Börsen- und Industrie-Infos

Welche Musik ist gut? Einen guten Film gesehen? Büchervorstellungen oder -diskussionen? Irgend ein anderes Thema welches interessiert? Der Bereich für allgemeine Themen welche nicht das Thema DDR/BRD betreffen. Interessante Artikel, aktuelle Ereignisse und Entwicklungen.

Re: Börsen- und Industrie-Infos

Neuer Beitragvon Bahndamm 68 » 14. Juli 2021, 20:19

VW will Batteriezellfabrik Salzgitter mit chinesischer Gotion bauen

Volkswagen will die Zellfabrik in Salzgitter mit dem chinesischen Batteriehersteller Gotion errichten. Gotion High-Tech werde Technologiepartner für das Fabriklayout, die Anlagen und Produktionsprozesse, teilte VW anlässlich der Präsentation der Strategie bis 2030 mit. Gotion soll zudem die erste Einheitszellen-Generation für das Volumensegment entwickeln. In Salzgitter soll die Batteriezellfabrik ab 2025 in Betrieb gehen.

VW verspricht sich von der Einheitszelle ein Kostensenkungspotenzial von bis zu 50 Prozent. Die Zelle soll bis 2030 für alle Marken des Konzerns zur Verfügung stehen und in bis zu 80 Prozent aller Elektrofahrzeuge eingebaut werden.
Wer die Vergangenheit nicht kennt,
kann die Gegenwart nicht begreifen
und die Zukunft nicht gestalten.
Benutzeravatar
Bahndamm 68
 
Beiträge: 4983
Bilder: 139
Registriert: 25. Februar 2015, 21:13
Wohnort: Bärlin

Re: Börsen- und Industrie-Infos

Neuer Beitragvon Volker Zottmann » 14. Juli 2021, 21:29

Ich bin da nun nicht der Experte, aber vielleicht helfen auch die Salz-Vorräte unter Salzgitter. Mit deren Abbau könnte man gleichzeitig ein schönes Atommüllendlager "kostenneutral" herrichten. Zwei Fliegen mit einer Klappe sozusagen! Und lange halten muss beides nicht, denn uns fliegt der Laden ja jetzt schon um die Ohren.
[flash]

Gruß Volker
Volker Zottmann
 

Re: Börsen- und Industrie-Infos

Neuer Beitragvon Bahndamm 68 » 15. Juli 2021, 20:46

Volker Zottmann hat geschrieben:Ich bin da nun nicht der Experte, aber vielleicht helfen auch die Salz-Vorräte unter Salzgitter. Mit deren Abbau könnte man gleichzeitig ein schönes Atommüllendlager "kostenneutral" herrichten. Zwei Fliegen mit einer Klappe sozusagen! Und lange halten muss beides nicht, denn uns fliegt der Laden ja jetzt schon um die Ohren.
[flash]
Gruß Volker

Hallo Volker, egal was passiert. Das Leben geht weiter, mit uns aber auch ohne uns.
So is dat Leben.
Gruß Hermann
[grins]
Wer die Vergangenheit nicht kennt,
kann die Gegenwart nicht begreifen
und die Zukunft nicht gestalten.
Benutzeravatar
Bahndamm 68
 
Beiträge: 4983
Bilder: 139
Registriert: 25. Februar 2015, 21:13
Wohnort: Bärlin

Re: Börsen- und Industrie-Infos

Neuer Beitragvon Bahndamm 68 » 15. Juli 2021, 20:49

Daimler übertrifft trotz Chip-Knappheit die Erwartungen

Daimler hat im zweiten Quartal wieder Gewinne geschrieben und die Markterwartungen trotz des Engpasses bei Halbleitern, mit dem die Branche weltweit zu kämpfen hat, deutlich übertroffen. Im Autogeschäft erzielte der DAX-Konzern erneut eine zweistellige operative Marge.

"Wir erzielen in allen Divisionen weiterhin eine starke finanzielle Performance, trotz der anhaltend geringen Verfügbarkeit von Halbleitern, die sich im zweiten Quartal belastend auf unsere Produktion und unseren Absatz ausgewirkt hat", sagte Daimler-Chef Ola Källenius laut einer in der Nacht verbreiteten Mitteilung des Unternehmens.

Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) des Daimler-Konzerns lag im Zeitraum von April bis Juni bei 5,19 Milliarden Euro nach einem Verlust von 1,68 Milliarden im Vorjahreszeitraum. Der Analystenkonsens lag nach Angaben des Unternehmens bei 4,12 Milliarden. Auf bereinigter Basis fuhr Daimler einen operativen Gewinn von 5,42 Milliarden Euro ein nach einem Fehlbetrag von 708 Millionen. Analysten hatten hier mit 4,29 Milliarden gerechnet.

Die bereinigte operative Marge im Autogeschäft Mercedes-Benz Cars & Vans betrug 12,8 Prozent gegenüber einem Analystenkonsens von 11,5 Prozent und einem Vorjahreswert von minus 1,5 Prozent. Das bereinigte EBIT des Segments lag bei 3,6 Milliarden Euro. Daimler verwies auf einen günstigen Produktmix, eine gute Preisdurchsetzung und eine anhaltende Kostendisziplin.

Im Segment Trucks & Buses erreichte die bereinigte operative Rendite 8,3 Prozent, nachdem sie im Vorjahr bei minus 12 Prozent gelegen hatte. Der Konsens lag bei 6,9 Prozent. Die Sparte erzielte ein bereinigtes EBIT von 831 Millionen Euro.

Der freie Cashflow des Industriegeschäfts lag bei 2,59 Milliarden Euro. Die Analysten hatten mit 1,79 Milliarden gerechnet.

Die vollständigen Quartalszahlen und den Zwischenbericht wird die Daimler AG am 21. Juli veröffentlichen.
Wer die Vergangenheit nicht kennt,
kann die Gegenwart nicht begreifen
und die Zukunft nicht gestalten.
Benutzeravatar
Bahndamm 68
 
Beiträge: 4983
Bilder: 139
Registriert: 25. Februar 2015, 21:13
Wohnort: Bärlin

Re: Börsen- und Industrie-Infos

Neuer Beitragvon Bahndamm 68 » 19. Juli 2021, 19:58

FDA gibt Bayer-Tochter für Parkinson-Therapie Fast-Track-Status

Bluerock kann für seinen neuartigen Parkinson-Therapieansatz in den USA mit einer vorrangigen Begleitung durch die zuständige Aufsicht rechnen. Die US-Gesundheitsbehörde FDA gewährte der US-Tochter des Bayer-Konzerns für die kürzlich gestartete klinische Entwicklung den Fast-Track-Status. Damit werden Therapieentwicklungen und deren anschließendes Zulassungsverfahren beschleunigt, die von hohem medizinischen Interesse sind.

Bluerock will Parkinson mit aus pluripotenten Stammzellen gewonnenen Dopamin-Neuronen behandeln. Bislang lässt sich die fortschreitende Nervenkrankheit, an der weltweit mehr als 7,5 Millionen Menschen leiden, noch nicht ursächlich behandeln. Mit den Dopamin-Neuronen von Bluerock könnte sich das ändern.

Die laufende Ph1-Studie umfasst zehn Patienten in den Vereinigten Staaten und Kanada. Primär geht es um Sicherheit und Verträglichkeit der Zelltransplantation ein Jahr danach. Darüber hinaus soll gezeigt werden, dass die transplantierten Zellen überleben und dass es positive motorische Effekte bei den Patienten ein und zwei Jahre nach der Transplantation gibt.
Wer die Vergangenheit nicht kennt,
kann die Gegenwart nicht begreifen
und die Zukunft nicht gestalten.
Benutzeravatar
Bahndamm 68
 
Beiträge: 4983
Bilder: 139
Registriert: 25. Februar 2015, 21:13
Wohnort: Bärlin

Re: Börsen- und Industrie-Infos

Neuer Beitragvon Bahndamm 68 » 20. Juli 2021, 20:36

DWS moniert vor Volkswagen-HV großes Spektrum an Governance-Defiziten

Die Fondsgesellschaft DWS übt im Vorfeld der virtuellen Volkswagen-Hauptversammlung harte Kritik an Management und Aufsichtsrat des Autokonzerns. "Alles in Allem ist diese Hauptversammlung leider ein Lehrstück dafür, welches Spektrum an Governance-Defiziten in einem Unternehmen auftreten kann", sagte Hendrik Schmidt, Corporate-Governance-Experte der DWS laut einer Mitteilung.

