Die Lage in der Ukraine Teil 1

Re: Die Lage in der Ukraine

Beitragvon augenzeuge » 5. März 2014, 08:22

Rupert Hübelbauer hat geschrieben: Putin hat mehrfach gesagt, dass er Russland als Mitglied der NATO sehen will. Wobei er dies nicht nur unter vier Augen, sondern auch öffentlich getan hat.[/b]
rupert


Ok, Rupert, danke für den Artikel. Diese öffentliche Äußerung habe ich so noch nie gehört..... [denken]
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Re: Die Lage in der Ukraine

Beitragvon pentium » 5. März 2014, 10:10

Für Putin ist der Zerfall der Sowjetunion die größte geopolitische Katastrophe des 20. Jahrhunderts. Deshalb macht er sich nun daran, die nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion verloren gegangenen "russischen Länder" wieder zu sammeln. Dazu gehört Zentralasien, dazu gehört der Südkaukasus, und dazu gehören der Osten und der Süden der Ukraine.

Zitat:
Angesichts der schwerwiegenden politischen und wirtschaftlichen Folgen des Einmarsches auf der Krim, ja der Gefahr einer internationalen Isolation des Landes, greifen solche Erklärungsversuche jedoch zu kurz.

Das Schlüssigste hat bislang die Politikwissenschaftlerin Maria Snegowaja von der New Yorker Columbia University in der russischen Zeitung Wedomosti geschrieben: Wladimir Putin und die russische Elite denken in den Kategorien des von Samuel Huntington beschriebenen Kampfes der Kulturen. Snegowaja führt zudem einige Werke vorrevolutionärer russischer Philosophen an, die nachweislich in breiten Kreisen der politischen Elite gelesen werden. Ihnen gemein ist eine Weltsicht: Die westliche Zivilisation ist dem orthodoxen Russland fremd und hinter allen deklarierten Zielen steht am Ende nur die Absicht des Westens, Russland zu vernichten und die Einzelteile des russischen Reiches untereinander aufzuteilen.

http://www.zeit.de/politik/ausland/2014 ... ettansicht

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Re: Die Lage in der Ukraine

Beitragvon HPA » 5. März 2014, 10:56

Für Verschwörungstheorien hatten die Russen schon immer ein Nerv. Sieht man ja auch bei den ganzen Putinfans.
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Re: Die Lage in der Ukraine

Beitragvon Interessierter » 5. März 2014, 11:10

Historische Krim-Krisen - "Der Ruhm Russlands, der Stolz der Sowjetunion"

Für Russland ist die Krim ein symbolbeladener Ort. Über Jahrhunderte führten Ukrainer, Russen und der Westen erbitterte Auseinandersetzungen um die Halbinsel - und die Krim wurde immer wieder zum Kriegsschauplatz. Die Argumente von damals und heute ähneln sich mitunter frappierend.

http://einestages.spiegel.de/s/tb/30043 ... union.html
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Re: Die Lage in der Ukraine

Beitragvon HPA » 5. März 2014, 11:30

Sehr aufschlussreich! Es lohnt sich! [grin]

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Re: Die Lage in der Ukraine

Beitragvon pentium » 5. März 2014, 11:55

Die Welt:

Bundeswehr fliegt Verletzte vom Maidan nach Deutschland aus

Die Bundeswehr wird rund 50 Menschen aus der Ukraine ausfliegen, die bei den Zusammenstößen auf dem Maidan in Kiew verletzt worden waren. Die ukrainische Regierung habe Deutschland um Hilfe bei der Behandlung gebeten, erklärt das Verteidigungsministerium in Berlin.

