karnak hat geschrieben:Und so fällt es mir eben schwer zu glauben,dass das Verhältnis zwischen Führungsoffizier und Kundschafter für den Frieden so elementar anders gewesen sein soll wie das zwischen Führungsoffizier und einem stinknormalen IM im Land. Welchen Grund sollte es denn dafür im Auslandsgeheimdienst des MfS gegeben haben?
Natürlich ging es um die Information aber auch um den Menschen (IM) und vor allem dessen Sicherheit und die Gewissheit, dass hinter allem eine handlungsfähige Zentrale stand. War dies nicht gegeben, war es mit den Informationen auch meist bald vorbei.
Dass es in der IM-Führung der HV A anders zuging als auf einer KD auf dem Lande sollte eigentlich einleuchten. Das begann schon oftmals damit, dass zwischen Quelle (IM) und FO ein Instrukteur/Kurier zwischengeschaltet war. Das gab es auf der KD nicht. Auch die Verantwortung gegenüber einem IM/West war eine andere, verglichen mit dem IM einer KD.
Dann wurden Führungstreffs im neutralen Ausland oder in der DDR durchgeführt, die neben dem fachlichen Austausch auch Urlaubscharakter haben konnten. Da waren Quelle, FO und ggf. der Instrukteur über mehrere Tage zusammen. Das alles gab es in einer KD nicht. Dadurch konnte zwischen der Quelle, dem Instrukteur und dem FO schon so etwas wie eine familiäre Bande entstehen. Das hing natürlich immer von den einzelnen Personen ab. Es gibt solche Freundschaften bis heute. Aber natürlich auch das Gegenteil.








Ich gehe einfach mal von meinen 32 Jahren zum Ende hin und meinem heutigen 65 aus. ![Hallo [hallo]](./images/smilies/hallo.gif)