Er verwies auf das Vergütungssystem für den Vorstand, die Wahlen zum Aufsichtsrat, die Haftungsvergleiche mit den ehemaligen Vorständen Martin Winterkorn und Rupert Stadler sowie die Bestellung des Wirtschaftsprüfers.

Schmidt monierte, dass statt unabhängiger Experten den Aktionären erneut der ehemalige Finanzvorstand Hans Dieter Pötsch und mit Louise Kiesling ein Mitglied der Familie Piëch, das außerdem umfangreiche geschäftliche Beziehungen zu Volkswagen unterhält, für die Wahl in den Aufsichtsrat vorgeschlagen werden.

Dass der Aufsichtsrat vor allem in seinem eigenen Interesse zu handeln scheine, sei an den Haftungsvergleichen mit den ehemaligen Vorständen abzulesen, "die wir ausdrücklich nicht unterstützen", so Schmidt. Sowohl Winterkorn als auch Stadler verzichteten auf Vergütungszusagen für den Zeitraum nach ihrem Ausscheiden aus dem Konzern. "Es wird also de facto auf etwas verzichtet, was nicht verdient wurde und daher auch nicht zur Auszahlung hätte kommen dürfen", so Schmidt.

Der DWS-Manager wies auch auf den Wirtschaftsprüfer hin, der für das abgelaufene Geschäftsjahr mehr Honorar für nicht prüfungsrelevante Leistungen als für Prüfungsleistungen erhalten habe. "Es stellt sich daher die Frage nach einem Interessenkonflikt, wenn die Beratungsleistungen die Prüfungsleistungen übersteigen."

Zuvor hatte bereits die Fondsgesellschaft Deka angekündigt, Vorstand und Aufsichtsrat am Donnerstag nicht zu entlasten. Auch die Deka kritisiert die Vergleiche mit den früheren Vorständen und die mangelnde Unabhängigkeit des Aufsichtsrats.
Wer die Vergangenheit nicht kennt,
kann die Gegenwart nicht begreifen
und die Zukunft nicht gestalten.
Benutzeravatar
Bahndamm 68
 
Beiträge: 4983
Bilder: 139
Registriert: 25. Februar 2015, 21:13
Wohnort: Bärlin

Re: Börsen- und Industrie-Infos

Neuer Beitragvon Bahndamm 68 » 22. Juli 2021, 21:56

Hans Dieter Pötsch kann VW-Aufsichtsratschef bleiben

Der frühere VW-Finanzchef Hans Dieter Pötsch kann auch künftig dem Aufsichtsrat des Automobilkonzerns vorstehen. Die virtuelle Hauptversammlung wählte den 70-jährigen Österreicher neben Louise Kiesling erneut in das Aufsichtsgremium, das ihn in seinem Amt bestätigte. Auch alle übrigen Beschlüsse bekamen die erforderliche Mehrheit.

Grünes Licht gab es von Aktionärsseite auch für die außergerichtlichen Vergleiche, auf die sich der Konzern nach Schadensersatzforderungen im Dieselskandal mit mehreren Ex-Vorständen geeinigt hat - darunter die ehemaligen Vorstandschefs von VW und Audi, Martin Winterkorn und Rupert Stadler.

Fondsgesellschaften und Aktionärsschützer hatten die Vergleiche mit Blick auf die Summen im Vorfeld als zu gering kritisiert. Etwa bemängelten sie, dass Winterkorn mit 11,2 Millionen Euro weniger zahlte als er selbst zuletzt verdiente. Allerdings gelang es ihnen nicht, die 10 Prozent Gegenstimmen zusammenzubekommen, die nötig gewesen wären, um diese Vereinbarung noch zu kippen. Mehr als 90 Prozent der Stimmrechte bei VW liegen bei der Familienholding Porsche SE, dem Land Niedersachsen und der Qatar Holding.
Wer die Vergangenheit nicht kennt,
kann die Gegenwart nicht begreifen
und die Zukunft nicht gestalten.
Benutzeravatar
Bahndamm 68
 
Beiträge: 4983
Bilder: 139
Registriert: 25. Februar 2015, 21:13
Wohnort: Bärlin

Re: Börsen- und Industrie-Infos

Neuer Beitragvon augenzeuge » 23. Juli 2021, 10:51

Bahndamm 68 hat geschrieben:Hans Dieter Pötsch kann VW-Aufsichtsratschef bleiben

Der frühere VW-Finanzchef Hans Dieter Pötsch kann auch künftig dem Aufsichtsrat des Automobilkonzerns vorstehen. Die virtuelle Hauptversammlung wählte den 70-jährigen Österreicher neben Louise Kiesling erneut in das Aufsichtsgremium, das ihn in seinem Amt bestätigte. Auch alle übrigen Beschlüsse bekamen die erforderliche Mehrheit.

Grünes Licht gab es von Aktionärsseite auch für die außergerichtlichen Vergleiche, auf die sich der Konzern nach Schadensersatzforderungen im Dieselskandal mit mehreren Ex-Vorständen geeinigt hat - darunter die ehemaligen Vorstandschefs von VW und Audi, Martin Winterkorn und Rupert Stadler.

Fondsgesellschaften und Aktionärsschützer hatten die Vergleiche mit Blick auf die Summen im Vorfeld als zu gering kritisiert. Etwa bemängelten sie, dass Winterkorn mit 11,2 Millionen Euro weniger zahlte als er selbst zuletzt verdiente. Allerdings gelang es ihnen nicht, die 10 Prozent Gegenstimmen zusammenzubekommen, die nötig gewesen wären, um diese Vereinbarung noch zu kippen. Mehr als 90 Prozent der Stimmrechte bei VW liegen bei der Familienholding Porsche SE, dem Land Niedersachsen und der Qatar Holding.


Musste die dafür gehen?
VW-Konzern verliert die einzige Frau im Vorstand
https://www.businessinsider.de/wirtscha ... taendin-b/
AZ
"Wer nicht an Wunder glaubt, ist kein Realist."
„Wer A sagt, der muss nicht B sagen. Er kann auch erkennen, dass A falsch war“.
"Es ist manchmal gefährlich, Recht zu haben, wenn die Regierung Unrecht hat. (Voltaire)"
Benutzeravatar
augenzeuge
Flucht und Ausreise
Flucht und Ausreise
 
Beiträge: 100159
Bilder: 20
Registriert: 22. April 2010, 07:29
Wohnort: Nordrhein-Westfalen

Re: Börsen- und Industrie-Infos

Neuer Beitragvon Bahndamm 68 » 23. Juli 2021, 20:59

VW-China-Chef sieht Normalisierung der Chipversorgung im Herbst

Die im zurückliegenden Quartal schwache Absatzentwicklung der Marke Volkswagen in China dürfte sich im Verlauf des Sommers fortsetzen. Auch im Juli seien die Werke von der Knappheit massiv betroffen, heißt es aus dem VW-Konzern. Eine Normalisierung wird erst im Herbst erwartet.

Stephan Wöllenstein, der China-Chef des Volkswagen-Konzerns, setzt gleichwohl darauf, dass die Verkaufszahlen auch 2021 nach oben zeigen werden. "Wir gehen davon aus, dass sich die Chip-Versorgung ab dem dritten Quartals schrittweise verbessern sollte, so dass der Absatz in China in diesem Jahr über dem von 2020 liegt", sagte er.

In den chinesischen VW-Werken fehlt seit Mai vor allem ein spezifisches Halbleitermodul für die elektrische Lenkung, ist von VW zu hören. Der Mangel beeinträchtigte die Produktion zuletzt so, dass die Nachfrage nicht gedeckt werden konnte. Das Plattformsystem, das VW üblicherweise hilft, seine Autos profitabel zu fertigen, erwies sich zuletzt als nachteilig, räumte Wöllenstein ein.

Im zweiten Quartal verkaufte die Marke VW wegen fehlender Komponenten 16 Prozent weniger Fahrzeuge in China als im Vorjahr. Zugleich legte der Markt um 2 Prozent zu. Porsche und Audi kompensierten das Problem der Kernmarke mit überproportionalen Wachstumsraten. Inzwischen ist allerdings auch Audi von Engpässen bei den Halbleitern betroffen, weil im Lieferland Malaysia wegen Corona ein Lockdown verhängt wurde.