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Re: Die Lage in der Ukraine

Beitragvon augenzeuge » 5. März 2014, 19:37

HPA hat geschrieben:Sehr aufschlussreich! Es lohnt sich! [grin]


Leider verstehe ich das nicht..... [blush]
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Re: Die Lage in der Ukraine

Beitragvon augenzeuge » 5. März 2014, 19:41

"16:08 Die ehemalige US-Außenministerin Hillary Clinton hat einem Medienbericht zufolge die Politik von Kremlchef Wladimir Putin im Konflikt um die Ukraine mit dem Verhalten von Adolf Hitler verglichen. "Wenn einem das bekannt vorkommt, es ist das, was Hitler damals in den 30er Jahren tat", soll Clinton laut einem Bericht der Lokalzeitung "Long Beach Press-Telegram" am Dienstag bei einem Auftritt in Kalifornien gesagt haben."
Quelle web.de

Gefällt mir nicht, ich habe bisher Frau Clinton intelligenter eingestuft.....aber vielleicht stimmt das ja auch gar nicht... [denken]
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Re: Die Lage in der Ukraine

Beitragvon Nov65 » 5. März 2014, 19:52

Eine gewisse Seelenverwandtschaft Putin-Hitler drängt sich mir schon auf. Der Überfall auf den Sender Gleiwitz in polnischen Uniformen und dann konnte es endlich losgehen...
Uniformierte ohne Hoheitszeichen auf der Krim und vor ukrainischen Kasernen...und es fehlte nur eine unüberlegte Reaktion.
Andreas
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Re: Die Lage in der Ukraine

Beitragvon pentium » 5. März 2014, 21:25

USA weiten Militärunterstützung für Polen aus: Die USA verstärken ihre militärische Unterstützung für Polen und die baltischen Staaten. Das kündigte US-Verteidigungsminister Chuck Hagel bei einer Anhörung im Kongress in Washington an. Das gemeinsame Training mit der polnischen Luftwaffe werde erweitert und die amerikanische Teilnahme bei der Nato-Überwachung des Luftraumes baltischer Länder vergrößert, sagte Hagel bei einer Anhörung im US-Senat in Washington. "Es ist Zeit für uns alle, dem ukrainischem Volk zur Seite zu stehen, um seine territoriale Integrität und Souveränität zu beschützen", so der Pentagon-Chef.

http://www.sueddeutsche.de/politik/kris ... -1.1904666

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Re: Die Lage in der Ukraine

Beitragvon Sirius » 5. März 2014, 21:46

augenzeuge hat geschrieben:"16:08 Die ehemalige US-Außenministerin Hillary Clinton hat einem Medienbericht zufolge die Politik von Kremlchef Wladimir Putin im Konflikt um die Ukraine mit dem Verhalten von Adolf Hitler verglichen. "Wenn einem das bekannt vorkommt, es ist das, was Hitler damals in den 30er Jahren tat", soll Clinton laut einem Bericht der Lokalzeitung "Long Beach Press-Telegram" am Dienstag bei einem Auftritt in Kalifornien gesagt haben."
Quelle web.de

Gefällt mir nicht, ich habe bisher Frau Clinton intelligenter eingestuft.....aber vielleicht stimmt das ja auch gar nicht... [denken]
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Dein Bekannter Gert verglich vor ein paar Tagen die jetzige Situation mit der Sudetenkrise im September 1938. Hitler begründete seinen Einmarsch mit dem Schutz der Deutschen im Sudetenland vor tschechischen Übergriffen. Der Vergleich paßt durchaus, wobei ich eher die Georgienkrise 2008 als Vergleich ziehen würde, wo es auch um den angeblichen Schutz eigener Bürger ging. Damals gab es keinen Widerstand des Westens. In beiden Fällen (Sudetenland und Abchasien/Südossetien) ließen die Westmächte Hitler und Putin ungestraft gewähren. Dies interpretierten sowohl Hitler als auch der ehem. KGB-Oberst als Schwäche des Westens, was sie ermutigte immer weiter zu gehen - Besetzung des Rests von Tschechien im März 1939 und Krim März 2014. Heute gab es deshalb vom polnischen Außenminister Sikorski folgende Aussage:

"Wir wissen, dass das Raubtier durch das Fressen immer mehr Appetit bekommt", sagte Polens Außenminister Radoslaw Sikorski.

