Börsen- und Industrie-Infos

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Re: Börsen- und Industrie-Infos

Neuer Beitragvon Bahndamm 68 » 30. April 2024, 20:52

ÜBERBLICK am Abend/Konjunktur, Zentralbanken, Politik

Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires

US-Arbeitskosten steigen im ersten Quartal um 1,2 Prozent

Die Arbeitskosten in den USA sind im ersten Quartal 2024 spürbar gestiegen. Wie das US-Arbeitsministerium mitteilte, erhöhten sich die Arbeitskosten um 1,2 Prozent gegenüber dem Vorquartal, während Volkswirte eine Zunahme um 1,0 Prozent vorhergesagt hatten. Im vierten Quartal hatte der Anstieg 0,9 Prozent betragen.

Stimmung der US-Verbraucher im April eingetrübt

Die Stimmung unter den US-Verbrauchern hat sich im April abgeschwächt. Wie das Forschungsinstitut Conference Board berichtete, fiel der Index des Verbrauchervertrauens auf 97,0. Von Dow Jones Newswires befragte Ökonomen hatten einen Stand von 103,5 erwartet. Der Vormonatsstand lag bei revidiert 103,1 (vorläufig: 104,7). Der Index für die Einschätzung der aktuellen Lage ermäßigte sich auf 142,9 (Vormonat: 146,8), jener für die Erwartungen fiel auf 66,4 (74,0).

Trump fordert Freilassung von WSJ-Reporter Evan Gershkovich

Der ehemalige US-Präsident Donald Trump fordert die Freilassung des Wall Street Journal-Reporters Evan Gershkovich aus einem russischen Gefängnis. "Der Reporter sollte freigelassen werden und er wird freigelassen werden", sagte Trump in einem am Dienstag veröffentlichten Interview mit dem Time Magazine.

Holzmann: Ein bis zwei EZB-Zinssenkungen nach Juni möglich

Die Europäische Zentralbank (EZB) könnte ihre Zinsen nach Aussage von EZB-Ratsmitglied Robert Holzmann in diesem Jahr zwei bis drei Mal senken, wenn sich die Inflation weiter in Richtung 2 Prozent bewegt. "Wenn die Entwicklung so weitergeht, dann kann man sich vorstellen, dass es in diesem Jahr noch eine oder zwei Senkungen gibt, aber wenn die Entwicklung nicht so ist, dann eben nicht", sagte Holzmann dem Platow Brief auf die Frage nach der Möglichkeit von Zinssenkungen über Juni hinaus.

KfW: EZB senkt spätestens im Juli die Zinsen

Die Europäische Zentralbank (EZB) wird ihre Zinsen nach Aussage von KfW-Chefvolkswirtin Fritzi Köhler-Geib spätestens im Juli senken. In einem Kommentar zu den Verbraucherpreisdaten und dem Bruttoinlandsprodukt (BIP) verweist sie darauf, dass die Inflation insgesamt zwar unverändert geblieben sei, die Dienstleistungsinflation aber nach einem fünfmonatigen Stillstand nachgelassen habe. "Zugleich spricht das Wachstumsumfeld in der Eurozone dafür, dass die Inflation auf Zielkurs bleibt", erläutert sie.

SPD legt in Umfrage zu

Laut aktuellem RTL/Ntv-Trendbarometer verbessert sich die SPD im Vergleich zur Vorwoche und liegt mit 17 Prozent erstmals seit Juni 2023 wieder vor der AfD mit unverändert 16 Prozent. Leicht verbessern kann sich auch die Linke, die aktuell mit 3 Prozent der Stimmen rechnen könnte, während CDU/CSU mit 30 Prozent und BSW mit 4 Prozent jeweils einen Prozentpunkt einbüßen, wie RTL mitteilte. Die Werte für die Grünen mit 12 Prozent und die FDP mit 5 Prozent verändern sich nicht. Wenn sie den Bundeskanzler direkt wählen könnten, würden sich bei der Konstellation Scholz - Merz - Habeck derzeit 17 Prozent für Scholz, 23 Prozent für Merz und 17 Prozent für Habeck entscheiden.

US-Regierung erwägt Marihuana-Einstufung als weniger gefährlich - Kreise

Die US-Regierung arbeitet Kreisen zufolge an einem Plan zur Neueinstufung von Marihuana als weniger gefährliche Droge. Dies wäre ein historischer Schritt, der den Kauf und Verkauf von Marihuana erheblich erleichtern und die milliardenschwere Industrie profitabler machen könnte.

Beamte des Justizministeriums wollen dem Weißen Haus einen Vorschlag zur Prüfung vorlegen, der Marihuana aus der restriktivsten Drogenklassifizierung der Regierung herausnehmen würde, wie mit der Sache vertraute Personen sagten. Marihuana wird seit 1970 neben LSD und Heroin als Droge der Kategorie I geführt.

Ein Vorschlag könnte dabei erst in einigen Wochen veröffentlicht werden und es konnte nicht sofort festgestellt werden, inwieweit die Regierung Biden versuchen würde, die Beschränkungen zu lockern. Eine Reklassifizierung müsste das Genehmigungsverfahren der Regierung durchlaufen, was Monate dauern könnte.

Bidens Verbündete hoffen, dass so ein Schritt das Ansehen des Präsidenten bei den jüngeren Wählern stärken könnte, die eine Liberalisierung der Marihuana-Politik besonders befürwortet haben.

Mehr als die Hälfte der US-Bundesstaaten hat in den vergangenen zehn Jahren Marihuana in irgendeiner Form legalisiert, und viele Demokraten und einige Republikaner haben eine tolerantere Haltung beim Marihuana-Konsum eingenommen. Aber die Regierung stuft es immer noch in eine Kategorie ein, die für Drogen gelten, die ein hohes Missbrauchspotenzial haben und für die es keinen akzeptierten medizinischen Nutzen gibt.

Selbst wenn Marihuana nicht mehr als Droge der Kategorie I eingestuft würde, bliebe es ohne weitere Änderungen durch den Kongress nach Bundesrecht illegal. Das Justizministerium könnte Marihuana-Straftäter immer noch strafrechtlich verfolgen, obwohl es sich in den Staaten, in denen Marihuana legalisiert wurde, weitgehend von der Industrie ferngehalten hat.
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Re: Börsen- und Industrie-Infos

Neuer Beitragvon Bahndamm 68 » 2. Mai 2024, 21:29

ÜBERBLICK am Abend/Konjunktur, Zentralbanken, Politik

Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires

Erstanträge auf US-Arbeitslosenhilfe konstant

Die Zahl der Erstanträge auf Leistungen aus der US-Arbeitslosenversicherung ist in der Woche zum 27. April stabil geblieben. Im Vergleich zur Vorwoche blieb die Zahl der Anträge auf saisonbereinigter Basis konstant bei 208.000, wie das US-Arbeitsministerium in Washington mitteilte. Von Dow Jones Newswires befragte Volkswirte hatten einen Anstieg auf 212.000 vorhergesagt.

Auftragseingang der US-Industrie im März gestiegen

Der Auftragseingang der US-Industrie hat sich im März um 1,6 Prozent gegenüber dem Vormonat erhöht. Volkswirte hatten dagegen mit einem Anstieg von 1,7 Prozent gerechnet. Für den Vormonat ergab sich ein Plus von 1,2 Prozent, wie das US-Handelsministerium weiter mitteilte. Vorläufig war eine Zunahme von 1,4 Prozent berichtet worden.

US-Produktivität wächst im ersten Quartal um 0,3 Prozent

Die Produktivität außerhalb der Landwirtschaft in den USA ist im ersten Quartal 2024 nach vorläufiger Rechnung um annualisiert 0,3 Prozent gegenüber dem Vorquartal gewachsen. Von Dow Jones Newswires befragte Volkswirte hatten mit einem Produktivitätszuwachs von 0,5 Prozent gerechnet.

Defizit in der US-Handelsbilanz im März kaum verändert

Das Defizit in der Handelsbilanz der USA hat sich im März kaum verändert. Es betrug nach vorläufigen Berechnungen 69,37 Milliarden Dollar nach revidiert 69,46 (vorläufig: 68,90) Milliarden im Vormonat. Volkswirte hatten mit einem Passivsaldo von 69,50 Milliarden Dollar gerechnet.

Lindner weist Unions-Kritik an Budgetverfahren zurück

Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP) hat Kritik aus der Unionsfraktion am Aufstellungsverfahren für den Bundeshaushalt 2025 zurückgewiesen. Die CDU/CSU-Bundestagsfraktion kritisiere, "dass es kein Eckwerte-Verfahren zum Haushalt gibt", erklärte Lindner über den Kurznachrichtendienst X. "Sie ist noch nicht in der neuen Realität angekommen. Denn das Verfahren wurde genutzt, um Mehreinnahmen gegenüber dem Finanzplan zu verteilen", betonte der Finanzminister. "Es gibt aber keine Mehreinnahmen", hob Lindner hervor. Zuvor hatte der Chefhaushälter der Unionsfraktion, Christian Haase (CDU), den Verzicht auf das Verfahren in der Rheinischen Post als "strategisch schweren Fehler" kritisiert.

Macron kommt Ende Mai zu dreitägigem Staatsbesuch

Auf Einladung von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier kommt der französische Staatspräsident Emmanuel Macron vom 26. bis 28. Mai zu einem Staatsbesuch nach Deutschland. Das gab das Bundespräsidialamt bekannt. Gemeinsam wollten Macron und Steinmeier mehrere Regionen Deutschlands besuchen und damit die einzigartigen Beziehungen zwischen den beiden Ländern hervorheben. "Es ist der erste Staatsbesuch - die im diplomatischen Protokoll höchste Besuchsform - eines französischen Präsidenten in Deutschland seit 24 Jahren", hieß es in der Mitteilung.
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Re: Börsen- und Industrie-Infos

Neuer Beitragvon Bahndamm 68 » 3. Mai 2024, 20:08

ÜBERBLICK am Abend/Konjunktur, Zentralbanken, Politi

Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires

US-Stellenwachstum schwächt sich im April ab

Das US-Jobwachstum hat im April nachgelassen und blieb auch unter den Erwartungen von Ökonomen. Wie das US-Arbeitsministerium berichtete, entstanden in der Privatwirtschaft und beim Staat 175.000 zusätzliche Stellen. Von Dow Jones Newswires befragte Volkswirte hatten einen Zuwachs um 240.000 erwartet. Die Angaben für die beiden Vormonate wurden kumuliert um 22.000 Jobs nach unten revidiert: Das Ministerium meldete für März nun ein Stellenplus von 315.000 (vorläufig: 303.000) und für Februar von 236.000 (vorläufig: 270.000).

S&P Global: US-Dienstleister mit langsamer wachsendem Geschäft im April

Die Geschäftsaktivität in der US-Dienstleistungsbranche ist laut einer Umfrage von S&P Global im April langsamer als im Vormonat gewachsen. Der von S&P Global für den Sektor ermittelte Einkaufsmanagerindex schwächte sich ab auf 51,3 von 51,7 Punkten. Volkswirte hatten einen Stand von 52,0 vorhergesagt. Vorläufig war für April ein Wert von 50,9 ermittelt worden.

Arbeitgeber lehnen Schlichterspruch im Bau-Tarifkonflikt ab

Die Arbeitgeberseite hat in den Lohn- und Gehaltstarifverhandlungen im Bauhauptgewerbe den Schlichtungsspruch abgelehnt. Das erklärte der Zentralverband des Deutschen Baugewerbes gemeinsam mit dem Hauptverband der Deutschen Bauindustrie. Der Schlichtungsspruch vom 19. April habe die satzungsgemäß erforderliche Mehrheit nicht erreicht. Als Gründe nannte die Arbeitgeberseite rechtliche Bedenkung und ein zu hoher Abschluss angesichts der aktuellen Baukrise.

Finanzministerium: Ressorts müssen titelscharfe Budgetanmeldungen machen

Das Bundesfinanzministerium hat in der Debatte um den Bundeshaushalt für 2025 betont, dass die Ressorts bis Donnerstag "ihre titelscharfen Anmeldungen" vorlegen mussten, weshalb auch keine Ergebnisse innerhalb kurzer Zeit zu erwarten seien. Als Obergrenze gelte der Finanzplan unter Berücksichtigung der politischen Einigungen vom Jahreswechsel. "Zusätzlich waren die Ressorts aufgerufen, Einsparmöglichkeiten im Rahmen ihrer Zuständigkeiten zu identifizieren", sagte Ministeriumssprecherin Nadine Kalwey bei einer Pressekonferenz. Nach den ihr vorliegenden Informationen hätten sich alle Ressorts zurückgemeldet.

Zahl der aktiven US-Ölbohranlagen erneut gesunken

Die Zahl der aktiven Ölbohranlagen in den USA ist in dieser Woche um 7 auf 499 gesunken.
Sie liegt damit um 89 niedriger als vor einem Jahr, wie der Ölbranchendienstleister Baker Hughes mitteilte.
Es war der zweite wöchentliche Rückgang in Folge. Die Zahl der Erdgasbohranlagen ging bereits die fünfte Woche in Folge zurück und zwar um 3 auf 102.
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Re: Börsen- und Industrie-Infos

Neuer Beitragvon Bahndamm 68 » 7. Mai 2024, 20:39

ÜBERBLICK am Abend/Konjunktur, Zentralbanken, Politik

Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires

Scholz: Rentenpaket kommt und wird vom Kabinett im Mai verschiedet

Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) hat bestätigt, dass die Bundesregierung das Rentenpaket beschließen wird. Nach Berichten über einen Krisengipfel im Kanzleramt zum Rentenpaket mit Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP) und Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) betonte Scholz, dass die Regierung "sehr gut" zusammenarbeite und noch viele Treffen im Vorfeld für den für Anfang Juli gesetzten Beschluss zum Bundeshaushalt 2025 und die geplante Dynamisierung der deutschen Volkswirtschaft stattfinden würden.

BDEW: EU muss Kurs halten beim Klimaschutz

Der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) hat der Politik vor der Europawahl Handlungsempfehlungen für die kommende europäische Legislaturperiode ins Stammbuch geschrieben. Die EU müsse "Kurs halten beim Klimaschutz". Zentrale Forderungen der Energiewirtschaft seien unter anderem eine Stärkung des Energiebinnenmarktes sowie des Aus- und Umbaus von Energieinfrastrukturen, eine konsequente Fortführung der Energiewende und der zielgerichtete Abbau von Bürokratie. "In den kommenden Jahren stehen wir vor einer Vielzahl von Herausforderungen, die nur gemeinsam in einer starken Europäischen Union gelöst werden können. Das gilt insbesondere für die Energie- und Klimapolitik", sagte die Vorsitzende der BDEW-Hauptgeschäftsführung, Kerstin Andreae.

Wüst: Auch schwarz-gelbe Koalition nach Bundestagswahl möglich

Der Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, Hendrik Wüst (CDU), hat die Möglichkeit einer schwarz-gelben Koalition nach der Bundestagswahl 2025 betont. Wüst sagte dem Nachrichtensender Phoenix, dass es in den Jahren 2010 und 2017 "in Nordrhein-Westfalen zweimal gelungen ist Schwarz-Gelb hinzukriegen". Insofern solle "man heute auch nicht ausschließen", dass das "bei der Bundestagswahl wieder möglich sein könnte", sagte Wüst. Man müsse sehen, "mit wem kann man Antworten geben auf die Herausforderungen der Zeit", so der Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen. Nach dem "Stillstand" der letzten großen Koalition gelte es auch heute "noch viel aufzuarbeiten".

Söder signalisiert bei Kanzler-Frage Schulterschluss mit der CDU

CSU-Chef Markus Söder hat CDU-Chef Friedrich Merz zugesagt, dass er einem Wahlsieg der Union bei der nächsten Bundestagswahl nicht im Wege stehen werde und man sich auf einen gemeinsamen Kanzlerkandidaten einigen würde. Er gratulierte Merz zudem für sein "starkes" Ergebnis von knapp 90 Prozent bei der Wiederwahl zum CDU-Vorsitzenden. In keiner der regierenden Ampel-Parteien hätte der Parteivorsitzende so viel Rückhalt wie Merz, so der bayerische Ministerpräsident.

Nagel: EZB müsste auf Inflation durch Angebotsschocks reagieren

Die Europäische Zentralbank (EZB) müsste nach Aussage von EZB-Ratsmitglied Joachim Nagel ihre Geldpolitik straffen, wenn die Inflation durch Angebotseffekte auf über 2 Prozent zu steigen drohen sollte. Nagel sagte bei der Frühjahrskonferenz der Bundesbank, geopolitische Spannungen, die demografische Alterung und der Klimawandel beziehungsweise die zu seiner Bremsung ergriffenen Maßnahmen könnten die Inflation treiben, und dann müsste die EZB entsprechend ihrem Mandat reagieren.

Nagel gegen Ausweitung gemeinsamer EU-Schuldenaufnahme

Bundesbankpräsident Joachim Nagel hat sich skeptisch zu einer Ausweitung der gemeinsamen Schuldenaufnahme in der EU geäußert. Nagel sagte nach der Vorstellung des so genannten Letta-Berichts durch den Autor Enrico Letta unter Verweis auf das Programm NextGenerationEU: "Dieses Programm war sicherlich ein Ausdruck der Solidarität während der Pandemie, doch seine Ergebnisse waren bisher eher gemischt. Der Europäische Rechnungshof hat zum Beispiel ernsthafte Zweifel an der Effizienz und den wachstumsfördernden Auswirkungen der Zuschüsse und Darlehen geäußert."

