Respekt bekommt man über sein Handeln und somit die Toleranz ganz von selber
Wie sollen aber diejenigen, die Fremdenhass und Hetze praktizieren jemals Respekt bekommen?Minderheiten von Braunem Gesindel kann man weder in den alten, noch in den neuen Bundesländern verhindern. Diese gibt es in den alten Ländern, genau so wenig erst durch die jetzigen Asylantenströme, wie es dieses braune Gesockse auch schon sehr lange gibt.
Der Unterschied ist nur der, dass man dieses in den alten Bundesländern nicht leugnet oder schönredet. Im Gegenteil im Osten, um mal den Ausdruck im Titel des Threads zu gebrauchen, werden solche Rechten Genossen beispielsweise noch durch Anfeuerungen, Gejohle und mitgröhlen derer demokratiefeindlichen Parolen bei Pegida oder AFD angefeuert und gibt bei Wahlen der NPD und anderen Rechten Parteien noch immer seine Stimmen.
Das sind nicht wegzuleugnende Tatsachen, denen auch die Bürger der neuen Bundesländer sich entgegenstemmen sollten; anstatt immer nur auf die alten Bundesländer hinzuweisen, wie ein Hauptschüler der sagt: " Herr Lehrer, der andere hat das auch gemacht."
Diese rechtsradikalen Minderheiten haben weder in den alten, noch in den neuen Bundesländern, mangels Demokratieverständnis eine Daseinsberechtigung.Unbestrittene Tatsache ist leider auch, dass es diese Fremdenfeindlichkeit und Gewalt gegen Ausländer schon seit Jahrzehnten, einschließlich der DDR gibt und für mich unverständlicherweise immer bestritten wird.
Stellt sich die Frage, bestreitet oder schönredet man das, weil man deren Gesinnung teilt ?
Der nachstehende Artikel aus dem Jahre 2001 zeigte damals schon schonungslos die Fakten auf.
Die Zonen der Verharmlosung
Warum es der Polizei in Ostdeutschland nicht gelingt, die rechtsextremistische Gewalt einzudämmen
Dafür legt Thomas Uslaub seine Hand ins Feuer: "So etwas wie Hoyerswerda wird nie wieder passieren." Woher die Zuversicht? Was ist besser geworden in den vergangenen zehn Jahren? Damals hatte ein rassistischer Mob in den tristen Neubauvierteln der Retortenstadt Jagd auf Asylbewerber gemacht. Die Polizei schaute zu. Es war nicht der erste grauenhafte Überfall auf Ausländer in den neuen Ländern. Der ereignete sich in Eberswalde, wo Ende November 1990 eine halbe Hundertschaft Neonazis mit Knüppeln und Messern über eine Gruppe von Afrikanern herfiel, von denen einer, der Angolaner Amadeu Antonio Kiowa, nicht mehr aus dem Koma erwachen sollte.
Und seither? Dresden, Magdeburg, Neuruppin, Guben, Erfurt, Ahlbeck - Dutzende ostdeutscher Städte gerieten in die Schlagzeilen. Als Stätten rechter Gewalt, wo Täter brüllten: "Penner klatschen", "Schlagt die Zecken tot", "Fidschis raus aus Deutschland". Otto Schily, eigentlich kein Verharmloser, spricht von 36 Toten zwischen 1990 und 2000 in ganz Deutschland. Der "regionale Schwerpunkt" des rechten Terrors ist für den Bundesinnenminister "eindeutig Ostdeutschland". Recherchen der Frankfurter Rundschau und des Berliner Tagesspiegels erbrachten eine noch schrecklichere Bilanz rechter Gewalt: 94 Menschen, die starben, weil jemand Hass auf "Andersartige", auf "Fremde", auf "Minderwertige" empfand. Die Hälfte der Taten wurde im Osten verübt, wo weit weniger Menschen leben als im Westen und wo Ausländer eine sehr viel kleinere Minderheit sind.
Es ist alles noch viel schlimmer gekommen seit Hoyerswerda. Die Bedrohung für den Rechtsstaat ist nicht geringer als jene durch den Linksextremismus im so genannten deutschen Herbst 1977.
Aber was tut die Polizei in den neuen Bundesländern? Müsste sie nicht den Skinheads und den "Kameradschaften" permanent und schmerzhaft auf die Füße treten, um zu zeigen, wer das Gewaltmonopol innehat? Sind nicht längst Ideen fällig, so effektiv und fantasievoll wie jene, mit denen seinerzeit das Bundeskriminalamt unter Horst Herold die Rote-Armee-Fraktion besiegte?
Die Antwort sollte ein entschiedenes Ja sein. Aber die Wirklichkeit ist ernüchternd. Die Polizei nimmt die rechtsradikale Gewalt nicht ernst. Zum Beispiel Thomas Uslaub. Der Dresdener mit dem gewinnenden Lächeln ist Pressesprecher des sächsischen Innenministeriums. Er "verkauft" die Polizeiarbeit. In Sachsen, sagt Uslaub, hat die Polizei alles im Griff.
Natürlich. Ministerpräsident Kurt Biedenkopf hatte im vergangenen Herbst in einem Interview gar behauptet, seine Sachsen seien "völlig immun gegen Rechtsextremismus".
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