http://www.n-tv.de/politik/Wie-Steinmei ... 00156.html


Hillary Clinton ist mit diesem Vergleich nicht allein. Auch ein tschechischer Politiker und der US-Politiker Mc Cain zogen diesen Vergleich. Beide, Hitler und Putin, hatten bzw. haben ein langfristiges Ziel - verlorene Gebiete unter Mißachtung des Völkerrechts wieder zurück zu erobern. Es gibt einige Parallelen mit den dreißiger Jahren. Zum Beispiel die Olympiaden Berlin 1936 und Sotschi 2014, die von beiden Autokraten für politische Zwecke mißbraucht wurden, um sich zu inszenieren. Eine weitere Parallele ist der Zeitraum von etwas über zwanzig Jahren nachdem ehemalige Gebiete verloren gingen. Beide haben stark aufgerüstet. Beide regierten diktatorisch, wo es keine Presse- und Meinungsfreiheit mehr gibt, wie die Verhaftungen in Russland in den letzten Tagen wieder zeigten. Eine gleichgeschaltete Presse. Beide sind Nationalisten. Nov65 nannte die Inszenierungen mit den Uniformen in Gleiwitz und auf der Krim.
Zuletzt geändert von Sirius am 5. März 2014, 22:22, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Die Lage in der Ukraine

Beitragvon HPA » 5. März 2014, 21:59

Bären legt man entweder an die Kette oder zeigt ihnen einen großen Knüppel.

So einfach ist das.In welcher Form auch immer.

Sikorski hat recht.

Fakt ist ja ,dass die NATO Osterweiterung vor allem dadurch zustande kam ,dass man die betreffenden Länder nicht eingeladen hatte sondern die selber um Beitritt gebeten haben. Die hatten ja so manche Erfahrung mit den Russen...
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Re: Die Lage in der Ukraine

Beitragvon augenzeuge » 5. März 2014, 22:00

Ok, es gibt diese Parallelen. So richtig wohl ist mir nicht dabei, wenn ich aus Ihnen die gleichen personifizierten Schlüsse ziehen soll, auch wenn es logisch erscheint. Die diktatorischen Mittel ähneln sich jedoch ohne Zweifel. Auch die der russischen Bevölkerung in der Ukraine.....

Wo ist eigentlich der deutsche Freund des lupenreinen Demokraten- unser alter Bundi? Sein Statement würd ich jetzt gern lesen.
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Re: Die Lage in der Ukraine

Beitragvon Rupert Hübelbauer » 5. März 2014, 22:06

augenzeuge hat geschrieben:Gefällt mir nicht, ich habe bisher Frau Clinton intelligenter eingestuft.....aber vielleicht stimmt das ja auch gar nicht... [denken]
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Ich sehe das ähnlich. Hat ja fast schon hetzerischen Charakter, aber wahrscheinlich hat sie nicht viel überlegt. Genauso unüberlegt wäre es, wenn jemand den Cowboy Bush mit Hitler vergleichen würde. Der hat ja den Irak auch unberechtigt überfallen und Guantanamo mit einem KZ zu vergleichen hätte schon was. Aber deswegen ihn auf eine Stufe mit Hitler zu stellen, wäre doch sehr oberflächlich.
----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

Meiner Ansicht nach hat der österreichische Präsident Fischer die Situation in der Ukraine nicht schlecht eingeschätzt. Allerdings hat leider für mich auch der Westen Fehler gemacht. Aber es scheint so, dass die Politiker in der Ukraine eine schmerzliche Erfahrung machen müssen, nämlich dass der Westen sie militärisch in Stich lassen wird. Die lassen sich nicht auf einen Krieg ein, auch wenn manche unkluge Ukrainer das gerne hätten. Das musste Georgien auch schon erfahren. Naja, vielleicht werden sie noch schlauer und sind danach – also die, die das Sagen haben - nicht mehr so arg nationalistisch. So werden sie vielleicht erkennen, dass eine neutralere Haltung zwischen Ost und West wirtschaftlich und gesellschaftlich viel besser der Ukraine gut tun wird.
Ja ja, immer diese blöden altbackenen Nationalismen. Bin mir sicher, wenn man die Vergangenheit - Vergangenheit hätte sein lassen - und den übermächtigen Nachbarn Russland - statt dem feindbildlichen Getönse - mehr Respekt gezollt hätte, könnte jetzt schon alles ganz anders sein. Auch Putin, ohne die Umzingelungsstrategie der NATO, wäre viel moderater und gefälliger.