Gericht: Mehrkosten bei Stuttgart 21 muss Deutsche Bahn tragen

Die Deutsche Bahn muss einem Gerichtsurteil zufolge die eklatanten Mehrkosten beim Bau des Bahnhofs Stuttgart 21 selbst tragen. Das Land Baden-Württemberg oder die Stadt Stuttgart müssten nicht an den Mehrkosten in Milliardenhöhe beteiligt werden, urteilte das Stuttgarter Verwaltungsgericht. Die Klagen der Bahn wurden damit abgewiesen. Die Deutsche Bahn kündigte daraufhin an, Rechtsmittel gegen das Urteil zu prüfen.

Scholz fordert von China größeren Beitrag zur Entschuldung ärmerer Länder

Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) hat China dazu aufgefordert, sich bei der Entschuldung von ärmeren Entwicklungsländer mehr einzubringen. Scholz sagte auf dem Global Solutions Summit in Berlin, dass doppelt so viele Länder als vor zehn Jahren in einer Verschuldungskrise steckten oder zumindest kurz davor stünden. Die Gruppe der 20 führenden Industrienationen (G20) hätte zwar einen Mechanismus geschaffen, um Schulden zu restrukturieren und tragfähige Lösungen für die Partner zu erzielen. Aber trotz Schuldenkrise komme man mit diesem als Common Framework bekannten Mechanismus nur langsam voran, auch wenn das Interesse groß sei.

TikTok klagt gegen mögliches Verbot in den USA

TikTok wehrt sich juristisch gegen das drohende Verbot in den USA. Die beliebte Social-Media-App hat vor einem Bundesgericht eine Klage eingereicht, in der die Verfassungsmäßigkeit des Gesetzes angezweifelt wird, das ein Verbot oder einen Verkauf von TikTok fordert.

TikTok will vor dem Berufungsgericht in Washington D.C. erreichen, dass die Inkraftsetzung des Gesetzes, das Präsident Joe Biden vergangene Woche unterzeichnet hat, verhindert wird. TikTok soll in den USA verboten werden, wenn der Mutterkonzern ByteDance aus China sich nicht bis Mitte Januar von der App in den USA trennt.

ByteDance könne sein US-Geschäft innerhalb der Frist nicht verkaufen und wolle dies auch nicht, teilte das Unternehmen mit. Der Klageweg ist die beste Hoffnung des Konzerns, um im US-Markt verbleiben zu können. Das Unternehmen beschuldigt die Regierung, den ersten Zusatzartikel zur US-Verfassung, der Meinungsfreiheit garantiert, unter dem Deckmantel der nationalen Sicherheit zu missachten.
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Re: Börsen- und Industrie-Infos

Neuer Beitragvon Bahndamm 68 » 8. Mai 2024, 19:34

ÜBERBLICK am Abend/Konjunktur, Zentralbanken, Politik

Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires

Habeck: Müssen Verteidigungsfähigkeit der Ukraine, EU und Nato stärken

Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) hat die Notwendigkeit zur militärischen Unterstützung der Ukraine und der stärkeren Verteidigungsfähigkeit der EU und der Nato betont, um Russlands Präsident Wladimir Putin in seinem Angriffskrieg zu stoppen. Habeck machte sich zudem für einen EU-Beitritt der Ukraine stark. Der Minister rief außerdem Europa zu einer gemeinsamen Rüstungsindustrie auf, um die Kräfte besser bündeln zu können. Solch eine gemeinsame Rüstungsindustrie sei aber leider in der EU noch nicht als gemeinsame Aufgabe definiert worden, so der Minister.

Lindner: Deutschland darf Chancen von KI nicht verpassen

Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP) hat die Chancen von Künstlicher Intelligenz (KI) für die weitere Wirtschaftsentwicklung betont und gewarnt, Deutschland dürfe den Fortschritt hier nicht verpassen. "Künstliche Intelligenz darf nicht schon wieder ein technologischer Quantensprung sein, der an Deutschland vorüberzieht", sagte Lindner beim "OMR Festival 2024" in Hamburg. Seine Sorge seien nicht die negativen Folgen von KI für die Gesellschaft. "Meine Hauptsorge ist, dass Deutschland ... wieder eine Innovation verschläft, und dazu dürfen wir es nicht kommen lassen - nicht schon wieder", betonte der FDP-Chef.

Bundesregierung will mit EU-Kommission nach Condor-Urteil Vorgehen beraten

Die Bundesregierung will das Urteil des Gerichts der Europäischen Union (EuG) zu den millionenschweren staatlichen Hilfen für die Luftfahrtgesellschaft Condor prüfen und dann das gemeinsame Vorgehen mit der Europäischen Kommission beraten. Das erklärte eine Sprecherin des Bundeswirtschaftsministeriums.

Bau-Arbeitgeberverbände empfehlen freiwillige Entgeltanhebungen

In der Tarifauseinandersetzung im Baugewerbe empfehlen die beiden Arbeitgeber-Spitzenverbände, der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie (HDB) und der Zentralverband des Deutschen Baugewerbes (ZDB), den Unternehmen freiwillige Entgeltanhebungen. Das gaben beide Verbände in einer gemeinsamen Pressemitteilung bekannt. Sie schlagen demnach vor, dass die Tariflöhne und Gehälter ab 1. Mai im Westen um 5 Prozent und im Osten um 6 Prozent angehoben werden sollen. Für die unterste Lohngruppe 1 sei eine Mindestanhebung auf bundeseinheitlich 14 Euro vorgesehen.

EZB/Holzmann: Zinsen nicht zu schnell zu stark senken

Die Europäische Zentralbank (EZB) sollte sich nach Ansicht ihres Ratsmitglieds Robert Holzmann mit den Zinssenkungen Zeit lassen. Er sehe "überhaupt keinen Anlass, dass wir die Leitzinsen zu schnell zu stark senken", sagte Holzmann dem Handelsblatt. Er reagiert damit auf Forderungen einiger Euro-Notenbanker, die sich schon jetzt für eine mögliche zweite Zinssenkung im Juli stark machen. Vom Beginn der Zinswende im Juni könnte den EZB-Rats allenfalls noch ein Ölpreisschock abhalten, so Holzmann.

US-Rohöllagerbestände stärker als erwartet gesunken

Die Rohöllagerbestände in den USA haben sich in der Woche zum 3. Mai verringert. Sie fielen nach Angaben der staatlichen Energy Information Administration (EIA) um 1,362 Millionen Barrel gegenüber der Vorwoche. Von Dow Jones Newswires befragte Analysten hatten einen Rückgang um 0,5 Millionen Barrel vorhergesagt. In der Vorwoche hatten sich die Lagerbestände um 7,265 Millionen Barrel erhöht.

US-Rohöllagerbestände stärker als erwartet gesunken

Die Rohöllagerbestände in den USA haben sich in der Woche zum 3. Mai verringert. Sie fielen nach Angaben der staatlichen Energy Information Administration (EIA) um 1,362 Millionen Barrel gegenüber der Vorwoche. Von Dow Jones Newswires befragte Analysten hatten einen Rückgang um 0,5 Millionen Barrel vorhergesagt. In der Vorwoche hatten sich die Lagerbestände um 7,265 Millionen Barrel erhöht.

Die Benzinbestände nahmen nach EIA-Angaben um 0,915 Millionen Barrel zu. Analysten hatten ein Minus von 0,9 Millionen Barrel erwartet, nachdem die Vorräte in der vorangegangenen Woche um 0,344 Millionen gestiegen waren.

Die Ölproduktion in den USA war in der Woche mit 13,1 Millionen Barrel pro Tag auf dem Niveau der Vorwoche. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum ergab sich ein Zuwachs von 0,8 Millionen Barrel.
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Re: Börsen- und Industrie-Infos

Neuer Beitragvon Bahndamm 68 » 9. Mai 2024, 20:39

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Erstanträge auf US-Arbeitslosenhilfe gestiegen

Die Zahl der Erstanträge auf Leistungen aus der US-Arbeitslosenversicherung hat in der Woche zum 4. Mai zugelegt. Im Vergleich zur Vorwoche stieg die Zahl der Anträge auf saisonbereinigter Basis um 22.000 auf 231.000, wie das US-Arbeitsministerium in Washington mitteilte. Von Dow Jones Newswires befragte Volkswirte hatten einen Anstieg auf 214.000 vorhergesagt.

Strack-Zimmermann: Putin will mit Atomdrohung einschüchtern

Die FDP-Spitzenkandidatin für die Europawahl, Marie-Agnes Strack-Zimmermann, hat die erneute Atomdrohung des russischen Präsidenten Wladimir Putin als Einschüchterungsversuch kritisiert. "Dass Putin 30 Tage vor der Europawahl einmal mehr mit dem Einsatz der Atombombe droht, ist ein weiterer sehr durchsichtiger Versuch, Einfluss auf das Wahlverhalten der Bürgerinnen und Bürger zu nehmen", sagte Strack-Zimmermann den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Putin wolle Angst verbreiten, um die "pro-russischen Parteien wie die AfD und BSW" zu stärken und die demokratischen Parteien zu schwächen. "Wir sollen uns davon nicht irritieren lassen", sagte die FDP-Verteidigungspolitikerin.

T-Mobile vor Teilübernahme von U.S. Cellular

Die Mobilfunkunternehmen T-Mobile US und Verizon Communications wollen sich offenbar beide jeweils mit der Übernahme von Teilen des letzten großen regionalen US-Mobilfunkanbieters verstärken. Sie führen derzeit jeder für sich Gespräche wegen einer Übernahme von bestimmten Bereichen von U.S. Cellular zur Sicherung wertvoller Frequenzen, wie mit den Vorgängen vertraute Personen sagten.

Die US-Tochter der Deutschen Telekom stehe vor der Übernahme eines Teils der Geschäfte und Lizenzen von U.S. Cellular für über 2 Milliarden US-Dollar, so die Informanten. Ein Deal könnte noch im Mai erreicht werden. Bei Verizon könne es noch länger dauern.

Der separate Verkauf von Teilen des Unternehmens soll die Kartellbehörden beruhigen, die einen Deal prüfen würden.
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Re: Börsen- und Industrie-Infos

Neuer Beitragvon Bahndamm 68 » 10. Mai 2024, 20:23

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EZB-Protokoll: Rat sieht erhöhte Unsicherheit über Zinspfad nach Juni

Der Rat der Europäischen Zentralbank (EZB) stimmte bei seiner Sitzung am 11. April darin überein, dass es eine erhöhte Unsicherheit über den Zinspfad nach Juni gibt. Für Juni erwarten die allermeisten Experten eine erste Zinssenkung der EZB um 25 Basispunkte. "Während die jüngsten Mitteilungen der EZB die Erwartungen hinsichtlich des Zeitpunkts der ersten Senkung der Leitzinsen gestärkt hatten, blieb die Unsicherheit über den weiteren Verlauf der Politik groß", hieß es im Protokoll der Sitzung. Eine Ursache für die nach wie vor große Unsicherheit über den geldpolitischen Kurs der EZB habe darin gelegen, dass die Anleger die Risiken für die Inflationsaussichten im Euroraum trotz des laufenden Desinflationsprozesses auf der Grundlage von Optionspreisen weiterhin als eher aufwärtsgerichtet einschätzten.

CFTC macht Verbotsvorschlag von Derivatewetten auf Wahlen und Sportwettkämpfe

Die Regulierungsbehörde U.S. Commodity Futures Trading Commission (CFTC) will Derivatewetten auf politische Wahlen und Sportwettkämpfe verbieten und hat einen entsprechenden Plan präsentiert. Die CFTC stimmte am Freitag für den Vorschlag einer neuen Verordnung zur Regulierung von sogenannten "Event Contracts", einem kleinen, aber schnell wachsenden Teil der Märkte, in denen Anleger auf den Ausgang von Ereignissen wetten können. Die Beauftragten der CFTC stimmten mit 3:2 Stimmen für die Freigabe der vorgeschlagenen Verordnung zur öffentlichen Prüfung, wobei die drei demokratischen Mitglieder der Behörde dafür stimmten und die beiden Republikaner dagegen waren. Der Vorschlag wird erst dann in Kraft treten, wenn die Mitglieder eine endgültige Fassung genehmigen, was wahrscheinlich noch viele Monate dauern könnte.

US-Regierung will Zölle auf chinesische E-Autos vervierfachen - Kreise

Die US-Regierung soll sich Kreisen zufolge darauf vorbereiten, in den kommenden Tagen die Zölle auf Energieerzeugnisse aus China zu erhöhen, Dabei könnte die Abgabe auf chinesische Elektroautos etwa vervierfacht werden, sagten mit der Angelegenheit vertraute Personen. Die höheren Zölle, die Beamte der Biden-Regierung am Dienstag ankündigen wollen, werden auch kritische Mineralien, Solarprodukte und Batterien aus China betreffen, so die Personen weiter. Die Entscheidung steht am Ende einer jahrelangen Überprüfung der Zölle, die der ehemalige Präsident Donald Trump auf Waren aus China im Wert von rund 300 Milliarden Dollar verhängt hatte.

Stimmung der US-Verbraucher im Mai eingetrübt

Die Stimmung der US-Verbraucher hat sich im Mai abgeschwächt. Der an der Universität Michigan berechnete Index für die Verbraucherstimmung in den USA fiel bei der Umfrage zur Monatsmitte auf 67,4. Von Dow Jones Newswires befragte Ökonomen hatten einen Stand von 76,0 erwartet. Bei der Umfrage Ende April lag er bei 77,2. Der Index für die Erwartungen belief sich auf 66,5 (Vormonat: 76,0), der Index für die Einschätzung der aktuellen Lage wurde mit 68,8 (79,0) angegeben. Die Inflationserwartungen der Konsumenten auf Sicht von zwölf Monaten erhöhten sich im Vergleich zum Vormonat auf 3,5 von 3,2 Prozent. Auf Sicht von fünf Jahren legten sie zu auf 3,1 von 3,0 Prozent. Die US-Verbraucher spielen eine Schlüsselrolle für die US-Wirtschaft, weil rund 70 Prozent des Bruttoinlandsprodukts vom Privatkonsum abhängen.

McDonald's will 5-Dollar-Menu einführen - Agentur

McDonald's soll sich einem Agenturbericht zufolge darauf vorbereiten, in den Vereinigten Staaten ein 5-Dollar-Menü anzubieten. Wie Bloomberg unter Berufung auf eine mit der Angelegenheit vertraute Person berichtet, könnte das Angebot ein McChicken oder einen McDouble plus Pommes frites und ein Getränk umfassen. Einige Manager hätten Bedenken geäußert, dass die Aktion zu Verlusten führen könnte und McDonald's habe einen finanziellen Beitrag von Coca-Cola angefordert, um die Auswirkungen auf die Profitabilität des Franchise-Unternehmens zu verringern. McDonald's lehnte es ab, sich weiter in der Sache zu äußern und verwies auf die Aussage von CEO Chris Kempczinski, dass sich die Fast-Food-Kette auf Erschwinglichkeit konzentrieren müsse. Coca-Cola wollte sich in der Sache nicht äußern.
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Re: Börsen- und Industrie-Infos

Neuer Beitragvon Bahndamm 68 » 14. Mai 2024, 20:37

ÜBERBLICK am Abend/Konjunktur, Zentralbanken, Politik

Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires

US-Erzeugerpreise steigen im April stärker als erwartet

Die US-Erzeugerpreise sind im April stärker gestiegen als erwartet. Wie das Arbeitsministerium mitteilte, erhöhten sich die Preise auf der Produzentenebene um 0,5 Prozent gegenüber dem Vormonat und lagen um 2,2 (Vormonat: 2,1) Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats. Die von Dow Jones Newswires befragten Volkswirte hatten lediglich einen monatlichen Preisanstieg von 0,3 Prozent prognostiziert.

Powell bestätigt abwartende Haltung der US-Notenbank

Fed-Chairman Jerome Powell hat Pläne der US-Notenbank bekräftigt, die Zinsen auf dem höchsten Stand seit mehr als zwei Jahrzehnten zu halten. "Wir müssen einfach abwarten, wie die Inflationsdaten ausfallen", sagte er in einer Diskussion in Amsterdam.

EZB/Schnabel: Schwache Produktivität ist ein Inflationsrisiko

Die schwache Produktivität der Euroraum-Wirtschaft ist aus Sicht der Europäischen Zentralbank (EZB) nach Aussage von EZB-Direktorin Isabel Schnabel ein Problem. Wie Schnabel laut veröffentlichtem Text in einer wirtschaftswissenschaftlichen Konferenz im Bundeskanzleramt sagte, verstärkt das die Effekte, die sich aus dem aktuellen raschen Wachstum der Nominallöhne für die Lohnstückkosten der Unternehmen ergeben. "Dadurch steigt das Risiko, dass Unternehmen höhere Lohnkosten an die Verbraucher weitergeben, was eine Rückkehr der Inflation zu unserem 2-Prozent-Ziel verzögern könnte", warnte Schnabel.

EZB/Knot: Kein Bekenntnis zu Zinssenkung über Juni hinaus

Der Rat der Europäischen Zentralbank (EZB) sollte nach Aussage von EZB-Ratsmitglied Klaas Knot in Juni keine Bereitschaft zu weiteren Zinssenkungen signalisieren. "Es wird entscheidend sein, was am Arbeitsmarkt passiert - wir müssen die hereinkommenden Daten verfolgen, und deshalb gibt es kein Bekenntnis über Juni hinaus", sagte Knot in einer Diskussion in Amsterdam.

