Börsen- und Industrie-Infos

Welche Musik ist gut? Einen guten Film gesehen? Büchervorstellungen oder -diskussionen? Irgend ein anderes Thema welches interessiert? Der Bereich für allgemeine Themen welche nicht das Thema DDR/BRD betreffen. Interessante Artikel, aktuelle Ereignisse und Entwicklungen.

Re: Börsen- und Industrie-Infos

Neuer Beitragvon Bahndamm 68 » 19. März 2024, 21:12

ÜBERBLICK am Abend/Konjunktur, Zentralbanken, Politik

Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires.

Lindner: Nationales Lieferkettengesetz muss aufgehoben werden

Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP) hat sich besorgt wegen möglicher Auswirkungen der gegen den Widerstand seiner Partei beschlossenen EU-Lieferkettenrichtlinie gezeigt und eine Abschaffung des deutschen Lieferkettengesetzes gefordert. "Jetzt, wo es leider eine europäische Lieferkettenrichtlinie gibt, muss das nationale Lieferkettengesetz aufgehoben werden", sagte Lindner bei einer Konferenz der Friedrich-August-von-Hayek-Stiftung in Berlin. "Ich bin in großer Sorge wegen der Rechtsunklarheit, die damit verbunden ist", betonte der FDP-Vorsitzende. "Ich sehe schon amerikanischen Lawfirms, die systematisch Klagen gegen europäische Unternehmen in Schwellenländern vorbereiten."

FDP will mehr Marktwirtschaft statt Subventionen für die Energiewirtschaft

Die FDP-Bundestagsfraktion ist weiter gegen Subventionen für die heimische Solarindustrie und favorisiert stattdessen mehr Marktwirtschaft in der deutschen Energiewirtschaft. Laut FDP-Fraktionschef Christian Dürr lehnten die Bundestagsabgeordneten seiner Partei daher den im Solarpaket 1 von Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) geplante Resilienzbonus für die Solarbranche ab. Dürr zeigte sich zudem zuversichtlich, dass der Bundesrat am Freitag dem Wachstumschancengesetz zustimmen und damit den Weg für steuerliche Erleichterungen und Bürokratieabbau freimachen wird. Er gehe davon aus, dass die Unionsparteien am Ende "zur Vernunft" kommen werden.

Merz erwartet Vorschlag der Regierung zum Agrardiesel

Unions-Fraktionschef Friedrich Merz (CDU) hat die Koalition erneut zu einer Rücknahme der Subventionskürzung beim Agrardiesel aufgefordert, damit die Unions-geführten Länder am Freitag im Bundesrat dem Wachstumschancengesetz zustimmen können. "Wir erwarten noch in diesen Tagen einen Vorschlag aus der Bundesregierung, wie wir denn das Problem lösen können mit dem Agrardiesel. Unsere Überzeugung ist unverändert, dass der Agrardiesel nicht herangezogen werden sollte zur Refinanzierung des Bundeshaushaltes für das sogenannte Wachstumschancengesetz", sagte Merz. "Wenn die Bundesregierung hierzu eine verbindliche Erklärung abgibt, dann steht einer Verabschiedung des Gesetzes am Freitag nichts im Wege."

Bundesbank-Vorstand: Keine Einwände gegen Nominierung Lienenkämpers

Der Vorstand der Deutschen Bundesbank hat keine Einwände gegen den Einzug von Lutz Lienenkämper in dieses Gremium. Wie die Bundesbank mitteilte, wurde dieses Ergebnis dem Bundesrat mitgeteilt. Lienenkämper (CDU) war früher Finanzminister Nordrhein-Westfalens, Vorsitzender des Finanzausschusses des Bundesrats, sowie Vorsitzender der Finanzministerkonferenz. In Vorstand der Bundesbank sind derzeit drei Stellen vakant, darunter die des Vizepräsidenten.

Deutschland, USA kooperieren bei Klimaforschung mit Satellitenmission GRACE-C

Deutschland wird seine Kooperation mit den USA bei der Klimaforschung fortsetzen und die neue Satellitenmission "Gravity Recovery and Climate Experiment - Continuity" (GRACE-C) unterstützten. Bei dieser Mission sollen Satellitendaten gesammelt werden, die weltweit etwa für die Bewertung und Vorhersage von Dürreperioden und beim Verständnis der Ursachen für den Anstieg des Meeresspiegels verwendet werden. Der Satellitenstart ist für Ende 2028 geplant, wie die Bundesministerien für Wirtschaft und Forschung mitteilten.
Benutzeravatar
Bahndamm 68
 
Beiträge: 4983
Bilder: 139
Registriert: 25. Februar 2015, 21:13
Wohnort: Bärlin

Re: Börsen- und Industrie-Infos

Neuer Beitragvon Bahndamm 68 » 20. März 2024, 21:03

Fed sendet Signal für drei Zinssenkungen in diesem Jahr

--Leitzins bleibt bei 5,25 bis 5,50 Prozent

--Experte: Fed bleibt auf Kurs zu Zinssenkung

--Powell hält sich zu Zinssenkung im Juni bedeckt

--Fed erhöht BIP-Wachstumsprognose für 2024

Die US-Währungshüter haben ihre Projektionen zu den Zinssenkungen in diesem Jahr trotz des soliden Wachstums und der unerwartet hohen Inflation in den jüngsten Monaten nicht wesentlich geändert. Die meisten Notenbanker rechnen in ihren neuen Projektionen weiter mit drei Zinssenkungen um jeweils 25 Basispunkte in diesem Jahr. Die Zentralbank hielt ihren Leitzins in einer Spanne zwischen 5,25 und 5,50 Prozent und damit auf einem 23-Jahreshoch. Ökonomen und Börsianer hatten mit dieser Entscheidung gerechnet. Der Beschluss fiel einstimmig.

Die Projektionen zu Wachstum und Inflation standen an der Wall Street im Mittelpunkt des Interesses, weil die Anleger mehr Informationen darüber haben wollten, wie die Inflationswerte für Januar und Februar die Projektionen der Fed beeinflusst haben. Der stärkere Preisdruck in diesem Jahr warf die Frage auf, ob die Inflation so schnell zum Ziel der Fed von 2 Prozent zurückkehren wird, wie Notenbanker und Börsianer erwartet hatten.

Fed-Chef Jerome Powell sagte bei seiner Pressekonferenz, "die Inflation ist immer noch zu hoch, kontinuierliche Fortschritte sind nicht gesichert, und der weitere Pfad ist ungewiss". Die Fed sei fest entschlossen, die Inflation auf das Ziel von 2 Prozent zurückzubringen. Die Inflationsdaten für Januar und Februar unterstrichen die Notwendigkeit, Zinssenkungen sehr sorgsam zu erwägen. Powell sagte jedoch auch, "der Leitzins dürfte in diesem Zyklus den Höhepunkt erreicht haben", was darauf deutet, dass es keine weitere Zinserhöhung in diesem Zyklus mehr geben wird.

Fed bleibt auf Kurs

"Die Fed bleibt auf Kurs in Richtung einer Leitzinswende im laufenden Jahr", kommentierte LBBW-Analyst Elmar Völker. In den Projektionen sah er ein Signal, "dass der erste Zinsschritt nach unten nicht mehr allzu weit entfernt sein dürfte. Es wäre aber noch zu früh, bereits grünes Licht zu geben, weil die jüngsten US-Inflationsdaten eine schleppendere Entspannung gezeigt haben als noch Ende letzten Jahres erhofft."

Powell hatte vor zwei Wochen bei seiner Anhörung vor dem Kongress gesagt, er sei der Meinung, dass die Notenbanker "nicht weit" davon entfernt seien, das nötige Vertrauen für eine Zinssenkung zu haben. Aber er sagte auch, es sei wichtig zu bestätigen, dass die jüngsten Fortschritte bei der Inflation kein Zufall waren. "Wir wollen nicht in eine Situation geraten, in der sich herausstellt, dass die sechs Monate guter Inflationsdaten, die wir letztes Jahr hatten, kein genaues Signal für die zugrunde liegende Inflation waren", sagte Powell.

Für die Währungshüter steht viel auf dem Spiel, denn sie versuchen, zwei Risiken zu bewältigen. Das eine besteht darin, dass sie die Zinsen zu früh senken und damit zulassen, dass sich die Inflation auf einem Niveau oberhalb ihres Ziels von 2 Prozent festsetzt. Das andere Risiko besteht darin, dass sie zu langsam vorgehen und die Wirtschaft unter der Last der höheren Zinsen einbricht.

Zinssenkung im Juni offen

Powell sagte zu den Spekulationen, wonach es im Juni die erste Zinssenkung geben könnte, dass die Fed ihre Entscheidungen von Sitzung zu Sitzung treffe. Es werde jedoch "angemessen" sein, das Tempo des Bilanzabbaus "ziemlich bald" zu verlangsamen. Die Fed reduziert ihre 7,7 Billionen Dollar schweren Bestände an Anleihen und anderen Vermögenswerten derzeit um rund 80 Milliarden Dollar pro Monat.

Die Notenbanker gehen jetzt davon aus, dass die Kerninflation zum Jahresende etwas höher ausfallen wird als im Dezember erwartet, nämlich 2,6 statt 2,4 Prozent. Die Geldpolitiker hoben zudem ihre Wachstumsaussichten für 2024 an, wobei sie mehrheitlich jetzt mit einem Anstieg des Bruttoinlandsprodukts (BIP) um 2,1 (Dezember: 1,4) Prozent rechnen.

Dennoch zeigten die Projektionen, dass einige Notenbanker in diesem Jahr weniger Zinssenkungen erwarten als noch im Dezember. Außerdem erwarten die Ratsmitglieder nun ein etwas langsameres Tempo bei den Zinssenkungen im nächsten Jahr, wobei sich ihr Leitzins Ende 2025 bei knapp unter 4 Prozent und danach bei etwas über 3 Prozent einpendeln sollte.
Benutzeravatar
Bahndamm 68
 
Beiträge: 4983
Bilder: 139
Registriert: 25. Februar 2015, 21:13
Wohnort: Bärlin

Re: Börsen- und Industrie-Infos

Neuer Beitragvon Bahndamm 68 » 21. März 2024, 21:22

ÜBERBLICK am Abend/Konjunktur, Zentralbanken, Politik

Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires

US-Verkäufe von Eigenheimen steigen wider Erwarten

Die Verkäufe von Eigenheimen in den Vereinigten Staaten sind im Februar gegenüber dem Vormonat gestiegen und haben damit zum ersten Mal seit mehr als zwei Jahren zwei Monate in Folge zugelegt. Die Verkäufe bestehender Häuser, die den Großteil der Käufe ausmachen, legten um 9,5 Prozent auf eine saisonbereinigte Jahresrate von 4,38 Millionen zu, teilte die National Association of Realtors (NAR) am Donnerstag mit. Vom Wall Street Journal befragte Ökonomen hatten für Februar einen Rückgang der Eigenheimverkäufe um 1,3 Prozent erwartet.

S&P Global: US-Wirtschaft wächst im März solide

Die Wirtschaft in den USA ist zum Ende des ersten Quartals weiter solide gewachsen, wenngleich sich die Dynamik leicht abgeschwächt hat. Der von S&P Global erhobene Sammelindex für die Produktion in der Privatwirtschaft - Industrie und Dienstleister zusammen - sank im März auf 52,2 von 52,5 Punkten im Vormonat. Oberhalb von 50 Punkten signalisiert das Konjunkturbarometer ein Wachstum, unterhalb von 50 eine schrumpfende Wirtschaft.

Philly-Fed-Index im März wenig verändert

Die Lage der US-Industrie in der Region Philadelphia hat sich im März nur wenig verändert. Der Konjunkturindex der Federal Reserve Bank of Philadelphia sank auf plus 3,2 Punkte von plus 5,2 im Vormonat. Von Dow Jones Newswires befragte Volkswirte hatten einen Indexstand von minus 5,0 erwartet. Liegt der Philly-Fed-Index über null geht man von einer positiven Konjunkturentwicklung aus. Fällt der Index jedoch unter null wird mit einem wirtschaftlichen Abschwung im verarbeitenden Gewerbe gerechnet.

Erstanträge auf US-Arbeitslosenhilfe gesunken

Die Zahl der Erstanträge auf Leistungen aus der US-Arbeitslosenversicherung hat in der Woche zum 16. März abgenommen. Im Vergleich zur Vorwoche fiel die Zahl der Anträge auf saisonbereinigter Basis um 2.000 auf 210.000, wie das US-Arbeitsministerium in Washington mitteilte. Von Dow Jones Newswires befragte Volkswirte hatten einen Anstieg auf 213.000 vorhergesagt.

Defizit in der US-Leistungsbilanz im vierten Quartal gesunken

Das Defizit in der US-Leistungsbilanz ist im vierten Quartal 2023 gefallen. Nach vorläufigen Berechnungen betrug das Defizit 194,81 Milliarden US-Dollar. Von Dow Jones Newswires befragte Volkswirte hatten mit einem Passivsaldo von 206,6 Milliarden Dollar gerechnet. Wie das US-Handelsministerium berichtete, wurde das Defizit im dritten Quartal auf 196,38 Milliarden Dollar revidiert, nachdem zunächst ein Minus von 200,3 Milliarden Dollar genannt worden war.

Koalition einigt sich auf digitale Arbeitsverträge

Die Ampel-Koalition hat sich auf die Einführung digitaler Arbeitsverträge im Rahmen des Bürokratieentlastungspakets geeinigt. Das bestätigte Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD). "Ich freue mich, dass wir als Koalition unseren Arbeitsmarkt digitaler und unbürokratischer machen", sagte Heil der Rheinischen Post. "Arbeitsverträge und die wesentlichen Arbeitsbedingungen können zukünftig digital vereinbart werden", erklärte der SPD-Politiker. "Das heißt: digitale Prozesse, weniger Bürokratie und mehr Transparenz und Sicherheit für die Beschäftigten. Ein guter Tag für die Unternehmen und Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in unserem Land", sagte Heil. Digitalisierung helfe, Bürokratie abzubauen, ohne Arbeitnehmerrechte zu verschlechtern.

Xi Jinping trifft nächste Woche US-Wirtschaftschefs in Peking - Kreise

Der chinesische Staatspräsident Xi Jinping will in der kommenden Woche nach einem von der Regierung gesponserten Forum eine Gruppe von US-Wirtschaftsvertretern und CEOs treffen. Das Treffen mit Chinas Regierungschef ist für Mittwoch angesetzt und der Vorstandsvorsitzende des Versicherers Chubb, Evan Greenberg, sowie Stephen Orlins, Präsident des National Committee on U.S.-China Relations, und Craig Allen, Präsident des U.S.-China Business Council, werden voraussichtlich teilnehmen, wie mit der Angelegenheit vertraute Personen sagten. Die Teilnehmerliste soll aber noch vervollständigt werden sowie könnte Peking die geplante Zusammenkunft noch in letzter Minute absagen. Der Sponsor des Treffens, der chinesische Staatsrat, reagierte nicht auf eine Bitte um Stellungnahme.
Benutzeravatar
Bahndamm 68
 
Beiträge: 4983
Bilder: 139
Registriert: 25. Februar 2015, 21:13
Wohnort: Bärlin

Re: Börsen- und Industrie-Infos

Neuer Beitragvon Gerd Böhmer » 22. März 2024, 16:44

von Bahndamm 68 » 21. März 2024, 21:22 Uhr
"US-Verkäufe von Eigenheimen steigen wider Erwarten
Die Verkäufe von Eigenheimen in den Vereinigten Staaten sind im Februar gegenüber dem Vormonat gestiegen und haben damit zum ersten Mal seit mehr als zwei Jahren zwei Monate in Folge zugelegt. Die Verkäufe bestehender Häuser, die den Großteil der Käufe ausmachen, legten um 9,5 Prozent auf eine saisonbereinigte Jahresrate von 4,38 Millionen zu, teilte die National Association of Realtors (NAR) am Donnerstag mit. Vom Wall Street Journal befragte Ökonomen hatten für Februar einen Rückgang der Eigenheimverkäufe um 1,3 Prozent erwartet."