Zitat:
Bundespräsident Heinz Fischer attestiert Russland im Konflikt mit der Ukraine "gravierende Fehler". Der Bundespräsident äußerte nach einem Gespräch mit seinem slowakischen Amtskollegen Ivan Gasparovic (links im Bild) am Mittwoch allerdings auch "große Skepsis" gegenüber einiger Entscheidungen der gegenwärtigen ukrainischen Führung. Diese habe durchaus auch rechtsnationalistische Tendenzen.

http://www.krone.at/Oesterreich/Fischer ... ory-395918
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Re: Die Lage in der Ukraine

Beitragvon Sirius » 5. März 2014, 23:01

Tagelang hieß es von US-Seite, nur nicht-militärische Reaktionen kommen in Frage. Nun haben die USA einen Zerstörer ins Schwarze Meer und sechs F-15 Kampfflugzeuge ins Baltikum verlegt. Das ist vielleicht der heftigen Kritik an Obama in den letzten Tag geschuldet.
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Re: Die Lage in der Ukraine

Beitragvon Edelknabe » 6. März 2014, 08:39

Der war wirklich gut (die Textauszüge)aus dem Link vom Pentium:

"USA weiten Militärunterstützung für Polen aus: Die USA verstärken ihre militärische Unterstützung für Polen und die baltischen Staaten. ........ "Es ist Zeit für uns alle, dem ukrainischem Volk zur Seite zu stehen, um seine territoriale Integrität und Souveränität zu beschützen", so der Pentagon-Chef."

Gerade die Polen....um den Ukrainern zur Seite zu stehen, gerade weil uns polnische Nachbarn ihre ukrainischen Nachbarn so lieben...? Selten so geschmunzelt.

Rainer-Maria das erinnert mich an das Buch "Wie der Stahl gehärtet wurde". War da nicht die wunderbare Beschreibung einer Begegnung drin, so polnischer Grenzposten zum damals schon sowjetischen GPosten?
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Re: Die Lage in der Ukraine

Beitragvon augenzeuge » 6. März 2014, 08:41

Edelknabe hat geschrieben:Gerade die Polen....um den Ukrainern zur Seite zu stehen, gerade weil uns polnische Nachbarn ihre ukrainischen Nachbarn so lieben...? Selten so geschmunzelt.


Warum? Gemeinsame Feinde lassen Freundschaften entstehen....
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Re: Die Lage in der Ukraine

Beitragvon augenzeuge » 6. März 2014, 08:55

Das hatte ich auch erwartet......Hillary rudert zurück..... [super]

„Ich wollte allen nur ein wenig historische Einordnung geben. Ich stelle natürlich keinen Vergleich an, aber ich schlage vor, dass wir vielleicht lernen aus dieser Taktik, die bereits angewendet wurde“, sagte sie in Los Angeles. Am Dienstag hatte Clinton gesagt, die Besetzung der ukrainischen Halbinsel Krim sei ähnlich dem Vorgehen Hitlers in den Jahren vor Ausbruch des Zweiten Weltkrieges.
http://www.focus.de/politik/ausland/nur ... 65965.html
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Re: Die Lage in der Ukraine

Beitragvon pentium » 6. März 2014, 09:40

Edelknabe hat geschrieben:Der war wirklich gut (die Textauszüge)aus dem Link vom Pentium:

"USA weiten Militärunterstützung für Polen aus: Die USA verstärken ihre militärische Unterstützung für Polen und die baltischen Staaten. ........ "Es ist Zeit für uns alle, dem ukrainischem Volk zur Seite zu stehen, um seine territoriale Integrität und Souveränität zu beschützen", so der Pentagon-Chef."

Gerade die Polen....um den Ukrainern zur Seite zu stehen, gerade weil uns polnische Nachbarn ihre ukrainischen Nachbarn so lieben...? Selten so geschmunzelt.

Rainer-Maria das erinnert mich an das Buch "Wie der Stahl gehärtet wurde". War da nicht die wunderbare Beschreibung einer Begegnung drin, so polnischer Grenzposten zum damals schon sowjetischen GPosten?