Wunsch: EZB sollte sich nicht gleich auf Juli-Senkung festlegen

Der Rat der Europäischen Zentralbank (EZB) sollte nach Aussage von EZB-Ratsmitglied Pierre Wunsch im Juni keine voreiligen Aussagen zum weiteren Zinskurs machen. "Wir sollten davon absehen, uns auf eine zweite Zinssenkung bereits im Juli festzulegen", sagte der Gouverneur der Belgischen Nationalbank dem Handelsblatt. Seiner Meinung würden die Märkte dann davon ausgehen, dass die EZB eine Serie von Zinssenkungen einleite.

Scholz: Beschlossener EU-Asylpakt ist historische Einigung

Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) sieht in der finalen Zustimmung der Europäischen Union zum EU-Asylpakt eine "historische Einigung". Das Paket sieht im westlichen eine Verschärfung der Asylverfahren vor. "Wir haben nun in der EU eine deutlich bessere Grundlage: Für eine humane Begrenzung von irregulärer Migration. Für verlässliche Registrierungen an den Grenzen. Für einen solidarischen Ansatz, der auch Länder wie Deutschland und Schweden entlasten wird. Nun geht es an die Umsetzung des Vereinbarten", erklärte Scholz.

Wirtschaftsweise erwarten nur leichten Aufschwung - Zeitung

Der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung rechnet einem Zeitungsbericht zufolge mit einem nur leichten Wachstum in Deutschland in laufenden Jahr. Wie das Handelsblatt unter Berufung auf Regierungskreise berichtet, schätzen die sogenannten "Wirtschaftsweisen" in ihrer neuen Konjunkturprognose nur noch damit, dass das Bruttoinlandsprodukt (BIP) 2024 um 0,2 Prozent wachsen wird. In ihrer vorigen Prognose vor gut einem halben Jahr waren sie noch von 0,7 Prozent ausgegangen.

Ministerium: Deutschland holt bei Digitalisierung auf

Deutschland ist in den vergangenen zwei Jahren nach Angaben von Bundesdigitalminister Volker Wissing (FDP) "spürbar digitaler" geworden. "Wir haben eine der höchsten 5G-Abdeckungen in Europa und können bald die letzten Funklöcher schließen", betonte Wissing anlässlich der Vorstellung eines Zwischenberichts zur Digitalstrategie der Regierung. "Millionen Bürger nutzen heute wie selbstverständlich das E-Rezept und profitieren von einem digitalen Deutschlandticket, das Tarifgrenzen sprengt", hob er hervor. Auch bei Zukunftsfeldern wie Künstlicher Intelligenz (KI) sei Deutschland international vorne dabei.

GTAI: Auslandsinvestitionen erreichen 2023 in Deutschland Rekordniveau

Ausländische Unternehmen haben im vergangenen Jahr für Deutschland neue Investitionen in Rekordhöhe angekündigt. Nach Angaben der staatlichen Förderagentur Germany Trade & Invest (GTAI) stiegen die ausländischen Investitionsankündigungen für Neuansiedlungen und Erweiterungen in Deutschland um 37,5 Prozent auf 34,8 Milliarden Euro. Damit sind die Auslandsinvestitionen in Deutschland deutlich stärker gestiegen als das Plus von 2,6 Prozent im weltweiten Vergleich. Die Agentur verwies auf Zahlen der Datenplattform FDI Markets, nach denen in Europa die Auslandsinvestitionen sogar um 7,4 Prozent und in Westeuropa 8,8 Prozent gefallen sind.

Spaniens Kartellamt verhängt Geldbuße gegen Rheinmetall

Die spanische Kartellbehörde hat gegen Rheinmetall ein Bußgeld von 13 Millionen Euro verhängt, weil der deutsche Rüstungskonzern bei der Übernahme des spanischen Munitionsherstellers Expal Systems irreführende Angaben gemacht haben soll. Die Comision Nacional de los Mercados y la Competencia (CNMC) teilte mit, Rheinmetall habe bei der Anmeldung der Übernahme von Expal Informationen verschwiegen und irreführende Angaben gemacht, wodurch die Arbeit der Kommission behindert worden sei. Rheinmetall war nicht umgehend für eine Stellungnahme zu erreichen.

Rheinmetall hatte den Kauf von Expal Systems für 1,2 Milliarden Euro im November 2022 vereinbart, um die steigende Nachfrage nach Munition nach dem Einmarsch Russlands in der Ukraine zu decken. Die CNMC genehmigte die Übernahme im Februar 2023, und Rheinmetall schloss die Transaktion im vergangenen Sommer ab.

Eine nicht namentlich genannte Partei legte jedoch beim Obersten Gerichtshof Spaniens Einspruch gegen die Genehmigung der CNMC ein, woraufhin die Aufsichtsbehörde eine Voruntersuchung einleitete. Es sollte geprüft werden, ob die Übernahme eine Reihe von Märkten beeinträchtigen würde. Anfang dieses Jahres leitete die Behörde ein Vertragsverletzungsverfahren gegen Rheinmetall ein. Nach Angaben der CNMC kann der Konzern innerhalb von zwei Monaten beim Obersten Gerichtshof Spaniens Berufung gegen das Urteil einlegen.
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Re: Börsen- und Industrie-Infos

Neuer Beitragvon Gerd Böhmer » 15. Mai 2024, 10:40

Das ist wohl eine Folge der Pannenserie und dürfte sich auswirken - https://www.n-tv.de/wirtschaft/USA-pruefen-Strafverfahren-gegen-Boeing-article24941765.html - aber so ist das eben ...
MfG Gerd Böhmer,
Reichsbahninspektor aD
http://www.gerdboehmer-berlinereisenbahnarchiv.de
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Re: Börsen- und Industrie-Infos

Neuer Beitragvon Bahndamm 68 » 15. Mai 2024, 20:25

Scholz und Habeck deuten Differenzen beim Umgang mit China an

In der Bundesregierung deuten sich Differenzen beim Umgang mit China und möglichen Strafzöllen an. Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) hat angesichts der von den USA verhängten Strafzölle gegen chinesische Waren vor einer Abschottung gewarnt. Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) warf China hingegen vor, mit Subventionen konkurrierende Märkte erobern oder zerstören zu wollen. Auch die USA subventioniere ihre Wirtschaft. Diese Situation verändere die ökonomische Debatte.

Scholz betonte die Bedeutung offener Märkte für die Exportnation Deutschland. Das gelte auch angesichts ungekannter Herausforderungen für die deutsche Wirtschaft seit dem Überfall Russlands auf die Ukraine vor zwei Jahren.

"In dieser Lage müssen wir schauen, dass die offenen Märkte nicht unter die Räder geraten. Protektionismus macht am Ende alles nur teurer. Was wir brauchen ist ein fairer und ein freier Welthandel. Das will ich gerade in diesen Tagen sagen", sagte Scholz in einer Rede auf dem IHK-Tag 2024 der Deutschen Industrie- und Handelskammer.

Am Vortag haben die USA angekündigt, Zölle auf verschiedene chinesische Produkte wie Stahl und Elektrofahrzeuge zu erhöhen. So werden wegen aus amerikanischer Sicht unfairer Handelspraktiken die Zölle auf chinesischen Elektrofahrzeuge von 25 Prozent auf 100 Prozent vervierfacht, während der Zollsatz auf bestimmte Stahl- und Aluminiumerzeugnisse von null bis 7,5 auf 25 Prozent angehoben wird. Die Zölle auf Lithium-Ionen-Batterien sollen von 7,5 auf 25 Prozent steigen. Das Volumen der US-Zölle auf chinesische Importe wird auf 18 Milliarden Dollar geschätzt.

Die EU-Kommission hat zudem aktuell eine Antisubventionsuntersuchung zu Importen von Elektrofahrzeugen aus China in Arbeit und erwägt Strafzölle. Scholz sieht Strafzölle gegen China kritisch, weil viele in Europa produzierte Fahrzeuge nach China verkauft werden.

Habeck kritisiert Subventionspolitik in USA und China

Habeck betonte in einer Rede auf der gleichen IHK-Veranstaltung, dass in den USA und China verstärkt Subventionen verteilt würden, um so eigene Märkte zu stärken. China sei teilweise darauf aus, mit diesen Subventionen Märkte zu erobern oder zu zerstören. Gleichzeitig schotte das Land sich ab.

Der globale Welthandel habe hingegen Deutschlands Stärke in den vergangenen Jahrzehnten ganz wesentlich ausgemacht. Seine ökonomische Kraft gerate nun aber immer mehr unter Druck, so der Minister.

"Das ist eine fundamentale Veränderung, die die Vorzeichen auch der ökonomischen Debatte in Europa und Deutschland möglicherweise verändert", sagte Habeck mit Blick auf die aktuelle Situation. "Jedenfalls müssen wir diese Veränderung ernst nehmen." Er hat bereits zuvor mit Blick auf China dazu aufgerufen, Deutschlands Wohlstand zu schützen.

Scholz fordert von Verbündeten Lieferung von Luftabwehrsystemen an Ukraine

Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) hat erneut dafür geworben, dass andere Länder an die Ukraine Luftabwehrsysteme liefern, damit das Land sich besser gegen den russischen Angriffskrieg verteidigen kann. Scholz sagte nach einem Treffen mit der Schweizer Bundespräsidentin Viola Amherd, dass beide die ganz konkrete Situation in der Ukraine besprochen hätten. Amherd sagte zur möglichen Lieferung eines Patriot-Systems an das Land lediglich, dass die Schweizer Regierung sich damit noch nicht befasst habe, sie selbst aber mit dem deutschen Verteidigungsminister in Kontakt sei.

Scholz sagte während einer Pressekonferenz, es sei ganz wichtig, "dass wir alles dafür tun, dass die Ukraine sich verteidigen kann. Deutschland macht das im Rahmen seiner Möglichkeiten mit sehr umfassenden Waffenlieferungen" und zugesagten Lieferungen in Höhe von 28 Milliarden Euro, so der Kanzler.

Die von Deutschland zugesagte Lieferung eines dritten Patriot-Systems ist "aus unserer Sicht ganz wichtig", um sicherzustellen, dass die Ukraine sich verteidigen könne, so Scholz. Diese soll aus deutscher Sicht auch als Anregung verstanden werden "an viele andere, die über solche System verfügen", damit diese selber solche Luftabwehrsysteme lieferten.

Mit Blick auf die geplante Ukraine-Konferenz in der Schweiz sagte Scholz, dass man dort nicht den Frieden verhandeln werde, sondern aktuell anstehende Fragen. Es gehe darum, dass es eine möglichst breite Teilnahme gibt, auch von Ländern, die nicht uneingeschränkt Unterstützer der Ukraine seien.

Amherd sagte, dass die Liste der Teilnehmer sich noch verändere. China habe bislang nicht zugesagt, aber es gebe auch viele außereuropäische Länder, die kommen wollten.
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Re: Börsen- und Industrie-Infos

Neuer Beitragvon augenzeuge » 15. Mai 2024, 21:08

Habeck ist wirklich naiv. [flash]

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Re: Börsen- und Industrie-Infos

Neuer Beitragvon Icke46 » 15. Mai 2024, 21:58

Was ich gerade interessant fand, war der Börsenbericht im heute-Journal. Da ging es - unter anderem - darum, das§ Google KI in seine Suchmaschine integriert, nachdem Microsoft das bei seinem Bing schon im letzten Jahr machte. Dabei fiel der schöne Merksatz: Wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit……
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Re: Börsen- und Industrie-Infos

Neuer Beitragvon Bahndamm 68 » 16. Mai 2024, 20:58

ÜBERBLICK am Abend/Konjunktur, Zentralbanken, Politik

Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires

US-Industrieproduktion stagniert im April

Die Industrie in den USA ist im April auf der Stelle getreten. Die Produktion stagnierte gegenüber dem Vormonat, wie die Federal Reserve mitteilte. Von Dow Jones Newswires befragte Volkswirte hatten eine Zunahme um 0,1 Prozent prognostiziert. Die Kapazitätsauslastung verringerte sich auf 78,4 Prozent von 78,5 im Vormonat. Hier waren Ökonomen von exakt dieser Rate ausgegangen.

Erstanträge auf US-Arbeitslosenhilfe deutlich gesunken

Die Zahl der Erstanträge auf Leistungen aus der US-Arbeitslosenversicherung hat in der Woche zum 11. Mai deutlich abgenommen. Im Vergleich zur Vorwoche fiel die Zahl der Anträge auf saisonbereinigter Basis um 10.000 auf 222.000, wie das US-Arbeitsministerium in Washington mitteilte. Von Dow Jones Newswires befragte Volkswirte hatten einen Rückgang auf 221.000 vorhergesagt.

US-Importpreise steigen im April stärker als erwartet

Die US-Importpreise sind im April stärker gestiegen als erwartet. Wie das US-Arbeitsministerium mitteilte, erhöhten sich die Einfuhrpreise im Vergleich zum Vormonat um 0,9 Prozent, nach einem Plus von 0,6 Prozent im Vormonat. Von Dow Jones Newswires befragte Ökonomen waren von einem Anstieg um 0,3 Prozent ausgegangen. Die Entwicklung der Importpreise ist ein Indiz für die US-Inflation.

Philly-Fed-Index fällt im Mai

Die Lage der US-Industrie in der Region Philadelphia hat sich im Mai eingetrübt. Der Konjunkturindex der Federal Reserve Bank of Philadelphia fiel auf plus 4,5 von plus 15,5 im Vormonat. Von Dow Jones Newswires befragte Volkswirte hatten nur einen Rückgang auf plus 8,0 erwartet.

US-Preisdaten versehentlich zu früh veröffentlicht

Es war die am meisten erwartete Datenveröffentlichung in dieser Woche. Und einige Daten davon wurden am Mittwoch versehentlich vorzeitig veröffentlicht. Das U.S. Bureau of Labor Statistics (BLS) publizierte versehentlich eine Untergruppe von Dateien, die mit den Inflationsdaten vom Mittwoch zusammenhingen, etwa 30 Minuten zu früh, wie die Behörde auf ihrer Website mitteilte. Es wurde nicht präzisiert, was genau vor dem Zeitplan veröffentlicht wurde.

Fed/Mester: Zinsen werden vorerst hoch bleiben

Die Präsidentin der Federal Reserve Bank von Cleveland, Loretta Mester, hat die Äußerungen vieler Notenbanker in den vergangenen Wochen wiederholt, die sinngemäß sagten: Wenn die Geldpolitik nicht kaputt ist, sollte man sie auch nicht reparieren. Mit anderen Worten: Mester ist wie viele ihrer Fed-Kollegen der Ansicht, dass das derzeitige Zielband für den Leitzins von 5,25 bis 5,5 Prozent die politischen Entscheidungsträger in eine gute Position versetzt, um mit den Risiken umzugehen, die auftreten könnten.

EZB/Villeroy de Galhau: Sind bei Inflation auf dem richtigen Weg

Der Euroraum ist nach Aussage von EZB-Ratsmitglied Francois Villeroy de Galhau auf einem guten Weg, das Inflationsziel der Europäischen Zentralbank (EZB) von 2 Prozent 2025 zu erreichen. Der Gouverneur der Banque de France sagte in einer Veranstaltung des Institute for International Finance (IIF): "Wir sind wirklich auf dem richtigen Weg, aber es wäre verfrüht, schon den Sieg zu erklären." Die EZB achte bei der Steuerung ihrer Geldpolitik auf die tatsächlichen Entwicklungen, aber auch auf die Prognosen. Die EZB sage voraus, dass die Inflation spätestens nächstes Jahr dauerhaft auf 2 Prozent gesunken sein werde.

Steuerschätzer sehen bis 2028 Mindereinnahmen von 80,7 Milliarden Euro

Der deutsche Fiskus muss in den nächsten Jahren mit deutlich weniger Steuereinnahmen auskommen als bisher angenommen. Insgesamt dürften bis einschließlich 2028 rund 80,7 Milliarden Euro weniger in der Staatskasse landen als noch im Oktober 2023 erwartet. "Neue finanzielle Spielräume gibt es absehbar nicht", erklärte Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP). "Die aktuelle Steuerschätzung ist ein Realitätscheck für den Bundeshaushalt 2025. Wir müssen uns von unrealistischen Wünschen verabschieden und die Konsolidierung des Haushalts vorantreiben."

UN hebt Prognosen für Wirtschaftswachstum an

Die Weltwirtschaft wird nach einer Prognose der Vereinten Nationen in diesem Jahr stärker wachsen als bisher angenommen, wobei sich die USA, Indien und Brasilien jeweils als widerstandsfähiger erweisen dürften als erwartet. Höhere Zinssätze werden jedoch weiterhin zu einem schwächeren Wachstum als in den Jahren vor der Covid-19-Pandemie beitragen, und auch die sich ändernden Wetterbedingungen erweisen sich als Hindernis, wie aus dem UN-Bericht hervorgeht.

US-Republikaner wollen Demokraten im Gazakrieg herausfordern

Die Republikaner im Repräsentantenhaus haben sich darauf vorbereitet, die innerparteilichen Spannungen und Unsicherheiten der Demokraten bezüglich des Krieges im Gazastreifen ins Rampenlicht zu rücken. Sie planen im Verlauf des Abends über ein Gesetz abzustimmen, das die US-Regierung dazu zwänge, die ausgesetzten Waffenlieferungen an Israel wieder aufzunehmen.