Deine Beiträge sind ja nicht uninteressant, über 151.000 Hausverkäufe pro Tag in einem Monat, da erblassen ja alle Immobilienmakler weltweit vor Neid, die verkaufen ihre Häuser ja wie mein Bäcker seine Produkte ... mal sehen wie lange das gut geht, nicht das wieder platzt, bzw. endet wie 2007/2008.
MfG Gerd Böhmer,
Reichsbahninspektor aD
http://www.gerdboehmer-berlinereisenbahnarchiv.de
Benutzeravatar
Gerd Böhmer
 
Beiträge: 5284
Registriert: 30. August 2018, 19:43

Re: Börsen- und Industrie-Infos

Neuer Beitragvon Bahndamm 68 » 22. März 2024, 21:38

Verdi schlägt in Luftsicherheit-Tarifkonflikt Schlichtung vor

Im Tarifkonflikt in der Luftsicherheitsbranche hat die Gewerkschaft Verdi den Arbeitgebern eine Schlichtung vorgeschlagen. In der sechsten Tarifverhandlungsrunde, für die bundesweit rund 25.000 Beschäftigten in der Luftsicherheit lägen die Positionen der Gewerkschaft und des Bundesverbandes der Luftsicherheitsunternehmen (BDLS) weiterhin weit auseinander, teilte die Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (Verdi) mit. Das von den Arbeitgebern am Freitag im Internet veröffentlichte Angebot liege ihr offiziell nicht vor und sei unzureichend.

"Die Schlichtung ist nun der letzte Ausweg, eine Lösung zu finden", so Verdi. Sollte es keine Schlichtung geben oder sollte es in einer Schlichtung zu keinem für die Beschäftigten annehmbaren Ergebnis kommen, seien weitere Streiks nicht ausgeschlossen. Mit dem Vorschlag, jetzt in eine Schlichtung zu gehen, wolle Verdi insbesondere Rücksicht auf Urlauber und Familien im Osterferienreiseverkehr nehmen.

Die Gewerkschaft hatte die Beschäftigten im Luftsicherheitsbereich in der vergangenen Woche an mehreren deutschen Verkehrsflughäfen zu ganztägigen Warnstreiks aufgerufen. Bereits am 1. Februar waren bundesweit elf Flughäfen bestreikt worden.

Verdi fordert 2,80 Euro mehr Lohn pro Stunde, höhere Funktionszulagen und Mehrarbeitszuschläge ab der ersten Überstunde bei einer Laufzeit des Tarifvertrags von zwölf Monaten. Mit der Forderung solle der Kaufkraftverlust der Beschäftigten durch die hohe Inflation ausgeglichen werden.
Benutzeravatar
Bahndamm 68
 
Beiträge: 4983
Bilder: 139
Registriert: 25. Februar 2015, 21:13
Wohnort: Bärlin

Re: Börsen- und Industrie-Infos

Neuer Beitragvon Bahndamm 68 » 25. März 2024, 21:37

ÜBERBLICK am Abend/Konjunktur, Zentralbanken, Politik

Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires.

Lane: EZB will Erwartung von 2 % Inflation 2025 bestätigt sehen

Der Rat der Europäischen Zentralbank (EZB) wird nach Aussage von EZB-Chefvolkswirt Philip Lane dann ernsthaft über Zinssenkungen nachdenken, wenn er weiterhin davon ausgehen kann, dass die Inflation 2025 und 2026 im Zielbereich der EZB liegen wird. "Wenn sich diese Einschätzung bestätigt, werden wir genauer danach gucken, wie wir einige unserer Zinserhöhungen rückgängig machen können", sagte Lane in einem auf der EZB-Website veröffentlichten Blog-Beitrag. Er verwies dabei auf das in den EZB-Stabsprojektionen veröffentlichte Basisszenario, dem zufolge die Inflation 2025 im Jahresdurchschnitt bei 2,0 Prozent liegen wird und 2026 bei 1,9 Prozent.

Wirtschaftsindex der Chicago-Fed steigt im Februar

Die Wirtschaftsaktivität in den USA hat sich im Februar verstärkt. Der Chicago Fed National Activity Index (CFNAI) stieg auf plus 0,05 (Januar: minus 0,54) Punkte, wie die Federal Reserve Bank of Chicago mitteilte. Der aussagekräftigere gleitende Dreimonatsdurchschnitt verschlechterte sich auf minus 0,18 (minus 0,11) Punkte. Ein CFNAI von Null signalisiert ein Wirtschaftswachstum auf historischem Trendniveau.

Hebestreit: Regierung hat "Grundsympathie" für Infrastrukturfonds

Die Bundesregierung hat nach Aussagen von Regierungssprecher Steffen Hebestreit eine "Grundsympathie" für die Einrichtung eines Infrastrukturfonds und ist offen für eine Debatte darüber. Zuvor hatte Bundesverkehrsminister Volker Wissing (FDP) für solch einen Infrastrukturfonds plädiert, in dem verstärkt private Finanzmittel sowohl für die Schiene als auch für Straßen und Wasserstraßen für mehrere Jahre gebündelt werden sollen.

Scholz: Batteriefabrik Northvolt stärkt Industriestandort Deutschland

Bundeskanzler Olaf Scholz hat die Bedeutung der Batteriefabrik des schwedischen Unternehmens Northvolt in Schleswig-Holstein für die deutsche Industrie hervorgehoben. "Deutschland war, ist und bleibt ein starkes Industrieland, und die Herstellung guter Autos bleibt auch über den Verbrennungsmotor hinaus Rückgrat unserer Industrie.

Wirtschaftsinstitute senken deutsche Konjunkturprognose deutlich - Bericht

Die führenden Wirtschaftsforschungsinstitute korrigieren ihre neue gemeinsame Konjunkturprognose einem Bericht des Handelsblatts zufolge deutlich nach unten. Für 2024 erwarten sie nur noch ein Wachstum des deutschen Bruttoinlandsprodukts von 0,1 Prozent, wie die Zeitung mit Verweis auf Regierungskreise berichtet. Für 2025 erwarten die Institute demnach ein stärkeres Wachstum von 1,4 Prozent. Bei ihrer vergangenen Konjunkturprognose im Herbst hatten die Institute noch mit Wachstumsraten von 1,3 Prozent für dieses und 1,5 Prozent für kommendes Jahr gerechnet.

Trump erringt Teilerfolg vor Berufungsgericht

US-Präsidentschaftskandidat Donald Trump kann finanziell etwas aufatmen. Ein Berufungsgericht des Staates New York entschied, dass Trump zunächst nur 175 Millionen Dollar und nicht wie ursprünglich gefordert 454 Millionen Dollar nach einem Betrugsurteil aufbringen muss. Die Entscheidung mildert die finanzielle Belastung des ehemaligen Präsidenten, der gegen die Geldstrafe Berufung eingelegt hat. Ihm wird von Generalstaatsanwältin des Bundesstaates New York, Letitia James, vorgeworfen, sein Nettovermögen aufgebläht zu haben, um günstigere Kredite zu erhalten.
Benutzeravatar
Bahndamm 68
 
Beiträge: 4983
Bilder: 139
Registriert: 25. Februar 2015, 21:13
Wohnort: Bärlin

Re: Börsen- und Industrie-Infos

Neuer Beitragvon Gerd Böhmer » 25. März 2024, 21:50

Nabend,

Scholz: Batteriefabrik Northvolt stärkt Industriestandort Deutschland
Bundeskanzler Olaf Scholz hat die Bedeutung der Batteriefabrik des schwedischen Unternehmens Northvolt in Schleswig-Holstein für die deutsche Industrie hervorgehoben. "Deutschland war, ist und bleibt ein starkes Industrieland, und die Herstellung guter Autos bleibt auch über den Verbrennungsmotor hinaus Rückgrat unserer Industrie.

siehe als Ergänzung dazu meinen Beitrag im Thema E-Autos unter http://neues-forum.info/forum/viewtopic.php?f=92&t=9109&start=1680#p523117. Auf die Ausführungen der Prominenz aus diesem Anlass will ich nicht weiter eingehen ...
MfG Gerd Böhmer,
Reichsbahninspektor aD
http://www.gerdboehmer-berlinereisenbahnarchiv.de
Benutzeravatar
Gerd Böhmer
 
Beiträge: 5284
Registriert: 30. August 2018, 19:43

Re: Börsen- und Industrie-Infos

Neuer Beitragvon Bahndamm 68 » 26. März 2024, 21:32

ÜBERBLICK am Abend /Konjunktur, Zentralbanken, Politik

Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires.

US-Auftragseingang langlebige Wirtschaftsgüter unerwartet hoch

Der Auftragseingang für langlebige Wirtschaftsgüter in den USA hat sich im Februar etwas besser als erwartet entwickelt. Wie das Burau of Economic Analyses mitteilte, stiegen die Auftragseingänge gegenüber dem Vormonat um 1,4 Prozent. Von Dow Jones Newswires befragte Volkswirte hatten einen Zuwachs von 1,0 Prozent prognostiziert. Das vorläufig für Januar gemeldete Minus von 6,2 Prozent wurde auf 6,9 Prozent revidiert. Der Auftragseingang ohne den Verteidigungssektor verzeichnete einen Zuwachs von 2,2 Prozent. Ohne die Bestellungen im Transportsektor belief sich der Zuwachs auf 0,5 Prozent. Die Auftragseingänge für zivile Investitionsgüter ohne Flugzeuge, eine Messgröße der Investitionen, sanken um 0,4 Prozent.

Lindner warnt USA und westliche Länder vor Ukraine-Rückzug

Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP) hat die USA und andere westliche Länder davor gewarnt, die Finanzierung der Hilfen für die Ukraine auf Deutschland abzuwälzen. "Die Unterstützung der Ukraine ist eine europäische Aufgabe, und wir müssen auf die transatlantische Partnerschaft setzen. Dem US-Kongress muss bewusst sein, was in der Ukraine für die Weltordnung auf dem Spiel steht, wenn er deren Unterstützung infrage stellt", sagte Lindner der Wochenzeitung Die Zeit. Hintergrund ist die Debatte über eine mögliche Einstellung der Hilfen für das angegriffene Land im Fall eines Wahlsiegs von Donald Trump bei den Präsidentschaftswahlen im Herbst.

Swiss Re: Versicherte Schäden 2023 erneut über 100 Mrd US-Dollar

Schwere Gewitterstürme, Überschwemmungen und das Erdbeben in der Türkei und Syrien haben vergangenes Jahr maßgeblich zu einem erheblichen Schadensaufkommen beigetragen. Die Summe der versicherten Schäden aus Naturkatastrophen lag abermals über 100 Milliarden US-Dollar, wie aus der Naturkatastrophenbilanz des Rückversicherers Swiss Re hervorgeht. Demnach gab es 142 versicherte Naturkatastrophen - ein Rekordwert.

US-Regierung verhängt Sanktionen gegen chinesische Hacker

Die US-Regierung hat Sanktionen und Strafanzeigen gegen mutmaßliche chinesische Hacker erlassen, während die britische Regierung Peking beschuldigt, das britische Wahlregister gehackt zu haben, um die persönlichen Daten von Dutzenden Millionen Wählern zu stehlen. Dies ist Teil eines globalen Vorstoßes von Verbündeten, um Chinas wachsende Aggression im Cyberspace zu verurteilen.
Benutzeravatar
Bahndamm 68
 
Beiträge: 4983
Bilder: 139
Registriert: 25. Februar 2015, 21:13
Wohnort: Bärlin

Re: Börsen- und Industrie-Infos

Neuer Beitragvon Bahndamm 68 » 27. März 2024, 21:27

ÜBERBLICK am Abend/Konjunktur, Zentralbanken, Politik

Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires.

US-Rohöllagerbestände steigen in der Vorwoche unerwartet

Die Rohöllagerbestände in den USA sind in der Woche zum 22. März 2024 unerwartet gestiegen. Nach Angaben der staatlichen Energy Information Administration (EIA) erhöhten sie sich gegenüber der Vorwoche um 3,165 Millionen Barrel. Von Dow Jones Newswires befragte Analysten hatten dagegen einen Rückgang um 1,2 Millionen Barrel vorhergesagt. In der Vorwoche hatten sich die Lagerbestände um 1,952 Millionen Barrel reduziert.

Habeck: Deutschland muss sicherheitsfähig werden

Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) hat mit Vertretern aus der Sicherheits- und Verteidigungsindustrie über Wege zur Stärkung des Verteidigungsfähigkeit Deutschlands gesprochen. Angesichts der bedrohlichen weltpolitischen Lage gelte es, die Produktion von Gütern und die Sicherheitsfähigkeit zu erhöhen. Die Produktion müsse in Deutschland und Europa gesteigert werden, so der Minister. Die Regierung sehe in dem heutigen Treffen einen Auftakt zu weiteren Gesprächen. Insgesamt sei die Sicherheits- und Verteidigungsindustrie stark aufgestellt.

Bundeskabinett will mit Gesetz schnellere Entwicklung von Arzneimitteln

Das Bundeskabinett hat den Entwurf eines Medizinforschungsgesetzes beschlossen, mit dem die Rahmenbedingungen für die Entwicklung, Zulassung und Herstellung von Arzneimitteln und Medizinprodukten in Deutschland verbessert werden sollen. Es ist vorgesehen, die Genehmigungsverfahren für klinische Prüfungen sowie Zulassungsverfahren von Arzneimitteln, Medizinprodukten und forschungsbedingten Strahlenanwendungen zu beschleunigen und zu entbürokratisieren. Gleichzeitig würden die hohen Standards für die Sicherheit von Patienten gewahrt bleiben.

Amazon scheitert mit Klage vor EuGH und muss "Werbearchiv" veröffentlichen

Der Internethändler Amazon muss ein "Werbearchiv" mit detaillierten Informationen über die Online-Werbung auf seiner Plattform öffentlich zugänglich machen. Das hat der Europäische Gerichtshof (EuGH) am Mittwoch entschieden. Amazon hatte gegen diese neue Verpflichtung nach dem Digital Services Act (DSA) der Europäischen Union geklagt und bis zu einer endgültigen Entscheidung vorläufigen Rechtsschutz beantragt. Dieser war zunächst von einer Vorinstanz gewährt worden, wurde nun aber zurückgewiesen.

EU genehmigt Frankreich 900 Mio. Euro Beihilfe für Erneuerbare

Die EU-Kommission hat ein Beihilfeprogramm Frankreichs zur Nutzung von Biomasse und erneuerbarem Wasserstoff zur Erzeugung von Energie und Brennstoffen genehmigt. Wie die Kommission mitteilte, hat das Programm ein Volumen von 900 Millionen Euro und basiert auf dem "Befristeten Rahmen zur Krisenbewältigung und zur Gestaltung des Wandels". Die Beihilfen sollen in Form von Direktzuschüssen gewährt werden, die einen Teil der beihilfefähigen Investitionskosten decken.
Benutzeravatar
Bahndamm 68
 
Beiträge: 4983
Bilder: 139
Registriert: 25. Februar 2015, 21:13
Wohnort: Bärlin

Re: Börsen- und Industrie-Infos

Neuer Beitragvon Bahndamm 68 » 28. März 2024, 22:10

ÜBERBLICK am Abend/Konjunktur, Zentralbanken, Politik

Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires.

US-Wirtschaftswachstum im 4Q etwas höher als bisher angenommen

Das Wirtschaftswachstum in den USA ist im vierten Quartal 2023 etwa stärker gewesen als bisher angenommen. Wie das Bureau of Economic Analyses (Bea) in dritter Veröffentlichung mitteilte, stieg das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) gegenüber dem Vorquartal mit einer aufs Jahr hochgerechnete Rate von 3,4 Prozent. Analysten hatten einen Bestätigung der in zweiter Veröffentlichung gemeldeten 3,2 Prozent erwartet.

Erstanträge auf US-Arbeitslosenhilfe sinken in Vorwoche

Die Zahl der Erstanträge auf Leistungen aus der US-Arbeitslosenversicherung hat in der Woche zum 23. März 2024 abgenommen. Im Vergleich zur Vorwoche fiel sie saisonbereinigt um 2.000 auf 210.000, wie das US-Arbeitsministerium mitteilte. Von Dow Jones Newswires befragte Volkswirte hatten einen Rückgang auf 211.000 vorhergesagt. Für die Vorwoche wurde der Wert auf 212.000 revidiert. Der gleitende Vierwochendurchschnitt verringerte sich gegenüber der Vorwoche um 750 auf 211.000. In der Woche zum 16. März erhielten 1,819 Millionen Personen Arbeitslosenunterstützung, 24.000 mehr als in der Vorwoche.

Chicagoer Einkaufsmanagerindex sinkt im März unerwartet

Die Stimmung der Einkaufsmanager aus dem Großraum Chicago hat sich im März entgegen den Erwartungen nicht aufgehellt. Der Indikator fiel auf 41,4 (Februar: 44,0) Punkte, wie die Vereinigung der Chicagoer Einkaufsmanager mitteilte. Volkswirte hatten dagegen einen Anstieg auf 45,7 Punkte erwartet. Der Frühindikator liegt damit unter der sogenannten Wachstumsschwelle von 50 Punkten und signalisiert somit eine wirtschaftliche Abschwächung in der für die US-Konjunktur wichtigen Metropolregion. Insbesondere die Subindizes für den Auftragsbestand, die Auftragseingänge und die Produktion gaben deutlich nach.

