Börsen- und Industrie-Infos

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Re: Börsen- und Industrie-Infos

Neuer Beitragvon Bahndamm 68 » 7. Juni 2024, 20:52

ÜBERBLICK am Abend/Konjunktur, Zentralbanken, Politik

Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires

Starkes US-Jobwachstum dämpft Hoffnung auf Zinssenkungen

Das US-Stellenwachstum hat im Mai die Erwartungen weit übertroffen. Damit dürften Zinssenkungen durch die US-Notenbank weiter in die Zukunft rücken. Wie das US-Arbeitsministerium berichtete, entstanden in der Privatwirtschaft und beim Staat 272.000 zusätzliche Stellen. Von Dow Jones Newswires befragte Volkswirte hatten nur einen Zuwachs um 190.000 erwartet. Die Angaben für die beiden Vormonate wurden kumuliert um 15.000 Jobs nach unten revidiert: Das Ministerium meldete für April nun ein Stellenplus von 165.000 (vorläufig: 175.000) und für März von 310.000 (vorläufig: 315.000).

Lindner: Zinssenkung hat positiven Konjunktureffekt in nächsten Monaten

Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP) rechnet nach der Zinssenkung der Europäischen Zentralbank (EZB) mit einer günstigeren Konjunkturentwicklung in Deutschland. "Die Europäische Zentralbank hat gestern die Zinswende eingeleitet, auch wegen unserer stabilitätsorientierten Fiskalpolitik, zumal in Deutschland", sagte Lindner beim Tag des Familienunternehmens in Berlin. "Die Schuldenbremse hat sich als eine Inflationsbremse bewährt und damit überhaupt erst möglich gemacht, dass die Zinsen sinken, was einen positiven Effekt auf die Konjunktur in den nächsten Monaten haben wird." Die Schuldenbremse sei nicht nur ein Gebot der Verfassung, sondern "auch ein Gebot der ökonomischen Klugheit".

Habeck will Lieferkettengesetz aussetzen - Diskussion in Koalition läuft

Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) hat seinen Vorschlag bekräftigt, die Berichtspflichten aus dem nationalen Lieferkettengesetz so schnell wie möglich auszusetzen, um doppelte Berichtspflichten aufgrund der ebenfalls beschlossenen europäischen Lieferkettenrichtlinie zu vermeiden. Die konkrete Ausgestaltung dieses Übergangszeitraums sei aktuell noch Diskussion in der Bundesregierung, wie ein Ministeriumssprecher betonte.

Bundesverwaltungsgericht weist Eilanträge gegen Rügener LNG-Terminal zurück

Das Bundesverwaltungsgericht hat Eilanträge gegen das Rügener LNG-Terminal zurückgewiesen. Damit sind die Anträge der Gemeinde Binz, des Deutschen Jugendherbergswerks als Betreiber der Jugendherberge Prora und von zwei privaten Grundstückseigentümern aus Sassnitz gegen die Genehmigung für die Errichtung und den Betrieb eines LNG-Terminals im Hafen Mukran erfolglos. Das Bundesverwaltungsgericht entschied, dass keine schwerwiegenden Sicherheitsrisiken bei dem Terminal vor Rügen vorliegen.

Netzagentur: Deutschland braucht 4.800 km neue Stromleitungen und 2.500 km Verstärkung

Deutschland braucht zur Vollendung der Energiewende bis 2045 rund 4.800 Kilometer neue Stromleitungen und ca. 2.500 Kilometer Verstärkung bereits vorhandener Verbindungen. Das erklärte die Bundesnetzagentur in ihrem Netzentwicklungsplan Strom 2023-2037/2045. Dieser legt den vordringlichen Ausbaubedarf im Stromübertragungsnetz fest.

Bund: Wollen privates Engagement und Kapital für Ukraine mobilisieren

Die Bundesregierung erhofft sich für die Ukraine-Wiederaufbaukonferenz eine Mobilisierung von privatem Engagement und Kapital. Die stellvertretende Regierungssprecherin Christiane Hoffmann sagte, dass bei der zweitägigen internationalen Konferenz in Berlin insbesondere das Engagement von Unternehmen im Vordergrund stehe. Ziel der Konferenz sei eine breit gefächerte internationale Unterstützung für den Wiederaufbau des Landes.

G7 wird über russische Vermögenswerte und Chinas Überkapazitäten reden - Kreise

Die Bundesregierung erwartet beim dreitägigen Treffen der Gruppe der sieben führenden Industriestaaten (G7) in Italien Fortschritte über die Verwendung von eingefrorenen russischen Vermögenswerten zugunsten von Ukraine-Hilfen. Dabei sei für Deutschland wichtig, dass man hier gemeinsam mit der Europäischen Union vorgehe, wie ein hochrangiger Regierungsbeamter in Berlin sagte. Beim Treffen wird laut Deutschland auch das Thema der China und Überkapazitäten zur Sprache kommen. Es gebe Bedenken der G7, aber Deutschland sehe keine fundamentale Verschärfung der Situation seit dem vergangenen G7-Gipfel vor einem Jahr. Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) werde bei dem Treffen mit seinen Kollegen kommende Woche seine Skepsis gegenüber Importzöllen auf chinesische Elektroautos deutlich machen, so der Beamte.

Netzagentur: Deutschland braucht 4.800 km neue Stromleitungen und 2.500 km Verstärkung

Deutschland braucht zur Vollendung der Energiewende bis 2045 rund 4.800 Kilometer neue Stromleitungen und ca. 2.500 Kilometer Verstärkung bereits vorhandener Verbindungen. Das erklärte die Bundesnetzagentur in ihrem Netzentwicklungsplan Strom 2023-2037/2045. Dieser legt den vordringlichen Ausbaubedarf im Stromübertragungsnetz fest.

"Für ein klimaneutrales Stromsystem brauchen wir bis 2045 in erheblichem Umfang zusätzliche Stromleitungen", erklärt Klaus Müller, Präsident der Bundesnetzagentur. Seine Behörde habe im Netzentwicklungsplan lediglich die Anfangs- und Endpunkte der Leitungen definiert, während der genaue Verlauf der Leitungen noch nicht feststehe. Dieser werde in nachfolgenden Verfahrensschritten bestimmt.

In ihrem Netzentwicklungsplan bestätigt die Bundesnetzagentur fünf neue Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragungs-Verbindungen (HGÜ) mit einer Kapazität von jeweils 2 Gigawatt. Diese Verbindungen seien die DC32 von Schleswig-Holstein nach Mecklenburg-Vorpommern, die DC35 von Niedersachsen nach Hessen, die DC40 von Niedersachsen nach Sachsen, die DC41 von Niedersachsen nach Baden-Württemberg und die DC42 von Schleswig-Holstein nach Baden-Württemberg.
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Re: Börsen- und Industrie-Infos

Neuer Beitragvon Bahndamm 68 » 10. Juni 2024, 21:30

ÜBERBLICK am Abend /Konjunktur, Zentralbanken, Politik

Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires.

EZB-Chefin Lagarde dämpft Erwartungen an Zinswende

Die Präsidentin der Europäischen Zentralbank (EZB), Christine Lagarde, verteidigt die erste Zinssenkung seit fast fünf Jahren gegen Kritik, dämpft aber Erwartungen an eine schnelle Zinswende. "Wir erklären den Kampf noch nicht für gewonnen", sagte Lagarde in einem Interview mit dem Handelsblatt und anderen europäischen Zeitungen.

Ampel einigt sich auf Postgesetz - Zeitung

Die Ampelkoalition hat sich laut einem Zeitungsbericht auf eine Reform des Postgesetzes geeinigt. Ein wichtiger Baustein sei die Anpassung der Brieflaufzeiten, schrieb das Handelsblatt unter Verweis auf Koalitionskreise. Künftig müssen demnach Standardbriefsendungen zu 95 Prozent am dritten Werktag und zu 99 Prozent am vierten Werktag den Empfänger erreichen anstatt wie bisher zu 80 Prozent am folgenden Werktag und 95 Prozent am zweiten Werktag.

Nouripour: Koalition soll öffentlicher Streit um Haushalt beenden

Grünen-Vorsitzender Omid Nouripour hat an die Regierungskoalition appelliert, den Haushaltstreit auf öffentlichen Streit zu verzichten und die Verhandlungen zügig zu einem Abschluss zu bringen. Für die Grünen sei wichtig, den Modernisierungsstau der vergangenen Jahre aufzulösen. Man sei in vertieften, sehr ernsten Gesprächen. Die von den Oppositionsparteien geforderte Neuwahl lehnte er ab.

Merz: Scholz muss Konsequenzen aus Wahlergebnis ziehen

Der CDU-Vorsitzende Friedrich Merz hat Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) aufgefordert, aus dem Ergebnis der Europawahl "Konsequenzen" zu ziehen, jedoch offen gelassen, welche. "Der Bundeskanzler muss jetzt Konsequenzen ziehen aus diesem Wahlergebnis von gestern", sagte Merz in Berlin. "Welche Konsequenz der Bundeskanzler daraus zieht, das ist zunächst einmal seine Entscheidung", hob Merz hervor. Eine Neuwahl noch 2024 schloss er nicht aus, forderte eine solche aber auch nicht.

Kühnert: SPD gegen Sparhaushalt auf Kosten des sozialen Zusammenhalts

SPD-Generalsekretär Kevin Kühnert will nach dem schlechten Abschneiden seiner Partei bei der Europawahl Konsequenzen für die Zusammenarbeit in der Koalition auch bei den Haushaltsverhandlungen ziehen. "Ein Sparhaushalt auf Kosten des sozialen Zusammenhalts - den kann, den wird es mit der Sozialdemokratie nicht geben", sagte Kühnert auf einer Pressekonferenz. Darin seien sich die SPD-Parteispitze und Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) einig.

Scholz: Ukraine-Gipfel soll erster Schritt zu Frieden sein

Nachrichten und Einschätzungen zu dem russischen Angriffskrieg in der Ukraine sowie den Auswirkungen:

Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) hat sich hoffnungsvoll gezeigt, dass bei dem am Wochenende in der Schweiz geplanten Ukraine-Friedensgipfel ein "erster Schritt" auf dem Weg zu Frieden in der Ukraine erreicht werden kann. Der chilenische Präsident Gabriel Boric und er hätten über die Friedenskonferenz in der Schweiz gesprochen, an der beide am Wochenende teilnehmen würden, sagte Scholz bei einer Pressekonferenz mit Boric in Berlin. "Diese Konferenz wird, das ist klar, noch keinen Durchbruch mit sich bringen, auf dem schwierigen Weg hin zu Frieden in der Ukraine", betonte er. "Aber sie wird, so ist es meine Hoffnung, ein erster Schritt auf diesem mühsamen Weg sein." Sehr konkret fordere man, dass Russland illegal deportierte Kinder aus der Ukraine endlich nach Hause zurückkehren lasse. Ab Dienstag richte Deutschland die Ukraine Recovery Conference aus, bei der mehr als 90 Länder vertreten sein würden, um über den Wiederaufbau des zerstörten Landes zu sprechen. "Vor dem Wiederaufbau braucht es aber ein Ende des Krieges", betonte der Kanzler.

Entwicklungsministerin Schulze: Werden Geflüchtete nicht zur Rückkehr bewegen

Vor der Ukraine-Wiederaufbaukonferenz ab Dienstag in Berlin hat Bundesentwicklungsministerin Svenja Schulze (SPD) ausgeschlossen, Geflüchtete zur Rückkehr zu bewegen, um den akuten Fachkräftemangel in ihrer Heimat zu mildern. "Es bleibt die individuelle Entscheidung der Ukrainerinnen oder Ukrainer, die bei uns Zuflucht gesucht haben, ob und wann sie in ihre Heimat zurückkehren wollen", sagte Schulze dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). "Deutschland übt keinen Druck aus und zahlt auch keine Rückkehr-Prämien", betonte sie. Schulze forderte die Ukraine zugleich auf, Berufsabschlüsse der EU-Staaten anzuerkennen. Natürlich könnten die ukrainischen Schutzsuchenden in Deutschland, Polen oder anderen Ländern einen Beitrag leisten, um das Fachkräfte-Problem der Ukraine zu lösen, sagte sie. "Ein Problem dabei ist, dass die Abschlüsse, die sie in Deutschland oder anderen EU-Staaten erwerben, in der Ukraine noch nicht automatisch anerkannt werden", beklagte die SPD-Politikerin. Das werde eines der Themen einer neuen "Fachkräfte-Allianz" sein, die auf der Wiederaufbaukonferenz gebildet werden solle. Dabei werde es auch um den Ausbau der Ausbildung vor Ort gehen, betonte die Ministerin.
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Re: Börsen- und Industrie-Infos

Neuer Beitragvon Bahndamm 68 » 11. Juni 2024, 20:19

ÜBERBLICK am Abend/Konjunktur, Zentralbanken, Politik

Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires.

Lane verteidigt EZB-Zinssenkung - "Es war an der Zeit"

EZB-Chefvolkswirt Philip Lane hat die in der vergangenen Woche durch die Europäische Zentralbank (EZB) beschlossene Leitzinssenkung verteidigt. "Wir haben lange gewartet", sagte Lane bei einer Veranstaltung in Dublin. Die EZB hab ihre Zinsen erst gesenkt, nachdem vier EZB-Stabsprojektionen hintereinander zu dem Ergebnis gekommen seien, dass die Inflation Ende 2025 auf 2 Prozent sinken dürfte. Lane erinnerte zudem daran, dass der Leitzins von 3,75 Prozent deutlich oberhalb des so genannten neutralen Zinses liege, oberhalb dessen die Geldpolitik bremsend wirkt. "Es war an der Zeit, die Zinsen zu senken", sagte Lane.

Deutsche Bahn will Stuttgart 21 erst Ende 2026 in Betrieb nehmen

Stuttgart 21 wird erst im Dezember 2026 in Betrieb gehen und damit ein Jahr später als zuletzt geplant. Wie die Deutsche Bahn mitteilte, steht der Fahrplan für die Inbetriebnahme des Großprojekts Stuttgart 21 und des Digitalen Knotens Stuttgart. Ab Ende 2025 sollen demnach alle Anlagen stufenweise in den Testbetrieb gehen, und im Dezember 2026 soll der künftige Hauptbahnhof eröffnet werden. Nach aktuellem Stand sollten dann alle wesentlichen Elemente des Vorhabens zur Verfügung stehen - mit Ausnahme der Gäubahn-Anbindung über den Flughafen. Darüber hätten sich die Deutsche Bahn und die Projektpartner im S21-Lenkungskreis verständigt.

Scholz: Werden Hilfen für Luftverteidigung der Ukraine konstant ausbauen

Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) hat der Ukraine zugesagt, dass Deutschland weiter zur Stärkung der Luftabwehr im Lande betragen und dafür auch bei anderen westlichen Verbünden werben wird. Auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem ukrainischen Präsident Wolodymyr Selenskyj in Berlin betonte Scholz zudem, dass Deutschland in Europa der größte Unterstützer der Ukraine bleiben wird. Selenskyj dankte Deutschland für die gelieferten Patriot-Luftabwehrsysteme, mit denen Tausende ukrainischer Leben hätten gerettet werden können. Er rief die westlichen Verbündeten auf, der Ukraine dabei zu helfen, die russischen Angriffe besser abwehren zu können.

Habeck sieht großes Interesse von Unternehmen an Ukraine

Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) hat eine hohe Nachfrage nach Investitionen in der Ukraine festgestellt. "Es gibt ein wirklich großes Interesse von Unternehmen, in die Ukraine zu gehen", sagte Habeck bei einer Diskussion auf der Ukraine-Wiederaufbaukonferenz in Berlin. Die Investitionsgarantien seien die fünfthöchste Summe im gesamten Programm gewesen und die größte Zahl an Einzelbewilligungen. Habeck betonte, in der Ukraine gebe es eine gute Ausbildung für junge Menschen, "viele Möglichkeiten". Die Korruption werde bekämpft, und es gebe die Aussicht auf eine EU-Mitgliedschaft und die Mitgliedschaft im Binnenmarkt. "Wir stellen fest, dass 2024 die Nachfrage nach Investitionen weiterhin ungebrochen hoch ist", betonte er.

EU sichert sich Millionen Dosen Vogelgrippe-Impfstoff

Die Europäische Union hat beim britischen Hersteller CSL mehr als 40 Millionen Dosen Impfstoff gegen die Vogelgrippe bestellt. Die Regierungen verstärken damit ihre Anstrengungen, um die mögliche Ausbreitung des Virus auf Menschen zu verhindern. Der Vierjahresvertrag folgt auf die rasche Ausbreitung der Vogelgrippe auf Milchviehbetriebe in den USA, nachdem das Virus in den letzten zwei Jahren nicht nur Millionen von Vögeln infiziert hatte, sondern nun auch Milchvieh erkrankte. Vergangene Woche teilte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) mit, dass ein Mann in Mexiko, der zwei Monate zuvor gestorben war, mit einem Vogelgrippestamm infiziert worden war, der noch nie zuvor bei Menschen aufgetreten war.

US-Präsidentensohn Hunter Biden des illegalen Waffenbesitzes schuldig gesprochen

Der US-Präsidentensohn Hunter Biden wurde von einem Bundesgericht des illegalen Waffenbesitzes für schuldig gesprochen. Er soll bei der Beantragung einer Handfeuerwaffe vor sechs Jahren fälschlicherweise behauptet haben, drogenfrei zu sein. Die Geschworenen stellten fest, dass Biden beim Kauf der Waffe im Oktober 2018 auf einem Bundesformular gelogen habe. Er soll ein Kästchen angekreuzt haben, wonach er zu diesem Zeitpunkt nicht drogenabhängig gewesen sei oder Drogen konsumiere. Hunter Biden drohen bis zu 25 Jahre hinter Gittern, obwohl eine eventuelle Gefängnisstrafe wahrscheinlich nur einen Bruchteil dieser Höchststrafe ausmachen dürfte.