Mehr Sorgen macht es Beobachtern allerdings, dass Deutschlands größter Autokonzern beim Ausstieg aus der Verbrennertechnologie auf dem wichtigsten Markt Schiffbruch erleiden könnte. Bislang nämlich kommen die Elektroautos der ID-Familie in China nicht so richtig in Fahrt, wie sich kürzlich bei Vorstellung der Halbjahresabsatzzahlen zeigte.

12.000 Elektroautos aller Marken wurden zwischen April und Juni in China verkauft, ein Zehntel des weltweiten Absatzes. Das Gros ging auf den europäischen Markt. Bei Benzinern und Dieseln verzeichnet der Wolfsburger Konzern mehr als ein Drittel des Fahrzeugabsatzes in China - Volkswagen sogar die Hälfte.

China-Chef Wöllenstein stellt den langsamen Anlauf der Volkswagen-Elektroautos ID.4 (seit Ende März in China verfügbar) und ID.6 (seit Mitte Juni verfügbar) als normal dar. Neue Modelle bräuchten sechs bis zwölf Monate, bis sie sich am Markt durchgesetzt hätten, sagte er.

Beim Elektro-SUV ID.4 dürften im Juli schon 5.000 Einheiten verkauft werden, vielleicht noch etwas mehr. Im vergangenen Monat waren es knapp 3.000 Stück gewesen. "Mit Ausnahme von Tesla gibt es in China keinen Elektroautoanbieter, der mit einem Modell fünfstellige Zahlen auf Monatsbasis schafft", sagt Wöllenstein. Bis zum Jahresende sollen insgesamt fünf VW-Elektromodelle in China auf den Markt kommen, auch der in Deutschland im letzten Herbst gestartete ID.3.

80.000 bis 100.000 batterieelektrische Fahrzeuge glaubt Wöllenstein so in diesem Jahr in China verkaufen zu können. Die Fahrzeuge der ID-Familie zielen auf den Mainstream. Wöllenstein will sie als vollwertige bessere Alternative zu Verbrennern etablieren. Das große Wachstum findet derzeit aber bei kleinen, in der Anschaffung erheblich günstigeren Elektroautos von chinesischen Herstellern statt.
Wer die Vergangenheit nicht kennt,
kann die Gegenwart nicht begreifen
und die Zukunft nicht gestalten.
Benutzeravatar
Bahndamm 68
 
Beiträge: 4983
Bilder: 139
Registriert: 25. Februar 2015, 21:13
Wohnort: Bärlin

Re: Börsen- und Industrie-Infos

Neuer Beitragvon Zicke » 24. Juli 2021, 15:33

Chip-Krise legt Leipziger BMW-Werk lahm: Kurzarbeit für Angestellte.

Leipzig -
Der Chipmangel hat den Autobauer BMW in Leipzig ausgebremst. In dem sächsischen Werk konnte in dieser Woche nur an einem von fünf Tagen produziert werden. Dann gingen die Steuergeräte aus.

Rund 4000 Autos konnten wegen fehlender Halbleiter nicht gebaut werden, sagte Werkssprecher Kai Lichte. Etwa 70 Prozent der 5400 Leipziger BMW-Werker hätten deshalb zu Hause bleiben müssen. Für sie sei Kurzarbeit beantragt worden.

BMW Leipzig war bislang ohne große Ausfälle durch die Chip-Krise gekommen. Man habe gehofft, die Produktion bis zum Beginn der dreiwöchigen Werksferien am kommenden Montag aufrechterhalten zu können, sagte Lichte.

Doch dann sei Ende voriger Woche die Nachricht gekommen, dass wichtige Bauteile nicht geliefert werden könnten.

Dabei handelt es sich Lichte zufolge um Steuergeräte für alle hier produzierten Fahrzeugtypen. Das sind elektrische Module, die etwa Zündung, Kraftstoff-Einspritzung, Antiblockiersystem (ASB) und Elektronisches Stabilitätsprogramm (ESP) steuern.
https://www.tag24.de/technik/auto/bmw/c ... te-2055069
Zicke
 

Re: Börsen- und Industrie-Infos

Neuer Beitragvon Bahndamm 68 » 26. Juli 2021, 21:06

KORREKTUR: VW-China-Chef sieht Normalisierung der Chipversorgung im Herbst

Die im zurückliegenden Quartal schwache Absatzentwicklung der Marke Volkswagen in China dürfte sich im Verlauf des Sommers fortsetzen. Auch im Juli seien die Werke von der Knappheit massiv betroffen, heißt es aus dem VW-Konzern. Eine Normalisierung wird erst im Herbst erwartet.

Stephan Wöllenstein, der China-Chef des Volkswagen-Konzerns, setzt gleichwohl darauf, dass die Verkaufszahlen auch 2021 nach oben zeigen werden. "Wir gehen davon aus, dass sich die Chip-Versorgung ab dem dritten Quartals schrittweise verbessern sollte, so dass der Absatz in China in diesem Jahr über dem von 2020 liegt", sagte er.

In den chinesischen VW-Werken fehlt seit Mai vor allem ein spezifisches Halbleitermodul für die elektrische Lenkung, ist von VW zu hören. Der Mangel beeinträchtigte die Produktion zuletzt so, dass die Nachfrage nicht gedeckt werden konnte. Das Plattformsystem, das VW üblicherweise hilft, seine Autos profitabel zu fertigen, erwies sich zuletzt als nachteilig, räumte Wöllenstein ein.

Im zweiten Quartal verkaufte die Marke VW wegen fehlender Komponenten 16 Prozent weniger Fahrzeuge in China als im Vorjahr. Zugleich legte der Markt um 2 Prozent zu. Porsche und Audi kompensierten das Problem der Kernmarke mit überproportionalen Wachstumsraten. Inzwischen ist allerdings auch Audi von Engpässen bei den Halbleitern betroffen, weil im Lieferland Malaysia wegen Corona ein Lockdown verhängt wurde.

Mehr Sorgen macht es Beobachtern allerdings, dass Deutschlands größter Autokonzern beim Ausstieg aus der Verbrennertechnologie auf dem wichtigsten Markt Schiffbruch erleiden könnte. Bislang nämlich kommen die Elektroautos der ID-Familie in China nicht so richtig in Fahrt, wie sich kürzlich bei Vorstellung der Halbjahresabsatzzahlen zeigte.

12.000 Elektroautos aller Marken wurden zwischen April und Juni in China verkauft, ein Zehntel des weltweiten Absatzes. Das Gros ging auf den europäischen Markt. Bei Benzinern und Dieseln verzeichnet der Wolfsburger Konzern mehr als ein Drittel des Fahrzeugabsatzes in China - Volkswagen sogar die Hälfte.

China-Chef Wöllenstein stellt den langsamen Anlauf der Volkswagen-Elektroautos ID.4 (seit Ende März in China verfügbar) und ID.6 (seit Mitte Juni verfügbar) als normal dar. Neue Modelle bräuchten sechs bis zwölf Monate, bis sie sich am Markt durchgesetzt hätten, sagte er.

Von der ID-Familie dürften im Juli schon 5.000 Einheiten verkauft werden, vielleicht noch etwas mehr. Im vergangenen Monat waren es 3.400 ID.4 und ID.6 gewesen. "Mit Ausnahme von Tesla gibt es in China keinen Elektroautoanbieter, der mit einem Modell fünfstellige Zahlen auf Monatsbasis schafft", sagt Wöllenstein. Bis zum Jahresende sollen insgesamt fünf VW-Elektromodelle in China auf den Markt kommen, auch der in Deutschland im letzten Herbst gestartete ID.3.

80.000 bis 100.000 batterieelektrische Fahrzeuge glaubt Wöllenstein ohne ID.3-Importe in diesem Jahr in China verkaufen zu können. Die Fahrzeuge der ID-Familie zielen auf den Mainstream. Wöllenstein will sie als vollwertige bessere Alternative zu Verbrennern etablieren. Das große Wachstum findet derzeit aber bei kleinen, in der Anschaffung erheblich günstigeren Elektroautos von chinesischen Herstellern statt.
Wer die Vergangenheit nicht kennt,
kann die Gegenwart nicht begreifen
und die Zukunft nicht gestalten.
Benutzeravatar
Bahndamm 68
 
Beiträge: 4983
Bilder: 139
Registriert: 25. Februar 2015, 21:13
Wohnort: Bärlin

Re: Börsen- und Industrie-Infos

Neuer Beitragvon Bahndamm 68 » 27. Juli 2021, 20:05

Europcar bestätigt fortgeschrittene Übernahmegespräche mit VW-Konsortium

Der Autovermieter Europcar hat bestätigt, fortgeschrittene Übernahmeverhandlungen mit einem Konsortium aus Volkswagen AG, Attestor Ltd und Pon Holdings BV zu führen. Wie die Europcar Mobility Group SA mitteilte, geht es dabei um ein mögliches Gebot in Höhe von rund 50 Cent je Aktie, das den Autovermieter mit 2,5 Milliarden Euro bewerten würde. Der Ausgang der Gespräche sei allerdings noch offen, so Europcar.