Stimmung der US-Verbraucher im März verbessert

Die Stimmung der US-Verbraucher hat sich im März aufgehellt. Der an der Universität Michigan berechnete Index für die Verbraucherstimmung in den USA stieg bei der Umfrage am Monatsende auf 79,4 von 76,9 Ende Februar. Von Bei der ersten Umfrage Mitte des Monats hatte er bei 76,5 Punkten gelegen. Volkswirte hatten eine Bestätigung dieses Werts erwartet. Der Index für die Erwartungen belief sich auf 77,4 (Vormonat: 75,2, vorläufig: 74,6), der Index für die Einschätzung der aktuellen Lage wurde mit 82,5 (79,4 bzw. 79,4) angegeben. Die Inflationserwartungen der Konsumenten auf Sicht von zwölf Monaten verringerten sich im Vergleich zum Vormonat auf 2,9 von 3,0 Prozent. Auf Sicht von fünf Jahren gingen sie zurück auf 2,8 von 2,9 Prozent.

Zahl der "aktiven" US-Ölförderanlagen sinkt um 3 auf 506

In der laufenden Woche wurde in den USA aus weniger Bohrlöchern Öl gefördert als in der vergangenen Woche. Die Zahl der "aktiven" Ölförderanlagen verringerte sich um drei auf 506, wie die Erdöl-Servicegesellschaft Baker Hughes am Freitag mitteilte. Im Vergleich zum Vorjahr habe sich die Zahl um 86 reduziert.
Benutzeravatar
Bahndamm 68
 
Beiträge: 4983
Bilder: 139
Registriert: 25. Februar 2015, 21:13
Wohnort: Bärlin

Re: Börsen- und Industrie-Infos

Neuer Beitragvon Bahndamm 68 » 29. März 2024, 21:40

FEIERTAGS-ÜBERBLICK/Karfreitag, den 29.03.2024
Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen aus dem Wochenendprogramm von Dow Jones Newswires.

FR/Verbraucherpreise sinken stärker als erwartet

Die französische Inflation ist im März stärker als erwartet gesunken und hat sich damit dem Ziel der Europäischen Zentralbank angenähert. Die Verbraucherpreise in der zweitgrößten Volkswirtschaft der Eurozone stiegen im März im Jahresvergleich um 2,3 Prozent, wie aus den vorläufigen Zahlen der Statistikbehörde Insee hervorgeht, und damit weniger stark als im Februar mit 3,0 Prozent. Es war der dritte Monat in Folge, in dem die Inflation zurückging, und lag unter der Konsensprognose der Volkswirte von 2,6 Prozent.

US-Preisindex PCE weist auf Jahresteuerung von 2,5 Prozent hin

Ein wichtiger Indikator für die Inflation in den USA ist im Februar wie erwartet gestiegen und bietet somit US-Notenbank einen neuen Anhaltspunkt für die Frage, wann sie die Zinsen senken sollten. Wie das Handelsministerium mitteilte, stieg der Gesamtpreisindex (PCE) für persönliche Konsumausgaben in den 12 Monaten bis Februar um 2,5 Prozent. Dies entsprach den Prognosen der vom Wall Street Journal befragten Wirtschaftsexperten. Die Kernpreise ohne die volatilen Lebensmittel- und Energiepreise stiegen um 2,8 Prozent, was ebenfalls den Prognosen entsprach.

Große Übernahmen und Fusionen stehen vor Comeback

An der Wall Street deutet eine Reihe von Megadeals auf eine mögliche Wiederbelebung der Fusionen und Übernahmen nach dem letztjährigen Einbruch hin. Doch der Aufschwung könnte sich als zerbrechlich erweisen. Angeführt von der 35,3 Milliarden Dollar schweren Übernahme von Discover Financial Services durch Capital One Financial haben Käufer in diesem Jahr laut dem Datenanbieter Dealogic 11 Deals im Wert von 10 Milliarden Dollar oder mehr abgeschlossen, ohne Berücksichtigung von Schulden. Das macht dieses Jahr zu einem der geschäftigsten Jahresanfänge für Großübernahmen in diesem Jahrhundert.

Syngenta stoppt Pläne für Milliarden-Börsengang in China

Der Agrarkonzern Syngenta hat seine Pläne für einen Börsengang in Schanghai im Volumen von 9 Milliarden US-Dollar aufgegeben und damit eine mögliche Mega-Börsennotierung auf dem schwächelnden chinesischen IPO-Markt gestoppt. Der Schweizer Saatgut- und Pestizidhersteller hat seinen Antrag auf Notierung an der Schanghaier Börse zurückgezogen, wie er am Freitag mitteilte. Der IPO-Plan sei nach einer Bewertung der Entwicklungsstrategie und des Branchenumfelds abgesagt worden.

Xiaomi positioniert erstes Elektroauto als Preisbrecher

Der chinesische Smartphone-Hersteller Xiaomi hat den Preis für sein erstes Elektrofahrzeug niedriger angesetzt als erwartet und steigt damit in das hart umkämpfte Rennen auf dem chinesischen Markt für Elektrofahrzeuge ein. Xiaomi verkauft die Standard-Einstiegsversion seiner viertürigen Sportlimousine für 215.900 Yuan (27.700 Euro), was laut Firmenchef Lei Jun viel günstiger ist als das entsprechende Tesla-Fahrzeug. "Es ist 30.000 CNY billiger als das Model 3", sagte Lei Jun bei Markteinführung und wies darauf hin.

Huawei verdoppelt Nettogewinn 2023

Der chinesische Technologiekonzern Huawei hat seinen Nettogewinn im Jahr 2023 mehr als verdoppelt, gestützt durch ein Umsatzwachstum in allen Geschäftsbereichen und starke Zuwächse im Bereich intelligente Automobillösungen. Huawei meldete einen Nettogewinn von 86,95 Milliarden Yuan, umgerechnet 11,1 Milliarden Euro, ein deutlicher Anstieg gegenüber 35,56 Milliarden Yuan im Jahr 2022.

Russland verhindert Überwachung der UN-Sanktionen gegen Nordkorea


Russland hat mit einem Veto die Vereinten Nationen daran gehindert, die internationalen Sanktionen gegen Nordkorea zu überwachen. Die USA und ihre Verbündeten erklärten, damit solle eine Überprüfung der wachsenden Waffenpipeline zwischen Pjöngjang und Moskau verhindert werden. Russland legte sein Veto gegen eine Resolution des UN-Sicherheitsrats ein, mit der das Mandat einer unabhängigen Expertengruppe verlängert werden sollte, die die Umgehung der gegen Nordkorea wegen seines Atom- und Raketenprogramms verhängten Sanktionen dokumentiert.

*Powell: Wir kommen mit allem klar, was kommt

*Powell: Geldpolitik ist gut positioniert für verschiedene Wege

*Powell: Unwahrscheinlich, dass Zinsen so tief wie vor Pandemie werden

*Powell: Für Aussagen zu langfristigem Zinsniveau ist es zu früh
Benutzeravatar
Bahndamm 68
 
Beiträge: 4983
Bilder: 139
Registriert: 25. Februar 2015, 21:13
Wohnort: Bärlin

Re: Börsen- und Industrie-Infos

Neuer Beitragvon Bahndamm 68 » 2. April 2024, 20:57

MÄRKTE EUROPA/DAX schließt nach Rekordhoch deutlich im Minus

Mit einem Rücksetzer haben die europäischen Aktienmärkte am Dienstag den Handel beendet. Nach einem fulminanten ersten Quartal verwiesen Marktteilnehmer nun auf Gewinnmitnahmen. Eine schwache Wall Street verstärkte am Nachmittag den Abgabedruck zusätzlich. Der DAX verlor 1,1 Prozent auf 18.283 Punkte, bei 18.567 Punkten hatte der Index am Vormittag erneut ein Allzeithoch markiert. Der Euro-Stoxx-50 fiel um 0,8 Prozent auf 5.042 Punkte. Es war der erste kräftigere Rücksetzer an den Aktienmärkten seit rund drei Monaten. Das erste Quartal 2024 verlief für den DAX rekordverdächtig gut, der Index markierte in diesem Zeitraum 26 Rekordhochs.

Geopolitisch blieb die Lage nach einem Luftangriff auf das iranische Konsulat in Damaskus angespannt. Die iranische Führung macht Israel für den Angriff und den Tod iranischer Militärvertreter dort verantwortlich. Eine mögliche direkte Konfrontation zwischen dem Iran und Israel würde eine deutliche Verschärfung der Krise im Nahen Osten bedeuten. Die Ölpreise reagierten mit Aufschlägen auf den Angriff, Gold legte ebenfalls zu.

Deutsche Inflation fällt in Richtung EZB-Ziel

Kaum einen Impuls lieferten die Verbraucherpreise aus Deutschland, die Inflationsrate ist im März auf 2,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr gefallen. Damit liegt die Inflationsrate auf dem tiefsten Stand seit Mai 2021 und ist nicht mehr weit vom mittelfristigen Ziel der Europäischen Zentralbank (EZB) entfernt, hieß es von Michael Heise, Chefökonom von HQ Trust. Dies dürfte allerdings der Tiefpunkt der Entwicklung in 2024 gewesen sein. Der Rückgang im März sei nicht zuletzt den gegenüber dem Vorjahr gesunkenen Energiepreisen zuzuschreiben. Auch Nahrungsmittel seien im Vorjahresvergleich ein wenig preiswerter geworden. Die binnenwirtschaftlich geprägten Preise für Dienstleistungen lägen dagegen deutlich über dem Vorjahresniveau. Für eine Lockerung der stabilitätsorientierten Geldpolitik der EZB sei es noch zu früh.

Ionos nach Auftrag auf Allzeithoch

Ionos schlossen mit einem Plus von 11,5 Prozent - mit 24,65 Euro hatte die Aktie im Verlauf ein Allzeithoch erreicht. Der Cloudanbieter hat einen Auftrag von der Bundesverwaltung mit einem Volumen von bis zu 410 Millionen Euro erhalten.

Nicht überraschend reagierten Immobilienaktien mit Abgaben auf die gestiegenen Zinsen an den Anleihemärkten. Die Rendite der Bundesanleihe mit einer Laufzeit von zehn Jahren erhöhte sich um 11 Basispunkte auf 2,40 Prozent. Den Grund lieferte auch der starke ISM-Index aus den USA, der zumindest die Möglichkeit einer erneuten Wachstumsbeschleunigung andeutete. In der Folge sind die Erwartungen an Zinssenkungen in den USA für das laufende Jahr gefallen. Vonovia verloren 3,6 Prozent, LEG Immobilien 3,7 Prozent und Grand City 5,6 Prozent.

Positiv für Rohstoffe wurden die jüngsten Daten aus China gewertet, der europäische Sub-Index der Minenwerte legte um 1,9 Prozent zu. Dort war der Caixin-Einkaufsmanagerindex zum Start in die Woche auf den höchsten Stand seit einem Jahr geklettert.

Aston Martin fährt seiner Investmentstory hinterher

Die Investmentstory zum Börsengang von Aston Martin (-4,8%) war eine profitable von Luxus getriebene Wachstumsgeschichte. Für die Analysten der Citi ist die Autoschmiede trotz bedeutender Investitionen und Verbesserungen sowie einer brandneuen Modellpalette und Umsatz- und ASP-Verbesserungen weiterhin cashflow-negativ. Damit Aston Martin nachhaltig cashpositiv werde, müsse das EBITDA auf über 500 Millionen Pfund steigen. Aston Martin strebe an, dies im zweiten Halbjahr 2024 zu erzielen. Obwohl bei Erreichen der Ziele von Aston Martin noch viel Potenzial in der Aktie vorhanden sei, bleibt für die Analysten die Umsetzung die entscheidende Frage.

Biden warnt Xi vor Unterstützung Russlands im Krieg gegen die Ukraine

In seinem ersten Telefonat mit dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping seit dem Gipfeltreffen im November hat US-Präsident Joe Biden die wachsende Besorgnis der USA über Pekings beträchtliche Unterstützung für die russische Rüstungsindustrie zum Ausdruck gebracht. Wie ein hochrangiger US-Regierungsvertreter ausführte, hat China zwar davon abgesehen, tödliche Waffen für Russlands Krieg gegen die Ukraine zu liefern, nachdem die USA wiederholt davor gewarnt hatten, dass ein solcher Schritt eine große Belastung für die Beziehungen zwischen Washington und Peking darstellen würde. China habe jedoch andere Wege gefunden, um Russlands Verteidigungsfähigkeit zu stärken und Moskaus Militärkampagne in der Ukraine indirekt zu unterstützen. China habe dabei geholfen, "die Komponenten zu liefern, die Russlands Fähigkeiten in der Ukraine langsam verbessern. Und das hat natürlich längerfristige Auswirkungen auf die europäische Sicherheit".

In dem Telefonat mit Xi sprach Biden eine Reihe weiterer Themen an, darunter die Intensivierung der Zusammenarbeit bei der Drogenbekämpfung, die Fortsetzung der Konsultationen zwischen den Streitkräften, um das Risiko einer unbeabsichtigten Konfrontation in der Taiwan-Frage zu verringern, sowie Chinas aggressive Haltung im Südchinesischen Meer. Das Gespräch fand im Vorfeld der vorgesehenen Besuche zweier hochrangiger US-Politker in China statt. Finanzministerin Janet Yellen wird voraussichtlich in den nächsten Tagen nach China reisen. Außenminister Antony Blinken plant in den kommenden Wochen eine Reise nach Peking.
Benutzeravatar
Bahndamm 68
 
Beiträge: 4983
Bilder: 139
Registriert: 25. Februar 2015, 21:13
Wohnort: Bärlin

Re: Börsen- und Industrie-Infos

Neuer Beitragvon Bahndamm 68 » 3. April 2024, 21:56

ÜBERBLICK am Abend/Konjunktur, Zentralbanken, Politik

Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires.

Powell: Bei aktuellem Ausblick Zinssenkungen dieses Jahr angemessen

Die etwas stärkere Wirtschaftsaktivität zu Beginn dieses Jahres hat nach Aussage von Fed-Chairman Jerome Powell die Erwartung der US-Notenbank nicht nennenswert verändert, dass Zinssenkungen in diesem Jahr möglich sein werden. In einem für eine Rede an der Stanford University vorbereiteten Text wies Powell auf Anzeichen dafür hin, dass die Lage auf dem Arbeitsmarkt weniger angespannt sei als in den vergangenen Jahren, was die Befürchtungen, dass Löhne und Preise im Gleichschritt steigen könnten, verringert habe.

ADP: US-Privatsektor schafft im März mehr Stellen als erwartet

Die Beschäftigung in der US-Privatwirtschaft ist im März stärker als erwartet gestiegen. Wie der Arbeitsmarkt-Dienstleister Automatic Data Processing Inc (ADP) berichtete, entstanden 184.000 zusätzliche Jobs. Das war der stärkste Anstieg seit Juli. Von Dow Jones Newswires befragte Ökonomen hatten ein Plus von 155.000 Jobs vorausgesagt. Im Februar waren unter dem Strich 155.000 Arbeitsplätze hinzugekommen und damit 15.000 mehr als ursprünglich gemeldet.

ISM-Index Service im März gesunken

Die Aktivität im Dienstleistungssektor der USA ist im März rückläufig gewesen. Der vom Institute für Supply Management (ISM) in diesem Sektor erhobene Index fiel auf 51,4 Punkte. Von Dow Jones Newswires befragte Ökonomen hatten 52,7 Punkte erwartet nach einem Vormonatsstand von 52,6. Ein Wert oberhalb der sogenannten Wachstumsschwelle von 50 Punkten signalisiert eine wirtschaftliche Belebung, unterhalb von 50 weist er auf eine Abschwächung hin. Beim sogenannten Business Activity Index, der die Entwicklung der Produktion aufzeigt, ergab sich ein Zuwachs auf 57,4 (57,2).

US-Rohöllagerbestände wider Erwarten gestiegen

Die Rohöllagerbestände in den USA haben sich in der Woche zum 29. März entgegen den Erwartungen ausgeweitet. Sie stiegen nach Angaben der staatlichen Energy Information Administration (EIA) um 3,21 Millionen Barrel gegenüber der Vorwoche. Von Dow Jones Newswires befragte Analysten hatten dagegen einen Rückgang um 1,2 Millionen Barrel vorhergesagt. In der Vorwoche hatten sich die Lagerbestände um 3,165 Millionen Barrel erhöht. Die Benzinbestände nahmen nach EIA-Angaben um 4,256 Millionen Barrel ab. Analysten hatten ein Minus von 0,9 Millionen Barrel erwartet.