Opec hält an Prognosen für Ölnachfrage fest

Die Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) hat ihre optimistischen Prognosen für das Wachstum der globalen Ölnachfrage beibehalten, nachdem sie einen Plan zur schrittweisen Rücknahme einiger ihrer Produktionskürzungen vorgelegt hatte. Das in Wien ansässige Kartell teilte in seinem Monatsbericht mit, dass es einen Anstieg der Ölnachfrage um 2,2 Millionen Barrel pro Tag im Jahr 2024 und um 1,8 Millionen Barrel pro Tag 2025 prognostiziert. Es bestätigte damit seine früheren Schätzungen.

Boeing erhält im Mai nur vier Flugzeugbestellungen

Der US-Flugzeughersteller Boeing hat im Mai lediglich vier Flugzeugbestellungen erhalten. Den zweiten Monat in Folge war keine Order für die 737 MAX dabei. Im Mai des vergangenen Jahres hatte Boeing noch 69 neue Aufträge verbucht. Im Mai dieses Jahres lieferte Boeing wie schon im April 24 Maschinen aus, darunter 19 737 MAX. Im Mai 2023 lagen die Auslieferungen bei 50 Flugzeugen.

S&P stuft Daimler Truck auf A- hoch - Ausblick stabil

Die Ratingagentur S&P hat das langfristige Emittentenrating von Daimler Truck auf A- von BBB+ angehoben. Der Rating-Ausblick ist stabil. Das Kurzfrist-Rating bestätigte S&P Global Ratings mit A-2. Der Nutzfahrzeughersteller habe im ersten Quartal trotz eines auf Jahressicht 13-prozentigen Absatzrückgangs mit einem stabilen Umsatz und einer robusten Profitabilität überzeugt, so die Ratingagentur. Die Analysten gehen davon aus, dass der DAX-Konzern seine Preisgestaltung und Kostenbasis weiterhin effizient managen wird, was in einer soliden bereinigten EBITDA-Marge von 10,5 bis 11,5 Prozent in diesem und 11,5 bis 12,5 Prozent im nächsten Jahr münden dürfte.
Wer die Vergangenheit nicht kennt,
kann die Gegenwart nicht begreifen
und die Zukunft nicht gestalten.
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Re: Börsen- und Industrie-Infos

Neuer Beitragvon Bahndamm 68 » 12. Juni 2024, 22:09

ÜBERBLICK am Abend/Konjunktur, Zentralbanken, Politik

Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires

US-Verbraucherpreise steigen im Mai schwächer als erwartet

Die Verbraucherpreise in den USA sind im Mai schwächer gestiegen als erwartet, weshalb der Inflationsdruck leicht nachgelassen hat. Wie das US-Arbeitsministerium mitteilte, stagnierten die Verbraucherpreise gegenüber dem Vormonat und lagen um 3,3 (Vormonat: 3,4) Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats. Von Dow Jones Newswires befragte Ökonomen hatten mit einem monatlichen Preisanstieg von 0,1 Prozent und einer Jahresteuerung von 3,4 Prozent gerechnet. Die Kernverbraucherpreise (ohne Energie und Lebensmittel) stiegen um 0,2 Prozent auf Monats- und um 3,4 (Vormonat: 3,5) Prozent auf Jahressicht. Die befragten Ökonomen hatten eine monatliche Rate von 0,3 Prozent und eine Jahresrate von 3,6 Prozent erwartet.

US-Realeinkommen steigen im Mai

Die Realeinkommen in den USA sind im Mai gegenüber dem Vormonat um 0,4 Prozent gestiegen. Wie das US-Arbeitsministerium mitteilte, war im April ein Rückgang um 0,4 Prozent zu verzeichnen. Das durchschnittliche Wocheneinkommen betrug den Angaben der Behörde zufolge im Mai saison- und inflationsbereinigt 382,28 US-Dollar nach 380,77 Dollar im Vormonat.

De Guindos: Inflationsentwicklung in nächsten Monaten schwierig

Die Europäische Zentralbank (EZB) hat ihre Zinsen in der vergangenen Woche nach Aussage von EZB-Vizepräsident Luis de Guindos wegen der deutlichen Fortschritte bei der Inflation gesenkt. In einer im Netz übertragenen Veranstaltung von MNI sagte Guindos aber auch, dass die EZB in den nächsten Monaten keinem vorab beschlossenen Zinspfad folgen werde und dass die Inflationsentwicklung der nächsten Monate "schwierig" werden dürfte. "Der Disinflationsprozess in Europa war tiefgreifend und intensiv", sagte De Guindos, und auch die Kerninflation sei gesunken.

FDP: EZB-Direktorin Schnabel sieht Kampf gegen Inflation eher als Marathon

EZB-Direktoriumsmitglied Isabel Schnabel hat im Bundestags-Finanzausschuss laut dem FDP-Finanzexperten Markus Herbrand den länger anhaltenden Kampf gegen die Inflation betont und bekräftigt, die jüngste Zinssenkung der Europäischen Zentralbank (EZB) sei "kein Fingerzeig" für künftige Entscheidungen. "Mit ihren Ausführungen hat Frau Schnabel deutlich gemacht, dass der Kampf gegen die Inflation und für einen stabilen Euro eher einem Marathon als der Kurzstrecke entspricht", erklärte der finanzpolitische Sprecher der FDP-Fraktion auf Anfrage von Dow Jones Newswires.

Lindner: EU-Zölle müssten "rein auf Faktenbasis" beruhen

Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP) hat zurückhaltend auf die Ankündigung von EU-Strafzöllen auf chinesische Elektroautos reagiert. "Wir müssen uns das ansehen", sagte Lindner dem Nachrichtensender Ntv. "Wenn es objektiv Dumping und die Verzerrung des Marktes gibt, dann sind solche Instrumente natürlich denkbar. Aber das ist kein Mittel, das man einfach mal so beschließen sollte", warnte der FDP-Politiker. "Denn wir haben ja auch Handelsinteressen gegenüber China." Gerade die deutsche Wirtschaft sei sehr stark im chinesischen Markt, gerade der Automobilbereich sei dort engagiert. Deshalb müsse "alles ohne politische Einflussnahme rein auf Faktenbasis erfolgen", forderte er.

VDA sieht steigendes Risiko eines globalen Handelskonfliktes

Mit der Ankündigung der EU, ab Anfang Juli vorläufig zusätzliche Zölle auf Pkw aus China zu erheben, wächst nach Einschätzung des Verbandes der Automobilindustrie (VDA) das Risiko eines globalen Handelskonfliktes. Zudem seien die Zölle nicht geeignet, die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Automobilindustrie zu stärken, erklärte VDA-Präsidentin Hildegard Müller.

Wissing: KI wird sich massiv auf Wettbewerbsfähigkeit auswirken

Bundesverkehrsminister Volker Wissing (FDP) hat die hohe Bedeutung von Künstlicher Intelligenz (KI) für die weitere wirtschaftliche Entwicklung hervorgehoben. "Diese Technologie, sie wird sich massiv auf die Wettbewerbsfähigkeit einer Volkswirtschaft auswirken", sagte Wissing, der auch Digitalminister ist, beim Wirtschaftstag des CDU-Wirtschaftsrates. "Und sie wird entscheidend sein, um wirtschaftlich auch in Zukunft erfolgreich bleiben zu können." Wer darüber zu lange nachdenke, der werde möglicherweise den Anschluss verpassen, warnte er.

Habeck verteidigt Subventionierung von „Zukunftstechnologien“

Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) hat vor Wirtschaftsvertretern den Ansatz verteidigt, mit einer lenkenden Wirtschaftspolitik „Zukunftstechnologien“ zu subventionieren. Nach seiner Analyse lebe man im Moment "in einem Zeitalter von Geopolitik, die die Globalisierung ablöst". Beim Wirtschaftstag des CDU-Wirtschaftsrates betonte er, "dass Protektionismus, Local Content Rules, Zölle, Handelsschranken, Handelsbarrieren genutzt werden, um politische Interessen, nationale Interessen durchzusetzen".

DIHK fordert wirtschaftspolitischen Kurswechsel in Berlin und Brüssel

Die Deutsche Industrie- und Handelskammer (DIHK) fordert die Bundesregierung und die Parteien in Deutschland und Europa zu einem Kurswechsel in der Wirtschaftspolitik auf. "Wachsende Bürokratie, lange Planungsverfahren, fehlende Digitalisierung - das bremst die deutsche Wirtschaft jeden Tag aufs Neue", sagte DIHK-Präsident Peter Adrian der Rheinischen Post. "Die Unternehmen haben unzählige Berichtspflichten und Antragsverfahren zu bewältigen, die sie von ihren eigentlichen Aufgaben abhalten." Große Regelungswerke aus Berlin und Brüssel seien vor allem in mittelständischen Betrieben eine Belastung - und sie behinderten in vielen Fällen die Transformation der Wirtschaft Richtung Klimaneutralität.

IW: Reform der Schuldenbremse könnte 30 Milliarden Spielraum bringen

Das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) hat drei Modelle für eine Reform der Schuldenbremse analysiert, mit denen "aus heutiger Sicht ein zusätzlicher Verschuldungsspielraum von 30 bis 35 Milliarden Euro pro Jahr" erreicht werden könnte. Unstrittig sei, dass Regeln für die Staatsverschuldung wichtig sind. "In jedem Fall sollte die Politik aber die Ausgestaltung der Schuldenbremse überdenken", forderte IW-Experte Tobias Hentze. Das IW betonte, es zeige anhand der drei Reformvarianten, "wie finanzielle Spielräume geschaffen werden können, ohne dabei die Staatskasse zu überlasten". Es wäre "durchaus möglich, gesunde Staatsfinanzen und eine flexiblere Schuldenbremse zu kombinieren".
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Re: Börsen- und Industrie-Infos

Neuer Beitragvon Bahndamm 68 » 13. Juni 2024, 21:41

ÜBERBLICK am Abend/Konjunktur, Zentralbanken, Politik

Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires

Scholz: G7-Staaten wollen 50 Milliarden Dollar für Ukraine mobilisieren

Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) hat bestätigt, dass sich die Staats- und Regierungschefs sieben führender Industrieländer (G7) bei ihrem Gipfel auf ein Darlehen von 50 Milliarden US-Dollar an die Ukraine geeinigt haben, dessen Rückzahlung mit Zinsgewinnen aus eingefrorenen russischen Vermögenswerten finanziert werden soll. "Mit der Absicht der G7-Staaten, 50 Milliarden Dollar zu mobilisieren, die aus den Erträgen, den Windfall-Profits der eingefrorenen russischen Einlagen finanziert wird, ist die Grundlage dafür geschaffen, dass die Ukraine in der Lage ist, in der nächsten Zeit all das zu beschaffen, was sie beschaffen muss", sagte er bei einem Statement.

WSJ-Reporter Gershkovich wegen Spionage angeklagt

Die russische Staatsanwaltschaft hat nach eigenen Angaben Anklage gegen Evan Gershkovich erhoben, den seit mehr als einem Jahr in Russland inhaftierten Reporter des Wall Street Journal. Darin wird er der Spionage beschuldigt. Sein Fall wurde an ein Gericht verwiesen. Der 32-jährige Journalist, der nach Ansicht der US-Regierung zu Unrecht inhaftiert ist, wird seit dem 29. März vergangenen Jahres im Moskauer Lefortovo-Gefängnis festgehalten. Er selbst, das Wall Street Journal und die US-Regierung bestreiten die gegen ihn erhobenen Vorwürfe vehement.

US-Erzeugerpreise weisen im Mai auf nachlassenden Preisdruck

Die US-Erzeugerpreise haben im Mai auf einen nachlassenden Inflationsdruck gedeutet. Wie das Arbeitsministerium mitteilte, sanken die Preise auf der Produzentenebene um 0,2 Prozent gegenüber dem Vormonat und lagen um 2,2 (Vormonat: 2,2) Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats. Die von Dow Jones Newswires befragten Volkswirte hatten dagegen einen monatlichen Preisanstieg von 0,1 Prozent prognostiziert. Die Kernerzeugerpreise ohne die volatilen Preise von Nahrungsmitteln und Energie stagnierten gegenüber dem Vormonat und erhöhten sich auf Jahressicht um 2,3 (2,4) Prozent. Ökonomen hatten einen monatlichen Anstieg von 0,3 Prozent prognostiziert.

Erstanträge auf US-Arbeitslosenhilfe deutlich gestiegen

Die Zahl der Erstanträge auf Leistungen aus der US-Arbeitslosenversicherung hat in der Woche zum 8. Juni deutlich zugelegt. Im Vergleich zur Vorwoche stieg die Zahl der Anträge auf saisonbereinigter Basis um 13.000 auf 242.000, wie das US-Arbeitsministerium in Washington mitteilte. Von Dow Jones Newswires befragte Volkswirte hatten einen Rückgang auf 225.000 vorhergesagt.

Melnikov wird neue Hauptgeschäftsführerin der DIHK

Helena Melnikov wird zum 1. Januar 2025 neue Hauptgeschäftsführerin der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK). Die Vollversammlung der DIHK hat die 42-jährige promovierte Volljuristin zur Nachfolgerin von Martin Wansleben gewählt, der Ende dieses Jahres nach 23 Jahren in den Ruhestand gehen wird, wie die Kammerorganisation mitteilte. Die in der Vollversammlung vertretenen Präsidentinnen und Präsidenten der Industrie- und Handelskammern seien damit einem Vorschlag einer zehnköpfigen Findungskommission gefolgt.

G7-Staaten wollen 50 Milliarden Dollar für Ukraine mobilisieren

Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) hat bestätigt, dass sich die Staats- und Regierungschefs sieben führender Industrieländer (G7) bei ihrem Gipfel in Apulien auf ein Darlehen von 50 Milliarden US-Dollar an die Ukraine geeinigt haben, dessen Rückzahlung mit Zinsgewinnen aus eingefrorenen russischen Vermögenswerten finanziert werden soll. "Mit der Absicht der G7-Staaten, 50 Milliarden Dollar zu mobilisieren, die aus den Erträgen, den Windfall-Profits der eingefrorenen russischen Einlagen finanziert wird, ist die Grundlage dafür geschaffen, dass die Ukraine in der Lage ist, in der nächsten Zeit all das zu beschaffen, was sie beschaffen muss", sagte er bei einem Statement.

Dies gelte für Waffen, aber auch für Investitionen in den Wiederaufbau oder in die Energieinfrastruktur. "Das ist ein sehr starkes Commitment, das im Übrigen auch den Ukrainerinnen und Ukrainern den Mut gibt, das zu tun, was für sie jetzt zur Verteidigung ihrer Unabhängigkeit und Souveränität notwendig ist", sagte Scholz. Es sei auch ein klares Zeichen an den russischen Präsidenten Wladimir Putin, "dass er nicht einfach diese Sache aussitzen" und darauf hoffen könne, dass es ihm wegen fiskalischer Probleme in einigen Ländern, die die Ukraine unterstützten, irgendwann gelingen werde, den Krieg zu gewinnen.

"Das wird er nicht. Insofern ist das sicherlich heute auch ein ganz historischer Schritt und eine historische Entscheidung, die hier getroffen wird", so Scholz. Jetzt werde es darum gehen, "in kürzester Zeit die technischen Voraussetzungen für die Umsetzung zu schaffen". Scholz betonte, die G7 hätten diese Frage auch intensiv mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj besprochen, der an den Beratungen teilnahm. Es sei "ein wichtiger, guter, notwendiger Schritt zur richtigen Zeit".

Die G7 hätten den Plan von US-Präsident Joe Biden für einen Waffenstillstand in Gaza unterstützt, sagte Scholz zudem. "Jetzt kommt es darauf an, dass alle auch das jetzt umsetzen. Wir fordern also insbesondere die Hamas auf, die notwendige Zustimmung zu erteilen, damit das jetzt funktionieren kann", erklärte der Kanzler.
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Re: Börsen- und Industrie-Infos

Neuer Beitragvon Bahndamm 68 » 14. Juni 2024, 22:32

ÜBERBLICK am Abend/Konjunktur, Zentralbanken, Politik

Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires

US-Importpreise sinken im Mai

Die US-Importpreise sind im Mai gesunken. Wie das US-Arbeitsministerium mitteilte, fielen die Einfuhrpreise im Vergleich zum Vormonat um 0,4 Prozent, nach einem Plus von 0,9 Prozent im April. Von Dow Jones Newswires befragte Ökonomen waren im Konsens von einer Stagnation ausgegangen. Die Entwicklung der Importpreise ist ein Indiz für die US-Inflation.

Stimmung der US-Verbraucher im Juni eingetrübt

Die Stimmung der US-Verbraucher hat sich im Juni abgeschwächt. Der an der Universität Michigan berechnete Index für die Verbraucherstimmung in den USA fiel bei der Umfrage zur Monatsmitte auf 65,6. Von Dow Jones Newswires befragte Ökonomen hatten einen Stand von 71,5 erwartet.