Die Abstimmung erfolgt als Reaktion auf die Entscheidung der Biden-Administration, eine Lieferung von Sprengköpfen zurückzuhalten, da Bedenken bestehen, dass diese bei einem geplanten israelischen Angriff auf Rafah auf dicht besiedelte Gebiete abgeworfen werden könnten. Andere Lieferungen wurden fortgesetzt: Tage nach der Pause bei der Bombenlieferung erklärte die Regierung, dass sie mit neuen Waffenlieferungen im Wert von über 1 Milliarde Dollar für Israel fortfahre, darunter Panzermunition, taktische Fahrzeuge und Mörsergranaten.

Es wird erwartet, dass die Maßnahme im republikanisch geführten Repräsentantenhaus verabschiedet wird, aber im demokratisch kontrollierten Senat keine Zukunft hat. Die demokratischen Abgeordneten im Repräsentantenhaus haben eine Vielzahl unterschiedlicher Ansichten geäußert, wobei einige eine starke pro-palästinensische Haltung einnehmen und sogar die Handlungen Israels mit Völkermord gleichsetzen, während andere klar pro-israelisch sind. Ein Teil der Partei hat eine Position dazwischen eingenommen, die Israels Recht auf Selbstverteidigung unterstützt, aber auch Besorgnis über die steigenden Opferzahlen unter den palästinensischen Zivilisten äußert und einen Waffenstillstand fordert.
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Re: Börsen- und Industrie-Infos

Neuer Beitragvon Bahndamm 68 » 17. Mai 2024, 20:29

ÜBERBLICK am Abend/Konjunktur, Zentralbanken, Politik

Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires

Scholz: Steuerschätzung mit Mindereinnahmen war "nicht so überraschend"

Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) hat mit Steuermindereinnahmen für den deutschen Fiskus in den kommenden Jahren gerechnet und hält an dem Zeitplan für den Bundeshaushalt 2025 fest. Die Regierung sei mit den Haushaltsberatungen im Plan, wie Scholz während einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Moldaus Präsidentin Maia Sandu erklärte.

Lindner will Ministerien dauerhafter Erfolgskontrolle unterwerfen - Magazin

Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP) will laut einem Magazinbericht sämtliche Ressorts der Bundesregierung einer dauerhaften und systematischen Erfolgskontrolle unterwerfen. Zu diesem Zweck werde er eine "ziel- und wirkungsorientierte Haushaltsführung" für alle Bundesministerien installieren, berichtete der Spiegel unter Berufung auf Quellen aus dem Bundesfinanzministerium.

Verkehrsministerium plant keine Pkw-Maut

Das Bundesverkehrsministerium hat die Anregung der fünf Wirtschaftsweisen zurückgewiesen, eine Pkw-Maut einzuführen, um bessere Straßen zu finanzieren. "Wir haben natürlich diese wissenschaftliche Überlegung zur Kenntnis genommen, aber werden sie nicht verfolgen", sagte Ministeriumssprecherin Simone Nieke bei einer Pressekonferenz in Berlin auf eine entsprechende Frage.

Koalition einigt sich auf Beschleunigung für Ausbau von Windrädern und Anlagen

Die Regierungskoalition hat sich auf eine Reform des Bundesimmissionsschutzgesetzes verständigt, mit denen etwa Windkraftanlagen schneller genehmigt werden sollen. Bundesklimaschutzminister Robert Habeck (Grüne) nannte die Einigung einen "Meilenstein" auf dem Weg für schnellere und unbürokratischer Verfahren. "Die nun vorgesehenen Beschleunigungsmaßnahmen entlasten die Industrie sowohl bei Neu- als auch Transformationsvorhaben und leisten so einen wichtigen Beitrag zur Stärkung des Wirtschaftsstandorts Deutschland", sagte Habeck nach der Einigung. Insgesamt würden mit der Novelle Hindernisse für den Ausbau der Windenergie beseitigt.

Goldpreis springt über die Marke von 2.400 Dollar

Der Goldpreis steigt am Freitag am Spotmarkt über die Marke von 2.400 US-Dollar je Feinunze und geht aktuell bei 2.407 Dollar um - ein Tagesaufschlag von 1,3 Prozent. Bereits im Laufe der Woche hatte das Edelmetall mit erneuerten Hoffnungen auf Zinssenkungen der Federal Reserve zugelegt, nachdem die US-Inflation auf Basis der Verbraucherpreise im April leicht nachgelassen und die Erwartungen erfüllt hatte. Das Edelmetall erreichte im vergangenen Monat ein Allzeithoch - unterstützt durch starke Nachfrage von Zentralbanken und geopolitische Spannungen -, bevor der Preis wieder fiel.

Sobald der Zinssenkungszyklus später in diesem Jahr beginne, werde Gold wahrscheinlich erneute Nachfrage von ETF-Investoren sehen, sagt Ole Hansen, Leiter Rohstoffstrategie bei der Saxo Bank. Viele dieser Investoren seien seit 2022, als der Zinserhöhungszyklus begonnen habe, Nettoverkäufer gewesen. "Während das Interesse am Kauf bei Kursrückgängen den Goldmarkt unterstützen wird, bleibt die Frage, ob der aktuelle Schwung stark genug ist, um die Preise auf ein neues Rekordhoch zu treiben", sagt Hansen weiter.
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Re: Börsen- und Industrie-Infos

Neuer Beitragvon Bahndamm 68 » 21. Mai 2024, 20:42

ÜBERBLICK am Abend/Konjunktur, Zentralbanken, Politik

Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires

EZB/Nagel: Möglicher Juni-Zinssenkung folgen nicht zwingend weitere

Auf eine mögliche Zinssenkung der Europäischen Zentralbank (EZB) im Juni würden nach den Worten von Bundesbank-Präsident Joachim Nagel nicht zwangsläufig weitere folgen. "Wir sind nicht auf Autopilot", sagte Nagel, der eine Zinssenkung im Juni nach Lage der Dinge für "plausibel" hält, dem Handelsblatt, Les Echos, Corriere della Sera Italien und El Mundo. "Wir sollten die Zinsen nicht vorschnell senken und das Erreichte gefährden", fügte er hinzu.

Lindner: Brüssel muss Kapitalmarktunion oben auf Prioritätenliste setzen

Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP) hat gefordert, der geplanten europäischen Kapitalmarktunion in der Amtszeit der nächsten EU-Kommission größere Priorität einzuräumen. "Die zukünftige EU-Kommission muss die Kapitalmarktunion ganz oben auf ihre Prioritätenliste setzen", betonte Lindner bei einer Konferenz des Bundesverbandes der Wertpapierfirmen in Frankfurt, wie das Bundesfinanzministerium über den Kurznachrichtendienst Twitter mitteilte. "Die Kapitalmärkte haben eine entscheidende Rolle zu spielen, um die großen weltweiten wirtschaftlichen Herausforderungen anzugehen", erklärte Lindner laut der auf Englisch abgefassten Kurzmitteilung seines Ministeriums.

Verkehrsministerium: Brüssel genehmigt Einzelwagenförderung des Bundes

Die Europäische Kommission hat nach Angaben des Bundesverkehrsministeriums ein auf fünf Jahre angelegtes Förderpaket in Höhe von 1,7 Milliarden Euro für den Schienengüterverkehr freigegeben. Die Brüsseler Behörde genehmigte die Einzelwagenförderung des Bundes, wie das Ministerium bekanntgab. "Mit rund 1.400 angefahrenen Güterverkehrsstellen ist der Einzelwagenverkehr das Rückgrat das Schienengüterverkehrs", sagte Bundesverkehrsminister Volker Wissing (FDP). Er ermögliche den Zugang zum europäischen Schienennetz in der Fläche und habe zentrale Grund- und Netzwerkfunktionen.

Fed/Waller sieht Zeit für Zinssenkungen noch nicht gekommen

Die US-Notenbank macht nach Ansicht von Fed-Gouverneur Christopher Waller wieder Fortschritte bei der Bekämpfung der Inflation. Aber um eine Zinssenkung in Erwägung zu ziehen, brauche es noch "mehrere Monate gute Inflationsdaten", sagte er laut Redemanuskript für einen Vortrag.

Lanxess-Chef macht Aktionären Hoffnung auf wieder steigende Dividende

Der Chef des Spezialchemiekonzerns Lanxess macht den Aktionären Hoffnung auf bessere Zeiten. Der MDAX-Konzern strebe "eine steigende, mindestens aber stabile Dividende an", sagte Vorstandsvorsitzender Matthias Zachert laut vorab veröffentlichtem Redetext zur am 24. Mai stattfinden Hauptversammlung. "Auch in Zukunft - und ich formuliere dies bewusst als Anspruch - wollen wir ganz klar ein Unternehmen bleiben, dass seine Aktionäre unter anderem durch unsere Dividenden verlässlich am Erfolg unserer Geschäfte teilhaben lässt", so Zachert, auch wenn dabei immer die finanzielle Situation des Unternehmens und die wirtschaftlichen Entwicklungen berücksichtigen werden müssten.

Die Dividende für das vergangene Jahr hatte Lanxess angesichts der Verwerfungen in der Chemieindustrie massiv zusammengestrichen. Um die Konzernverschuldung zu senken, hatte der Vorstand im November beschlossen, die Gewinnbeteiligung der Aktionäre für das ablaufende Jahr auf 10 Cent je Aktie zu kürzen. Für 2022 hatte Lanxess noch 1,05 Euro je Aktie gezahlt.

In seiner Rede bezeichnete Zachert das Jahr 2023 als "Multikrisen-Jahr" und das vielleicht schwierigste Jahr der Unternehmensgeschichte, stimmte die Aktionäre aber zugleich auf bessere Zeiten ein. Er wage für die kommenden Monate die Prognose: "Wir sind aus dem Gröbsten raus, das Jahr 2024 wird besser werden als das vergangene."
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Re: Börsen- und Industrie-Infos

Neuer Beitragvon Bahndamm 68 » 22. Mai 2024, 20:33

ÜBERBLICK am Abend/Konjunktur, Zentralbanken, Politik

Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires

Britischer Premier Sunak setzt Parlamentswahlen für den 4. Juli an

Großbritannien wählt im Sommer ein neues Parlament. Premierminister Rishi Sunak hat Neuwahlen für den 4. Juli angesetzt. Seine Konservative Partei liegt derzeit in den Umfragen deutlich hinter der Labour-Partei von Oppositionsführer Keir Starmer zurück. Sunak sagte am Mittwoch, er habe mit König Charles gesprochen und ihn gebeten, das Parlament aufzulösen. Er gab damit den Startschuss für eine sehr kurze Kampagne. "Jetzt ist der Moment für Großbritannien gekommen, seine Zukunft zu wählen", sagte er. Eine Umfrage bei Ipsos vom Dienstag zeigte Labour 21 Punkte vor den Tories.

Berlin setzt bei G7 auf globale Wachstumsagenda - Kreise

Deutschland rechnet angesichts der derzeit schwachen Konjunkturaussichten mit einem Schub für eine weltweite Agenda für mehr Wachstum beim Treffen der Finanzminister und Notenbankgouverneure sieben führender Industrieländer (G7) am Freitag und Samstag in Stresa. "Wir brauchen ganz sicher dringend eine globale Wachstumsagenda, die auf ambitionierten Strukturreformen basiert", sagte ein hochrangiger Beamter des Bundesfinanzministeriums in Berlin. "Das brauchen wir global, und das brauchen wir natürlich auch hier in Deutschland. Und wir sind zuversichtlich, dass sich auch die G7 für die globale Ebene dazu bekennen werden."

Deutsche Bank hebt Prognose für deutsche Produktion an

Analysten der Deutschen Bank haben ihre Prognose für die Produktion im produzierenden Sektor Deutschlands im laufenden Jahr angehoben. Wie sie in einem Kommentar schreiben, rechnen die Ökonomen nun für 2024 mit einem Rückgang der Produktion um nur 1,5 Prozent, nachdem sie das Minus bisher bei 2,5 Prozent gesehen hatten. "Die Talsohle im aktuellen Zyklus liegt wahrscheinlich hinter uns. Im ersten Quartal 2024 stieg die Produktion um 0,8 Prozent gegenüber dem Vorquartal", schreiben sie.

Jefferies: EZB kann nicht lange von der Fed abweichen

Die Europäische Zentralbank (EZB) kann sich mit ihrem geldpolitischen Kurs nach Aussage von Mohit Kumar, Europa-Chefvolkswirt der Investmentbank Jefferies, nicht allzu lange vom Kurs der Federal Reserve abkoppeln. "Sollte die Fed ihre Zinsen in diesem Jahr überhaupt nicht senken, dann wäre schon ein eigentlich für September zu erwartender Zinsschritt der EZB fraglich", sagt Kumar.

Jefferies: Fed senkt Zinsen 2024 und 2025 nur vier Mal

Die Federal Reserve wird ihre Zinsen nach Einschätzung von Jefferies-Europa-Chefvolkswirt Mohit Kumar in diesem und im nächsten Jahr nur vier Mal senken. "Wir werden einen sehr langsamen Zinssenkungspfad sehen", sagte er. Kumar ist nach eigener Aussage "nicht positiv gestimmt für die Inflation". Er rechnet damit, dass sie 2025 entweder unverändert bleiben oder sogar leicht steigen wird - vor allem wegen der fiskalischen Expansion. Der Jefferies-Chefvolkswirt rechnet für 2024 mit Zinssenkungen im September und Dezember und mit zwei weiteren Schritten für 2025.


Lindner: Rentenpaket 3 kommt "sehr bald"

Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP) hat angekündigt, dass die Regierung nach dem umstrittenen Rentenpaket 2 bald auch ein weiteres Rentenpaket auf den Weg bringen will. "Ich bin überzeugt, dass sehr bald ein Rentenpaket 3 kommen wird", sagte Lindner bei einer Paneldiskussion beim 23. Symposium des Humboldt Forum Wirtschaft in Berlin. Darin werde man sich der abschlagsfreien "Rente mit 63", der Berechnung der Rentenformel und "der weiteren Ausdehnung der Kapitaldeckung" widmen müssen, betonte der Finanzminister. Man dürfe keine weitere Zeit verlieren, mahnte Lindner. "Noch haben wir Zeit, Dinge zu verändern", hob er aber hervor.

Lindner legt Veto gegen Zulagen für Brigade in Litauen ein - Magazin

Zwischen Finanzminister Christian Lindner (FDP) und Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) gibt es nach einem Magazinbericht neuen Streit ums Geld. Lindners Ministerium habe sein Veto gegen einen Gesetzentwurf eingelegt, mit dem Pistorius neue finanzielle Zulagen für seine Soldaten und Soldatinnen einführen wolle, schrieb der Spiegel. Das Finanzministerium wollte zu dem Bericht auf Anfrage von Dow Jones Newswires nicht Stellung nehmen. "Wir bitten um Verständnis, dass wir einzelne Berichterstattung vor dem Hintergrund laufender, regierungsinterner Abstimmungen nicht kommentieren", erklärte die Pressestelle des Ministeriums. Mit dem Gesetz soll laut dem Bericht die Litauen-Mission so attraktiv werden, dass sich Tausende Soldaten freiwillig für die geplante Kampfbrigade melden.

US-Rohöllagerbestände wider Erwarten gestiegen

Die Rohöllagerbestände in den USA haben sich in der Woche zum 17. Mai wider Erwarten ausgeweitet. Sie stiegen nach Angaben der staatlichen Energy Information Administration (EIA) um 1,825 Millionen Barrel gegenüber der Vorwoche. Von Dow Jones Newswires befragte Analysten hatten einen Rückgang um 2 Millionen Barrel vorhergesagt. In der Vorwoche hatten sich die Lagerbestände um 2,508 Millionen Barrel reduziert. Die Benzinbestände nahmen nach EIA-Angaben um 0,945 Millionen Barrel ab. Analysten hatten ein Minus von 1,0 Millionen Barrel erwartet.

Merck übernimmt Life-Science-Unternehmen Mirus Bio für 600 Mio USD

FRANKFURT (Dow Jones)--Die Merck KGaA hat eine Vereinbarung zur Übernahme des Life-Science-Unternehmens Mirus Bio für 600 Millionen US-Dollar unterzeichnet. Wie der Darmstädter Pharma- und Technologiekonzern mitteilte, wird mit diesem Zukauf das integrierte Angebot für die Herstellung viraler Vektoren weiter ausgebaut. Das im US-Bundesstaat Wisconsin ansässige Life-Science-Unternehmen hat sich auf die Entwicklung und Vermarktung von Transfektionsreagenzien spezialisiert.

Transfektionsreagenzien von Mirus Bio werden verwendet, um genetisches Material in Zellen zu übertragen, wie der DAX-Konzern weiter ausführte. Sie spielen eine Schlüsselrolle bei der Herstellung von viralen Vektoren für Zell- und Gentherapien.

"Diese strategische Akquisition ist ein weiterer Baustein für beschleunigtes Wachstum in den bahnbrechenden Technologien der Zukunft. Als ein führender Hersteller von viralen Vektoren ist es unser Ziel, das enorme Potenzial von Zell- und Gentherapien für Patienten auf der ganzen Welt verfügbar machen", sagte Belén Garijo, Vorsitzende der Geschäftsleitung und CEO von Merck.
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Re: Börsen- und Industrie-Infos

Neuer Beitragvon Bahndamm 68 » 23. Mai 2024, 20:24

ÜBERBLICK am Abend/Konjunktur, Zentralbanken, Politik

Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires

Stimmung der Verbraucher im Euroraum hellt sich auf

Das Verbrauchervertrauen im Euroraum hat sich im Mai verbessert. Der von der EU-Kommission ermittelte Index stieg um 0,4 auf minus 14,3 Punkte. Von Dow Jones Newswires befragte Volkswirte hatten einen Stand von minus 14,1 prognostiziert. Für die EU-27 verbesserte sich der Wert um 0,5 Punkte auf minus 13,2. Der endgültige Indexstand des Verbrauchervertrauens für Mai wird in der kommenden Woche veröffentlicht.

