes Geflügel gibt, denkt man unweigerlich an Notschlachtungen. Später, lange nach der Armeezeit, habe ich so etwas erlebt, als der Geflügelschlachthof in Harzgerode Sonderschichten schrubbte. Gebraten lecker, aber so "frisch", tot am Hakenband hängend; und dann die kranken oft angegammelten geschundenen Tiere hängen sehen.... Kristian, Du wirst zum Vegetarier. Und damals wurde Fleisch nie so schnell als krank verworfen, wie heute.

Gruß Volker
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Re: Betriebsunfälle bei der Bahn

Neuer Beitragvon pentium » 6. Dezember 2016, 20:41

Urteil zum Zugunglück Bad Aibling
Im Prozess über das Zugunglück ist gestern das Urteil gefallen. Der Angeklagte FDL hat 3 Jahre und 6 Monate Haft bekommen.
http://www.stuttgarter-nachrichten.de/i ... ca649.html

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Re: Betriebsunfälle bei der Bahn

Neuer Beitragvon augenzeuge » 6. Dezember 2016, 22:41

Der Angeklagte FDL hat 3 Jahre und 6 Monate Haft bekommen.


Und, ist das ok?

AZ
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Re: Betriebsunfälle bei der Bahn

Neuer Beitragvon Volker Zottmann » 7. Dezember 2016, 18:54

augenzeuge hat geschrieben:
Der Angeklagte FDL hat 3 Jahre und 6 Monate Haft bekommen.


Und, ist das ok?

AZ


Für mein Empfinden nein! Jeder kann wegen fahrlässiger Tötung vor den Kadi kommen, das kann schneller passieren als gedacht. Dann erwarte ich, wenn ich beispielsweise durch Unachtsamkeit ein oder viele Menschen auf dem Gewissen habe, auch eine möglichst milde Bestrafung. Warum nicht sogar Bewährung? Denn ich bin ja weder Totschläger noch Mörder.
Hier aber stand einer vor Gericht, der nicht einfach fahrlässig versagte. Es war gröbste Fahrlässigkeit. Wer bei diesem Posten lieber Spiele abddaddelt, ist sich bewusst, dass die eigene Aufmerksamkeit leidet. Deshalb darf es da kein Milde geben. 5 Jahre als Höchsstrafe sind ohnehin vergleichsweise mild, im Angesicht des Todes.

Gruß Volker
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Re: Betriebsunfälle bei der Bahn

Neuer Beitragvon Volker Zottmann » 10. März 2017, 10:30

Heute vor 40 Jahren hat es hier gewaltig gerumst!

http://www.mz-web.de/landkreis-harz/zug ... n-26165222

Obwohl Siegmar Frenzel am 10. März 1977 Geburtstag hatte, musste er früh aufstehen - um sechs Uhr. Schließlich war dieser Donnerstag ein ganz normaler Arbeitstag, der für Frenzel im VEB Druckguss- und Kolbenwerke, dem heutigen Trimet-Werk, um 7 Uhr begann.

Doch als er die ersten Glückwünsche seiner Kollegen zu seinem 34. Geburtstag bekam, war dem Eisenbahnfan klar, dass dieser Tag ganz und gar nicht normal werden würde.
Sofort mit der Kamera auf den Weg gemacht

„Hast du schon gehört? Im Langen Tal liegt eine Lok auf der Wiese“, sagten die Gratulanten aufgeregt. Siegmar Frenzel, nach eigenem Bekunden „Eisenbahnfreund seit 1970“, sprang von seinem Schreibtisch auf, schnappte seine Kamera und machte sich auf den Weg.

„Ich war bereits um 7.15 Uhr am Unfallort“, erinnert er sich. „Es war ein sehr schöner Tag, aber da Nebel aufstieg, konnte ich nicht richtig fotografieren.“ Darum fuhr er noch einmal gegen 10.30 Uhr zu dem verunglückten Zug.


Ich selbst hatte mit meinen Farbdias mehr Glück, wurde von niemanden angehalten.

Gruß Volker
Volker Zottmann
 

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