Verfassungsbeschwerde gegen operativen Handlungsrahmen der EZB

Die deutsche Klägergruppe Europolis hat beim Bundesverfassungsgericht Verfassungsbeschwerde gegen den neuen operativen Handlungsrahmen der Europäischen Zentralbank (EZB) eingelegt, der den Aufbau eines "strukturellen Anleiheportfolios" vorsieht. Der Verfahrensbevollmächtigte Markus Kerber schreibt in einer Mitteilung: "Sollte ... der ohnehin sehr langsam abtauende Staatsanleihenbestand aus PSPP und PEPP beizeiten durch ein 'strukturiertes Wertpapierportfolio' begleitet werden, so käme dies wirtschaftlich betrachtet seinem Ersatz gleich. Dementsprechend identisch wären auch die ökonomischen Wirkungen auf die Staatsanleihenmärkte. Die faktische Monetisierung eines bedeutenden Teils der Staatsschuld in der Eurozone wäre die Folge."

BIZ: Zentralbanken und Banken testen Tokenisierung

Die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) und sieben Zentralbanken wollen gemeinsam mit dem Privatsektor untersuchen, wie die Tokenisierung das Funktionieren des Geldsystems verbessern kann. Das Projekt Agora (griechisch für "Marktplatz") bringt nach Angaben der BIZ sieben Zentralbanken zusammen: Die Banque de France als Vertreterin des Eurosystems, die Bank of Japan, die Bank of Korea, die Bank of Mexico, die Schweizerische Nationalbank, die Bank of England und die Federal Reserve Bank of New York. Sie wollen mit einer großen Gruppe privater Finanzunternehmen kooperieren, die vom Institute of International Finance (IIF) zusammengestellt wurde.

Arbeitsministerium plant keine weitere Reform des Bürgergelds

Das Bundesarbeitsministerium hat das von Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP) kritisierte Bürgergeld verteidigt und betont, dass keine Änderungen geplant seien. "Es ist kein bedingungsloses Grundeinkommen, sondern wird bei nachgewiesener Hilfebedürftigkeit bezahlt", sagte eine Sprecherin des Arbeitsministeriums. Das Bürgergeld sichere ein menschenwürdiges Existenzminimum und biete gleichzeitig verbesserte Weiterbildungsmöglichkeiten. Auch sei bei Sanktionsregelung nachgeschärft worden. So könne etwa ein Jobcenter das Bürgergeld für bis zu zwei Monate komplett streichen, wenn der Bürgergeldempfänger die Aufnahme einer zumutbaren Arbeit beharrlich verweigert. Weitere Änderungen am Bürgergeld seien jetzt nicht geplant.

DIHK: Unternehmen trotz EU-Binnenmarkt immer noch stark eingeschränkt

Unternehmen werden im Europäischen Binnenmarkt werden einer Umfrage der Wirtschaft zufolge durch Bürokratie ausgebremst. Die Situation verschlechtere sich teilweise, so das Fazit einer Befragung der 79 Industrie- und Handelskammern (IHKs) in Deutschland sowie der deutschen Auslandshandelskammern (AHKs) in allen EU-Mitgliedstaaten. Seit 30 Jahren sollte der Binnenmarkt vollendet sein - und dennoch stießen deutsche Unternehmen noch immer an Grenzen und bürokratische Hindernisse, monierten die Kammern. Freier Warenverkehr und Handel seien demnach längst nicht vollendet. An vielen Stellen seien Verbesserungen dringend erforderlich, denn zum Teil werde die Situation sogar schlimmer.
Benutzeravatar
Bahndamm 68
 
Beiträge: 4983
Bilder: 139
Registriert: 25. Februar 2015, 21:13
Wohnort: Bärlin

Re: Börsen- und Industrie-Infos

Neuer Beitragvon Bahndamm 68 » 5. April 2024, 20:53

2.600 Stellen in Deutschland von SAP-Restrukturierung betroffen

Bei der Restrukturierung von SAP entfallen voraussichtlich 2.600 der weltweit 8.000 Stellen auf Deutschland. Das gehe nach Informationen des Handelsblatts aus einer internen E-Mail hervor, die der europäische Betriebsrat am Freitag an die Mitarbeiter versendet habe. Laut der Wirtschaftszeitung betreffen 4.100 Positionen den Verantwortungsbereich des Gremiums in Europa.

SAP streiche die Stellen zum Teil durch freiwillige Maßnahmen wie Vorruhestand und Abfindungen, zum Teil durch Weiterbildung, zum Teil durch Entlassungen. In Deutschland gelte eine Beschäftigungssicherung, daher seien Kündigungen ausgeschlossen. Über die Details verhandele der Konzern mit den Sozialpartnern, die genaue Zahl steht daher noch nicht fest.

Der europäische Betriebsrat kritisierte dem Handelsblatt zufolge die Restrukturierung als Maßnahme zur Kostensenkung. Das Management habe die geschäftliche Logik nicht ausreichend begründet und keine präzisen Informationen über Ineffizienzen vorgelegt.

SAP habe auf Anfrage des Handelsblatts erklärt, die meisten betroffenen Mitarbeiter würden in den kommenden Wochen informiert - Ziel sei es, den Prozess weltweit bis zum Ende des ersten Quartals 2025 abzuschließen. Der Konzern habe betont, dass er weiter in Wachstumsbereiche investiere und die Zahl der Mitarbeiter bis Ende 2024 konstant halten wolle. Ein Sprecher von SAP bestätigte diese Stellungnahme auf Nachfrage von Dow Jones News.
Benutzeravatar
Bahndamm 68
 
Beiträge: 4983
Bilder: 139
Registriert: 25. Februar 2015, 21:13
Wohnort: Bärlin

Re: Börsen- und Industrie-Infos

Neuer Beitragvon Bahndamm 68 » 8. April 2024, 21:27

ÜBERBLICK am Abend/Konjunktur, Zentralbanken, Politik

Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires.

JPMorgan-Chef Dimon warnt vor stark steigenden Zinsen in USA

Der CEO von JPMorgan Chase, Jamie Dimon, hat vor einem starken Anstieg des Zinsniveaus in den USA auf 8 oder mehr Prozent in den nächsten Jahren gewarnt. Schuldenfinanzierte hohen Staatsausgaben und geopolitische Spannungen erhöhten die Risiken und machten den Kampf gegen die Inflation schwerer, schreibt Dimon in seinem jährlichen Brief an die Aktionäre der Großbank. "Riesige Staatsausgaben, die Billionen, die jedes Jahr für die grüne Wirtschaft benötigt werden, die Remilitarisierung der Welt und die Umstrukturierung des Welthandels - alles ist inflationär", heißt es darin.

Trump: Bundesstaaten sollen selbst über Abtreibung entscheiden

Der frühere US-Präsident Donald Trump will in der Frage von Schwangerschaftsabbrüchen den Bundesstaaten freie Hand lassen. "Ich bin der Meinung, dass jetzt, wo wir die Abtreibung da haben, wo jeder sie vom rechtlichen Standpunkt aus wollte, die Staaten durch Abstimmung oder Gesetzgebung oder vielleicht beides entscheiden werden. Und was immer sie entscheiden, muss das Gesetz des Landes sein", sagte Trump am Montag in einem Wahlkampfvideo. Am Ende des Tages gehe es um den Willen des Volkes.

Biden legt neuen Plan zur Reduzierung von Studienkrediten vor

Die US-Regierung unter Präsident Joe Biden will die Studienkredite von fast 30 Millionen Amerikanern reduzieren. Der weitreichende Vorschlag dürfte auf den Widerstand der Republikaner stoßen, die einen früheren Versuch des Weißen Hauses, Kreditschulden in großem Umfang zu erlassen, vereitelt hatten. Der Vorschlag, den Biden am Montag in einer Rede in Wisconsin erläutern wird, ist ein weiterer wichtiger Versuch des Weißen Hauses, sieben Monate vor den Wahlen im November progressive und junge Wähler anzusprechen.

Scholz: Ansiedlung von Eli Lilly Signal für Standort Deutschland

Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) hat den Bau einer Produktionsstätte des US-Pharmakonzerns Eli Lilly in Alzey als "tolles Signal für die Attraktivität des Pharma- und Industriestandorts Deutschland" gewertet. "Pharma und Biotech haben eine sehr hohe Bedeutung für Wertschöpfung, Beschäftigung und Innovationen", erklärte Scholz laut Staatskanzlei Rheinland-Pfalz zum ersten Spatenstich für das Werk. Mit ihrer Pharmastrategie arbeite die Regierung daran, die gesundheits-, forschungs- und wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen für den Pharmastandort weiter zu verbessern. "Die Ansiedlung in Alzey steht für den Erfolg dieser Anstrengungen", so Scholz.

Habeck gegen generelle Bevorzugung von EU-Firmen bei öffentlichen Aufträgen

Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) ist gegen eine generelle Bevorzugung von europäischen Produkten im öffentlichen Auftragswesen, unterstützt aber Überlegungen für neue ethische oder ökologische Standards als Grundlage für deren Vergabe. Er forderte die Europäische Kommission auf, hierzu zügig entsprechende Vorschläge zu machen. Grundsätzlich gelte aber, dass offene Märkte, eine globalisierte Welt und der Handel zwischen den Nationen gut seien und unterstützt werden müssten.

Scholz auf Plattform TikTok aktiv - Kanzler will nicht tanzen

Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) ist seit Montag mit einem eigenen Account auf der besonders bei Jugendlichen beliebten Plattform TikTok aktiv. "Ich tanze nicht. Versprochen. #TikTok", schrieb Scholz auf der Plattform X (ehemals Twitter). Das Bundespresseamt kündigte an, dass es auf TikTok mit dem Account @TeamBundeskanzler aktiv sei.
Benutzeravatar
Bahndamm 68
 
Beiträge: 4983
Bilder: 139
Registriert: 25. Februar 2015, 21:13
Wohnort: Bärlin

Re: Börsen- und Industrie-Infos

Neuer Beitragvon Bahndamm 68 » 10. April 2024, 19:42

ÜBERBLICK am Abend/Konjunktur, Zentralbanken, Politik

Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires.

US-Inflation im März höher als erwartet - Kerninflation konstant

Der Inflationsdruck in den USA ist im März höher als erwartet gewesen, was auch für die Kerninflation galt. Wie das US-Arbeitsministerium mitteilte, stiegen die Verbraucherpreise gegenüber dem Vormonat um 0,4 Prozent und lagen um 3,5 (Vormonat: 3,2) Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats. Von Dow Jones Newswires befragte Ökonomen hatten mit einem monatlichen Preisanstieg von nur 0,3 Prozent und einer Jahresteuerung von 3,4 Prozent gerechnet. Die Kernverbraucherpreise stiegen gleichfalls um 0,4 Prozent auf Monats- und um 3,8 (3,8) Prozent auf Jahressicht. Die befragten Ökonomen hatten eine monatliche Rate von 0,3 Prozent und eine Jahresrate von 3,7 Prozent erwartet.

US-Realeinkommen steigen im März um 0,3 Prozent

Die Realeinkommen in den USA sind im März gegenüber dem Vormonat um 0,3 Prozent gestiegen. Wie das US-Arbeitsministerium mitteilte, war im Februar eine Stagnation zu verzeichnen gewesen. Das durchschnittliche Wocheneinkommen betrug den Angaben zufolge im März saison- und inflationsbereinigt 382,20 US-Dollar nach 381,20 Dollar im Vormonat.

US-Rohöllagerbestände steigen stärker als erwartet

Die Rohöllagerbestände in den USA haben sich in der Woche zum 5. April ausgeweitet. Sie stiegen nach Angaben der staatlichen Energy Information Administration (EIA) um 5,841 Millionen Barrel gegenüber der Vorwoche. Von Dow Jones Newswires befragte Analysten hatten einen Anstieg um lediglich 0,8 Millionen Barrel vorhergesagt. In der Vorwoche hatten sich die Lagerbestände um 3,21 Millionen Barrel erhöht.

WTO sieht Anzeichen für Belebung des Welthandels

Die Welthandelsorganisation WTO rechnet mit einer Erholung des Welthandels in diesem und im nächsten Jahr, da die abkühlende Inflation den Druck auf die Haushaltsbudgets mildert. Die Erholung könnte aber durch wachsendes Misstrauen und neue Schranken zwischen einigen großen Volkswirtschaften gebremst werden.

IGBCE fordert in Chemie-Tarifrunde 7% mehr Entgelt

Die IGBCE fordert in der Chemie-Tarifrunde 2024 eine Erhöhung der Entgelte um 7 Prozent. Wie die IGBCE zum Abschluss von zehnwöchigen Beratungen der Bundestarifkommission mitteilte, werden für die 585.000 Beschäftigten außerdem tarifliche Regelungen für Wertschätzung und Besserstellung von IGBCE-Mitgliedern sowie eine Modernisierung des Bundesentgelttarifvertrags gefordert. Die Entgeltforderung liegt am oberen Ende der Empfehlung des IGBCE-Hauptvorstands von 6 bis 7 Prozent Erhöhung. "Wir müssen bei den Reallöhnen zurück zum Status Quo - nicht mehr und nicht weniger", sagte IGBCE-Tarifvorstand und Chemie-Verhandlungsführer Oliver Heinrich.

Wissing: Länder-Blockade bei Schienenausbau führt nicht zu Verzögerung

Bundesverkehrsminister Volker Wissing (FDP) hat sich überzeugt gezeigt, dass es trotz einer momentanen Blockade von Gesetzesplänen zum Schienenausbau nicht zu einer Verzögerung bei der geplanten Sanierung der Bahnkorridore kommt. "Unser Ziel ist jetzt natürlich, die Korridorsanierung so schnell wie möglich voranzubringen. Dass die Länder den Vermittlungsausschuss angerufen haben zum Bundesschienenwegeausbaugesetz, bedauere ich sehr", sagte Wissing bei einer Regierungsbefragung im Bundestag. "Aber das muss jetzt eben geklärt werden. Nur, es wird nicht zu einer zeitlichen Verzögerung kommen, weil die Sanierung für das Jahr 2024 von der Bahn schon beauftragt ist."

DIW: Erneuerbaren-Energien-Pool könnte Strompreise stabilisieren

Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) hat die Einrichtung eines Erneuerbare-Energien-Pool vorgeschlagen, um so zu stabileren und günstigeren Strompreisen für private Haushalte und Unternehmen zu kommen. Solch ein Instrument würde auch die Finanzierung neuer Windkraft- und Solarprojekte erleichtern, wie es in einem Bericht des Instituts heißt.

Habeck erwartet nach Beihilfe-Genehmigung Schub für Dekarbonisierung

Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) sieht in Brüssels Genehmigung der milliardenschweren staatlichen Subventionen für die Dekarbonisierung der deutschen Industrie einen weiteren Schritt, um die energieintensiven Produzenten in Deutschland bei der Dekarbonisierung gezielt unterstützen zu können und Investitionen anzureizen. Zuvor hatte die Europäische Kommission die von Deutschland geplanten Beihilfen in Höhe von 2,2 Milliarden Euro genehmigt. Diese sollen kleinen und mittleren Unternehmen helfen, beispielsweise bei Investitionen in eine stärkere Elektrifizierung ihrer Produktion.

Kabinett beschließt Entlastungspaket für Garantieinstrumente

Die Bundesregierung hat ein Entlastungspaket für die Garantieinstrumente der Außenwirtschaftsförderung beschlossen, wie Finanzministerium und Wirtschaftsministerium in einer gemeinsamen Mitteilung bekanntgaben. Ziel des Entlastungspaketes seien einfachere und schnellere Antrags- und Entscheidungsverfahren bei den Exportkredit- und den Investitionsgarantien des Bundes. "Für die Bundesregierung ist der Bürokratieabbau ein Kernanliegen", so die Ministerien. "Mit insgesamt 20 Maßnahmen vereinfachen und beschleunigen wir nun den Zugang zur Außenwirtschaftsförderung", erklärte der parlamentarische Finanzstaatssekretär Florian Toncar (FDP). "Davon profitieren gerade Exporte und Projekte mittelständischer Unternehmen."