Zuvor hatten bereits die Nachrichtenagenturen Bloomberg und Reuters über diese Entwicklung berichtet.

Der DAX-Konzern hatte vor gut einem Monat bestätigt, Europcar übernehmen zu wollen und mit Partnern eine unverbindliche Offerte von 0,44 Euro je Aktie gemacht zu haben. Das Angebot sei von Europcar aber zurückgewiesen worden.

Schon vergangenes Jahr hatte es in Medienberichten geheißen, dass VW den Rückkauf des 2006 veräußerten Autovermieters erwägt. Der Deal würde es VW ermöglichen, seine Flotte besser zu nutzen. Die Volkswagen AG hatte Europcar seinerzeit an die Investmentfirma Eurazeo für rund 3,32 Milliarden Euro verkauft.
Wer die Vergangenheit nicht kennt,
kann die Gegenwart nicht begreifen
und die Zukunft nicht gestalten.
Benutzeravatar
Bahndamm 68
 
Beiträge: 4983
Bilder: 139
Registriert: 25. Februar 2015, 21:13
Wohnort: Bärlin

Re: Börsen- und Industrie-Infos

Neuer Beitragvon Bahndamm 68 » 29. Juli 2021, 20:21

Glyphosat-Rechtsstreit wird für Bayer eventuell noch teurer

Im Rechtsstreit um die krebserregende Wirkung von Glyphosat bildet Bayer eine zusätzliche Risikorückstellung von 4,5 Milliarden Dollar (3,8 Milliarden Euro). Mit dem Geld sollen etwaige Ansprüche von künftigen Klägern befriedigt werden, für den Fall, dass der Konzern mit seiner Berufung vor dem Obersten Gerichtshof der USA scheitern sollte, teilte das Unternehmen in Leverkusen mit.

"Wir wollen damit gegenüber unseren Investoren deutlich machen, dass die Risiken des Glyphosat-Rechtstreits angemessen in der Bilanz abgebildet sind und sich die finanzielle Lage durch eine vorteilhafte Entscheidung des Supreme Courts sogar signifikant besser darstellen kann", sagte Vorstandschef Werner Baumann. "Für unser Unternehmen, unsere Eigentümer und unsere Kunden ist es wichtig, dass wir nach vorne blicken und die Unsicherheit der Glyphosat-Rechtsstreitigkeiten hinter uns lassen können."

Im August will Bayer den Fall Hardemann dem Supreme Court vorlegen und rechnet sich eigentlich gute Chancen aus, dort Recht zu bekommen, nachdem dies vor kalifornischen Gerichten nicht gelungen war. Vor allem will Bayer erreichen, dass der Konzern auf US-bundesstaatlicher Ebene nicht für einen fehlenden Gefahrenhinweis verantwortlich gemacht werden kann, der durch Bundesrecht verboten ist.

Bayer war im Frühjahr mit dem Versuch gescheitert, eine rechtssichere Lösung für zukünftige Glyphosat-Schadensersatzklagen mit einem Richter in Kalifornien auszuhandeln.

Überdies kündigte Bayer an, ab 2023 in den USA keine Unkrautvernichter mit dem Wirkstoff Glyphosat mehr verkaufen zu wollen. Dieser Schritt diene der Herstellung von Rechtssicherheit
Wer die Vergangenheit nicht kennt,
kann die Gegenwart nicht begreifen
und die Zukunft nicht gestalten.
Benutzeravatar
Bahndamm 68
 
Beiträge: 4983
Bilder: 139
Registriert: 25. Februar 2015, 21:13
Wohnort: Bärlin

Re: Börsen- und Industrie-Infos

Neuer Beitragvon Bahndamm 68 » 3. August 2021, 20:56

Bayer mit Studienerfolg - Evotec winkt Meilensteinzahlung

Bayer hat einen Studienerfolg mit seinem Entwicklungskandidaten Eliapixant zur Behandlung von chronischem Husten verzeichnet. Wie Bayer mitteilte, wurde der primäre Wirksamkeitsendpunkt in einer klinischen Phase-IIb-Studie erreicht. Die zugrundeliegende Substanz stammt aus einer Forschungsallianz mit der Evotec SE, der nun eine Meilensteinzahlung winkt.

Die Studie zeigte laut Bayer eine statistisch signifikante Verbesserung der 24-Stunden-Hustenzahl pro Stunde gegenüber Placebo nach 12-wöchiger Behandlung. Die Daten zeigten ein positives Sicherheits- und Verträglichkeitsprofil.

Wie Evotec separat mitteilte, würde im Rahmen der Vereinbarung aus 2012 die nächste finanzielle Meilensteinzahlung ausgelöst durch den Start einer klinischen Phase-III-Studie, der von Bayer bestimmt wird.
Wer die Vergangenheit nicht kennt,
kann die Gegenwart nicht begreifen
und die Zukunft nicht gestalten.
Benutzeravatar
Bahndamm 68
 
Beiträge: 4983
Bilder: 139
Registriert: 25. Februar 2015, 21:13
Wohnort: Bärlin

Re: Börsen- und Industrie-Infos

Neuer Beitragvon Bahndamm 68 » 5. August 2021, 18:59

Siemens arbeitet in einigen Bereichen mit Vollauslastung

Wegen der starken Nachfrage aus den Schlüsselmärkten arbeitet Siemens teilweise an der Kapazitätsgrenze. "In verschiedenen Bereichen sind unsere Fabriken inzwischen voll ausgelastet", sagte Siemens-Vorstandschef Roland Busch in einer Telefonpressekonferenz. Das führe zu längeren Lieferzeiten und einem höheren Auftragsbestand, vor allem im kurzzyklischen Geschäft mit der Automatisierung.

Ein Teil der starken Nachfrage aus der Industrie sei Folge eines Aufbaus von Lagerbeständen und Reserven, sagte Busch. "Damit federn sie anhaltende Risiken in ihren globalen Lieferketten ab." Auch für Siemens sei das ein Problem, etwa bei Halbleitern. Bislang seien die Folgen für das Geschäft des Münchner Konzerns aber "begrenzt" geblieben.

Zugleich zeige sich eine anhaltende Verteuerung von Rohstoffen, Bauteilen und Fracht - dies dürfte voraussichtlich auch im nächsten Geschäftsjahr anhalten. Die Folgen des Anstiegs seien durch langfristige Verträge, Absicherungsmaßnahmen und Preisanpassungen teilweise ausgeglichen worden.
Wer die Vergangenheit nicht kennt,
kann die Gegenwart nicht begreifen
und die Zukunft nicht gestalten.
Benutzeravatar
Bahndamm 68
 
Beiträge: 4983
Bilder: 139
Registriert: 25. Februar 2015, 21:13
Wohnort: Bärlin

Re: Börsen- und Industrie-Infos

Neuer Beitragvon Bahndamm 68 » 10. August 2021, 20:05

Bayer verliert Berufung vor kalifornischem Gericht in Glyphosat-Fall

Bayer hat einen weiteren Rückschlag in einem Prozess um den Unkrautvernichter Roundup einstecken müssen. Ein Berufungsgericht in Kalifornien lehnte am Montag einen Antrag des DAX-Konzerns auf Revision ab. Eine Jury hatte einem Ehepaar Schadensersatz in Höhe von 86 Millionen US-Dollar zugesprochen. Beide waren am Non-Hodgkin-Lymphom erkrankt, einer Krebserkrankung des lymphatischen Systems. Zuvor hatten sie Jahrelang Roundup auf ihrem Grundstück genutzt.

Der Fall ist einer von mehreren, in denen Jurys auf Bundesstaatsebene zu dem Urteil gekommen sind, dass der Unkrautvernichter, der Glyphosat enthält, zu Krebserkrankungen beigetragen hat. Eine Bayer-Sprecherin reagierte nicht unmittelbar auf eine Bitte um eine Stellungnahme.