US-Supreme Court kippt Bump-Stock-Verbot für halbautomatische Waffen

Der Oberste US-Gerichtshof hat mit 6 zu 3 Stimmen das von Ex-Präsidenten Donald Trump erlassene Verbot von Bump Stocks für halbautomatische Schusswaffen gekippt. Bump Stocks sind Vorrichtungen, mit denen die Geschwindigkeit von halbautomatischen Waffen stark erhöht wird. Das Justizministerium habe seine Befugnisse überschritten, in dem es die Schusswaffen mit dieser Vorrichtung als Maschinengewehr eingestuft habe, erklärte der Supreme Court am Freitag.

Scholz erörtert mit Länderchefs Sicherheits- und Migrationsfragen

Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) wird bei seiner regulären Besprechung mit den Regierungschefinnen und Regierungschefs der Länder unter anderem über sicherheitspolitische Themen und die Migrationspolitik sprechen. Auch die Frage einer Elementarschadenpflichtversicherung werde zur Sprache kommen, kündigte der stellvertretende Regierungssprecher Wolfgang Büchner bei einer Pressekonferenz in Berlin an. "Natürlich wird die aktuelle Lage im Israel-Gaza-Konflikt diskutiert. Auch werden Bund und Länder die derzeitige Situation im Ukraine-Russland-Konflikt erörtern", sagte Büchner.

Bau-Arbeitgeber stimmen Tarifvorschlag zu

Die Tarifgemeinschaft der Arbeitgeber aus Hauptverband der Deutschen Bauindustrie und Zentralverband Deutsches Baugewerbe hat dem Einigungsvorschlag für die aktuelle Lohn- und Gehaltstarifrunde zugestimmt. Das gaben beide Verbände in einer Mitteilung bekannt. Die Abstimmung in den Gremien beider Arbeitgeberverbände sei mit deutlicher Mehrheit für den Ende Mai erarbeiteten Vorschlag erfolgt. Nachdem die Bundestarifkommission der Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) der Einigung bereits zugestimmt hatte, sei nun der Tarifkonflikt im Bauhauptgewerbe beendet.

Kommunen erhalten mehr Flexibilität bei der Verkehrsgestaltung

Bundestag und Bundesrat haben eine Änderung des Straßenverkehrsgesetzes beschlossen, nach der künftig neben der Flüssigkeit und Sicherheit des Verkehrs auch die Ziele des Klima- und Umweltschutzes, der Gesundheit und der städtebaulichen Entwicklung berücksichtigt werden müssen. Damit erhalten die Kommunen mehr Freiheiten bei Verkehrsmaßnahmen. Eine entsprechende Verständigung hatten Bund und Länder zuvor im Vermittlungsausschuss erreicht. "Wir haben nun eine Einigung, die den Interessen der Länder und des Bundes gerecht wird. Mit der Gesetzesänderung wollen wir das Straßenverkehrsgesetz den Bedürfnissen einer modernen Verkehrsplanung anpassen, indem neue Ziele aufgenommen werden", sagte Bundesverkehrsminister Volker Wissing (FDP).

NACHBÖRSE/XDAX Unverändert bei 18.000 Pkt - Utd. Internet unter Druck

Das nachbörsliche Geschäft mit deutschen Aktien nach Börsenschluss hat am Freitagabend nur einen nennenswerten Titel geliefert. Bei Lang & Schwarz wurden United Internet 4,5 Prozent schwächer getaxt. Ein Händler verwies auf die am Abend mitgeteilte außerplanmäßige Wertminderung auf die Tele-Columbus-Beteiligung von rund 185 Millionen Euro.

Dass Fußball-Bundesligist Borussia Dortmund nach der Trennung von Trainer Edin Terzić mit Nuri Şahin einen Nachfolger vorgestellt hat, bewegte den Kurs nicht.
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Re: Börsen- und Industrie-Infos

Neuer Beitragvon Bahndamm 68 » 17. Juni 2024, 20:37

ÜBERBLICK am Abend/Konjunktur, Zentralbanken, Politik

Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires

New Yorker Konjunkturindex steigt im Juni deutlich

Die Geschäftsaktivität des verarbeitenden Gewerbes im Großraum New York ist im Juni stärker gestiegen als erwartet. Der von der Federal Reserve Bank of New York ermittelte Index für die allgemeine Geschäftstätigkeit im verarbeitenden Gewerbe des Distrikts erhöhte sich auf minus 6,0. Von Dow Jones Newswires befragte Volkswirte hatten nur einen Anstieg auf minus 10,5 prognostiziert. Im Vormonat hatte der Index bei minus 15,6 gelegen.

Scholz erwartet "schnell und zügig" Einigung auf EU-Kommissionsspitze

Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) hat sich vor einem informellen Treffen der Staats- und Regierungschefs der Europäischen Union (EU) in Brüssel überzeugt von einer schnellen Einigung auf die Besetzung des Spitzenpostens bei der EU-Kommission gezeigt und seine Unterstützung für eine zweite Amtszeit von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen erkennen lassen. Die Europawahlen hätten eine stabile Mehrheit der politischen Plattform gebracht, die auch bisher im Europäischen Parlament eng zusammengearbeitet habe.

Lindner relativiert Bedeutung von Haushalts-Spitzentreffen

Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP) hat die Bedeutung eines Treffens mit Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) und Vizekanzler Robert Habeck (Grüne) vom Vorabend über den Haushalt 2025 heruntergespielt und bekräftigt, im Zuge des Budgetentwurfs sei auch ein Maßnahmenpaket für eine „Wirtschaftswende“ geplant. "Vor dem gestrigen Tag gab es zehn oder mehr Gespräche. Nach dem gestrigen Tag wird es zehn oder mehr Gespräche geben", sagte Lindner bei einem Pressestatement auf eine entsprechende Frage. "Warum das gestern ein Thema Ihrer Berichterstattung war, das weiß ich nicht. Ein Zufall", hob er hervor.

Verkehrsministerium fördert Projekte für weniger Schiffsemissionen

Das Bundesverkehrsministerium unterstützt nach eigenen Angaben im Rahmen seiner Förderrichtlinie "BordstromTech" weitere Projekte zur Reduzierung von Schiffsemissionen in See- und Binnenhäfen. "Unser Ziel ist es, umwelt- und gesundheitsschädliche Schiffsemissionen in der See- und Binnenschifffahrt zu reduzieren", sagte Verkehrsstaatssekretärin Daniela Kluckert (FDP), die Förderbescheide über rund 1,4 Millionen Euro übergab. Mit der Förderung unterstütze man gezielt und technologieoffen vielversprechende Zukunftstechnologien zur Bordstromversorgung und Landstromnutzung. "Bisher haben wir Förderungen in Höhe von rund 10 Millionen Euro bewilligt", sagte sie.

Lindner: Beachtlicher Erfolg im Kampf gegen organisierte Kriminalität

Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP) hat die Sicherstellung von 35,5 Tonnen Kokain unter anderem durch den deutschen Zoll als "beachtlichen Erfolg im Kampf gegen die organisierte Kriminalität" bezeichnet. Von dieser von April bis September 2023 sichergestellten Menge, die nach Angaben des Zolls einen Wert von 2,6 Milliarden Euro hat, entfielen laut Lindner 24,5 Tonnen auf den Seehafen Hamburg, rund 8 Tonnen auf die Niederlande und weitere 3 Tonnen auf Ecuador. "Die Ermittlungen umfassten auch das Aufspüren von illegalen Gewinnen und inkriminierten Vermögensgegenständen, wie zum Beispiel von Luxusfahrzeugen und Immobilien", erklärte er.
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Re: Börsen- und Industrie-Infos

Neuer Beitragvon Bahndamm 68 » 18. Juni 2024, 20:09

ÜBERBLICK am Abend/Konjunktur, Zentralbanken, Politik

Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires

Scholz: Werden alles für sichere, bezahlbare Energieversorgung tun

Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) hat eine Fortsetzung seiner besonnen Politik versprochen und Deutschland bezahlbare Energiepreise zugesagt. Nach einem Treffen mit den Regierungschefs der ostdeutschen Länder machte Scholz deutlich, dass Ostdeutschland besonders von der Transformation hin zur Klimaneutralität profitieren werde. Er verwies auf den Ausbau der Halbleiterproduktion, von Rechenzentren und die Produktion von Elektroautos in Ostdeutschland.

US-Industrieproduktion im Mai deutlich gestiegen

Die Industrie in den USA hat im Mai ihre Produktion spürbar hochgefahren. Sie erhöhte sich im Vergleich zum Vormonat um 0,9 Prozent, wie die Federal Reserve mitteilte. Von Dow Jones Newswires befragte Volkswirte hatten eine Zunahme um 0,4 Prozent prognostiziert. Die Kapazitätsauslastung verbesserte sich auf 78,7 Prozent von 78,2 im Vormonat. Hier waren Ökonomen von 78,6 Prozent ausgegangen. Für den Vormonat wurde die Auslastung auf 78,2 (vorläufig: 78,4) Prozent revidiert.

Umsätze der US-Einzelhändler steigen im Mai leicht

Die US-Einzelhändler haben ihre Umsätze im Mai leicht gesteigert. Die gesamten Umsätze stiegen um 0,1 Prozent gegenüber dem Vormonat. Von Dow Jones Newswires befragte Volkswirte hatten im Konsens mit einem Anstieg um 0,2 Prozent gerechnet. Wie das US-Handelsministerium weiter berichtete, sanken die Umsätze ohne Kfz um 0,1 Prozent gegenüber dem Vormonat. Ökonomen hatten in dieser Kategorie einen Zuwachs um 0,2 Prozent erwartet.

Fed/Barkin: Brauchen mehr Daten vor Zinsänderungen

Die US-Notenbank braucht nach Ansicht des Präsidenten der Federal Reserve von Richmond, Tom Barkin, mehr Daten vor einer möglichen Zinsänderung. Angesichts der Unsicherheit über den wirtschaftlichen Ausblick sei es nicht nützlich, den Märkten eine Forward Guidance zu geben, sagte er in einem Interview mit MNI. Die Fed sollte die Zinsen stabil halten, bis sich ein klareres Bild für die Entwicklung der Inflation und des Arbeitsmarkts biete.

De Guindos: EZB-Projektionen wichtig für Zinsentscheidung

EZB-Vizepräsident Luis de Guindos hat die Bedeutung der Stabsprojektionen für die Zinsentscheidungen der Europäischen Zentralbank (EZB) betont. In einem Interview mit dem spanischen Fernsehsender TVE, über das Reuters berichtet, liefert er damit ein Argument dafür, die Zinsen das nächste Mal frühestens im September zu senken. "Unsere Projektionen sind ein sehr wichtiger Indikator, wenn es darum geht, über die Entwicklung der Zinsen zu entscheiden", sagte De Guindos demnach. Die nächste Ratssitzung mit Projektionen findet am 12. September statt.

Merz in K-Frage von Forsa erstmals vor Scholz

CDU-Chef Friedrich Merz zieht erstmals bei der K-Frage an Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) vorbei. Das ergab eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa für das Trendbarometer der Fernsehsender RTL/ntv. Wenn sie den Bundeskanzler direkt wählen könnten und die Wahl hätten zwischen Scholz und Merz, würden sich aktuell 28 Prozent (-2 Prozentpunkte) der Wahlberechtigten für Scholz und 30 Prozent für Merz (+2 Prozentpunkte) entscheiden. Unverändert 42 Prozent würden sich weder für Scholz noch Merz entscheiden.

FDP für schnelle Neufassung des Verfassungsschutzgesetzes

Anlässlich des neuen Verfassungsschutzberichts hat die FDP eine schnelle Neufassung des Verfassungsschutzgesetzes und strengere Verpflichtungen für digitale Plattformen gefordert. "Die Verfassungsschutz-Behörden von Bund und Ländern übernehmen in aufgeregten Zeiten eine wichtige Rolle für unseren Rechtsstaat. Vor diesem Hintergrund sollte die Bundesregierung zügig einen Entwurf für eine Neufassung des Verfassungsschutzgesetzes vorlegen", sagte der FDP-Innenpolitiker Konstantin Kuhle der Rheinischen Post. Darin dürfe es nicht bloß zu einer Ausweitung der Befugnisse des Inlands-Nachrichtendienstes, etwa zum Thema Finanzermittlungen, kommen.

Regierung betont Bedeutung KI-basierter Robotik

Bundesforschungsministerin Bettina Stark-Watzinger (FDP) und Wirtschaftsstaatssekretär Udo Philipp haben die erste gemeinsame Fortschrittskonferenz zur KI-basierten Robotik eröffnet. Das gaben beide Ministerien bekannt. "KI ist die Schlüsseltechnologie des 21. Jahrhunderts, sie wird nahezu alle Branchen und gesellschaftlichen Bereiche durchdringen, insbesondere auch die Robotikforschung", sagte Stark-Watzinger. Deutschland sei sowohl in der KI- als auch der Robotikforschung bereits sehr gut aufgestellt.

Nvidia überholt Microsoft und ist wertvollstes US-Unternehmen

Die Aktie von Nvidia hat am Dienstag weiter zugelegt. Das Unternehmen hat eine Bewertung von 3,328 Billionen US-Dollar erreicht, ist damit knapp an Microsoft vorbeigezogen und zum wertvollsten Konzern der USA aufgestiegen. Apple liegt auf dem dritten Platz.

Nvidias Chips werden derzeit stark nachgefragt. Sie sind zentral für hochentwickelte KI-Systeme. Der Aktienkurs hat sich in den vergangenen zwölf Monaten mehr als verdreifacht. Erst Anfang Juni wurde die Marke von 3 Billionen Dollar geknackt.

Nvidia hat im Juni einen Aktiensplit im Verhältnis 1 zu 10 durchgeführt, um den Anlegern einen besseren Zugang zu den Papieren zu ermöglichen.
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Re: Börsen- und Industrie-Infos

Neuer Beitragvon Bahndamm 68 » 19. Juni 2024, 19:55

ÜBERBLICK am Abend/Konjunktur, Zentralbanken, Politik

Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires

Lindner: Zum Haushalt gute und keine schnelle Lösung entscheidend

Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP) hat eine mögliche Verzögerung des für den 3. Juli geplanten Kabinettsbeschlusses über den Haushalt 2025 angedeutet. "Der 3. Juli wäre der übliche Termin, darauf hat der Bundeskanzler hingewiesen", sagte Lindner dem Deutschlandfunk. Die Regierung orientiere sich weiter an diesem Datum. "Entscheidend ist aber eine gute Lösung, eine zukunftsweisende Lösung und keine schnelle." Man habe große Aufgaben, mache Fortschritte und habe den vom Kanzler genannten Termin weiter im Blick. "Gute Einigung, zukunftsweisender Haushalt, ambitionierte Wirtschaftswende ist wichtiger als Geschwindigkeit", betonte der Finanzminister aber.

Scholz: Amazon-Investition ist "starkes Signal" für Deutschland

Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) sieht in der geplanten Milliarden-Investitionen von Amazon in Deutschland einen Beleg für die Attraktivität des Standorts Deutschlands. "Zusammen mit Investitionen anderer Unternehmen, die in den letzten Monaten angekündigt wurden, zeigen diese Pläne von Amazon: Deutschland ist als Investitionsstandort weiterhin sehr attraktiv und genießt das Vertrauen von Investoren. Als Bundesregierung arbeiten wir genau daran - der Wettbewerbsfähigkeit des Standorts und der hiesigen Investitionsbedingungen", sagte Scholz in einer Pressemitteilung.

Ministerium: Habeck wird während China-Besuchs nicht über EU-Zölle verhandeln

Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) wird bei seinen Treffen mit Regierungsvertretern in China keine Verhandlungen über geplanten EU-Strafzölle auf Elektroautos führen. Das erklärte eine Sprecherin seines Ministeriums. Nach Angaben des Wirtschaftsministeriums wird Habeck bei seinen Gesprächen in China, wo er für Freitag erwartet wird, über Handel und WTO-konforme internationale Handelsbeziehungen sprechen. Dies würden aber keine Verhandlungen über die EU-Zölle sein.

Dreyer begründet Rücktritt mit nachlassender Kraft

Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) hat ihren Rücktritt erklärt und diesen mit nachlassenden Kräften begründet. "Ich gehe mit schwerem Herzen, weil ich mir eingestehen muss, dass meine Kraft nicht mehr ausreicht, um den Anspruch, den die Bürger und Bürgerinnen an mich stellen können, gerecht zu werden", sagte Dreyer, die seit Jahren an Multipler Sklerose leidet, bei einer Pressekonferenz in Mainz.

GDV: Angebotspflicht besser als Elementar-Pflichtversicherung

Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) hat den Vorschlag von Bundesjustizminister Marco Buschmann (FDP) zu einer Angebotspflicht für eine Elementarschadenversicherung positiv bewertet, aber eine Berücksichtigung weiterer Aspekte gefordert. "Die von Bundesjustizminister Marco Buschmann vorgeschlagene einmalige Angebotspflicht ist aus unserer Sicht besser als eine alleinige Pflichtversicherung oder das teilstaatliche französische Naturgefahren-System", sagte GDV-Hauptgeschäftsführer Jörg Asmussen.

Bund will Mittelstand bei Nachhaltigkeitsberichterstattung entlasten

Die Bundesregierung will den Mittelstand bei der Erfüllung von Berichtspflichten zur Nachhaltigkeit stärker unterstützen. Das hat Wirtschafts-Staatssekretär Michael Kellner angekündigt, der auch Mittelstandsbeauftragter der Bundesregierung ist. "Die Transformation hin zu mehr Klimaschutz ist mit hohem Aufwand für die Unternehmen verbunden. Hohe Investitionssummen sind notwendig, um die Produktionsprozesse umzustellen", betonte er. Eine der Hauptsorgen der mittelständischen Unternehmen sei die enorme Bürokratiebelastung. Insbesondere die immer umfangreicheren Berichts- und Dokumentationspflichten würden zu Recht kritisiert.