S&P Global: Aktivität in US-Wirtschaft legt im Mai zu

Die Aktivität in der US-Wirtschaft hat sich laut einer Umfrage von S&P Global im Mai belebt. Der von S&P Global erhobene Sammelindex für die Produktion in der Privatwirtschaft - Industrie und Dienstleister zusammen - stieg auf 54,4 von 51,3 Punkten im Vormonat. Oberhalb von 50 Punkten signalisiert das Konjunkturbarometer ein Wachstum, unterhalb von 50 eine schrumpfende Wirtschaft.

Wirtschaftsindex der Chicago-Fed fällt im April

Die Wirtschaftsaktivität in den USA hat sich im April abgeschwächt. Der Chicago Fed National Activity Index (CFNAI) fiel auf einen Stand von minus 0,23, wie die Federal Reserve Bank of Chicago mitteilte. Für den März wurde der Indexstand auf minus 0,04 revidiert, nachdem zunächst ein Wert von plus 0,15 genannt worden war.

Erstanträge auf US-Arbeitslosenhilfe gesunken

Die Zahl der Erstanträge auf Leistungen aus der US-Arbeitslosenversicherung hat in der Woche zum 18. Mai abgenommen. Im Vergleich zur Vorwoche fiel die Zahl der Anträge auf saisonbereinigter Basis um 8.000 auf 215.000, wie das US-Arbeitsministerium in Washington mitteilte. Von Dow Jones Newswires befragte Volkswirte hatten einen Rückgang auf 220.000 vorhergesagt.

Türkische Zentralbank belässt Leitzins bei 50,00 Prozent

Die türkische Zentralbank hat ihr Leitzinsniveau bestätigt und darauf hingewiesen, dass die Inflation im Dienstleistungssektor nach wie vor hartnäckig ist und der Druck auf die Wirtschaft hoch bleibt. Die Zentralbank beließ den einwöchigen Reposatz bei 50,00 Prozent und entsprach damit den Erwartungen von Ökonomen.

Thyssenkrupp-Aufsichtsrat segnet Teilverkauf des Stahlgeschäfts ab

Der Aufsichtsrat von Thyssenkrupp hat den geplanten Einstieg des tschechischen Milliardärs Daniel Kretinsky in die Stahltochter Steel Europe mit knapper Mehrheit gebilligt. Die Entscheidung sei mit dem Zweitstimmrecht des Aufsichtsratsvorsitzenden getroffen gegen die Stimmen der Arbeitnehmervertreter, teilte der Ruhrkonzern in Essen mit.

Die Energieholding EPCG von Kretinsky soll zunächst 20 Prozent der Anteile von Thyssenkrupp Steel übernehmen, später dann weitere 30 Prozent. An einem Konzept für die Zukunft der Stahlsparte arbeitet derzeit der Stahl-Vorstand rund um dessen Chef Bernd Osburg.

Thyssenkrupp-Vorstandschef Miguel Lopez hatte am Mittag vor Stahlarbeitern für den geplanten Teilverkauf der Thyssenkrupp-Tochter geworben, die sich zu tausenden vor der Essener Konzernzentrale zum Protest versammelt hatten. "Ohne Einschnitte wird es nicht gehen", sagte er. Es werde aber auch weiterhin keine betriebsbedingten Kündigungen geben. "Aber wir müssen handeln, damit Stahl aus Duisburg auch weiterhin eine Perspektive hat", so Lopez.

Energie werde im Zuge der Dekarbonisierung in der Stahlerzeugung zu einem entscheidenden Kostenpunkt. Deshalb brauche man die EPCG als Partner. Es sei verständlich, dass die Mitarbeiter sich Sorgen machten, sagte Lopez. "Ohne Veränderungen sieht es für die Stahlindustrie in Deutschland schlecht aus." Immer größere Überkapazitäten drückten auf die Preise.

Lopez verfolgt mit seinem Plan auch das Ziel, die konjunkturabhängige Stahlsparte aus der eigenen Bilanz zu dekonsolidieren. Zugleich sollen die Stahlkapazitäten um knapp ein Viertel verringert werden, von derzeit 11,5 Millionen Tonnen jährlich auf 9 bis 9,5 Millionen Tonnen. Dabei wird es auch zu einem Stellenabbau kommen. Wie viele Jobs verloren gehen, ist jedoch noch unklar. Ebenso offen ist, ob im Stahlgeschäft Hochöfen abgeschaltet werden. Die Gewerkschaft IG Metall fürchtet, dass Thyssenkrupp die Beteiligung an den Hüttenwerken Krupp Mannesmann aufgeben könnte.
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Re: Börsen- und Industrie-Infos

Neuer Beitragvon Gerd Böhmer » 23. Mai 2024, 20:29

von @ Bahndamm 68 » 23. Mai 2024, 21:24 Uhr,

eine Ergänzung zu Deinem letzten Beitrag - ex-Banker Rolf Breuer mit 86 verstorben https://www.n-tv.de/wirtschaft/Dieser-Satz-Rolf-Breuers-wurde-richtig-teuer-article24962315.html -
MfG Gerd Böhmer,
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Re: Börsen- und Industrie-Infos

Neuer Beitragvon Bahndamm 68 » 24. Mai 2024, 21:16

ÜBERBLICK am Abend/Konjunktur, Zentralbanken, Politik

Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires

US-Aufträge für langlebige Güter steigen im April

Der Auftragseingang langlebiger Wirtschaftsgüter in den USA ist im April wider Erwarten gestiegen. Wie das US-Handelsministerium berichtete, erhöhten sich die Orders gegenüber dem Vormonat um 0,7 Prozent. Von Dow Jones Newswires befragte Ökonomen hatten dagegen mit einem Rückgang um 1,0 Prozent gerechnet. Der Anstieg im Vormonat wurde auf 0,8 (vorläufig: 2,6) Prozent deutlich nach unten revidiert.

Stimmung der US-Verbraucher im Mai eingetrübt

Die Stimmung der US-Verbraucher hat sich im Mai abgeschwächt. Der an der Universität Michigan berechnete Index für die Verbraucherstimmung in den USA fiel bei der Umfrage am Monatsende auf 69,1 von 77,2 Ende April. Von Dow Jones Newswires befragte Ökonomen hatten einen Stand von 67,8 erwartet. Bei der ersten Umfrage Mitte des Monats lag er bei 67,4.

Nagel: EZB-Zinssenkung im Juni gewinnt an Wahrscheinlichkeit

Die Europäische Zentralbank (EZB) wird ihre Zinsen nach Aussage von EZB-Ratsmitglied Joachim Nagel im Juni wohl senken. "Wenn die Situation so bleibt, wie sie jetzt ist, und die Projektionen nicht etwas völlig anderes sagen - wovon ich aber nicht ausgehe -, dann steigt die Wahrscheinlichkeit, dass wir den ersten Zinsschritt erleben werden", sagte er am Rande des Treffens der Finanzminister und Notenbankgouverneure der sieben wichtigsten Industrieländer (G7), wie die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtet.

Nordea: EZB dürfte Zinsen trotz Lohnanstiegs senken

Die Europäische Zentralbank (EZB) wird nach Einschätzung von Nordea-Volkswirt Anders Svendsen trotz des beschleunigten Anstiegs der Tariflöhne im ersten Quartal am 6. Juni eine Zinssenkung beschließen. "Die Juni-Zinssenkung ist so gut wie beschlossene Sache. Sie ist klar signalisiert worden, und es wäre sehr schmerzhaft für die EZB, jetzt zurückzurudern", schreibt er in einem Kommentar. Die EZB könne argumentieren, dass das beschleunigte Lohnwachstum vor allem an Einmalzahlungen in Deutschland gelegen habe.

Scholz: EU-Kommission darf sich nicht auf Rechtsextreme stützen

Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) hat sich kritisch zur Haltung von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen (CDU) gezeigt, die auch eine Zusammenarbeit mit Rechtskonservativen im Europaparlament nicht ausgeschlossen hatte. "Für mich ist klar, wenn die nächste Kommission gebildet wird, darf sie sich im Parlament nicht auf eine Mehrheit stützen, bei der es auch die Unterstützung von Rechtsextremen braucht", betonte Scholz bei einer Pressekonferenz mit dem portugiesischen Ministerpräsidenten Luis Montenegro in Berlin.

Scholz: Symbolische Anerkennung Palästinas führt nicht weiter

Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) hat die Ankündigung Spaniens, Irlands und Norwegens kritisiert, einen Palästinenserstaat anzuerkennen. "Der Weg jetzt mit der symbolischen Anerkennung der Staatlichkeit, der führt nicht weiter", sagte er bei einer Pressekonferenz mit dem portugiesischen Ministerpräsidenten Luis Montenegro in Berlin. "Aus meiner Sicht ist es so, dass wir keinen Anlass haben, jetzt eine Anerkennung der PA als eigenen Staat zu vollziehen", betonte Scholz mit Blick auf die Palästinensische Autonomiebehörde.

Scholz bekräftigt Nein zur Taurus-Lieferung an Ukraine

Bundeskanzler Olaf Scholz hat seine Ablehnung zur Lieferung von Taurus-Marschflugkörpern an die Ukraine bekräftigt. Als Grund nannte er, dass er kein Risiko eingehen wolle für eine mögliche Ausdehnung der Ukraine-Kriegs auf einen Krieg zwischen Russland und dem transatlantischen Verteidigungsbündnis Nato. Deutschland müsse bei einem System wie Taurus Kontrolle über die Ziele haben.

UN-Gericht ordnet Stopp der israelischen Offensive in Rafah an

Das höchste Gericht der Vereinten Nationen hat Israel am Freitag angewiesen, seine Militäroperation in Rafah im Süden des Gazastreifens einzustellen. Der International Court of Justice (IGH) fällte seine Entscheidung mit 13 zu 2 Stimmen. Durch die Operationen könnten Bedingungen entstehen, die zur vollständigen oder teilweisen Vernichtung der palästinensischen Bevölkerung in Rafah führen könnten, hieß es. Das Büro des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu kündigte an, mit Kabinettsmitgliedern über das Urteil zu beraten.

Zahl der aktiven US-Ölförderanlagen konstant geblieben

Die Zahl der Anlagen, die in den USA nach Öl bohren, ist in dieser Woche unverändert bei 497 geblieben und lag damit um 73 niedriger als vor einem Jahr, wie der Öldienstleister Baker Hughes mitteilte. Die Effizienz der Bohrungen habe dazu geführt, dass die Produktion mit weniger Anlagen konstant geblieben sei, während die Ölpreise nicht so stark gestiegen seien, wie es für einen deutlichen Anstieg nötig gewesen wäre.

Die auf Erdgas ausgerichteten aktiven Anlagen verringerten sich um 4 auf 99. Das sind 38 weniger als vor einem Jahr. Eine Reihe von Erdgasproduzenten hätten ihre Bohrpläne gekürzt, als die Preise gegen Ende der Wintersaison auf ein Mehrjahrestief gefallen seien, heißt es.
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Re: Börsen- und Industrie-Infos

Neuer Beitragvon Bahndamm 68 » 27. Mai 2024, 21:02

MÄRKTE EUROPA/Etwas fester - Adler einigt sich mit Gläubigern

Der europäische Aktienmarkt hat am Montag mit leichten Gewinnen geschlossen. Das Geschäft verlief bei dünnen Umsätzen in insgesamt in ruhigen Bahnen. Denn mit Großbritannien und den USA blieben die beiden wichtigsten Börsen zu Wochenbeginn geschlossen. Der DAX gewann 0,4 Prozent auf 18.775 Punkte, der Euro-Stoxx-50 stieg um 0,5 Prozent auf 5.059.

Für eine Überraschung sorgte der Ifo-Geschäftsklima-Index im Mai. Er blieb mit 89,3 Punkten auf Vormonatsniveau und damit deutlich hinter den Erwartungen einer kräftigen Erholung. Vor allem nach den deutlich stärkeren Einkaufsmanager-Indizes (PMI) in der Vorwoche hatten sich Händler auf ebenfalls stärkere Werte vorbereitet. Auch Lagebeurteilung und Geschäftserwartungen konnten die Hoffnungen nicht erfüllen. Die nächsten Akzente könnten nun Preisdaten aus Europa in der laufenden Woche setzen.

Der Euro gab nach den Ifo-Daten auf 1,0858 Dollar nach, auch an den Anleihemärkten fielen die Renditen leicht, was die Aktienmärkte stützte. Auch sprachen die Daten dafür, dass die EZB im Juni den Zinssenkungszyklus einleiten wird. Gute Nachrichten kamen aus China, wo die Industriegewinne im April um 4,0 Prozent zum Vorjahr gestiegen sind. Dies spricht für eine Belebung der globalen Wirtschaft.

"Viel war heute auch wegen der Feiertage in den USA und in Großbritannien nicht los an der Frankfurter Börse, aber unter dem Strich ging es mit dem DAX weiter nach oben. Die Richtung stimmt also an einem eher ereignislosen Handelstag, das ist zumindest die positive Erkenntnis", so CMC.

Alstom mit Kapitalerhöhung

Alstom gewannen 5,6 Prozent auf 19,73 Euro. Der Konzern hat eine Kapitalerhöhung über 1 Milliarde Euro bekannt gegeben. Der Bezugsrechtehandel findet vom 28. Mai bis 6. Juni statt. Für 5 alte Aktien erhalten Anleger eine neue Aktie zu 13,00 Euro.

Fast 30 Prozent im Plus zeigten sich Adler Group, nachdem die Umstrukturierung der Schulden des Unternehmens gelungen ist. Allerdings gehen 75 Prozent der Stimmrechte der Aktien künftig an die Anleihegläubiger. In der Spitze hatte sich der Micro Cap am Morgen sogar mehr als verdoppelt. Zum Börsenschluss stand die Aktie bei 0,2125 Euro. Gerresheimer bleibt auf Expansionskurs: Das Unternehmen baut den US-Standort Peachtree City in Georgia für 166 Millionen Euro deutlich aus. Nach der jüngsten Rally gab die Aktie 0,8 Prozent nach.

Die Kursbewegungen waren angesichts der dünnen Umsätze teilweise erratisch. Für Ionos ging es nach einer Herunterstufung auf "Equal Weight" durch Morgan Stanley um 5,5 Prozent nach unten. Die Ionos-Aktie hat seit Jahresbeginn um rund 50 Prozent zugelegt, da die Anleger sich auf die Wachstumsstory und das Cloud-Potenzial des Unternehmens fokussiert haben, hieß es von den Analysten. Nach einer Herunterstufung auf "Hold" durch MWB fielen Süß Microtec um 5,8 Prozent zurück.
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Re: Börsen- und Industrie-Infos

Neuer Beitragvon Bahndamm 68 » 28. Mai 2024, 21:11

ÜBERBLICK am Abend/Konjunktur, Zentralbanken, Politik

Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires

EZB/Schnabel: Zentralbanken sollten bei QE vorsichtiger werden

Zentralbanken sollten nach Aussage von EZB-Direktorin Isabel Schnabel künftig genauer darauf achten, unter welchen Bedingungen sie massenhaft Wertpapiere aufkaufen, um die Finanzierungsbedingungen zu verbessern. In einer von der Bank of Japan (BoJ) organisierten Konferenz sagte Schnabel laut veröffentlichtem Text, dass eine Quantitative Lockerung (QE) bei Leitzinsen an der effektiven Untergrenze so hohe Anleihekäufe erfordere, dass daraus erhebliche und langwierige Nebenwirkungen entstünden. Zudem sei die Wirksamkeit von QE in dieser Konstellation unsicherer.

Knot: EZB sollte vierteljährlich über Zinsen entscheiden

Der Rat der Europäischen Zentralbank (EZB) sollte über seine Zinsen nach Aussage von EZB-Ratsmitglied Klaas Knot nur alle drei Monate entscheiden. Knot sagte in einer Barclays/CEPR-Konferenz, dann lägen die aktuellen Projektionen des volkswirtschaftlichen Stabs vor und auch die entsprechenden Daten zur Lohnentwicklung. Das werde als nächstes im Juni der Fall sein.

Rechnungshof fordert von Lindner Reform ermäßigter Mehrwertsteuer - Magazin

Der Bundesrechnungshof wirft Finanzminister Christian Lindner (FDP) laut einem Magazinbericht in einem aktuellen Gutachten schwere Versäumnisse beim Abbau von Steuervergünstigungen vor. In ihrer Untersuchung forderten die Bonner Rechnungsprüfer Lindner auf, endlich eine Reform des ermäßigten Mehrwertsteuersatzes in die Wege zu leiten, schreibt der Spiegel. Diese sei "seit Jahren überfällig", schreiben die Prüfer demnach. Ein Sprecher des Rechnungshofes machte auf Anfrage von Dow Jones Newswires keine Angaben zu dem Inhalt des dem Bundestags-Haushaltsausschuss zugeleiteten Berichts.