Bayer hatte Roundup mit der Übernahme von Monsanto 2018 geerbt und hat mit einer Reihe von Klagen zu kämpfen. Im Frühjahr war der Konzern mit dem Versuch gescheitert, eine rechtssichere Lösung für zukünftige Glyphosat-Schadensersatzklagen mit einem Richter in Kalifornien auszuhandeln.

Im August will Bayer einen Fall dem Supreme Court vorlegen und rechnet sich eigentlich gute Chancen aus, dort Recht zu bekommen, nachdem dies vor kalifornischen Gerichten nicht gelungen war. Vor allem will Bayer erreichen, dass der Konzern auf US-bundesstaatlicher Ebene nicht für einen fehlenden Gefahrenhinweis verantwortlich gemacht werden kann, der durch Bundesrecht verboten ist.

Der Konzern hat wegen des laufenden Rechtsstreits jüngst eine weitere Rückstellung von 4,5 Milliarden US-Dollar gebildet. Mit dem Geld sollen etwaige Ansprüche von künftigen Klägern befriedigt werden, für den Fall, dass der Konzern mit seiner Berufung vor dem Obersten Gerichtshof der USA scheitern sollte.
Wer die Vergangenheit nicht kennt,
kann die Gegenwart nicht begreifen
und die Zukunft nicht gestalten.
Benutzeravatar
Bahndamm 68
 
Beiträge: 4983
Bilder: 139
Registriert: 25. Februar 2015, 21:13
Wohnort: Bärlin

Re: Börsen- und Industrie-Infos

Neuer Beitragvon augenzeuge » 11. August 2021, 15:45

Das dieses Gift immer noch nicht verboten ist, ist der eigentliche Skandal.
AZ
"Wer nicht an Wunder glaubt, ist kein Realist."
„Wer A sagt, der muss nicht B sagen. Er kann auch erkennen, dass A falsch war“.
"Es ist manchmal gefährlich, Recht zu haben, wenn die Regierung Unrecht hat. (Voltaire)"
Benutzeravatar
augenzeuge
Flucht und Ausreise
Flucht und Ausreise
 
Beiträge: 100159
Bilder: 20
Registriert: 22. April 2010, 07:29
Wohnort: Nordrhein-Westfalen

Re: Börsen- und Industrie-Infos

Neuer Beitragvon Bahndamm 68 » 12. August 2021, 10:31

augenzeuge hat geschrieben:Das dieses Gift immer noch nicht verboten ist, ist der eigentliche Skandal.
AZ

Die Frage ist aber „Warum ist oder wird es nicht verboten“?
Welche Lehren hat nun Bayer gezogen mit dem Kauf von Monsanto?
Das Geld ist zwar weg, aber die Verantwortungsträger bei Bayer sitzen immer noch auf ihrem Ledersessel (vermutlich).
Einziger Vorteil für Bayer, sie sind und bleiben weiterhin im Gespräch!!!!
Wer die Vergangenheit nicht kennt,
kann die Gegenwart nicht begreifen
und die Zukunft nicht gestalten.
Benutzeravatar
Bahndamm 68
 
Beiträge: 4983
Bilder: 139
Registriert: 25. Februar 2015, 21:13
Wohnort: Bärlin

Re: Börsen- und Industrie-Infos

Neuer Beitragvon Bahndamm 68 » 20. August 2021, 19:55

Irakische Abgeordnete wollen Stromverträge mit GE und Siemens prüfen

Im Irak könnte die Vergabe von Großaufträgen für Wartung und Instandhaltung der Strominfrastruktur an westliche Konzerne auf den Prüfstand kommen. Mitglieder einer irakischen Parlamentskommission fordern eine Untersuchung von Aufträgen, die in jüngerer Zeit mit General Electric und Siemens geschlossen wurden. Sie sind der Meinung, Bagdad zahle zu viel.

GE hat in den letzten Jahren im Irak Stromverträge im Wert von mindestens 6 Milliarden Dollar abgeschlossen, während sich die Aufträge von Siemens Energy auf fast 1 Milliarde Euro belaufen.

Der Antrag für eine offizielle Untersuchung der Vergabe kommt von drei prominenten Unterstützern der irakischen Regierung. Diese steht unter Druck, ausgedehnte Stromausfälle während eines der heißesten Sommer im Nahen Osten in den Griff zu bekommen.

Die Mitglieder der so genannten Integritätskommission, die unter anderem zur Behebung der Probleme mit dem Stromnetz eingerichtet wurde, wollen die Preisgestaltung für die Alleinaufträge und die Bedingungen, zu denen sie vergeben wurden, untersuchen lassen. Premierminister Mustafa al-Kadhimi soll dafür ein Untersuchungsgremium einrichten. Weil die Verträge direkt vergeben wurden und eine offene Ausschreibung unterblieb, hätten die Anbieter überhöhte Preise durchgesetzt, so der Vorwurf.

"General Electric hat wesentliche Stromverträge im Irak, während sich die Stromversorgung zugleich stark verschlechtert", kritisierte Alia Nassif, ein Mitglied der Integritätskommission. Sie forderte die Regierung auf, die GE-Verträge für Stromturbinen, Teile und Wartung zu kündigen, da diese nicht im Wettbewerb vergeben worden seien. Die beiden anderen Kritiker der Verträge sind Taha Al Difaee und Hassan Shakir, der Vorsitzende der Badr-Organisation.

Eine Sprecherin von GE sagte, dass Anlagen des US-Konzerns fast die Hälfte der derzeitigen Stromversorgung des Irak sicherten. "GE arbeitet auf der ganzen Welt auf höchstem Niveau in Bezug auf Compliance und ethisches Verhalten." Ein Sprecher von Siemens Energy lehnte eine Stellungnahme ab. Das Unternehmen hatte zuvor erklärt, die Stromverträge im Irak seien zu gleichen Bedingungen ausgehandelt worden.

Die Integritätskommission befasst sich mit Fragen der Staatsführung, einschließlich der Misswirtschaft öffentlicher Gelder und Bestechung, und ist befugt, Fälle zur Untersuchung an eine spezialisierte Antikorruptionsbehörde zu verweisen, die wiederum Fälle an die Justizbehörden weiterleiten kann.

Ein Sprecher des Elektrizitätsministeriums, das Verträge mit GE und anderen Unternehmen verwaltet, zeigte sich "offen für jede Untersuchung, wenn es echte Beweise für Korruption bei irgendeinem Unternehmen gibt". Der Sprecher sagte jedoch, es habe bei der Vertragsvergabe keinen Druck von Seiten von GE oder einem anderen Unternehmen gegeben.

Im Interview gaben die Mitglieder des Integritätsausschusses keine konkreten Hinweise zu möglicher Korruption.

Das Elektrizitätsministerium hat die Vergabe früherer Aufträge zur Stromerzeugung ohne Ausschreibung bereits kritisiert, vor allem aber solche Verträge, in denen die Auftragsfinanzierung von der Vergabe der Wartung und Instandsetzung der Anlagen an ein einziges Unternehmen abhängig gemacht wird. Verträge, an denen GE und Siemens beteiligt waren, enthielten solche Klauseln. Sie sicherten dem jeweiligen Unternehmen bereits künftige Aufträge.

Im Juni erklärte Elektrizitätsminister Majid Hantoush, Wartungsverträge für Kraftwerke sollten künftig in einem offenen Ausschreibungsverfahren vergeben werden und nicht nur an einen einzelnen Anbieter gehen.

Die USA haben Milliarden von Dollar für den Wiederaufbau des irakischen Stromsektors bereitgestellt, aber das Land wird nach wie vor von Stromausfällen geplagt, die das Vertrauen in mehrere Regierungen geschwächt und das Misstrauen gegenüber multinationalen Unternehmen, die das Netz wieder aufbauen, gestärkt haben.
Wer die Vergangenheit nicht kennt,
kann die Gegenwart nicht begreifen
und die Zukunft nicht gestalten.
Benutzeravatar
Bahndamm 68
 
Beiträge: 4983
Bilder: 139
Registriert: 25. Februar 2015, 21:13
Wohnort: Bärlin

Re: Börsen- und Industrie-Infos

Neuer Beitragvon Bahndamm 68 » 26. August 2021, 14:18

Audi: Elektroautos in drei Jahren so profitabel wie Verbrenner

Elektroautos dürften spätestens in drei Jahren nach Ansicht von Audi so profitabel sein wie Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor. In zwei bis drei Jahren sollte die Profitabilität auf dem Niveau von Benzin- oder Dieselautos liegen, sagte Audi-Finanzvorstand Jürgen Rittersberger. Ab 2026 will die Volkswagen-Tochter neue Modelle nur noch mit Elektroantrieb auf den Markt bringen. Bis 2033 lässt Audi die Produktion seiner Verbrenner dann nach und nach auslaufen.