DSGV und BVR wollen Verbesserungen zu EU-Einlagensicherung

Die Sparkassen und die Genossenschaftsbanken in Deutschland haben nach einem nun erreichten EU-Ratskompromiss zur Änderung der Richtlinien zur Bankenabwicklung und Einlagensicherung (CMDI-Review) auf Verbesserungen an den geplanten Regelungen gepocht. Der Ausschuss der Ständigen Vertreter der EU-Staaten habe mit der nun verabschiedeten Position eine Korrektur der ursprünglichen Gesetzesvorschläge der EU-Kommission vorgelegt, betonte der Deutsche Sparkassen- und Giroverband (DSGV). Der Kompromiss sei "sicher kein Wunschergebnis", sagte DSGV-Präsident Ulrich Reuter. Die Korrekturen gingen in die richtige Richtung. "Sie sind aber nicht weitgehend genug und im Ergebnis zu bürokratisch und komplex."

Amazon will weitere 10 Milliarden Euro in Deutschland investieren

Amazon will weitere Milliarden in Deutschland, vor allem in die Cloud-Infrastruktur investieren. Wie der US-Konzern mitteilte, sollen 8,8 Milliarden Euro in das Cloud-Geschäft von Amazon Web Services (AWS) im Rhein-Main-Gebiet bis 2026 gesteckt werden. Weitere 1,2 Milliarden Euro sollen in Logistik, Robotik und Unternehmenszentralen fließen. "Mit dieser Investitionsoffensive stärkt das Unternehmen seine über 25 Jahre bestehende Verbindung zu Deutschland als Innovations- und Wirtschaftsstandort", heißt es in der Mitteilung.

Bis Ende 2024 sollen 4.000 neue Arbeitsplätze in den drei neuen Logistikzentren in Horn-Bad Meinberg (Nordrhein-Westfalen), Erfurt (bereits in Betrieb) und Großenkneten (Niedersachsen, bereits in Betrieb) entstehen.

Bundeskanzler Olaf Scholz begrüßte das Vorhaben des US-Konzerns. "Die Ankündigung von Amazon, hier in Deutschland in den nächsten Jahren insgesamt rund 17,8 Milliarden Euro investieren zu wollen, ist ein starkes Signal für Deutschland", so Scholz. Zusammen mit Investitionen anderer Unternehmen, die in den letzten Monaten angekündigt wurden, zeigten die Pläne, dass Deutschland als Investitionsstandort weiterhin "sehr attraktiv" sei.

Amazon hatte erst im Mai angekündigt, 7,8 Milliarden Euro in das Cloudgeschäft von AWS für Europa zu investieren. Mit der Ankündigung vom Mittwoch bekräftige Amazon somit auch das geplante Engagement im Cloud-Bereich und investiert in Deutschland insgesamt 17,8 Milliarden Euro.
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Re: Börsen- und Industrie-Infos

Neuer Beitragvon Gerd Böhmer » 20. Juni 2024, 10:01

aktuell aus dem n-tv Newsticker, Staat ist klamm: Tennet wird deutsches Stromnetz nicht los, siehe unter
https://www.n-tv.de/wirtschaft/der_boersen_tag/Staat-ist-klamm-Tennet-wird-deutsches-Stromnetz-nicht-los-article25029233.html
tjaj, auch ein Ergebnis der heutigen Wirtschaftsform, erst wird das dem Allgemeinwohl dienende Tafelsilber von den politisch Verantwortlichen verscherbelt und dann rumjammern, wenn es nicht im Sinne der Privatwirtschaft funktioniert ...
MfG Gerd Böhmer,
Reichsbahninspektor aD
http://www.gerdboehmer-berlinereisenbahnarchiv.de
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Re: Börsen- und Industrie-Infos

Neuer Beitragvon Bahndamm 68 » 20. Juni 2024, 20:37

ÜBERBLICK am Abend/Konjunktur, Zentralbanken, Politik

Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires

Philly-Fed-Index sinkt im Juni leicht

Die Lage der US-Industrie in der Region Philadelphia hat sich im Juni leicht eingetrübt. Der Konjunkturindex der Federal Reserve Bank of Philadelphia sank auf plus 1,3 Punkte von plus 4,5 im Vormonat. Von Dow Jones Newswires befragte Volkswirte hatten einen Indexstand von plus 5,0 erwartet.

Erstanträge auf US-Arbeitslosenhilfe gesunken

Die Zahl der Erstanträge auf Leistungen aus der US-Arbeitslosenversicherung hat in der Woche zum 15. Juni abgenommen. Im Vergleich zur Vorwoche fiel die Zahl der Anträge auf saisonbereinigter Basis um 5.000 auf 238.000, wie das US-Arbeitsministerium in Washington mitteilte. Von Dow Jones Newswires befragte Volkswirte hatten einen Rückgang auf 235.000 vorhergesagt.

Defizit in der US-Leistungsbilanz im ersten Quartal gestiegen

Das Defizit in der US-Leistungsbilanz ist im ersten Quartal 2024 deutlich gestiegen. Nach vorläufigen Berechnungen betrug das Defizit 237,65 Milliarden US-Dollar. Von Dow Jones Newswires befragte Volkswirte hatten nur mit einem Passivsaldo von 207,40 Milliarden Dollar gerechnet. Wie das US-Handelsministerium berichtete, wurde das Defizit im vierten Quartal 2023 auf 221,8 Milliarden Dollar revidiert, nachdem zunächst ein Minus von 194,81 Milliarden Dollar genannt worden war.

US-Rohöllagerbestände stärker als erwartet gesunken

Die Rohöllagerbestände in den USA haben sich in der Woche zum 14. Juni verringert. Sie fielen nach Angaben der staatlichen Energy Information Administration (EIA) um 2,547 Millionen Barrel gegenüber der Vorwoche. Von Dow Jones Newswires befragte Analysten hatten einen Rückgang um 2,1 Millionen Barrel vorhergesagt. In der Vorwoche hatten sich die Lagerbestände um 3,73 Millionen Barrel erhöht.

Stimmung der Verbraucher im Euroraum hellt sich auf

Das Verbrauchervertrauen im Euroraum hat sich im Juni verbessert. Der von der EU-Kommission ermittelte Index stieg um 0,3 auf minus 14,0 Punkte. Von Dow Jones Newswires befragte Volkswirte hatten einen Stand von minus 13,5 prognostiziert. Für die EU-27 verbesserte sich der Wert um ebenfalls 0,3 Punkte auf plus 12,9. Der endgültige Indexstand des Verbrauchervertrauens für Juni wird in der kommenden Woche veröffentlicht.

IWF erwartet schrittweise Zinssenkung der EZB auf neutrales Niveau

Die Verbraucherpreisinflation in der Eurozone dürfte in der zweiten Hälfte des kommenden Jahres auf das Ziel der Europäischen Zentralbank (EZB) fallen, und die politischen Entscheidungsträger sollten ihren Leitzins bis zum dritten Quartal 2025 auf 2,5 Prozent senken, teilte der Internationale Währungsfonds (IWF) mit. In seinem Jahresbericht über die Wirtschaft der Eurozone erklärte der IWF auch, dass die neuen Haushaltsregeln "erhebliche" Änderungen bei Steuern und Ausgaben erfordern, wenn sie durchgesetzt werden sollen.

ZVEI: Deutsche Elektroexporte legen zu

Im April 2024 verzeichnete die deutsche Elektro- und Digitalindustrie nach Angaben ihres Branchenverbandes ZVEI ein Exportplus von 7,0 Prozent gegenüber Vorjahr auf 20,3 Milliarden Euro. "Nach etlichen Rückgängen seit der zweiten Jahreshälfte 2023 haben die Branchenausfuhren damit zuletzt wieder zulegen können", sagte ZVEI-Chefvolkswirt Andreas Gontermann. "Die Auslandslieferungen dürften hierbei nicht zuletzt auch von drei zusätzlichen Arbeitstagen im Vergleich zum April 2023 profitiert haben." Im Gesamtzeitraum der ersten vier Monate dieses Jahres lagen die kumulierten Branchenexporte den Angaben zufolge mit 83,4 Milliarden Euro um 1,7 Prozent unter Vorjahr.

Länder vereinbaren Bargeldobergrenze von 50 Euro für Bezahlkarte

Die Bundesländer haben sich bei Beratungen in Berlin auf eine Obergrenze von 50 Euro für Bargeldauszahlungen über die Bezahlkarte für Flüchtlinge geeinigt. "Wir haben eine gemeinsame Vereinbarung gefasst, dass die Bargeld-Obergrenze hier vereinbart wird auf 50 Euro", sagte der hessische Ministerpräsident Boris Rhein (CDU). "Ich glaube, dass das ein ganz wichtiges Zeichen ist, dass die Länder hier einig sind." Die Länder hätten auch einen gemeinsamen Beschluss zur Durchführung von Asylverfahren in Drittstaaten und Transitstaaten formuliert.

S&P erhöht Südzucker-Ratings auf BBB/A-2 - Ausblick stabil

Die Ratingagentur S&P hat ihre Bonitätsnoten für die Südzucker AG angehoben, nachdem sich die Finanzposition des SDAX-Konzerns im Geschäftsjahr 2023/24 per Ende Februar stärker verbesserte als von den Analysten erwartet. Sie rechnen damit, dass der Konzern in den nächsten 24 Monaten die Verschuldungsquote gemessen an der bereinigten Verschuldung zum EBITDA bei unter 3x halten kann und das Verhältnis des FFO zu Verschuldung bei über 30 Prozent, dank der Gewinne aus der Diversifizierungsstrategie und der Umstrukturierung des Zuckerbereichs in den vergangenen Jahren.

Der Konzern dürfte auch eine disziplinierte Finanzpolitik mit einer konsequenten Vergütungspolitik für die Aktionäre beibehalten und sich auf Investitionen in organisches Wachstum konzentrieren, die die aktuellen Finanzkennzahlen vor andauerndem Gegenwind schützen sollten. Der Ausblick ist stabil.

S&P Global Ratings hob das Langfristrating von BBB- auf BBB an und das Kurzfristrating von A-3 auf A-2.
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Re: Börsen- und Industrie-Infos

Neuer Beitragvon Bahndamm 68 » 21. Juni 2024, 21:43

ÜBERBLICK am Abend/Konjunktur, Zentralbanken, Politik

Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires

S&P Global: Aktivität in US-Wirtschaft legt im Juni zu

Die Aktivität in der US-Wirtschaft hat sich laut einer Umfrage von S&P Global im Juni stärker belebt als erwartet. Der von S&P Global erhobene Sammelindex für die Produktion in der Privatwirtschaft - Industrie und Dienstleister zusammen - stieg auf 54,6 von 54,5 Punkten im Vormonat. Oberhalb von 50 Punkten signalisiert das Konjunkturbarometer ein Wachstum, unterhalb von 50 eine schrumpfende Wirtschaft.

ABN: PMI-Daten der Eurozone setzen EZB unter Druck

Die Umfragen unter den Einkaufsmanagern (PMI) der Eurozone blieben im Juni hinter den Erwartungen zurück, was auf eine Verschlechterung in den beiden größten Volkswirtschaften - Frankreich und Deutschland - zurückzuführen ist und darauf hindeutet, dass sich die Wirtschaftstätigkeit nur allmählich erholen wird, wie Christophe Boucher, Chief Investment Officer bei ABN AMRO Investment Solutions, sagt. In Frankreich spiegelt dies die Unsicherheit der Unternehmen im Hinblick auf die bevorstehenden Parlamentswahlen wider, aber der starke Rückgang des Index für das verarbeitende Gewerbe in Deutschland, der mit dem positiven Trend der letzten Monate bricht, sei besorgniserregender, meint Boucher.

Deutsche Bank: Deutsches BIP steigt im 2Q um 0,3 Prozent

Deutsche-Bank-Volkswirt Marc Schattenberg erwartet trotz der enttäuschenden Entwicklung der deutschen Einkaufsmanagerindizes (PMI) im Juni, dass sich das Wirtschaftswachstum im zweiten Quartal etwas verstärkt hat. "Im Durchschnitt des zweiten Quartals hat sich die Stimmung insgesamt - gemessen am Composite-PMI - spürbar verbessert, der Indikator liegt im expansiven Bereich", schreibt er in einem Kommentar. Für das laufende Quartal rechne sein Haus mit einem Anstieg des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 0,3 Prozent im Vorquartalsvergleich, auch weil die Löhne weiter kräftig zulegten, was dem privaten Verbrauch Rückenwind verleihen dürfte.

Scholz freut sich bei britischen Wahlen auf einen Sieg des Labour-Chefs

Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) hat sich vor der britischen Parlamentswahl erfreut gezeigt über die guten Umfragewerte für die Labour Partei und deren wahrscheinlichen Wahlsieg. Scholz sagte, er habe Labour-Parteichef Keir Starmer oft gesprochen und getroffen. "Ich denke, er ist ein sehr pragmatischer sozialdemokratischer Politiker. Es sieht wirklich gut aus für die dortigen Wahlen", sagte Scholz während einer auf englischer Sprache gehaltenen Diskussionsrunde des Progressiven Zentrums in Berlin. "Das ist nach so einer langen Zeit etwas, auf das ich mich als Sozialdemokrat freue."

Thyssenkrupp Steel: Aufsichtsrat schließt betriebsbedingte Kündigungen aus

Die anstehenden Einschnitte bei Deutschlands größtem Stahlkonzern Thyssenkrupp Steel sollen ohne betriebsbedingte Kündigungen erfolgen. Das stellten der Aufsichtsratschef des Unternehmens, der frühere Vizekanzler Sigmar Gabriel, und sein Stellvertreter Detlef Wetzel im Gespräch mit der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (Samstagausgabe) klar. Bevor wir mit unserem Restrukturierungsflugzeug abheben, müssen alle Beteiligten wissen, wo die Landebahn ist", sagte Gabriel. "Deshalb war es so wichtig, die Vereinbarung zum Ausschluss betriebsbedingter Kündigungen zu schließen. Immerhin reden wir hier über das Schicksal von 27.000 Beschäftigten und ihren Familien."
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Re: Börsen- und Industrie-Infos

Neuer Beitragvon Bahndamm 68 » 24. Juni 2024, 20:14

ÜBERBLICK am Abend/Konjunktur, Zentralbanken, Politik

Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires

Habeck fordert von der nächsten EU-Kommission Reformen und mehr Tempo

Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck hat mehr Tempo in der Europäischen Union (EU) angemahnt und dazu in Berlin sieben Reformvorschläge vorstellt. Die EU müsse schneller und unbürokratischer werden, wie er auf dem Tag der Industrie erklärte.

Habeck: Bei Ausgleichszöllen würde die EU und auch China verlieren

Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) hat eine Einigung im Zollstreit um chinesische Elektroautos zwischen der EU-Kommission und China angemahnt. Bei einem Handelsstreit würden alle Seiten verlieren, wie Habeck nach Rückkehr von seiner Reise nach China bei einer Konferenz in Berlin sagte. Europa dürfe sich in der Frage der möglichen Ausgleichszölle und generell in seiner Wirtschaftspolitik nicht auseinander dividieren lassen und sollte keine Schwäche zeigen.

Kreditwirtschaft fordert bessere Rahmenbedingungen für Investitionen

Die Kreditwirtschaft hat gefordert, das Unternehmenssteuerrecht investitionsfreundlicher zu gestalten und damit die Voraussetzungen für private Investitionen in Digitalisierung und Nachhaltigkeit zu schaffen. Im Fokus des 5. Steuersymposiums in Berlin hätten die aktuellen steuerpolitischen Herausforderungen, notwendige Maßnahmen zur Verbesserung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und der Abbau von Steuerbürokratie gestanden, teilte der Deutsche Sparkassen- und Giroverband (DSGV) mit, der die Federführung im Dachverband Deutsche Kreditwirtschaft hat.

Unicredit: Inflation im Euroraum dürfte tendenziell sinken

Die Inflation in der Eurozone dürfte sich im Juni abgeschwächt haben und damit näher an das Ziel der Europäischen Zentralbank (EZB) von knapp 2 Prozent heranrücken, schreiben die Volkswirte der Unicredit in einem Kommentar. Die Preise dürften um 2,5 Prozent höher liegen als im Juni letzten Jahres, was eine Abschwächung gegenüber der Inflation von 2,6 Prozent im Mai bedeutet, wobei die Kerninflation mit 2,9 Prozent stabil bleiben dürfte, so die Schätzungen der Unicredit.

Scholz: Koalition wird sich im Streit um Bundeshaushalt einigen

Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) hat sich zuversichtlich gezeigt, dass die Regierungskoalition sich auf einen Bundeshaushalt 2025 verständigen wird. "Wir haben vor, den Haushalt im Juli zu beschließen", sagte Scholz zu eine Frage auf dem Tag der Industrie in Berlin. Die Gespräche seien aus guten Grund vertraulich. "Was ich aus den Gesprächen mitnehmen kann ist, dass es sehr danach aussieht", sagte Scholz. Allerdings nannte er nicht das Datum 3. Juli, das bislang offiziell für die Kabinettsbefassung vorgesehen ist.