Macron: EU braucht schnellere Investitionen in grüne Technologien

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat Europa angesichts eines "kolossalen" Finanzbedarfs bei der Förderung klimafreundlicher Technologien zu schnelleren privaten und öffentlichen Investitionen aufgerufen. Europa dürfe nicht hinter den USA und China zurückfallen, sagte Macron bei der Verleihung des Internationalen Preis des Westfälischen Friedens an ihn in Münster. "Wir müssen viel mehr privates und öffentliches Geld investieren in saubere Technologien und das genauso schnell tun wie die Amerikaner und Chinesen", forderte Macron nach Angaben des Übersetzers in seiner Rede.

Scholz und Macron sichern Ukraine finanzielle Unterstützung zu

Bundeskanzler Olaf Scholz und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron haben der Ukraine weitere finanzielle Unterstützung zugesagt und wollen im Juni beim Treffen der Gruppe sieben führender westlicher Industrienationen (G7) über die Nutzung von Zinserträgen aus eingefrorenen russischen Vermögen für Militärhilfe an die Ukraine reden. Macron betonte außerdem, die Ukraine sollte russische Stellungen in Russland angreifen können. Dies komme keiner Eskalation gleich.

Beide sprachen anlässlich des Treffens des deutsch-französischen Ministerrats auf Schloss Meseberg nördlich von Berlin, mit dem der dreitägige Staatsbesuch Macrons in Deutschland endet. Macron betonte, dass man die Ukraine unterstütze und auf keinen Fall eine Eskalation wolle. Man sehe aber nun, dass Russland seine Vorgehensweise leicht geändert habe und die Ukraine von militärischen Basen in Russland angegriffen werde.

"Was wir uns wünschen ist, die Möglichkeiten zu haben, diese (russischen) Raketenabschussanlagen befeuern zu können. Aber wir werden natürlich in keinem Fall in irgendeiner Weise erlauben, dass andere Orte oder schon gar nicht zivile Ort in Russland angegriffen werden", sagte Macron laut der Übersetzung durch das Bundespresseamt. Er glaube, dass dies bei einem sehr gezielten Vorgehen möglich sei. "Ich glaube auch nicht, dass das zu einer Eskalation beitragen würde", so Macron.

Scholz betonte, dass die Ukraine sich verteidigen dürfe. Auf die Frage nach einem Angriff mit westlichen Waffen auf russischem Gebiet sagte Scholz lediglich, man habe sich auf einen Einsatz der Waffen im Rahmen des Völkerrechts verständigt. Deutschland und Frankreich hätten der Ukraine "unterschiedliche Waffen zur Verfügung gestellt", so der Kanzler.

Scholz hat sich die vergangenen Tage wiederholt gegen den Einsatz westlicher Waffen gegen militärische Ziele in Russland ausgesprochen. Er will nach eigenen Angaben einen Krieg zwischen Russland und der Nato verhindern.

NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg und auch der EU-Außenbeauftragte Josep Borrell sind hingegen für den Einsatz der vom Westen gelieferten Waffen gegen militärische Ziele in Russland. Dies solle es der Ukraine erleichtern, sich gegen Angriffe aus Russland zu wehren. Stoltenberg hat die roten Linien mancher Nato-Länder kritisiert, da diese den Ukrainern die Hände binden würden.

Der russische Präsident Wladimir Putin hat unterdessen mit ernsten Konsequenzen gedroht, falls der Westen der Ukraine erlauben sollte, westliche Waffen gegen Ziele in Russland einzusetzen.
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Re: Börsen- und Industrie-Infos

Neuer Beitragvon Bahndamm 68 » 29. Mai 2024, 20:44

MÄRKTE EUROPA/Zinssorgen treiben Aktienkäufer in die Flucht

Die europäischen Aktienmärkte haben am Mittwoch mit Verlusten geschlossen, belastet von der Unsicherheit über die Zinssenkungsperspektiven. Der DAX büßte 1,1 Prozent auf 18.473 Punkte ein, der Euro-Stoxx-50 verlor 1,3 Prozent auf 4.963.

In den USA war am Vortag die viel beobachtete Rendite der 10-jährigen US-Anleihen mit Schwung über die psychologisch wichtige Marke von 4,50 Prozent gesprungen, ausgelöst von einem stark ausgefallenen Verbrauchervertrauen und neuerlichen falkenhaften Aussagen aus Kreisen der US-Notenbank. Am Mittwoch stieg die Rendite weiter bis auf 4,62. Auch in Europa stiegen die Renditen erneut kräftig - die Anleihekurse fielen also. Am Devisenmarkt zog der Dollar deutlich an, der Euro gab auf 1,0810 Dollar nach.

Auch neue Preisdaten aus Deutschland beruhigten nicht. Im Mai stiegen die Verbraucherpreise auf HVPI-Basis zwar wie erwartet um 0,2 Prozent gegenüber dem Vormonat. Gegenüber dem Vorjahr fiel das Plus mit 2,8 Prozent aber einen Tick über der Prognose von 2,7 Prozent aus. Damit liegt die Inflation weiter klar über dem EZB-Ziel von 2 Prozent. Dennoch gilt eine Zinssenkung im Juni weiter als so gut wie sicher. Am Freitag werden allerdings noch die Preise für die Eurozone insgesamt veröffentlicht.

"Wie auf europäischer Ebene bleiben auch die Dienstleistungspreise in Deutschland das Sorgenkind. Sie stiegen - wie erwartet - um kräftige 3,9 Prozent, nach 3,4 Prozent im April", kommentierte die DWS die Preisdaten. Eine Trendumkehr sei in diesem Preissegment nicht so schnell zu erwarten, denn das Lohnwachstum werde weiter ordentlich bleiben.

Zinssensible Titel leiden

Unter Druck standen insbesondere Aktien aus zinssensiblen Sektoren wie Immobilien, Technologie oder Versorgung. In Deutschland fielen Infineon um 3,2, Aixtron um 1,4, RWE um 2,3 oder Siemens Energy um 3,8 Prozent. Im Immobiliensektor büßten Vonovia 2,2 und Hypoport 6,9 Prozent ein. Nach Vorlage von Geschäftszahlen gaben Aroundtown um 6,2 Prozent nach. Der Stoxx-Subindex der Immobilienaktien gab um 1,7 Prozent nach.

Adidas legten gegen den schwächeren Gesamtmarkt um 2,2 Prozent zu. Kurstreiber war laut Händlern eine erhöhte Prognose von Dick's Sporting Goods in den USA. Der Einzelhändler sprach von steigender Ausgabebereitschaft seiner Kunden. Die Puma-Aktie hatte zwischenzeitlich auch zugelegt, schloss aber 0,7 Prozent im Minus.

Trotz guter Geschäftszahlen fielen Douglas in dem negativen Gesamtmarkt um 2,9 Prozent zurück.

Bei den Lieferdiensten sorgte Morgan Stanley für schlechte Laune. Für Just Eat Takeaway ging es mit einem deutlich gesenkten Kursziel um 4,2 Prozent abwärts. Delivery Hero wurden auf "Equalweight" abgestuft, der Kurs verlor 6,4 Prozent.

BHP will bei Anglo American nicht mehr nachlegen

Anglo American verloren 3 Prozent, nachdem das Unternehmen den Wunsch von BHP abgelehnt hatte, die Übernahmegespräche zu verlängern. BHP stiegen um 0,8 Prozent. Nach der ablehnenden Haltung des Konkurrenten hat sich BHP mit Ablauf der Frist am späten Nachmittag formell zurückgezogen. Laut Anglo American ging BHP auf fundamentale Bedenken gar nicht ein. Risiken und Unsicherheiten seien nicht ausreichend adressiert worden.

Royal Mail wird vom tschechischen Milliardär Daniel Kretinsky vollständig übernommen. International Distribution Services (ISD), der börsennotierte Eigentümer der britischen Post, stimmte einem verbesserten Übernahmeangebot von 3,57 Milliarden Pfund zug. IDS stiegen an der Londoner Börse um 4,3 Prozent.

Um 5,4 Prozent abwärts ging es für Banca Monte dei Paschi in Mailand. Ein Gericht in Italien hat laut Medienberichten eine Untersuchung gegen die Bank wegen des Verdachts auf schweren Betrug gegen den Staat eröffnet. Die italienische Regierung hatte sich 2017 die Rettung der ältesten Bank der Welt, die wegen fauler Kredite vor dem Zusammenbruch stand, 5,4 Milliarden Euro kosten lassen.

Abwärts ging es bei den Fluglinienaktien, nachdem American Airlines die Prognose für das laufende Quartal deutlich gesenkt hatte. Die Fokussierung der Vertriebswege auf Apps anstelle Reisebüros hat sich als Flop erwiesen. In Europa fielen Lufthansa um 2,7, Air-France um 3,5 und IAG um 2,8 Prozent.
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Re: Börsen- und Industrie-Infos

Neuer Beitragvon Bahndamm 68 » 30. Mai 2024, 20:34

ÜBERBLICK am Abend/Konjunktur, Zentralbanken, Politik

Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires

US-Wirtschaft wächst im ersten Quartal um 1,3 Prozent

Die US-Wirtschaft ist im ersten Quartal 2024 moderat gewachsen. Wie das Handelsministerium im Rahmen einer ersten Datenrevision berichtete, erhöhte sich das Bruttoinlandsprodukt (BIP) auf das Jahr hochgerechnet um 1,3 Prozent gegenüber dem Vorquartal. Von Dow Jones Newswires befragte Volkswirte hatten mit einem Anstieg von 1,2 Prozent gerechnet, nachdem das Handelsministerium in einer ersten Schätzung ein Plus von 1,6 Prozent gemeldet hatte.

Erstanträge auf US-Arbeitslosenhilfe gestiegen

Die Zahl der Erstanträge auf Leistungen aus der US-Arbeitslosenversicherung hat in der Woche zum 25. Mai zugelegt. Im Vergleich zur Vorwoche stieg die Zahl der Anträge auf saisonbereinigter Basis um 3.000 auf 219.000, wie das US-Arbeitsministerium in Washington mitteilte. Von Dow Jones Newswires befragte Volkswirte hatten einen Anstieg auf 218.000 vorhergesagt.

US-Rohöllagerbestände sinken stärker als erwartet

Die Rohöllagerbestände in den USA haben sich in der Woche zum 24. Mai verringert. Sie fielen nach Angaben der staatlichen Energy Information Administration (EIA) um 4,156 Millionen Barrel gegenüber der Vorwoche. Von Dow Jones Newswires befragte Analysten hatten einen geringeren Rückgang um 1,4 Millionen Barrel vorhergesagt. In der Vorwoche hatten sich die Lagerbestände um 1,825 Millionen Barrel erhöht. Die Benzinbestände nahmen nach EIA-Angaben um 2,022 Millionen Barrel zu. Analysten hatten ein Minus von 1,0 Millionen Barrel erwartet, nachdem die Vorräte in der vorangegangenen Woche um 0,945 Millionen gesunken waren.

EU beschließt Austritt aus Energiecharta-Vertrag

Der Rat der EU hat offiziell den Austritt der Europäischen Union aus dem Energiecharta​-Vertrag beschlossen, wie die Grünen mitteilten. Das Abkommen aus den 90er-Jahren ermöglichte es Energieunternehmen, Regierungen wegen Maßnahmen für den Klimaschutz zu verklagen, die Investitionen gefährdeten. "Der Austritt der EU aus dem Energiecharta-Vertrag ist ein großer Erfolg für den Klimaschutz", erklärte Grünen-Fraktionschefin Katharina Dröge. Sie sei froh, dass die Bundesregierung schon vergangenes Jahr vorangegangen sei und dem klimaschädlichen Vertrag eine Absage erteilt habe. "Umso wichtiger ist es, dass die EU jetzt folgt. Kein anderes Abkommen hat so viele klimaschädliche Investitionen und Investoren geschützt und es ihnen ermöglicht, auf dem Klageweg den Klimaschutz zu bremsen", sagte sie. Die EU untermauere damit das Ziel, bis 2045 klimaneutral zu werden.

Absichtserklärung für südlichen Wasserstoffkorridor unterzeichnet

Deutschland, Österreich und Italien haben ihre gemeinsame Absichtserklärung für die Entwicklung des südlichen Wasserstoffkorridors unterzeichnet, wie das Bundeswirtschaftsministerium mitteilte. Die Unterzeichnung in Brüssel sei ein wichtiger Schritt hin zu einer nachhaltigen Energiezusammenarbeit. Deutschland, Österreich und Italien wollten damit die Schaffung eines Wasserstoffimportkorridors zwischen den drei Ländern voranbringen. Von deutscher Seite habe Wirtschaftsstaatssekretär Sven Giegold die Erklärung unterzeichnet. Der südliche Wasserstoffkorridor sei bereits als Projekt von gemeinsamem Interesse (PCI) ausgewählt worden. Er sei besonders für die süddeutschen Bundesländer wichtig.

Habeck übergibt Förderbescheid an Arcelormittal

Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) hat gemeinsam mit der Bremer Wirtschaftssenatorin Kristina Vogt (Linke) dem Unternehmen Arcelormittal in Eisenhüttenstadt einen Förderbescheid über 1,27 Milliarden Euro für die Dekarbonisierung seiner Stahlproduktion überreicht. "Damit kann das Projekt DRIBE2 der beiden Produktionsstandorte für Flachstahl in Bremen und Eisenhüttenstadt jetzt durchstarten", erklärte Habecks Ministerium weiter. "Heute erreichen wir einen Meilenstein bei der Transformation unserer Industrie", sagte Habeck laut Mitteilung. Damit hätten jetzt alle vier großen Dekarbonisierungsprojekte der Primärstahlproduzenten in Deutschland eine Förderzusage erhalten.

DSGV nach Verabschiedung von EU-Bankenpaket für "smarte Regulierung"

Der Deutsche Sparkassen- und Giroverband (DSGV) hat nach der Verabschiedung des seit Oktober 2021 diskutierten Bankenpakets für eine "smarte Regulierung" bei der Umsetzung geworben. Mit dem Beschluss zur Kapitalanforderungsverordnung CRR III und der Eigenkapitalrichtlinie CRD im EU-Rat sei nun der letzte Baustein der "Nachkrisen-Regulierung" gesetzt. Es folge - möglicherweise erst im August 2024 - die Verkündung im EU-Amtsblatt und daran anschließend die nationale Umsetzung der CRD VI. Zahlreiche neue Regelungen aus der CRR wirkten schon zum 1. Januar 2025 und erzeugten einen hohen Umsetzungsaufwand, betonte der Verband.

Fed/Williams erwartet Abkühlung der Inflation im zweiten Halbjahr

Die zuletzt guten monatlichen Wirtschaftsdaten markieren nach Ansicht des Präsidenten der New York Fed, John Williams, nur eine Pause und noch kein Ende der Abkühlung. Die Federal Reserve habe die Zinsen dort, wo sie sein müssten, um die Inflation zu senken, sagte Williams in einer Rede vor dem Economic Club of New York. Er erwarte, dass sich die Inflation "in der zweiten Hälfte dieses Jahres wieder abschwächen wird".

COMPANY TALK/Deutsche Bank will Postbank-Streit-Folgen für Aktionäre minimieren

Die Deutsche Bank will die Folgen ihres Rechtsstreits im Zusammenhang mit der Postbank-Übernahme für ihre Aktionäre minimieren. Die Bank hat im zweiten Quartal eine Rückstellung über 1,3 Milliarden Euro gebildet, nachdem frühere Postbank-Aktionäre auf einen höheren Preis pro Aktie geklagt hatten. Dies werde Auswirkungen auf die Profitabilität und die Kapitalquoten im Quartal und das Gesamtjahr haben, hatte das Finanzinstitut gewarnt.

"Wir arbeiten hart daran, sicherzustellen, dass das Geld die Bank nicht verlässt", sagte Finanzvorstand James von Moltke bei der Deutsche Bank Global Financial Services Conference. "Wir hoffen, dass sich die rechtlichen Argumente letztlich durchsetzen werden, auch wenn die Aussagen des Gerichts an diesem Tag etwas anderes vermuten ließen. Und natürlich gibt es einen Weg für einen Vergleich", sagte er. "Unser Ziel ist es, die Auswirkungen dieser Rechtsangelegenheit für die Aktionäre zu minimieren."

Die Rückstellung ändere nichts an der Disziplin der Bank bei der Umsetzung ihrer Strategie oder an ihrem Kurs bei Kapitalausschüttungen.
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Re: Börsen- und Industrie-Infos

Neuer Beitragvon Bahndamm 68 » 31. Mai 2024, 21:10

ÜBERBLICK am Abend/Konjunktur, Zentralbanken, Politik

Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires

US-Inflation verharrt im April bei 2,7 Prozent

Eine wichtige US-Inflationsrate hat im April stagniert. Das von der Notenbank favorisierte Preismaß, der Gesamtindex für die persönlichen Konsumausgaben (PCE), lag um 2,7 (Vormonat: 2,7) Prozent höher als vor einem Jahr, wie das Bureau of Economic Analysis mitteilte. Von Dow Jones Newswires befragte Ökonomen hatten diese Entwicklung erwartet. Die Fed strebt eine Inflationsrate von 2 Prozent an. Im Monatsvergleich stieg der PCE-Preisindex im April um 0,3 (0,3) Prozent. Die Prognose wurde damit ebenfalls bestätigt.