Chinas Staatspräsident Xi sendet USA Signal über Ex-Präsidenten Taiwans

Chinas Staatspräsident Xi Jinping hat am Mittwoch den ehemaligen taiwanesischen Präsidenten Ma Ying-jeou in Peking empfangen und damit sein Interesse an Taiwan bekräftigt. Zeitgleich findet in Washington ein Gipfeltreffen mit den beiden asiatischen Verbündeten statt, die am ehesten in einen Konflikt um die Insel hineingezogen werden könnten. Berichte und Bilder des Treffens in Peking wurden vom staatlichen Fernsehsender China Central Television und von taiwanesischen Medien ausgestrahlt. Sie zeigten, wie Xi und Ma sich die Hände schüttelten und Bemerkungen austauschten, in denen sie die Aussichten auf verbesserte Beziehungen über die 100 Meilen breite Taiwanstraße hinweg anpriesen, die Taiwan vom chinesischen Festland trennt.
Benutzeravatar
Bahndamm 68
 
Beiträge: 4983
Bilder: 139
Registriert: 25. Februar 2015, 21:13
Wohnort: Bärlin

Re: Börsen- und Industrie-Infos

Neuer Beitragvon Bahndamm 68 » 11. April 2024, 18:16

DIW: EZB hat Chance für Kurswechsel verpasst

Der Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), Marcel Fratzscher, hat die Entscheidung des Rates der Europäischen Zentralbank (EZB) kritisiert, die Leitzinsen nicht zu senken. "Die EZB hat die Chance verpasst, den notwendigen Kurswechsel ihrer Zinspolitik einzuleiten. Sie scheint sich hinter der US-Notenbank verstecken zu wollen, statt dem Beispiel anderer, kleinerer Zentralbanken in Europa zu folgen und die Zinsen zu senken", sagte Fratzscher. Damit bleibe die Geldpolitik neben der Finanzpolitik die stärkste Bremse für die europäische Konjunktur in diesem und im nächsten Jahr.

Mit zuletzt 2,4 Prozent sei die Inflationsrate in der Eurozone wieder auf einem Niveau, das konsistent mit dem Ziel der Preisstabilität der EZB sei. Das Risiko, dass die Inflationsrate über die kommenden zwei Jahre erheblich schwanke, bleibe hoch. "Nachdem die europäische Wirtschaft stark geschwächt wurde, sollte die EZB nun in einen zukunftsorientierten Modus wechseln und die Zinsen signifikant senken. Eine erste Zinssenkung im Juni 2024 ist im Grunde zu spät und eine Absenkung des Leitzinses um 0,75 Prozentpunkte bis Ende des Jahres zu wenig", sagte der Ökonom.

Volkswagen investiert 2,5 Milliarden Euro in China

Der Volkswagen-Konzern investiert in China 2,5 Milliarden in seinen Standort in Hefei, ca. 5 Autostunden westlich von Schanghai, um das Innovationstempo zu steigern, wie die Volkswagen Group China mitteilte. Das Geld soll in den Ausbau der Forschungs- und Entwicklungskapazitäten fließen sowie in die Vorbereitung der Produktion von zwei Modellen der Kernmarke Volkswagen, die derzeit gemeinsam mit dem chinesischen Partner Xpeng entwickelt werden. Die Produktion des ersten Modells, eines SUV im Mittelklassesegment, soll bereits 2026 beginnen.

"Mit unserer 'In China, für China'-Strategie haben wir einen starken Plan und beschleunigen die Neuausrichtung unseres Geschäfts, mit mehr Kundenorientierung, mehr Geschwindigkeit und mehr lokaler Entwicklung", sagte China-Vorstand Ralf Brandstätter laut der Mitteilung. "Unser neues Produktions- und Entwicklungszentrum in Hefei wird in Zukunft Technologien rund 30 Prozent schneller auf den Markt bringen. Diese zusätzliche Investition in den Standort unterstreicht unser Bestreben, unsere Innovationskraft vor Ort schnell auszubauen."
Benutzeravatar
Bahndamm 68
 
Beiträge: 4983
Bilder: 139
Registriert: 25. Februar 2015, 21:13
Wohnort: Bärlin

Re: Börsen- und Industrie-Infos

Neuer Beitragvon Bahndamm 68 » 12. April 2024, 20:09

ÜBERBLICK am Abend/Konjunktur, Zentralbanken, Politik

Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires.

US-Verbraucherstimmung sinkt im April - Inflationserwartungen steigen

Die Stimmung der US-Verbraucher hat sich im April abgeschwächt. Der an der Universität Michigan berechnete Index für die Verbraucherstimmung in den USA fiel bei der Umfrage zur Monatsmitte auf 77,9. Von Dow Jones Newswires befragte Ökonomen hatten einen Stand von 79,9 erwartet. Bei der Umfrage Ende März hatte er bei 79,4 gelegen.

EZB/Elderson: Gesellschaft muss sich auf Klimawandel vorbereiten

Der jüngste Klimabericht der Vereinten Nationen deutet nach Aussage von EZB-Direktor Frank Elderson darauf hin, dass sich die Erwärmung der Erde nicht wie angestrebt auf 1,5 Grad Celsius begrenzen lassen wird, sondern bestenfalls auf 2,9 Grad. Elderson, der stellvertretender Chef der Bankenaufsicht der Europäischen Zentralbank (EZB) ist, sieht deshalb bereits jetzt tiefgreifende Folgen, die sich sowohl auf die Angebots- als auch auf die Nachfrageseite der Wirtschaft auswirken werden.

Bundestag stimmt Finanzierungsrahmen für Wasserstoff-Kernnetz zu

Der Bundestag hat der Änderung des Energiewirtschaftsgesetzes und damit dem Finanzierungsrahmen zum Hochlauf des Wasserstoff-Kernnetzes zugestimmt. Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) nannte das Wasserstoffnetz "eine Investition in die Zukunftsfähigkeit Deutschlands". Die geschätzten Kosten von knapp 20 Milliarden Euro sollen privatwirtschaftlich über Netzentgelte finanziert werden. Der Bund soll dabei nur anteilig im unwahrscheinlichen Szenario haften, dass der Kernnetzhochlauf scheitert.

Lindner: Fiskalpolitik bei sich abschwächender Inflation fortsetzen

Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP) hat angesichts der rückläufigen Inflation eine Fortsetzung des bisherigen fiskalpolitischen Kurses angemahnt. "Die Inflation schwächt sich ab", erklärte Lindner über den Kurznachrichtendienst X unter Verweis auf die jüngste Meldung des Statistischen Bundesamtes, nach der die deutsche Inflationsrate bei 2,2 Prozent im März lag. "Deshalb sollten wir unsere Fiskalpolitik (inklusive Schuldenbremse) fortsetzen", hob er hervor. "Denn in den USA zeigt sich, dass expansive Staatsfinanzen mit hoher Neuverschuldung die Inflation wieder antreiben kann."

Finanzministerium kann 2025 Klimageld auszahlen - Magazin

Ab Anfang 2025 ist das Bundesfinanzministerium einem Magazinbericht zufolge offenbar in der Lage, das im Koalitionsvertrag versprochene Klimageld an alle Bürger auszuzahlen. Das berichtet die Wirtschaftswoche unter Berufung auf Aussagen von Finanz-Staatssekretärin Katja Hessel (FDP) bei einer Veranstaltung. "Wir arbeiten mit Hochdruck an dem Direktauszahlungsmechanismus", sagte Hessel demnach. Die Auszahlung solle über das Bundeszentralamt für Steuern (BZSt) erfolgen.

Kanada will Private-Equity-Investitionen im Wohnungsmarkt begrenzen

Die kanadische Regierung will das Engagement privater Investoren auf dem kanadischen Wohnungsmarkt einschränken. Dies ist Teil einer Reihe von wohnungspolitischen Maßnahmen, die darauf abzielen, Wohnraum erschwinglicher zu machen und den akuten Wohnungsmangel zu bekämpfen. Sowohl Premierminister Justin Trudeau als auch Finanzministerin Chrystia Freeland sind in den vergangenen zwei Wochen durch das Land gereist, um einige der neuen Maßnahmen vorzustellen, die in der kommenden Woche im Rahmen des jährlichen Haushaltsplans vorgestellt werden sollen, wie es von offiziellen Stellen hieß.

Chinas Finanzinstitute vergeben von Januar bis März weniger Kredite

Chinas Banken und andere Finanzinstitute haben in den ersten drei Monaten des Jahres weniger Kredite vergeben als im Vorjahr, wie aus offiziellen Daten hervorgeht, was auf eine weiterhin schwache Kreditnachfrage hindeutet. Die gesamte Sozialfinanzierung (TSF), ein breiterer Maßstab für die Kreditvergabe, der auch die Finanzierung durch Nichtbanken einschließt, belief sich im Zeitraum Januar bis März auf 12,93 Billionen Yuan, was einem Rückgang von 1,61 Billionen Yuan gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres entspricht, wie die People's Bank of China (PBoC) mitteilte.

DEVISEN/Euro-Schwäche weitet sich aus

Der Euro baut seine Verluste am Nachmittag deutlich aus. Die Gemeinschaftswährung gibt 0,8 Prozent auf 1,0639 US-Dollar ab. Die Zinsdifferenz spricht für den Greenback. Diese liegt bei 10-jährigen US-Staatsanleihen und entsprechenden Bundesanleihen auf dem höchsten Niveau seit 2019. Die Wahrscheinlichkeit, dass die EZB vor der Fed in den Zinssenkungszyklus einsteige, sei hoch, urteilt Devisenanalyst Kit Juckes von der Societe Generale. Von anderer Seite wird auf die Gefahr einer direkten Konfrontation zwischen dem Iran und Israel verwiesen. Dies treibe Anleger in den vermeintlich sicheren Dollar-Hafen, heißt es.
Benutzeravatar
Bahndamm 68
 
Beiträge: 4983
Bilder: 139
Registriert: 25. Februar 2015, 21:13
Wohnort: Bärlin

Re: Börsen- und Industrie-Infos

Neuer Beitragvon Bahndamm 68 » 15. April 2024, 19:15

ÜBERBLICK am Abend/Konjunktur, Zentralbanken, Politik

Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires

Umsätze der US-Einzelhändler steigen im März

Die US-Einzelhändler haben ihre Umsätze im März moderat gesteigert. Die gesamten Umsätze stiegen um 0,7 Prozent gegenüber dem Vormonat. Von Dow Jones Newswires befragte Volkswirte hatten im Konsens mit einem Anstieg um 0,3 Prozent gerechnet. Wie das US-Handelsministerium weiter berichtete, stiegen die Umsätze ohne Kfz um 1,1 Prozent gegenüber dem Vormonat. Ökonomen hatten in dieser Kategorie einen Zuwachs um 0,5 Prozent erwartet.

New Yorker Konjunkturindex steigt im April

Die Geschäftsaktivität des verarbeitenden Gewerbes im Großraum New York ist im April leicht gestiegen. Der von der Federal Reserve Bank of New York ermittelte Index für die allgemeine Geschäftstätigkeit im verarbeitenden Gewerbe des Distrikts erhöhte sich auf minus 14,3. Von Dow Jones Newswires befragte Volkswirte hatten einen Anstieg auf minus 5,0 prognostiziert. Im Vormonat hatte der Index bei minus 20,9 gelegen.

Kazimir: EZB muss mit Diskussion über Zinssenkungen nach Juni abwarten

Die Inflation in der Eurozone geht zurück, so dass die Europäische Zentralbank (EZB) ihre Leitzinsen nach Aussage von EZB-Ratsmitglied Peter Kazimir im Juni senken kann. Aber der weitere Weg sei viel zu ungewiss, als dass sich der EZB-Rat schon jetzt auf irgendwelche weiteren Schritte festlegen könnte, schrieb EZB-Ratsmitglied Peter Kazimir auf der Website der slowakischen Nationalbank, deren Präsident er ist. Die EZB hat in der vergangenen Woche die Tür für eine Zinssenkung im Juni geöffnet. Marktteilnehmer und Analysten diskutieren aber schon über den geldpolitischen Kurs nach Juni.

EZB/Lane: Inflation in der Eurozone auf holprigem Weg zum 2-Prozent-Ziel

Die kurzfristigen Aussichten für die Inflation in der Eurozone könnten sich nach Aussage von EZB-Chefvolkswirt Philip Lane als holprig erweisen. Erst 2025 dürfte sie stabil in etwa auf dem Niveau des Ziels der Europäischen Zentralbank (EZB) bei 2 Prozent liegen, sagte Lane in einer Rede in Dublin.

BIZ stellt Konzept des "Finternet" vor

Die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich hat das Konzept eines "Finanz-Internets" (Finternet) vorgestellt. Wie es in einem von BIZ-Chef Agustin Carstens und Nandan Nilekani veröffentlichten Papier heißt, stellen sie sich unter dem Finternet mehrere miteinander verbundene Finanz-Ökosysteme vor, in deren Mittelpunkt die Nutzer stehen. Es würde die Barrieren zwischen verschiedenen Finanzdienstleistungen und -systemen abbauen, die komplexen Clearing- und Nachrichtenübermittlungsketten und andere Reibungsverluste, die das heutige Finanzsystem behindern, drastisch verringern.

Lindner: Schuldenbremse ist Inflationsbremse in diesen Zeiten

Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP) hat die Bedeutung der Schuldenbremse für die wirtschaftliche Erholung in Deutschland betont, aber Änderungsmöglichkeiten an Einzelpunkten eingeräumt. Die Regelung habe in den vergangenen 15 Monaten einen "wesentlichen Beitrag" zur Stabilität geleistet, sagte Lindner bei einer Diskussionsveranstaltung seines Ministeriums aus Anlass des 15-jährigen Bestehens der Schuldenbremse. "Die Schuldenbremse ist eine Inflationsbremse in diesen Zeiten, wie wir sie hatten, und sie sichert damit das Fundament einer jeden wirtschaftlichen Erholung", erklärte er.

Koalition einigt sich nach monatelangem Streit auf Klimagesetz und Solarpaket

Die Ampel-Parteien haben sich nach monatelangem Streit auf die Novelle des Klimaschutzgesetzes ohne starre Minderungsziele für den Ausstoß des Treibhausgases CO2 in den einzelnen Sektoren geeinigt. Außerdem verständigten sie sich auf das Solarpaket, mit dem der Ausbau der Photovoltaik, der Windkraft und Biomasse beschleunigt werden soll. Allerdings wird es hier keinen Resilienz-Bonus für die heimische Solarindustrie geben. Damit kann der Bundestag nun über die Vorhaben abstimmen.

Gutachten sieht dringend Handlungsbedarf bei Klimaziellücke im Gebäudesektor

Im Gebäudesektor herrscht einem Gutachten zufolge dringender klimapolitischer Handlungsbedarf. Die Sanierungsrate liegt demnach fast 50 Prozent hinter dem Soll und auch die Sanierungstiefe bleibt weit hinter den Annahmen zurück. Das ist das Ergebnis eines Kurzgutachtens zur Klimaziellücke im Gebäudesektor, das das Forschungsinstitut für Wärmeschutz München im Auftrag der Gebäude-Allianz erstellt hat. Außerdem reichten die derzeitigen Bemühungen für die Zeit nach 2030 nicht aus und zusätzliche Verschärfungen seien notwendig, damit Deutschland seine Klimaziele einhalten kann.
Benutzeravatar
Bahndamm 68
 
Beiträge: 4983
Bilder: 139
Registriert: 25. Februar 2015, 21:13
Wohnort: Bärlin

Re: Börsen- und Industrie-Infos

Neuer Beitragvon Bahndamm 68 » 16. April 2024, 21:49

ÜBERBLICK am Abend/Konjunktur, Zentralbanken, Politik

Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires

IWF lässt Prognosen für globales Wachstum nahezu unverändert

Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat seine Prognosen für das Wachstum der Weltwirtschaft nahezu unverändert gelassen. Wie aus dem jetzt veröffentlichten Weltwirtschaftsausblick hervorgeht, rechnet er aber mit einem weniger starken Wachstum des Welthandels und einer restriktiveren Fiskalpolitik, der eine beginnende geldpolitische Lockerung in den Industrieländern entgegenwirken dürfte. Der IWF erwartet, dass das weltweite Bruttoinlandsprodukt (BIP) 2024 um 3,2 Prozent steigen wird, nachdem er in seinem im Januar veröffentlichten Update ein Plus von 3,1 Prozent prognostiziert hatte. Für 2025 werden unverändert 3,2 Prozent Wachstum erwartet.

IWF: Kurzfristige Stabilitätsrisiken haben sich verringert

Die kurzfristigen Risiken für die Stabilität des weltweiten Finanzsystems haben sich aus Sicht des Internationalen Währungsfonds (IWF) seit Herbst 2023 verringert. In seinem aktuellen Finanzstabilitätsbericht weist der IWF allerdings darauf hin, dass auf der "letzten Meile" des Rückgangs der Inflation in den Zielbereich einige auffällige Stabilitätsrisiken lauerten. Besonders prominent: Der Gewerbeimmobiliensektor. "Obwohl die Banken gut aufgestellt zu sein scheinen, diese Verluste insgesamt aufzufangen, könnten bestimmte Länder stärker belastet werden, da ihre Banken große Mengen an Gewerbeimmobilienkrediten halten", schreibt der IWF.