Scholz fordert von China ernsthafte Bewegung im Zollstreit mit EU

Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) hat von China "ernsthafte" Bewegung in den Gesprächen mit der Europäischen Kommission um unlautere chinesische Subventionen für Elektroautos gefordert. Es gehe darum, die Wirtschaft vor unlauteren Handelspraktiken zu schützen, sagte er auf dem Tag der Industrie in Berlin. Gleichzeitig machte er deutlich, dass gerade Deutschland als Exportnation Protektionismus kritisch sieht und Interesse an Exporten nach China habe. Der deutschen Wirtschaft versprach er weiter hohe staatliche Investitionen. An die Adresse der kommenden EU-Kommission gerichtet, forderte Scholz mehr Einsatz für Handelsabkommen, die Umsetzung eine Kapitalmarktunion und das Lichten des enormen Bürokratiedickichts in der Europäischen Union.

Russwurm: Bei EU-Strafzöllen muss Regelverletzung klar sein

Der Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI), Siegfried Russwurm, hat in der Diskussion um EU-Strafzölle auf Elektroautos aus China auf einen konkreten Nachweis von Regelverletzungen als Bedingung für eine Verhängung gedrungen. "Europa und darin am meisten Deutschland, muss ein Interesse haben an regelbasiertem Handel", sagte Russwurm bei einer Pressekonferenz zum Tag der Industrie in Berlin. 40 Prozent der deutschen Wirtschaftsleistung gingen in den Export.

Belgiens Geschäftsklima bleibt im Juni stabil

Das belgische Geschäftsklima hat sich im Juni kaum verändert. Wie die Belgische Nationalbank (BNB) mitteilte, sank der Index um 0,1 Punkt auf minus 11,1 Zähler. Von Dow Jones Newswires befragte Volkswirte hatten einen Rückgang auf minus 11,6 prognostiziert, nachdem der Index im Vormonat bei minus 11,0 notiert hatte.

Kanada bereitet Maßnahmen gegen chinesische E-Auto-Importe vor

Nach den USA und der EU erwägt auch die kanadische Regierung Zölle auf importierte Elektroautos aus China. Die Regierung kündigte Konsultationen über mögliche Maßnahmen gegen unfaire Handelspraktiken zum Schutz der heimischen Autoindustrie an. Die bisherigen Pläne sehen Importzölle, Änderungen an den Förderprogrammen für E-Autos und Investitionsbegrenzungen vor, wie Finanzministerin Chrystia Freeland sagte.

Airbus senkt Jahresprognose

Airbus hat mit Problemen sowohl in seinem Raumfahrtgeschäft als auch im Bereich Zivilflugzeuge zu kämpfen. Der DAX-Konzern erwartet Belastungen aus bestimmten Programmen und geht nun davon aus, wegen Schwierigkeiten in den Lieferketten weniger Zivilflugzeuge auszuliefern als zuletzt geplant. Die Prognose für den operativen Gewinn und den Cashflow im laufenden Jahr senkte Airbus.

So rechnet Airbus nun mit einem Rückgang des bereinigten EBIT auf 5,5 Milliarden Euro von 5,84 Milliarden im Vorjahr. Bislang war der Konzern von 6,5 bis 7,0 Milliarden ausgegangen. Beim freien Cashflow (FCF) vor Kundenfinanzierungen peilt das Unternehmen nun rund 3,5 Milliarden Euro statt 4,0 nach 4,53 Milliarden im Vorjahr an.

Im Bereich Space Systems seien in einer Analyse aller Programme kommerzielle und technische Schwierigkeiten als Licht gekommen. Man habe sich deshalb entschieden, wegen neuer Annahmen zu Zeitplänen, Kosten, Risiken, Einkauf und Arbeitspensum entschieden, eine Belastung von 0,9 Milliarden Euro zu buchen, so das Unternehmen.

Im Bereich Zivilflugzeuge habe Airbus mit andauernden Lieferproblemen vor allem bei Triebwerken, Aerostruktur und Kabinenausstattung zu kämpfen. Der Konzern werde weiterhin die Produktion der A320-Familie auf 75 Maschinen im Monat steigern. Die Rate werde nun voraussichtlich 2027 erreicht.
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Re: Börsen- und Industrie-Infos

Neuer Beitragvon Gerd Böhmer » 25. Juni 2024, 14:19

aktuell aus dem Newsticker von n-tv - die Immobilienkrise fordert ein weiteres Opfer -
25.06.2024 14:33 Uhr, Trianon-Turm in Frankfurt am Main ist insolvent
Deka verlässt den Trianon-Turm.
In der Immobilienkrise gibt es die erste Pleite eines Büro-Hochhauses in Frankfurt am Main: Die Objektgesellschaft des 186 Meter hohen Trianon-Turms im Zentrum der Mainmetropole, die "Geschäftshaus am Gendarmenmarkt GmbH", habe Insolvenz angemeldet, teilte das Amtsgericht Frankfurt mit und bestätigte damit einen Bericht der "Wirtschaftswoche". Zum vorläufigen Insolvenzverwalter sei Rechtsanwalt Stephan Laubereau von der Kanzlei Pluta bestimmt worden. "Ziel ist es, den Betrieb des Büroturms möglichst reibungslos im Interesse der Mieter fortzuführen", zitierte das Blatt Laubereau aus einer Kanzleimitteilung.
Der Hauptmieter des Trianon-Turms, die Fondsgesellschaft Deka, hatte angekündigt, 2024 nach über 20 Jahren das Trianon verlassen zu wollen. Ein Nachmieter für die "Ikone der Frankfurter Skyline", wie sich das Trianon selbst bewirbt, wurde der "Wirtschaftswoche" zufolge bislang nicht gefunden.
MfG Gerd Böhmer,
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Re: Börsen- und Industrie-Infos

Neuer Beitragvon Bahndamm 68 » 25. Juni 2024, 19:36

ÜBERBLICK am Abend/Konjunktur, Zentralbanken, Politik

Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires

Von der Leyen soll EU-Kommissionspräsidentin bleiben

Die europäischen Staats- und Regierungschefs haben laut Unions-Fraktionschef Friedrich Merz (CDU) vereinbart, dass Ursula von der Leyen EU-Kommissionspräsidentin bleiben soll. "Die Staats- und Regierungschefs der Europäischen Union haben sich heute Vormittag in einer Videokonferenz darauf verständigt, einstimmig Ursula von der Leyen vorzuschlagen als ... Präsidentin der Europäischen Kommission, auch für die neue Amtszeit", sagte Merz bei einem Pressestatement in Berlin. Das sei "eine gute Entscheidung" und entspreche "dem Wählerwillen in Deutschland und auch in ganz Europa", sagte der CDU-Chef.

Mützenich will von Scholz bis nächste Woche Klarheit über Haushalt 2025

SPD-Fraktionschef Rolf Mützenich hat Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) aufgefordert, bis nächsten Woche Klarheit zu schaffen über die Ausrichtung des Bundeshaushalts für das kommende Jahr. Zuvor hatte sich angedeutet, dass das Bundeskabinett sich noch nicht wie ursprünglich geplant am 3. Juli mit dem Haushalt für 2025 befassen wird, sondern zu einem späteren Zeitpunkt im Juli. Bundeskanzler Olaf Scholz und das Bundesfinanzministerium sprachen zuletzt lediglich vom Monat Juli. Mützenich sagte vor der Sitzung der SPD-Bundestagsfraktion, dass in der Regierung offensichtlich noch intensiv beraten werde.

Ampel einigt sich auf Entlastungen für Land- und Forstwirtschaft

Die Bundestagsfraktionen der Regierungsparteien haben sich auf Entlastungen für Land- und Forstwirte geeinigt. Das erklärten die Fraktionsvorsitzenden von SPD, Grünen und FDP. Mit dem Agrarpaket soll eine zukunftsfeste Landwirtschaft ermöglicht werden. Teil des Pakets ist die steuerliche Gewinnglättung für die Einkünfte aus der Land- und Forstwirtschaft sowie ein Maßnahmenbündel zum Bürokratieabbau.

Ostausschuss setzt auf erfolgreichen EU-Erweiterungsprozess

Der Ostausschuss der Deutschen Wirtschaft hat angesichts des Beginns der EU-Betrittsverhandlungen mit der Ukraine und Moldau die Unterstützung der Wirtschaft zugesagt. "Der Beginn der EU-Beitrittsverhandlungen mit der Ukraine und Moldau weckt Hoffnungen, dass der erfolgreiche Erweiterungsprozess der EU fortgesetzt wird", sagte die Vorsitzende Cathrina Claas-Mühlhäuser. Die Integration weiterer Länder und die Ausweitung der Regeln des EU-Binnenmarkts seien gerade im Hinblick auf die wachsende Konkurrenz aus Fernost und den USA eine dringende Notwendigkeit für die Stärkung der deutschen und europäischen Wirtschaft und Gesellschaft.

Heil will betriebliche Altersvorsorge für Geringverdiener stärken

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil will die betriebliche Altersvorsorge für Geringverdiener und für Beschäftigte in kleinen Unternehmen attraktiver machen. Dazu hat sein Haus das zweite Gesetz zur Stärkung der betrieblichen Altersversorgung an die anderen Ressorts verschickt, wie es von einem Vertreter des Ministeriums hieß.

EZB: CO2-Abdruck von Staatsanleihen sinkt 2018 bis 2023

Die Europäische Zentralbank (EZB) hat zum ersten Mal versucht, den CO2-Abdruck ihrer aus geldpolitischen Gründen gehaltenen Staatsanleihebestände und dessen Entwicklung zu bestimmen. In ihrer zweiten Veröffentlichung zu klimabezogenen Finanzdaten kommt sie zu dem - allerdings sehr vorläufigen - Ergebnis, dass die gewichtete, durchschnittliche CO2-Intensität (Weighted Average Carbon Intensity (WACI) des Staatsanleiheportfolios Ende 2023 bei knapp 140 Tonnen CO2 pro Millionen Euro Bruttoinlandsprodukt (BIP) lag. 2018 waren es knapp über 200 Tonnen gewesen.

Wirtschaftsindex der Chicago-Fed steigt im Mai

Die Wirtschaftsaktivität in den USA hat sich im Mai verstärkt. Der Chicago Fed National Activity Index (CFNAI) stieg auf einen Stand von plus 0,18 Punkte, wie die Federal Reserve Bank of Chicago mitteilte. Für den April wurde der Indexstand auf minus 0,26 revidiert, nachdem zunächst ein Wert von minus 0,23 genannt worden war.

Fed/Bowman falls nötig zu Leitzinsanhebung bereit

Fed-Gouverneurin Michelle Bowman ist unter Umständen bereit, für eine Leitzinsanhebung durch die US-Notenbank zu stimmen. "Ich bin nach wie vor bereit, das Zielband für den Leitzins auf einer künftigen Sitzung anzuheben, falls die Fortschritte bei der Inflation ins Stocken geraten oder sich sogar umkehren", sagte sie laut veröffentlichtem Redetext in London. In Anbetracht der Risiken und Ungewissheiten in Bezug auf die Prognosen werde sie bei ihren Überlegungen zu künftigen Änderungen des geldpolitischen Kurses vorsichtig bleiben.
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Re: Börsen- und Industrie-Infos

Neuer Beitragvon Bahndamm 68 » 26. Juni 2024, 20:56

ÜBERBLICK am Abend/Konjunktur, Zentralbanken, Politik

Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires

Scholz: Regierung wird Haushaltsplan für 2025 im Juli vorlegen

Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) sieht konstruktive Haushaltsberatungen der Ampelkoalition und verspricht für Juli eine Einigung auf einen Etatentwurf. Mit dem Bundeshaushalt für 2025 gelte es mehr Sicherheit, mehr Zusammenhalt, mehr Wachstum zu generieren. Die Koalition wolle einen Wachstumsturbo zünden. In einer Rede im Bundestag führte Scholz zudem die hohe Zustimmung für Populisten bei der Europawahl auf mangelnde Zuversicht der Wähler zurück. Das Wahlergebnis sei ein Einschnitt, aber einen Wettbewerb mit Populisten und Extremisten werde es nicht geben. Vielmehr seien konkrete Antworten auf die Sorgen der Bevölkerung notwendig.

Habeck: Müssen Milliarden für EEG-Umlage im Haushaltsverhandlungen finden

Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) will in den Haushaltsgesprächen eine Lösung für die fehlenden Milliarden bei der staatlichen Förderung von erneuerbaren Energien finden. Zuvor war bekannt geworden, dass das sogenannte EEG-Konto für die Förderung der erneuerbaren Energien einen zusätzlichen staatlichen Zuschuss von knapp 8,8 Milliarden Euro benötigt.

Habeck: Deutsche Wirtschaft befreit sich langsam aus der Krise

Bundeswirtschaftsministerium Robert Habeck sieht positive Anzeichen für eine konjunkturelle Erholung in Deutschland. Allerdings gebe es ein Investitionsproblem, sagte Habeck im Bundestag. Die Bundesregierung werde daher ein Dynamisierungspaket auf den Weg bringen.

FDP stellt neue Kürzungsforderungen für den Haushalt auf

Die FDP prescht in den Haushaltsverhandlungen mit neuen Kürzungsforderungen vor. "Man kann zum Beispiel schon hinterfragen, ob es wirklich nötig ist, dass wir unter den G7-Staaten bei der Entwicklungshilfe prozentual betrachtet an erster Stelle stehen müssen - und zwar mit großem Abstand. Da sprechen wir von über 10 Milliarden Euro im Jahr", sagte der FDP-Bundestagsabgeordnete Maximilian Mordhorst der Wochenzeitung Die Zeit. "Mich belastet es als junger Mensch auch, dass wir jährlich 112 Milliarden Euro an Bundeszuschuss an die Rentenkasse überweisen, weil sich das Rentensystem nicht selbst trägt", sagte er weiter.

Expertenkommission: Deutschland muss für Energiewende Anstrengungen steigern

Deutschland hat bei der Energiewende noch immer Handlungsbedarf, da die Zielerreichung kein Selbstläufer ist. Das ist die Ansicht einer unabhängigen Expertenkommission, die am Mittwoch ihren Bericht zum Energiewende-Monitoring vorgelegt hat. Besonders beim Netzausbau und beim Bau von neuen Gaskraftwerken gehe es nicht schnell genug voran. Die Experten betonten in ihrem Bericht außerdem die Bedeutung von Wasserstoff als zukünftigem Energieträger.

Schweizer Nationalbank ernennt Martin Schlegel zum neuen Präsidenten

Die Schweizer Nationalbank hat einen Nachfolger für den scheidenden Präsidenten Thomas Jordan gefunden. Wie die Notenbank mitteilte, hat der Schweizer Bundesrat in seiner Sitzung am Mittwoch Martin Schlegel zum Präsidenten ernannt. Er tritt den Posten zum 1. Oktober an. Jordan hatte seinen Rücktritt im März angekündigt.

Scholz forderte schnelle Entscheidung für EU-Spitzenposten

Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) hat vor dem EU-Gipfel in Brüssel zu einer raschen Verständigung auf die Spitzenposten der neuen Kommission aufgerufen. Im Bundestag setzte sich Scholz für eine zweite Amtszeit der jetzigen EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen (CDU) ein und stellte sich ebenso hinter Estlands Ministerpräsidentin Kaja Kallas als nächste Außenbeauftrage der Europäischen Union (EU). Außerdem unterstützte er den früheren portugiesischen Regierungschef António Costa für den Posten des neuen EU-Ratspräsidenten.

Deutschland und China wollen über grenzüberschreitenden Datenverkehr reden

Deutschland und China wollen in einem Dialogformat über einen grenzüberschreitenden Datenverkehr reden. Bundesverkehrsminister Volker Wissing (FDP) und der Direktor von Chinas Cyberspace-Verwaltung, Zhuang Rongwen, haben dazu am heutigen Mittwoch eine gemeinsame Absichtserklärung unterzeichnet. Der Wandel industrieller Geschäftsmodelle hin zu digitalen Geschäftsmodellen erfordere Rechtsklarheit zum Datenverkehr, um die Fragmentierung globaler Märkte zu verhindern, so das Verkehrsministerium.

Lane: EZB muss Auswirkungen von QT umfassend beobachten

Die Verkleinerung der Bilanz von US-Notenbank und Europäischer Zentralbank (EZB) - das "Quantitative Tightening" (QT) - verläuft bisher ohne spürbare Auswirkungen für Finanz- und Realwirtschaft. Nach Einschätzung von EZB-Chefvolkswirt Philip Lane wird der Abbau der Reserven von Banken bei der EZB jedoch zu einer Umkehrung des positiven Effekts führen, den die Reserveausweitung während der Krise auf die Kreditvergabe der Banken hatte.

Ukraine wird großes Thema beim EU-Gipfel - Regierungskreise

Beim Gipfel der Staats- und Regierungschefs der Europäischen Union (EU) am Donnerstag und Freitag in Brüssel soll nach Angaben aus deutschen Regierungskreisen auch intensiv die Entwicklung in der Ukraine diskutiert werden. "Die Ukraine wird ein großes Thema sein", sagte ein hochrangiger Regierungsbeamter in Berlin. So sei das 14. Sanktionspaket wichtig, um den Druck auf Russland aufrechtzuerhalten.

US-Rohöllagerbestände überraschend gestiegen

Die Rohöllagerbestände in den USA haben sich in der Woche zum 21. Juni ausgeweitet. Sie stiegen nach Angaben der staatlichen Energy Information Administration (EIA) um 3,591 Millionen Barrel gegenüber der Vorwoche. Von Dow Jones Newswires befragte Analysten hatten einen Rückgang um 2,3 Millionen Barrel vorhergesagt. In der Vorwoche hatten sich die Lagerbestände um 2,547 Millionen Barrel reduziert.