Chicagoer Einkaufsmanagerindex fällt unerwartet im Mai

Die Stimmung der Einkaufsmanager aus dem Großraum Chicago hat sich im Mai unerwartet eingetrübt. Der Indikator fiel auf 35,4 Punkte, wie die Vereinigung der Chicagoer Einkaufsmanager mitteilte. Im April stand der Index bei 37,9 Punkten. Volkswirte hatten einen Wert von 41,1 Punkten erwartet.

Scholz gegen AfD-Verbotsverfahren und für politische Auseinandersetzung

Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) hat sich gegen ein Verbotsverfahren der AfD ausgesprochen. Er setze vielmehr auf die Beobachtung der Partei durch den Verfassungsschutz, die Anwendung existierender Gesetze und die politische Auseinandersetzung mit der AfD. "Politisch muss man auch gegenhalten. Wir müssen natürlich auch das tun, wozu uns Gesetze und Verfassung ermuntern. Das heißt, die AfD wird beobachtet. Dagegen ist sie vor Gericht gezogen und hat in zwei Instanzen keinen Erfolg gehabt. Das ist auch der richtige Weg", sagte Scholz auf dem Deutschen Katholikentag in Erfurt.

Vonovia: 31 % entscheiden sich für Aktiendividende

Bei Vonovia haben sich in diesem Jahr knapp ein Drittel für eine Ausschüttung der Dividende in Form von Aktien entschieden - allerdings weniger als im Vorjahr.

Wie der Bochumer Wohnimmobilienkonzern mitteilte, wurde innerhalb der Bezugsfrist für 30,93 Prozent der dividendenberechtigten Aktien die Ausschüttung in Form neuer Aktien gewählt. Im vergangenen Jahr waren es mit 44,87 Prozent deutlich mehr.

Ausgeschüttet werden 0,90 Euro je Aktie als Dividende für 2023. Somit verbleiben den Angaben zufolge rund 227 Millionen Euro im Unternehmen. 8.207.927 neue Aktien werden ausgegeben; die Gesamtanzahl der Vonovia-Aktien steigt damit auf 822.852.925.

Im Vorjahr kamen 0,85 Euro je Aktie zur Ausschüttung, rund 304 Millionen Euro blieben per Aktiendividende im Unternehmen. Es wurden 18.795.001 neue Aktien ausgegeben.

Die neuen Aktien werden voraussichtlich am 7. Juni in die Depots der Aktionärinnen und Aktionäre eingebucht, die Bardividende und wird voraussichtlich am 4. Juni erfolgen.
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Re: Börsen- und Industrie-Infos

Neuer Beitragvon Gerd Böhmer » 3. Juni 2024, 10:56

Mahlzeit,

Kam gerade als Breaking- News über n-tv - Reiseveranstalter meldet Insolvenzverfahren an:
Der Reisekonzern FTI meldet Insolvenz an. Die FTI Touristik GmbH, Obergesellschaft der FTI Group des drittgrößten europäischen Reiseveranstalters, stellt am Montag beim Amtsgericht München einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens, teilt das Unternehmen mit. Noch nicht begonnene Reisen würden voraussichtlich ab morgigem Dienstag (4. Juni) nicht mehr oder nur teilweise durchgeführt werden können.

... wer aus der Chefetage hat denn hier im Vorfeld wieder Mist gebaut ?
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Re: Börsen- und Industrie-Infos

Neuer Beitragvon Bahndamm 68 » 3. Juni 2024, 22:30

ÜBERBLICK am Abend/Konjunktur, Zentralbanken, Politik

Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires

ISM-Index für US-Industrie sinkt im Mai

Die Aktivität in der US-Industrie hat sich laut ISM im Mai verlangsamt. Der vom Institute for Supply Management (ISM) berechnete Einkaufsmanagerindex des verarbeitenden Gewerbes ermäßigte sich auf 48,7 (Vormonat: 49,2). Von Dow Jones Newswires befragte Ökonomen hatten einen Anstieg auf 49,6 prognostiziert. Das Stimmungsbarometer liegt damit unter der Marke von 50 Zählern, ab der es ein Schrumpfen signalisiert.

S&P Global: Aktivität in US-Industrie zeigt im Mai Belebung

Die Aktivität in der US-Industrie hat sich laut einer Umfrage von S&P Global im Mai gegenüber dem Vormonat verstärkt. Der von S&P Global in diesem Sektor erhobene Einkaufsmanagerindex stieg auf 51,3 von 50,0 Punkten. Volkswirte hatten einen Stand von 50,7 erwartet. In erster Veröffentlichung war ein Wert von 50,9 ermittelt worden. Oberhalb von 50 Punkten signalisiert das Konjunkturbarometer ein Wachstum, unterhalb von 50 eine schrumpfende Wirtschaft.

Norwegische Gaspipeline nach England ist außer Betrieb

Die Gaslieferungen zwischen Nyhamna in Norwegen und Easington in Nordengland sind zurzeit ausgesetzt, was zu Kürzungen im Gasliefersystem und steigenden Preisen in ganz Europa führt. "Es gibt operative Probleme auf der Plattform Sleipner Riser", sagte Randi Viksund, Kommunikationsdirektorin des norwegischen Pipeline-Betreibers Gassco, am Montag der Nachrichtenagentur AFP. Es seien Reparaturen nötig, weshalb die Unterwasser-Pipeline "Langeled" außer Betrieb sei.

Ministerium: Warnungen wegen Verfehlen von Klimazielen sind Ansporn

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz sieht in der Warnung des Expertenrats für Klimafragen, dass Deutschland sein Klimaziele 2030 verfehlen wird, einen Ansporn zur ehrgeizigen Klimapolitik und zum beschleunigten Ausbau der Erneuerbaren. Ein Ministeriumssprecher betonte, man sei sich der Risiken für die Klimaziele bewusst und habe zudem kürzlich weitere Maßnahmen beschlossen, die der Expertenrat in seinem Sondergutachten noch nicht berücksichtigt habe.

Bund will Expertenbericht zu Elementarversicherung abwarten

Die Bundesregierung hat sich in der Frage einer Pflichtversicherung für Elementarschäden bisher auf keine Haltung festgelegt. Der stellvertretende Regierungssprecher Wolfgang Büchner verwies bei einer Pressekonferenz in Berlin darauf, dass Bund und Länder vor knapp einem Jahr die Einrichtung einer gemeinsamen Arbeitsgruppe dazu vereinbart hätten. "Es ist so, dass wir jetzt den Bericht dieser Arbeitsgruppe abwarten", sagte Büchner. Die Arbeitsgruppe habe die Aufgabe, "alle Optionen zu prüfen, wie die Verbreitung der Elementarschadenversicherung erhöht werden kann, inklusive auch der Option einer Pflichtversicherung".

Verkehrsministerium startet Sonderprogramm zum Glasfaserausbau

Das Bundesverkehrsministerium ergänzt die im vergangenen Monat gestarteten Förderaufrufe für die "Gigabitförderung 2.0" um ein spezielles Lückenschluss-Pilotprogramm. Hintergrund seien die guten Fortschritte beim privatwirtschaftlichen Glasfaserausbau, erklärte das Ministerium. Während größere Gebiete von der Telekommunikationsbranche schnell erschlossen würden, könne sich die Förderung zunehmend auf die Versorgung kleinerer Restgebiete konzentrieren. "Ob in der Stadt oder auf dem Land - wir wollen durch eine flächendeckende Versorgung mit Hochleistungsnetzen überall in Deutschland Wachstum und Teilhabe erreichen", erklärte Bundesverkehrsminister Volker Wissing (FDP).

Deutschland und die USA wollen Kooperation in der Raumfahrt stärken

Deutschland und die USA wollen ihre Kooperation in der Raumfahrt stärken. Auf dem ersten deutsch-amerikanischen Raumfahrtdialog in Berlin sprechen nach Angaben des Bundeswirtschaftsministeriums beide Seiten über ihre gemeinsame Satellitenmission und die Zusammenarbeit in der zivilen und kommerziellen Raumfahrt. Aktuell arbeiten Deutschland und die USA in der Satellitenmission Gravity Recovery and Climate Experiment -Continuity (GRACE-C) zusammen, bei der zwei baugleiche Satelliten wenig entfernt voneinander auf derselben Flugbahn fliegen und dabei Messungen zu globalen Veränderungen des Schwerefeldes der Erde durchführen.

VZBV: Elementarpflichtversicherung ist zweiter Schritt vor dem ersten

Die Vorständin des Verbraucherzentrale Bundesverbands (VZBV), Ramona Pop, sieht die angesichts des Hochwassers in Bayern und Baden-Württemberg erneut diskutierte Pflichtversicherung für Elementarschäden zum gegenwärtigen Zeitpunkt kritisch. "Eine verpflichtende Elementarschadensversicherung ist der zweite Schritt vor dem ersten", erklärte sie. Die Bundesregierung sollte zunächst gesetzlich definieren, welche Risiken durch Wohngebäudeversicherungen abgesichert werden müssten.

KfW verkauft 2,2 % der Aktien der Deutsche Telekom zu je 22,13 EUR

Die KfW hat am Montagabend 110 Millionen Aktien der Deutschen Telekom AG zu einem Preis von je 22,13 Euro im Zuge eines beschleunigten Platzierungsverfahrens ab institutionelle Investoren verkauft. Das entspricht einem Betrag von 2,43 Milliarden Euro. Nach Abschluss der Transaktion erhöhe sich der Streubesitz der Telekom entsprechend. Die KfW und der Bund blieben mit einem Gesamtanteil von ca. 27,8 Prozent weiterhin die größten Aktionäre der Deutsche Telekom AG, teilte die Kreditanstalt für Wiederaufbau mit. Sie hatte die Platzierung am frühen Abend avisiert.

Für die verbleibende Beteiligung wurde mit den Joint Bookrunners eine Verkaufsbeschränkung mit einer Laufzeit von 90 Tagen und mit bestimmten Ausnahmen vereinbart, wie es weiter heißt. Im Einvernehmen mit dem Bundesministerium der Finanzen habe die KfW die stabilen Rahmenbedingungen an den Aktienmärkten im ersten Halbjahr für Privatisierungsschritte erneut genutzt, sagte Tim Armbruster, Treasurer der KfW.

Der bei der Transaktion erzielte Verkaufserlös stehe abzüglich des von der KfW geleisteten Kaufpreises sowie den im Zusammenhang mit der Privatisierungstransaktion entstandenen Kosten dem Bund zu.
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Re: Börsen- und Industrie-Infos

Neuer Beitragvon Bahndamm 68 » 4. Juni 2024, 22:19

ÜBERBLICK am Abend/Konjunktur, Zentralbanken, Politik

Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires

Zahl offener US-Stellen sinkt im April stärker als erwartet

Die Zahl der offenen Stellen in den USA hat im April deutlicher als erwartet abgenommen. Wie das Arbeitsministerium im Rahmen seiner Job Openings and Labor Turnover Summary (Jolts) mitteilte, gab es 8,06 (März revidiert: 8,36) Millionen offene Stellen. Analysten hatten auf Basis eines vorläufigen März-Werts von 8,49 Millionen einen Rückgang auf 8,37 Millionen prognostiziert. Die Zahl der freiwilligen Kündigungen stieg dagegen auf 3,51 (3,41) Millionen, während die Zahl der Entlassungen auf 1,52 (1,60) Millionen zurückging.

Auftragseingang der US-Industrie im April gestiegen

Der Auftragseingang der US-Industrie hat sich im April um 0,7 Prozent gegenüber dem Vormonat erhöht. Das entsprach exakt der von Volkswirten erwarteten Rate. Für den Vormonat ergab sich ein Plus von 0,7 Prozent, wie das US-Handelsministerium weiter mitteilte. Vorläufig war eine Zunahme von 1,6 Prozent berichtet worden. Beim Bestelleingang für langlebige Wirtschaftsgüter meldete das Ministerium für April einen Anstieg von 0,6 Prozent nach vorläufig plus 0,7 Prozent. Der Auftragseingang ohne Berücksichtigung des Rüstungssektors stieg um 0,4 Prozent. Die Order ohne Transportbereich nahmen um 0,7 Prozent zu. Die Bestellungen für zivile Investitionsgüter ohne Flugzeuge, die als wichtige Messgröße für die Unternehmensausgaben gelten, kletterten um 0,2 Prozent. Im Vormonat war ein Minus von 0,2 Prozent registriert worden.

EZB reduziert APP-Anleihebestände planmäßig - PEPP-Bestände konstant

Die Bestände der von den Zentralbanken des Eurosystems unter dem APP- und dem PEPP-Programm erworbenen Anleihen sind im Mai weiter gesunken. Wie aus Daten hervorgeht, die die EZB auf ihrer Website veröffentlichte, verringerten sich die APP-Bestände um 38 Milliarden auf 2.897 Milliarden Euro, darunter die an Staatsanleihen um 30 Milliarden auf 2.302 Milliarden Euro. Die EZB hat beschlossen, dass diese Bestände langsam und berechenbar reduziert werden, indem fällige Papiere nicht mehr ersetzt werden.

Nordea: EZB signalisiert weitere Zinssenkungen

Der Rat der Europäischen Zentralbank (EZB) dürfte nach Aussage der Nordea-Analysten Jan von Gerich und Tuuli Koivu am Donnerstag eine Zinssenkung um 25 Basispunkte beschließen. Wie sie in ihrem Ausblick auf die Ratssitzung schreiben, dürfte die EZB außerdem ihre Bereitschaft zu weiteren Zinssenkungen signalisieren. "Der Fokus wird auf dem begleitenden Statement und den aktuellen Stabsprojektionen liegen", schreiben sie. Sie gehen davon aus, dass die Zentralbank signalisieren wird, dass - unter der Annahme, dass die Basisprognose Bestand hat - weitere Zinssenkungen wahrscheinlich sind.

Bauindustrie senkt Umsatzprognose für 2024 leicht und erwartet Stellenabbau

Die deutsche Bauindustrie hat ihre Umsatzprognose für dieses Jahr leicht nach unten korrigiert und erwartet einen Abbau von 10.000 Stellen. Der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie (HDB) erwartet nun einen Rückgang der preisbereinigten Umsätze für 2024 um 4 Prozent statt des Anfang des Jahres erwarteten Minus von 3,5 Prozent. Als Grund nannte der Verband, dass auch der öffentliche Bau und nicht nur der Wohnungsbau schwächer laufen werde als erwartet.

Habeck sieht Untersuchungssausschus zu Atomausstieg gelassen entgegen

Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck sieht dem von den Unionsparteien beantragten Untersuchungsausschuss zum Atomausstieg entspannt entgegen. Es sei das gute Recht der Opposition, solch einen Untersuchungsausschuss im Bundestag einzuberufen. Vorwürfe der Täuschung und Intransparenz wies er hingegen zurück. Unionsfraktionschef Friedrich Merz will klären lassen, ob die Regierung während der Energiekrise eine Laufzeitverlängerung tatsächlich ergebnisoffen prüfen ließ. Er erwartet die Einsetzung des Untersuchungsausschusses in der kommenden Woche.

Mützenich wirbt für Elementarversicherung

Der SPD-Fraktionsvorsitzende Rolf Mützenich hat angesichts des Hochwassers in Bayern und Baden-Württemberg eine Initiative seiner Fraktion für eine Pflichtversicherung gegen Elementarschäden in den Fokus gerückt. "Natürlich kann man alles sozusagen dort hineininterpretieren, was schwierig ist. Auf der anderen Seite will ich aber auch sagen, wenn in Frankreich ein solches Modell gelingt, warum soll es nicht auch in Deutschland letztlich gelingen", meinte Mützenich bei einem Pressestatement vor einer Sitzung der Fraktion. Es könne sein, "dass die Baukosten in einer bestimmten Höhe dann auch steigen werden, aber dann müsse man dies einbeziehen in die Beratungen "und möglicherweise auch überlegen, was kann man dagegen auch letztlich tun".

Bund stockt grüne Bundesanleihe im syndizierten Verfahren auf

Der Bund hat die 1,80-prozentige und im August 2053 fällig werdende grüne Bundesanleihe im syndizierten Verfahren aufgestockt. Wie eine der Konsortialbanken mitteilte, betrug das Emissionsvolumen 3 Milliarden Euro und erreichte damit die Größenordnung, die bereits im Vorfeld bekannt geworden war. Die Transaktion beinhaltet eine Tranche von 250 Millionen Euro, die zum Zwecke der Marktpflege in den Eigenbestand des Bundes überführt wurde. Die beteiligten Banken übernahmen Stücke im Umfang von 1,075 Milliarden Euro.

Arbeitgeber warnen vor Eingriff in Beitragskasse der BA

Arbeitgeberpräsident Rainer Dulger hat angesichts der aktuellen Arbeitsmarktzahlen vor "weiteren Eingriffen in die Beitragskasse" der Bundesagentur für Arbeit (BA) gewarnt. "Die Ausgaben der Bundesagentur für Arbeit steigen noch schneller als erwartet", sagte Dulger. "Die Wirtschaftspolitik der Bundesregierung hinterlässt deutliche Spuren auf dem Arbeitsmarkt." Arbeitslosenzahl und -quote seien im Mai 2024 im Vergleich zum Vorjahresmonat gestiegen, gleichzeitig verlangsame sich der Zuwachs an sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung. Weiterhin bleibe der Fachkräftemangel eine der größten Herausforderungen am Arbeitsmarkt.