Rainer-Maria, lege mal "Wie der Stahl gehärtet wurde" zur Seite und nimm dir mal den Atlas zur Geschichte. Ist besser. Und suche mal auf einer historischen Karte von Polen die Stadt Kamjanez-Podilskyj. Kamjanez-Podilskyj ist eine der ältesten Städte der Ukraine. Ab 1373 stand sie unter polnischer Herrschaft als Sitz der Woiwodschaft Podolien; von 1672 bis 1699 gehörte die Stadt zum Osmanischen Reich. Seit dem 14. Jahrhundert war Kamjanez eine der bedeutendsten polnischen Festungen in der Ukraine. 1772 kam Kamjanez zum Russischen Reich.

765px-Rzeczpospolita_de.png


Ja Rainer-Maria und dann suche mal noch das Königreich Galizien und Lodomerien! Aber gut mit meinen Ausflug in die Historie!

mfg
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PS. Rainer-Maria. Wer Asterix-Comics liest, erfährt, dass Obelix der Sphinx die Nase abgebrochen hat!
Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.
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Re: Die Lage in der Ukraine

Beitragvon pentium » 6. März 2014, 09:57

In Tschechien beschwört die Krise übelste Erinnerungen herauf. Staatspräsident Miloš Zeman zog einen Vergleich mit der Invasion der Sowjetunion und anderer kommunistischer Staaten 1968 in der Tschechoslowakei, mit welcher der Prager Frühling abgewürgt worden war, eine Bürgerbewegung für freie Wahlen und eine Emanzipation von Moskau.

Senatspräsident Milan Štěch und der frühere Außenminister Karel Schwarzenberg fühlten sich gar an das Jahr 1938 erinnert, als Adolf Hitler durch brutalen Druck und diplomatischen Theaterdonner den Anschluss der Sudetengebiete an Deutschland erzwang und dann 1939 die Wehrmacht auch in die von den Nazis abfällig sogenannte Rest-Tschechei einmarschieren ließ.

http://www.sueddeutsche.de/politik/tsch ... .1904704-2

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Re: Die Lage in der Ukraine

Beitragvon HPA » 6. März 2014, 10:08

pentium ,ich habs oben schon geschrieben. Genau diese üblen Erinnerungen waren es, was die Ostblockstaaten in die NATO trieb. Und gerade die Polen haben allen Grund ,beim derzeitigen Gebaren der Russen sehr genau hinzusehen und entsprechende Schlussfolgerungen zu ziehen.
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Re: Die Lage in der Ukraine

Beitragvon pentium » 6. März 2014, 11:55

Da hat es jemand verdammt eilig.
Wie die Welt meldet.
Haben sich die Abgeordneten des Parlaments der Krim schon mal für einen Anschluss an Russland entschieden.

Zitat:
Das Parlament der urkainischen Halbinsel Krim hat nach russischen Angaben einstimmig für einen Anschluss an Russland gestimmt. Das meldet die Nachrichtenagentur Ria.

Quelle: Die Welt

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Re: Die Lage in der Ukraine

Beitragvon Zicke » 6. März 2014, 12:43

jetzt wird es ganz verwirrend.

Scharfschützen auf dem Maidan: Heikles Telefonat zwischen Ashton und estnischem Minister veröffentlicht

Wer waren die Scharfschützen auf den Dächern um den Maidan in Kiew? In einem abgehörten Gespräch mit der EU-Außenbeauftragten Ashton hat Estlands Außenminister angedeutet, die neue Regierung in Kiew könne mit ihnen zu tun haben. Jetzt dementiert er diese Interpretation energisch.

http://www.spiegel.de/politik/ausland/k ... 57159.html
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Re: Die Lage in der Ukraine

Beitragvon pentium » 6. März 2014, 14:03

In einem angeblich abgehörten Telefonat zwischen EU-Außenbeauftragte Catherine Asthon und dem Außenminister von Estland sagt dieser, dass hinter den Scharfschützen vom Maidan „jemand aus der neuen Koalition“ steht.