Unicredit in Russland zu Zahlung von 450 Mio Euro verurteilt

Unicredit ist in Russland wegen eines aufgegebenen Gasprojekts mit dem Staatskonzern Gazprom zu Schadensersatz verurteilt worden. Ein russisches Gericht hat entschieden, dass die italienische Bank 450 Millionen Euro an ein Joint Venture von Gazprom zu zahlen hat. Dieses hatte Ansprüche wegen Bankgarantien angemeldet.

Das Berufungsgericht von St. Petersburg und der Region Leningrad bestätigte damit die Klage von RusGazDobycha. Das Gemeinschaftsunternehmen wirft Unicredit vor, seinen Verpflichtungen in einem Projekt zum Bau einer Gasverarbeitungsanlage nicht nachgekommen zu sein.

Der Gasekonzern Linde hatte eine Vereinbarung mit RusChemAlliance für die Anlage geschlossen, zog sich dann nach dem Beginn des Ukrainekriegs aus dem Projekt zurück. Laut russischer Nachrichtenagentur Tass war Unicredit eines der Unternehmen, die für das Projekt garantiert haben.

Unicredit und Linde lehnten eine Stellungnahme ab, RusChemAlliance reagierte nicht auf die Bitte um eine Stellungnahme.
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Re: Börsen- und Industrie-Infos

Neuer Beitragvon Bahndamm 68 » 27. Juni 2024, 20:05

ÜBERBLICK am Abend/Konjunktur, Zentralbanken, Politik

Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires

US-Wirtschaft wächst im ersten Quartal um 1,4 Prozent

Die US-Wirtschaft ist im ersten Quartal 2024 moderat gewachsen. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg in dritter Veröffentlichung auf das Jahr hochgerechnet um 1,4 Prozent gegenüber dem Vorquartal, nachdem bei der zweiten Veröffentlichung ein Plus von 1,3 Prozent genannt worden war. Ökonomen hatten mit der leichten Aufwärtsrevision auf 1,4 Prozent gerechnet. Im vierten Quartal 2023 war für das BIP ein Zuwachs von 3,4 Prozent verzeichnet worden.

US-Aufträge für langlebige Güter steigen im Mai minimal

Der Auftragseingang langlebiger Wirtschaftsgüter in den USA ist im Mai geringfügig gestiegen. Wie das US-Handelsministerium berichtete, erhöhten sich die Orders gegenüber dem Vormonat um 0,1 Prozent. Von Dow Jones Newswires befragte Ökonomen hatten mit einem Rückgang von 1,0 Prozent gerechnet. Der Anstieg im Vormonat wurde auf 0,2 (vorläufig: 0,6) Prozent nach unten revidiert.

Erstanträge auf US-Arbeitslosenhilfe gesunken

Die Zahl der Erstanträge auf Leistungen aus der US-Arbeitslosenversicherung hat in der Woche zum 22. Juni abgenommen. Im Vergleich zur Vorwoche fiel die Zahl der Anträge auf saisonbereinigter Basis um 6.000 auf 233.000, wie das US-Arbeitsministerium in Washington mitteilte. Von Dow Jones Newswires befragte Volkswirte hatten einen Rückgang auf 235.000 vorhergesagt.

Bostic: Erste Fed-Zinssenkung wäre Auftakt zu mehreren Schritten

Die erste Zinssenkung der US-Notenbank wäre nach Aussage von Raphael Bostic, Präsident der Atlanta-Fed, der Beginn einer Reihe von Zinsschritten. "Ich denke, dass mein Zögern (die Zinsen zu senken) und mein Wunsch, geduldig zu sein, sich daraus erklären, dass wir absolut sicher sein müssen, dass wir das 2-Prozent-Ziel wieder erreichen werden", sagte Bostic. Diese Zuversicht habe er im Moment nicht.

Lindner sieht US-Inflation Reduction Act nicht als Vorbild für Deutschland

Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP) hat davor gewarnt, in Deutschland ein Konzept nach dem Vorbild des US-Inflation Reduction Act mit der Aufnahme von Schulden für Industriesubventionen zu verfolgen. "Dieses Konzept passt nach meiner Überzeugung nicht zur sozialen Marktwirtschaft und wir brauchen es auch nicht", sagte Lindner bei der Jahresversammlung des Ifo-Instituts für Wirtschaftsforschung in München. Es passe nicht zur sozialen Marktwirtschaft, weil zu ihr immer auch die Stabilitätskultur der Fiskalpolitik gehört habe.

Elderson: EZB könnte Banken wegen Klimazielen neue Fristen setzen

Die Eurpäischen Zentralbank (EZB) ist nach den Worten von EZB-Direktor Frank Elderson bereit, den Banken erneut Fristen für die Einhaltung von Klima- und Umweltauflagen zu setzen. Wie Elderson in einer Konferenz in Frankfurt sagte, geht es dabei um die bis Dezember 2023 zu erfüllende Forderung, Klima- und Umweltrisiken in Governance, Strategie und ihr Risikomanagement einzubeziehen. "Wir können diese Banken auffordern, den Mangel bis zu einem bestimmten Datum zu beheben, und wenn sie dem nicht nachkommen, müssen sie für jeden Tag, an dem der Mangel nicht behoben ist, eine Strafe zahlen", sagte Elderson laut veröffentlichtem Redetext. Gegenwärtig schließe die EZB ihre Bewertung der Fortschritte der Banken bei diesem Thema ab.

Scholz äußert "klare Hoffnung" auf Unterstützung für von der Leyen

Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) hat bei seinem Eintreffen zum EU-Gipfel in Brüssel den Vorschlag bekräftigt, dass die Staats- und Regierungschefs EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen für eine zweite Amtszeit vorschlagen sollen. "Jetzt diskutieren wir mit unseren guten Freunden in Europa. Die klare Hoffnung ist natürlich, dass alle diesen im Parlament auf eine Mehrheit rechnen könnenden Vorschlag unterstützen", sagte Scholz. Die dazu vereinbarte gemeinsame Position der Parteifamilien der Konservativen, Sozialdemokraten und Liberalen sei relevant, weil die Kommissionspräsidentin auch eine Mehrheit im Parlament brauche.

Tschechiens Notenbank senkt Leitzins um 50 Basispunkte

Die Zentralbank von Tschechien hat ihre Geldpolitik gelockert. Wie der Rat mitteilte, wird der Leitzins um 50 Basispunkte auf 4,75 Prozent gesenkt. Gleichzeitig wurden der Diskontsatz um den gleichen Betrag auf 3,75 Prozent und der Lombardsatz auf 5,75 Prozent verringert. Die neuen Zinssätze treten am 28. Juni in Kraft.
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Re: Börsen- und Industrie-Infos

Neuer Beitragvon Bahndamm 68 » 28. Juni 2024, 19:56

ÜBERBLICK am Abend/Konjunktur, Zentralbanken, Politik

Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires

Ampel-Spitzen drücken Lücke im Budget 2025 auf unter 10 Milliarden - Magazin

Die Ampelspitze aus Kanzler Olaf Scholz (SPD), Wirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) und Finanzminister Christian Lindner (FDP) hat bei ihren Verhandlungen zum Haushalt für 2025 laut einem Magazinbericht merkliche Fortschritte erzielt. Die ursprüngliche Finanzierungslücke von 25 Milliarden Euro plus Extrawünschen einiger Ministerien habe das Trio deutlich unter 10 Milliarden Euro gedrückt, berichtete der Spiegel unter Berufung auf Koalitionskreise. Dazu hätten nicht zuletzt einige buchhalterische Veränderungen beigetragen. Vom Bundesfinanzministerium war dazu zunächst keine Stellungnahme erhältlich.

Scholz reist zu Regierungsgesprächen nach Warschau

Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) reist kommende Woche zu deutsch-polnischen Regierungskonsultationen nach Warschau. Wie der stellvertretende Regierungssprecher Wolfgang Büchner bei einer Pressekonferenz ankündigte, wird der Bundeskanzler am Dienstag gegen 8 Uhr vom polnischen Ministerpräsidenten Donald Tusk mit militärischen Ehren an dessen Amtssitz empfangen. Im Anschluss daran folge ein Gespräch beider Regierungschefs. Neben Fragen der bilateralen Zusammenarbeit werde es dabei auch um europa- und wirtschaftspolitische Fragen gehen.

Regierung verlängert Trassenpreisförderung

Das Bundesverkehrsministerium hat nach eigenen Angaben die rechtliche Grundlage dafür geschaffen, dass die Trassenpreisförderung im Schienengüterverkehr für den Zeitraum 28. Juni 2024 bis 30. November 2028 verlängert werden kann. "Die Bundesregierung hat die Trassenpreisentwicklung und deren Auswirkung auf den Schienengüterverkehr eng im Blick", sagte der Beauftragte der Regierung für den Schienenverkehr, Verkehrsstaatssekretär Michael Theurer (FDP). "Wir setzen uns darum trotz knapper finanzieller Mittel weiter für eine auskömmliche Ausstattung der Trassenpreisförderung in diesem Segment ein und stellen für 2024 rund 229 Millionen Euro bereit."

Deutschland und Marokko vereinbaren Allianz für Klima und Energie

Deutschland und Marokko wollen nach Angaben des Bundeswirtschafts- und des Bundesentwicklungsministeriums künftig enger bei Klimaschutz und Energiewende zusammenarbeiten. Bundesentwicklungsministerin Svenja Schulze (SPD), Wirtschaftsstaatssekretär Stefan Wenzel und der marokkanische Außenminister Nasser Bourita hätten in Berlin eine Erklärung zur Gründung einer gemeinsamen Allianz für Klima und Energie unterzeichnet, teilten beide Ministerien mit. Im Mittelpunkt der neuen Partnerschaft stehe die verstärkte Zusammenarbeit bei der Klimaanpassung, beim Ausbau erneuerbarer Energien und bei der Produktion von grünem Wasserstoff.

US-Inflation sinkt im Mai leicht

Eine wichtige US-Inflationsrate ist im Mai leicht gesunken. Das von der Notenbank favorisierte Preismaß, der Gesamtindex für die persönlichen Konsumausgaben (PCE), stieg mit einer Rate von 2,6 (Vormonat: 2,7) Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat, wie das Bureau of Economic Analysis mitteilte. Die Fed strebt eine Inflationsrate von 2 Prozent an. Im Monatsvergleich stagnierte der PCE-Preisindex im Mai nach einem Plus von 0,3 Prozent im Vormonat.

Stimmung der US-Verbraucher im Juni eingetrübt

Die Stimmung der US-Verbraucher hat sich im Juni abgeschwächt. Der an der Universität Michigan berechnete Index für die Verbraucherstimmung in den USA fiel bei der Umfrage am Monatsende auf 68,2 von 69,1 Ende Mai. Von Dow Jones Newswires befragte Ökonomen hatten einen Stand von 66,0 erwartet. Bei der ersten Umfrage Mitte des Monats lag er bei 65,5.

Chicagoer Einkaufsmanagerindex steigt im Juni

Die Stimmung der Einkaufsmanager aus dem Großraum Chicago hat sich im Juni aufgehellt. Der Indikator stieg auf 47,4 Punkte, wie die Vereinigung der Chicagoer Einkaufsmanager mitteilte. Im Mai stand der Index bei 35,4 Punkten. Volkswirte hatten einen Wert von 40,0 Punkten erwartet. Der Frühindikator liegt damit aber weiterhin unter der sogenannten Wachstumsschwelle von 50 Punkten.

LBBW: Sintra-Forum der EZB könnte neue Signale geben

Die kommende Handelswoche bietet neben einem prall gefüllten Makrodatenkalender mehrere Gelegenheiten für neue geldpolitische Signale der großen Zentralbanken, denn vom 1. bis 3. Juli findet das jährliche Symposium der Europäischen Zentralbank (EZB) im portugiesischen Sintra statt, sagt Elmar Völker, Senior Fixed Income Analyst bei der LBBW. Außerdem werden sowohl die Federal Reserve als auch die Europäische Zentralbank am Mittwoch beziehungsweise Donnerstag Protokolle ihrer jüngsten Zinsentscheidungen veröffentlichen. "Die Finanzmarktteilnehmer dürften letztere genau unter die Lupe nehmen, um Hinweise auf die Leitzinspfade der kommenden Monate zu erhalten", sagt Völker.

Ministerium: Arbeitsmarkt in schwierigem Wirtschaftsumfeld

Das Bundesarbeitsministerium hat angesichts der jüngsten Arbeitslosenzahlen auf ein schwieriges wirtschaftliches Umfeld verwiesen. "Die deutsche Wirtschaft steht nach wie vor von vielen Seiten unter Druck", erklärte Staatssekretärin Leonie Gebers in einer Mitteilung des Ministeriums. "Minimales Wirtschaftswachstum und zurückhaltende Konsumstimmung sorgen auch für eine weiter abnehmende Arbeitskräftenachfrage." Trotzdem seien im Juni immer noch über 700.000 offene Stellen bei der Bundesagentur für Arbeit (BA) zur Vermittlung gemeldet gewesen.

Teamviewer: Cyber-Angreifer ohne Zugriff auf Kundendaten

Eine Cyberattacke auf Teamviewer hat nach Angaben des Unternehmens nur begrenzte Auswirkungen. Nach aktuellen Stand der Untersuchungen sei der Angriff auf die Corporate-IT-Umgebung des Unternehmens beschränkt geblieben, teilte der im MDAX und TecDAX notierte Konzern mit. "Es gibt keine Hinweise darauf, dass die Angreifer Zugang zu unserer Produktumgebung oder zu Kundendaten erlangt haben." Das Unternehmen bietet Software für die Fernwartung von Computern und anderen Endgeräten an.

Die Ergebnisse der Untersuchung deuteten auf einen Angriff am Mittwoch hin, hieß es in der Mitteilung weiter. Dieser sei mit den Anmeldedaten eines Standard-Mitarbeiterkontos erfolgt. Es seien Gegenmaßnahmen ergriffen worden. Der Konzern und ein externer Dienstleister führen die Angriff auf eine Gruppe zurück, die unter dem Namen "APT29 / Midnight Blizzard" bekannt ist.

EU-Kommission genehmigt Staatshilfen für Fluglinie SAS

Die Finanzspritzen aus Dänemark und Schweden für die skandinavische Fluglinie SAS sind rechtmäßig. Die EU-Kommission hat die Staatshilfen von bis zu 15 Milliarden schwedischen Kronen - umgerechnet 1,3 Milliarden Euro - als Teil des Rettungsplans für die Airline genehmigt. Durch die Hilfen könne SAS ihr langfristiges Überleben bei gleichzeitig minimaler Einschränkung des Wettbewerbs sichern. SAS hatte 2022 Insolvenz beantragt.
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Re: Börsen- und Industrie-Infos

Neuer Beitragvon Gerd Böhmer » 30. Juni 2024, 10:34

Mahlzeit,

der VW-Konzern muss sparen - https://www.n-tv.de/wirtschaft/VW-nimmt-Top-Managern-den-kostenlosen-Porsche-weg-article25053314.html - da werden einigen Mitarbeitern der höheren Ebene wohl Vergünstigungen gestrichen ... die Ärmsten ... aber einmal im Ernst da wird an der richtigen Stelle angesetzt (!)
VW-Chef Blume verordnet seinem Konzern ein milliardenschweres Sparprogramm. Das trifft auch die oberste Management-Ebene. Einem Bericht zufolge fällt der Porsche als Dienstwagen für Top-Manager künftig weg. Die ersten Klagen vor dem Arbeitsgericht sollen bereits eingereicht sein.

Mal abwarten wie das die Gerichte sehen ...
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Re: Börsen- und Industrie-Infos

Neuer Beitragvon augenzeuge » 30. Juni 2024, 12:45

Gerd Böhmer hat geschrieben:Mahlzeit,

der VW-Konzern muss sparen - https://www.n-tv.de/wirtschaft/VW-nimmt-Top-Managern-den-kostenlosen-Porsche-weg-article25053314.html - da werden einigen Mitarbeitern der höheren Ebene wohl Vergünstigungen gestrichen ... die Ärmsten ... aber einmal im Ernst da wird an der richtigen Stelle angesetzt (!)
VW-Chef Blume verordnet seinem Konzern ein milliardenschweres Sparprogramm. Das trifft auch die oberste Management-Ebene. Einem Bericht zufolge fällt der Porsche als Dienstwagen für Top-Manager künftig weg. Die ersten Klagen vor dem Arbeitsgericht sollen bereits eingereicht sein.

Mal abwarten wie das die Gerichte sehen ...


Ich kann mir nicht vorstellen, dass ein Beschäftigter einen Anspruch auf einen Porsche (eine bestimmte Marke) hat..... [flash]
Wenn mein AG sagt, du bekommst jetzt den ID3 und ich will den nicht, dann muss ich damit leben.

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Re: Börsen- und Industrie-Infos

Neuer Beitragvon Bahndamm 68 » 2. Juli 2024, 20:44

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FDP: Koalition beim Haushalt voll im Zeitplan

FDP-Fraktionschef Christian Dürr sieht die Koalition in den Verhandlungen über den Budgetentwurf für 2025 "voll im Zeitplan" - es komme nicht auf "ein oder zwei Tage" früher an. "Wir werden die erste Lesung des Haushaltes im September haben und den Bundeshaushalt im Deutschen Bundestag im November, Dezember abschließen. Insofern sind wir da voll im Zeitplan", sagte Dürr vor einer Sitzung seiner Fraktion. "Mir kommt es beim Haushalt nicht auf ein oder zwei Tage an, sondern mir kommt es auf die Rahmenbedingungen an." Es gehe um die Einhaltung der Schuldenbremse und solide Finanzen mit geringerer Schuldenquote und Belastungsquote und höherer Investitionsquote. "Das ist viel wichtiger als die Frage, ob ein Haushalt ein oder zwei Tage früher oder später kommt", sagte der Fraktionschef.