Eine Ausnahme sei allerdings der chinesische Markt. Mit Blick auf die Kundennachfrage und die Regulierung wolle sich Audi hier die Offenheit bewahren, so Chef-Strategin Silja Pieh. "Wir werden über die nächsten Jahre die Entwicklung des Marktes beobachten und dann zu gegebener Zeit entscheiden, wie lange wir ein china-spezifisches Verbrennerportfolio noch weiter laufen lassen", so die Managerin. Die Fahrzeuge würden dann aus der lokalen Produktion kommen.
Wer die Vergangenheit nicht kennt,
kann die Gegenwart nicht begreifen
und die Zukunft nicht gestalten.
Benutzeravatar
Bahndamm 68
 
Beiträge: 4983
Bilder: 139
Registriert: 25. Februar 2015, 21:13
Wohnort: Bärlin

Re: Börsen- und Industrie-Infos

Neuer Beitragvon augenzeuge » 26. August 2021, 15:22

Steffen52 sein Skoda ist nur noch 50% wert. [laugh]

AZ
"Wer nicht an Wunder glaubt, ist kein Realist."
„Wer A sagt, der muss nicht B sagen. Er kann auch erkennen, dass A falsch war“.
"Es ist manchmal gefährlich, Recht zu haben, wenn die Regierung Unrecht hat. (Voltaire)"
Benutzeravatar
augenzeuge
Flucht und Ausreise
Flucht und Ausreise
 
Beiträge: 100159
Bilder: 20
Registriert: 22. April 2010, 07:29
Wohnort: Nordrhein-Westfalen

Re: Börsen- und Industrie-Infos

Neuer Beitragvon Bahndamm 68 » 6. September 2021, 20:37

IAA-BLOG/Daimler-CEO: Talsohle bei Chipversorgung im 3. Quartal

Die wichtigsten Meldungen zur IAA Mobility in München in kompakter Form:

Daimler-CEO: Talsohle bei Chipversorgung im 3. Quartal

Die Autobranche dürfte nach Einschätzung von Daimler-CEO Ola Källenius aktuell die Talsohle bei der begrenzten Lieferung von Halbleitern durchschreiten. "Es ist unsere Hoffnung, (...) dass man im vierten Quartal wieder den Weg nach oben findet", sagte Källenius mit Blick auf die Lieferfähigkeit der Chiphersteller. Vor allem im dritten Quartal hätten die harten Lockdowns in Malaysia zu Schließungen von Chipwerken geführt. Abgesehen von Covid-Shutdowns gebe es aber auch eine strukturelle Ebene, bei der die hohe Nachfrage auf begrenzte Kapazitäten treffe. Das könne auch das Jahr 2022 beeinflussen und sollte dann ab 2023 entspannter werden. "Das Interessante daran ist, dass diese Knappheit auf die im Prinzip beste Nachfrage seit Jahrzehnten und eine insgesamt günstige Marktlage trifft", so Källenius.

BMW:
Autos mit Brennstoffzelle in Serie vor 2030

BMW fährt beim künftigen Antrieb von Premiumwagen weiterhin mehrgleisig und setzt weiter auf den Einsatz der Wasserstoff-Brennstoffzellen-Technologie. "Vor 2030 wird es eine Serie von Autos geben, die groß genug sein wird, um profitabel zu sein", sagte BMW-CEO Oliver Zipse während der IAA. Wir groß die Serie konkret ausfallen werde, sei aktuell noch nicht abzusehen. Für nächstes Jahr plant BMW den Marktstart des i Hydrogen Next, der erste Wagen aus einer Kleinserie. Die dann geplante größere Serie werde es in fünf bis sieben Jahren geben, so Zipse. BMW bezieht dabei die Brennstoffzellen von Toyota. Die Unternehmen arbeiten seit Jahren in dem Bereich zusammen.

Continental will bei Nachhaltigkeit und autonomem Fahren punkten

Continental will bei Nachhaltigkeit und CO2-Ersparnis in den kommenden Jahren punkten und strebt auch beim autonomen Fahren eine führende Rolle an. "Schon ab 2022 werden wir Geschäfte mit emissionsfreien Fahrzeugen komplett CO2-neutral stellen - und das weltweit", sagte Conti-Chef Nikolai Setzer am Montag auf der IAA Mobility in München. "Für 2040 streben wir in allen Werken weltweit einen CO2-Ausstoß von null an. Und das große Ziel‚ vollständig klimaneutral entlang der gesamten Wertschöpfungskette zu wirtschaften, haben wir uns spätestens für 2050 vorgenommen."

BMW-Chef Zipse erwartet in einem Jahr wieder Normalität bei Chips

BMW rechnet im kommenden Jahr wieder mit einer normalen Belieferung von Halbleitern. "Die Anspannung in den Lieferketten wird wohl noch sechs bis zwölf Monate andauern", sagte BMW-CEO Oliver Zipse auf der IAA in München. Die Liefersituation werde etwa in einem Jahr wieder zur Normalität zurückkehren. Die gesamte Branche befinde sich angesichts der enormen Nachfrage in einer Nachinvestitionsphase. Langfristig sehe Zipse bei der Versorgungssicherheit mit Halbleitern keinerlei Probleme.

Aktionsbündnis will für Mobilitätswende demonstrieren

Anlässlich der diesjährigen Internationalen Automobil-Ausstellung (IAA) in München hat ein Bündnis von Umweltorganisationen zu Protesten für die Mobilitätswende aufgerufen. "Weniger Autos und bessere Mobilität - weniger Verkehr und mehr Klimaschutz: Das sind die zentralen Forderungen", erklärte das Aktionsbündnis "Aussteigen" am Montag. Am kommenden Samstag wollen die Organisatoren "tausende Teilnehmer" auf die Straße bringen, noch gibt es aber juristische Unklarheiten über die Demonstrationsroute.

Schaeffler kooperiert mit Mobileye beim autonomen Fahren

Der Autozulieferer Schaeffler hat sich für die Entwicklung autonom fahrender Transportshuttles bis zur Serienreife einen Partner ins Boot geholt. Wie das Unternehmen anlässlich der Automesse IAA Mobility mitteilte, hat es mit der Intel-Tochter Mobileye, einem führender Anbieter von Systemen für automatisiertes Fahren, eine langfristige Zusammenarbeit vereinbart. Durch die Kombination von Schaefflers modularer Plattform "Rolling Chassis" mit dem Selbstfahr-System von Mobileye sei eine schnelle Skalierung von autonomen Transportlösungen ab dem Jahr 2023 möglich.

BMW verschärft Ziele für CO2-Ausstoß

BMW verschärft seine im Sommer 2020 ausgegebenen Ziele zur Senkung der CO2-Emissionen erneut. Bis 2030 soll der CO2-Ausstoß je Fahrzeug und gefahrenem Kilometer gegenüber dem Jahr 2019 nun mindestens halbiert werden, wie BMW anlässlich der Automesse IAA Mobility in München mitteilte. Entscheidend dafür ist der Hochlauf der Elektromobilität.

ZF: 2030 mehr Umsatz mit E-Mobilität als mit Getriebegeschäft

ZF Friedrichshafen rechnet in den kommenden Jahren mit einem schnellen Hochlauf im E-Mobilitätsgeschäft. Im Jahr 2030 dürfte der Umsatzanteil des Geschäfts mit Elektroantrieben weltweit bei rund 50 Prozent liegen, sagte ZF-CEO Wolf-Henning Scheider auf der IAA Mobility in München. Aktuell belaufe sich der Umsatz im Geschäft mit Getriebeaggregaten auf rund 10 Milliarden Euro. Mit Blick auf den aktuellen Auftragsbestand sei ZF auf Kurs, dieses Ziel zu erreichen. Der Hochlauf der E-Mobilität gehe schneller voran als erwartet. "Vor drei Jahren hätten wir das nicht erwartet", ergänzte Scheider.