„Es gibt immer stärkere Erkenntnisse darüber, dass hinter den Scharfschützen nicht Janukowitsch steht, sondern jemand aus der neuen Koalition. Das haben mir die Demonstranten vom Maidan erzählt. Sie vertrauen niemandem. Sie wollen eine völlig neue Regierung“, so Urmas Paet zu Ashton.

Das Gespräch soll nach dem Kiew-Besuch von Paet am 25. Februar stattgefunden haben. An diesem Tag kam es zu den gewaltsamsten Auseinandersetzungen auf dem Maidan.

Paet spricht auch von einem Gespräch mit einer Ärztin Olga, welche die Verletzten vom Maidan behandelte. Sie soll gesagt haben, dass Regierungs-Gegner und Polizisten von den gleichen Leuten erschossen wurden.

http://deutsche-wirtschafts-nachrichten ... koalition/

Paet dementiert Einschätzung über Kiewer Regierung

Die Ärztin Bogomolets dementierte inzwischen, dass sie gesagt hat, Polizisten und Demonstranten seien mit den gleichen Kugeln getötet worden. "Ich selbst habe nur Demonstranten untersucht, die Wunden der Militärs kenne ich nicht", sagte sie dem britischen Telegraph. Sie habe aber um eine ausführliche forensische Untersuchung der Vorfälle gebeten. Sie hoffe, internationale Experten könnten herausfinden, wer wen mit welchen Waffen getötet habe. Sie sagte, sie könne die Einschätzung von Paet, dass die neue Kiewer Regierung hinter den Anschlägen stecke, nicht teilen. Paet sagt wiederum, er habe diese Einschätzung nie abgegeben.

http://www.zeit.de/politik/ausland/2014 ... shton-paet

Sehr verwirrend, dieses Telefonat und wer was nicht oder doch gesagt hat!
Hoffen wir auf die internationalen Experten! Wer auch immer....

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Re: Die Lage in der Ukraine

Beitragvon augenzeuge » 6. März 2014, 14:10

Zicke hat geschrieben:jetzt wird es ganz verwirrend.

Scharfschützen auf dem Maidan: Heikles Telefonat zwischen Ashton und estnischem Minister veröffentlicht

Wer waren die Scharfschützen auf den Dächern um den Maidan in Kiew? In einem abgehörten Gespräch mit der EU-Außenbeauftragten Ashton hat Estlands Außenminister angedeutet, die neue Regierung in Kiew könne mit ihnen zu tun haben. Jetzt dementiert er diese Interpretation energisch.

http://www.spiegel.de/politik/ausland/k ... 57159.html


Es gab ja Fotos von den Scharfschützen. Und diese sollen in dieser Waffenausrüstung der Opposition angehört haben, welche auf ihre Leute schießt?

Mal ne Frage, wer versteckt eigentlich seine Leute in fremden Uniformen?

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Re: Die Lage in der Ukraine

Beitragvon pentium » 6. März 2014, 15:50

Noch ein Schnipsel:

Zitat:
[Die Gerüchte, dass es unbekannte Scharfschützen gab, die sowohl auf die Polizei als auch auf Demonstranten geschossen haben, machen in der Ukraine schon lange die Runde. Am Tag nach den Ereignissen, dem 21. Februar, erklärte die Parlamentsabgeordnete Inna Bogoslowskaja, sie habe ein Video gesehen, wie Scharfschützen in Uniform der Sondereinheit Berkut aus Kalaschnikows mal auf Demonstranten, mal auf Polizisten feuerten. Aber sie war sich sicher, dass es keine Berkut-Polizisten waren. "Das muss untersucht werden", sagte sie. Das Video, von dem Bogoslowskaja sprach und das angeblich Berkut-Polizisten zeigten, wurde allerdings noch nicht öffentlich zugänglich gemacht....]

http://www.welt.de/politik/article12550 ... ossen.html

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Re: Die Lage in der Ukraine

Beitragvon augenzeuge » 6. März 2014, 16:40

Die Entlarvung der Lügen Putins

1.Putin sagt: Die zu Tausenden auf der Krim aufmarschierten Uniformierten sind keine russischen Soldaten.