US-Industrieproduktion im März gestiegen

Die Industrie in den USA hat im März ihre Produktion hochgefahren. Sie stieg im Vergleich zum Vormonat um 0,4 Prozent, wie die Federal Reserve mitteilte. Von Dow Jones Newswires befragte Volkswirte hatten genau diese Entwicklung prognostiziert. Die Kapazitätsauslastung verbesserte sich auf 78,4 Prozent von 78,2 im Vormonat. Hier waren Ökonomen von 78,5 Prozent ausgegangen. Für den Vormonat wurde die Auslastung auf 78,2 (vorläufig: 78,3) Prozent revidiert.

Verbände fordern Beschleunigung des Netzanschlussausbaus

Verbände habe die Bundesregierung zur Beschleunigung des Netzanschlussausbaus aufgefordert, um die Energiewende voranzutreiben. Der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) fordert angesichts des Netzanschlussgipfels im Bundeswirtschaftsministerium mehr Vereinfachungen und Standardisierungen. Außerdem müsse der Bürokratieabbau in dem Bereich vorangetrieben werden. Der Bundesverband Erneuerbare Energie forderte, dass Probleme beim Netzanschluss noch in diesem Jahr behoben werden sollten, da der Netzausbau dem Ausbau der erneuerbaren Energien hinterher hinke.

Habeck: Brauchen schnelleren und zuverlässigen Ausbau der Netzanschlüsse

Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) hat nach dem Netzanschlussgipfel mit Branchenvertreter die Notwendigkeit eines beschleunigten und zuverlässigen Ausbaus der Stromnetze in der Energiewende betont. Die Bundesregierung sowie die Bundesnetzagentur setzten den Rahmen. Gleichzeitig rief er die Netzbetreiber vor Ort dazu auf, die Netze vorausschauend zu planen und bedarfsgerecht auszubauen.

Scholz bittet Chinas Präsidenten Xi um Einwirken auf Russland

Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) hat bei seinem Besuch in China den chinesischen Präsidenten Xi Jinping aufgerufen, seinen Einfluss auf Russland zur Beendigung von Wladimir Putins Angriffskriegs auf die Ukraine zu nutzen. "Chinas Wort hat Gewicht in Russland", schrieb Scholz auf der Plattform X (ehemals Twitter). "Ich habe Präsident Xi daher gebeten, auf Russland einzuwirken, damit Putin seinen irrsinnigen Feldzug endlich abbricht, seine Truppen zurückzieht und diesen furchtbaren Krieg beendet."

Scholz betont enge Beziehungen zu China und fordert faireren Wettbewerb

Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) hat sein Interesse an engen wirtschaftlichen Beziehungen mit China betont und gleichzeitig zu einem faireren Wettbewerb in Wirtschaftsfragen aufgerufen. Bei seinem Besuch in Peking sagte Scholz im Beisein von Chinas Ministerpräsidenten Li Qiang vor der Sitzung des Beratenden Ausschusses der deutsch-chinesischen Wirtschaft, dass beide Länder angesichts Chinas Rolle als größter Handelspartner Deutschlands und den intensiven Investitionsaktivitäten zwischen beiden Ländern enge wirtschaftliche Beziehungen verbinden.

Scholz will Gespräch über Subventionswettbewerb und China auf WTO-Ebene

Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) hat sich in der Diskussion um den Umgang mit möglicherweise unfairen Subventionen bei billigen chinesischen Importprodukten für ein Einschalten der Welthandelsorganisation (WTO) stark gemacht. Zum Abschluss seines dreitägigen Besuchs in China sagte er, dass es einen fairen Wettbewerb auf Augenhöhe brauche und man über Subventionswettbewerb auf der ganzen Welt reden müsse.

Deutschland und China kooperieren bei automatisiertem Fahren

Deutschland und China wollen beim automatisierten und vernetzten Fahren zusammenarbeiten und so unter anderem die Entwicklung gemeinsamer Standards vorantreiben. Bundesverkehrsminister Volker Wissing (FDP) und Wirtschaftsstaatssekretärin Franziska Brantner (Grüne) hätten mit dem chinesischen Minister für Industrie und Informationstechnologie, Jin Zhuanglong, eine Absichtserklärung "über den Dialog und die Zusammenarbeit im Bereich automatisiertes und vernetztes Fahren" unterzeichnet, gaben Verkehrs- und Wirtschaftsministerium bekannt.

Lindner: Müssen für Turnaround an allen Stellschrauben drehen

Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP) hat nach der Senkung der Wachstumsprognosen des Internationalen Währungsfonds (IWF) für Deutschland auf Reformen in sämtlichen Bereichen der deutschen Wirtschaftspolitik gedrungen. "Eine Prognose, die auch den letzten davon überzeugen muss, dass wir in Deutschland für einen Turnaround nunmehr an allen Stellschrauben drehen müssen - von Arbeitsmarkt bis Steuern", schrieb Lindner über den Kurznachrichtendienst X.

Lagarde: EZB achtet genau auf Öl- und Rohstoffpreise

Die Europäische Zentralbank (EZB) wird nach Aussagen ihrer Präsidentin Christine Lagarde ihre Zinsen bei Ausbleiben von Schocks voraussichtlich im Juni erstmal senken. In einem Interview mit CNBC sagte Lagarde auf die Frage nach dem Einfluss steigender Rohstoff- und besonders Ölpreise auf ihren Inflationsausblick: "Alle Rohstoffpreise haben einen Einfluss und wir müssen genau auf diese Entwicklungen achten." Sie fügte hinzu: "Auf Energie und Nahrungsmittel hat das ganz klar einen direkten und schnellen Einfluss."

Rehn: EZB-Zinssenkung im Juni nur ohne Inflationsrückschlag

Die Erwartung einer Zinssenkung durch die Europäische Zentralbank (EZB) im Juni ist nach Aussage von EZB-Ratsmitglied Olli Rehn nur so lange valide, wie es keine Rückschläge bei der geopolitischen Lage gibt, die die Energiepreise und damit die Inflation beeinflussen würden. Der EZB-Rat hatte in der vergangenen Woche eine Zinssenkung im Juni für den Fall angekündigt, dass es keine bösen Überraschungen mehr gibt. "Das setzt voraus, dass es keine weiteren Rückschläge, zum Beispiel bei der geopolitischen Lage und damit bei den Energiepreisen gibt", heißt es in einem auf der Website der finnischen Nationalbank veröffentlichten Statement Rehns.

Villeroy de Galhau: EZB senkt Zinsen ab Juni "pragmatisch"

Der Rat der Europäischen Zentralbank (EZB) wird seine Zinsen nach Aussage von EZB-Ratsmitglied François Villeroy de Galhau im Juni das erste Mal senken, wenn es vorher nicht noch zu einem Schock - zum Beispiel, von Seiten der Rohstoffpreise - kommt.
Wer die Vergangenheit nicht kennt,
kann die Gegenwart nicht begreifen
und die Zukunft nicht gestalten.
Benutzeravatar
Bahndamm 68
 
Beiträge: 4983
Bilder: 139
Registriert: 25. Februar 2015, 21:13
Wohnort: Bärlin

Re: Börsen- und Industrie-Infos

Neuer Beitragvon Bahndamm 68 » 17. April 2024, 20:41

EZB/Lagarde: Konfiszieren russischer Assets will genau überlegt sein

Die Präsidentin der Europäischen Zentralbank (EZB), Christine Lagarde, hat sich vorsichtig zu der Idee geäußert, Russlands im Ausland liegende Vermögenswerte nicht nur einzufrieren, sondern auch zu konfiszieren. "Das Einfrieren der Assets ist eine sehr harsche Maßnahme, die nicht oft ergriffen wird", sagte Lagarde in einer Veranstaltung des Council on Foreign Relations und des Peterson Institute. Weitere Schritte hin zu einer Konfiskation und einer Verwendung der Mittel zu gehen, müsse genau überlegt werden, denn das könne bedeuten, dass man die internationale Ordnung breche, die man gegen Russland verteidige.

Lagarde zufolge sind die Europäer aber gewillt, Russland für die in der Ukraine angerichteten Schäden zahlen zu lassen. "Daran gibt es nicht den geringsten Zweifel", sagte sie. Ob hierfür etwa Zinseinnahmen eingefrorener russischer Assets eingesetzt werden könnten, werde geprüft.

Lagarde sagte, dass sich die Ausgangslage Europas und der USA in dieser Frage unterschieden, weil es Unterschiede in der jeweiligen Höhe russischer Assets und auch im Hinblick auf die Stellung der Währungen gebe.

Auch habe Europa der Ukraine 50 Milliarden Euro über drei Jahre zugesagt, und von den USA seien 60 Milliarden US-Dollar erwartet worden. "Ich bete, dass das klappt - im Interesse der Glaubwürdigkeit derer, die das versprochen haben, aber vor allem in Interesse der Ukraine", sagte die EZB-Präsidentin.

Scholz: Müssen mehr tun, um Ukraine zu unterstützen

Nachrichten und Einschätzungen zu dem russischen Angriffskrieg in der Ukraine sowie den Auswirkungen:

Scholz: Müssen mehr tun, um Ukraine zu unterstützen

Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) hat zum Auftakt eines EU-Sondergipfels in Brüssel eine verstärkte Unterstützung für die Ukraine insbesondere bei der Luftverteidigung gefordert. "Der russische Angriffskrieg wird mit großer Brutalität unverändert vorgetragen und wir wissen, dass wir mehr tun müssen, als wir bisher machen, um die Ukraine zu unterstützen", sagte er. "Das gilt insbesondere für all die Möglichkeiten, die zur Luftverteidigung erforderlich sind." Deutschland, das ja schon zwei Patriot-Systeme geliefert habe, habe entschieden, noch ein weiteres zu liefern. "Wir wollen auch andere ermutigen, das Gleiche zu tun und selber zu schauen, was noch für Möglichkeiten existieren in den eigenen Beständen, die Möglichkeiten der Ukraine, sich zu verteidigen, zu verbessern", sagte er. Angesichts all der furchtbaren Angriffe aus der Luft sehe man, dass es notwendig sei, genau da etwas zu machen. "Für mich wird es hier bei diesem Gipfel auch darauf ankommen, viele davon zu überzeugen, dass sie noch einmal nach Hause fahren und gucken, was geht da, weil es jetzt auch darum geht, es schnell zu tun und nicht irgendwann", betonte der Kanzler.

Baerbock und Pistorius fordern schnell weitere Flugabwehrsysteme - Magazin

Die Bundesregierung verlangt von den Verbündeten der Ukraine schnelle Hilfe bei der Stärkung der Luftverteidigung. In einem Brandbrief mahnen Außenministerin Annalena Baerbock (Grüne) und Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) alle EU- und Nato-Partner sowie einige weitere Verbündete weltweit, "die Bestände an Flugabwehrsystemen noch einmal genau daraufhin zu überprüfen, was an die Ukraine abgegeben werden kann", wie das Nachrichtenmagazin Der Spiegel berichtete. "Angesichts der Situation, in der sich die Ukraine befindet, ist unsere Hilfe hochgradig dringlich." Die beiden Spitzenpolitiker wenden sich auch direkt an die Partner, die bisher keine oder nur wenig Waffenhilfe geleistet haben: "Wir alle haben etwas, um beizutragen, möglicherweise mehr als wir bisher für möglich gehalten haben." Mit dem Brief starte die Bundesregierung eine neue Initiative, um schnell mehr Systeme zur Luftverteidigung für die Ukraine zu mobilisieren. "Wir müssen jetzt gemeinsam schnell sein und die brutalen und rücksichtslosen Luftangriffe gerade auch auf Zentren wie Odessa oder Charkiw stoppen", sagte Pistorius dem Spiegel. Deswegen wende man sich an alle Partner mit der "dringenden Bitte, dass schnellstmöglich Systeme und Munition direkt an die Ukraine abgegeben werden und die Produktion deutlich erhöht wird".

Mützenich: Wichtige Impulse für Diplomatie durch China-Reise von Scholz

Die China-Reise von Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) hat nach Ansicht von SPD-Fraktionschef Rolf Mützenich "wichtige Impulse für eine gemeinsame Diplomatie" zur Beilegung des Kriegs in der Ukraine gebracht. Die von Scholz initiierten Chancen sollten laut Mützenich weder gering geschätzt noch zerredet werden. "Erneut hat ein direktes Gespräch des Bundeskanzlers mit Präsident Xi wichtige Impulse für eine gemeinsame Diplomatie im Krieg in der Ukraine geben können", lobte Mützenich. "Jede Anstrengung, einer weiteren Eskalation entgegen zu wirken, ist im internationalen Interesse." Besonnenheit und Vertrauen seien die Grundlagen für eine kluge Diplomatie, so der Fraktionschef. Erstmals habe sich China darauf eingelassen, die geplante Friedenskonferenz in der Schweiz positiv zu begleiten. Unabhängig von einer Teilnahme Chinas an der Konferenz dürfte für die dortigen Gespräche nicht unerheblich sein, dass China gefordert habe, dass einerseits der Export von Getreide weiter möglich sein müsse, so dass Hunger nicht als Waffe missbraucht werden könne, und andererseits die humanitäre Behandlung und der Austausch von Gefangenen möglichst schnell erfolgen solle.

Kuleba fordert von Verbündeten mehr Flugabwehr

Der ukrainische Außenminister Dmytro Kuleba hat die Verbündeten zu schneller Hilfe in der Flugabwehr aufgefordert. "Wir benötigen mindestens sieben weitere Patriot-Batterien, um unsere Städte und die Wirtschaftszentren vor der Zerstörung zu bewahren", sagte er der Süddeutschen Zeitung in Kiew. Angesichts der fortdauernden Zerstörung durch russische Raketen und Gleitbomben sei die einfachste und schnellste Antwort die Luftverteidigung. "Warum ist es so schwer, sieben Patriot-Batterien zu finden?", sagte Kuleba. Er sprach von einer entscheidenden Phase im Abwehrkampf gegen Russland. "Wir stehen am Rande eines Kriegs in der Europäischen Union", warnte er. „Dieser Krieg kann noch immer verhindert werden, aber nur wenn die Ukraine die nötigen Waffen und die Munition dafür erhält - jetzt und schnell, nicht später."
Benutzeravatar
Bahndamm 68
 
Beiträge: 4983
Bilder: 139
Registriert: 25. Februar 2015, 21:13
Wohnort: Bärlin

Re: Börsen- und Industrie-Infos

Neuer Beitragvon Bahndamm 68 » 18. April 2024, 21:38

ÜBERBLICK am Abend/Konjunktur, Zentralbanken, Politik

Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires

Philly-Fed-Index steigt im April

Die Lage der US-Industrie in der Region Philadelphia hat sich im April aufgehellt. Der Konjunkturindex der Federal Reserve Bank of Philadelphia stieg auf plus 15,5 Punkte von plus 3,2 im März. Von Dow Jones Newswires befragte Volkswirte hatten einen Indexstand von plus 2,5 erwartet.

Erstanträge auf US-Arbeitslosenhilfe unverändert

Die Zahl der Erstanträge auf Leistungen aus der US-Arbeitslosenversicherung hat in der Woche zum 13. April keine Veränderung gezeigt. Im Vergleich zur Vorwoche blieb die Zahl der Anträge auf saisonbereinigter Basis konstant bei 212.000, wie das US-Arbeitsministerium in Washington mitteilte. Von Dow Jones Newswires befragte Volkswirte hatten einen Anstieg auf 215.000 vorhergesagt.

Fed/Williams: Keine Dringlichkeit für Zinssenkungen

Der Präsident der Federal Reserve von New York, John Williams, sieht die Zinsen derzeit auf einem guten Niveau. Die Inflation gehe allmählich zurück. "Ich sehe definitiv keine Dringlichkeit, die Zinsen zu senken", sagte Williams. "Ich denke, die Geldpolitik tut genau das, was wir sehen wollen."

Nagel: EZB-Zinssenkung im Juni zunehmend wahrscheinlich

Die Wahrscheinlichkeit einer Zinssenkung durch die Europäische Zentralbank (EZB) im Juni hat nach Aussage von EZB-Ratsmitglied Joachim Nagel zugenommen. "Wenn sich bestätigt, dass die Inflation wirklich zurückgeht und wir unser Ziel im Jahr 2025 erreichen werden, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass die Zinssenkung auf der Juni-Sitzung stattfinden wird", sagte Nagel in einem Interview mit CNBC unter Verweis auf die im Juni anstehenden neuen Inflationsprojektionen.