Verkehrsministerkonferenz warnt vor "massiver Preiserhöhung"

Der Chef der Verkehrsministerkonferenz, Nordrhein-Westfalens Landesminister Oliver Krischer (Grüne), hat im Streit um die Finanzierung des Deutschlandtickets vor massiven Preiserhöhungen und einem Ende des Angebots gewarnt. "Ich sehe die große Gefahr, dass in Kürze ein unüberschaubarer Flickenteppich entsteht mit Gebieten, in denen das Deutschlandticket fortgeführt werden kann, und anderen, in denen aus Finanzgründen darauf verzichtet werden muss. Um dies zu verhindern, bliebe nur die Möglichkeit, den Preis des Deutschlandtickets sehr kurzfristig massiv zu erhöhen", schreibt der Grünen-Politiker laut Redaktionsnetzwerk Deutschland in einem Brief an Bundesfinanzminister Christian Lindner und an Bundesverkehrsminister Volker Wissing (beide FDP).

Bund und Länder starten Sonderbürgschaftsprogramm für Bau von Konvertern

Bund und Länder haben gemeinsam ein Sonderbürgschaftsprogramm für den Bau von Konvertern und Konverterplattformen auf den Weg gebracht, mit dem die Umsetzung der Energiewende vorangebracht werden soll. Mit dem Programm, an dem die zunächst betroffenen Bundesländer Bayern, Berlin, Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern und Nordrhein-Westfalen beteiligt sind, soll laut Bundeswirtschaftsministerium möglichen Finanzierungsengpässen beim Bau von Konvertern (on-shore) und Konverterplattformen (off-shore) begegnet werden.

Lagarde: Preisstabilität ist abhängig von Finanzstabilität

EZB-Präsidentin Christine Lagarde hat auf die Verpflichtung der Europäischen Zentralbank (EZB) hingewiesen, für Finanzstabilität zu sorgen. In einer Podiumsdiskussion beim geldpolitischen Symposium in Sintra sagte Lagarde auf die Frage ob die EZB etwas dafür tun könne, die anderen Länder vor den Folgen einer gespalteten Regierung in Frankreich zu schützen: "Die Europäische Zentralbank muss tun, was die Europäische Zentralbank tun muss. Unser Mandat ist Preisstabilität. Preisstabilität beruht offenkundig auf Finanzstabilität. Und darauf achten wir, denn das ist unser Job."

Lagarde: EZB-Zinssenkungen kein linearer Prozess

EZB-Präsidentin Christine Lagarde hat bekräftigt, dass die Europäische Zentralbank (EZB) keinen vorab gefassten Zinssenkungspfad folgt. "Wir haben die Zinsen um 25 Basispunkte gesenkt, aber im gleiche Atemzug haben wir gesagt, dass das kein linearer Prozess sein wird", sagte sie bei einer Podiumsdiskussion bei geldpolitischen Symposium in Sintra. Lagarde sagte aber auch: Wir sind im Disinflationsprozess ziemlich weit fortgeschritten."

Powell sieht schon gute Fortschritte in Kampf gegen Inflation

Der Präsident der US-Notenbank Jerome Powell sieht die Inflation nach einem Aufbäumen zu Beginn des Jahres wieder auf dem Rückzug. Der Fed-Chef sagte aber nicht, ob dies ausreiche, um eine Zinssenkung zu rechtfertigen.

Zahl offener US-Stellen steigt im Mai unerwartet

Die Zahl der offenen Stellen in den USA hat im Mai unerwartet zugenommen. Wie das Arbeitsministerium im Rahmen seiner Job Openings and Labor Turnover Summary (Jolts) mitteilte, gab es 8,14 (April revidiert: 7,92) Millionen offene Stellen. Analysten hatten laut Factset-Konsens auf Basis eines vorläufigen April-Werts von 8,06 Millionen einen Rückgang auf 7,91 Millionen.

BASF gibt Lithium-Pläne in Chile auf

Der deutsche Chemiegigant BASF hat seine Pläne aufgegeben, in Lithiumabbaugebiete in Chile zu investieren. Der Grund sei die Verlangsamung der Einführung von Elektrofahrzeugen weltweit, was die Preise für das Batteriemetall nach unten drückt, berichtet Bloomberg. BASF habe sich aus den anfänglichen Gesprächen mit Wealth Minerals, dem in Vancouver ansässigen Unternehmen, das Explorationsprojekte in Chile betreibt, zurückgezogen, so der Bericht, der eine E-Mail des deutschen Unternehmens zitiert.

"Eine Zusammenarbeit zwischen BASF und Wealth Materials kam letztendlich nicht zustande", so BASF laut Bloomberg. Das Unternehmen hebe keinen Grund für die Beendigung der Gespräche angegeben und erwähne auch nicht die geplante Kathodenanlage, heißt es weiter. Der Rückzug folge auf die Ankündigung in der vergangenen Woche, dass BASF Pläne für eine Nickel-Kobalt-Raffinerie in Indonesien im Wert von 2,6 Milliarden Dollar aufgegeben hat, so der Bericht weiter.

Fitch bestätigt Bonität von Hannover Rück mit 'AA-'

Die Ratingagentur Fitch hat die Bonität des Rückversicherers Hannover Rück mit 'AA-' bestätigt. Der Ausblick ist stabil, wie Fitch mitteilte. Damit würden das robuste Unternehmensprofil von Hannover Rück im globalen Rückversicherungssektor, die Kapitalisierung und die Finanzstärke gewürdigt, begründete die Agentur ihren Schritt.
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Re: Börsen- und Industrie-Infos

Neuer Beitragvon Gerd Böhmer » 3. Juli 2024, 14:34

die Meyer-Werft ist in finanziellen Nöten - https://www.n-tv.de/wirtschaft/Milliardenpoker-um-die-Meyer-Werft-article25060371.html - der Steuerzahler soll es richten, bzw. für die vom Management gemachten Fehler aufkommen. Es hat sich allerdings in den letzten Monaten angedeutet und es wurde nicht gegengesteuert ...
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Re: Börsen- und Industrie-Infos

Neuer Beitragvon Gerd Böhmer » 3. Juli 2024, 15:13

Gerd Böhmer hat geschrieben:die Meyer-Werft ist in finanziellen Nöten - https://www.n-tv.de/wirtschaft/Milliardenpoker-um-die-Meyer-Werft-article25060371.html - der Steuerzahler soll es richten, bzw. für die vom Management gemachten Fehler aufkommen. Es hat sich allerdings in den letzten Monaten angedeutet und es wurde nicht gegengesteuert ...

ergänzend dazu "Unternehmenssitz wird verlegt und es werden wohl auch Stellen abgebaut" - https://www.n-tv.de/wirtschaft/Meyer-Werft-streicht-Hunderte-Stellen-article25060903.html -
es ist aber wohl noch nicht vollständig geklärt, wie es weiter geht ...
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Re: Börsen- und Industrie-Infos

Neuer Beitragvon Bahndamm 68 » 3. Juli 2024, 21:17

ÜBERBLICK am Abend/Konjunktur, Zentralbanken, Politik

Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires

Druck auf US-Präsident Joe Biden wächst

Der Druck auf US-Präsident Joe Biden wächst, weil die Demokraten bei der Wahl im November große Stimmenverluste befürchten. Der Auftritt des 81-jährigen Demokraten bei der ersten Live-Debatte gegen den Republikaner Donald Trump hatte Sorgen über seine geistige Fitness ausgelöst. Biden soll sich am Mittwochabend mit demokratischen Gouverneuren treffen. Sein Stabschef Jeff Zients hält eine Telefonkonferenz mit allen Mitarbeitern ab, um die Stimmung im Weißen Haus nach der desaströsen Debatte zu verbessern. Auch die Biden-Kampagne hält am Mittwochnachmittag eine Telefonkonferenz ab.

US-Rohöllagerbestände gesunken

Die Rohöllagerbestände in den USA haben sich in der Woche zum 28. Juni verringert. Sie fielen nach Angaben der staatlichen Energy Information Administration (EIA) um 12,2 Millionen Barrel gegenüber der Vorwoche.

US-Dienstleistungssektor schwächt sich im Juni ab

Die Aktivität im US-Dienstleistungssektor ist im Juni unerwartet gesunken, was auf eine allgemeine Abkühlung der Wirtschaft hindeutet. Der Index des Institute for Supply Management (ISM) für den Dienstleistungssektor sank von 53,8 im Mai auf 48,8 Punkte im Juni, wie aus der am Mittwoch veröffentlichten Umfrage hervorgeht.

Auftragseingang der US-Industrie im Mai überraschend gesunken

Der Auftragseingang der US-Industrie hat sich im Mai um 0,5 Prozent gegenüber dem Vormonat verringert. Volkswirte hatten dagegen mit einem Anstieg von 0,3 Prozent gerechnet. Für den Vormonat ergab sich ein Plus von 0,4 Prozent, wie das US-Handelsministerium weiter mitteilte.

ADP: US-Privatsektor schafft weniger Stellen als erwartet

Die Beschäftigung in der US-Privatwirtschaft ist im Juni schwächer gestiegen als erwartet. Wie der Arbeitsmarkt-Dienstleister Automatic Data Processing Inc (ADP) berichtete, entstanden gegenüber dem Vormonat 150.000 Stellen. Von Dow Jones Newswires befragte Ökonomen hatten ein Plus von 160.000 Jobs vorausgesagt. Im Mai waren unter dem Strich 157.00 Arbeitsplätze hinzugekommen, und damit 5.000 mehr als ursprünglich gemeldet.

Erstanträge auf US-Arbeitslosenhilfe gestiegen

Die Zahl der Erstanträge auf Leistungen aus der US-Arbeitslosenversicherung hat in der Woche zum 29. Juni zugelegt. Im Vergleich zur Vorwoche stieg die Zahl der Anträge auf saisonbereinigter Basis um 4.000 auf 238.000, wie das US-Arbeitsministerium in Washington mitteilte. Von Dow Jones Newswires befragte Volkswirte hatten einen unveränderten Stand von 233.000 vorhergesagt.

Defizit in der US-Handelsbilanz im Mai gestiegen

Das Defizit in der Handelsbilanz der USA ist im Mai gestiegen. Es betrug nach vorläufigen Berechnungen 75,07 Milliarden Dollar nach revidiert 74,46 (vorläufig: 74,56) Milliarden im Vormonat. Volkswirte hatten mit einem Passivsaldo von 76,30 Milliarden Dollar gerechnet. Die Exporte sanken zum Vormonat um 0,7 Prozent auf 261,66 Milliarden Dollar, während die Einfuhren 336,732 Milliarden Dollar erreichten, ein Rückgang gegenüber dem Vormonat von 0,3 Prozent.

Scholz: Gebe Garantie, dass Deutschland keine Kriegspartei wird

Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) hat der deutschen Bevölkerung eine "Garantie" gegeben, dass Deutschland im Ukraine-Krieg nicht zur Kriegspartei werde. "Ja, ich gebe diese Garantie. Dafür stehe ich als Kanzler", sagte Scholz bei einer Regierungsbefragung im Bundestag. Bei der Veranstaltung betonte der Kanzler zudem, ein Waffenstillstand im Krieg Russlands gegen die Ukraine dürfe keine Kapitulation der Ukraine bedeuten.

Scholz: Haushalt kommt in diesem Monat mit "Wachstumsturbo"

Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) hat einen Beschluss des Bundeskabinetts zum Haushaltsentwurf für 2025 noch im Juli und die Vorstellung eines "Wachstumsturbos" in dem Zusammenhang angekündigt. In der Regierungsbefragung im Bundestag betonte Scholz, "dass ich Ihnen versichern kann, dass wir den Haushalt in diesem Monat im Bundeskabinett beschließen werden wie geplant". Die Bundesregierung berate "jetzt auf den letzten Metern" über den Haushalt, den sie dem Parlament für das nächste Jahr vorschlage.

Bund gibt Startschuss für das Lkw-Schnellladenetz

Die Bundesregierung hat gemeinsam mit den hauptverantwortlichen Netzbetreibern und dem Branchenverband BDEW den offiziellen Startschuss für das Lkw-Schnellladenetz an den Bundesautobahnen erteilt. Laut Bundesverkehrsministerium ist für die Klimaschutzzeile im Verkehrssektor und den schnellen Markthochlauf von schweren Nutzfahrzeugen mit batterieelektrischem Antrieb (E-Lkw) der Aufbau einer flächendeckenden, bedarfsgerechten und nutzerfreundlichen Ladeinfrastruktur erforderlich. An etwa 350 ausgewählten bewirtschafteten und unbewirtschafteten Standorten soll die Lkw-taugliche Schnellladeinfrastruktur entstehen.

Allianz: Kapitalanforderungen für Infrastrukturinvestitionen senken

Die europäischen Behörden sollten nach Aussage von Analysten von Allianz Research Investitionen in kritische Infrastruktur anreizen. "Die Europäische Bankenaufsicht (Eba) und die Europäische Aufsichtsbehörde für das Versicherungswesen und die betriebliche Altersversorgung (Eiopa) könnten die Kapitalanforderungen anpassen, um Infrastrukturinvestitionen attraktiver zu machen, und ESG-Leitlinien bei Kreditvergabe- und Investitionsentscheidungen fördern", schreiben sie in einer Analyse.

EZB verringert APP-Anleihebestände - PEPP-Bestände sinken ab Juli

Die Bestände der von den Zentralbanken des Eurosystems unter dem APP-Programm erworbenen Anleihen sind im Juni weiter gesunken, währen die unter dem PEPP-Programm - ein letztes Mal - unverändert blieben. Wie aus Daten hervorgeht, die die EZB auf ihrer Website veröffentlichte, verringerten sich die APP-Bestände um kann 22 Milliarden auf 2.859 Milliarden Euro, darunter die an Staatsanleihen um 15 Milliarden auf 2.271 Milliarden Euro. Die EZB hat beschlossen, dass diese Bestände langsam und berechenbar reduziert werden, indem fällige Papiere nicht mehr ersetzt werden.

VDA: Pkw-Inlandsproduktion im ersten Halbjahr rückläufig

Die Pkw-Inlandsproduktion in Deutschland ist im Juni um 9 Prozent zum Vorjahresmonat auf 350.200 Einheiten geschrumpft. Der Branchenverband VDA senkte wegen schwacher Nachfrage die Prognose für die Produktion von elektrifizierten Fahrzeugen für das Gesamtjahr 2024.

Microsoft vergleicht sich mit Bürgerrechtsbehörde

Microsoft schließt mit der kalifornischen Bürgerrechtsbehörde (CRD) einen Vergleich im Zusammenhang mit Diskriminierungsvorwürfen und zahlt 14,4 Millionen Dollar. Das CRD teilte am Mittwoch mit, dass Microsoft angeblich Vergeltungsmaßnahmen ergriffen und Mitarbeiter diskriminiert habe, weil sie Eltern-, Behinderten-, Schwangerschafts- und Familienpflegezeit in Anspruch genommen hätten. Microsoft soll diesen Mitarbeitern geringere Prämien und ungünstige Leistungsbeurteilungen erteilt haben, was sich auf ihre Berechtigung für Lohnerhöhungen, Aktienprämien und Beförderungen ausgewirkt habe.

Die Mitarbeiter könnten Anspruch auf eine Entschädigung haben, wenn das Gericht dem Vergleich zustimmt. Microsoft will nun eine Reihe von Maßnahmen ergreifen, um künftige Diskriminierungen zu verhindern und Mitarbeitern, die zwischen 2017 und 2024 diesen Sonderurlaub genommen hatten, eine finanzielle Entschädigung gewähren. Insgesamt will Microsoft 14,2 Millionen Dollar zahlen, um die Arbeitnehmer direkt zu entschädigen, sowie 225.000 Dollar für die Kosten im Zusammenhang mit den Durchsetzungsmaßnahmen der Behörde.
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Re: Börsen- und Industrie-Infos

Neuer Beitragvon Gerd Böhmer » 4. Juli 2024, 15:45

laut n-tv
Nach erfolgter Prüfung untersagt das Wirtschaftsministerium die Übernahme von MAN Energy Solutions an ein chinesisches Unternehmen mit Verbindungen zur Rüstungsindustrie. Peking reagiert erbost und wirft Berlin Diskriminierung vor.

- siehe unter https://www.n-tv.de/wirtschaft/China-kritistiert-MAN-Ubernahmeverbot-scharf-article25062941.html -
Meine Meinung - richtig so, es gibt Grenzen ...
in diesem Zusammenhang eine weitere Meldung "Umbau oder Ruin durch China ? - Deutsche Autobauer werden pleitegehen"
- https://www.n-tv.de/wirtschaft/Sabine-Nallinger-Stiftung-Klimawirtschaft-Deutsche-Autobauer-werden-pleitegehen-article25056792.html ... nunja, damit könnte ich leben.
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Re: Börsen- und Industrie-Infos

Neuer Beitragvon Bahndamm 68 » 4. Juli 2024, 20:31

ÜBERBLICK am Abend/Konjunktur, Zentralbanken, Politik

Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires

EZB zuversichtlicher bezüglich Inflation trotz höherer Prognosen

Der Rat der Europäischen Zentralbank (EZB) hat seine Zinsen im Juni vor allem wegen anhaltender Fortschritte bei der Inflationsentwicklung gesenkt. Wie aus dem jetzt veröffentlichten Protokoll der Beratungen vom 6. Juni hervorgeht, äußerte sich der Rat auch zuversichtlich bezüglich der weiteren Inflationsaussichten, obwohl die Inflationsraten im Mai entgegen den Erwartungen gestiegen waren und der volkswirtschaftliche Stab, auch basierend auf der Inflationsentwicklung der Vormonate, seine Inflationsprognosen für 2024 und 2025 angehoben hatte.