Die USA sagen: Es gibt deutliche Hinweise darauf, dass die Mitglieder der russischen Sicherheitsbehörden das Herzstück der hochorganisierten Kräfte auf der Krim sind. Diese Einheiten tragen Uniformen ohne Abzeichen, fahren aber Fahrzeuge mit russischen Militärkennzeichen. Sie identifizieren sich selbst als russische Sicherheitskräfte, wenn sie von internationalen Journalisten und dem ukrainischen Militär angesprochen werden. Darüber hinaus sind sie mit Waffen ausgestattet, die zivilen Einheiten in der Regel nicht zur Verfügung stehen.


2.Putin sagt: Russlands Vorgehen ist im Rahmen des Freundschaftsvertrages von 1997 zwischen der Ukraine und der Russischen Föderation begründbar.

Die USA sagen: In der Vereinbarung von 1997 hat sich Russland zur Anerkennung der Unabhängigkeit und Souveränität der Ukraine und ihrer bestehenden Grenzen verpflichtet. Putins Militäraktionen sind ein klarer Verstoß gegen die territoriale Integrität und Souverinität.


3.Putin sagt: Die ukrainische Opposition hat gegen das am 21. Februar unter EU-Vermittlung zustande gekommene Abkommen mit dem damaligen ukrainischen Präsidenten Viktor Janukowitsch verstoßen.

Die USA sagen: In dem Abkommen hatten die Konfliktparteien unter EU-Vermittlung vorgezogene Präsidentenwahlen, eine Übergangsregierung und eine neue Verfassung vereinbart. Die Unterzeichnung sollte innerhalb von 24 Stunden erfolgen. Doch Janukowitsch weigerte sich, seinen Teil der Abmachung zu halten. Stattdessen floh er und hinterließ Hinweise auf eine breit angelegte Korruption.


4.Putin sagt: „In der Ukraine hat es einen verfassungswidrigen Umsturz und eine bewaffnete Machtergreifung gegeben. Janukowitsch bleibt gesetzmäßiger Präsident der Ukraine. Er wurde in einem ungesetzlichen Verfahren seines Amtes enthoben.“

Die USA sagen: Am 4. März hat Putin selbst über Janukowitsch gesagt: „Ich denke, er hat keine politische Zukunft mehr.“ Nachdem Janukowitsch floh, stellte sich sogar seine eigene Partei gegen den Ex-Präsidenten und plädierte dafür, dass er seinen Rückzug bestätigen und die neue Regierung unterstützen soll. Die demokratisch gewählte Übergangsregierung hat mit 371 Stimmen die absolute Mehrheit erhalten – 82 Prozent. Sie ist eine Regierung des Volkes, die das Land zu Wahlen am 25. Mai führen wird. Alle Ukrainer sollen wählen dürfen.

5.Putin sagt: Es herrscht eine humanitäre Katastrophe. Hunderttausende sind auf der Flucht nach Russland und bitten um Asyl. Am 2. März meldete etwa der russische Grenzschutz, dass im Januar und Februar etwa 675.000 Ukrainer über die Grenze nach Russland kamen.

Die USA sagen: Bis heute gibt es keine Hinweise auf eine humanitäre Krise in der Ukraine – auch nicht darauf, dass es eine Flut von Asylsuchenden gibt. Internationale Beobachter, die mit ukrainischen Grenzposten gesprochen haben, können diese Behauptung von Putin nicht bestätigen. Auch unabhängige Journalisten konnten an den Grenzen keine entsprechenden Beobachtungen machen.


6.Putin sagt: Ethnische Russen sind in Gefahr.

Die USA sagen: Außerhalb der russischen Presse und des russischen Staatsfernsehens gibt es keine glaubwürdigen Berichte darüber, dass ethnische Russen bedroht sind. Die Übergangsregierung hat von Anfang an klar gestellt, dass Frieden und Versöhnung in der Ukraine oberste Priorität habe. Der Präsident des ukrainischen Parlamentes, Olexandr Turtschynow, hat sich sogar geweigert, Rechtsvorschriften zur Beschränkung der Verwendung der russischen Sprache auf regionaler Ebene zu unterzeichnen.


7.Putin sagt: In der Ukraine sind russische Militärbasen in Gefahr.