Knot: Zunehmend zuversichtlich hinsichtlich Disinflationsprozess

Eines der am stärksten inflationsaversen Mitglieder des Rats der Europäischen Zentralbank (EZB) hat sich optimistisch hinsichtlich der Entwicklung von Inflation und Zinssenkungen geäußert. Klaas Knot, der Gouverneur der niederländischen Zentralbank, sagte Bloomberg TV, er sei zunehmend zuversichtlich hinsichtlich des Disinflationsprozesses und sei mit den an den Märkten eingepreisten Zinssenkungen "nicht unzufrieden". Knot zufolge hat die Wahrscheinlichkeit signifikanter Zweitrundeneffekte abgenommen.

Lindner: Jüngste Krisen zerstören globale Wohlstandsperspektive

Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP) hat vor einer Schädigung des weltweiten Wohlstands durch die jüngsten geopolitischen Krisen gewarnt und die globalen Wachstumsaussichten als "viel zu gering" kritisiert. "Die geopolitischen Krisen bringen nicht nur unfassbares Leid über die Menschen in den betroffenen Regionen", sagte Lindner bei einer Pressekonferenz am Rande der Jahrestagung von Internationalem Währungsfonds (IWF) und Weltbank in Washington, wie sein Ministerium über den Kurznachrichtendienst X mitteilte. "Sie bedrohen auch die regelbasierte internationale Weltordnung und zerstören die globale Wohlstandsperspektive", warnte er.

Faeser: Sicherheitsbehörden verhinderten mögliche Sprengstoffanschläge

Mit der Festnahme zweier mutmaßlicher russischer Spione in Bayreuth sind laut Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) mögliche Sprengstoffanschläge verhindert worden. "Unsere Sicherheitsbehörden haben mögliche Sprengstoffanschläge, die unsere militärische Hilfe für die Ukraine betreffen und unterminieren sollten, verhindert. Es ist ein besonders schwerer Fall der mutmaßlichen Agententätigkeit für Putins Verbrecherregime", sagte Faeser in einem Statement. "Wir werden solche Bedrohungspläne weiter durchkreuzen." Das Auswärtige Amt habe in dem Fall auch den russischen Botschafter einbestellt, bestätigte die Innenministerin.
Benutzeravatar
Bahndamm 68
 
Beiträge: 4983
Bilder: 139
Registriert: 25. Februar 2015, 21:13
Wohnort: Bärlin

Re: Börsen- und Industrie-Infos

Neuer Beitragvon Bahndamm 68 » 19. April 2024, 21:21

ÜBERBLICK am Abend/Konjunktur, Zentralbanken, Politik

Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires

Bund genehmigt im ersten Quartal Rüstungsexporte vor allem in Ukraine

Die Bundesregierung hat im ersten Quartal Genehmigungen für den Export von Rüstungsgütern im Wert von insgesamt 5,2 Milliarden Euro erteilt. Davon gingen 90 Prozent der Genehmigung an enge Partnerländer und über 70 Prozent entfielen allein auf die Unterstützung der Ukraine, wie das Bundeswirtschaftsministerium mitteilte. An zweiter und dritter Stelle folgen mit großem Abstand Singapur und Indien.

Schiedsspruch in Bau-Schlichtungsverhandlung

In der Schlichtungsverhandlung zwischen dem Zentralverband des Deutschen Baugewerbes gemeinsam mit dem Hauptverband der Deutschen Bauindustrie und der Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt hat Schlichter Rainer Schlegel, der frühere Präsident des Bundessozialgerichts, einen Schiedsspruch vorgelegt. Das gaben ZDB und HDB bekannt. Vorgesehen ist demnach eine Erhöhung der Tariflöhne und -Gehälter ab 1. Mai 2024 um 250 Euro und ab 1. April 2025 im Tarifgebiet West um 4,15 Prozent und im Tarifgebiet Ost um 4,95 Prozent.

Habeck begrüßt EU-Finanzierungsvorschläge für grüne Transformation

Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) hat Finanzierungsvorschläge zur grünen Transformation gelobt, die der ehemalige italienische Ministerpräsident Enrico Letta in seinem Bericht zur Zukunft des EU-Binnenmarkts gemacht hat. Der Bericht soll gemeinsam mit einer Bewertung der Mitgliedsstaaten der Europäischen Union in die nächste strategische Agenda der EU einfließen. Lettas Bericht enthalte gute Vorschläge, wie etwa die EU seine Zukunftstechnologien ausbauen und auf Nachhaltigkeit und europäischen Werten beruhende Standards global verankern könne, so Habeck.

Lindner will Steuerfreiheit für Überstunden nur bei Vollzeit - Magazin

Im Rahmen seiner "Wirtschaftswende" plant Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP) laut einem Magazinbericht, nur Vollzeitkräften Steuerfreiheit bei Überstunden zu gewähren. Erst ab der 41. Arbeitsstunde sollten keine Steuern mehr auf den Lohn anfallen, schrieb das Nachrichtenmagazin Der Spiegel unter Berufung auf Angaben aus dem Bundesfinanzministerium. Von dem Ministerium war auf Anfrage von Dow Jones Newswires zunächst keine Stellungnahme erhältlich.

Kritik an Lindners neuem Finanzkriminalamt

Die Bundesländer halten die Befugnisse der neuen Bundesbehörde zur Bekämpfung von Finanzkriminalität für nicht ausreichend. Um wirksam gegen Clankriminalität vorzugehen, müssten deren Vermögen leichter abgeschöpft werden können. "Ich appelliere dringend an Bundesfinanz- und -justizminister, Ermittlerinnen und Ermittler der Strafverfolgungsbehörden die dringend benötigte Waffe einer effektiven Vermögensabschöpfung nicht zu verwehren", sagte Nordrhein-Westfalens Finanzminister Marcus Optendrenk (CDU) dem Handelsblatt. "Diese benötigen sie schnellstmöglich, um Schwerstkriminellen, die unseren Rechtsstaat mit Füßen treten, den Geldhahn abzudrehen."

Knorr-Bremse übernimmt Alstoms Bahnsignaltechnikgeschäft in Nordamerika

Knorr-Bremse kauft in Nordamerika zu. Wie der MDAX-Konzern mitteilte, übernimmt er das Bahnsignaltechnikgeschäft der französischen Alstom in Nordamerika. Als Kaufpreis sei ein Unternehmenswert von rund 630 Millionen Euro vereinbart worden.

In dem Preis enthalten ist ein mittlerer zweistelliger Millionen-Euro-Betrag für zusätzlich erwartetes Projektgeschäft. Alstom Signaling Nordamerika erzielte im abgelaufenen Geschäftsjahr per Ende März einen Umsatz von rund 300 Millionen Euro und eine EBIT-Marge von rund 16 Prozent. Knorr-Bremse geht davon aus, dass der Zukauf von Anfang an positiv zur Profitabilität beiträgt. Der Abschluss der Transaktion wird für Sommer 2024 erwartet.

Knorr-Bremse finanziert den Zukauf aus vorhandener Liquidität und Fremdkapital. Das Kreditrating dürfte nicht beeinträchtigt werden.

"Wir bauen damit nicht nur unser hochrentables Rail-Geschäft aus", sagte Knorr-Bremse-CEO Marc Llistosella. "Wir werden zudem einer der Marktführer in Nordamerika im Bahn-Segment CCS - Control, Command and Signalling."
Benutzeravatar
Bahndamm 68
 
Beiträge: 4983
Bilder: 139
Registriert: 25. Februar 2015, 21:13
Wohnort: Bärlin

Re: Börsen- und Industrie-Infos

Neuer Beitragvon Bahndamm 68 » 22. April 2024, 20:22

ÜBERBLICK am Abend/Konjunktur, Zentralbanken, Politik

Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires

Drei Deutsche wegen mutmaßlicher Spionage für China verhaftet

In Deutschland sind drei Personen festgenommen worden, die verdächtigt werden, für China sensible Militärtechnologie ausspioniert zu haben. Die beiden Männer und eine Frau, alles deutsche Staatsangehörige, sollen laut Bundesanwaltschaft seit mindestens Juni 2022 im Auftrag des chinesischen Ministeriums für Staatssicherheit wertvolle Informationen und Dual-Use-Hardware beschafft und nach China transferiert haben.

Zulieferer: Lage bleibt 2024 angespannt

Die mittelständische Zulieferindustrie sieht sich im Frühjahr 2024 in einer kritischen Lage. Nach einem schwierigem Jahr 2023 "bleibt die Lage angespannt", erklärte die Arbeitsgemeinschaft Zulieferindustrie bei ihrer Jahrespressekonferenz auf der Hannover Messe. Damit sich Investitionen in Elektromobilität lohnten, müssten sich die Produktionszahlen viel dynamischer entwickeln. Die Standortbedingungen blieben ein massives Problem für den Mittelstand. Die neu gewählte EU-Kommission müsse mit einer Industriestrategie für Wachstum sorgen und weniger regulieren. "Die deutschen Zulieferer haben ein schwieriges Jahr 2023 hinter sich und befinden sich im Frühjahr 2024 in einer kritischen Phase", so Christian Vietmeyer, Sprecher der Arbeitsgemeinschaft.

VDP erwartet für 2024 schwächere Preisrückgänge für Immobilien

Die Immobilienpreise dürften in diesem Jahr weiter zurückgehen, allerdings deutlich schwächer als im Vorjahr. Das erwartet der Verband deutscher Pfandbriefbanken (VDP). Insgesamt bleibe das Jahr 2024 für alle Akteure auf den Immobilienmärkten herausfordernd. Bei den Wohnimmobilien dürften sich die Preise im zweiten Halbjahr stabilisieren. Eine wichtige Rolle komme hier der Zinspolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) zu.

Finanzwende: Cum/Ex-Ermittlerin Brorhilker wird Geschäftsführerin

Deutschlands wichtigste Cum/Ex-Ermittlerin, Oberstaatsanwältin Anne Brorhilker, verlässt die Justiz und wird Geschäftsführerin der Bürgerbewegung Finanzwende. Dies gab Finanzwende in einer Pressemitteilung bekannt. Brorhilker selbst bestätigte dem WDR ihre Kündigung und sagte zur Begründung: "Ich bin überhaupt nicht zufrieden damit, wie in Deutschland Finanzkriminalität verfolgt wird."

Bitkom: Auswirkungen der KI für einige Berufen wird noch unterschätzt

Die Deutschen unterschätzen nach Angaben des Digitalverbands Bitkom die Auswirkungen der Künstlichen Intelligenz (KI) für einige Berufe. Laut einer Umfrage im Auftrag des Verbands erwarten 62 Prozent durch die KI Veränderungen für Tätigkeiten im Finanzwesen und 60 Prozent für IT-Berufe. Die geringsten Auswirkungen würden hingegen mit 34 Prozent im Militär und mit 30 Prozent bei der Justiz erwartet.

Stimmung der Verbraucher im Euroraum hellt sich leicht auf

Das Verbrauchervertrauen im Euroraum hat sich im April verbessert. Der von der EU-Kommission ermittelte Index stieg um 0,2 auf minus 14,7 Punkte. Von Dow Jones Newswires befragte Volkswirte hatten einen Stand von minus 14,5 prognostiziert. Für die EU-27 blieb der Wert bei minus 15,2. Der endgültige Indexstand des Verbrauchervertrauens für April wird in der kommenden Woche veröffentlicht.

Wirtschaftsindex der Chicago-Fed im März gestiegen

Die Wirtschaftsaktivität in den USA hat sich im März etwas verstärkt. Der Chicago Fed National Activity Index (CFNAI) stieg auf einen Stand von plus 0,15, wie die Federal Reserve Bank of Chicago mitteilte. Für den Februar wurde der Indexstand auf plus 0,09 revidiert, nachdem zunächst ein Wert von plus 0,05 genannt worden war.
Benutzeravatar
Bahndamm 68
 
Beiträge: 4983
Bilder: 139
Registriert: 25. Februar 2015, 21:13
Wohnort: Bärlin

Re: Börsen- und Industrie-Infos

Neuer Beitragvon Bahndamm 68 » 23. April 2024, 20:34

Jobcenter-Mitarbeiter sehen Neuregelung beim Bürgergeld kritisch - Zeitung

Viele Mitarbeiter in den Jobcentern lehnen laut einem Bericht der Süddeutschen Zeitung zentrale Teile der Neuregelung des Bürgergeldes ab. Die Zeitung verweist auf eine ihr vorab vorliegende Untersuchung des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) und der Universität Bochum.

Eine große Mehrheit der Mitarbeiter in den Jobcentern gab demnach in einer Umfrage an, dass die Bürgergeldbezieher seit der Reform weniger motiviert seien (59 Prozent) und auch schlechter daran mitwirkten, aus ihrer Hilfsbedürftigkeit herauszukommen (62 Prozent). Nur eine kleine Minderheit von jeweils 2 Prozent sei überzeugt, dass Motivation und Mitwirkungsbereitschaft besser geworden seien.

Vor allem, dass Sanktionen nun schwieriger und langwieriger geworden sind, lehnt dem Bericht zufolge eine breite Mehrheit der Befragten ab. Ähnlich sehe es bei der erhöhten monatlichen Unterstützung aus und bei den höheren Freibeträgen für das sogenannte Schonvermögen. Laut Süddeutsche hätten offenbar viele Jobcenter-Beschäftigte gerne mehr Druckmittel in der Hand, um Arbeitslose zur Mitwirkung zu bewegen. Eine Mehrheit von 63 Prozent der Befragten sehen die Bereitschaft bei den Bürgergeldempfängern schwinden, eine Arbeit aufzunehmen.

Mehrheitliche Zustimmung finde hingegen, dass Minderjährige mehr Geld erhalten als im alten "Hartz-IV-System", ebenso die besseren Betreuungsangebote für Langzeitarbeitslose und der Verzicht darauf, selbst Kleinbeträge mit bürokratisch oft hohem Aufwand von den Hilfebedürftigen einzufordern.

Für die Untersuchung haben dem Bericht zufolge Forscher um den Sozialwissenschaftler Jürgen Schupp die Antworten von fast 1.900 Beschäftigten in sieben nordrhein-westfälischen Jobcentern auf einen detaillierten Fragebogen ausgewertet.
Benutzeravatar
Bahndamm 68
 
Beiträge: 4983
Bilder: 139
Registriert: 25. Februar 2015, 21:13
Wohnort: Bärlin

Re: Börsen- und Industrie-Infos

Neuer Beitragvon Bahndamm 68 » 24. April 2024, 19:53

ÜBERBLICK am Abend/Konjunktur, Zentralbanken, Politik

Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires

Bundesregierung erhöht Wachstumsprognose 2024 auf 0,3 Prozent

Die Bundesregierung erwartet eine allmähliche Erholung der deutschen Wirtschaft in diesem Jahr und hat ihre Wachstumsprognose leicht angehoben. Allerdings zeigte sie sich wegen der strukturellen Probleme in Deutschland besorgt. Die Bundesregierung erwartet in ihrer neuen Prognose für 2024 einen Anstieg des Bruttoinlandsproduktes (BIP) um 0,3 Prozent und damit etwas mehr als das im Februar erwartete Plus von 0,2 Prozent. Für das kommende Jahr geht die Bundesregierung weiterhin von einem Wachstum von 1,0 Prozent aus. Im vergangenen Jahr war das deutsche BIP um 0,3 Prozent geschrumpft.

Habeck: Bessere Konjunkturdaten Grund für höhere Prognose

Bessere Konjunkturdaten sind laut Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) Grund für die leichte Erhöhung der deutschen Konjunkturprognose auf 0,3 Prozent für 2024. Vor allem in den vergangenen Wochen hätten sich die allmähliche Erholung der Wirtschaft und auch die Anzeichen für eine konjunkturelle Aufhellung deutlich verstärkt. Mit Blick auf Russland sprach sich der Minister für ein europäisches Importverbot von russischem LNG aus. "Das Umfeld insgesamt ist nach wie vor anspruchsvoll. Trotzdem passen sich die deutsche Wirtschaft, die Verbraucher und die Produktion langsam an. Die Daten weisen jetzt wieder nach oben" sagte Habeck auf einer Pressekonferenz zur neuen Konjunkturprognose der Regierung

Wärmepumpensektor erwartet schwieriges Jahr und fordert Hilfe für Marktbelebung

Die Wärmepumpenbranche hat angesichts enttäuschender Absatzzahlen Maßnahmen zur kurzfristigen Marktbelebung gefordert, wie etwa die Absenkung der Strom- und Mehrwertsteuer. Der Bundesverband Wärmepumpe (BWP) erklärte, dass der Wachstumstrend im Laufe der letzten Monate erheblich ins Stocken geraten sei. Während der vergangenen mehr als zehn Jahre habe es ein stetiges Wachstum der Absatz- und Installationszahlen von Wärmepumpen gegeben. Für dieses Jahr rechnet die Branche trotz der staatlichen Förderung und des großen Verbraucherinteresses mit einem schwierigen Jahr. Die von der Bundesregierung anvisierte jährliche Installation von 500.000 Wärmepumpen hält der Verband für unrealistisch.