ZF will Entwicklungszeit für E-Antriebe um 50% reduzieren

Der Autozulieferer ZF will mehr Tempo bei der Entwicklung in der E-Mobilität. "Wir reduzieren die Entwicklungszeiten für Elektroantriebe um 50 Prozent", sagte Vorstandschef Wolf-Henning Scheider auf der Automesse IAA Mobility in München. Dafür bündelt ZF seine Elektromobilitäts-Expertise im Bereich Systemlösungen, Komponenten und Softwaresteuerung in einer Plattform namens "Modular eDrive Kit". Die neuen Antriebe dieser Plattform bieten laut ZF deutliche Verbesserungen bei Leistungsdichte, Gewicht und Wirkungsgrad.

Bosch will Umsatz mit E-Mobilität bis 2025 verfünffachen

Bosch wächst in der Elektromobilität doppelt so stark wie der Markt und rechnet dieses Jahr mit einem Umsatz von mehr als 1 Milliarde Euro. Bis 2025 soll sich der Umsatz verfünffachen: "Die Elektromobilität wird für uns zum Kerngeschäft, die CO2-freie Mobilität zu einem Wachstumsfeld", sagte Bosch-Chef Volkmar Denner anlässlich der IAA Mobility. Zu den Wachstumsfeldern zähle auch das automatisierte Fahren. Der Stuttgarter Stiftungskonzern ist im Bereich E-Mobilität so breit aufgestellt wie kaum ein anderes Unternehmen. Bosch hat unter anderem E-Bikes, E-Achsmodule oder auch elektrische Baumaschinen im Angebot.

Daimler-CEO: Können auch dauerhaft zweistellige Marge erzielen

Daimler traut sich in einem guten Wirtschaftsumfeld auch dauerhaft eine außerordentlich gute Margenentwicklung im Premiumautogeschäft zu. "Es ist unsere Ambition zweistellig zu sein", sagte Daimler-CEO Ola Källenius anlässlich der IAA. "In einer Zeit, in der der Markt es hergibt, können wir auch dauerhaft eine zweistellige Marge erreichen", ergänzte der Manager. In den vergangenen drei Quartalen hatte der Konzern bei Mercedes-Benz Pkw und Vans dank der enorm hohen Nachfrage und einer guten Preisdurchsetzung jeweils eine Rendite von mehr 10 Prozent erzielt
Wer die Vergangenheit nicht kennt,
kann die Gegenwart nicht begreifen
und die Zukunft nicht gestalten.
Benutzeravatar
Bahndamm 68
 
Beiträge: 4983
Bilder: 139
Registriert: 25. Februar 2015, 21:13
Wohnort: Bärlin

Re: Börsen- und Industrie-Infos

Neuer Beitragvon Bahndamm 68 » 7. September 2021, 20:48

Siemens Energy baut Kraftwerk in Taiwan

Siemens Energy hat einen Auftrag aus Taiwan an Land gezogen. Wie das Unternehmen mitteilte, wird es ein Gaskraftwerk mit einer Kapazität von 1,1 Gigawatt für den Stromversorger Sun Ba Power errichten. Gebaut wird es im Konsortium mit der CTCI Corporation. Der Vertrag umfasst die Wartung der zentralen Komponenten für über 25 Jahre.
Wer die Vergangenheit nicht kennt,
kann die Gegenwart nicht begreifen
und die Zukunft nicht gestalten.
Benutzeravatar
Bahndamm 68
 
Beiträge: 4983
Bilder: 139
Registriert: 25. Februar 2015, 21:13
Wohnort: Bärlin

Re: Börsen- und Industrie-Infos

Neuer Beitragvon Bahndamm 68 » 7. September 2021, 20:49

IAA/Daimler-Entwicklungschef: Wollen Batterie-Champion für Europa

Daimler will bei der Batterietechnik führend werden und kurzfristig konkrete Pläne für die Zellfabriken in Europa präsentieren. "Wir wollen für Europa aus Europa heraus einen Batterie-Champion haben", sagte Daimler-Entwicklungsvorstand Markus Schäfer am Rande der IAA. Den oder die Partner für die europäische Initiative will Daimler in Kürze mitteilen. "Wir haben das gesamte Feld weltweit durchgescannt, wir haben mit allen gearbeitet", so Schäfer. "Jetzt haben wir eine Idee davon, was die richtigen Partner sind."

Der Stuttgarter Konzern geht damit einen anderen Weg als BMW, wo man zwar Zellen in Parsdorf bei München selbst produzieren will, allerdings weitgehend nur für den eigenen Gebrauch. Der Münchener Konzern steigt somit nicht selbst im umfangreichen Maßstab in die Zellfertigung ein.

Für Daimler ist das kein Thema: "Am Ende müssen wir über Versorgungssicherheit nachdenken, und nicht nur in einer Kunden-Lieferanten-Beziehung unterwegs sein", erklärte Schäfer. Denn mit einem umfangreicheren eigenen Engagement könne man am Ende einen größeren Hebel auf die Verfügbarkeit von Batteriezellen haben. "Das ist erfolgskritisch", betont Schäfer. "Es wird ein Run auf Batteriezellen entstehen. Insofern ist es unsere Strategie, das maximal abzusichern."
Wer die Vergangenheit nicht kennt,
kann die Gegenwart nicht begreifen
und die Zukunft nicht gestalten.
Benutzeravatar
Bahndamm 68
 
Beiträge: 4983
Bilder: 139
Registriert: 25. Februar 2015, 21:13
Wohnort: Bärlin

Re: Börsen- und Industrie-Infos

Neuer Beitragvon Bahndamm 68 » 8. September 2021, 20:39

Chinas Autoverkäufe sinken den dritten Monat in Serie

Die Autoverkäufe in China sind im August den dritten Monat in Folge gesunken, da die weltweite Knappheit an Halbleitern und anderen Bauteilen immer mehr Autohersteller trifft. Die Verkäufe von Pkw sanken gegenüber dem Vorjahr um 14,7 Prozent auf 1,45 Millionen Fahrzeuge. Im Vergleich zum Vormonat ergab sich ein Minus von 3,3 Prozent, der erste monatliche Rückgang in einem August, wie die China Passenger Car Association mitteilte.

Im Juli waren die Verkäufe um 6,2 Prozent und im Juni um 5,1 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat zurückgegangen. Die Verkäufe von Fahrzeugen mit neuer Energie, einschließlich Elektroautos, haben sich mit 249.000 Fahrzeugen gegenüber dem Vorjahr mehr als verdoppelt. Der Verband hob die Absatzprognose für diese Fahrzeuge in diesem Jahr auf 3,0 Millionen an.

Analysten und Führungskräfte aus der Branche erwarten, dass der weltweite Engpass bei der Chipversorgung noch länger andauern wird, vor allem wegen eines Anstiegs der Corona-Infektionen in Malaysia. In dem südostasiatischen Land haben große Halbleiterhersteller ihre Anlagen für das Packaging und Testen, die letzte Stufe der Chip-Produktion, angesiedelt.

Ausländische Automobilhersteller sind von den Engpässen stärker betroffen als ihre chinesischen Konkurrenten. Honda teilte am Samstag mit, dass seine Verkäufe in China im August aufgrund der Pandemie und des Mangels an Bauteilen im Vergleich zum Vorjahr um 38,3 Prozent gesunken sind. Die Verkäufe von Toyota in China fielen um 11,9 Prozent und von Nissan um 10,6 Prozent.

Die Verkäufe von zwei Joint Ventures von Volkswagen in China gingen um 38,9 Prozent bzw. 22,5 Prozent zurück, wie Daten des Automobilverbands zeigen.
Wer die Vergangenheit nicht kennt,
kann die Gegenwart nicht begreifen
und die Zukunft nicht gestalten.
Benutzeravatar
Bahndamm 68
 
Beiträge: 4983
Bilder: 139
Registriert: 25. Februar 2015, 21:13
Wohnort: Bärlin

Re: Börsen- und Industrie-Infos

Neuer Beitragvon Bahndamm 68 » 10. September 2021, 20:58

VW erwägt Allianzen gegen Apple, Google und Tesla

Im Milliardengeschäft mit Autosoftware erwägt Volkswagen Kooperationen. "Wir sind offen für Diskussionen und bereit, unsere Plattform zu teilen", sagte Konzernchef Herbert Diess dem Spiegel. Die Entwicklung von Betriebssystemen und Software für das autonome Fahren erfordere hohe Einmalkosten. Da sei es entscheidend, am Ende möglichst viele Fahrzeuge mit der Technologie auszustatten. Auch eine Zusammenarbeit mit Wettbewerbern wie BMW oder Daimler schließt Diess nicht aus. Entscheidend sei, dass die hiesige Autoindustrie das Geschäft mit Software und Daten nicht allein Apple, Google oder Tesla überlasse. "Wenn Europa die Datenhoheit im Auto verliert", warnt Diess, "dann machen wir uns komplett abhängig von Hightechkonzernen aus den USA oder China."