Die USA sagen: Die russischen Militärbasen waren und sind sicher. Außerdem hat sich die ukrainische Übergangsregierung verpflichtet, alle bestehenden internationalen Abkommen einzuhalten – auch jene russische Militärstützpunkte betreffend. Vielmehr sind jetzt die ukrainischen Militäranlagen in Gefahr, bedroht durch die russische Militäraktion.


8.Putin sagt: Es gab massenhaft Angriffe auf Kirchen und Synagogen im Süden und Osten der Ukraine. Aus dem russischen Außenministerium hieß es dazu: „Der Westen ist nun verbündet mit echten Neonazis, die orthodoxe Kirchen und Synagogen zerstören.“

Die USA sagen: Die religiösen Führer im Land und Befürworter der Religionsfreiheit sagen, dass es bisher keine Angriffe auf Kirchen gab. Alle Kirchenführer, darunter auch Vertreter der Ukrainischen Orthodoxen Kirche des Moskauer Patriarchats haben der neuen politischen Führung ihre Unterstützung zugesagt und zur nationalen Einheit aufgerufen. Auch jüdische Gruppen im Süden und Osten berichten, dass es keine Zunahme antisemitischer Vorfälle gibt.

9.Putin sagt: Die Entwicklungen auf der Krim sind extrem besorgniserregend. „Bedeutende politische Kreise“ in Kiew wollen die Halbinsel destabilisieren.

Die USA sagen: Die Ukrainische Übergangsregierung hat mit Zurückhaltung gehandelt und sucht den Dialog. Dagegen sind russische Truppen an den Militärbasen zusammengezogen worden, um politische Interessen zu wahren und wichtige Stützpunkte auf der Krim zu besetzen. Die Regierung in Kiew entsandte sofort den ehemaligen Chef des Verteidigungsministeriums, um die Lage zu entschärfen.


10.Putin sagt: Die Rada, das ukrainische Parlament, steht unter dem Einfluss von Extremisten oder Terroristen.

Die USA sagen: Die Rada ist die repräsentativste Institution der Ukraine. Die aktuelle Regierung wurde mit großer Mehrheit verabschiedet, auch von Vertretern aus dem Osten des Landes. Ultranationalistische Gruppen, die an den Protesten auf dem Maidan beteiligt waren, sind nicht im Parlament vertreten. Es gibt keine Hinweise, dass die ukrainische Regierung eine diskriminierende Politik verfolgt.
(focus.de)

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Re: Die Lage in der Ukraine

Beitragvon Nostalgiker » 6. März 2014, 16:53

Ach du meine Güte! Ist dieses billige Stück Propaganda wirklich aus dem Focus? Hat das etwa ein Wiedergänger vom Karl Eduard formuliert indem er in alten Manuskripten aus 'SU' einfach 'USA' machte.

Das Teil ist ja ober, oberpeinliche Propaganda. Da ging es in den aktiven Phasen des Kalten Krieges aber wesentlich geschickter zur Sache.
Ja 'unsere' politisch-ideologischen Einpeitscher sind auch nicht mehr das was sie mal waren.

Da erhält der Begriff 'parteilicher Journalismus' oder 'Parteijournalismus' doch gleich eine ganz neue inhaltliche Bedeutung. Da ist im Vergleich ja Boulevard schon mit investigativen Journalismus gleichzusetzen.

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Re: Die Lage in der Ukraine

Beitragvon augenzeuge » 6. März 2014, 16:56

Naja, ist ne einfache Antwort, zugegeben. Aber nun zeig mir den Punkt, wo die USA lügen.... [grins]
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Re: Die Lage in der Ukraine

Beitragvon Nostalgiker » 6. März 2014, 17:25

Die USA sagen: ..... Die demokratisch gewählte Übergangsregierung .....

Seit wann ist eine "Abstimmung" von ein paar bestellten Hanseln auf einem Marktplatz eine "demokratische Wahl"?

Thoth

Das wäre vergleichbar so das der zukünftige Präsident der USA mit Hilfe der einarmigen Banditen in Las Vegas "gewählt werden würde. Unwahrscheinlich Demokratisch ....
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