Bundeskabinett billigt Beschränkungen zum Einsatz von Glyphosat

Das Bundeskabinett hat eine neue Pflanzenschutzanwendungs-Verordnung gebilligt, die den nationalen Umgang mit dem Wirkstoff Glyphosat regelt. So ist Glyphosat grundsätzlich unter anderem in Wasser- und Heilquellenschutzgebieten sowie in Haus- und Kleingärten untersagt. Auch im Ackerbau bleiben etwa die Vorsaat-, die Stoppel- und die Nacherntebehandlung verboten, genauso wie der flächige Einsatz im Grünland, wie das Bundeslandwirtschaftsministerium erklärte.

Scholz und Sunak treffen Vereinbarung zu Sicherheit und Verteidigung

Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) und der britische Ministerpräsident Rishi Sunak haben bei einem Treffen in Berlin eine "gemeinsame Verständigung zu Sicherheit und Verteidigung" vereinbart. "Unsere langjährige Freundschaft gründet auf einer gemeinsamen Geschichte, geteilten Werten und gegenseitigem Interesse", heißt es darin. "Wir haben eine gemeinsame Vision für die euro-atlantische Sicherheit." Scholz betonte bei einer Pressekonferenz mit Sunak, "dass mit dem russischen Angriffskrieg auf die Ukraine die Sicherheitsarchitektur Europas gefährdet ist".

Belgiens Geschäftsklima im April eingetrübt

Das belgische Geschäftsklima hat sich im April eingetrübt. Wie die Belgische Nationalbank (BNB) mitteilte, sank der Index gegenüber dem Vormonat um 1,5 Punkte auf minus 11,9 Zähler. In den beiden Monaten zuvor war das Geschäftsklima jeweils gestiegen. "Der spürbare Vertrauensanstieg, der im März im verarbeitenden Gewerbe zu verzeichnen war, hat in diesem Monat einen deutlichen Dämpfer erhalten", erklärte die Notenbank. "Auch im Bereich der unternehmensbezogenen Dienstleistungen schwächte sich das Vertrauen ab, wenn auch in geringerem Maße. Im Baugewerbe und im Handel hielt sich der Indikator im Wesentlichen stabil.

EU leitet vor Besuch von Xi Jinping neue Subventionsermittlungen ein

Die Europäische Union erhöht den wirtschaftlichen Druck auf Peking, indem sie wenige Tage vor den geplanten Besuchen des chinesischen Präsidenten Xi Jinping in Paris und Budapest zwei neue Untersuchungen wegen mutmaßlich unfairer chinesischer Handelspraktiken einleitet. Diese Woche kündigte die Kommission an, dass sie Chinas inländische Beschaffungspraktiken für medizinische Geräte untersuchen werde, die nach Ansicht der EU chinesische Unternehmen gegenüber europäischen und anderen ausländischen Wettbewerbern unfair bevorzugen. Die EU-Kommission ist zunehmend besorgt über chinesische Subventionen und andere wirtschaftspolitische Maßnahmen, die ihrer Ansicht nach europäischen Unternehmen schaden.

US-Aufträge für langlebige Güter steigen im März kräftig

Der Auftragseingang langlebiger Wirtschaftsgüter in den USA ist im März kräftig gestiegen. Wie das US-Handelsministerium berichtete, erhöhten sich die Orders gegenüber dem Vormonat um 2,6 Prozent. Von Dow Jones Newswires befragte Ökonomen hatten exakt mit einem solchen Anstieg gerechnet. Der Zuwachs im Vormonat wurde auf 0,7 (vorläufig: 1,3) Prozent nach unten revidiert.

US-Rohöllagerbestände wider Erwarten gesunken

Die Rohöllagerbestände in den USA haben sich in der Woche zum 19. April wider Erwarten verringert. Sie fielen nach Angaben der staatlichen Energy Information Administration (EIA) um 6,368 Millionen Barrel gegenüber der Vorwoche. Von Dow Jones Newswires befragte Analysten hatten dagegen einen Anstieg um 0,5 Millionen Barrel vorhergesagt. In der Vorwoche hatten sich die Lagerbestände um 2,735 Millionen Barrel erhöht.
Benutzeravatar
Bahndamm 68
 
Beiträge: 4983
Bilder: 139
Registriert: 25. Februar 2015, 21:13
Wohnort: Bärlin

Re: Börsen- und Industrie-Infos

Neuer Beitragvon Bahndamm 68 » 26. April 2024, 20:14

ÜBERBLICK am Abend/Konjunktur, Zentralbanken, Politik

Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires

US/PCE-Kerninflation sinkt entgegen den Erwartungen nicht

Der Inflationsdruck in den USA hat im März, gemessen an der von der Notenbank favorisierten Messgröße, entgegen den Erwartungen nicht nachgelassen. Wie das Bureau of Economic Analyses (Bea) mitteilte, stieg der Preisindex der persönlichen Konsumausgaben (PCE-Deflator) ohne Energie und Nahrungsmittel gegenüber dem Vormonat um 0,3 Prozent und lag wie im Februar um 2,8 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats. Von Dow Jones Newswires befragte Volkswirte hatten einen monatlichen Preisanstieg von 0,3 Prozent und eine Jahresteuerung von nur 2,7 Prozent prognostiziert.

Stimmung der US-Verbraucher im April eingetrübt

Die Stimmung der US-Verbraucher hat sich im April abgeschwächt. Der an der Universität Michigan berechnete Index für die Verbraucherstimmung in den USA fiel bei der Umfrage am Monatsende auf 77,2 von 79,4 Ende März. Von Dow Jones Newswires befragte Ökonomen hatten einen Stand von 77,9 erwartet. Bei der ersten Umfrage Mitte des Monats lag er bei 77,9.

Lindner darf wegen schwacher Konjunktur mehr Schulden machen - Magazin

Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP) plant laut einem Magazinbericht im Rahmen der Schuldenbremse für 2025 mit einer Nettokreditaufnahme von 24 Milliarden Euro. In der mittelfristigen Finanzplanung vom vergangenen Jahr hatte Lindner noch 16 Milliarden Euro an Neuverschuldung vorgesehen. Vom Finanzministerium war zu dem Bericht zunächst keine Stellungnahme erhältlich.

Wirtschaftsministerium: Energiewende ist in Deutschland auf Kurs

Die Energiewende ist in Deutschland laut Bundeswirtschaftsministerium auf Kurs und der Ausbau der erneuerbaren Anlagen hat eine neue Dynamik erreicht. Allerdings müsste sich die Zahl der Genehmigungsverfahren verdreifachen, damit diese Dynamik auch dauerhaft anhält. Das erklärte das Ministerium in einer Bestandsaufnahme zum Fortschritt der Energiewende.

Habeck will noch drei große Projekte bis Bundestagswahl umsetzen

Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) will in den verbleibenden rund eineinhalb Jahren bis zur kommenden Bundestagswahl noch drei große Projekte in der Energiepolitik angehen. Dazu gehört die Vollendung der Kraftwerksstrategie, das Design für das Energiesystem der Zukunft und die Finanzierung der Netzentgelte. Bei der Vollendung der Kraftwerksstrategie gehe es darum sicherzustellen, dass Deutschland in Phasen im Jahr, wo nicht genug Wind und Sonne vorhanden ist, auch genug klimaneutrale Lastenkapazität im Stromnetz hat.

Habeck zuversichtlich für Kohleausstieg im Rheinischen Revier 2030

Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) hat sich zuversichtlich gezeigt, dass der Kohleausstieg im Rheinischen Revier 2030 erfolgen kann. Dieser sei vereinbart worden unter der Voraussetzung, dass in Deutschland bei der Energieversorgung genug grundlastfähige Kapazitäten vorhanden seien, wie Habeck auf einer Pressekonferenz zum Stand der Energiewende sagte. Laut Habeck ist die Energiewende auf Kurs, Deutschland könne seine Ziele einhalten und die Versorgungssicherheit sei jeder Zeit gewährleistet.

Scholz sieht Aserbaidschans Gastgeberrolle bei Klimakonferenz als Chance

Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) sieht nach eigenen Aussagen eine Chance in der Tatsache, dass mit Aserbaidschan erneut ein Land die nächste Weltklimakonferenz COP 29 ausrichten wird, das von seinen fossilen Ressourcen profitiert. "Ich betrachte es als eine Chance, dass diese Konferenzen jetzt in Ländern, die selber mit der Produktion von Energie aus fossilen Ressourcen zu tun haben, stattgefunden haben, stattfinden werden", sagte Scholz bei einer Pressekonferenz mit dem aserbaidschanischen Präsidenten Ilham Alijew. "Wenn wir uns an die letzte COP erinnern, hat sie sehr viele Durchbrüche mit sich gebracht, zum Beispiel auch was die Finanzierung des Lost and Damages Fund betrifft."

Spanien erhöht Beteiligung an Telefonica auf 6 Prozent

Die staatliche Sociedad Estatal de Participaciones Industriales (Sepi) hat ihre Beteiligung an Telefonica auf 6 Prozent aufgestockt. Dies geht aus einer Mitteilung auf der Internetseite von Telefonica hervor. Die spanische Staatsholding hatte im Dezember 2023 erklärt, man werde sich mit bis zu 10 Prozent am größten spanischen Telekomkonzern Telefonica beteiligen.
Benutzeravatar
Bahndamm 68
 
Beiträge: 4983
Bilder: 139
Registriert: 25. Februar 2015, 21:13
Wohnort: Bärlin

Re: Börsen- und Industrie-Infos

Neuer Beitragvon Bahndamm 68 » 29. April 2024, 20:50

ÜBERBLICK am Abend/Konjunktur, Zentralbanken, Politik

Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires

IWF-Chefin Georgieva: EU soll CO₂-Reduzierung gemeinsam finanzieren

Die EU-Länder sollten die Reduzierung von CO2-Emmissionen nach Aussage der Chefin des Internationalen Währungsfonds (IWF), Kristalina Georgieva, gemeinsam finanzieren. In einer Rede bei der jährlichen EU-Haushaltskonferenz sagte Georgieva laut veröffentlichtem Redetext, dass Geld dort eingesetzt werden müsse, wo es diesbezüglich den größten Nutzen bringe. Es brauche gewaltige Investitionen, und dafür müssten intelligente Lösungen gefunden werden.

Deutsche HVPI-Teuerung steigt im April unerwartet

Der Inflationsdruck in Deutschland hat im April entgegen den Erwartungen zugenommen. Nach Angaben des Statistischen Bundesamts (Destatis) stieg der Harmonisierte Verbraucherpreisindex (HVPI) gegenüber dem Vormonat um 0,6 Prozent und lag um 2,4 (März: 2,3) Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats. Von Dow Jones Newswires befragte Volkswirte hatten einen monatlichen Anstieg von 0,5 Prozent und eine Jahresteuerungsrate von 2,2 Prozent prognostiziert.

Lindner: Keine Einschränkung des sozialen Netzes geplant

Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP) ist Befürchtungen entgegengetreten, angesichts von Budgetzwängen und der Einhaltung der Schuldenbremse komme es zu einem Abbau des sozialen Netzes. "Deutschland hat ein nahezu weltweit einmaliges Niveau an sozialer Absicherung", betonte Lindner bei einem Bürgergespräch. "Wir müssen uns die Frage danach stellen, ob wirklich die Bedürftigen und Betroffenen immer erreicht werden, ob wir auch wirklich an den Gründen für Armut arbeiten, oder ob wir nicht sehr viel Geld in Bereiche geben, wo man sagt, da könnten wir mit dem Geld auch Sozialeres erreichen", hob der FDP-Vorsitzende hervor. "Deshalb nein, da muss sich keiner sorgen machen, dass es in unserem sozialen Netz zu Einschränkungen kommt."

GDV: Anhebung des Höchstrechnungszinses auf 1% ab 2025 ist angemessen

Die Entscheidung des Bundesfinanzministeriums für eine Anhebung des Höchstrechnungszinses ist nach Ansicht der Versicherungswirtschaft eine angemessene Reaktion auf die gestiegenen Zinsen. Der Höchstrechnungszins soll ab 2025 von derzeit 0,25 Prozent auf 1,0 Prozent steigen. Der Hauptgeschäftsführer des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV), Jörg Asmussen, hält die Erhöhung wegen des seit 2021 stark gestiegenen Zinsniveaus für angemessen.

Sprecher: Keine staatlichen Rezepturvorgaben für Lebensmittelindustrie

Das Bundesernährungsministerium hat Vorwürfe zurückgewiesen, dass Minister Cem Özdemir (Grüne) der Lebensmittelwirtschaft staatliche Vorgaben für gesündere Lebensmittel mache. Ein Ministeriumssprecher betonte, dies sei ein Prozess, der bereits auf die Vorgängerregierung zurückgehe und gemeinsam mit der Lebensmittelwirtschaft beschritten werde. Die Vorgängerregierung hatte sich im Dezember 2018 mit der Lebensmittelindustrie auf die Reduzierung von Zucker, ungesunden Fetten und Salz in Lebensmitteln geeinigt. Die Lebensmittelwirtschaft habe einer nationalen Reduktions- und Innovationsstrategie zugestimmt, die vorsieht, dass entsprechende Anteile bis 2025 reduziert würden, so der Sprecher.

Scholz hält EU-Beitritt Montenegros in vier Jahren für realistisch

Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) hat sich "beeindruckt" von den Anstrengungen und Fortschritten Montenegros auf dem Weg hin zur EU-Mitgliedschaft gezeigt. Die Erwartungen, dass das Land in vier Jahren der Europäischen Union beitreten könne, sind laut Scholz realistisch. "Ich sehe die großen Fortschritte, die Montenegro gemacht hat, und auch das ehrgeizige Bemühen, jetzt in kurzer Zeit die Verständigung über die verschiedenen Verhandlungskapitel zu Ende zu führen" mit der EU, sagte Scholz nach einem Treffen mit Montenegros Premierminister Milojko Spajic.
Benutzeravatar
Bahndamm 68
 
Beiträge: 4983
Bilder: 139
Registriert: 25. Februar 2015, 21:13
Wohnort: Bärlin

Re: Börsen- und Industrie-Infos

Neuer Beitragvon pentium » 30. April 2024, 16:06

Die wirtschaftliche Situation in Baden-Württemberg bleibt angespannt, da mit Illig, einem Weltmarktführer für Verpackungsmaschinen, ein weiteres renommiertes Maschinenbauunternehmen aus Heilbronn Insolvenz anmelden musste. Über 500 Mitarbeiter am Hauptsitz sind direkt betroffen. Trotz dieser Herausforderungen gibt sich die Unternehmensleitung optimistisch (bw24: 22.04.24).
*Dos Rauschen in Wald hot mir'sch ageta, deß ich mei Haamit net loßen ka!* *Zieht aah dorch onnern Arzgebirg der Grenzgrobn wie ene Kett, der Grenzgrobn taalt de Länder ei, ober onnere Herzen net!* *Waar sei Volk verläßt, daar is net wert, deß'r rümlaaft of daaner Erd!*
Anton Günther

Freundeskreis Schloss Hubertusburg e. V.
http://www.freundeskreis-hubertusburg.de
https://www.schloesserland-sachsen.de/de/startseite/
Benutzeravatar
pentium
 
Beiträge: 57530
Bilder: 164
Registriert: 9. Juli 2012, 16:12
Wohnort: Sachsen/Erzgebirge

Re: Börsen- und Industrie-Infos

Neuer Beitragvon Gerd Böhmer » 30. April 2024, 19:36

pentium hat geschrieben:Die wirtschaftliche Situation in Baden-Württemberg bleibt angespannt, da mit Illig, einem Weltmarktführer für Verpackungsmaschinen, ein weiteres renommiertes Maschinenbauunternehmen aus Heilbronn Insolvenz anmelden musste. Über 500 Mitarbeiter am Hauptsitz sind direkt betroffen. Trotz dieser Herausforderungen gibt sich die Unternehmensleitung optimistisch (bw24: 22.04.24).


Und bei Thyssen-Krupp in Duisburg herrscht auch Krisenstimmung, wegen der gesunkenen Nachfrage nach Stahl und auch der Lage auf dem Weltmarkt ... so auch laut Meldungen vom heutigen Tage in den Medien.
MfG Gerd Böhmer,
Reichsbahninspektor aD
http://www.gerdboehmer-berlinereisenbahnarchiv.de
Benutzeravatar
Gerd Böhmer
 
Beiträge: 5284
Registriert: 30. August 2018, 19:43

VorherigeNächste

Zurück zu Offtopic / Tagespolitik

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 2 Gäste