HQ Trust: EZB senkt Zinsen 2024 nur einmal

Michael Heise, der Chefvolkswirt von HQ Trust, rechnet damit, dass die Europäische Zentralbank (EZB) ihre Zinsen in diesem Jahr nur einmal, nämlich im September, senken wird. Eine weitere Senkung im Dezember dürfte Heise zufolge an einer zu hohen Inflation scheitern. "Wir haben Berechnungen, nach denen der Harmonisierte Verbraucherpreisindex für den Euroraum am Jahresende auf 2,8 oder 2,9 Prozent steigen wird", sagte Heise in einem Pressegespräch.

Cipollone: EZB muss Risiken bei KI-Nutzung beachten

Die Europäische Zentralbank (EZB) nutzt nach Aussage von EZB-Direktor Piero Cipollone Künstliche Intelligenz auf unterschiedliche Weise, muss sich aber der Risiken bewusst bleiben, die das mit sich bringt. Eines dieser Risiken besteht nach seiner Aussage darin, dass die EZB in eine zu große Abhängigkeit von KI gerät. "Zum Beispiel kann eine größere Abhängigkeit von KI unbeabsichtigt das Risiko erhöhen, in eine 'Echokammer'-Falle zu geraten", sagte er in einer Statistik-Konferenz im Rom laut veröffentlichtem Redetext.

EU bestätigt Zölle auf in China hergestellte Elektrofahrzeuge

Die EU-Kommission hat ihre Pläne bestätigt, zusätzliche Zölle auf in China hergestellte Elektroautos zu erheben. Damit hat sie die Hoffnungen mehrerer Autohersteller zunichte gemacht, deren Führungskräfte Repressalien durch einen eskalierenden Handelskrieg befürchten. Die neuen Einfuhrzölle werden am Freitag eingeführt und sollen mindestens vier Monate lang gelten, teilte die EU-Kommission mit. Die Bestätigung erfolgte, nachdem die Verhandlungen mit der chinesischen Regierung und die Lobbyarbeit der deutschen Autoindustrie und anderer gescheitert waren, die Zölle aufzuhalten.

Wissing: Strafzölle auf E-Autos sind der falsche Weg

Bundesverkehrsminister Volker Wissing (FDP) hat die vorläufigen EU-Strafzölle auf Elektroautos auf China kritisiert. "Strafzölle der EU-Kommission auf E-Autos sind der falsche Weg für den Wirtschaftsstandort", erklärte er über den Kurznachrichtendienst X. "Ein Handelskrieg schwächt Europa und unsere Unternehmen." Entscheidend bleibe der Dialog mit China. "Klar ist: Wir brauchen faire Wettbewerbsbedingungen für beste Angebote und Preise", sagte Wissing. Die EU-Kommission hatte am Donnerstag die Anwendung von vorläufigen Ausgleichszöllen auf Importe von Elektrofahrzeugen aus China angekündigt.

BDI: Ausgleichszölle sind kein Widerspruch zu Verhandlungen

Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) hat sich hinter die Verhängung vorläufiger Strafzölle auf E-Autos aus China gestellt. "Vorläufige Ausgleichszölle sind kein Widerspruch zu Verhandlungen", sagte BDI-Hauptgeschäftsführerin Tanja Gönner. Es sei "gängige und konstruktive Praxis", die Anwendung von handelspolitischen Instrumenten mit Verhandlungen zu begleiten. "Wichtig ist jetzt, das Zeitfenster bis zur Einführung permanenter Zölle im Herbst für intensive Gespräche mit Peking zu nutzen", betonte sie. Eine Verhandlungslösung, in der China verbindliche Zusagen für den Abbau staatlicher Subventionen mache, wäre der beste Weg.

Lindner: 17. Juli wäre geeignetes Datum für Budgetentwurf 2025

Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP) hat einen Beschluss des Bundeskabinetts zum Haushaltsentwurf für 2025 bei der Sitzung am 17. Juli in Aussicht gestellt und betont, noch sei in den Gesprächen "einiges an Arbeit" zu leisten. "Der Bundeskanzler sprach gestern im Bundestag von 'im Juli' und der 17.7. wäre zum Beispiel ein geeignetes Datum, das ja regelmäßig auch vom Regierungssprecher genannt wird", sagte Lindner beim "Economic Dialogue" in seinem Ministerium auf die Frage, ob es beim Zeitplan bis Ende des Monats als Haltelinie bleibe und die Haushaltseinigung "nicht unbedingt morgen" stattfinden müsse.

BASF bezieht Biomethan von Engie

BASF und Engie haben einen siebenjährigen Biomethan-Abnahmevertrag unterzeichnet. Engie beliefert BASF während der Vertragslaufzeit mit 2,7 bis 3,0 Terawattstunden Biomethan, wie der deutsche Chemie-Konzern mitteilte. BASF setzt an den Standorten Ludwigshafen/Deutschland und Antwerpen/Belgien zertifiziertes Biomethan als nachhaltige Alternative zu fossilen Rohstoffen in der Produktion ein. Der Ansatz unterstützt die nachhaltige Transformation des Unternehmens, indem es den CO2-Fußabdruck reduziert.

Die Biomethanmenge wird dem Verkaufsprodukt unter Verwendung einer von Dritten weltweit zertifizierten Methode zugeordnet, die als Biomassenbilanz-Ansatz bekannt ist. Mit dem Kaufvertrag und der Nutzung von Biomethan erweitert BASF ihr Produktportfolio weiter, indem sie ihren Kunden in Branchen wie Automobil, Verpackung und Waschmittel Produkte mit reduziertem Product Carbon Footprint (PCF) anbietet.
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Re: Börsen- und Industrie-Infos

Neuer Beitragvon Gerd Böhmer » 5. Juli 2024, 09:57

aus dem n-tv Newsticker vom heutigen Morgen
Der Chefvolkswirt von Hauck Aufhäuser Lampe, Alexxander Krüger, bewertet den unerwartet deutlichen Rückgang der deutschen Produktion im Mai als "Trauerspiel". "Es hakt an allen Ecken und Enden. Im abgelaufenen Quartal ist die Wirtschaftstätigkeit von der Produktion wohl nicht mal einen Hauch angeschoben worden", so Krüger. Da die Rahmenbedingungen nicht passten, werde die Wachstumsbremse vorerst eingeschaltet bleiben. Und aufgrund fehlender Aufträge und schlechter Stimmung würden Kapazitäten wohl weiter abnehmen. "Es bedarf dringend einer konzertierten Aktion von Politik und Wirtschaft", folgert der Ökonom.

Gejammere auf höchstem Niveau, diese "Experten" werden es nie begreifen (oder wollen es auch nicht begreifen) [raus]
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Re: Börsen- und Industrie-Infos

Neuer Beitragvon Bahndamm 68 » 8. Juli 2024, 21:34

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Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires

Scholz trifft beim Nato-Gipfel Macron und britischen Premier Starmer

Bundeskanzler Olaf Scholz wird den französischen Präsidenten Emmanuel Macron und den neuen britischen Premierminister Keir Starmer am Rande des Nato-Treffens in Washington treffen. Das sagte ein hochrangiger Regierungsbeamte auf einem Briefing zum anstehenden Nato-Gipfel in Washington. Scholz werde auf dem Treffen, bei dem das 75jährige Jubiläum des transatlantischen Verteidigungsbündnisses gefeiert werden soll, auf Deutschlands Anstrengungen zur Steigerung seiner Verteidigungsfähigkeit und Erfüllung der Nato-Quote verweisen. Außerdem soll auf dem Nato-Gipfel die Unterstützung Chinas für Russlands Angriffskrieg auf die Ukraine verurteilt werden. Eine Entscheidung über die Nato-Mitgliedschaft der Ukraine stehe nicht an, so der Beamte.

Scholz erleichtert über Wahlausgang in Frankreich

Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) hat sich erleichtert über den Ausgang der Parlamentswahl in Frankreich gezeigt. Bei der Stichwahl am Sonntag wurde überraschenderweise nicht der rechtsnationale Rassemblement National (RN) stärkste Kraft, sondern er landete auf Rang drei hinter dem Wahlsieger der links-grünen Neue Volksfront (NFP) und dem zweitplazierten Mitte-Lager von Präsident Emmanuel Macron. Der RN hatte im ersten Wahlkampf noch die meisten Stimmen verzeichnen können.

Euroraum-Dienstleistungsproduktion steigt im April kräftig

Die Wirtschaft des Euroraums hat zu Beginn des ersten Quartals einen kräftigen Wachstumsimpuls vom Dienstleistungssektor erhalten. Wie Eurostat mitteilte, stieg die preisbereinigte Produktion in diesem Sektor im April gegenüber dem Vormonat saisonbereinigt um 1,1 Prozent und lag um 4,8 Prozent über dem Vorjahresmonat. Im März war es zu einem monatlichen Rückgang von 0,4 Prozent gekommen. Die "gesamte Marktproduktion", eine aus vier kurzfristigen Indikatoren zusammengesetzte Größe, erhöhte sich um 0,3 Prozent auf Monatssicht, nachdem sie im März um 0,4 Prozent gesunken war.

BoE-Ratsmitglied Haskel will mehr Gewissheit über Inflation

Die Bank of England (BoE) sollte nach Ansicht von Ratsmitglied Jonathan Haskel den Leitzins bei 5,25 Prozent belassen, bis eine größere Gewissheit besteht, dass die Inflation auf dem Ziel der Zentralbank von 2 Prozent bleibt. Haskels Kommentare sind die ersten eines Entscheidungsträgers der BoE seit dem 22. Mai, als der damalige Premierminister Rishi Sunak überraschend Neuwahlen ausrief.

Ministerium: Bund wird Mittel für Deutschlandticket freigeben

Die Bundesregierung will die Mittel für die Fortsetzung des Deutschlandtickets am 17. Juli zusammen mit der geplanten Verabschiedung des Haushaltsentwurfs im Bundeskabinett freigegeben. Das sagte ein Sprecher des Bundesverkehrsministeriums. Damit werde die Bundesregierung die Zusage an die Bundesländer umsetzen. Es geht dabei um Mittel, die im vergangenen Jahr nicht ausgegeben wurden und nun zur Ausgabe in diesem Jahr freigegeben werden sollen. Dazu soll das Regionalisierungsgesetz geändert werden.

Airbus liefert im Juni 67 Flugzeuge aus

Airbus hat im Juni etwas weniger Maschinen ausgeliefert als im Vorjahr. Wie der Flugzeughersteller mitteilte, wurden 67 Maschinen an 40 Kunden übergeben.
Im Vorjahr waren es noch 72. Im ersten Halbjahr wurden insgesamt 323 Flugzeuge ausgeliefert.
Airbus sammelte in den ersten sechs Monaten netto 310 Bestellungen ein, davon entfielen 181 auf den A321neo.
Größter Auftraggeber für diesen Typ war mit 85 Exemplaren American Airlines.
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Re: Börsen- und Industrie-Infos

Neuer Beitragvon Bahndamm 68 » 9. Juli 2024, 19:57

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Powell gibt keinen Hinweis auf Zeitpunkt von Zinssenkung

Fed-Chairman Jerome Powell hat sich in seiner halbjährlichen Kongressanhörung die Optionen für den Zeitpunkt einer Zinssenkung offen gehalten. "Wir werden weiterhin von Sitzung zu Sitzung Entscheidungen treffen", sagte er laut dem Text einer für die Anhörung vorbereiteten Rede im Bankenausschuss des Senats. Zugleich deutete er an, dass die Fed nun, da die Inflation wieder rückläufig ist und der Arbeitsmarkt Anzeichen einer Abkühlung zeigt, verstärkt darauf achtet, wann die Zinsen gesenkt werden sollten. "Eine erhöhte Inflation ist nicht das einzige Risiko, dem sich die Fed gegenübersieht", sagte Powell. Die Wirtschaft habe "beträchtliche Fortschritte" in Richtung einer niedrigeren Inflation gemacht, und der Arbeitsmarkt sehe aus wie vor der Pandemie - "stark, aber nicht überhitzt".

Powell: Arbeitsmarkt sendet "ziemlich klares Signal" der Abkühlung

Die Beschäftigungsdaten der vergangenen Woche senden nach Aussage von Fed-Chairman Jerome Powell ein "ziemlich klares Signal" dafür, dass sich die Bedingungen auf dem Arbeitsmarkt im Vergleich zu vor zwei Jahren deutlich abgekühlt haben. Powells Aussage im Bankenausschuss des Senats ist sein erster öffentlicher Kommentar seit dem Juni-Arbeitsmarktbericht von vergangener Woche. Powells Einschätzung ist wichtig, weil Powell und seine Kollegen in den vergangenen zwei Jahren gesagt haben, dass der Arbeitsmarkt überhitzt sei und die Löhne in einem Tempo steigen würden, das es der Inflation nicht erlauben würde, zu ihrem 2-Prozent-Ziel zurückzukehren.

SEB: EZB bleibt bei Datenabhängigkeit

Die Analysten der SEB erwarten, dass der Rat der Europäischen Zentralbank (EZB) seine Zinsen am 18. Juli unverändert lassen und keine Guidance mit Blick auf die September-Sitzung geben wird. "Wir erwarten, dass Präsidentin Christine Lagarde erneut betonen wird, dass die EZB einen datenabhängigen Ansatz verfolgt, der von Sitzung zu Sitzung reicht und keine Festlegung im Voraus vorsieht", schreiben sie in ihrem Ausblick. Der Rat werde voraussichtlich zu dem Schluss kommen, dass die jüngsten Daten weitgehend mit den EZB-Projektionen übereinstimmten, aber auch wiederholen, dass noch mehr Bestätigung dafür nötig sei, dass sich die Inflation dauerhaft auf das Ziel von 2 Prozent zubewege.

IG-Metall fordert 7 Prozent mehr Lohn

Der Vorstand der IG Metall fordert für die 3,9 Millionen Beschäftigten der Metall- und Elektroindustrie 7 Prozent mehr Lohn. Wie die IG Metall mitteilte, sollen außerdem Auszubildende 170 Euro mehr bekommen. Vorangegangen waren der Entscheidung Diskussionen und Beschlüsse in den regionalen Tarifkommissionen. Die Tarifverhandlungen starten Mitte September, der aktuelle Tarifvertrag läuft am 30. September aus. Die Friedenspflicht endet am 28. Oktober.

VDMA: Lohnforderung der IG Metall ist "unangemessen"

Der Verband der deutschen Maschinen- und Anlagenbauer hat die von der IG Metall geforderte Lohnerhöhung in Höhe von 7 Prozent kritisiert. "Die Vorstellungen der IG Metall sind angesichts der angespannten wirtschaftlichen Lage unangemessen", sagte VDMA-Hauptgeschäftsführer Thilo Brodtmann. Auch die Forderung nach einer Ausweitung von Freistellungstagen gehe in die völlig falsche Richtung und würde den Fach- und Arbeitskräftemangel in den Unternehmen weiter verschärfen. "Die Wachstumsinitiative der Bundesregierung enthält viele gute Punkte. Deren potenzieller Erfolg darf nicht durch überhöhte Forderungen von Gewerkschaften konterkariert werden", so Brodtmann.

Porsche-Holding senkt Ergebnisprognose 2024 nach Prognose-Senkung von VW

Nach der Prognosesenkung von Volkswagen hat auch die Porsche Automobil Holding ihre Ergebnisprognose nach unten genommen. Für das Geschäftsjahr 2024 wird nun ein Konzernergebnis nach Steuern in einer Bandbreite von 3,5 bis 5,5 Milliarden Euro prognostiziert, teilte Porsche Holding mit. Bisher habe die Erwartung für dieses zwischen 3,8 und 5,8 Milliarden Euro gelegen.

Die Anpassung der Ergebnisprognose habe keine Auswirkung auf die Liquidität der Porsche Automobil Holding. Daher bestätigt der Konzern die bestehende Prognose der Nettoverschuldung zwischen 5,0 und 5,5 Milliarden Euro.

Aufgrund der Kapitalbeteiligung der Porsche Automobil Holding an Volkswagen in Höhe von rund 31,9 Prozent werde das Konzernergebnis nach Steuern maßgeblich von dem der Porsche Holding zuzurechnenden At-Equity-Ergebnis und damit von dem Ergebnis nach Steuern auf Ebene des Volkswagen Konzerns beeinflusst, hieß es in der Mitteilung weiter.
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Re: Börsen- und Industrie-Infos

Neuer Beitragvon Gerd Böhmer » 9. Juli 2024, 20:02

laut n-tv werden wohl die Ziele, die sich der Bundesverband der Deutschen Heizungsindustrie (BDH) gestellt hat mehr als sehr weit verfehlt https://www.n-tv.de/wirtschaft/Ampel-wird-Waermepumpen-Ziel-krachend-verfehlen-article25075462.html, das liegt aber wohl an der Industrie, die wieder einmal an den Realitäten vorbei geplant hat und nicht an der Politik oder den angeblich verunsicherten Verbrauchern.
Aber irgendwie hatten wir das Thema schon einmal ...
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