Experten empfehlen Maßnahmen für klimafreundliche Luftfahrt

Der von der Regierung ins Leben gerufene Arbeitskreis klimaneutrale Luftfahrt hat konkrete Handlungsempfehlungen an die Politik gerichtet, "um Maßnahmen für eine klimafreundliche Luftfahrt zügig umzusetzen". Das gaben das Bundesverkehrs- und das Bundeswirtschaftsministerium in einer Mitteilung bekannt. Zu den Vorschlägen gehören demnach ein klares Bekenntnis von Industrie und Politik für den Hochlauf nachhaltiger Flugkraftstoffe (Sustainable Aviation Fuels - SAF), neue Landeverfahren zur Reduktion von CO2, optimierte Flugrouten zur Reduktion klimaschädlicher Wirkung von Kondensstreifen sowie eine Fortsetzung der Forschungsförderung für die Luftfahrtindustrie.

BMW startet am 5. Juni zweite Tranche des Aktienrückkaufprogramms

Der Premiumhersteller BMW beginnt am morgigen Mittwoch mit der dritten Tranche seines Aktienrückkaufprogramms mit einem Gesamtvolumen von bis zu 2 Milliarden Euro. Wie der DAX-Konzern mitteilte, soll der Rückkauf im Zeitraum vom 5. Juni bis spätestens 30. Dezember 2024 ein Volumen von bis zu 410 Millionen Euro für Stammaktien und bis zu 90 Millionen Euro für Vorzugsaktien haben. Dabei dürfen noch maximal rund 24,37 Millionen Stammaktien und rund 5,17 Millionen Vorzugsaktien erworben werden.

Im Rahmen der ersten beiden Tranchen wurden vom 3. Juli 2023 bis zum 3. Juni 2024 rund 8,29 Millionen Stamm- und rund 1,92 Millionen Vorzugsaktien für insgesamt knapp 1 Milliarden Euro erworben.

Das Aktienrückkaufprogramm dient hauptsächlich dem Zweck der Einziehung von Aktien mit entsprechender Herabsetzung des Grundkapitals.
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Re: Börsen- und Industrie-Infos

Neuer Beitragvon Bahndamm 68 » 5. Juni 2024, 20:15

ÜBERBLICK am Abend/Konjunktur, Zentralbanken, Politik

Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires

ADP: US-Privatsektor schafft im Mai weniger Stellen als erwartet

Die Beschäftigung in der US-Privatwirtschaft ist im Mai schwächer gestiegen als erwartet. Wie der Arbeitsmarkt-Dienstleister Automatic Data Processing Inc (ADP) berichtete, entstanden gegenüber dem Vormonat 152.000 Stellen. Von Dow Jones Newswires befragte Ökonomen hatten ein Plus von 175.000 Jobs vorausgesagt. Im April waren unter dem Strich 188.000 Arbeitsplätze hinzugekommen, und damit 4.000 weniger als ursprünglich gemeldet.

US-Rohöllagerbestände gestiegen

Die Rohöllagerbestände in den USA haben sich in der Woche zum 31. Mai ausgeweitet. Sie stiegen nach Angaben der staatlichen Energy Information Administration (EIA) um 1,233 Millionen Barrel gegenüber der Vorwoche. Von Dow Jones Newswires befragte Analysten hatten einen Rückgang um 1,6 Millionen Barrel vorhergesagt. In der Vorwoche hatten sich die Lagerbestände um 4,156 Millionen Barrel reduziert.

ISM-Index Service im Mai deutlich gestiegen

Die Aktivität im Dienstleistungssektor der USA ist im Mai gestiegen. Der vom Institute für Supply Management (ISM) in diesem Sektor erhobene Index erhöhte sich auf 53,8. Von Dow Jones Newswires befragte Ökonomen hatten 50,7 erwartet nach einem Vormonatsstand von 49,4. Ein Wert oberhalb der sogenannten Wachstumsschwelle von 50 Punkten signalisiert eine wirtschaftliche Belebung, unterhalb von 50 weist er auf eine Abschwächung hin.

Scholz: Erhalt der Institutssicherung bleibt deutsche Richtschnur

Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) hat sich in einer Rede vor Vertretern von Genossenschaftsbanken deutlich zum Erhalt der deutschen Institutsischerung bekannt. "Die Position der Bundesregierung zur Bankenunion und Edis hat sich nicht verändert", sagte Scholz bei der 79. Bankwirtschaftlichen Tagung der Volksbanken und Raiffeisenbanken mit Blick auf die Verhandlungen zu einem Europäischen Einlagensicherungssystem (Edis).

Scholz: Brauchen schnelleres und einfacheres Bauen für mehr bezahlbaren Wohnraum

Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) will mit schnellerem und einfacherem Bauen mehr bezahlbaren Wohnraum in Deutschland schaffen. Es gehe darum, Deutschland zu modernisieren und gleichzeitig mehr erschwinglichen Wohnraum zu schaffen, damit Städte und Dörfer bezahlbarer und lebenswert bleiben, wie er beim Tag der deutschen Bauindustrie sagte. Scholz bekräftigte hier auch, dass Deutschland jährlich 400.000 neue Wohnungen braucht, selbst wenn dies auch unter normalen Bedingungen eine große Herausforderung sei.

VDA: Mehr als jeder dritte Betrieb plant Investitionsverlagerung ins Ausland

Mehr als jedes dritte Unternehmen in Deutschlands automobilem Mittelstand plant Investitionsverlagerung ins Ausland. Das ist das Ergebnis einer Umfrage des Verbandes der Automobilindustrie (VDA). Diese zeigt außerdem, dass jedes zweite Unternehmen Beschäftigung in Deutschland abbauen will und dass die Bürokratie die Unternehmen zunehmend belastet. Der VDA forderte die Bundesregierung angesichts der Umfrageergebnisse auf, für wettbewerbsfähige Energiepreise, schnelle Planungs- und Genehmigungsverfahren sowie ein wettbewerbsfähiges Steuer- und Abgabensystem in Deutschland zu sorgen.

Habeck würdigt Beitrag der Monopolkommission zur Sicherung des Wettbewerbs

Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) sieht in der konstruktiven und gleichzeitig kritischen Expertise der Monopolkommission einen wichtigen Bestandteil für faire Marktbedingungen in Deutschland. Anlässlich des 50-jährigen Bestehens betonte der Minister, die Behörde habe mit ihren Haupt-, Sektor- und Sondergutachten die Wettbewerbssituation in Deutschland sowie die deutsche Wirtschaftspolitik maßgeblich geprägt.

Geywitz: Wohngemeinnützigkeit weitere Säule für bezahlbares Wohnen

Bundesbauministerin Klara Geywitz sieht in der vom Kabinett auf den Weg gebrachten Wiedereinführung der Wohngemeinnützigkeit eine "weitere starke Säule für bezahlbares Wohnen. Das Kabinett hatte beschlossen, im Rahmen des Jahressteuergesetzes 2024 die "Förderung wohngemeinnütziger Zwecke" als neuen gemeinnützigen Zweck in die Abgabenordnung aufzunehmen. Von der Regelung könnten zunächst etwa 100 Körperschaften, wie zum Beispiel Stiftungen, Vereine oder Unternehmen und rund 105.000 Mieterinnen und Mieter profitieren, erklärte das Bauministerium.

Kanadas Notenbank senkt Leitzins auf 4,75 %, signalisiert weitere Zinssenkungen

Die Bank of Canada (BoC) hat den Leitzins um 25 Basispunkte gesenkt. Sie ist damit die erste Zentralbank in der Gruppe der sieben weltweit führenden Volkswirtschaften (G7), die die Zinsen senkt, nachdem die Notenbanker zuvor weltweit rasche und aggressive Anstrengungen unternommen hatten, die Zinssätze anzuheben, um die Inflation einzudämmen.
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Re: Börsen- und Industrie-Infos

Neuer Beitragvon Gerd Böhmer » 6. Juni 2024, 14:24

die EZB hat wie von Börsenkreisen erwartet den Leitzins gesenkt - https://www.n-tv.de/wirtschaft/Zinswende-EZB-senkt-erstmals-seit-2016-den-Leitzins-article24994780.html -
- ergänzend dazu https://www.n-tv.de/ratgeber/Was-die-Zinssenkung-fuer-Sie-bedeutet-article24994071.html ...
... nur bezweifle ich es ganz stark, das wegen derartigen Massnahmen die Menschen mehr konsumieren (erst Recht nicht auf Kreditbasis) und somit die "Wirtschaft angekurbelt" wird ...
MfG Gerd Böhmer,
Reichsbahninspektor aD
http://www.gerdboehmer-berlinereisenbahnarchiv.de
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Re: Börsen- und Industrie-Infos

Neuer Beitragvon Bahndamm 68 » 6. Juni 2024, 20:29

ÜBERBLICK am Abend/Konjunktur, Zentralbanken, Politik

Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires

EZB senkt Leitzinsen erstmals seit 2019

Der Rat der Europäischen Zentralbank (EZB) hat seine Leitzinsen erstmals seit 2019 gesenkt, aber zunächst keine weitere Lockerung der Geldpolitik in Aussicht gestellt. Wie die EZB mitteilte, sinken die Zinsen um 25 Basispunkte, wodurch der ausschlaggebende Satz für Bankeinlagen bei der EZB auf 3,75 (bisher: 4,00) Prozent fällt. "Auf der Grundlage einer aktualisierten Bewertung der Inflationsaussichten, der Dynamik der zugrunde liegenden Inflation und der Stärke der geldpolitischen Transmission ist es nun angemessen, den Grad der geldpolitischen Restriktion nach neun Monaten unveränderter Zinssätze abzuschwächen", heißt es im Zinsbeschluss.

EZB-Stab hebt Inflationsprognosen für 2024 und 2025 etwas an

Der volkswirtschaftliche Stab der Euroraum-Zentralbanken hat seine Prognose für die Entwicklung der Inflation in den Jahren 2024 und 2025 etwas angehoben. Wie die Europäische Zentralbank (EZB) mitteilte, rechnen die Experten für 2024 mit einem Anstieg der Verbraucherpreise um 2,5 (März-Prognose: 2,3) Prozent. Für 2025 und 2026 werden Teuerungsraten von 2,2 (2,0) und 1,9 (1,9) Prozent prognostiziert. Für die Kerninflationsrate werden nun 2,8 (2,6), 2,2 (2,1) und 2,0 (2,0) Prozent erwartet. Die Wirtschaft des Euroraums werden Wachstumsraten von 0,9 (0,6), 1,4 (1,5) und 1,6 (1,6) Prozent prognostiziert.

Lagarde: Vertrauen in Projektionen hat zu Zinssenkung beigetragen

Der Rat der Europäischen Zentralbank (EZB) hat nach Aussage von EZB-Präsidentin Christine Lagarde wieder mehr Vertrauen in die Solidität der Inflationsprognosen seines volkswirtschaftlichen Stabs. Dieses Vertrauen habe die EZB dazu befähigt, ihre Zinsen zu senken, sagte Lagarde in der Pressekonferenz nach der jüngsten EZB-Ratssitzung. Lagarde deutete an, dass die EZB für weitere hypothetische Zinsschritte "ausreichend relevante" Daten brauche. Dass sich die EZB nun aber auf einem Zinssenkungspfad befinde, wollte sie nicht sagen: "Darüber werden die Daten entscheiden", sagte sie. Die EZB brauche genug relevante Daten, die bestätigten, dass die Inflation sinke.

VÖB: Zinssenkung richtig, aber Inflation im Blick behalten

Der Bundesverband Öffentlicher Banken Deutschlands (VÖB) hat die Zinssenkung der Europäischen Zentralbank (EZB) als richtig bewertet, zugleich aber gemahnt, die Entwicklung der Inflation weiter im Blick zu behalten. "Zum ersten Mal seit 2019 senkt die EZB die Leitzinsen. Alles andere wäre eine faustdicke Überraschung gewesen", konstatierte VÖB-Hauptgeschäftsführerin Iris Bethge-Krauß.

HQ Trust: Autopilot für Zinssenkungen bleibt ausgeschaltet

Der Zinsschritt der EZB wirkt nach Einschätzung von HQ Trust angesichts der aktuellen Daten zu Inflation und Konjunktur verfrüht. "Er war von der Notenbank jedoch angekündigt und ein Verzicht hätte die Märkte in Unruhe versetzt", heißt es. Begründen lasse sich die Zinssenkung in erster Linie mit mittelfristigen Einschätzungen.

DSGV: EZB hat Spielraum für Zinssenkung genutzt

Der Präsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbands (DSGV), Ulrich Reuter, unterstützt die aktuelle Entscheidung der Europäischen Zentralbank (EZB), den Leitzins um 25 Basispunkte zu senken. "Es war richtig, den bereits signalisierten und an den Märkten erwarteten Zinsschritt zu vollziehen. Damit nutzt die EZB den Spielraum aus der Preisentwicklung, den sie hat, um die Bremse für die Wirtschaft jetzt ein wenig zu lockern", sagte Reuter.

Bankenverband: Weitere EZB-Zinssenkungen kein Automatismus

Der Bundesverband deutscher Banken (BdB) hat nach der Zinssenkung der Europäischen Zentralbank (EZB) betont, dass die Leitzinsen auf einem Niveau blieben, das die Konjunktur weiterhin dämpfe. "Das ist gut so", sagte der Hauptgeschäftsführer des Bankenverbandes, Heiner Herkenhoff, "denn die europäischen Währungshüter sind bei der Bekämpfung der Inflationsgefahren noch lange nicht am Ziel".

Geywitz: Zinssenkung wird Baubranche neuen Schub geben

Bundesbauministerin Klara Geywitz (SPD) hat sich erfreut über die Leitzinssenkung der Europäischen Zentralbank (EZB) gezeigt. "Günstige Finanzierungen am Kreditmarkt sind enorm wichtig für den Wohnungsbau", sagte sie. "Die Senkung des EZB-Leitzinses wird der Baubranche einen neuen Schub geben", zeigte sich die Politikerin überzeugt.

Lindner: Zinssenkung ist positive Nachricht für die Wirtschaft

Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP) hat die Leitzinssenkung der Europäischen Zentralbank (EZB) positiv bewertet. "Die Zinssenkung der EZB ist eine positive Nachricht für die Wirtschaft", erklärte der FDP-Vorsitzende über den Kurznachrichtendienst X. "Die Bekämpfung der Inflation ist erfolgreich, wenn die Geldpolitik der EZB von einer stabilitätsorientierten Fiskalpolitik unterstützt wird. Da lassen wir nicht nach - die Schuldenbremse ist eine Inflationsbremse."

Lindner will auch den Kinderfreibetrag erhöhen - Zeitung

Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP) will nach einem Zeitungsbericht in Sachen Steuerentlastung nachlegen und den Kinderfreibetrag rückwirkend um 228 Euro auf 9.540 Euro für dieses Jahr erhöhen und ihn insgesamt in drei Schritten bis auf 9.756 Euro anheben. "Die Mutmaßung der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Finanzminister Lindner könne sich hier in der Koalition nicht durchsetzen, sind aus der Luft gegriffen", hieß es in Lindners Ministerium laut dem Bericht der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, den Lindner selbst über den Kurznachrichtendienst X weiterverbreitete.

Habeck optimistisch für Kraftwerksstrategie

Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) hat sich zuversichtlich gezeigt, in Kürze eine Freigabe aus Brüssel für die deutsche Kraftwerksstrategie zu erhalten. "Sie sehen mich optimistisch, dass das alles jetzt funktioniert", sagte Habeck beim BDEW Kongress 2024 des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft. "Wir sind wirklich jetzt im Kleingedruckten angekommen. Alle großen Fragen, Mengenfragen, Finanzierungsfragen, Umlagefragen, Förderfragen - alles geklärt, ist alles geeint. Es sind nur noch die üblichen, wie soll ich sagen, Kabbeleien mit der Kommission, aber die will auch fertig werden."

Bundestag beschließt schnellere Genehmigung für Energieanlagen

Der Bundestag hat die Novelle des Bundesimmissionsschutzgesetzes beschlossen, die unter anderem schnellere immissionsschutzrechtliche Genehmigungsverfahren für Industrie- und Energieanlagen vorsieht. Damit werde erstmals das Klima als Schutzgut in das Bundesimmissionsschutzgesetz aufgenommen, teilten Bundesumwelt- und Bundeswirtschaftsministerium mit. Zugleich würden eine Vielzahl von Maßnahmen zur nachhaltigen Beschleunigung und Entbürokratisierung von Genehmigungsverfahren auf den Weg gebracht, die Vorhabenträger entlasteten und einen entscheidenden Beitrag für die Transformation der Industrie in Deutschland leisteten.

Erstanträge auf US-Arbeitslosenhilfe gestiegen

Die Zahl der Erstanträge auf Leistungen aus der US-Arbeitslosenversicherung hat in der Woche zum 1. Juni zugelegt. Im Vergleich zur Vorwoche stieg die Zahl der Anträge auf saisonbereinigter Basis um 8.000 auf 229.000, wie das US-Arbeitsministerium mitteilte. Von Dow Jones Newswires befragte Volkswirte hatten einen Anstieg auf 220.000 vorhergesagt.

US-Produktivität steigt im ersten Quartal um 0,2 Prozent

Die Produktivität außerhalb der Landwirtschaft in den USA ist im ersten Quartal 2024 nach revidierter Rechnung saisonbereinigt und auf das Jahr hochgerechnet um 0,2 Prozent gegenüber dem Vorquartal gestiegen. Von Dow Jones Newswires befragte Volkswirte hatten eine Stagnation erwartet, nachdem bei der ersten Schätzung ein Plus von 0,3 Prozent ausgewiesen worden war.
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