Diess erwägt noch weitergehende Kooperationen. Vieles sei denkbar, heißt es aus dem Konzern, von der gemeinsamen Entwicklung einzelner Komponenten bis zur Übernahme der kompletten VW-Plattform durch Wettbewerber. Volkswagen sei in der Lage, ein eigenes Betriebssystem zu entwickeln, sagte Diess weiter. Rund zehn Millionen jährlich verkaufte Autos gewährleisteten zudem die Wirtschaftlichkeit des Projekts. "Wir können uns aber vorstellen, uns für Dritte zu öffnen, um damit noch mehr Schlagkraft zu entwickeln", ergänzt Diess.

Bislang konzentriert sich Volkswagen allein auf Autosoftware für sich und die Konzernmarken Porsche und Audi. Die Tochterfirma CARIAD soll Europas größter Softwarekonzern hinter SAP werden. Dafür will VW jährlich 2,5 Milliarden Euro investieren. 10.000 Fachkräfte sollen 2025 bei CARIAD arbeiten. Als denkbar gilt, dass VW auch seinen Talentpool für Kooperationen öffnet. Programmierer und IT-Ingenieure verschiedener Hersteller könnten dann mit vereinten Kräften Software entwickeln, um Produkten wie Amazons Sprachsteuerung Alexa Paroli zu bieten.
Wer die Vergangenheit nicht kennt,
kann die Gegenwart nicht begreifen
und die Zukunft nicht gestalten.
Benutzeravatar
Bahndamm 68
 
Beiträge: 4983
Bilder: 139
Registriert: 25. Februar 2015, 21:13
Wohnort: Bärlin

Re: Börsen- und Industrie-Infos

Neuer Beitragvon Volker Zottmann » 10. September 2021, 21:07

Und keiner begreift, dass ein Umschwenk auf Batteribetrieb auch nie das Klima rettet.
Es dürften sofort im Nahverkehr nur noch Busse und Bahnen rumfahren. Alles andere verzerrt doch nur, schafft aber niemals eine Wende zu weniger Ausstoß. Und Energie die in Batterien sitzt, muss auch erst produziert werden.
"Alles Käse, Genossen!"
Das Problem löst so keiner auf der geschundenen Erde.

Nur Schwimmwagen können noch helfen, denn die Meere steigen weiter.

Gruß Volker
Volker Zottmann
 

Re: Börsen- und Industrie-Infos

Neuer Beitragvon Kumpel » 11. September 2021, 08:36

Volker Zottmann hat geschrieben:"Alles Käse, Genossen!"
Das Problem löst so keiner auf der geschundenen Erde.



So ist das Volker.
Traut sich bloß keiner das dem Stimmvieh zu verklickern , dass das mit einem ständigen Wachstum nicht funktionieren kann.
Selbst die Grünen reiten auf dieser Welle und faseln vom grünen Wachstum.
Kumpel
 

Re: Börsen- und Industrie-Infos

Neuer Beitragvon Bahndamm 68 » 13. September 2021, 21:37

VW mit nächsten Schritt zur Entwicklung eigener Batteriezellen

Der Autobauer Volkswagen will seine Kompetenzen in der Batterietechnologie weiter ausbauen und hat in Salzgitter nun eines der modernsten Labore für Zellforschung und Entwicklung eröffnet. Ab 2025 soll die Volkswagen Einheitszelle dort vom Band laufen, teilte das Unternehmen mit. In insgesamt vier Laboren sollen künftig rund 250 Experten in den Bereichen Zellentwicklung, Analytik und Tests forschen. Volkswagen investiert rund 70 Millionen Euro in die Anlagen.

"Mit der Eröffnung der Labore haben wir den nächsten strategischen Meilenstein erreicht. Jetzt treiben wir die Vorbereitungen für unsere eigene Zellfertigung mit aller Kraft voran", sagt Thomas Schmall, Konzernvorstand Technik der Volkswagen AG und Vorstandsvorsitzender der Volkswagen Group Components, der im Konzern markenübergreifend die Verantwortung für die Technologie-Roadmap Batterie und Laden trägt. Bis 2030 will der Volkswagen Konzern in Europa gemeinsam mit Partnern sechs Zellfabriken mit einer Produktionsleistung von 240 Gigawattstunden (GWh) betreiben. In Salzgitter würden perspektivisch Zellen mit einer Jahreskapazität von 40 GWh gefertigt. Die neue Einheitszelle soll Synergien nutzen und die Batteriekosten um bis zu 50 Prozent reduzieren.
Wer die Vergangenheit nicht kennt,
kann die Gegenwart nicht begreifen
und die Zukunft nicht gestalten.
Benutzeravatar
Bahndamm 68
 
Beiträge: 4983
Bilder: 139
Registriert: 25. Februar 2015, 21:13
Wohnort: Bärlin

Re: Börsen- und Industrie-Infos

Neuer Beitragvon Bahndamm 68 » 16. September 2021, 21:50

VDMA: Material- und Transportprobleme schlimmer als Mitte 2020

Die Probleme der deutschen Maschinen- und Anlagenbauer mit ihren Lieferketten haben sich nach Aussage des Branchenverbandes VDMA verschärft. Gleichwohl bestätigt der VDMA seine Prognose eines Produktionsanstiegs von 10 Prozent im laufenden Jahr und erwartet auch für das nächste Jahr einen Zuwachs von 5 Prozent. Mehr als zwei Drittel der Unternehmen wollen Änderungen an ihren Lieferketten vornehmen.

"Laut unserer aktuellen VDMA - Blitzumfrage von Anfang September haben inzwischen 81 Prozent der Maschinenbaufirmen merkliche oder gravierende Beeinträchtigungen in ihren Lieferketten", sagt VDMA - Chefvolkswirt Ralph Wiechers. Drastisch zugenommen hätten insbesondere Knappheiten von elektrotechnischen und Elektronikkomponenten. Darüber hinaus litten knapp zwei Drittel der Befragten unter Beeinträchtigungen in der Logistik- und Transportabwicklung. "Das ist jeweils deutlich mehr als selbst zu Spitzenzeiten der Pandemie Mitte April 2020", erläuterte Wiechers.

Eine Entspannung speziell bei der Zulieferung von Vorprodukten ist nach seiner Einschätzung zumindest für die kommenden drei Monate nicht zu erwarten. "40 Prozent der befragten Maschinenbaufirmen rechnen sogar mit zunehmenden Problemen, 52 Prozent mit gleichbleibenden Herausforderungen", sagt Wiechers. Daher sei trotz der guten Auftragslage auch mit Blick auf das kommende Jahr noch Vorsicht geboten.

Laut VDMA lässt die Dynamik in einigen Ländern bereits deutlich nach, und die Delta-Variante sowie mangelnde Impffortschritte belasten in vielen Ländern das Wirtschaftsgeschehen. "Daher gehen wir für 2022 von einem etwas schwächeren Produktionszuwachs von real 5 Prozent aus", kalkuliert Wiechert. Insgesamt dürfte der Aufschwung aber intakt bleiben. Außerdem werde all das, was aus Knappheitsgründen in diesem Jahr nicht mehr gefertigt werden könne, im nächsten Jahr umgesetzt.

Zu kämpfen haben die Maschinen- und Anlagenbauer auch mit Engpässen auf dem Arbeitsmarkt. "Auffällig sind vermehrte Meldungen über einen Fachkräftemangel, 61 Prozent der befragten Betriebe spüren dies merklich oder sogar gravierend. Gut zwei Drittel sehen zudem keine Entspannung und fast 30 Prozent sogar eine Verschärfung der Situation in den nächsten drei Monaten", resümiert der VDMA-Chefvolkswirt.
Wer die Vergangenheit nicht kennt,
kann die Gegenwart nicht begreifen
und die Zukunft nicht gestalten.
Benutzeravatar
Bahndamm 68
 
Beiträge: 4983
Bilder: 139
Registriert: 25. Februar 2015, 21:13
Wohnort: Bärlin

VorherigeNächste

Zurück zu Offtopic / Tagespolitik

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 2 Gäste